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Test Canon EOS R5 Vollformat DSLM

Der *fotowissen Test Canon EOS R5 Vollformat-DSLM untersucht die Fotografie mit der hohen Auflösung von 45 Megapixeln, Tierautofokus, bis zu 20 Bildern pro Sekunde und 8K-Video. Ich teste die Handhabung, den IBIS, die Besonderheiten, das Verbesserungspotential und die Qualität der Bilder. Ist die Canon EOS R5 tatsächlich der Überflieger unter den spiegellosen Canon Systemkameras? Oder verspricht uns Fotoamateuren und Profis Canon zu viel? Warum verkauft sich die Kamera wie warme Semmeln? Großer EOS R5 Test inklusive 33 Minuten Video:

Test Canon EOS R5 DSLM

Canon EOS R5 Test – Spiegellose Vollformatkamera DSLM

Profi-Verarbeitung der EOS R5.

Sehr gute Bildqualität und Funktionen.

Die Spiegellose muss stark programmiert werden, bevor sie vollständig in unseren Arbeitsablauf passt.

Test Canon EOS R5 Vollformat DSLM

Die neue Canon EOS R5 wurde nur ganz wenigen Fotografen pünktlich ausgeliefert, als sie Ende Juli 2020 auf den Markt kam. Viele Fotografen haben die hochauflösenden DSLM vorbestellt und warten seitdem auf die Lieferung. In der Zwischenzeit fragen sich Canon-Fans, ob die Kamera wirklich hält, was sie verspricht. Die Befürchtungen[ppw id=”266992220″ description=”Voller Beitrag” price=”1,50″]zur Überhitzung spielen in diesem Bericht keine Rolle, da ich die EOS R5 als Kamera zum Fotografieren nutzen würde. Ich finde die Diskussion zur Überhitzung überflüssig. Was mich an der EOS R5 interessiert sind die wichtigen Fakten für Fotografen, die in folgenden Anwendungen arbeiten:

  • Portrait
  • Landschaft
  • Makro
  • Sport, Action, Wildlife
  • Straßenfotografie
  • Reportage
  • Architektur
  • Studio
  • Kunst

Langzeitbelichtung mit Canon EOS R5

Langzeitbelichtung Canon EOS R5 Test

Test Handhabung Canon EOS R5

Die kleine neue Canon EOS R5 Vollformat-DSLM ist überraschend leicht und kompakt. Sie wiegt angenehm weniger als eine Canon 5D-Spiegelreflexkamera und ist selbst mit den neuen RF-Objektiven wesentlich leichter, als die Canon-Vollformat-Spiegelfraktion. Das macht sie zu einem mächtigen Werkzeug in den oben genannte Fotogenren.

Die EOS R5 eignet sich für alle Fotogenre. Damit wird sie zu einer eierlegenden Wollmilchsau. Kann die Kamera wirklich alles, oder ist sie nur ein guter Kompromiss für diese Fotogenre? Ich kläre diese Frage etwas später im Artikel.

Die Kamera liegt wegen des ausgeformten Handgriffs und dem Daumenballen auf der Rückseite sehr gut in der Hand. Sie ist leicht und voller programmierbarer Knöpfe, mit deren Hilfe wir uns das Arbeiten so angenehm wie möglich machen. Lediglich der Video-Aufnahmeknopf vorne in der Nähe des Auslösers ist schneller gedrückt als uns lieb ist.

Drücken wir den Knopf in der Mitte vom Modus-Wahlrad, so wählen wir mit dem umliegenden Wahlrad den Modus (M, Av, Tv, P, C1, C2, C3,…). Beim Test des elektronischen Modus-Wahlrades wurde mir nie klar, in welche Richtung ich drehen muss, um von Av in M, Tv oder andere Programmmodi zu gelangen. Das liegt wohl schlicht daran, dass es von Canon falsch herum programmiert ist. Hervorragend sind die drei frei belegbaren Custom-Modi C1, C2 und C3, mit deren Hilfe wir schnell von Portrait in den Sportmodus gelangen.

Die Custom-Modi C1, C2 und C3 der EOS R5 sind im Vergleich zu Fujifilm-Kameras eine unglaubliche Bereicherung.

Drehen wir ohne den Knopf zu drücken an dem Wahlrad, so können wir eine der folgenden programmierbaren Funktionen damit bedienen:

  • ISO
  • Tv
  • Av
  • +- (Belichtungskorrektur)
  • AF-Feld
  • AF-Methode
  • Bildstile
  • WB
  • Farbtemperatur
  • Ausgeschaltet

Da ich selbst sehr gerne in M mit Auto-ISO fotografiere, hatte ich das vordere Drehrad am Auslöser mit der Blende, das obere Wahlrad auf der Schulter hinten, mit der Verschlusszeit und das hintere große Wahlrad (mit dem Set-Button in der Mitte) mit der Belichtungskorrektur belegt.

