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Panoramafotos Panoramafotografie

Kreative Panoramafotos Panoramafotografie Foto-Formate digital und analog: Das Panoramaformat wird oft als Option übersehen und auch unterschätzt. Was es mit dem wunderbaren Panroramafoto-Format 3:1, 17:6, 65:24 und 16:9 auf sich hat, wie wir Panoramafotos digital und analog fotografieren können. Kostenpflichtige und kostenlose Panorma-Software (Stiching-Software) im Überblick. Ganz großes Kino mit dem kreativen Foto-Format:

Kreative Fotografie mit anderen Foto-Formaten.

Das Panoramaformat ist ausdruckstark.

3:1 Format in der Fotografie

Foto oben: Panoramafoto im 3:1 Verhältnis. Echte Panoramafotos haben als Querformt ein 3:1, kein 16:9 Verhältnis der Kantentlänge zur Kantenhöhe oder umgekehrt im Hochformat. Hier hat die Höhe eine Einheit, die Breite des Fotos 3 Einheiten, daher das 3:1 Verhältnis. Ich bitte um Entschuldigung, dass wir bei *fotowissen die Dateigrößen bei 1.200 Pixeln Breite einschränken. Viele der Panoramafotos lassen sich so nicht wirklich groß zeigen. Aber die Publikation möchte Sie vor allem motivieren, dieses Größenverhältnis anzuwenden und auszudrucken.

Panoramaformat Panoramafotos 

Wir Menschen haben ein recht breites Blickfeld. Daher können uns andere Foto-Formate als 1:1, 3:2*, 4:3*, 5:4, 7:6 gut gefallen. In diesem Artikel soll es um die Panoramafotografie gehen. Wir schauen uns Panoramafotos an und überlegen, wie wir die Fotos technisch erstellen und auch, warum das breite Foto-Format ein Motiv zur Geltung bringt und wie wir ein Panoramafoto drucken können.

*Das häufigste Foto-Format: 3:2 ist das Sensorverhältnis der meisten Kleinbildkameras und auch APS-C-Kameras. Die kurze Kante des Sensors ist 2 Einheiten zu 3 Einheiten an der langen Kante. Das war schon zu Zeiten des 35 mm Films das Format (36:24 mm = 3:2). Siehe Grafik rechts. 4:3 ist das Format von Olympus / Panasonics Micro-Four-Thirds-Sensoren und vom Fuji-Mittelformat wie dem Hasselblad-Mittelformat.  

Historie Panorama

Es gab das breite Bild schon in der Malerei. Robert Barker war derjenige, der den Begriff “Panorama” bereits 1787 patentierte. Es ging ihm um ein Gemälde, welches einen Rundumblick präsentierte. Quelle: Wikipedia.

Viele von uns kennen Panoramen auch aus den Ferien, wenn wir in den Bergen wandern. Oftmals lassen sich auf Karten die Berge in einer Panoramaansicht studieren. Es gibt in den Bergen auch Panoramatafeln, die als eine Legende eine Übersicht über die Berge im Blickfeld geben. Hier ein Foto vom Knottnkino oberhalb von Burgstall in Südtirol:

Panoramatafel Bergwelt Knottnkino Südtirol

Foto oben: Panoramatafel Bergwelt Knottnkino Südtirol. Nur eines der vielen Motive für analoge oder digitale kreative Panoramafotos. 

Was ist Panoramafotografie?

Das Panoramaformat ist ein breites Foto in den unterschiedlichsten Seitenverhältnissen. Einige Fotografen behaupten, dass nur das schmale 3:1 Panoramafoto ein “echtes Panoramaformat” sei. Aber wer definiert so etwas? Warum soll nicht auch ein 360 Grad Panorama, ein 16:9, ein 4:1 ein “echtes Panoramaformat” sein?

Ich liebe das 3:1 oder das 65:24 Verhältnis. Aber um die genauen Abmessungen soll es in diesem Artikel nur am Rande gehen, vielmehr darum:

  1. Optionen, wie wir ein Panorama trefflich fotografieren.
  2. Warum uns ein Panoramafoto ansprechen kann.

Panoramafoto im Format 3:1, Stitching aus einzelnen Fotos vom Stativ

Foto oben: Panoramafoto im Format 3:1, Software-Stitching aus einzelnen Fotos, vom Stativ fotografiert.

Die direkteste Form der digitalen Panoramafotografie ist mit dem Handy möglich. Die Technik im Smartphone macht es uns einfach, ein Panorama zu fotografieren, während wir um unsere eigene Achse fegen (Panorama-Sweeping). Der Computer des Smartphones fügt diese gefegten Aufnahmen zusammen. Auch mit manchen Digitalkameras ist ein Sweeping aus der Hand inzwischen möglich. Aber es gibt noch andere Möglichkeiten und vor allem möchte ich Ihnen zeigen, wie interessant das Panoramaformat 3:1 digital und analog ist:

Panoramafotografie mit dem Smartphone

Foto oben: Panoramafotografie mit dem Smartphone (iPhone). Die Qualität von Aufnahmen mit dem Smartphone ist bescheiden, das merkt man beim Vergrößern als Poster. Auch das Zusammensetzen der Aufahmen hat bei genauem Hinsehen nicht exakt funktioniert, denn die Drähte des Sessellifts im linken Drittel sind nicht korrekt zusammengesetzt (erst in der Vergrößerung ist das sichtbar). 

