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Meinung zur Canon EOS R5 – Kaufen?

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Ich habe tatsächlich schon über viele Funktionen der Canon EOS R5 für uns Fotografen nachgedacht. Sie haben vermutlich auch schon überlegt, ob Sie die Kamera kaufen wollen, ob die spiegellose Systemkamera der neuesten Generation für Ihre Fotografie perfekt ist? Ich möchte einmal laut denken:

Canon EOS R5

Canon EOS R5

Nein, ich habe die Kamera nicht getestet. Ich habe bislang die EOS RP testen dürfen und fand sie nicht schlecht. Lassen wir die Lobeshymnen der Ambassadore und der restlichen Presse einfach mal an uns vorbeirauschen. Neben allen möglichen Fehlern der Kamera (Überhitzung, kurze Video-Aufnahmezeiten, Rolling-Shutter 8K, Banding (horizontale Linien im Bild), wie gut funktioniert Tier-Autofokus?, sind es wirklich 12 Bilder pro Sekunde oder eher 8 B/s?), gehen wir einmal gemeinsam davon aus, dass Canon mit der R5 tatsächlich eine bahnbrechende und überaus gut funktionierende Kamera herausgebracht hat. Ich glaube, genau das hat Canon getan und gehe von den besten möglichen Eigenschaften aus:

Fantastische Spezifikationen

Zunächst ist die EOS R5 eine eierlegende Wollmilchsau für alle fotografischen Anforderungen:

  • Portrait
  • Landschaft
  • Makro
  • Sport, Action, Wildlife
  • Straßenfotografie
  • Reportage
  • Architektur
  • Studio

Sie hat eine große Auflösung von 45 Megapixeln, zuverlässigen und schnellen Autofokus, extreme Bildfolge von 20 Bildern pro Sekunde (oder 30 B/s im Videomodus mit 8K), liegt gut in der Hand, hat die Zuverlässigkeit von Canons Fotoapparaten und eine tolle Bildqualität sogar bei hoher ISO. Es gibt nur wenige Kameras (wie die GFX 100), die noch mehr Auflösung für Landschaftsfotos, Architekturfotos und andere Fotogenre bietet. Und 100 Megapixel benötigen wirklich nur wenige Fotografen. Was wollen wir also mehr als diese EOS R5?

Technische Daten Canon EOS R5 versus EOS R6 Datenblatt Canon EOS R5 Datenblatt Canon EOS R6
Megapixel 45 MP 20 MP
Bildstabilisator IBIS bis 8EV bis 8EV
Video 8K - 30 B/s, 12 BIT RAW
4K - 120 B/s
4K bei 60 B/s
Autofokus -6 EV -6.5 EV
Bilder pro Sekunde
elektronischer Verschluss
20 B/s 20 B/s
Bilder pro Sekunde
mechanischer Verschluss
12 B/s 12 B/s
Bildpuffer 350 JPEG oder
180 RAW
1.000 JPG o.
240 RAW
Speicherkarte CFExpress und SD UHS-II 2x SD UHS-II
AF KI Körper, Gesicht, Auge, Tier
(Katzen, Hunde und Vögel)
Körper, Gesicht, Auge, Tier
(Katzen, Hunde und Vögel)
Datenformate JPG / HEIF / RAW JPG / HEIF / RAW
Sucher 5.76 Mio. 120 B/s 3.69 Mio.
Verschluss 1/8.000 s mechanisch 1/8.000 s mechanisch
Schärfentiefe-Kontrolle konfigurierbare Taste konfigurierbare Taste
Staubschutz
Spritzwasserschutz
Ja Ja
Gewicht 650 Gramm
738 Gramm mit Akku und SD-Karte
598 Gramm
680 Gramm mit Akku und SD-Karte
Markteinführung 30.07.2020 27.08.2020
UVP Preis € 4.399,- 2.699,-
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RF-Objektive

Es sind bereits einige RF-Objektive verfügbar. Wir Fotografen dürfen mit Sicherheit ausschließlich von den “L”-Objektiven die besten Leistungen bei 45 Megapixeln erwarten. Bleiben diese Festbrennweiten und Zoomobjektive für die Digitale:

Die besten Canon RF-Objektive (Zoomobjektive) Brennweite "L"-Serie
Markt-Einführung UVP € Kaufen bei Amazon oder Calumetphoto
RF 14-35mm F4L IS USM 14-35mm L 09/2021 1.819,- RF14-35mm F4
RF 15-35mm F2.8L IS USM 15-35 mm L 09/2019 2.499,- RF 15-35mm F2.8 L
RF 24-70mm F2.8L IS USM 24-70 mm L 09/2019 2.499,- RF 24-70mm F2.8 L
RF 28-70mm F2L USM 28-70 mm L 12/2018 3.249,- RF 28-70mm F2
RF 24-105mm F4-7.1 IS STM 24-105mm 03/2020 499,- RF 24-105mm F4-7.1 IS STM
RF 24-105mm F4L IS UTM 24-105 mm L 09/2018 1.149,- RF 24-105mm F4 L
RF 70-200mm F2.8L IS USM * 70-200 mm L 12/2019 2.849,- RF 70-200mm F2.8 L
RF 70-200mm F4L IS USM 70-200 mm L 12/2020 1.799,- RF 70-200mm F4L IS USM
RF 100-400mm F5.6-8 IS USM 100-400mm 10/2021 729,- RF 100-400mm F5.6-8 IS USM
RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM 100-500 mm L 09/2020 3.099,- RF100-500mm F4.5-7.1 L
Die besten Canon RF-Objektive (Festbrennweiten) Brennweite "L"-Serie Markt-Einführung UVP € Kaufen bei Amazon oder Calumetphoto
RF 5.2mm F2.8L DUAL FISHEYE-OBJEKTIV 5.2mm L 12/2020 2.199,- in Kürze
RF 16mm F2.8 STM 16mm 10/2021 339,- RF 16mm F2.8 STM
RF 35mm F1.8 MACRO IS STM * 35mm 10/2020 689,- RF 35mm F1.8 MACRO IS STM
RF 50mm F1.8 STM * 50mm 12/2020 225,- RF 50mm F1.8 STM
RF 50mm F1.2L USM 50 mm L 10/2018 2.499,- RF 50mm F1.2 L
Canon RF 85mm F2 MACRO IS STM 85 mm 10/2020 689,- Canon RF 85mm F2 MACRO IS STM
RF 85MM F1.2L USM 85 mm L 12/2019 2.999,- RF 85MM F1.2 L
RF 100mm F2.8L Macro IS USM 100 mm L 07/2021 1.549,- RF 100mm F2.8L Macro IS USM
RF 400mm F2.8L IS USM 400 mm L 08/2021 12.999,- RF 400mm F2.8L IS USM
RF600mm F11 IS STM 600 mm 07/2020 749,- RF600mm F11
RF 600mm F4L IS USM 600 mm L 08/2021 13.999,- RF 600mm F4L IS USM
RF800mm F11 IS STM * 800 mm 07/2020 1049,- RF
800mm F11
Extender RF 1.4x 07/2020 599,- Extender RF 1.4x
Extender RF 2.0x 07/2020 Extender RF 2.0x
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EF-EOS R Bajonettadapter mit Steuerungsring Adapter
EF-EOS R Bajonettadapter mit C-PL Einsteckfilter Adapter
* *fotowissen-Test

Ich würde mich freuen, die Kamera mit dem neuen RF100-500mm in der Wildlifefotografie auszuprobieren. Die EOS R5 auf die Vögel im Flug zu richten und mal mit 12 Bildern pro Sekunde (mechanischer Verschluss), mal im 8K-Modus zu fotofilmen (neuer Begriff für Canons 8K-Kamera?).

Ich möchte die Spiegellose gerne mal für Portraitfotos mit dem RF 85mm F/2 oder dem RF 70-200mm F/2.8 ausprobieren. Und Landschaftsfotos möchte ich mit dem TS-E 24mm belichten. Vermutlich wird mich die Kamera in allen Fotogenre perfekt unterstützen. Warum also sollte ich nicht kaufen?!

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Kaufentscheidung

Als Profi-Fotograf könnte man die Kaufentscheidung von zwei Überlegungen abhängig machen:

  1. Habe ich genug Liquidität?
  2. Rentiert sich die Kamera?

Gehen wir mal davon aus, dass nur noch ganz wenige Profi-Fotografen übrig sind und diese wenigen Fotografen für Canon nicht in Verkaufszahlen zählen, wohl aber wenn es um die Reputation geht. Die allermeisten Profis sind weg von Canon. Sie wechselten zu Fujifilm oder Sony. Immerhin ist die Kamera für die wenigen überlebenden Berufsfotografen sicher interessant. Und erschwinglich, weil Profis die Mehrwertsteuer nicht fürchten müssen.