Gute Nachrichten, endlich können auch Canon-Kameras in M mit Auto-ISO noch eine Belichtungskorrektur.

Wir Canon-Fotografen gewöhnen uns schnell an die etwas andere R5-Bedienung im Vergleich zu einer 5D, 5D Mark II, 5D Mark III, 5D Mark IV oder 5DsR. Insbesondere der Joystick und das rückwärtige Wahlrad sind mächtige Canon Vorzüge.

*fotowissen Test Canon EOS R5 Vollformat DSLM

Display Canon EOS R5 DSLM

Das große rückwärtige Touchdisplay lässt sich ausklappen und rotieren. Damit wird endlich eine Canon-5er-Kamera praxistauglich und kann uns Fotografen in allen Perspektiven unterstützen. Selbst die Menüführung funktioniert einfach per Druck. Das Display ist hochempfindlich für den Finger und reagiert ausgezeichnet. Es könnte das beste Display von Canon sein.

Das OLED-Display auf der rechten Schulter der Spiegellosen ist relativ klein und lässt sich mit einem Tastendruck von weißer Schrift auf schwarzem Untergrund in das Gegenteil umschalten. Auch verschiedene Anzeigemodi stehen zur Verfügung. Es lässt sich trotz der kleinen Ausführung gut ablesen. Das Schulterdisplay ist wertvoll für alle fotografischen Anwendungen. Ich habe es oft genutzt, um die Einstellungen zu kontrollieren.

Sucher EOS R5 DSLM

Der elektronische Sucher überzeugt mich in jeder Durchsicht. Der Sucher zeigt uns das Motiv glasklar, wie durch den optischen Sucher eine Canon-Spiegelreflexkamera, jedoch mit allen Vorteilen der spiegellosen Technik. Sie sehen die Belichtung des fertigen Bildes, die wichtigen Informationen zu der Belichtung, eine 3D-Wasserwaage, die Wirkung von Filmsimulationen, das Peaking für den Fokus, verschiedene Bildformate (Vollformat 3:2, 1,6 facher Ausschnitt, 4:3, 1:1, 16:9).

Der Sucher der EOS R5 ist für mich, was die Bildqualität angeht, nicht mehr von einem optischen Sucher zu unterscheiden. Es ist einer der besten Sucher spiegelloser Kameras.

Sehr unverständlich ist für mich im Vergleich der Canon EOS R5 mit den Fujifilm-Kameras, warum die Schärfentiefe nur auf Knopfdruck im Sucher sichtbar wird. Es kommt der Verdacht auf, dass Canon den Autofokus bei geschlossenen Blenden nicht beherrscht. In jedem Falle ist mir diese Tatsache im Vergleich zu dem Komfort der Fujifilm aufgefallen. Der Knopf vorne unten am Bajonett (Schärfentiefe-Prüftaste) ist überdies schwer zu finden.

Tipp: Programmieren Sie einen anderen Knopf als den unten am Bajonett für die Prüfung der Schärfentiefe.

Verschluss EOS R5 DSLM

Der mechanische Verschluss der Canon EOS R5 ist butterweich und leise. Er wird bei der Hochzeitsfotografie oder der Wildlifefotografie kaum stören. Die Kamera kann überdies in den lautlosen elektronischen Verschluss umgestellt werden. Auch ein erster elektronischer und abschließender mechanischer Verschluss ist möglich (sehr gut für lange Belichtungszeiten).

Besonders gut hat mir die Idee gefallen, dass die Canon EOS R5 Vollformat-DSLM im ausgeschalteten Zustand den Verschluss vor dem Sensor schließt, um den Sensor zu schützen. Das kann schnell das Leben des Sensors retten, falls wir die Kamera ohne Objektivdeckel in die Richtung der Sonne auf den Tisch legen. Überdies schützt der Verschluss beim Objektivwechsel den Sensor vor Staub.

Der Test Canon EOS R5 Vollformat DSLM ergab keine Staubprobleme auf dem Sensor. Der Sensor zeigte zu keinem Zeitpunkt Anfälligkeiten wie die Sony Alpha-Reihe, die den Staub quasi magisch anzuziehen scheint.

Menü Canon EOS R5 - Verschluss

Menü Verschluss

Test Canon EOS R5 Vollformat DSLM

Im ausgeschalteten Zustand ist der Verschluss der EOS R5 geschlossen.

