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ISO Kamera – Fotografieren mit hoher ISO-Empfindlichkeit – Bildrauschen

Der Foto ISO Wert ist ein wichtiger Bestandteil moderner Digitalkameras. Heute können wir Fotografien mit ISO 1600, ISO 3200, ISO 6400 und anderem hohem ISO Wert fotografieren. Wissenswertes, zur ISO-Empfindlichkeit, ISO Rauschen, ISO-Kamera-Einstellungen im *fotowissen ISO-Fotografie-Tutorial.

So manchem Fotografen rutscht beim Fotografieren mit hoher ISO-Empfindlichkeit das Herz in die Hose, weil er vom Bildrauschen gehört hat. Ich behaupte: Haben Sie keine Angst vor hoher ASA- / ISO-Fotografie und dem ISO Rauschen. Das *fotowissen-ISO-Tutorial gibt Informationen zum ISO Wert, Hintergründe, Tipps und Tricks. Außerdem zeigen wirdie beste Software zum Entrauschen bei hohen ISO Werten. Auch wie wir am besten in Lightroom Rauschen entfernen wird erklärt:

Keine Angst vor hoher ISO-Empfindlichkeit und ISO-Rauschen.

ISO Fotografie ist ein Luxus, mit dem wir auch im Dunkeln aus der Hand fotografieren können.

Bildrauschen wird überbewertet.

ISO - fotografieren mit hoher Empfindlichkeit ISO – fotografieren mit hoher Empfindlichkeit - Reisefotografie

Foto oben: Das Foto wurde in dunkler Umgebung und hoher ISO-Empfindlichkeit 10.000 belichtet. – Dieser Artikel “ISO – Fotografieren mit hoher ISO-Empfindlichkeit – Bildrauschen” wurde ursprünglich im Juli 2018 veröffentlicht und im Mai 2022 für Sie überarbeitet.

Was ist Foto ISO überhaupt?

Zu den Zeiten als analoger Film der Standard war, mussten wir uns beim Kauf für eine bestimmte Empfindlichkeit, gemessen in ASA oder DIN entscheiden. Den analogen Film gab und gibt es immer noch in verschiedenen Empfindlichkeiten, wie zum Beispiel 100 ASA, 200 ASA, 400 ASA, 800 ASA, 3.200 ASA. Die Film ISO wird auch auf der Patrone abgedruckt. Profis erhalten im Fotofachgeschäft auch Filme, die noch niedrigere (25 / 50 ASA) oder höhere Empfindlichkeiten (3200, …) ermöglichen. Die Empfindlichkeit des Films wird chemisch möglich gemacht.

In jedem Falle mussten und müssen analoge Fotoamateure einen Film erst einmal komplett zu Ende fotografieren, bevor sie eine andere Empfindlichkeit nutzen konnten (von Wechselmagazinen und dem Trick den Film zwischendurch aus der Kamera zu nehmen einmal abgesehen).

ASA bei analogem Film - Links 200 ASA, rechts 125 ASA. Heute heißt das ISO
 

Foto oben: ASA bei analogem Film – Links 200 ASA Empfindlichkeit, rechts 125 ASA Empfindlichkeit. Kein hoher ISO-Wert, sondern ein niedriger ISO-Wert.

ISO im digitalen Zeitalter

Heute arbeiten wir digital mit der ISO und wir fotografieren meist digital. In der modernen digitalen Fotografie können wir zu jedem Foto eine neue ISO-Empfindlichkeit wählen oder die Kamera sogar auf Auto-ISO einstellen. Die manuelle Einstellung verschiedener Empfindlichkeiten kann der Fotograf in der Digitalkamera wählen. Meist lässt sich die Einstellung über eine bestimmte Taste schnell erreichen.

Smartphones haben per se eine automatische Empfindlichkeit-Einstellung, die man mit vielen Kamera-Apps auch manuell wählen kann. Auch alle anderen Kameras wie zum Beispiel Kompaktkameras, Bridgekameras, Systemkameras, Spiegelreflexkameras, Mittelformatkameras können pro Bild eine andere ISO-Empfindlichkeit nutzen. Dabei wird stark vereinfacht gesagt, das Sensorsignal verstärkt, ähnlich einem Verstärker in der Tontechnik. Das Rauschen entsteht durch Ladungen, Leckströme und durch das Rauschen des Verstärkers. In den letzten Jahren wurden viele Kameras mit hohen ISO-Werten beworben. Sollte ich aber mit diesen hohen ISO-Werten tatsächlich fotografieren?

ISO detallierter beschrieben

Die ISO Kamera Abkürzung bedeutet “International Standard Organisation”. Es handelt sich um eine Unternehmung zur Definition der Lichtempfindlichkeit. Die Empfindlichkeit selbst kann in der Digitalkamera eingestellt werden, theoretisch von 25 aufwärts (25 50 100 200 400 800 1600 3200 6400 12800 25600 51200 102400 204800 409600 …). Es existieren auch Zwischenschritte, wie zum Beispiel 1.000 oder ähnlich. Die Verdoppelung der Einstellung bedeutet eine Blendenstufe oder Lichteinheit (EV) mehr. In anderen Worten: Wenn ich eine Blende F4 nutze bei 1/30 s und ISO 100, dann kann ich bei ISO 200 entweder eine Blende F5.6 oder 1/60s Verschlusszeit nutzen.

