Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Spiegelreflexkamera für Einsteiger – Empfehlung

Eine digitale Spiegelreflexkamera für Einsteiger suchen viele Menschen, die gerne fotografieren. Wenn Sie Geld unter dem Weihnachtsbaum gefunden haben oder sich etwas zum Geburtstag wünschen, dann vielleicht eine Spiegelreflexkamera für Einsteiger oder eine Systemkamera für Einsteiger. Was sind die Unterschiede, welche Kameras kann man empfehlen?

Unterschied Spiegelreflexkamera zu Systemkamera / Bridgekamera

Digitale Spiegelreflexkamera für EinsteigerEine Spiegelreflexkamera hat einen Spiegel zwischen Objektiv und Sensor, welcher beim Fotografieren hoch klappt. Durch den Sucher sieht man das Bild, welches man aufnimmt. Hierfür wird das Licht durch das Objektiv zum Sucher gespiegelt. Der Spiegel wird beim Auslösen der Kamera kurz hoch geklappt. Dieses System gibt der Spiegelreflexkamera den Namen.

Eine Systemkamera (und Brigekamera) hat keinen Spiegel und nimmt das Licht durch das Objektiv mit dem Sensor auf. Dieses Bild wird im Sucher in einem elektronischen Monitor angezeigt. Dies ist also kein optischer Sucher, sondern ein elektronischer. Das muss kein Nachteil sein, macht aber deutliche Unterschiede.

Der Vorteil eines elektronischen Suchers einer Systemkamera ist die Kontrolle über die Belichtung. Der kleine Monitor im Sucher zeigt das Bild, so wie es belichtet wird. Wenn der Sucher ein zu dunkles Bild anzeigt, dann wird das Foto sicher unterbelichtet. Hier kann der Fotograf also sofort eingreifen, noch bevor er das gemachte Foto kontrolliert.

Der Vorteil des optischen Suchers einer Spiegelreflexkamera ist ein flimmerfreier Blick und vielleicht eine bessere Beurteilung der Schärfe. Das ist aber schon Geschmacksache.

Viele Käufer von digitalen Kameras glauben noch, dass eine Spiegelreflexkamera für Einsteiger das Non plus Ultra sei. Aber der Blick nach einer Bridgekamera, einer Systemkamera für Einsteiger lohnt sich auch. Wer nicht das Objektiv wechseln möchte, der ist mit einer Bridgekamera gut beraten. Wer den elektronischen Sucher mag, der ist mit einer digitalen Systemkamera viel leichter unterwegs als mit einer SLR (engl. Single Lens Reflex = Spiegelreflexkamera). Systemkameras sind meist kleiner und sehr viel leichter als SLR-Kameras.

digitale Spiegelreflexkamera

 

Doch welche digitale Einsteiger-Kamera ist für mich die Richtige?

Jede Kameraberatung ist subjektiv. Niemand kann sich von bestimmten Vorlieben und Eindrücken frei sprechen. Ich als Profi Fotograf und Trainer von Fotokursen bekomme die Frage oft gestellt und mache mir viele Gedanken zu dem Thema:

Fotografieren Sie gerne Sport, Action oder Tiere? Oder auch Kinder? Dann benötigen Sie eine hohe Frequenz oder Bilder pro Sekunde. Fotografieren Sie lieber Landschaftsfotos und Makros? Dann ist die Frage, welches Objektiv Sie benötigen und sicher wäre eine Vollformat-Spiegelreflexkamera oder Vollformat-Systemkamera vorteilhaft.

Ich rate jedem, sich in einem guten Fotofachgeschäft beraten zu lassen und auch dort zu kaufen. Wer sich dort beraten lässt und dann Online kauft, der sägt im Grunde an seinem eigenen Arbeitsplatz. Die Dienstleistung der Beratung ist geprägt von viel Know-how, Erfahrung und Freundlichkeit. Das muss honoriert werden. Genauso ist eine Ladenmiete im Preis der Kamera enthalten. Wer online kauft, der muss sich nicht wundern, wenn die Fachberatung und die Möglichkeit in einem Laden zu kaufen bald nicht mehr angeboten wird.

Meine Erfahrung mit Fachberatung ist die, dass man viel Geld spart. Denn es gibt viele Verkäufer, die einen vor Fehlkäufen bewahren. Ich habe in meinem Leben bei vielen Geschäften eingekauft und wurde sehr gut beraten. Wer sich gut auskennt, der kann natürlich auch online bestellen.