Test Autofokus Canon EOS R5

Der Autofokus der Canon EOS R5 kann ein bisschen zaubern. Für Wildlifefotografen erkennt der Autofokus (kurz “AF”) Vögel, für andere Tierfotografen auch Katzen und Hunde. Dabei können wir im Menü der spiegellosen Vollformatkamera eine Priorität auf die Gesichter von Tieren oder Menschen legen. Wenn wir ein Hundeshooting haben, rückt dabei das Frauchen oder Herrchen in den Hintergrund und die Kamera konzentriert sich auf den Hund. Das funktioniert bei Hunden, die zum Beispiel auf uns Fotografen zu rennen sehr gut. Auch im Wildlifebereich ist die Kamera durch die Tiererkennung ein Highlight. Es hat mich erstaunt, wie gut der Autofokus der EOS R5 auch bei einiger Distanz zum Vogel (200mm Brennweite), das Auge einer flinken Meise findet.

Menü Canon EOS R5 – Priorität Autofokus

Erkennung von Menschen oder Tieren – Im Menü vergeben Sie die Priorität.

 

Wildlifefotografen brauchen die Canon EOS R5 unbedingt. Die Tieraugenerkennung ist eine Sensation!

Der Autofokus der EOS funktioniert tadellos, kann aber bei Gegenlicht oder anderen schwierigen Lichtverhältnissen, wie auch der AF anderer Kameras, nicht zaubern. Auch bei einer enormen Geschwindigkeit eines tollenden Hundes ist der Autofokus überfordert. Trotzdem ist die Canon-Entwicklung eine kleine Sensation.

Bildqualität Canon EOS R5

Vor allem in hohen ISO-Bereichen ist die Canon EOS R5 eine Sensation. Der japanische Hersteller schafft es seine eigenen Sensoren um Längen zu verbessern. Die hohen ISO-Bereiche stören nicht im Mindesten, sondern unterstützen uns Fotografen perfekt. Die Auflösung von 45 Megapixeln reicht für große Poster (Wie viel Megapixel brauche ich?).

Die Bildqualität ist sehr gut, reicht aber nicht ganz an die EOS 5DsR heran. Das kann an dem fehlenden Tiefpassfilter der 5DsR liegen. Der Tiefpassfilter der R5 vermeidet aber die Moirébildung erfolgreich.

Die EOS R5 ist ein kleines ISO-Wunder. Die Bildqualität der Vollformatkamera ist hervorragend.

Foto EOS R5 mit RF 70-200mm F/2.8 L IS USM

Foto mit R5 und RF 70-200mm F/2.8 L IS USM bei ISO 1.250

Foto Canon EOS R5 - Vogel mit RF 70-200 und Augenerkennung bei ISO 5000Foto Canon EOS R5 - Vogel mit RF 70-200 und Augenerkennung bei ISO 5000

Links das originale Bild vom Vogel im Baum, rechts ein kleiner Ausschnitt des Bildes bei ISO 5000. Bild als JPG ohne Bearbeitung (nur Daten und Copyright), direkt aus der Canon EOS R5! Keine Frage: Normaler Weise würde ich gerne eine größere Brennweite nutzen, hatte aber kein RF-Brennweite zur Verfügung. Genau deshalb ist das Foto so gut, um die ISO und das Federkleid bei dieser ISO zu zeigen.

Testbilder EOS R5

IBIS und OIS

Der IBIS und OIS der EOS R5 arbeiten zusammen. Auf diese Art möchte Canon bis zu 8 EV längere Belichtungszeiten erreichen. In einem eigenen Bericht erkläre ich Ihnen, ob das funktioniert. Wer sich fragt, ob die R5 das Pixel-Shifting beherrscht, wird derzeit enttäuscht. Es sind keine hochauflösenden Fotos mit bis zu 200 Megapixeln per Pixel-Shifting möglich. Ob Canon diese Funktion mit einem künftigen Firmware-Update bringt, weiß nur Canon selbst.

Fokus-Bracketing

Das Fokus-Bracketing ist nicht mit einer intelligenten Start- und Endfunktion ausgestattet. Sie können nicht den Anfangsschärfepunkt und Endschärfepunkt definieren, um der Kamera anschließend die Berechnung und automatische Ausführung zu übertragen. Sie können aber die Aufnahmeanzahl und Schrittweite anpassen. Das reicht in den meisten Fällen aus. Das fertige Foto wird nicht in der Kamera zusammengefügt. Sie benötigen noch eine Software wie Helicon Focus Pro. Schade dass uns von Canon bei dem Preis der Spiegellosen-Vollformat-Kamera keine intelligente Lösung angeboten wird.

Menüeinstellungen Fokus-Bracketing EOS R5

Memoaufnahmen (Audionotizen)

Die EOS R5 biete eine Funktion für Memoaufnahmen von bis zu 30 Sekunden. Entwickelt wurde die Audioaufnahme für schnelle gesprochene Notizen, die man sich zum Foto nachträglich machen möchte. Wir Fotografen können uns auf diese Art leicht merken, dass wir mit einem Polfilter fotografierten oder wer den Pass zum Torschuss gab. Auf der Speicherkarte wird zusätzlich zur Bild-Datei eine Audio-Datei abgelegt, die wir in Adobe Lightroom abspielen können.