Panoramatechniken digitale Fotografie

Es existieren mehrere Möglichkeiten, eine Panoramafotografie anzufertigen:

  • Panoramafotos – Eine Aufnahme im 16:9, 2:1 oder 65:24 Format (Ausschnitt aus dem Sensor / Crop).
  • Kreative Panoramafotos – Stitching (zusammennähen) von mehreren Fotos in der Kamera oder mit einer Software.
  • Kreative Panoramafotos – 3 Aufnahmen mit einem Shift-Objektiv. Anschließendes Stiching.
  • Kreative Panoramafotos – Hochauflösende Kamera im 17:9 Verhältnis oder andere.

Eine Aufnahme im 16:9, 2:1 oder 65:24 Format

Die meisten digitalen Kameras können ein 16:9 Foto aufnehmen. Das ist mit 1,7777:1 schon relativ breit. Möchten Sie das Breitformat nutzen, dann stellen Sie die Kamera auf JPG oder RAW und JPG ein und stellen das Sensorformat auf 16:9 um. Die Kamera nimmt jetzt genau dieses Fotoformat auf. In einer spiegellosen Kamera (DSLM) haben Sie den Vorteil, im Sucher genau den Ausschnitt zu sehen, der aufgenommen wird. Ein Nachteil bei dieser Art von Aufnahme ist die geringe Auflösung des beschnittenen Sensors. Eine EOS R6 Mark II liefert im 16:9 Format noch 20 Megapixel. Ließe sie sich in 3:1 umschalten, so blieben noch (6000 x 2000 Pixel) 12 MP übrig.

Bei einer 45-MP-Kamera wie der Canon EOS R5 sind es im 16:9 Verhältnis 37 MP, im 3:1 Format wären es noch 22.3 MP. Leider lassen sich beide Kameras (R6 und R5) nicht in 3:1 oder 65:24 umschalten. Der Panoramabeschnitt begrenzt sich auf das Seitenverhältnis 16:9.

Kreative Panoramafotos mit hochauflösender Digitalkamera Fuji oder Hasselblad Cropping

Es gibt Digitalkameras wie die Fuji GFX-Mittelformatkameras oder die Hasselblad 907X 50C, die ein ähnliches Format zum 3:1 aufnehmen. Eine GFX 50S/R, GFX 50S (Mark II), GFX 100 und 100S lassen sich auf ein Format 65:24 einstellen, was 2,7:1 entspricht. Ein 3:1 Format wäre genau genommen 72:24. Aber natürlich lässt sich das Format mit dem 3:1 Panoramaformat vergleichen und auch etwas in der Höhe beschneiden, wenn es ein exaktes 3:1 Panorama werden soll. Eine GFX 50S (II) liefert mit diesem Format 25 Megapixel, die GFX 100 (S) 50 MP. Dabei wird das Foto beschnitten (cropped), es wird ein Teil des Sensors genutzt. Das genügt in Sachen Megapixel für Poster-Vergrößerungen, insbesondere bei der GFX 100 (S).

Der Vorteil Panoramafotografie mit hochauflösender Digitalkamera

  • Ein einzelnes Panoramafoto in hoher Auflösung.
  • Kein Ghosting (keine Probleme mit bewegten Motiven).
  • Möglichkeit aus dem Panormafoto nachträglich in RAW den Ausschnitt zu verschieben oder wieder die gesamte Fotografie zu nutzen.

Der Nachteil Panoramafotografie mit hochauflösender Digitalkamera

  • Anschaffungskosten.
  • Ein Teil des Sensors wird genutzt (Cropping).

Panoramafoto im Format 65:24 mit GFX 50S

Panoramafoto oben: Format 65:24, mit GFX 50S, Sensorcrop. Der Weg und der Zaun ziehen förmlich unseren Blick in das breite Foto hinein. Die Baumkronen sind zwar nicht alle abgebildet, aber im Kopf des Betrachters dennoch vorhanden. Doch eigentlich taugt das Motiv auch für ein Hochformatpanorama, wie dieses:

Hochformatpanoramafoto 230117-5039-1200pInformation: Das 65:24 Format entspricht der analogen XPan Kamera. Die XPan kann auf dem 35 mm Film eine Aufnahme mit dem Aspekt 65:24 aufnehmen. Die XPan ist eine Kooperation von Fujifilm mit Hasselblad. Es existiert auch eine Kamera Fujifilm TX-1 / TX-2, die der XPan ähnlich ist. Über hohe Preise in Sachen gebrauchte analoge Kameras, müssen Sie sich nicht wundern. Eine analoge XPan für Panoramafotos ist gebraucht kaum unter € 5.000,- zu bekommen. So populär ist inzwischen wieder die analoge Fotografie.


Panoramafotos – Stitching mit mehreren Aufnahmen

Für ein querformatige Panoramafotos fotografieren wir mehrere Aufnahmen im Hochformat. Diese Fotos müssen sich ein wenig überlappen, damit die Panorma-Software die Fotos zu einem Panoramaformat zusammennähen (engl.: Panrorama-Stitching) kann. Dabei kann es zu Fehlern mit den Parallaxen kommen. Keine Sorge, das ist keine Krankheit und auch nicht so wichtig. In vielen Fällen ist das nicht so schlimm, wenn der Vordergrund in unserem Foto fehlt. Aber wenn wir die Grundregeln der Landschaftsfotografie beachten, dann wollen wir vielleicht einen Vordergrund im Foto festhalten, um die Tiefe der Landschaft in dem zweidimensionalen Foto besser zu übermitteln.

Panoramafotografie mit Vordergrundmotiven

Foto oben: Panoramafotografie mit Vordergrundmotiven. Auch bei Panoramafotos gilt: Vordergrund macht Bild gesund.

