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Querformat oder Hochformat Fotografie

Querformat oder Hochformat Kreativität im Format

Sollen wir im Querformat oder Hochformat fotografieren? Geballtes Wissen für Einsteiger und Fortgeschrittene: Die Foto-Formate sind ein spannendes Thema. Es gibt keine quadratischen Sensoren. Entsprechend können wir Fotografinnen und Fotografen uns immer wieder aufs Neue entscheiden, ob wir im Querformat oder im Hochformat fotografieren. Bei manchen Motiven ist es offensichtlich, welches Format für die Bildgestaltung wir nutzen. Bei anderen stellen wir uns häufig die Frage:

Was ist das bessere Aufnahmeformat?

Querformat oder Hochformat Fotografie

Kreativität im Format

Keine Frage: Wir sehen im Querformat. Oft sehen wir im Kopf ein Panorama, weil wir den Kopf nach links oder rechts gedreht haben und das Bild gedanklich zusammensetzen. Leider zeigen auch Fernseher und Monitore Filme oder Fotos in der Regel im Querformat. Manch ein Fotograf lässt sich dadurch von der Kreativität im Format ablenken.

Querformat und Hochformat sind Begriffe, über die wir uns in der Fotografie Gedanken machen. Ist ein Foto breiter als hoch, dann ist es ein Querformat-Foto. Wenn wir unser Smartphone seitlich halten, um ein Foto zu machen, ist es im Querformat. Kameras bieten meist das Querformat, wenn wir sie in beide Hände nehmen (Ausnahme alte Rolleiflex, Hasselblad, …). Das Querformat ist praktisch, wenn wir zum Beispiel eine Landschaft oder ein Gruppenfoto fotografieren.

Ein Hochformat hingegen bedeutet, dass das Foto höher als breit ist. Halten wir unser Smartphone oder die Kamera senkrecht, um ein Bild zu machen, belichten wir es im Hochformat. Das Hochformat ist ein tolles Foto-Format, welches wir für Gebäude, einen Baum aber auch viele andere Gelegenheiten nutzen können.

Wann können wir die Querformat-Fotografie oder die Hochformat-Fotografie verwenden, um die besten Ergebnisse zu erzielen? Manchmal kann ein Bild im Querformat besser aussehen, während ein anderes im Hochformat besser aussieht.

Querformat versus Hochformat

Weder für Einsteiger in die Fotografie, noch für erfahrene Fotografen ist es manchmal selbstverständlich, ob wir Querformat oder Hochformat Fotografie nutzen sollten. Die lustige Antwort könnte lauten: Stellen Sie Ihre Kamera auf das quadratische Format (1:1) ein. Obwohl der Tipp eine Lösung darstellen kann, würde es dem Thema nicht ausreichend gerecht.

Oftmals lassen die Örtlichkeiten gar kein anderes Format als das Querformat oder Hochformat zu. Denken wir an ein schmales Tor, durch das wir hindurch fotografieren. Mit dem Tor ist klar, dass es ein Hochformat sein muss. Wenn wir nahe am Eiffelturm stehen und wir das Wahrzeichen von Paris formatfüllend aufnehmen möchten, bleibt uns meist keine andere Wahl als das Hochformat. Auch wer einmal in den USA im Antelope Slot Canyon war, der weiß, dass hier das Hochformat Foto die beste Wahl darstellt:

In der Landschaftsfotografie werden wir häufiger auf das Querformat zurückgreifen (Foto-Beispiel links unten), um die Weite und die Größe der Natur einzufangen. Aber auch das ist vom Motiv abhängig und natürlich können wir auch im Hochformat mit dem negativen Raum des Vordergrunds oder des Himmels spielen (Foto-Beispiel rechts unten). Der Betrachter des hochformatigen Fotos wird sich unterbewusst provoziert fühlen und vermutlich fragen, warum so viel Himmel zu sehen ist (negativer Raum oder Freiraum). Gerade das Fragezeichen im Kopf kann den Reiz der Aufnahme ausmachen.