Schon in der preiswerten Fujifilm X-T2 wurde diese Funktion per Firmwareupdate angeboten, die bei Canon immer den Topmodellen vorbehalten war. Es wurde höchste Zeit, dass Canon diese wichtige Profi-Funktionen in die R5 einbaute.

Menü Canon EOS R5 – Audio-Memofunktion

Audio-Memofunktion

Video Canon EOS R5 Test

Der Video zum *fotowissen Canon EOS R5 Test zeigt noch mal den Autofokus in Aktion, alle Details, die Handhaltung und vieles mehr. Auch ein Fazit zur Kamera ist enthalten:

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Kritik und Fazit Canon EOS R5 Vollformat-DSLM

Die EOS R5 ist eine Profi-Kamera, die sich durch eine sehr gute Verarbeitungsqualität, ISO-Tauglichkeit, hohe Auflösung und Schärfe, schnelle Bildsequenzen (Sport, Action, Wildlife, Tiere) auszeichnet. Beim *fotowissen Test der Canon EOS R5 Vollformat-DSLM konnte ich gar nicht auf alle Funktionen eingehen, die sich in dem kompakten und handlichen Gehäuse verbergen. Es sind viele Menüeinstellungen und Tastenprogrammierungen möglich, um die Kamera genau auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Jedenfalls glänzt die R5 tatsächlich in allen Fotogenren.

Die Canon EOS R5 Vollformat-DSLM ist eine Profi-Kamera mit tollen Eigenschaften und mit kleinem Verbesserungspotential.

Die Canon EOS R und EOS RP aus dem Jahr 2018 waren keine professionellen Kameras, denn es fehlte ihnen der Schliff und viele technische Funktionen, die ein Profi benötigt. Vor allem waren diese Kameras verdammt langsam. Mir kam die getestete EOS RP vor, wie ein Dinosaurier mit hochmodernem Innenleben. Canon ließ die Kameras R und RP einfach nicht schnell genug werden. Wenn man abdrückte war das, als wollte man mich beim Fotografieren behindern.

Die R5 ist wirklich professionell.

Die Canon EOS R5  Vollformat DSLM stellt sich im Test als die erste professionelle und hochmoderne Canon-Kamera heraus. Sie reagiert sofort, macht was sie soll und ich hatte nie das Gefühl, dass ich ausgebremst werde. Endlich hat Canon das im Griff. Ich bin dafür dankbar, nicht weil ich wieder mit Canon fotografieren möchte, sondern weil so viele Fotografen mit dieser Kamera glücklich werden. Kommen wir zum Verbesserungspotential:

Fehler der EOS R5

Einige Fehler der R5 stellen die Frage auf, warum Canon sie begeht. Offenbar ist auch die Canon EOS R5 mit heißer Nadel gestrickt, damit nicht noch die letzten Canon-Fans nach fünf Jahren des Wartens abspringen. Große Fehler wurden bei der R5 aber nicht gemacht. Dennoch gibt es Verbesserungspotential, welches ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Ich denke es gehört zu meinen journalistischen Aufgaben, auch die Fehler und das Verbesserungspotential zu nennen, anders als es die vielen Hochglanzmagazine und unkritischen YouTuber tun (die meisten schauspielern sich nämlich einen zusammen, um die Werbe-Anzeigen von Canon nicht zu verlieren):

Kartenslot

Der doppelte Kartenslot der EOS R5 ist nicht zufriedenstellend gelöst. Hätte Canon wie Sony an der A7s Mark III die Wahl zwischen SD-Karten und CFexpress-Karten gelassen, wäre ein Schuh daraus geworden. So sind wir Fotografen für die Sicherheit unserer Bilder (Backup) auf die UHS II SD-Karten, sowie die teuren CFexpress-Karten und auf ein neues Kartenlesegerät angewiesen. Für Videographen lässt sich mit den verschiedenen Kartensystemen kein Backup erstellen.

Kartenslot der EOS R5

Mit der CFexpress-Karte wird die Anschaffung der sowieso nicht günstigen Canon EOS R5 Vollformat-DSLM noch teurer.

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  • ★ Breite Kompatibilität --- Unterstützt Speicherkarten, wie die XQD-Karte (G/M-Serie USB Mark XQD-Speicherkarten, Lexar 2933x/1400x USB Mark XQD-Speicherkarten), sowie SD-Karten (SDXC / SDHC / SD / Extreme III III SD / Ultra II SD / MMC). Unterstützt für Windows XP / Vista / 7/8 / 8.1 / 10, Mac OS, Linux, Chrome OS usw.