Ein bisschen Abstand nehme ich von Kameraherstellern, die den Verkäufern eine Provision für die verkaufte Kamera bieten. Das führt nicht zu einer besseren Beratung. Hier kann man den Verkäufer aber vorher bitten:

Empfehlen Sie mir die beste digitale Kamera für Einsteiger ohne eine eventuelle Provision zu berücksichtigen.

Es ist bei Einsteigerkameras ziemlich egal, welche Marke Sie kaufen. Mittlerweile sind fast alle digitalen Kameras, besonders auch die Spiegelreflexkameras auf einem sehr hohen Niveau. Generell rate ich gerne dazu, nicht mehr als 16 Megapixel Auflösung zu kaufen. 12 Megapixel wären am Anfang fast besser, denn die Datenmenge und Bildbearbeitungszeit steigen enorm mit höheren Auflösungen. Ebenfalls steigt das Rauschen der Kameras mit höherer Empfindlichkeit.

Eine tolle Idee: Fotokurs zur Kamera buchen. Wir haben den individuellen Fotokurs genau für Ihre Kamera!

Vollformat oder kleinerer Sensor für Einsteiger?

Die meisten SLRs für Einsteiger haben keinen Vollformatsensor. Vollformatsensoren sind teurer in der Herstellung und benötigen bessere Objektive für gute Bildergebnisse. Damit wird die Kamera teurer. Wer in der Fotografie einsteigt, dem wird ein kleinerer Sensor (Cropsensor) zunächst ausreichen. Später wird je nach Enthusiasmus sicher mal eine Vollformat-Spiegelreflex auf der Wunschliste stehen. Das setzt aber voraus, dass man auch Geld in sein Hobby investieren möchte.

Hier ein Artikel „Vollformat oder Crop (SLR)?“

Was benötige ich außer der Kamera?

Meist werden die Einsteiger-Kameras mit preiswerten (Kit-)Objektiven verkauft. Ich habe einige davon gesehen und bin nicht von den Ergebnissen begeistert gewesen. Diese so genannten Kitobjektive sind oft (nicht immer) recht unscharf. Wir hatten bei einem Fotokurs im Studio (Thema Portraitfotografie) von einem höherwertigen Tamron-Objektiv (70-200mm, f2.8) auf ein Kitobjektiv gewechselt und sahen bei diesem sagenhaft unscharfe Fotos im Vergleich. Das kann an vielen Dingen liegen, aber in diesem Falle war es keine Fehlbedienung. Auch in einem anderen Falle hatte ich Ergebnisse gesehen, die nicht vertretbar waren.

Ich rate dazu den Verkäufer auf das Objektiv anzusprechen und wenn Geld keine Rolle spielt, ein gutes Objektiv zu kaufen, welches später auch auf einer Vollformatkamera zu nutzen ist. Tatsächlich kosten gute Objektive schon mal das gleiche oder mehr Geld als das Kameragehäuse (engl. Body).

Spiegelreflexkamera für EinsteigerWenn Sie also mit einem preiswerten Kitobjektiv anfangen möchten, dann lassen Sie den Verkäufer oder einen Profi das Ergebnis prüfen bevor Sie kaufen. Sie benötigen unbedingt eine Kameratasche oder Fotorucksack in der Sie später noch Ersatzakkus, zwei weitere Objektive und einige Kleinigkeiten unterbringen. Die Kameratasche ist schon deshalb wichtig, um die Kamera gegen Feuchtigkeit und Kratzer zu schützen. Eine der ersten Dinge, die Anfänger bei mir im Grundkurs Fotografie lernen, ist der richtige Objektivwechsel mit Schutz des Displays. Besonders das Display / der Monitor der Kamera ist kratz empfindlich.

5 Empfehlungen Spiegelreflex für Einsteiger

Die Redaktion von *fotowissen empfiehlt diese Kameras für Einsteiger. Bitte beachten Sie, dass dies nur eine kleine Auswahl ist:

Pentax K-S1

Die Pentax K-S1 ist preiswert, klein und hat einen im Kamerabody untergebrachten Bildstabilisator. Mit bis zu 5,4 Bildern pro Sekunde ist sie schnell und bietet sogar 1/6000 Sekunde Verschlusszeit. Auch kann sie prima HD-Video filmen (30 Frames/Sekunde).