Mit dem Querformat-Foto wird auch die waagerechte Linie des Horizonts in der Landschaft betont. Im Hochformat ist die Horizont-Linie kürzer und kann zu einer optischen Teilung des Fotos führen, besonders dann, wenn sie mittig verläuft. Der Dunst in den Fotos oben jedoch weicht diese Horizont-Linie etwas auf. Die Waagerechte im Foto ist die Furche, die auf der Höhe der Bäume verläuft. Beim nächsten Foto wird das Thema Horizont noch einmal klarer:

Querformat Fotografie - Die lange Horizont-Linie wird durch das Querformat deutlich betont. Das Querformat-Foto wirkt deutlich ruhiger als das Hochformat-Foto.

Foto oben: Querformat Fotografie – Die lange Horizont-Linie wird durch das Querformat betont. Das Querformat-Foto wirkt deutlich ruhiger als das Hochformat-Foto.

Hochformat Fotografie - Die Dynamik im Foto wird erstens durch das Hochformat betont, zweitens sind viele Diagonalen zu sehen, die das Foto dynamisch wirken lassen.

Foto oben: Hochformat Fotografie – Die Dynamik im Foto wird erstens durch das Hochformat betont, zweitens sind viele Diagonalen zu sehen, die das Foto dynamisch wirken lassen.

 

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Vergleich Querformat versus Hochformat

Schauen wir uns die Fotos der Magnolie im Gegenlicht an, dann können alle drei Formate, Querformat, quadratisches Format, Hochformat passen. Hier ist es sicherlich Geschmacksache, welches Format wir belichten:

Vergleichen wir das nächste Foto vom Steeg in der Landschaft in Dorset, England, dann wird schnell klar, dass der Steeg unsere Augen leitet. Die Wirkung wird wesentlich prägnanter und stimmiger im Hochformat, welches ich in diesem Falle vorziehen würde. Der Steeg bildet eine lange Senkrechte, die wir mit dem Hochformat unterstreichen:

 


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Resümee Querformat oder Hochformat

Das Querformatfoto bietet Ruhe, ein Hochformatfoto Dynamik. Je nach Motiv kann ein Querformat oder Hochformat Sinn machen.

Wenn wir die Leidenschaft für die Fotografie entdeckt haben, dann fangen wir an zu experimentieren. Dabei können ungewöhnliche Foto-Formate herauskommen, die Portraits im Querformat mit angeschnittenem Haar, Landschaftsfotos im Hochformat oder auch ein quadratisches Foto zeigen. Vor lauter Technik vergessen wir Fotografen oft die Möglichkeiten der Perspektive, der Bildgestaltung oder des Foto-Formats.

Dabei können wir über das Foto-Format auch noch weiter nachdenken und dazu lernen. Ein kostenloser und anspruchsvoller Artikel über das Foto-Format vertieft auch die Kenntnisse über die Seitenverhältnisse (3:2, 4:3, 5:4, 6:7, 16:9, 1:2, 1:3, 1:1) und zeigt, welches Seitenverhältnis bei unseren Fotomotiven sich eignen kann:

*fotowissen-Experten-Info: Was aus der Sicht der Objektive Sinn machen würde, wird von den Sensorherstellern nicht angeboten: ein quadratischer Sensor. Das Licht durch ein kreisrundes Objektiv könnte einen quadratischen Sensor hervorragend ausleuchten. Danach könnten wir uns im Menü der Kamera entscheiden, welches Foto-Format wir pro Motiv wählen wollen. Hoffentlich wird es mit einer Kostensenkung in Zukunft quadratische Sensoren geben.

Zusammenfassung Querformat und Hochformat in der Fotografie

Die Wahl zwischen Querformat und Hochformat in der Fotografie ist eine entscheidende Überlegung für Fotografen, unabhängig von ihrem Erfahrungslevel. Das Fotografieren in Querformat ist oft intuitiv, da viele Bildschirme und Fernseher standardmäßig dieses Format anzeigen. Doch die Entscheidung zwischen Querformat und Hochformat hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Motiv und den gewünschten ästhetischen Ergebnissen.

Querformatbilder sind breiter als hoch und eignen sich gut für Landschaftsaufnahmen oder Gruppenfotos. Auf der anderen Seite betont das Hochformat die Höhe des Motivs und eignet sich für Porträts, Gebäude oder andere vertikale Elemente. In einigen Situationen, wie bei schmalen Toren oder dem Erfassen eines formatfüllenden Wahrzeichens wie dem Eiffelturm, ist die Wahl des Formats offensichtlich.