3D-Wasserwaage

Die 3D-Wasserwaage ist schwer abzulesen. Der Unterschied zwischen der roten Farbe (Ausrichtung noch nicht korrekt) und grünen Farbe (korrekter Winkel) ist je nach Motiv vor der Kamera schwer zu erkennen. Wer viel Architektur mit den TS-E-Objektiven fotografiert, der wird damit enttäuscht. Ich hatte meine liebe Not mit der 3D-Wasserwaage.

Auto-ISO

Es fehlt eine intelligente Auto-ISO, die wir in drei verschiedenen Weisen auswählen können. Das ist für Fujifilm selbstverständlich, nicht aber für Canon. Die Zuschaltung und Abschaltung der Auto-ISO in der R5 ist eine Quälerei und sollte von Canon mit einem Firmware-Update überholt werden.

Schärfeanzeige und Hperfokale

Eine hilfreiche Schärfeanzeige in Metern, sowohl im Sucher, als auf dem Klapp-Display lässt sich ausschließlich mit RF-Objektiven ablesen. Es fehlt eine Hyperfokalanzeige, auf die Fujifilm ein Patent zu haben scheint. Die Einstellung der Hyperfokalen ist für Landschaftsfotografen ein Muss und spricht für die Fujifilm-GFX-Serie und Fujifilm-X-Serie.

Fujifilm Hyperfokaldistanz für perfekte Schärfe

Fujifilm Hyperfokaldistanz für super scharfe Landschaftsfotos.

Überhitzung EOS R5

Die Überhitzung der EOS R5 spielt für mich als Fotografen keine Rolle. Das Filmen in 8K ist eine schöne Lösung für Sport, Action oder andere Gelegenheiten. Ich selbst habe einige Minuten ohne Probleme das Spielen einer Gitarre in 8K gefilmt. Aus den riesigen (!) Datenmengen können wir uns später ein einzelnes Bild in einer Auflösung von 35 Megapixeln aussuchen und verwenden. Die 8K-Lösung wird sicher immer wieder eine gute Anwendung finden. Das Filmen in 8K ist eine tolle Idee. Dass sich die Canon R5 wegen der Hitzeprobleme nicht für das professionelle Videofilmen prädestiniert ist klar. Aber ich denke dazu wurde sie nicht entworfen. Es gibt im Canon-Portfolio viele professionelle Videokamera-Lösungen, die das Filmen in hoher Auflösung ohne Hitzeprobleme erledigen. Für mich als Fotografen spielt das Erwärmen keine Rolle und ich habe es nie bis zum Shutdown geschafft. Dazu ist die Kamera mir auch zu schwer. Sie wird beim freihändigen Filmen in den Händen wie eine tonnenschwere Last. Freihändig halte ich kaum mehr als zwei Minuten aus.

Wer filmen möchte, der ist mit einer Panasonic-Kamera sicher immer noch besser bedient. Ansonsten empfiehlt sich das gekühlte Filmen mit der R5 in der Arktis (freies Zitat Herr Mond).

Fakten: Ein 8K-Video in einer Länge von 1:23 Minuten, hat eine Größe von 4,91 GB. Das sind pro Minute etwa 4 Gigabyte. Nehmen wir an wir filmen 15 Minuten, dann erhalten wir etwa 60 GB Daten. Ein einzelnes JPG-Bild aus diesem Video hat eine Größe von etwa 8.5 MB und bietet etwas mehr als 35 Megapixel.

Menü Canon EOS R5

Das Menü der Canon EOS R5 ist genauso komplex, wie das einer Fujifilm, Panasonic oder Nikon-Kamera. Ich bin das Menü seit Jahrzehnten gewohnt und musste dennoch bei der R5 immer wieder suchen und frustriert Zeit opfern. Das MyMenü und die Hilfefunktion sind gut überlegt. Mit der Hilfefunktion können wir auf das gewohnt miserable Handbuch verzichten. Bevor ich mich an das mächtige Menü jedoch gewöhnte, musste ich die Kamera nach dem Test bereits wieder zurück senden.

Viele wichtige Funktionen sind ab Werk ausgeschaltet. Das betrifft zum Beispiel die kamerainterne Korrektur der Objektive. Sie müssen als stolzer Besitzer zunächst viele Funktionen im Menü einschalten, bevor Sie in den Genuss aller wichtigen Unterstützungen gelangen.

Tipp: Suchen Sie im Menü einmal den Verschlussmechanismus. Das kann wertvolle Zeit kosten. Legen Sie sich die Wahl des Verschlusses ins MyMenü.

Die Programmierung der Tasten nach unseren individuellen Wünschen ist zwar umfangreich, hat aber keine Möglichkeit den Verschlusstyp zu programmieren. Sie müssen den Verschlusstyp über das MyMenü wählen. Das sollte unbedingt mit dem nächsten Firmware-Update geändert werden.