Wenn wir die Kamera auf dem Stativ oder aus der Hand einfach drehen, dann kommt es zu einem sogenannten Parallaxenfehler, der im wesentliche bedeutet, dass die Software den Hintergrund und Vordergrund nicht sauber zusammenrechnen kann, weil es zu einem Versatz zwischen den beiden kommt. Den Fehler vermeiden wir, wenn wir die Kamera genau um den Punkt drehen, wo sich der Strahlengang im Objektiv kreuzt (Sie wissen vielleicht, dass das Bild auf dem Film / Sensor auf dem Kopf steht). Dazu gibt es den Nodalpunktadapter, eine Vorrichtung, mit der die Kamera genau auf dem Stativ ausgerichtet werden kann. Bevor Sie einen Nodaladapter kaufen, probieren Sie aber mal einige Aufnahmen vom Stativ aus und stitchen diese mit Lightroom Classic oder Hugin zusammen (Link zu Hugin finden Sie weiter unten).

Panoramafotos – Stiching mit Nodalpunktadapter / Panoramakopf

Ein Panorama lässt sich mit einem Nodalpunkt-Stativkopf fotografieren. Die Kamera rotiert um einen bestimmten Punkt, damit die Aufnahmen später sauber in einer Panoramasoftware wie Hugin oder Lightroom zusammengesetzt (stiching) werden. Nachteil: Was sich in der Zeit der verschiedenen Aufnahmen im Bild bewegt, wird häufig falsch zusammengesetzt (Boote, Menschen, Wolken …).

*fotowissen, Nodalpunktadapter, Stativ
Nodalpunktadapter

Foto oben: 17 Einzelaufnahmen vom Stativ mit Nodalpunktadapter aufgenommen, machen ein 360 Grad Panoramafoto, welches mit der Software Hugin zusammengesetzt wurde. Wichtig dabei: Die Kamera muss in den manuellen Modus gestellt werden, damit alle Einzelaufnahmen mit der gleichen Blende, Belichtungszeit und ISO fotografiert werden. Die Belichtung sollte nicht von der Kamera bei jeder Aufnahme neu eingestellt werden. 

360 Grad Panormaaufnahme im Zion Nationalpark USA 20111017_5075_pano

Foto oben: 360 Grad Panoramaaufnahme im Zion Nationalpark, USA. Panorama wurde aus Einzelaufnahmen zusammengestellt.

360 Grad Panoramafoto Buttermarkt in Kempen

Foto oben: 360 Grad Panoramafoto Buttermarkt in Kempen. 

Der Vorteil Panoramafotografie mit Nodalpunkt-Stativkopf / Panoramakopf

  • Saubere Aufnahmen in riesiger Megapixelgröße.
  • Preiswerte Panoramafotos mit Nodalpunktadapter und Weitwinkelobjektiv, bei vorhandener Digitalkamera.

Der Nachteil Panoramafotografie mit Nodalpunkt-Stativkopf / Panoramakopf

  • Kann zu Geisterbildern führen, wenn sich etwas im Motiv bewegt (Menschen, Tiere, Wolken, Pflanzen, Fahrzeuge, …)
  • Keine Pol-Filter möglich.

 

Panoramafotografie Anleitung mit Stativ und Panoramakopf
Es ist ganz einfach: Sie kaufen einen Panoramakopf für Ihre Kamera mit Weitwinkel und schrauben den auf Ihr Stativ. Das Stativ selbst sollten Sie genauestens mithilfe der Wasserwaage im Panoramakopf auf Niveau bringen, damit die Aufnahmen gerade werden. Sie stellen die Kamera auf manuelle Belichtung “M”, nutzen eine Blende F8 oder F11 und stellen die ISO und Belichtungszeit so ein, dass alle Aufnahmen eine gute Belichtung bekommen.

Dann belichten Sie mehrere Fotos bis hin zu einer 360 Grad Aufnahme mit leichter Überlappung. Die guten Panoramaköpfe haben genaue Raster für das Drehen mit Überlappung. Ansonsten merken Sie sich während der Aufnahmen einfach immer ein Motiv im rechten Rand, welches Sie nach der Drehung der Kamera noch im linken Rand (oder andersherum, je nach Drehrichtung) sehen können. So klappt das mit der Überlappung (etwa ein Viertel des Einzelbildes).

Panoramafotografie Tipps:

Nutzen Sie keinen Polfilter, der bringt Probleme beim Stitching in der Software. Nehmen Sie entweder einen Fernauslöser oder den Selbstauslöser, um Verwacklungen zu vermeiden. Den Spiegel klappen Sie vor der Aufnahme hoch, wenn Sie längere Belichtungszeiten nutzen.


Kreative Panoramafotos – Shift-Objektiv

Eine Alternative zu dem Panoramakopf ist ein Shift-Objektiv. Dabei wird beim Querformat-Panorama zur Seite, beim Hochformat-Panorama nach oben geshiftet. Drei Fotos ergeben bei den meisten Kameras schon ein Panoramaformat ähnlich dem 3:1-Format. Auch beim Shiften können bewegte Elemente im Motiv zu Problemen beim Zusammenfügen führen. Allerdings spart ein Shift-Objektiv den Nodalpunktadapter / Panoramakopf.

Der Vorteil Panoramafotografie mit Shift-Objektiv

  • Sehr saubere Aufnahmen ohne Verzerrung, keine Drehung der Kamera.
  • Schnelle Aufnahmemöglichkeit mit hoher Megapixelgröße.
  • Keine Nodalpunktausrichtung.