Die Auswahl zwischen Querformat und Hochformat kann auch die Stimmung und Wirkung eines Bildes beeinflussen. Querformataufnahmen strahlen oft Ruhe und Weite aus, während Hochformataufnahmen Dynamik und Nähe vermitteln können. Die Platzierung des Horizonts spielt ebenfalls eine Rolle: Im Querformat betont er die Weite der Landschaft, während er im Hochformat kürzer ist und das Bild möglicherweise optisch teilt.

Es gibt jedoch keine strikten Regeln, welche Art von Motiv für welches Format am besten geeignet ist. Einige Bilder können in verschiedenen Formaten funktionieren, und die Wahl zwischen Querformat, Hochformat und sogar quadratischem Format kann eine Frage des persönlichen Geschmacks sein. Es ist wichtig, die Möglichkeiten der Perspektive, Bildgestaltung und des Bildformats zu erkunden und zu experimentieren, um die gewünschten ästhetischen Ergebnisse zu erzielen.

Zukünftige Entwicklungen wie quadratische Sensoren könnten Fotografen noch mehr Flexibilität bei der Auswahl des Bildformats bieten. Bis dahin bleibt die Entscheidung zwischen Querformat und Hochformat eine zentrale Überlegung für Fotografen, die ihre kreativen Fähigkeiten weiterentwickeln möchten.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Querformat oder Hochformat Fotografie


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In diesem Kontext ergeben sich zahlreiche Schlüsselbegriffe, die für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermaßen relevant sind: Querformat, Hochformat, Fotografie, Foto-Formate, quadratische Sensoren, Aufnahmeformat, Bildgestaltung, Panorama, Kreativität im Format, Querformat Fotografie, Hochformat Fotografie, Foto-Format, Landschaftsfotografie, negativer Raum, Harald Mante, Ruhe, Dynamik, Horizont-Linie, Fotokurs Bildgestaltung, Seitenverhältnisse, Sensorhersteller, quadratischer Sensor, Fotomotive.

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

9 Kommentare

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  • Glücklicherweise haben selbst Handy-Kameras heutzutage eine so hohe Auflösung, dass ich immer noch die Möglichkeit habe, hinterher bei der Bildbearbeitung noch nachträglich zu entscheiden, wie ich den Bildausschnitt wähle.

    Das geht bei vielen Fotos recht gut, aber natürlich nicht bei allen.

    Mir kommt zugute, dass ich vorwiegend fürs Web fotografiere und somit nicht die größte Auflösung benötige. Da habe ich genügend Spielraum, auch noch kleine Ausschnitte aus einem Bild im gewünschten Format auszuschneiden.

    Allerdings habe ich mich beim Webdesign für querformatige Bilder entschieden und benötige deshalb auch vorwiegend solche. Hier stört es mich, dass ich dazu immer das Smartphone quer halten muss.
    Gibt es eigentlich eine Funktion, die es mir ermöglicht, mit aufrecht gehaltenem Handy trotzdem ein queres Foto zu machen (kein queeres!)?

    Es ist ja leider eine Seuche, dass die nachfolgenden Generationen fast nur noch im Portraitmodus fotografieren, und zwar alles: Landschaften, lange Züge und meiner Meinung nach vor allem Sachen, für die sich das Querformat besser eignen würde. Daraus erwachsen sind Plattformen, wie Instagram, TicToc und was es da sonst noch alles gibt, die komplett auf Hochkant ausgerichtet sind.
    Schade, viele von den Jüngeren wissen oft gar nicht mehr, dass es auch das Querformat gibt.
    Neulich erst habe ich eine Gruppe junger Menschen beobachtet, die es nicht hinbekommen hat, sich so aufzustellen, dass alle im Hochkantformat mit aufs Bild passten. Beim Querformat wäre das überhaupt kein Problem gewesen.
    Die Lösung für die jungen Leute: “Wisst Ihr was, wir machen zwei Fotos und kleben die dann in Photoshop nebeneinander!”