Fotos oben (Ausschnitt): Die Wildlifefotografie erfordert oftmals kurze Belichtungszeiten, die eine hohe 12.800 ISO KAMERA erfordert. Mit entsprechender Software lässt sich das Rauschen hervorragend reduzieren. DxO und Topaz können das derzeit am besten.

Niedrige ISO-Empfindlichkeit

Mit niedriger ISO oder niedriger ASA (analoge Fotografie) erreichen wir Fotografen meist weniger Rauschen im Foto (genannt auch: Bildrauschen, Griseln im Bild, störende Pixel, Artefakte, Korn), bessere Farben und einen bessere Dynamikumfang. Mit einem hohen Dynamikumfang meint man die Möglichkeit der Kamera gleichzeitig in den Schatten und Lichtern Details zu belichten. Weniger Dynamikumfang bei höherer Kamera-Empfindlichkeit bedeutet weniger Details in Lichtern und Schatten. Kurz gesagt: Mit höherer ISO erhält man schlechtere Bilder in Bezug auf Farben, Dynamikumfang und Rauschen (auch Bildrauschen genannt, analog: Korn).

Sensoren haben ab Fertigung eine bestimmte Basisempfindlichkeit. Die Basisempfindlichkeit vieler Kameras ist unterschiedlich, je nach Sensor. Canon beispielsweise liegt vornehmlich bei ISO 100, Fujifilm X-T2 bei 200, X-T4 und X-T5 bei 160. Auf einem Sensor sitzen Photodioden, die Licht in elektrische Energie umwandeln. Das ist zunächst ein analoges Signal, welches in der Kamera von einem nachfolgenden Analog-Digital-Wandler in digitale Informationen “übersetzt” wird. Leider ist die Empfindlichkeit der Photodioden nicht regelbar.

Belichten wir ein Foto bei ISO Wert 200, wenn die Kamera eine Basisempfindlichkeit von 100 hat, dann liefert uns der Sensor ein Signal um -1EV unterbelichtet. Wir belichten entweder um die Hälfte kürzer oder mit einer kleineren Blendenöffnung. Damit das Bild nicht um eine Lichteinheit zu dunkel gerät, hellt “der Verstärker” der Digitalkamera das Bild um +1EV auf. Wir erhalten Bildrauschen in Form von Photonenrauschen, Auslreserauschen, Quantisierungsrauschen und Dunkelrauschen.
Quelle unter anderen: Das Sony Alpha 7 System – Marin Vieten – dpunkt Verlag

Mit hoher Empfindlichkeit fotografieren

Wenn ich aus der Hand fotografiere, dann nutze ich in dunkler Umgebung am besten höhere ISO-Werte, um noch entsprechende Belichtungszeiten zu erreichen, bei denen ich nicht verwackle. Dabei entsteht ein Bildrauschen im Foto, welches mich spätestens am Monitor in der Vergrößerung irritieren kann. Doch ist ein Bildrauschen im Foto wirklich so schlimm?

Interessantes:

  • Die Sensoren wurden in den Jahren immer besser. Heute kann man wesentlich höhere Empfindlichkeiten nutzen, als noch vor fünf Jahren.
  • Fotografieren Sie so, dass Ihr Bild nicht unterbelichtet wird, sonst verstärkt sich das Rauschen noch. Überbelichten hilft der Bildqualität bei hoher Kamera-Empfindlichkeit!
  • Kurze Belichtungszeiten bei hoher ISO sind wesentlich besser im Bildergebnis als lange Belichtungszeiten bei hoher Empfindlichkeit.
  • Manchmal ist die nachträgliche Rauschunterdrückung durch die Bildbearbeitung sinnvoller als die interne Funktion der Kamera (JPG). Ausprobieren!
  • Mit zunehmender Empfindlichkeit erhält man neben dem zunehmenden Bildrauschen auch weniger Dynamikumfang der Kamera.
  • Rauschen kann nachträglich nicht ganz entfernt werden. Man kann es aber nachträglich reduzieren.
  • Es gibt zwei Arten im Bild: Farbrauschen (auch Chrominanzrauschen) und Luminanzrauschen (Helligkeitsrauschen).
  • Vermeiden können wir das Rauschen, indem wir die Blende öffnen oder Licht zur Situation hinzufügen (z.B. per Blitzlicht, sorgt für niedrigere ISO Werte).
  • Für unbewegliche Motive nutzen Sie am besten ein Stativ und einen niedrigen ISO-Wert bei längeren Belichtungszeiten (auch Langzeitbelichtung).
  • Fotografieren Sie oft im Dunkeln Stillleben, dann ist eine Kamera mit IBIS von Vorteil.
  • Nutzen Sie unbedingt die ISO-Automatik gepaart mit der längsten möglichen Belichtungszeit (nicht in jeder Kamera vorhanden) bei Stillleben. Das ist eine sehr wertvolle Funktion!
  • Fotografieren Sie bei wenig Licht und längerer Belichtungszeit mehrere Aufnahmen. Eine der Fotografien wird am schärfsten sein!
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Keine Angst vor hoher ISO-Empfindlichkeit