Pentax K-S1

Pentax K-S1 SLR-Digitalkamera

Canon EOS 100D SLR-Digitalkamera

Canon 100D

Die Canon 100D  haben wir hier ausführlich getestet und für eine wunderbare SLR befunden. Sie ist eine Digitalkamera zum Verlieben! Die Canon 100D ist die kleinste SLR auf dem Markt, hat 18 Megapixel und hat einen Touchscreen-Monitor.

Testbericht Canon 100D, kleinste Spiegelreflexkamera für Einsteiger >>

Canon 100D

Nikon D5300

Die Nikon D5300 ist eine hervorragende 24 Megapixel-Spiegelreflexkamera, welche 5 Bilder pro Sekunde schießt. Außerdem kann man HD-Videos mit 60 Bildern pro Sekunden filmen! die D5300 hat Wi-Fi und kann damit die Fotos direkt an Ihr Mobilgerät oder den PC übertragen. Das eingebaute GPS verrät später, wo man die Fotos geschossen hat ( schön auf einer Karte zu sehen in Adobe Lightroom 6 CC oder Lightroom 5). Die Nikon D5300 belichtet super scharfe Fotos und ist ein bisschen größer als die anderen SLRs, aber wen das nicht stört, der ist hervorragend mit ihr unterwegs.

Nikon D5300

Nikon D5300 SLR-Digitalkamera

Sony SLT-A58Y SLR-Digitalkamera

Sony SLT-A58K

Die Sony SLT-A58K hat im Gegensatz zu den anderen vorgestellten SLRs keinen optischen Sucher, sondern einen elektronischen. Der Spiegel klappt nicht, also ist sie keine „echte“ Spiegelreflexkamera (Kamera mit teildurchlässigem Spiegel). Aber der elektronische Sucher zeigt auch gleichzeitig die Helligkeit des Bildes, so dass Sie beurteilen können, ob die Aufnahme richtig belichtet ist. Mit bis zu 5 Bildern pro Sekunde ist die Digitalkamera schnell und hat einen nach oben und unten klappbaren LCD-Monitor. Wir empfehlen die Kamera gleich mit zwei Objektiven. Bitte lassen Sie sich nicht von der Werbung verwirren: die 8 Bilder pro Sekunde kommen nur zustande, weil nicht die volle Bildauflösung erreicht wird. Gehen Sie von 5 Bildern pro Sekunde aus, das ist noch sehr gut.

Sony SLT-A58K

Sony Alpha 77 II

Nicht mehr so sehr für Einsteiger, da teurer und komplexer: Die Alpha 77 II ist  eine ganz hervorragende Kamera (wenn auch keine echte Spiegelreflex, aber eine Kamera mit teildurchlässigem Spiegel), welche in Sachen Bildqualität, Geschwindigkeit und Ausstattung kaum zu toppen ist. Damit ist sie für alle Bereiche inklusive Sportfotografie gerüstet. 24 Megapixel reichen völlig aus. Mehr Pixel führt zu großen Ausgaben in Sachen PC oder MAC und viel zu großen Datenvolumen. Sie schauen durch einen elektronischen OLED Sucher.

Sony Alpha 77 II

Sony Alpha 77 II + 18-55 SAM + 55-300 SAM

 

Anhand der letzten beiden Kameras merken Sie schon, dass Spiegelreflex ein älteres System ist. Spiegelreflexkameras sind schwerer als spiegellose Systemkameras und haben neben weiteren Unterschieden einen optischen Sucher. Die so genannten Systemkameras (DSLMs = Digital Single Lens Mirrorless, zu deutsch Digitale Spiegellose Einzellinse) haben einen elektronischen Sucher, der das Bild ständig vom Sensor abgreift. Der Vorteil: Sie sehen genau die Helligkeit, die auch belichtet wird und können eingreifen. Weitere Vorteile der Systemkamera sind im Sucher einblendbare Linien, digitale Wasserwaage, Informationen und vieles mehr.