Systemwechsel zu Canon R

Als Hobby-Fotograf überlege ich mir, ob ich einen Systemwechsel vollziehen möchte. Ein Systemwechsel ist der Kauf in jedem Falle, selbst wenn ich vorher Canon besaß. Ich muss den Kamerabody und neue Objektive erwerben. Neue Linsen benötige ich, weil die RF-Objektive auf die Kamera perfekt abgestimmt sind. Ich kann die EF-Linsen zwar noch nutzen, aber sie sind nicht perfekt für die EOS R5. Das sagt uns Canon nur durch die Blume, sonst würde das Unternehmen keine RF-Objektive bauen, sondern die Kamera mit größerer Auflage (tieferem Abstand von Sensor zum Bajonett) auf den Markt bringen.

Egal welche Sorte Fotograf ich bin, würde ich anfangs sicher gerne die DSLM mit ein, zwei oder drei Linsen erwerben. Die meisten RF-Objektive sind Zooms. Stellen wir uns die EOS R5 mit dem RF 24-105mm F4L IS UTM vor:

  • Canon EOS R5 plus RF 24-105mm F4L IS UTM plus CFexpress Sandisk 128GB – € 5783,55
  • Canon EOS R5, RF 24-105mm F/4, RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM, CFexpress Sandisk 128GB – € 8.804,42
  • Canon EOS R5, RF 24-105mm F/4, RF 15-35mm F2.8L IS USM, RF 70-200mm F2.8L IS USM, CFexpress Sandisk 128GB – € 10.653,-
  • plus EF-EOS R Bajonettadapter – € 89,-

Dann sind wir inklusive CFexpress-Karte bei etwa € 5.800,-. Verdammt viel Geld, was wir uns und Canon verdienen müssen.

Geldverlust Canon R-System

Tatsächlich ist jeder Systemwechsel mit dem Verlust von Geld verbunden. Meine alten EF-Objektive kann ich sicher noch ein bisschen nutzen, aber der Wunsch nach RF-Linsen wird die alten Spiegelreflexobjektive irgendwann ersetzen. Die alten Spiegelreflexkameras werde ich nie wieder anfassen, lassen Sie mich aus dem Nähkästchen plaudern. Die werden Sie nie wieder nutzen und können diese daher besser sofort für ganz kleines Geld verkaufen.

Angebot
Canon 3442C005 Bajonettadapter EF-EOS R mit Einsteckfilter (C-PL: Zirkularpolfilter A) bei Amazon
  • Vorhandene Objektive mit EF und EF-S Bajonett mit einer Canon EF-EOS R Kamera verwenden
  • Der Bajonettadapter mit Drop-in Filter wird mit speziellen optischen Einsteckfiltern verwendet (Lieferumfang: Zirkularpolfiter (C-PL))
  • Für den professionellen Einsatz gebaut

Nehmen wir also weiter an, Sie haben eine EOS 5D Mark IV und ein EF50mm, EF 16-35mm, EF 24-105mm, EF70-200mm, EF100-400mm. Dann verkaufen Sie vielleicht den 5D IV-Body und das EF24-105mm. Bekommen dafür etwa EUR 1.700,-, bleibt eine Investition von € 4.000,-, die Sie aufbringen müssten. Sie überlegen anschließend, ob es auch eine EOS R6 tun würde. Leider keine Tiererkennung, leider keine 45 Megapixel, kein 8K-Video. Aber eine gute Kamera mit ähnlichem  Autofokus.

Bleibt eine Investition von € 2.700,- für die EOS R6 plus RF 24-105mm F4L IS UTM. Immer noch viel Geld. Und dann schielen Sie mal kurz zu Fujifilm, denn Ihnen sind die Kameras von Canon inklusive der Objektive vielleicht auch ein bisschen zu schwer?

Querdenken

Eine Fuji XT-4 ist ebenso schnell, wie die EOS R5, hat einen sehr guten Autofokus (ich fotografiere damit knackscharfe Vögel im Flug. Nein, keine geworfenes gebratenes Hähnchen, sondern lebendige Vögel aus eigenem Antrieb:

  • Fuji X-T4 (26 MP) plus XF 16-80mm F4 – € 2.239,-
  • Canon EOS R6 (20 MP) plus RF 24-105mm F4 L IS USM – € 2.729,-

Spätestens bei dieser Kalkulation denken Sie vermutlich:

S…..ß drauf, dann die Canon EOS R6, ich bekomme für nur € 500,- mehr das Vollformat!