Die meisten Digitalkameras lassen sich auf Auto-ISO einstellen und gleichzeitig lässt sich der höchste automatische ISO-Wert auf einen Maximalwert begrenzen. Viele Kameras erlauben zudem, die längste Belichtungszeit zum Beispiel auf 1/60 Sekunde einzustellen. Auf diese Art kann ich bei ruhiger Kamerahaltung ein Foto (mit einem Weitwinkelobjektiv oder mit normaler Brennweite) kaum verwackeln. In dunkler Umgebung entstehen auf diese Weise schon mal ISO-Werte von ISO 3.200, ISO 6.400 oder gar ISO 12.800. Viele Kameras wie zum Beispiel die Sony Alpha 7S können mit diesen hohen Empfindlichkeiten hervorragend umgehen, da sie für solche dunklen Umgebungen ausgelegt wurden. Andere Kameras erzeugen schon ab 3.200 ein Bildrauschen, welches Fotoamateure nur schwer ertragen können. Die Wahl der Kamera ist insbesondere auch für Kinderfotos entscheidend, die oft in dunkler Umgebung zu Hause fotografiert werden (Innenräume).

Was ist Bildrauschen? Beispiel Bildausschnitt des Coverfotos, mit hoher Empfindlichkeit im Dunkeln Venedigs fotografiert. Die Kamera (Fujifilm X-T2) war auf Auto-ISO eingestellt, mit einer minimalen Verschlusszeit von 1/60s:

ISO - fotografieren mit hoher ISO-Empfindlichkeit

Hohe ISO – Auto-ISO einstellen hilft – Die Kamera wählte Empfindlichkeit (10.000) – Das hohe ISO-Bildrauschen wird überbewertet. Fotografieren mit hoher ISO-Empfindlichkeit ist kein Problem, da man das Rauschen meist gar nicht sieht, wenn man nicht versucht es zu entdecken.

Video Kamera ISO-Empfindlichkeit-Einstellungen

Wie stellen Sie bei Canon die ISO ein? Hier die ISO-Einstellungen für Canon-Kameras:

Wie stellen Sie bei Fujifilm die Auto-ISO ein? Ein Video zu den Empfindlichkeit-Einstellungen für Fujifilm Kameras:

ISO-Einstellung Nikon Sony Olympus Panasonic Leica

Auch bei Nikon, Sony, Olympus, Panasonic, Leica und anderen Kameramarken ist die ISO-Einstellung entweder im Kameramenü zu finden, oder auf einer der Tasten der Kamera untergebracht. Manche Kameras haben die Empfindlichkeitseinstellung auf der Kamera-Wippe oder im Quick-Menü (FN-Taste). Wenn Sie die ISO-Einstellung dennoch in den unendlichen Weiten des Menüs suchen müssen, dann können Sie bei den modernen Kameras auch eine Taste programmieren oder das My-Menü damit programmieren.

Bildrauschen wird überbewertet

Doch bei aller Technik: Das hohe ISO-Bildrauschen wird größtenteils überbewertet. Ich möchte Ihnen kurz das Geheimnis verraten, warum ich das so sehe:

Fotografiere ich mit niedriger ISO bei wenig Licht, so laufe ich ständig Gefahr zu verwackeln. Fotografiere ich zum Beispiel bei einer Partystimmung im Halbdunkel mit einer auf ISO 1600 limitierten Kamera-Empfindlichkeit, dann darf ich vielleicht höchstens mit einer 1/15 Sekunde, manchmal einer 1/30 Sekunde arbeiten. Hierbei besteht nicht nur die Gefahr der Verwacklung der Kamera, sondern auch die Gefahr, dass die Bewegungen der Menschen vor der Kamera eine Bewegungsunschärfe erzeugen. In vielen Fällen funktioniert das Fotografieren so noch ordentlich, in anderen überhaupt nicht mehr. Am liebsten würde man während der Party den Gastgeber bitten, das Licht einzuschalten, lach. Aber alles sollte ja stimmungsvoll bleiben. Also Blitz aus und hohe Empfindlichkeit einstellen?