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  • Leash und Cuff besitzen das gleiche Befestigungssystem. Das System besteht aus den Ankerschlaufen zum Festmachen an der Kamera und den Steckverschlüssen am Gurt bzw. an der Handschlaufe. Dadurch kann man den Gurt und die Handschlaufe schnell und einfach gegeneinander austauschen.
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R5-Quickmenü

Das R5-Quickmenü ist schwierig abzulesen. Zu dicht liegen die Icons aneinander und werden unübersichtlich. Beim Umschalten bestimmter Funktionen verwechsle ich immer wieder das hintere und vordere Wahlrad. Letzteres ist vermutlich nur eine Gewohnheitssache. Schade, dass ich das Quickmenü nicht programmieren kann (möglich z. B. bei Fuji). Ich würde verschiedene Funktionen wie die Bildqualität, die Belichtungsoptimierung, den Weißabgleich weglassen und den Verschlusstyp präferieren. Außerdem wäre es hilfreich, das Quickmenü mit einem schwarzen Hintergrund belegen zu können. Dann wäre es besser einzurichten. Warum sich Canon das nicht von dem wesentlich simpleren Fujifilm-Menü abgeguckt hat, ist mir schleierhaft.

Preis Canon EOS R5 Vollformat-DSLM

Der Preis der Canon EOS R5 ist mit dem UVP von € 4.385,58 zu hoch. Die Kamera dürfte in meinen Augen höchstens € 2.500,- bis 2.800,- kosten. Viel schlimmer noch ist das kleine native Objektivangebot, in dem sich keine preiswerten Festbrennweiten wie ein RF 50mm F/1.8 L oder ein RF 35mm F/2.0 L finden. Zu dem enormen Anschaffungspreis der Kamera gesellen sich überaus hochpreisige Objektive. So kommen wir auf folgende Anschaffungspreise:

  • Canon EOS R5 plus RF 24-105mm F4L IS UTM plus CFexpress 128GB – € 5783,55
  • Canon EOS R5, RF 24-105mm F/4, RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM, CFexpress 128GB – € 8.804,42
  • Canon EOS R5, RF 24-105mm F/4, RF 15-35mm F2.8L IS USM, RF 70-200mm F2.8L IS USM, CFexpress 128GB – € 10.653,-

Das ist zu viel Geld für diese Vollformat-Kamera. Canon sollte sich überlegen, ob sie nicht schleunigst eine Lösung für preiswertere Objektive anbietet, die trotzdem unserem Anspruch auf L-Qualität für hohe Auflösung nachkommt. In meinen Augen sind die Canon-Preise derzeit Apothekenpreise. Auf diese Art bleibt die EOS R5 Vollformat-Kamera den Profis und wohlbetuchten Amateurfotografen vorbehalten. Gleiches stimmt zwar auch für die Fujifilm-GFX-Kameras und -Objektive, aber da reden wir über Mittelformat mit bis zu 100 Megapixeln, die immer noch nicht auf einen Vollformatsensor passen wollen.

Einen Vergleich der Canon EOS R5 Vollformat-DSLM und der Fujifilm GFX 50S Mittelformat-DSLM finden Sie in Kürze bei *fotowissen (Newsletter Anmeldung).

Wer zwingt uns zum Kauf der EOS R5? Leider ist das Canon selbst. Die große Verbreitung der Canon-Kameras und -Objektive führt zu einem Canon-Entwicklungsstau der spiegellosen Technik. Viel zu lange hat der japanische Konzern die Entwicklung der zweifelsfrei besseren spiegellosen Technik verschlafen. Das äußert sich in dem sehr überschaubaren Angebot an L-Objektiven für die R5:

Canon RF L Objektive Brennweite "L"-Serie
Markt-Einführung UVP € Kaufen bei Amazon oder Calumetphoto
RF 15-35mm F2.8L IS USM 15-35 mm L 09/2019 2.499,- RF 15-35mm F2.8 L
RF 24-70mm F2.8L IS USM 24-70 mm L 09/2019 2.499,- RF 24-70mm F2.8 L
RF 28-70mm F2L USM 28-70 mm L 12/2018 3.249,- RF 28-70mm F2
RF 50mm F1.2L USM 50 mm L 10/2018 2.499,- RF 50mm F1.2 L
RF 85MM F1.2L USM 85 mm L 12/2019 2.999,- RF 85MM F1.2 L
RF 85MM F1.2L USM DS 85mm
(softes Bokeh)
L 12/2019 3.499,- RF 85MM F1.2 L USM DS
RF 24-105mm F4L IS UTM 24-105 mm L 09/2018 1.149,- RF 24-105mm F4 L
RF 70-200mm F2.8L IS USM 70-200 mm L 12/2019 2.849,- RF 70-200mm F2.8 L
RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM 100-500 mm L 09/2020 3.020,87 RF100-500mm F4.5-7.1 L
Extender RF 1.4x 07/2020 583,90 Extender RF 1.4x
Extender RF 2.0x 07/2020 730,12 Extender RF 2.0x

Nur die L-Objektive sollten wir für die bestmögliche Bildqualität an die 45 Megapixel-Kamera ansetzen. Im Moment fehlen noch viele RF-L-Festbrennweiten wie ein 50mm, 35mm, 20mm oder 100mm-Makroobjektiv.

