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Test Canon EOS R5 mit EF-Objektiven versus RF-Objektiven

Beim Test der neuen Canon EOS R5 DSLM mit EF-Objektiven versus RF-Objektiven wollte ich herausfinden, ob EF-Objektive in jedem Falle schlechter an der hochauflösenden Kamera zu nutzen sind, als die nativen RF-Objektive. Ich vergleiche in diesem Test einmal das EF 70-200mm F/2.8 L IS II USM mit dem neuen RF 70-200mm F2.8L IS USM an der neuen spiegellosen Canon EOS R5 DSLM:

Test Canon EOS R5 mit EF-Objektiven versus RF-Objektiven

Vergleich EF-Objektive versus RF-Objektive an der Canon EOS R5

Mit Hilfe des EF-RF-Adapters von Canon habe ich das EF 70-200mm F/2.8 L IS II USM an der EOS R5 befestigt und gegen das native RF 70-200mm F2.8L IS USM Objektiv antreten lassen. Verglichen habe ich 2 Brennweiten, 70mm und 200mm. Die jeweils beste Blende an der EOS R5 liegt bei F/8. Die hochauflösende EOS R5 muss mit den 45 Megapixeln herhalten, da es sich um die höchstauflösende spiegellose Canon-Kamera handelt. Sie schreit durch die hohe Bildqualität nach den Canon L-Objektiven.

Canon RF L Objektive Brennweite "L"-Serie
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RF 15-35mm F2.8L IS USM 15-35 mm L 09/2019 2.499,- RF 15-35mm F2.8 L
RF 24-70mm F2.8L IS USM 24-70 mm L 09/2019 2.499,- RF 24-70mm F2.8 L
RF 28-70mm F2L USM 28-70 mm L 12/2018 3.249,- RF 28-70mm F2
RF 50mm F1.2L USM 50 mm L 10/2018 2.499,- RF 50mm F1.2 L
RF 85MM F1.2L USM 85 mm L 12/2019 2.999,- RF 85MM F1.2 L
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RF 24-105mm F4L IS UTM 24-105 mm L 09/2018 1.149,- RF 24-105mm F4 L
RF 70-200mm F2.8L IS USM 70-200 mm L 12/2019 2.849,- RF 70-200mm F2.8 L
RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM 100-500 mm L 09/2020 3.020,87 RF100-500mm F4.5-7.1 L
Extender RF 1.4x 07/2020 583,90 Extender RF 1.4x
Extender RF 2.0x 07/2020 730,12 Extender RF 2.0x

Beim Test finden sich interessante Merkmale:

Test 70mm an der Canon EOS R5

Links jeweils die Fotos des Testchart mit dem EF-Objektiv, rechts mit RF-Objektiv:

Test Canon EOS R5 mit EF 70-200mm f2.8 bei 70mmTest Canon EOS R5 mit RF 70-200mm f2.8 bei 70mm
Test Canon EOS R5 mit EF 70-200mm f2.8 bei 70mmTest Canon EOS R5 mit RF 70-200mm f2.8 bei 70mm
Test Canon EOS R5 mit EF 70-200mm f2.8 bei 70mmTest Canon EOS R5 mit RF 70-200mm f2.8 bei 70mm

Das EF liegt in der Mitte des Testchart sehr vergleichbar dem RF. Beide sind fast identische scharf. Zum Rand des Testchart jedoch ist das EF 70-200mm F/2.8 überraschend etwas schärfer als das RF 70-200mm F2.8L.

Test 200mm an der Canon EOS R5

Test Canon EOS R5 mit EF 70-200mm f2.8 bei 200mmTest Canon EOS R5 mit RF 70-200mm f2.8 bei 200mm
Test Canon EOS R5 mit EF 70-200mm f2.8 bei 200mmTest Canon EOS R5 mit RF 70-200mm f2.8 bei 200mm
Test Canon EOS R5 mit EF 70-200mm f2.8 bei 200mmTest Canon EOS R5 mit RF 70-200mm f2.8 bei 200mm

Die Brennweite 200mm ist im Testchart etwas eindeutiger. Hier zeichnet das EF 70-200mm F/2.8 an der R5 in der Mitte schlechter ab, als das RF 70-200mm F2.8L. Zum Rand hin ist ein deutlicher Vorteil für das RF-Zoomobjektiv zu sehen. Beide Objektive zeigen an der EOS R5 zum Rand hin chromatische Aberationen, die sich aber mit der Bildbearbeitung beseitigen lassen.