Beispiel gleicher Helligkeiten und resultierender Belichtungen mit unterschiedlicher Empfindlichkeit:

  • Kamera-Empfindlichkeit 1.600, F4, 1/15 s (starke Verwacklungsgefahr!)
  • Kamera-Empfindlichkeit 6.400, F4, 1/60 s (besser)
  • Empfindlichkeit 12.800, F4, 1/125 s (langsame Bewegungen werden noch scharf abgebildet)

Heute ist es mit vielen Kameras möglich, bis ISO 12.800 zu fotografieren, ohne allzu starkes Bildrauschen zu erzeugen. Doch bei all diesen Überlegungen und der Furcht um das Bildrauschen im Foto vergessen viele Fotografen, dass es besser ist, ein bisschen Bildrauschen in Kauf zu nehmen, als ein verwackelte Foto zu erhalten. Schließlich kann ich ein verwackelte Foto nicht gebrauchen, ein Foto mit Bildrauschen jedoch immer noch nutzen.

Keine Angst vor Bildrauschen! Das Bildrauschen wird meist völlig überbewertet.

Daher rate ich jedem Fotoamateur, auch höhere ISO-Werte zu verwenden. Kann ich dann ein Bildrauschen nachträglich entfernen? Und wie mache ich das?

ISO-Bildrauschen reduzieren – Beste Software Rauschreduktion

Das ISO-Bildrauschen im Foto wird stark überbewertet. Die meisten Fotografen zoomen am Monitor stark in ein Foto hinein. Zwar ist das Zoomen am Monitor in Ordnung, um zu erkennen, ob das Motiv scharf abgebildet ist. Jedoch suchen viele Fotografen in dieser Auflösung geradezu nach Fehlern und Bildrauschen.

Schauen Sie mit einem Mikroskop in einen 13 x 19cm Abzug? Rauschen wird überbewertet.

Tatsächlich fällt ein Bildrauschen bei hoher ISO-Empfindlichkeit aber erst in größeren Bildformaten im Druck oder bei Abzügen auf. Selbst in einem Fotoalbum, in dem ich ein Bild über eine Doppelseite zeige, wird mich das meiste Bildrauschen überhaupt nicht stören. Erst wenn ich in Postergröße Abzüge erstelle, würde mich ein Rauschen im Foto anfangen zu stören. Ich behaupte, die meisten Bilder werden den Rechner nie verlassen, einige andere in 13 × 19 cm ausbelichtet. Nur ganz wenige Fotos werden in größeren Maßen an die Wand gehängt. Das sind meist Bilder, die bei gutem Licht entstanden.

Auch bei Motiven, die nicht besonders dunkel sind, wird ein Rauschen im Bild kaum sichtbar. Hier gibt es mehrheitlich keinen Grund, gegen das Rauschen bei hoher ISO vorzugehen.

Fragen und Antworten Kamera ISO Fotografie FAQ

Frage: Kann ich ISO Rauschen reduzieren?

Antwort: Natürlich lohnt es sich, die ISO so niedrig wie möglich zu halten. Ich muss keine Landschaftsaufnahme oder ein Stillleben mit 1/1000 Sekunde fotografieren, wenn sich nichts bewegt. Was nun viele Fotoamateure nicht wissen ist, dass es Software gibt, mit der man das Rauschen in Fotos mit hoher ISO-Empfindlichkeit nachträglich reduzieren kann. Diese Programme machen es möglich, ein Bildrauschen zu mindern und ein ursprünglich verrauschtes Bild auch für größere Abzüge nutzen zu können. In meinen Augen ist die beste Software (2021), um das Rauschen aller Kameras – außer Fujifilm X-Trans / X-System – zu entfernen, DxO PureRAW:

DxO PureRAW – Neue Software für die Bildbearbeitung – Testbericht >>

oder

Topaz Software >>

Frage: Kann ich ISO Rauschen entfernen?

Vollständig entfernen können Sie es nicht, aber stark reduzieren.

Frage: Wie ISO Kamera einstellen?

Antwort: In der Regel findet sich am Kamerabody aller Marken ein ISO Knopf. Den drücken Sie bei eingeschalteter Kamera und nicht in der Wiedergabe, sondern im Aufnahmemodus. Dann lässt sich der ISO Wert einstellen. Tipp: Wählen Sie Auto-ISO und stellen im Kameramenü die kleinste und höchste ISO als Grenzen ein. So müssen Sie sich nicht mehr um die ISO kümmern, wenn Sie aus der Hand fotografieren.

Frage: Was ist die beste ISO Kamera?

Derzeit ist die beste Kamera für extrem hohe ISO in meinen Augen die Sony Alpha S III. Sie bietet 12 Megapixel mit extrem hohen ISO Einstellungen, die für geringes Rauschen bei hohe, ISO-Wert sorgt.

Frage: Welche ISO für welches Bild?

Ganz einfach: Auto-ISO aus der Hand für Wildlife, Sport, Action, Bewegungen. Dabei kommen schon mal hohe ISO heraus, die sich aber nicht vermeiden lassen. Wichtig ist dann zu wissen, welche Verschlusszeit wir für welche Bewegungen benötigen (Tipp: Fotokurs). Bei Stillleben (Deko, Landschaft …) ist die niedrigste native ISO der Kamera die beste, wenn Sie ein Stativ nutzen. In der Regel ist das ISO 100, bei manchen Kameras auch ISO 160 oder ISO 200.