Jetzt fragen Sie sich natürlich zu Recht, welche Kamera ist die bessere und richtige? Die Spiegelreflexkamera, die spiegellose Systemkamera oder die spiegellose Bridgekamera? Das ist zum großen Teil Geschmacksache. Sie können auf folgende Dinge beim Kauf Ihrer Digitalkamera achten:

  • Handlichkeit
  • Gewicht
  • Gute Objektive
  • Optischer Sucher oder elektronischer Sucher
  • Menüführung der Kamera
  • Bedienung / Handhabung der Menüs

Bridgekamera als Alternative zur SLR für Einsteiger

Was ist eine Bridgekamera? Vorteile und Nachteile zur Spiegelreflex lesen>>

Panasonic DMC FZ-200 Lumix Bridgekamera

Die FZ-200 ist eine Bridgekamera mit 12 Megapixeln, hat ein hervorragendes Objektiv von 25-600mm (!) bei gleichbleibend guter Öffnung von f2.8. Allein dieser Umstand wäre schon ein hervorragender Wert. Aber es kommen noch ein klapp und drehbares Display hinzu, die Kamera kann Makroaufnahmen und HD-Video mit sehr guten Mikrofonen und einer Möglichkeit für externes Mikrofon. Sie hat einen elektronischen Sucher, mit dem Sie die Belichtung bereits vor der Aufnahme kontrollieren können.

Die Bridgekamera lohnt sich auch als Geschenk für Kinder und Jugendliche, wenn die Eltern noch nicht genau wissen, ob diese den Spaß an der Fotografie behalten. Diese Bridgekamera ist fast eine eierlegende Wollmilchsau zum Fotografieren und eine gute Kamera für Anfänger. Die 12 Megapixel reichen für die allermeisten Gelegenheiten völlig aus. Vor allem ist die Kamera sehr preiswert. Eine absolute Empfehlung als Alternative zur SLR, besonders für Einsteiger.

Panasonic DMC FZ-200

Panasonic Lumix DMC-FZ200EG9 Digitalkamera

Panasonic Lumix DMC-FZ1000EG

Panasonic DMC FZ-1000 Lumix Bridgekamera

Diese Bridgekamera von Panasonic hat mehr Megapixel (20 Megapixel) und bereits 4K-Video! Dafür verfügt sie „nur“ über ein 16-faches optisches Zoom (vergleichbar mit 25-400mm). Die FZ-1000 ist der Nachfolger der FZ200, allerdings natürlich teurer und für fortgeschrittene Anfänger, die eine leichte und kompakte Kamera suchen, an der das Objektiv nicht gewechselt werden kann. Dafür ist dies eine hervorragende Alternative zu einer Spiegelreflexkamera mit allen modernen Möglichkeiten. Eine sehr gute Kamera für Anfänger, die Feuer gefangen haben.

Panasonic DMC FZ-1000

P. DMC-FZ300 EGK Lumix Bridgekamera

Die P. Lumix DMC 300 ist die Nachfolge-Bridgekamera der FZ200 ist mit schnellerem Hybrid-Kontrast Autofokus und 5-Achsen-Stabilisator ausgerüstet. Wiederum hat der Hersteller auf die 12 Megapixel gesetzt, um keine Datenflut anzubieten, sondern beste Bildqualität bei wenig Licht. Der Brennweitenbereich von 25-600mm ist geblieben. Ebenso die durchgehend offene Blende von f2.8, die ihresgleichen sucht. 4K Video und 4K Foto ist hinzugekommen. Auch der Preis der Kamera völlig in Ordnung.

Panasonic DMC FZ-300

Neu !

Panasonic DMC-FZ300EGK Lumix Bridgekamera

 

Fotokurs zur Einsteigerkamera

Bitte denken Sie noch darüber nach, sich einen Fotokurs zu wünschen. Wenn Sie zunächst mit den Ergebnissen in der Vollautomatik Ihrer neue Kamera zufrieden sind, so werden Sie nach einiger Zeit und Begeisterung für die digitale Fotografie doch mehr aus der Spiegelreflexkamera herausholen wollen. Die heutigen digitalen Kameras verbringen zwar keine Wunder, sind aber so vielseitig und gut ausgestattet, dass es sich anbietet die vielen Funktionen auch kennen zu lernen und zu nutzen.

Hoffentlich konnte ich Ihnen ein bisschen weiterhelfen?

Was lerne ich in einem Fotokurs von Peter Roskothen?