Canon ist endlich auf dem richtigen Weg. Die EOS R5 ist eine sehr wertvolle Allround-Kamera mit vielen guten Eigenschaften. Die Bildqualität, hochwertige Verarbeitung, gewohnte Bedienung, gute Handhaltung, der innovative Autofokus und 8K-Video, der gute Sucher, das überfällige Klappdisplay für Profis und das geringe Gewicht der R-Kamera mit den RF-Objektiven ist ein überzeugender Kaufgrund.

Gold Award *fotowissenKlare *fotowissen-Kaufempfehlung Canon EOS R5 DSLM. Die EOS R5 gehört zu den besten Kameras des Jahres 2020.

Überlegungen zum Kauf der EOS R5

Wenn Sie die Canon EOS R5 kaufen möchten, dann empfehle ich Ihnen einen sehr schnellen Computer der neuesten Generation. Die 45 Megapixel-Auflösung fordert ihren Tribut an die Weiterverarbeitung. Das ist keine Kleinigkeit, die wir Fotografie übersehen können. Zu den hohen Anschaffungskosten der spiegellosen Kamera gesellen sich Kosten für eine anständige Notebook- oder Desktop-Lösung. Sie sollten auch eine kalibrierten Monitor mit 24 Zoll oder 27 Zoll besitzen, um die Schärfe der Bilder in voller Größe genießen zu können.

Der beste Monitor für Fotografen >>

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Der Umstieg auf Canon R-Kameras

Wenn Sie bislang mit Canon Spiegelreflexkameras fotografierten, werden Sie Ihre EF-L-Objektive mit einem Adapter weiter an der EOS R5 nutzen können. Sie ersetzen damit nicht die höchste Qualität der RF-Objektive, deshalb bereiten Sie sich bereits heute auf den EF-RF-Wechsel vor. Ihre Spiegelreflexkamera können Sie besser sofort verkaufen. Aus meiner Erfahrung werden Sie diese nie wieder in die Hände nehmen, wenn Sie einmal mit Ihrer EOS R5 fotografierten.

Tipps für den Markenwechsel zu Canon EOS R5 >>

Test EF-Objektive versus RF-Objektiv an der R5 >>

Helicon Focus Pro – Fokus-Stacking in der Makrofotografie >>

Die besten Speicherkarten (SD und CFexpress) >>

Fremdobjektive an der EOS R5

Normalobjektiv Tamron SP 45mm F/1.8 Di VC USD

Ich habe zwei Fremdobjektive von Tamron an der R5 gestestet. Das Tamron SP 150-600mm F/5-6.3 Di VC USD Teleobjektiv war leider nicht auf dem neuesten Update-Stand. Dazu kann ich leider nichts sagen. Was wirklich viel Spaß bereitete, war das Tamron SP45mm F/1.8 Di VC USD Canon. Damit gelingen wunderschöne Freisteller und es eignet sich sehr gut als Normalobjektiv an der Vollformatkamera.

Tamron SP45mm F/1.8 Di VC USD Canon Objektiv (67mm Filtergewinde, fest) schwarz bei Amazon
  • Überragende Auflösungsleistung, kristallklare, absolut scharfe Aufnahmen bei F/1.8 Offenblende
  • Offenblende F/1.8 eröffnet eine neue Welt voll kreativer Möglichkeiten zur Bildgestaltung
  • Modernstes Design und neueste Technologie, Bildwinkel: 51°21’-34°28’. Abbildungsmaßstab: 1:3.4

Die beste XQD CFexpress für EOS R5

Die wohl beste XQD CFexpress-Karte für die Canon EOS R5 ist die SONY Cfexpress Tough Memory Card oder die SanDisk Extreme PRO CFexpress-Karte Typ B. Beide Karten hier mit Link zu Amazon:

SONY Cfexpress Tough Memory Card >>

SanDisk Extreme PRO CFexpress-Karte Typ B >>

 

Das Video bei YouTube und der Canon EOS R5 Test waren etwa 80 Stunden Arbeit. Sie tun mir einen Gefallen, wenn Sie über die Links kaufen (sonst kann ich keine objektive Tests mehr bereitstellen) oder einen individuellen Fotokurs buchen. Vielen Dank, Ihr Peter!  