Sind EF-Objektive an den EOS-R-Kameras schlechter?

Können wir Fotografen hieraus etwas ableiten für die Qualität der EF-Objektive an der neuen EOS R5? Nicht wirklich. Dazu hätte ich mehr EF-RF-Objektive testen müssen, die ich leider nicht zur Verfügung habe. Die Zeit wird zeigen, wie gut der Adapter mit den älteren EF-Objektiven wirklich funktioniert. Interessiert haben mich außerdem zwei der besten Canon-Objektive an der neuen spiegellosen EOS R5 DSLM:

  • Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM
  • Canon TS-E 90mm f/2.8

Dazu habe ich die Canon EOS 5DsR gegen die EOS R5 antreten lassen. Der Testbericht folgt in Kürze. Ebenso habe ich den IBIS mit OIS getestet, das Gewicht der Kameras verglichen und es folgt ein ausführlicher Test zur Canon R5.

Meinung: EOS R5 Kaufen?

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Test EOS R5 mit EF-Objektiven versus RF-Objektiven

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Über den Autor

Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

12 Kommentare

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  • Hallo Peter,
    Auffällig ist die starke tonnenförmige Verzeichnung des R Objektives bei kurzer Brennweite die sich zur langen Brennweite nach kissenförmig ändert. Die Verzeichnung ist so stark, dass es für ein so teures Objektiv nicht hinnehmbar ist. So etwas wird doch heutzutage in der Kamera ausgeglichen oder spätestens in Lightroom. So hat man Schwierigkeiten einen geraden Horizont bei Landschaftsaufnahmen zu erhalten. Schreibt den Canon kein automatisches Korrekturprofil in die Rawdatei? Ich dachte, dass heutzutage alle Hersteller diese Fehler bei nativen Objektiven schon in der Kamera korrigieren.

    • Hallo Andreas, die interne Korrektur hatte ich nicht eingeschaltet. Interessanter Weise ist sie im Auslieferungszustand ausgeschaltet. Das ist aber bei der R5 allgemein so. Du musst erst ganz viele Dinge aktivieren. Warum weiß ich leider nicht. Aber ich finde für den Test ist das ok, die Objektive im natürlichen Zustand zu sehen, oder?
      Herzlich, Peter

      • Hallo Peter,
        das sehe ich nicht so. Wenn man sieht wie Panasonic und Sony in die Dateien von nativen Objektiven eingreifen, muss man das Canon auch zuwilligen. Der erste Eingriff folgt ja schon am Analog (Licht) Digitalwandler. Dazu kommen interne Korrekturen in der Kamera und dann wird für die verbleibenden Korrekturen ein Profil in die Rawdatei geschrieben, das von LR ausgelesen und automatisch angewendet wird. Nostalgiker mag das irritieren aber letztendlich zählt das, was hinten rauskommt.
        Irritierend ist es auf jeden Fall, weil durch die elektronischen Korrekturen, die Objektive nicht mehr voll auskorrigiert werden müssen, weil die Elektronik alles glattbügelt. Die Objektive werden dadurch preiswerter in der Herstellung und können teurer verkauft werden. Zudem entscheiden die Kamerahersteller welche Objektive in den Genuss einer Korrektur kommen und welche nicht. Diese Technologie können wir nicht stoppen, deshalb bin ich der Meinung, dass immer mit der kamerainternen Korrektur getestet werden sollte. So kann man sich eine objektive Meinung bilden.
        Wenn Canon diese internen Korrekturen nicht automatisch aktiviert haben sie vielleicht etwas zu verbergen oder sind Softwaretechnisch noch nicht soweit wie Panasonic und Sony. Versteh mich nicht falsch, ich bin nicht der Pixelpeeper oder Fanboy aber ein Bild muss ok sein, ohne dass ich selbst grossartig in solche Dinge wie CAs und Verzeichnung eingreifen muss, vor allen Dingen nicht wenn solche Preise aufgerufen werden.