Wann welcher ISO Wert

  • Vom Stativ: Niedrigster ISO Wert der Kamera (ISO 100, ISO 125, ISO 160, ISO 200).
  • Aus der Hand: Kehrwert der Brennweite. Beispiel: 50mm = 1/50 s
  • Bei Bewegungen vor der Kamera: 1/200 s oder kürzer, je nach Fotothema, die ISO auf AUTO.
  • Fotografieren von Kindern im Alter von 1-14 Jahren: 1/500 s, die ISO auf AUTO

Frage: Kann ich die ISO bearbeiten?

Antwort: Sie können den ISO Wert in der Kamera einstellen, aber nicht bearbeiten. Das ISO Rauschen entfernen oder besser reduzieren, hingegen ist auch in der Kamera möglich.

Frage: Welche ISO bei Sonne?

Antwort: Bei Sonne kann man häufig mit dem niedrigsten ISO Wert der Kamera arbeiten. Oftmals ist die niedrigste ISO 100, bei anderen Kameras ISO 160 oder ISO 200. Künstliche ISO (HIGH / LOW) sind keinesfalls besser als der native niedrigste oder höchste ISO Wert der Kamera.

Frage: Ist ISO dasselbe wie ASA?

Antwort: Beim analogen Film wird die Empfindlichkeit in DIN oder ASA angegeben. Heute entspricht die ASA genau der ISO. 100 ASA enstprechen 100 ISO.

Perfekt in Lightroom Rauschen entfernen

In Lightroom Rauschen entfernen ist einfach, wenn wir wissen, wie es geht. Zunächst drehen Sie die Schärfe ganz zurück auf Null.

  • Lightroom – Entwickeln – Details – Schärfe Betrag = 0.

Anschließend zoomen Sie in 100 % Ansicht in Ihr Foto hinein. Sie werden nur dann ein Rauschen im Foto entdecken, wenn es mit höherer ISO (ASA / DIN) aufgenommen wurde. Höhere ISO / ASA ist relativ und hängt von der Digitalkamera oder vom der ASA (DIN) des analogen Films ab. Sie ziehen in der Rauschreduzierung den Luminanz-Regler vorsichtig nach rechts (Empfehlung: Drücken Sie währenddessen die Options-Taste beim Mac, die ALT-Taste beim Win-PC, dann sehen Sie das Foto in sw, was einfacher ist).

  • Lightroom – Entwickeln – Details – Rauschreduzierung individuell erhöhen.

Anschließend erhöhen Sie bei gedrückter Options-Taste / ALT-Taste wieder die Schärfe vorsichtig und maskieren anschließend (ebenfalls gedrückte Taste), bis nur noch die Konturen geschärft werden. So entfernen Sie das Rauschen in Lightroom perfekt. Allerdings geht es noch besser, wenn Sie entweder Ihr RAW-Foto vorab mit der Software DxO Pure RAW in eine DNG verwandeln oder die Software Topaz DeNoise AI und Topaz Sharpen AI verwenden. Beide Programme sind wie geschaffen für hohe ISO-Fotos und machen den Job besser als die Adobe Lightroom Rauschreduktion.

Falls Sie DxO PureRAW (2) nutzen, dann übergeben Sie vorab Ihr RAW-Foto in Lightroom Classic:

  • Lightroom – Datei – Zusatzmoduloptionen – Mit DxO Pure RAW Plug-in (2) verarbeiten.

Falls Sie TOPAZ DeNoise AI oder TOPAZ Sharpen AI verwenden, bearbeiten Sie Ihr Foto erst optimal, drehen dann die Schärfe zurück auf Null und übergeben das Foto in Lightroom Classic für das Rauschen entfernen:

  • Lightroom – Foto – Bearbeiten in – Topaz DeNoise AI / Topaz Sharpen AI

Wie Sie in Topaz arbeiten, erläutert dieser ausführliche, wertvolle *fotowissen Beitrag:

Test Topaz Software DeNoise AI, Sharpen AI, Gigapixel AI >>

Fazit ISO 7 Tipps

Diese 7 Tipps für ISO möchte ich Ihnen für Ihre Fotografie geben:

*fotowissen ISO TIPP #1: Drucken Sie mal eine hochempflindliche Aufnahme auf DIN A3 oder DIN A2 aus und machen sich ein Bild. Das Rauschen ist auf diesen Abzügen noch gar nicht zu sehen oder gar nicht so schlimm.

*fotowissen ISO TIPP #2: Halten Sie die ISO so klein wie möglich. Eine zu kurze Belichtungszeit vermeiden Sie, wenn es keine bewegten Motive sind. Eine zu kleine Blende Kamera / Blendenöffnung vermeiden Sie, wenn die Schärfentiefe nicht groß sein muss.