    Traurig.

    • Der Sensor ist immer noch nicht quadratisch, Peter. Somit müsste der Sensor im Handy rotieren, um das Querformat bei hochkanter Haltung zu ermöglichen. Vermutlich machst Du wieder Witze mit mir, aber wenn ich das mal trocken, rein technisch angehe, dann wäre ein quadratischer Sensor sowieso mein Traum. Damit könnten wir auch quadratisch optimal fotografieren und ohne Drehen das Smartphone und die Kamera immer gleich halten. Gab es übrigens schon und nannte sich Hasselbad, aber da war noch Film drin.

      Herzlich
      Peter

  • Herzlichen Dank, lieber Peter, für diese schöne Zusammenfassung. Mich beschäftigt die Wahl des Formats immer wieder. Es wirkt so stark auf die Bildsprache – und wie oft habe ich mich schon hinterher geärgert, nicht mehr damit experimentiert zu haben. Richtig fotografiert ist meist viel stärker als hinterher zurecht geschnitten….
    Liebe Grüße, Kira

  • Guten Morgen,

    dir, Peter, vielen Dank für die immer wieder köstliche Sonntagslektüre!

    Zu allen Gestaltungsmöglichkeiten, die wir bei der Komposition eines Fotos zur Verfügung haben, gehört zweifelsohne die Wahl des Formats dazu! Seltsamer Weise erlebe ich oft genug, wie lapidar gerade damit umgegangen wird. Es mag wirklich so sein, wie ich vermute; Fotografie und unser Blick ist standardisiert auf Bildschirmformat getrimmt.

    Wenn ein gutes Foto ein Ziel sein darf, macht es wenig Sinn, sich über bestimmte Faktoren erst am Ende des Weges Gedanken zu machen, nämlich dann, wenn das Bild schon im Kasten ist. Zur Verbesserung der eigenen Fotografie gehören die Vorab-Gedanken zum idealen Format zwingend dazu.

    Und ich möchte wirklich empfehlen, Drucke, Leinwände, etc, als Hochformate aufzuhängen! Das ist einfach nur herrlich. Erinnern möchte ich, wie viele tolle Konzepte in ihrer intensiven Wirkung nur genau dadurch ihren Erfolg gefeiert haben. “BRAVO”-Starschnitte, Türposter unserer Idole, legendäre Veranstaltungsplakate-alles im Hochformat. Die wurden auch allesamt als solche belichtet, behalten wir es also im Auge…

    Ihnen allen wünsche ich einen schönen Sonntag!

    Herzliche Grüße,

    Dirk Trampedach

  • Die Frage des Formates einer Aufnahme ist eigentlich nichts, worüber sich die Geister scheiden müssen. Der digitale Sensor der Fuji GFX lässt sich auf ein quadratisches Format in der Kamera einstellen, was auch bei vielen anderen digitalen Kameras möglich ist. Aber warum soll ich Sensorauflösung durch den Beschnitt verschenken? Ich für meine Person mache sehr häufig von interessanten Motiven mehrere Aufnahmen und wechsle dabei auch das Format von Quer- auf Hochformat, suche aber auch durch eine Änderung meines Standpunktes eine andere Ansicht.
    Die Möglichkeiten, nach der Aufnahme am Rechner das Bildformat innerhalb weiter Grenzen anzupassen und zu optimieren sind sehr vielfältig, ein sehr inspirierender Beitrag.

    Liebe Grüße und danke für die immer wieder spannenden Beiträge,
    Martin Krüger

  • Hallo Peter,

    du sprichst ein äußerst wichtiges Thema an, was durch die unterschiedlichen Seitenverhältnisse verschiedener Sensoren oder Einstellungen nicht einfacher wird.

    Die Überlegung, was ist das beste Format für die Aussage, die ich mit dem Auslösen des Verschlusses ausdrücken mag, möchte ich diesbezüglich Ergänzen, dass auch die spätere Gruppierung in einer Hängung eine Rolle spielen kann.