Der Nachteil Panoramafotografie mit Shift-Objektiv

  • Shift-Objektiv ist nicht günstig.
  • Kann zu Geisterbildern führen, wenn sich etwas im Motiv bewegt (Menschen, Tiere, Wolken, Pflanzen, Fahrzeuge, …)
  • Kein Pol-Filter möglich.

Panoramafotografie im 3:1 Format mit Shift-Objektiv

Foto oben: Panoramafotografie im 3:1 Verhältnis mit Shift-Objektiv. Fotografiert mit einer GFX 50S vom Stativ. Vorteil riesige Aufnahme von 12754 x 4251 Bildpunkten (crop), was 54 Megapixeln entspricht. 


Die beste Panorama-Software

Verschiedene Panorama-Software ist verfügbar, die das Zusammenfügen vieler Fotos zu einem breiten oder hohen Panorama für uns übernimmt:

Beste Kostenlose Panoramasoftware

Beste Kostenpflichtige Panoramasoftware

 


Kreative Panoramafotos ohne Software

Digitale Panoramakameras 17:6 Format

Aber wir können auch digital 17:6 (auch 6×17 oder 17×6 geschrieben) mit speziellen digitalen Panoramakameras fotografieren. Meines Wissens gibt es einige wenige digitale Kameras, die solche Aufnahmen in einem riesigen Foto von 160 oder 500 Megapixeln aufnehmen:

  • Seitz 6×17, kostete neu etwa € 30.000,-, 160 Megapixel in einem Foto.
  • Seitz Roundshot D3, etwa 50.000,- Schweizer Franken
  • Seitz Roundshot D2x, etwa € 9.700,-
  • GoPro-Rigs (Video)

Panoramafotos 3:1 analog belichten

In der analogen Fotografie gibt es das 17:6 Format, welches fast die Dimension 3:1 hat (18:6 wäre genau 3:1). Das Format wird mit einem Rollfilm 120 fotografiert und es passen 4 Fotos auf einen Film. Um 17:6 analog zu fotografieren, gibt es heute gebrauchte und neue Kameras, die breit aussehen oder an Großbild-Fachkameras erinnern. Bekannt sind unter anderem die ältere Linhof TECHNORAMA 6×17, oder die neue Shen Hao SH TFC617-A aus China. Auch andere Hersteller haben Panoramakameras im Mittelformat gebaut, die entweder in einer Aufnahme oder mit einer Schwinglinse belichten:

  • Linhof TECHNORAMA 6×17
  • Shen Hao SH TFC617-A
  • Glide 66-17
  • Fujifilm GX 617
  • Noblex Pro 6 120 (Noblex 150-Serie / Noblex 175 Serie)
  • Zenit Horizon 202
  • Holga 120 Pan

Auch ein 65:24 Format für 35 mm Film existiert. Die XPan oder TX-1 sind Kameras, die auf einem 35 mm Film genau 65:24 (oder 24:65) belichten. 35 mm Panormakameras sind etwa:

  • Hasselblad XPan
  • Fuji TX-1 / TX-2
  • LOMOGRAPHY Sprocket Rocket
  • PressPan
  • Panon Widelux
  • VISCAWIDE-16
  • Noblex
  • Horseman
  • Linhof
  • Widelux

Das 3:1 Format sehen

Wichtig ist bei allen Fotoformaten, dass wir das Motiv vorab in dem Format sehen, in dem wir es aufnehmen. Nur wenige Fotografen können ein 3:1 Foto mit einem 3:2 oder 4:3 Sensor aufnehmen und es sich als 3:1 Foto bereits bei der Aufnahme vorstellen. Daher ist es wichtig, eine Kamera zu nutzen, die bereits bei der Aufnahme das 3:1 (oder 65:24) Format anzeigt. Das ist nur mit wenigen spiegellosen Digitalkameras möglich. Immerhin können die meisten spiegellosen Digitalkameras ein 16:9 Format anzeigen und aufnehmen. Mit einer nachträglichen Beschneidung (Englisch: to crop) in der Höhe lässt sich daraus ein 3:1 Fotoformat erzeugen. Spiegellose Kameras mit verschiedensten Einstellungen des Aufnahmeformats sind im Vorteil, weil wir im Sucher das Format angezeigt bekommen. Aber auch mit einer Spiegelreflexkamera sind 16:9 Panoramen sichtbar, wenn wir im Live-View-Modus auf das Display schauen.

Fujifilm GFX Menü Aufnahmeformate
Fujifilm GFX Menü Aufnahmeformate

Alternativ prüfen wir das Motiv vor der Aufnahme mit unserer analogen oder digitalen Kamera, mit einem Smartphone App wie Viewfinder. In dem App auf dem Smartphone lassen sich die Parameter wie das Fotoformat einstellen. Zusätzlich können wir die Belichtung in ASA/ISO, Blende und Verschlusszeit messen und uns auf diese Art die analogen Metadaten mit einer Aufnahme merken. Die Aufnahme dient neben der Voransicht und dem Belichtungsmesser, einer Notizbuchfunktion für die analoge Fotografie.

Smartphone App Viewfinder mit Panoramaformat 3:1

Foto oben: iPhone Smartphone App Viewfinder mit Panoramaformat 3:1. 