Meine Fotokurse sind immer individuell, damit Sie genau das lernen, was Sie möchten. Als Einsteiger können Sie folgende Inhalte lernen:

  • Einfach VerständlichKameratechnik
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • Belichtungskorrektur
  • ISO
  • Tiefenschärfe
  • Blitzen und Aufhellen
  • Perspektive und Tiefe
  • Fotogestaltung
  • Fotorecht
  • Bildbearbeitung
  • Bildarchivierung
  • und vieles mehr…

Fototrainer Peter RoskothenEs ist gleich welches Lieblingsthema Sie haben: Familienfotos, Portraits, Tierfotos, Sportfotos, Naturfotos, Landschaftsfotos, Makrofotos, Stillleben, Architekturfotografie oder andere Themen der Fotografie. Ich gehe genau auf Ihre Interessen und Ihr Know-how ein. Immer gehört eine Fotoexkursion oder gemeinsames Fotografieren zum Fotokurs dazu.

Weitere Infos zum Fotokurs für Einsteiger und Fortgeschrittene finden Sie hier >>

Peter Roskothen

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fotojournalist sowie Fototrainer und schreibe auf *fotowissen für andere Foto-Amateure und ambitionierte Fotografen. Die digitale Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.


Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.


Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design. Bei Google Plus finden Sie mich unter Google+

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5 Kommentare

  1. Hallo,
    ich bin Hobbyfotograf und nutze zur Zeit eine EOS M. Die Fotos, die ich auf Wanderungen bzw. Radtouren mache, stelle ich anschließend per Aquasoft zu einer Diashow zusammen.
    An der Fotoqualität habe ich nichts auszusetzen und da man auch mehr Möglichkeiten beim Fotografieren hat, möchte ich auch nicht wieder zur Powershot zurück.
    Da ich aber weitsichtig bin, wollte ich eine Kamera mit Sucher. So fiel meine Wahl auf die EOS 100D. Sie hat die optimale Größe und wegen des Gewichts kam auch keine 700D in Frage. Ich bestellte mir die Kamera und schickte sie nach drei Wochen wieder zurück. Ich hatte das Gefühl, das zu viele Fotos unscharf waren (im Vergleich zur EOS M). Ich machte Fotos mit der Automatik ohne Blitz (hier war die Ausschussquote besonders hoch) bzw. im Av- oder P-Modus. Besonders fiel mir auf, dass bei trübem Wetter, als ich einen freien Platz mit Hintergrund Rathaus fotografierte, eigentlich nur die Pflastersteine im Vordergrund richtig scharf abgebildet waren. Im Laufe der drei Wochen habe ich durch Veränderungen der Einstellungen eine geringere Ausschussquote erzielen können, aber so richtig glücklich war ich nicht. Ich möchte mir jetzt eine Kamera im Fachhandel kaufen. Der Bericht zur EOS 100D hat mir wieder etwas Hoffnung gemacht, zumal ich mit der Farbdarstellung bei Canon sehr zufrieden bin.
    Ich schwanke noch ein wenig zwischen der EOS 100D und der Sony alpha 6000.
    Vielleicht könnte ich noch einen Rat bekommen?
    Gruß
    Lutz

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Peter Roskothen

      Hallo Lutz,

      Deine Frage ist so einfach nicht im Detail zu beantworten. Aber:

      Die Sony Alpha 6000 hat ein ganz anderes Konzept und einen elektronischen Sucher. Das hat Vorteile und Nachteile. Zudem haben beide Kameras eine überaus andere Bedienung und Technologie.

      Ich glaube nicht, dass die Fokusprobleme an der Kamera (700D) liegen. Nicht auszuschließen, dass Deine Canon EOS 700D ein Montagsmodell war, aber an sich ist das eine hervorragende Kamera und je nach Objektiv superscharf obendrein. Ich hatte die Kamera ein paar Male im Fotokurs und war sehr angetan.

      Der Autofokus ist nur so gut wie seine Bedienung. Dazu muss man einiges wissen und beachten. Auch der Dioptrienausgleich am Sucher muss stimmen, wenn Du als Weitsichtiger ohne Brille fotografierst.

      Bei Deinen Problemen des Autofokus würde ich Dir wirklich eher einen exklusiven Fotokurs bei mir empfehlen. Hier können wir alle Deine Fragen detailliert besprechen und Probleme beseitigen.

      Herzlich, Peter

      Auf diesen Kommentar antworten
  2. Hallo,

    ich sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr.

    Gerne möchte ich mir eine Kamera zulegen und in die Forografie einsteigen. Da ich nicht einfach nur eine Kamera kaufen möchte, sondern diese auch verstehen will ist es für mich selbstverständlich auch diverse Fotokurse im Anschluss zu belegen.