Kann ich verstehen. So würde ich in Ihrer Situation vielleicht auch denken. Aber mir sind die Canons zu schwer geworden und ich liebe außerdem das Bedienkonzept von Fujifilm. Nein, ich will Sie nicht überzeugen! Ich denke Sie kaufen so oder so, wie Sie es am liebsten und besten tun. Aber ich wollte doch in diesem Artikel die EOS R5 verfolgen:

Kaufempfehlung

Ich denke ich darf die EOS R5 empfehlen. Eine super Kamera. Bedenken Sie bei der Anfangsinvestition, dass da noch ein Rattenschwanz von Investitionen hinten an stehen. Sie benötigen, falls noch nicht vorhanden, einen sehr schnellen Windows-Rechner oder Apple-Rechner und eine Trillionbyte Plattenspeicher. Und eine Backup-Lösung. Besser direkt ein NAS. Und ein Kartenlesegerät für CFexpress-Karten.

Lemorele XQD/SD/TF(Micro SD) 4IN1 Kartenleser mit USB 3.0-Anschluss, Professional für Sony G-Series/M-Series und Lexar XQD Karte bei Amazon
  • Multifunktion & Super Speed: Der Kartenleser kann gleichzeitig XQD-, SD- und TF-Karten lesen. Sie können den USB-Anschluss verwenden, um Tastatur oder Maus gleichzeitig anzuschließen. Es ermöglicht eine ultraschnelle Datenübertragung von bis zu 500 Mbit / s in einer Laborumgebung. In einer normalen Arbeitsumgebung beträgt die Lesegeschwindigkeit je nach Hardwareleistung etwa 200 bis 400 Mbit / s.
  • Breite Kompatibilität: Kompatibel mit Windows XP / Vista / 7/8 / 8.1 / 10, Mac OS, Linux-Computern mit USB-Anschluss. Es kann alle XQD-Karten mit USB-Protokoll lesen und schreiben.
  • Kompaktes Design und Premium-Qualität: einfach zu greifen und loszulegen. Gehäuse aus Aluminiumlegierung, langlebiges Äußeres und hitzebeständige Steckverbinder sorgen für eine hohe Datenübertragungseffizienz und ultimative Haltbarkeit.

Und jetzt geht es los. Ende Juli kommt die Canon EOS R5 Kamera in Ihr zu Hause. Canon ist wieder da. Wenn ich bedenke, wie lange uns das Unternehmen im Regen stehen ließ und wie lange es für diesen reimagine-Schritt benötigte. Aber wichtig ist das Resultat. Kaufen?

R5 bei Calumet >>

Markenwechsel auf Canon EOS R5

Ohne die möglichen Fehler (Überhitzung, Rolling-Shutter 8K, wie gut funktioniert Tier-Autofokus?) oder Einschränkungen der Kamera zu kennen (es gibt noch keine echten Tests der EOS R5) würde ich folgende Meinung / Empfehlung abgeben, wenn Sie das nötige Geld ausgeben wollen:

Umstieg von Canon Spiegelreflex auf Canon R-System

Sofort. Ich würde sofort die alten Bodys verkaufen (5D II, 5D III, 5D IV, 6D II) und mir die EOS R5 holen. Dazu das RF 24-105mm und den Adapter für alte Objektive an der Neuen. Die Vorteile der spiegellosen Technik sind überwältigend, glauben Sie mir.

Eine 5DsR würde ich übrigens behalten. Die EOS R5 wird längst nicht so scharf sein, wie die EOS 5DsR. Das liegt an dem Anti-Aliasing Filter der R5. Fotografieren Sie Landschaft und Architektur weiter mit der 5DsR.

Umstieg von Sony auf Canon EOS R5

Meine Meinung? Ich würde sofort umsteigen. Canon ist wieder da und das einzige, was mich als Sony Fotograf abhalten könnte zur EOS R5 zu wechseln, sind die vielen verfügbaren Objektive für Sony-E-Mount. Ansonsten ist die Canon die wertigere Kamera.

Umstieg von Fujifilm GFX auf Canon EOS R5

Unter gar keinen Umständen würde ich umsteigen. Das GFX-System ist in der Qualität der Objektive und der Bild-Plastizität ungeschlagen. GFX-Fotografen belichten damit keine Serien und kein Sport, Action, Wildlife, sondern haben sich zurück besonnen auf das bewusste Fotografieren. Sie haben eine Achtsamkeit für die Natur und die Fotografie, die wir mit der GFX in Meditation verwandeln. Die Canon wäre ein Rückschritt.