Doch am einfachsten ist das 3:1 Panorama mit einer Kamera, die das Verhältnis ansatzweise als 3:1 einstellen kann und dann auch aufnimmt. Nachdem wir die Technik geklärt haben, reden wir darüber, was das 3:1, 17:6, 65:24 Format so interessant macht:

Faszination Panoramaformat 3:1 analog und digital

Mich interessiert vor allem das 65:24, 17:9, und 3:1 Format der Panoramafotografie. Alle drei Formate sind beim Querformat ähnlich lang in der Breite und gestaucht in der Höhe. Diese Aufnahmen üben einen unglaublichen Reiz auf mich aus, den ich erklären möchte:

Unterschiedliche Formate der Fotografie - Panoramafotografie

Foto oben: Unterschiedliche Formate der Fotografie – Panoramafotografie. Die breiten Formate 65:24, 17:6 und 3:1 sind für die Panoramafotografie besonders interessant. 

Gehen wir von der Aufnahme oben aus und überlegen uns, was wir in der Aufnahme drauf haben wollen: In der mittleren Ebene möchte ich den Baum verewigen, der hier zentral im Bild auftaucht. Wichtig ist mir außerdem die Ebene des Hintergrunds aus Bäumen, die nach links und rechts unendlich wirken. Die Wiese und der Himmel sind für den Eindruck, den ich als Fotograf vermitteln möchte, nicht hilfreich. Bleibt die Panoramafotografie als Fotoformat übrig, wenn ich nicht ausschließlich den Baum mit wenig Freiraum links und rechts (3:2 oder 4:3) belichten möchte.

Aus der Box herausdenken – Querdenken im Panoramaformat

Kreativität heißt auch mal aus der Box heraus zu denken. Durch Querdenken lassen sich Fotografien belichten, die wir sonst nicht hinbekommen. Denken Sie an Doppelbelichtungen, verwischte Fotos oder andere kreative Techniken. In diesem Falle ist es das Panoramaformat:

Wenn Sie oben auf dem Berg, unten am Meer oder auf der Wiese einer niederrheinischen Triefebene stehen und eine unglaubliche Weite empfinden, dann können Sie diese Weite am besten in einem Panoramafoto festhalten. Manche Motive kommen in einem bestimmten Format besonders gut zur Geltung. Leider überlegen wir oft nicht, ob sich ein Motiv in einem anderen Verhältnis als dem Sensorformat (3:2 oder 4:3) besser festhalten lässt. Das ist auch nicht einfach zu erkennen und bedarf einiger Übung und Konzentration.

Andere Formate fotografieren lernen

Es gibt einen *fotowissen-Trick, um aus der Box heraus zu denken: Wir gehen mit der Intention heraus, ein bestimmtes Format zu fotografieren und finden automatisch die passenden Motive dazu. Das machen wir einen Tag lang, dann hat der Kopf das Format als Option für die Zukunft abgespeichert.

Gehen Sie einen Tag mit der Kamera heraus und fotografieren ausschließlich kreative Panoramafotos.

In meinem Falle habe ich nach dem dunklen Winter, der hier in der niederrheinischen Triefebene gefühlte 6 Monate lang dauert, einen Tag mit Sonnenschein für genau solche Aufnahmen genutzt. Ich war unterwegs mit der GFX 50S, dem neuen GF 20-35 mm Objektiv (geliehen für *fotowissen-Test) und meinem TS-E 24 mm Tilt-Shift-Objektiv samt Stativ.

Panoramafotografie im 3:1 Format mit Shift-Objektiv

Faszination Panoramaformat erklärt

Die Aufnahme oben entstand im Wald. Mir war wichtig, die Sonne in der Mitte der Panoramaaufnahme zu platzieren und einen Eindruck von Unendlichkeit in der Breite zu erzeugen. Gerne schneide ich meine Motive an. Das betrifft genauso Portraits, bei denen ich den Kopf oben anschneide, wie auch Landschaftsaufnahmen. Ich möchte die Baumkronen in der Aufnahme nicht abbilden. Die Baumkronen sind dennoch im Kopf des Betrachters sichtbar. Das ist ähnlich der Musik, in der wir Noten nicht spielen, die aber im Kopf erwartet und zusammengesetzt werden.

Das Panoramaformat 3:1 hat eine unglaubliche Breite, die besonders dann zur Geltung kommt, wenn ein Motiv gespiegelt wird, oder wenn es unendlich breit scheint. In der Waldaufnahme wird klar, dass die Bäume zu beiden Seiten in unendlicher Weite stehen. In der komprimierten Höhe sind die Baumkronen im Kopf enthalten, sind aber nicht wesentlich. Mit den Sonnenstrahlen im überwinternden Laub erhöht sich die Strahlkraft und erklären sich die Schatten im Vordergrund.

Panoramafoto Paris

Panoramafoto Paris Notre-Dame Seine im 3:1 Format mit Stitching.

Das schwarz-weiße Panoramafoto in Paris mit Notre-Dame und der Seine ist im 3:1 Format mit Stitching entstanden. Es zeigt die Weite der großen Stadt in der Relation mit der Notre-Dame. Paris ist eine wunderschöne Stadt, die ich einmal in ganzer Pracht zeigen wollte. Die Panoramafotografie steht für mich stellvertretend für ganz Paris.

Panoramasoftware Hugin

Die Panoramasoftware Hugin ist nur eine von vielen Lösungen für das Zusammenfügen von Einzelaufnahmen zu Panoramafotos.