    Da sich Fotografie bisher auf Digicam bzw Smartphone bezog, zog ich los in diverse Fachgeschäfte (keine Grosselektromärkte) , damit begann meine Verwirrung und wurde immer schlimmer.

    Der eine Fachhändler schwor auf die Spiegelreflexkamera und empfahl mir die Nikon D5300, direkt mit besserem Objektiv. Er sprach gar nicht von/ über Systemkameras.

    Die anderen zwei Händler empfahlen mir direkt Systemkameras, aufgrund von Größe und Gewicht. Dort ist mir die Samsung NX30 empfohlen worden. Dort sprachen beide davon das Spiegelreflexkameras zum Aussterben bestimmt sind und es diese nicht mehr geben wird in den nächsten Jahren auf dem Markt. Die Zukunft gehöre den Systemkameras.
    Laut ihren Angaben sollen diese den Spiegelreflex in nichts nachstehen und sogar besser sein.

    Ich würde gerne Sportaufnahmen (Radsport), Tiere oder Landschaften fotografieren. Irgendwann auch mal Portraitaufnahmen.

    Es hörte bei dem Händler der mir die Spiegelreflex empfahl aber auch dem Systemkamerahändler alles schlüssig an.

    Jedoch irritiert mich, dass Fachmänner mir unterschiedliche Empfehlungen geben und ich habe jetzt Angst aufs falsche Pferd zu setzen, da ich über kein Know-how verfüge.

    Wie sehen Sie das?

    Vielen Dank für eine Antwort.

    Gruß Sarah

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Peter Roskothen

      Sarah, Beratung ist Vertrauenssache. Natürlich kann eine Beratung immer auch schlecht laufen, wenn sich ein Verkäufer bessere Provisionen von einer teuren Kamera verspricht. Vielleicht ist er / sie aber auch überzeugter SLR Anhänger.
      Ich persönlich glaube die Tage der SLR sind gezählt. Der elektronische Sucher und der Autofokus der spiegellosen Systemkameras und Bridgekameras wird immer besser und bei allen Unterschieden zwischen den Systemen, wird die leichtere Bauform, die bessere Bildwiederholfrequenz und die Voransicht der Belichtung im elektronischen Sucher den Ausschlag zu der spiegellosen Systemkamera geben.
      Es gibt im Moment in meinen persönlichen Augen drei Sterne am Himmel: Sony, Panasonic und Leica. Aber im Rahmen meiner Fotokurse berate ich Sie auch gerne noch ausführlicher. Ich bin unabhängig und als Fotojournalist sehe ich neben meinen subjektiven Vorlieben auch immer das große Ganze.

      Auf diesen Kommentar antworten
  3. Hallo Peter!

    Ich bin bei Recherchen für einen eigenen Artikel über diese Seite hier gestolpert und finde es immer wieder interessant, andere Meinungen zum Thema Spiegelreflexkamera vs spiegellose Systemkamera vs Bridgekamera usw. zu lesen – vielen Dank also für den informativen Artikel!

    Bisher war ich von Bridgekameras nicht wirklich überzeugt. Keine Wechselobjektive, kleiner Sensor – aber die Geschwindigkeit ist natürlich deutlich höher, da hast du Recht. Da hinken die Spiegelreflexkameras (vor allem in der Einsteiger-Klasse) einfach deutlich hinterher, was natürlich auch mit den größeren Sensoren und der höheren Auflösung zusammenhängt. Finde es interessant, dass du maximal 16 Megapixel empfiehlst – das ist in der heutigen Zeit ja schon fast nicht mehr möglich, zumindest dann nicht, wenn man sich für eine halbwegs aktuelle Einsteiger-DSLR interessiert. Da geht es ja erst bei 16 Megapixeln so wirklich los.

    In der Einsteiger-Klasse sehe ich persönlich die DSLRs immer noch etwas stärker als die DSLMs, schlicht und einfach deshalb, weil das Preis-Leistungs-Verhältnis besser ist. Bei rund 400 Euro muss man bei einer spiegellosen Systemkamera einfach zu viele Kompromisse in Kauf nehmen finde ich. Es wird in jedem Fall weiterhin spannend zu beobachten sein, wie sich die verschiedenen Kamera-Bereiche weiterentwickeln werden. Ich bin ja sehr gespannt auf die Sony A68, die im nächsten Jahr auf den Markt kommen wird. Die technischen Daten sehen vielversprechend aus!

    Liebe Grüße!
    Mark

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