Umstieg von Fujifilm X-System auf Canon EOS R5

Unter gar keinen Umständen würde ich wechseln. Mit dem Fujifilm X-System erhalte ich für weniger Geld beste Objektive, besitze ein leichteres System und kann genauso schöne Fotos schießen. Selbst Sport, Action und Wildlife sind sehr gut möglich. Die Bedienung der Kamera ist intuitiv und ich habe großen Spaß an den Filmsimulationen. Die X-T2, X-T3 und X-T4 (andere Modelle ebenso) produzieren eine sagenhafte Bildqualität. Mein Tipp: Bleiben Sie bei Fujifilm.

Umstieg von Olympus zum Canon R-System

Ich würde sofort umsteigen. Behalten würde ich nur die großen Brennweiten, damit ich leicht und schnell weiter mit Olympus Wildlife fotografieren kann.

Umstieg von Leica zum Canon R-System

Leica-Fotografen steigen niemals um. Niemals. Na gut, ab und an, verirrt sich der eine oder andere zu einer anderen Sekte, Entschuldigung Marke :-). Ist lustig gemeint…

Abwarten oder EOS R5 Kaufen?

Wenn Sie vorsichtig sind, warten Sie auf echte Testberichte. Bislang sind nur Ambassadore in den Besitz der Kamera gekommen. Es gibt keine echten Testberichte. Die Kamera wird über den Klee gelobt, aber keiner kennt die Fehler der EOS R5 (außer den Ambassadoren, aber die sagen es nur Canon). Ich selbst habe gerade eine Fujifilm X100V getestet. Die Kamera wurde von all den einschlägigen YouTube-Spezies beweihräuchert. Ich fand aber einige Fehler bei der, zugegeben hübschen, neuen X100V. Wenn Sie vorsichtig sind, warten Sie bis ich die R5 teste und vielleicht sinkt der Preis bis dahin schon ein bisschen. Oder es gibt bis dahin Kitangebote. In diesem Sinne bis zum *fotowissen-Test der Canon EOS R5:

*fotowissen Test Canon EOS R5 Vollformat-DSLM >>

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Meinung zur Canon EOS R5 – Kaufen?

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

13 Kommentare

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  • Hall Peter,

    Ein sehr schön rational argumentierender Artikel, leider gibt es im Internet viel zu wenige solcher Artikel, die solide und praxisorientierte Hilfe bei Kaufentscheidungen bieten.

    Ich habe ja bereits meine Meinung zu dem Thema, allerdings in einem etwas anderen Kontext, in Deinem Artikel vom 9.7. über die Neuigkeiten bei Canon (R5 und R6) im Kommentarteil geäussert.

    Der „Gewichtsaspekt“ bei den RF Objektiven ist im wahrsten Sinne des Wortes „schwerwiegend“… unter den ersten RF Objektiven gibt es einige, die 1 kg bis 2 kg wiegen!
    Und die auch eher monsterhafte Ausmaße haben.

    Zweifellos sind diese Objektive sehr scharf, kosten aber auch sehr viel Geld.

    Nur ein einziges der bisher für den Anfang von Canon präsentierten Objektive ist erschwinglich und einigermaßen kompakt, der dafür notwendige konstruktive Kompromiss sorgt aber allem Anschein nach dafür, daß es bei der Auflösung Gegenüber den teureren weniger scharf ist, aber immer noch sehr gut.

    Gespannt darf man auf seriöse Tests sein, welche an der R6 RF Objektive gegen ihre EF- (L) Geschwister der letzten Generation mit Adapter vergleichen, das würde mich sehr, sehr interessieren. Meine Vermutung ist ja eher, daß die R5 und R6 vor allem für ihre volle Funktionalität das neue Bajonett benötigen. Denn das verfügt offenbar über die Fähigkeit, die im Vergleich zu bisherigen EF Objektiven bei den RF Objektiven erforderlichen, drastisch höhere Datenmengen zwischen Objektiv und Gehäuse hin- und her zu schieben.

    Meine Entscheidung ist klar: ich werde bei Fujifilm bleiben.

    Gewicht und Kompaktheit sowie etliche praxisrelevante Bedienungsvorteile sind für mich viel entscheidender als etwas mehr Auflösung bei der R5 mit den RF Objektiven.

    Wie ich bereits einmal schrieb, sind für die Heutigen Ausgabeformate von Fotos im Amateurbereich die üblichen 20-26 MP sicherlich für 99,9% der Käufer völlig ausreichend.