Dieses zweite Paris-Panorma ist direkt mit einer Canon 5DsR in einem Foto entstanden (ohne die Hilfe von Panorama Software) und hat immer noch 25 MP. Leider zeigt die Kamera kein Panormaformat im Sucher (dafür im Live-View), aber sie ist als eine der wenigen Spiegelreflexkameras immerhin in der Lage ein 1:1 im Sucher mit einer Maske zu zeigen. Das weiß übrigens kaum jemand: Nur wenige SLR-Kameras können im Sucher mit einer Maske das gewünschte Format abbilden, welches auf dem Sensor belichtet wird. Die Nikon D850 kann den Sucher ebenso maskieren für das 1:1 und 4:3 Format, nicht für 16:9 (Live-View). Die 5DsR ist außerdem eine hervorragende Wahl für Schwarzweißfotos!

Panorama Paris Notre Dame Seine

Panoramafoto Infrarot

Ein infrarotes Panoramafoto gehört eher zu den seltenen Fotografien. Hier mit einer GFX 50s im Format 65:24 aufgenommen als Langzeitbelichtung mit einem Infrarotfilter vor dem Objektiv:

Panoramafoto Infrarot

Panoramafotos drucken und ausstellen

Ein Panoramafoto im Rechner zu vergessen, ist unfair. Lassen wir die Fotos aus dem Rechner endlich auch einmal frei. Die Möglichkeit selbst auf einem Tintenstrahldrucker auszugeben ist am einfachsten mit einem Rollenpapier. Aber auch ein Canon ImagePROGRAF PRO-300 Tintenstrahldrucker kann im manuellen Schacht Papiere bis zu einem Meter Länge bedrucken. Ansonsten bieten Dienstleister an, breite Fotos auszugeben und sogar zu rahmen. Mir persönlich gefällt dabei ein Rahmen mit Schattenfuge. Ich finde im Internet zwei Dienstleister, die solch ein Panoramafoto im Rahmen anbieten:

  • Whitewall
  • Pixum

Wie zu erwarten war, ist der Preis eines Panoramarahmens mit Schattenfuge bei Whitewall etwas höher. Für einen 60 x 20 cm Rahmen in Eiche Natur, möchte Whitewall bereits € 166,95. Ein 180 x 60 cm Rahmen mit Poster würde € 683, 95 kosten.

Alternativ bietet MyPoster einen Print auf Forex im Panoramarahmen Schattenfuge Natur 120 x 40 cm für € 175,99.

Wissenswertes zur Panoramaformat-Fotografie

Was mich im Jahr 2016 davon abhielt, eine Sony A7R II zu kaufen, war die Tatsache, dass sich die Kamera nicht ins 1:1 (Quadratische Format) umschalten ließ. Ich fotografierte als Jugendlicher mit einer Rolleicord und wollte gerne mit möglichst vielen Pixeln das quadratische Format wieder aufleben lassen. Stattdessen kaufte ich eine Fujifilm X-T2 und war trotz der quadratischen Auflösung von “nur” 16 MP sehr zufrieden. Immerhin bot mir die Kamera weniger Gewicht, geringeren Preis, mehr Service, Filmsimulationen und etliches mehr, als eine Sony es leisten konnte. Leider können die Fujifilm-X-Kameras bis heute keine Panoramafotos im Format 65:24 aufnehmen, im Gegensatz zu den GFX-Kameras.

Bis heute sehen wir, dass die meisten Hersteller sich um die Foto-Formate nicht genügend kümmern, denn es wäre ein Leichtes, diese Formate im Menü der spiegellosen Kameras unterzubringen. Auch ein 3:1 Panoramaformat sollte in jeder Kamera Standard sein. Dass es so nicht ist und die teure Sony A7R Mark IV nur vier Formate kann, ist ein Armutszeugnis für Sony. Aber auch andere Hersteller schaffen es nicht, solche kreativen Formate anzubieten. Auch Fujifilm hat “vergessen” seinen drei hochauflösenden Kameras X-H2, X100VI und X-T5 Formate wie 65:24, 17:6 oder 3:1 zu spendieren. Warum, das wissen nur die Japaner.

Und so ist eine der universellsten Kameras die GFX gleich welcher Baureihe. Die Fuji Mittelformatkameras können allesamt das 65:24 Format, welches von der XPan stammt und nah an dem 3:1 Format dran ist. Meines Wissens können auch einige Panasonic-Kameras das 65:24 Format. Dass die Hersteller uns Fotografen in der Kreativität begrenzen, ist ein Unding und müsste im 21. Jahrhundert nicht sein.

Tipp: Überlegen Sie beim Kamerakauf, welche Foto-Formate Ihnen wichtig sind. Die GFX-50S (II) und GFX 100 (S/II) sind die kreativsten Kameras für die Formatfrage. Sie begrenzen uns nicht, sondern lassen uns auch alte analoge Formate wie das 1:1, 5:4, 7:6 oder 65:24 verwenden.

Übersicht Fotoformate spiegellose Systemkameras

Fotoformate Kameras
Angaben in Megapixeln
3:2 4:3 5:4 1:1 7:6 16:9 65:24
Fujifilm GFX 50S (II) 45 50 48
38 48 38 25
Fujifilm GFX 100 (S) 90 100 96 76 89
76 50
Fujifilm X-T4 / X-T3 / X-H2S 26 - - 17 - 22 -
Fujifilm X-T5 / X-H2 40 35 33 26 - 33 -
Sony A7RV 60 54 - 40 - 51 -
Sony A7 III 24 - - - - 20 -
Nikon Z9 45 - - 30 - 38 -
Nikon Z7 II 45 - 37 30 - 38 -
Nikon Z6 II 24 - - 16 - 20
-
Canon R5 45 39 - 29 - 37 -
Canon R6 Mark II 24 21 - 16 - 20 -
Panasonic LUMIX S5II* 24 21 - 16 - 20 13
*Die Panasonic kann zusätzlich 2:1 mit 18 MP
Diese Tabelle hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit der Kameras

Alle Foto-Formate im Überblick

Wenn Sie sich für alle Foto-Formate im Überblick interessieren, dann haben wir diesen wertvollen und kostenlosen Beitrag für Sie publiziert:

Aufnahmeformate der Fotografie Foto-Format >>

Objektive für die Panoramafotografie

Ein eigener Artikel widmet sich den Objektiven für Panoramas:

Objektive für Panoramafotos >>

FAQ Panoramafotografie

Wie fotografiert man ein Panorama?