*fotowissen ISO TIPP #3: Haben Sie dennoch keine Angst vor hoher ISO. Die meisten Fotos mit hoher ISO landen nicht auf riesigen Postern.

*fotowissen ISO TIPP #4: Fotografieren Sie in RAW, dann haben Sie in der Bildbearbeitung die Kontrolle über das Bildrauschen.

*fotowissen ISO TIPP #5: Wenn Sie ein Stillleben / Landschaftsfoto / Architekturfoto belichten, nehmen Sie ein Fotostativ mit. Dann können Sie mit der niedrigsten ISO Ihrer Kamera (analog niedrige ASA des Films) fotografieren und haben mit weder mit hoher ISO noch mit Rauschen oder Korn etwas zu tun.

*fotowissen ISO TIPP #6:  Nutzen Sie bei Fotografieren aus der Hand die AUTO-ISO Ihrer Kamera von der kleinsten bis 12.8000. Besser ein Rauschen, als ein Verwackeln oder eine Bewegungsunschärfe.

*fotowissen ISO TIPP #7: Wenn Sie eine hohe Empfindlichkeit genutzt haben, dann entrauschen Sie das Foto mit einem der vorgeschlagenen Programme. Ich nutze selbst Topaz DeNoise AI und schärfe anschließend mit Topaz Sharpen AI. Alternativ nutzen Sie DxO Pure RAW.

© P. Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fachjournalist für Fotografie – ISO Kamera – Fotografieren mit hoher ISO-Empfindlichkeit – Bildrauschen entfernen bei hohem ISO Wert.


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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

9 Kommentare

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  • Vielen Dank für diesen Artikel. In einem VHS Kurs bin ich für den Einwand, man könnte ja auch mal den ISO Wert erhöhen, fast gesteinigt worden. Ich habe schon immer höherer ISO Werte nicht gescheut, fand dann aber die Ergebnisse doch nicht akzeptabel. Das lag dann aber auch an der Kamera. Meine alte Sony 77 war in dieser Hinsicht eine Katastrophe. Mit der Fuji xt2 sind höhere ISO Werte fast kein Problem mehr. Das zeigt schon, dass ich gegenüber der Sony das Softwareprogramm Denoise überhaupt nicht mehr verwendet habe. Hier hat sich wirklich etwas getan, oder liegt es wirklich am Hersteller? Jedenfalls fühle ich mich durch den Artikel bestätigt. Da wo es notwendig ist, rauf mit der ISO.

  • Hi Peter,

    vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Vorab: Besser ein Bild mit Rauschen, als gar kein Bild. Gerade wenn es um Erinnerungen geht, dann ist das sicherlich die wichtigste Aussage!
    Eines meiner Lieblingsbilder aus dem letzten Venedig-Urlaub ist auch eines dieser Bilder. In meinem Beitrag Canal Grande bei Nacht ist es direkt das erste Bild. Ich mag es einfach, es ist eine wunderschöne Erinnerung an einen tollen Tag! Es rauscht, alle Bilder aus diesem Beitrag rauschen. Und? Ich mag sie dennoch!
    Anfangs hatte ich auch häufig die interne Rauschunterdrückung aktiviert. Ergebnis? Ich habe kaum Unterschied zu einem Bild ohne feststellen können. Nur die kamerainterne Bearbeitung hat mich schlicht zur Verzweiflung getrieben, da ich gefühlte Ewigkeiten warten musste, bis dieser Prozess abgeschlossen war und die Kamera damit wieder einsatzbereit war. Man muss sich einfach im Klaren darüber sein, dass die Aufnahmezeit sich verdoppelt. Für mich auf Dauer keine Option, vor allem mit dem kaum sichtbaren Ergebnis.

    LG
    Britta

    • Britta,

      Vielen Dank für Deinen Kommentar. Möchtest Du trotzdem Bilder entrauschen, so kann ich Dir das neue Denoise Projects Professional empfehlen. In der neuen Version hat man es verstanden, die Bilder wirklich klasse zu verbessern. Zunächst findet ein Prozess statt, der das Bild rauschärmer macht, dann wird ein gewisses Korn wieder hinzugefügt. Das verblüffende Ergebnis ist wirklich hervorragend. Der Test zur Software kommt in Kürze.

      Denoise Projects Professional >>
      Tipp: unten in der Webseite findest Du den Link Downloads. Hiermit kannst Du die Version zunächst einmal testen und feststellen ob sie Dir gefällt, bevor Du sie kaufst.