    Ich fotografiere mit APS-C, Fuji Mittelformat und analogem 6×7. Dies bedeutet, ich habe Seitenverhältnisse von 2:3, 4:5 und 6:7. Entscheide ich mich für Format und Ausrichtung, die am besten für die einzelne Aufnahme sind, kann es nachsichziehen, dass die fotografische Bildgruppe unruhig wirkt und insgesamt leidet.

    So sind für das Gesamtergebnis teilweise schmerzhafte Kompromisse notwendig. In meiner anstehenden Ausstellung sind die beiden führenden Gruppierungen bewusst im Hochformat. Wobei bei der Gruppe „Kinderseelen“ zwei Fotografien ursprünglich für Querformat vorgesehen waren. Eine Aufnahme wirkte danach im Hochformat „präsenter“ die andere verlor etwas, wegen eines im Schnitt verschobenen Schärfepunktes. Insgesamt wirkte die einheitliche Gruppe aber deutlich ausdruckstärker.

    Hinzu kommen, wie oben beschrieben, die Seitenverhältnisse. Dem Markt, den Papierformaten und der Gruppierung geschuldet, entschied ich mich für Gruppen in 2:3.

    Vor meinem Schreibtisch sind nun deutliche Abnutzungsspuren im Boden. Wie oft bin ich vor dem Bildschirm hin und her gelaufen, habe über Seitenverhältnisse und Formate gegrübelt und Flüche gen Himmel geschickt. Werte mich gegen am Ende doch Unausweichliches, wenn ich eine Gesamtharmonie zum Ausdruck bringen wollte.

    Und ja, eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, der zentralen Fotografie einer Gruppe ihr eigenes Format zu geben. Diese Option kam aber mit der Verwandtschaft von Sonderkosten für Rahmung, weniger zukünftige Flexibilität und Koordination mit externen Druckanbietern zur Tür herein.

    Wie auch immer. Das optimale Format für die einzelne Fotografie muss im Zweifelsfall mit den Vorstellungen für eine optimale Gruppierung abgeglichen werden. Insofern ist es wichtig, die von dir hervorragend zusammengefassten Inhalte zu kennen.

    Vielleicht bin ich auch einfach nur zu kompliziert.

    Liebe Grüße,
    Bernhard

  • Hallo Peter,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich halte die Formatfrage auch für wichtig, vor allem wenn man häufiger. wie ich, analog fotografiert. Und bei einem KB Film mit gerade einmal 36 Aufnahmen mache ich mir jedenfalls mehr Gedanken bzgl. der Formatwahl als bei der Fotografie mit einer digitalen APS-C oder Vollformat Kamera. Wenn ich mir digital nicht sicher bin, mache ich eine zweite Aufnahme im anderen Format. Analog setzt man sich bewusster mit dem Motiv auseinander.
    Bei meiner analogen 6×6 (Zenza Bronica EC) habe ich natürlich dieses Problem nicht, oder erst im Nachgang bei bei Bearbeitung des Fotos.

    Viele Grüße und Frohe Ostern

  • Das Fotografieren mit dem Handy ist mir als Amateur tatsächlich zu umständlich aus den von Peter Wilhelm geschilderten Tatsachen.
    Ansonsonsten nutze ich eine Panasonic FZ 1000 II – überwiegend im Qerformat. Aufgrund der Bild qualität kann ich nicht gewünschte Randbereiche herausschneiden.

    Meistens schaue ich mir die Bilder auf TV oder Laptop an. Da sind Bilder im Qerformat eindeutig im Vorteil.

  • Lieber Peter Roskothen,

    Die Frage hoch oder quer stellt sich mir eigentlich nie isoliert, sondern ergibt sich sozusagen spielerisch im Kontext der Bildkomposition. Will ich die Drittel-Regel, den Goldenen Schnitt anwenden? Oder will ich etwa schräg angeschnitten dynamisch fotografieren? Das mache ich dann tatsächlich im Hochformat. Bei der Drittel-Regel eher imQuerformat.

    Ein 1:1-Zuschnitt oder das 16:9 Kinoformat kommen bei mir auch mal vor, wo sich die Frage nach hoch/quer gar nicht erst stellt.

    Somit beschäftige ich mich eher intuitiv mit der Formatfrage – mehr ist es einfach nicht.

    Herzliche Grüße

    Rainer Kuhn

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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