Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Distortion und Vignettierung

Artikel ursprünglich verfasst am 1. September 2019

Haben Sie sich immer schon gefragt, was Distortion und Vignettierung in der Fotografie bedeuten? Beide Begriffe haben mit der Optik Ihrer Kamera zu tun und sind teils unvermeidliche Fehler, die man in einer Software nachträglich korrigieren kann. *fotowissen erläutert Ihnen, worum es geht:

Vignettierung

Distortion und Vignettierung in der Fotografie

Die Randabdunklung des Testbildes wird Vignettierung genannt. Die Verzeichnung, die man oben und unten in der Mitte des Bildes sehen kann (Linie ist nicht gerade), bezeichnet man auch als Distortion.

Eine Vignettierung ist eine Randabschattung oder Randaufhellung im Bild. Randabschattung bedeutet, Ihr Bild ist in den Ecken deutlich dunkler als in der Mitte Ihrer Fotografie. Dieser meist ungewollte Effekt entsteht bei den Offenblenden der Objektive (f/1, f/1.2, f/1.4, f/1.8, f/2, f/2.8, f/3.5, …) und ist optisch begründet. Oft sind Einsteiger der Fotografie verblüfft über diese Randabschattung / Vignettierung, welche wie ein Fehler des Objektives aussieht. Der Fehler ist konstruktionsbedingt und kein Grund, sich Sorgen um sein Objektiv zu machen. Der Effekt tritt öfter mit Weitwinkelobjektiven, aber auch mit so genannten Normalbrennweiten auf. Vermeiden kann man die Vignettierung meist durch das Abblenden um 2 Blenden.

Eine bekannte Software, welche die Vignettierung Ihrer Linsensysteme herausrechnet, ist beispielsweise Adobe Lightroom. Dort wählen Sie bei der Bearbeitung Ihrer RAW-Fotos die verwendete Kameramarke und das Objektiv an und erhalten eine automatische Korrektur der Vigenettierung und Distortion.

Viele moderne Kameras rechnen die Vignettierung als auch die Distortion der hauseigenen Objektive bereits im JPG sowie im RAW heraus (Fujifilm, …). Sie benötigen später keine Software für die Korrekturen von Distortion und Vignettierung mehr.

Vorsätzliche Vignettierung

Eine vorsätzliche Vignettierung wurde als Stilmittel in analogen Zeiten gerne in der Dunkelkammer mit Hilfe eines Passepartouts während der Belichtung des Fotopapiers hinzugefügt. Die Technik bewirkte einen hellen oder dunkleren runden Rand um das Bild. Diese Technik ist auch heute in der digitalen Bildbearbeitung verfügbar. Während die Verdunklung der Ränder eines Bildes oftmals gewollt nachträglich hinzugefügt wird, um den Blick des Betrachters auf das Motiv zu konzentrieren, wird der Effekt der hellen Ränder eher selten verwendet.

Distortion

Eine Distortion ist eine Verzeichnung durch die Optik der Kamera. Es handelt sich hier um Abbildungsfehler der Objektive. Man redet von einer kissenförmigen (siehe Bildbeispiel oben) oder tonnenförmigen Verzeichnung der Linsen. Die Güte eines Objektives wird unter anderen Faktoren, an diesem Fehler gemessen. Auch die Distortion kann mit Hilfe von Software oder kameraintern herausgerechnet werden. Dazu haben Bildbearbeitungsprogramme eine interne Tabelle mit den Fehlern der Objektive gespeichert und wenden diese in Abhängigkeit von Brennweite und Blende an. Besser sind Objektive, die wenig oder keine Verzeichnung abbilden, denn eine nachträgliche Korrektur durch die Software kann das Bild nicht auf die gleiche Qualität rechnen wie ein gutes Objektiv sie von vornherein bietet.

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Distortion und Vignettierung in der Fotografie

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

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1 Kommentar

  1. Vielen Dank für die Programmauswahl. Ich verwende PTLens, was für meine Zwecke meist ausreichend ist.

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