      Herzlichen Gruß,
      Peter

    • Hallo Britta,
      die kamerainterne Rauschunterdrückung bei Langzeitbelichtungen sorgt dafür, das eben durch die Langzeitbelichtung kein Rauschen entsteht. Es hat nichts mit dem High ISO – Ruschen zu tun. Es wird nochmal ein Bild mit der gleichen Belichtungszeit ohne Licht aufgenommen und diese vom vorherigen Bild subtrahiert. Alle Sensoren reagieren auf Langzeitbelichtungen mit Störungen, die so komplett herausgerechnet werden. Unabhängig von der ISO. Neben dem Rauschen werden auch Störpixel weggerechnet. Ich nutze diese Funktion immer bei Langzeitbelichtungen und die Ergebnisse überzeugen durch glasklare Bilder ohne Störungen. Ich bin mit MFT unterwegs und kann Dir nicht sagen ob und ab wann dieses, nennen wir es mal Störrauschen, bei welchen Kameras einsetzt. Da hilft nur die eigene Erfahrung. Man muss die Kamera aber nicht stillhalten während dieser Zeit und kann schon mal zum nächsten Motiv gehen. Ist natürlich nervend und geht auf die Batterie. Wenn man wirklich lange belichtet, ist es aber alternativlos wenn man top Qualität haben will. Man kann das auch manuell machen, indem man nochmal ein Bild mit der selben Belichtungszeit und Deckel vor dem Objektiv belichtet und dieses Bild im Photoshop vom ersten subtrahiert. Das ist aber noch aufwendiger und mehr Fruckelei. Die Ergebnisse sind aber identisch. Gegen dieses Störrauschen hilft Dir später kein Antirauschfilter mehr. Die Bilder haben Blaue oder Grüne Störpixel die wirklich schlimm aussehen. Wie gesagt, ab welcher Belichtungszeit sie auftreten ist von Kamera zu Kamera verschieden, aber sie treten auf und können dir ein Bild komplett versauen.

      • Hallo Andreas,

        vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. An meiner ersten Einsteiger-DSLR hatte ich auch einige sogenannte Hot Pixel und sie traten direkt auf, nachdem der Sensor einmal warm wurde, sprich nach zwei oder drei Langzeitbelichtungen. Daher kenne ich auch den “Trick” mit dem Objektivdeckel, der hervorragend klappt. Inzwischen bin ich bei Vollformat-DSLR angekommen und dort habe ich keine Probleme. Vielleicht ist mein Monitor auch einfach nicht gut genug, um die Unterschiede in den Aufnahmen zu sehen. Ich sehe auf jeden Fall keine :-( Aber ich werde es bei den nächsten Langzeitbelichtungen nochmals ausprobieren und mir die Bilder genau anschauen.

        LG
        Britta

  • Lieber Peter,

    wieder einmal eine sehr gute Zusammenfassung eines wichtigen Themas – diese Mal der (oftmals ziemlich überschätzten) High-ISO-Problematik und zudem klasse auf den Punkt gebracht.

    Wer heutzutage über High-ISO “Probleme” jammert, der kennt ganz sicherlich nicht die Zeiten der Analogfotografie.
    Damals haben sogar Amateure je nach Genre bis zu 2-3 Kameragehäuse mit jeweils unterschiedlichen Filmen (Farbe, S/W, high- und Low ISO-Filme, …) herumgeschleppt, zudem war Landschaftsfotografie kaum ohne schwere Stative möglich. OIS und IBIS gab es nicht.

    Die damit verbundenen Kompromisse haben in mehr als 150 Jahren der Fotogeschichte trotzdem eine enorme Anzahl von (im Amateurbereich) persönlich enorm geliebten und wichtigen Erinnerungen und im Profibereich von ikonenhaften Fotos mit Weltruhm hervorgebracht – so manche von ihnen haben sogar Geschichte nicht nur dokumentiert, sondern sogar Geschichte GEMACHT, indem sie politische Umwälzungen erzeugten oder zumindest ihnen enormen Schub brachten. Die allermeisten davon waren mit “Korn”, der analogen Variante des “ISO-Rauschens”…

    Damals hat man noch viel mehr auf den Inhalt, die BOTSCHAFT eines Fotos, geachtet – heutzutage eher mehr auf Pixelprobleme….

    Wer sich heutzutage über High-ISO beschwert, sollte sich klar machen, daß noch vor 20 Jahren solche Fotos zum ganz überwiegenden Teil von vorne herein technisch UNMÖGLICH waren oder nur extremst grobkörnig, weil mit 3.200 ASA geschossen…Dann doch lieber ein bißchen heutiges “Rauschen” und ein scharfes Foto, bzw überhaupt ein Foto, egal, wie stark es rauscht – oder etwa nicht?

    Manchmal denke ich bei der heutigen, übertrieben techniklastigen Betrachtungs- und Bewertungsweise von Fotos und der fast schon als nebensächlich angesehenen AUSSAGE UND GESTALTUNG der meisten Fotos in Foren, daß es vermutlich nicht einmal die berühmtesten Fotos der weltberühmten Fotografen der MAGNUM-Agentur schaffen würden dort positive Kritiken zu erreichen….