        Die R5 mit dem 2.8 70-200 R kostet fast 7000 Euro. Wenn da kein Fortschritt zu sehen ist, sondern eher ein Rückschritt fühlt man sich irgendwie verarscht vom Hersteller.

        Liebe Grüsse
        Andreas

  • Hallo Peter Roskothen,

    Ich gehe davon aus, dass durch die Anpassung der RF-Objektive an der EOS R Serie die Bildqualität der RF-Objektive etwas besser sein würde. Mit den Ergebnissen des EF 70-200mm F/2,8 L IS II USM, welches ich seit vielen Jahren besitze und mit dem ich oft als Event- und Pressefotograf arbeite, bin ich sehr zufrieden. Mich würde interessieren, wie das Verhältnis der Autofokus-Geschwindigkeit und Trefferquote beim RF vs. EF mit Adapter aussieht? Ich besitze noch eine EOS 5D IV mit einigen L Objektobjektiven. Aber ich bin vor etwa einem Jahr auf die Fuji XT und GFX Serie umgestiegen und bin damit auch sehr zufrieden. Für Veranstaltungen bei schlechten Lichtverhältnissen bevorzuge ich immer noch die Canon FF-Kamera. Die Fuji GFX funktioniert sehr gut bei schlechten Lichtverhältnissen und macht ausgezeichnete Bilder, aber leider gibt es immer noch kein geeigneten Zoom-Objekt wie das 70-200mmm oder äquivalent. Die Fuji XT3 ist immer dabei und macht einen echt guten Job und viel Spass aber leider nicht immer ausreichend bei schlechten Lichtverhältnissen. Ich bin gespannt auf das neue Newsletter. Vielen Dank

    • Hallo Alan,

      leider habe ich das EF nicht mehr in meiner Hand. Daher kann ich das nicht sagen. Aus der Erinnerung heraus habe ich keinen Unterschied gefunden, was die Geschwindigkeit angeht. Die ISO der R5 würde Ihnen gut gefallen.
      Mit dem GF 100-200mm müssten Sie doch eine gute Reportagelinse für die GFX haben?

      Herzlich,
      Ihr Peter

  • Nur kurz zu den diversen Kamerainternen Korrekturen:

    Ganz so einfach ist das nicht. Es gibt wohl bei den verschiedenen Korrekturbereichen kollidierende Zielkonflikte.

    Wenn ich mich recht erinnere , so kollidieren bspw die Korrektur von CAs und Verzeichnung miteinander.

    Auch die digitale Korrektur hat wohl gewisse Grenzen.

    Fazit:
    Wohl dem, der erst einmal optiken höchster Güte entwickeln kann und dann eben nur digitale Korrekturen benötigt, welche auch ohne sichtbare Zielkonflikte zusätzlich im fine-tuning top- Qualität ermöglichen.

  • Das hier oben sind Informationen, die ich so bis jetzt noch nirgends gefunden habe, die für mich als potentiellen „Umsteiger“ aber essentiell sind.
    Vielen Dank daher für Ihre fachkundige Aufklärung!

  • Hallo,
    für den Vergleich der optischen Qualität hätte man anstatt des älteren EF 70-200 Mark II das Mark III verwenden müssen. Das RF ist ja auch nach dem neusten technischen Stand gefertigt und nicht wie das Mark II bereits viele Jahre auf dem Markt.

    Interessant, wusste bisher noch nicht das das RF eine Luftpumpe ist.

  • Danke für den Vergleich. Ich denke, dass für viele Umsteiger ein anderer Vergleich interessant wäre – was nehmen sich die sog. Kit-Objektive EF 24-105 4.0 IS USM vs. RF 24-105 4.0 IS USM.
    Man hört hier und da, dass die RF Variante besser sein sollte. Fundierte Vergleiche findet man aber kaum.
    Für viele Käufer ist die Kit-Variante, die “normale” Kombination die man zum Start nimmt. Kann man so einen Vergleich der EF/RF Objektive hier erwarten?
    Gruß

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