Antwort: Es gibt verschiedene Methoden. Mit dem Smartphone einfach im 16:9 Format oder Panorama aufnehmen. Mit der Kamera mehrere Fotos im Hochformat und zusammenfügen mit einer Software. Oder Sie nutzen ein Shift-Objektiv. Weitere Methoden oben im Artikel …

Welche Brennweite für Panorama?

Für ein Panoramafoto ist ein Weitwinkelobjektiv genau richtig. Aber auch andere Objektive sind möglich, bis hin zum Teleobjektive. Es hängt auch vom Abstand des Fotografen vom Motiv ab.

Welches Format hat ein Panorama?

Viele denken, das Panoramaformat wäre 16:9, aber auch 3:1 oder 65:24 Formate sind erlaubt.

Welche Kamera ist die beste für Panoramafotografie?

Alle Kameras sind möglich. Es gibt bestimmte Kameras, die man vorziehen kann, wie die Fujifilm GFX-Mittelformat-Kameras, die ein 65:24 Format bieten.

Aber auch mit jeder anderen Kamera ist etwa ein 16:9 Format möglich. Manche Kameras unterstützen auch das sofortige kamerainterne Panoramafoto, das man freihändig fotografieren kann.

Ich habe selten so lange an einem Bericht wie diesem gearbeitet. Als ich anfing, war mir das nicht klar, aber die Recherche, Gliederung und auch die Fotos waren aufwändig. Dieser Bericht war ca. 100 Stunden Arbeit. Es wäre nett, wenn Sie die Links nutzen, damit ich auch in Zukunft so aufwändige Publikationen für Sie bereitstellen kann. Auch für einen Blick auf den individuellen Fotokurs unten bin ich dankbar.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Panoramaformat Panoramafotos Foto-Formate digital und analog.


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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

4 Kommentare

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  • Servus Peter!
    Seit kurzem bin ich auch Abonnent von fotowissen.eu und lese die Artikel mit großem Interesse. Herzlichen Dank für den sehr umfangreichen und äußerst kompetenten Artikel zur Panoramafotografie.
    Auch ich bin vom Panoramaformat und vor allem vom 3:1-Format sehr begeistert und fotografiere in dieser Richtung sehr viel. Meine einreihigen Panoramaaufnahmen stitche ich zu 80 Prozent aus mindestens 7 – 10 Aufnahmen im Hochformat. Ich fotografiere meisten Freihand, da ich festgestellt habe, dass diese Arbeitsweise kaum schlechtere Ergebnisse als mit dem Nodalpunktadapter bringt und bis auf wenige Ausnahmen sehr gute Ergebnisse liefert.
    Ich besitze auch 2 Eigenbau-Nodalpunktadapter, welche ich aber bis auf die Testphase nach dem Bau nicht mehr verwende. Die ganze Ausrüstung ist sehr sperrig und auch schwer und die Einstellerei, vor allem wenn man wie ich mit vielen verschiedenen Objektiven fotografiert, ist auch sehr aufwendig.
    Die Bearbeitung der RAW-Fotos nehme ich in Lightroom CC vor, für die Ausarbeitung zum Panorama verwende ich vorwiegend Panoramastudio 3 und Freewareprogramme. Die Panoramafunktion von Lightroom nutze ich nur zur groben Voransicht, da diese mMn nur sehr selten ansprechende Ergebnisse zustande bringt. Im Vergleich mit anderen Panoramaprogrammen erfolgt bei LR ein sehr starker Beschnitt und auch das Zusammensetzen der Bilder funktioniert sehr oft nicht richtig. Die Einstellungsmöglichkeiten sind auch sehr beschränkt.
    Hier muss auch grundsätzlich gesagt werden, dass die verschiedenen Programme sehr unterschiedliche Ergebnisse liefern. Als Allroundprogramm ist für mich das Panoramastudio 3 die erste Wahl, da dieses die wenigsten Schwierigkeiten mit sich bewegenden Objekten hat. Mit Hugin habe ich auch einige Zeit gearbeitet, das Programm ist mir aber zu komplex und von den Ergebnissen her ist es auch eher durchwachsen.
    Ein kleines, sehr einfaches Programm ist die Freeware „Autostitch“, welches gerade für den Einstieg ins Stitchen sehr gut geeignet ist.
    Doch nicht nur die klassische Panoramafotografie ist für mich ein Thema, auch beschneide ich sehr viele Fotos am PC vom 3:2 ins 1:3-Format, was für mich einen besonderen Reiz hat. Hier kommen alle Motive in Betracht. Landschaftsaufnahmen eher nicht. Auch das 1:1-Format benutze ich sehr häufig.
    Hier komme ich zu einem Punkt in Deinem Artikel, den ich überhaupt nicht nachvollziehen kann: Du kritisierst, dass fast keine Kamera – ua auch die Sony A7RII – das 3:1- und das 1:1-Format darstellen bzw aufnehmen kann. Wären wir noch bei der Analogfotografie, wäre das ein Argument. Als Besitzer einer Sony A7s und A7III habe ich eine solche Funktion noch nie vermisst und auch sehe ich bei der Digitalfotografie keinen praktischen Nutzen einer solchen Funktion. Eine Begrenzung der Möglichkeiten der Kamera sehe ich auch nicht. Ob die Kamera das Foto gleich zusammenschneidet und nur einen Teil des Sensors nutzt oder ob ich das per Hand am PC mache, ist vom technischen her im Ergebnis völlig egal. Beim Bearbeiten am PC ergibt sich für mich ein wesentlicher Vorteil bei der Aufnahme des Vollbilds, da ich den Ausschnitt bei Bedarf noch verändern kann. Beim „fertigen“ Panorama aus der Kamera ist man aufgrund der geringen Höhe dahingehend extrem eingeschränkt und Änderungen im Ausschnitt sind kaum möglich. Da ich nur ein ambitionierter Amateurfotograf bin, möchte ich mir diese Option offenhalten. Auch für größere Ausarbeitungen reicht die Auflösung der Crops locker aus. Ich habe für eine Ausstellung mehrer Crops im Format 20 x 60 cm ausarbeiten lassen.
    Danke nochmal für die vielen interessanten Artikel!
    LG aus Österreich!
    Gernot