    (Nebenbemerkung: Das gilt leider für alle Bereiche, die in unserer Gesellschaft etwas mit Kunst, Kreativität, Kommunikation, oder anderen Inhalten zu tun haben)

    Interessanterweise gibt es ja einen Gegentrend: Es gibt Software, welche ein altes Analoges Bild “vortäuschen” kann, Korn HINZUFÜGT.
    Weil grobes Korn, die fotografischen Grenzen der Analogfotografie einen eigenen Charme haben, in uns (zumindest den Älteren unter uns, aber auch Jüngeren) etwas Emotionales bewirken, Erinnerungen aufleben lassen. So wie es alte LPs trotz der eindeutigen, vielen Vorzüge der Digitaltechnik auch im Zeitalter von CDs und inzwischen Streaming noch bewirken.

    Wohlgemerkt: Ich bin nicht rückwärtsgewandt, sondern freue mich seit Jahrzehnten wie ein Kind jedes Mal, wenn mal wieder ein technischer Durchbruch wie AF, OIS, digitale Technik etc. unsere fotografische Möglichkeiten enorm erweitern, ich möchte das um keinen Preis vermissen.

    Aber es ist beim Betrachten eines Fotos ziemlich irrelevant, bzw eher nachrangig, wieviel Korn bzw “Rauschen” es hat.
    Es muss den Betrachter berühren. Und Berührungen haben eine emotionale Wucht – egal, ob die Hand gerade zuvor eine Maniküre erhielt oder nicht….

    In diesem Sinne…

    beste Grüße
    DWL

    • Hallo DWL,

      ein wirklich schöner Kommentar-Beitrag, finde ich, weil er von einer Rückbesinnung auf den eigentlichen Wert von Fotos spricht, anstatt nur die Technik im Blick zu haben.

      In diesem Sinne, jedenfalls in meinen Augen, arbeite ich seit einiger Zeit gerne mit dem Körnungs-Effekt in Lightroom, aber nur ganz dezent, so dass keine Details verloren gehen: Wenn sowieso Körnung durch höhere ISO-Werte vorhanden ist, dann wird diese sozusagen sortiert, hin zu einem Look von Körnung aus der analogen Fotografie. Beispiel: die Subparameter Größe und Rauheit (fast) ganz herunterregeln und „Körnung“ nur etwas hochsetzen, z.B. zwischen 10 und 20.

      Herzliche Grüße
      Jan P.

  • Noch immer ein ein toller Beitrag. Erlaube mir aber eine Ergänzung aus der Nerd-Ecke (welche aber keinen Einfluss auf das oben gesagte zur Wirkung hat). Ein Erhöhen des ISO-Wertes erhöt nicht die Empfindlichkeit des Sensors, sondern es wird erst im Nachhinein das Signal verstärkt und damit auch alles an Störungen. Der in der Baugruppe notwendige analoge Verstärler, verstärkt auch bei hohen “ISO”-Zahlen das Rauschen. Das ist ja auch das was wir Fotografen im Bild bemerken. Es gibt somit keine Empfindlichkeitseinstellung des Sensors. Die Photodioden der Sensoren haben eine feste “native” Empfindlichkeit, die man nicht empfindlicher machen kann. Insofern, registriert der Sensor bei jeder eingestellten ISO Zahl gleich viel “Licht” es wird nur bei hoher ISO mehr verstärkt… wie gesagt, mein Beitrag aus der Nerd-Ecke, gleich zu finden neben Schärfentiefe vs. Tiefenschärfe. ;-)

  • Es gibt einige Artikel zum Thema “isoinvariante” Sensoren oder “isolose” Sensoren. Dazu sollen (angeblich) die X-Trans-Sensoren von Fujifilm zählen. Bei solchen Sensoren soll es (angeblich) egal sein, ob ich die Helligkeits-Voreinstellung reduziere oder den ISO-Wert erhöhe, um auf dieselbe (ausreichend kurze) Auslösezeit zu kommen. Dieses habe ich bei den Sensoren X-Trans 4 (26 MP) und X-Trans 5 (40 MP) ausprobiert.

    Bei der erstgenannten Variante, nämlich dunkler aufnehmen, kam ich auf etwas bessere Ergebnisse. Die dunklen Bereiche helle ich dann bei der Bildbearbeitung entsprechend auf. Diese Variante hat noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Wenn ich beispielsweise eine Stadtlandschaft in der Dämmerung oder nachts aufnehme, wobei die Bildfläche größtenteils dunkel ist, aber helle Bereiche kleinflächig enthalten sind (Beispiel: erleuchtete Fenster), dann sind diese Bereiche nicht so leicht ausgebrannt.

    Die Variante, die Aufnahme dunkler zu erstellen statt ISO hochzusetzen, ist natürlich nur empfehlenswert, wenn ich die RAW-Datei in der Bildbearbeitung verwende. Wenn ich JPG direkt aus der Kamera erzeugen will, würde ich stattdessen den ISO-Wert hochsetzen, um gleich die gewünschte Helligkeitsverteilung zu erhalten. Hier gibt es bei Fujifilm die Möglichkeit, “Dynamic Range” (DR) höher zu setzen, so dass einerseits die hellen Bereiche nicht ausbrennen, andererseits die dunklen Bereiche aufgehellt werden.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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