    Gruß
    DWL

    • Stimmt genau!
      Ich möchte einmal auf die Größe von Objektiven eingehen. Da werden die spiegellosen Vollformatsysteme wegen der kompakten Gehäusemaße den Spiegelreflexen vorgezogen, um sich dann mit immer größeren und schwereren Objektiven zu belasten. Ich betrachte mich schon als einen Anachronismus, wenn ich auch heute noch liebend gerne mit 35 Jahre alten Minota-AF-Objektiven an meiner Sony A900 unterwegs bin. Aber das 1,4/84, das 28/100 Macro oder das 2,8/200 Apo sind gegen die heuten Linsen schon Miniaturausführungen und für meine Ansprüche immer noch sehr gut. Visuell sind die digitalen Aufnahmen mit diesen Objektiven besser als die damaligen Aufnahmen auf analogem Filmmaterial.
      Sicherlich bedeuten komfortable Ausstattung mit Bildstabilisierung, Spezialgläsern und Ashären, exellenten Abbildungseigenschaften (Auflösung und Bokeh) mehreren Autofokusantrieben bei hoher Lichtstärke eine gewisse Baugröße, ein gewisses Volumen und auch einen hohen Preis.
      Interessant finde ich, dass Canon bei den neuen RF-Supertelebrennweiten mit geringer Anfangsöffnung, geringem Gewicht und kompakten Transportmaßen einmal von der sonst üblichen Tendenz abweicht. Es ist nur zu wünschen, dass der Markt das auch bereitwillig annimmt.

  • ich habe angefangen mit einer Canon A1 und bin der Firma Canon seit dem treu geblieben. Aktuell fotografiere ich mit der EOS 5D Mark III. Gerne hätte ich eine Kamera mit einer höheren Auflösung, da ich mir gerne großformatige Prints (auch Panoramen) an die Wand hänge. Der Einführungspreis von 4385€ für eine Kamera mit aberwitzigen Filmfunktionen ist aus Sicht nicht zu rechtfertigen. Rechnet man eine Nikon Z7 mit dem 24-70/4 und dem 14-30/4 gegen, liegt man immer noch unter dem Preis des R5 Bodies und man hätte einen guten Teil seiner Reiseausrüstung zusammen (ein 7o-200 fehlt dann noch). Ich halte diese Filmfunktionen für ein Gimmick. Ernsthafte Filmer sehen sich nach anderem Equipment (ohne Funktionseinschränkungen) um. Hätte ich nicht eine stattliches Sortiment an Canon Linsen, wäre ich schon längst bei einer anderen Marke. Verärgert über solche Modell und Preispolitik bin ich dennoch und denke stark über einen Systemwechsel nach.

    • Lieber Herr Benning,

      das ist genau das was ich meine. Canon bietet seinen Kunden, an die sie millionenfach Objektive und Kameras verkauft haben, viel zu spät teure Alternativen an.
      Haben Sie sich einmal die Canon EOS 5DsR angeschaut? Die erhalten Sie zum Beispiel bei mpb sehr günstig (Canon 5DsR bei mpb). Die schießt zwar keine 20 Bilder pro Sekunde, macht aber eine ausgezeichnete Bildqualität.Voraussetzung für diese Kamera ist aber auch, dass Sie “L”-Objektive nutzen. Hoffentlich konnte ich Ihnen mit diesem Tipp ein bisschen helfen?

      Herzlich,
      Ihr Peter

      • Lieber Herr Roskoten,
        vielen Dank für den Tipp, da kann man in der Tat mal den Gebrauchtmarkt nach der 5 DSR absuchen oder ich fasse mich weiter in Geduld bis der Preisverfall die R5 in einigemaßen erträgliche Preisregionen bringt. Die Z7 war bei der Einführung ja auch deutlich teurer. Die L Objektive habe ich ja zum Glück.

        Beste Grüße
        Klaus Benning

  • Hallo zusammen,

    ich wollte mal kurz zusammenfassen, was ich eben in einem angloamerikanischen Forum an Dutzenden von Antworten (Überwiegend von Profis) gelesen habe, wo ein überwiegend im Studio tätiger Fotograf unschlüssig war, ob er zum recht teuren R-Equipment umschwenken solle.
    Statements von Profis sind ja ganz überwiegend rational, im Gegensatz zu Antworten von fanboys diverser Marken, daher fand ich das interessant.