    • Die Formateinstellung in der Kamera ist wichtig für die Bildkomposition bei der Aufnahme. Nur so kann man den Ausschnitt vernünftig wählen. Nachträgliche Beschneidung am PC bringt technisch zwar die gleichen Fotos, aber hat einen riesigen Nachteil: man erinnert sich oft nicht mehr an die Panorama-Absicht und findet das Foto deshalb bei der späteren Fotoselektion minderwertig und lässt es unbearbeitet.

      Das ist mir zu Analogzeiten vielfach passiert. Erst wollte ich mir das sehr teure Panorama-Magazin zu meiner Bronica-Mittelformatkamera sparen und dachte, dass ich beim Vergrössern den Panorama-Ausschnitt machen könne. Auf den Kontaktkopien sind diese Fotos aber meist durchgefallen, weil sie zu banal erschienen durch zu viel Himmel und zu viel Vordergrund und ich die ursprüngliche Absicht nicht mehr erinnerte. Als ich mir das Magazin und die passende Mattscheibe mit den Panorama-Begrenzungen dann doch noch zulegte, hatte ich auf “wundersame” Weise ganz viele Panoramas, die mir sehr gefallen haben. Kleiner Bonus war noch, dass ich nun 24 Panoramen auf einen Film 135 brachte gegenüber nur 15 beim vollen Mittelformat 120er-Film.

      Ein Einwand oben stimmt nur begrenzt: Man könne den Panorama-Ausschnitt nicht nachträglich ändern bei der Aufnahme im Panoramaformat. Wenn man jpg und Raw gleichzeitig aufnimmt, enthält das Raw die volle übliche Datenmenge, der Ausschnitt ist nur im jpg. Der Ausschnitt im jpg ist tatsächlich fix, aber man im Raw den Ausschnitt nach oben/unten schieben, bei Schwarzweiss-Fotos muss man das Filmprofil auch noch ins Raw einarbeiten. Wenn man sauber komponiert hat, hält sich dieser Extraaufwand in erträglichem Rahmen.

  • Hallo Herr Roskothen,
    am Sonntagmorgen nach dem Frühstück lese ich hier in Canada den „Fotowissen Newsletter“. Ich kann zwar (als Panasonic MFT-Fan) mit Artikeln zu Fuji, Nikon oder Canon wenig anfangen, aber es gibt ja auch jede Menge lesenswerter Berichte zu grundsätzlichen Fotothemen.
    Heute habe ich den Artikel zur Panoramafotografie sehr genossen. Ich war schon immer ein Fan von Breitwand-Filmen im Kino und habe vor vielen Jahren angefangen, Dias im Breitwandformat aufzunehmen – mit einem ISCORAMA-Objektiv an meiner Minolta XD7. Das Objektiv wurde anschließend in den Diaprojektor eingesetzt, um die gestauchten Bilder wieder zu entzerren. Breitwand zu Hause.
    Es gibt inzwischen von verschiedenen Firmen anamorphotische Objektive, die vor allem von Videofilmern sehr geschätzt werden. Warum sollte man ein solches Objektiv nicht auch für Fotos verwenden ?
    Von Zeit zu Zeit montiere ich das alte ISCORAMA mit einem Adapter an meine Lumix. Aus 4:3 Aufnahmen werden Panoramas im Format 2:1 (ohne Pixelverlust durch Beschneiden) und nach der Umschaltung auf 16:9 erhalte ich Fotos im Format 2,66:1
    Versuchen Sie es mal. Es macht gewaltig Spaß.
    Ich freue mich auf nächsten Sonntag.
    Freundliche Grüße aus Canada
    Bernd Schneider

  • Guten Tag Herr Roskothen,
    Vielen Dank für den interessanten Artikel. Ja sie haben recht dass es schade ist das Fuji die Panoramaformate nur in den Mittelformatkameres anbietet. Ich behelfe mir bei meinen X-T Kameras mit der Raster 9 Einstellung im Sucher, die mir die Panoramagestaltung im 3 zu 1 Format ermöglicht. Zugeschnitten werden die Panoramabilder dann im LR Classic.
    Liebe Grüße
    Ludwig Lutz

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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