    1) die von mir ja bereits erwähnte extrem hohe Auflösung der RF Objektive wurde positiv gewürdigt. Ebenfalls wurde eine sehr hohe Qualität der Farbwiedergabe gelobt.
    2) es wurde vielfach positiv erwähnt, daß die EF (L-)Objektive sich sehr gut an der R5 (und vermutlich auch der R6) machen, man sei auch als Profi nicht gezwungen, sofort die RF Objektive zu nutzen. Sie betonten vielfach, daß bisher zufrieden genutzte Objektive ja nict plötzlich „schlecht“ seien, nur, weil NOCH bessere , neue Objektive auf den Markt kommen.
    Auch die bessre Auflösung der R5 mit EF Objektiven im Vergleich mit deren Nutzung an 5DR/s wurde gelobt.
    Mehrfach wurde die vom Start an von Canon angebotene Adapteroption EF—> R-Gehäuse besonders gelobt, um die enorme Investition ins R-System schritt für Schritt über Jahre zu vollziehen.
    3) Mehrere Profis rieten übrigens eher dazu, eine GFX 50S gebraucht zu kaufen, welche gerade für das Studio bestens geeignet wäre … :-D Jedenfalls besser als eine R5.
    4) Bei den Profis scheint der „Augenzentrierte AF“ der R5 hoch im Kurs zu stehen, so manche fanden das für den Profialltag sehr nützlich, gerade für Portraits scheint der sehr präzise zu arbeiten.

    Möglicherweise „rettet“ also ausgerechnet die Rückwärtskompatibilität des R-Systems durch den EF-Adapter Canon davor, bitter für die sehr späte Produktion von DSLM Kameras büßen zu müssen.

    Was die 8k-Videos anbelangt, amüsierten sich alle, die darüber schrieben, über die „8k Innovation“ – nicht ein Einziger erwähnte sie positiv, alle als überflüssig.

    Im Profi-Lager scheint die R5 also durchaus (Wenngleich eher verhalten) positiv anzukommen – aber Viele rieten auch dazu, einfach mit der guten alten DSLR weiter zu arbeiten, solange man eher stills und Portraits im Studio mache. Oder eher auf MF wie die GFX umzusteigen.

    Übrigens fand ich es interessant, daß einer der Profis die hohe Auflösung der RF Objektive an der R5 eher darauf zurückführte, daß (sinngemäßes Zitat) „ die Ausführung der Microlinsen auf den Canon-Sensor der Ausführung auf der GFX sehr nachempfunden“ sei…

    Das mag in die richtige Richtung weisen:
    Bekanntlich endete ja mitdem Beginn der Ära der digitalen Fotografie auch bald die Möglichkeit, Objektive auf Messbänken in ihrer rein PHYSIKALISCH-OPTISCHEN Quaalität beurteilen zu können.
    Im Zeitalter der digitalen Fotografie ist die Bildqualität weiterhin stark von der Objektivqualität abhängig – aber es ist ja bekanntlich -geringe Streuung bei der Fertigung vorausgesetzt – glücklicherweise heutzutage möglich, das raw-Bild bereits in der Kamera seiner Schwächen durch Objektivfehler zu entledigen. Tests von Objektiven sind heutzutage gleich „3 in 1“ Tests-
    Es wird nur noch das GESAMTergebnis von rein physikalischer Objektivqualität, der automatischen, objektivspezifischen Bildkorrektur in der Kamera (für Vignettierung, chromatische Aberrationen, Verzeichnung) sowie kamerainterner Nachschärfung und Dynamikanpassung beurteilbar. ZUSÄTZLICH wird die Auflösung etc. ja durch die Sensorauflösung begrenzt.
    Ein „altes“ Objektiv, welches in einem Gehäuse mit 12 MP um 2012 „nur“ 50-60 Linien auflöste, könnte also vermutlich (!) durchaus an neueren Gehäusen Mit 26 MP besser auflösen, zumal die kamerainterne Bildbearbeitung ja ebenfalls verfeinert wurde.

    Im Grunde müsste man m.E.n. also „alte“ Objektive mit jeder neuen Generation von Gehäusen neu testen, um eine solide Aussage über das Bildergebnis (=Endergebnis) im Vergleich mit neueren Objektiven an neueren Gehäusen machen zu können.
    Aber vielleicht täusche ich mich ja auch…(Glaube ich aber nicht)…

  • Schlechte Endprüfung?
    Heute, 31.07.2020 die Canon R5 um 11 Uhr für über 4.000 Euro gekauft.
    Um 12 Uhr blieb der Bildschirm mit einemmal dunkel So sieht kein Profesionelles Foto-Werkzeug aus. Mal sehen bis wann ich für mein gutes Geld endlich Ersatz bekomme.
    31.07.2020 15 Uhr

  • Eine interessante Betrachtung unterschiedlicher Wechselszenarien, falls man sich mit solchen Gedanken trägt.

    Ich habe auch viele Jahre mit den 5er EOS Canons und der 7D fotografiert. Zuletzt mit der 5D MK3. Da Canon im DSLM Segment aber lange nichts zu bieten hatte bin ich irgendwann auf die Fujis gewechselt, beginnend mit X-Pro1 über X-T1,2,3 sowie X-H1. Später kam noch das GFX System dazu welches eine herausragende BQ liefert und welches ich keinesfall abgeben würde nur weil die R5 auf dem Papier 45 MP bietet.

    Bei der XT-3 sah die Sache aber schon anders aus. Ich fotografiere gerne im Motorsport und beim Hallenhockey, wenn Corona das alles mal wieder zulässt.

    Hier stört mich beim Fuji X-T/H System seit Jahren der fehlende Panning IS Modus. Den gibt es aktuell nur beim teuren 2/200mm und beim 16-80mm.

    Im Vergleich mit einem Kollegen der die Sony a9 einsetzt waren die Unterschiede beim Ausschuss erheblich, auch zu meinen früheren Canon DSLRs.

    Ich hoffte immer, dass Fuji hier mit einer X-H2 nachbessert und so einen Modus ggf. auch Gehäuse seitig bringen wird. Bislang jedoch Fehlanzeige.

    Die X-T4 hat zwar nun den IBIS aber bietet auch keine Panning Modi für den IS.

    Das brachte mich dann, schweren Herzens zwar dazu das XT-System zu verkaufen.

    Von der R5 erwarte ich hier einiges und erste Indikationen scheinen auch zu bestätigen, dass sie R5 für mein Sportporfolio und die Alltagsfotografie gut geeignet ist.

    Video ist dazu nicht mein Thema, so dass mich die Diskussion nicht so sehr tangiert.

    Allerdings will ich nicht die early adopter Preise zahlen und nutze daher erst einmal die sehr günstige und überraschend gute EOS RP mit dem RF 4/24-105mm und dem RF 2.8/70-200mm. In Kürze kommt das 2/85mm Macro.

    Alles zusammen i.Ü. recht kompakt auch verglichen mit dem XT-System.

    Ich bin jedenfalls sehr auf die R5 gespannt und freue mich wenn es wieder Sportevents gibt wo ich sie einsetzten kann.

    Bis dahin wird die RP gute Dienste leisten.

    Dennoch bleibt das XT System für mich ein tolles System welches man gerne nutzt. Für Sportfotografie in RAW würde ich es aber nicht empfehlen.

    Wer solches nicht vordringlich zu seinem Spektrum zählt ist hier aber bestens aufgehoben.

    Vg
    oriwo

    Alles zu

    • … mittlerweile habe ich i.Ü. doch die R5 früher erworben wie ich ursprünglich geplant hatte, da ein Vergleich mit der GFX 50s und der Lumix S1R gezeigt hat, daß es aus meiner Sicht keine signifikanten Unterschiede in der Bildqualität gibt.

      Somit habe ich mich zu guter letzt in auch von Fuji GF und auch dem Lumix S System getrennt und arbeite nur noch mit dem Canon R System, mit R5 und R6 (welche die RP ersetzt hat).

      Vorteil ist, daß man sich so nur noch mit einem “User Interface” auseinandersetzen muß.

      Was ich mir an der R5 noch wünschen würde wär ein HighMP Modus, wie bei der S1R und die Nutzungsmöglichkeit von XQD-Karten, was beides via FW-Update machbar sein sollte.

      Ansonsten begeistern beide Kameras rundherum und der Autofokus hat ein vor Jahren kaum erwartbares Niveua erreicht.

  • Es sind gute 4500€, das ist viel Geld, man muss dann noch in Objektive und Computer investieren. Für die Hobbyfotografie ist mir das schlichtweg zu viel. Wenn dann noch ein Altsystem besteht, in das man viel investiert hat, sollte man dieses am besten sofort verkaufen. Adapterlösungen sind gut gemeint, es funktioniert wohl auch soweit, nur wird, wie einige Kommentatoren gesagt haben, diese Kamera mit EF-Linsen niemals ausgereizt. Die EF-Linsen sind gut, aber für Spiegelreflex konstruiert. Auch sieht in der gewerblichen Fotografie die Wirklichkeit anders aus, die Profis arbeiten mitunter noch mit ziemlich alten Geräten. die erst bei Defekt ersetzt werden. Oder dann, wenn die Abschreibung für Abnutzung (AFA) das zulässt.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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