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – *fotowissen Test Canon EOS R5 Vollformat DSLM

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Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenIndividueller Canon Fotokurs

Möchten Sie gerne Ihre eigene Fotografie ausbauen, dazulernen und suchen einen besseren, individuellen Canon-Fotokurs? Ich schule Sie (auf Wunsch auch Sie mit Partner*in / Freund*in) Fotografie für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der individuelle Kurs schult Ihre Grundkenntnisse oder baut auf Ihren bestehenden Kenntnissen auf und wird genau auf Sie abgestimmt. Mehr noch: die Schulung macht großen Spaß und neben Theorie unternehmen wir auf Ihren Wunsch auch eine eigene Fotoexkursion:

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Test Canon EOS R5 DSLM

*fotowissen Canon EOS R5 Test

 

Dies ist eine Serie von Beiträgen - Canon EOS R5 - Lesen Sie die ganze Serie:

Schlagwörter:Canon DSLM EOS R5 Spiegellos Test

Über den Autor

Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

7 Kommentare

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  • Respekt,

    Dieser Artikel ist (wieder einmal) ein Musterbeispiel für ein objektives und hochprofessionelles Review, welches ausschließlich PRAXISRELEVANTE Aspekte beim FOTOGRAFIEREN präzise schildert.

    99% der üblichen „reviews“ anderer websites und youTuber sind eher unprofessionelles und unkritisches Wiederkäufen der hochglänzenden Marketingmappen – aber hier schreibt und redet Jemand, der als Profi seit Jahrzehnten Kameras als WERKZEUG benutzt.

    Nach dem Lesen dieses Artikels ist man wirklich sehr gut über Pros und Contras der Kamera informiert und hat soviel praxisrelevante Hinweise, daß man weiß, ob die R5 vom Preis und den Features für den eigenen Bedarf geeignet ist und kann im Fachhandel schnell und zielgerecht ausprobieren, ob die vielen genannten Punkte für einen selbst „passen“ oder nicht.
    Auch der für alle Besitzer der „alten“ L-Optiken aus der EF-Reihe ist ja bereits Dein aussagekräftiger Vergleich zwischen EF- und RF-Optiken an der R5 sehr, sehr relevant und hat gezeigt, daß man nicht sofort zwingend und unbedingt auf die RF-Optiken umsteigen muss, sondern sich viel Zeit lassen kann.

    Danke für den sehr aussagekräftigen Test!

    Übrigens beginnt Canon bereits, den überhöhten Preis zu senken: die erste Cashback-Aktion über 300€ läuft ja bereits.

    Ich bin mir ziemlich sicher, daß die derzeitige harte Konkurrenz zwischen Canon und Sony für die Kunden den Preis noch deutlich senken wird.

    Wer sich für das X-System von Fujifilm entschieden hat (wie auch ich), der ist froh, drastisch weniger Geld für eine ebenfalls sehr gute Kamera mit exzellenten Objektiven zahlen zu müssen, welche zwar nicht die enorme Auflösung der R5 und der GFX-Modelle aufweist, aber mit 24-26 MP immer noch mehr als ausreichend für engagierte Fotografen ausserhalb des absoluten Profibereichs ist – und extrem leicht und noch kompakter ist.

    Ich bin sehr gespannt, wie Fujifilm auf die R5 reagieren wird – ich tippe mal darauf, daß irgendwann auch Fujifilm die (für mich als überwiegend Landschaft fotografierenden Fotografen irrelevanten) Tieraugenerkennung implementieren wird und die Wettbewerbssituation als großen Ansporn nimmt.

    Danke für den hochinformativen Bericht!

    Gruß
    DWL

    • Hallo DWL,

      vielen Dank für Deinen geschätzten Kommentar. Ich stimme überein, dass es sich lohnt den Artikel zu lesen :-). Danke Dir!
      Was wir nicht 1:1 vergleichen können ist die Auflösung von X-System-Kameras mit anderen. Weil Fuji keinen Tiefpassfilter in den X-System-Kameras verbaut, ist die Auflösung viel besser als die einer anderen 26 MP-Kamera. Die Auflösung der 26 MP gleicht eher einer 34 MP-Kamera mit Bayer-Sensor. Ich weiß, dass Du das weißt, wollte nur die Info für unsere Leser ergänzen.

      Herzlich, Dein Peter

  • Ein sehr guter und ausgewogener Test. Trotzdem habe ich ein paar Anmerkungen. Da in dem Test häufig auf die Fuji-X Kameras Bezug genommen wird, möchte ich erwähnen das ich von Fuji zu Canon gewechselt bin. Ich werde dazu auch noch näher eingehen. Die Canon R5 ist meine erste Canon. Vorher habe ich mit Nikon, zuerst Analog und dann Digital D80, Df fotografiert.
    Die Beschreibung und Kritik an der Moduseinstellung verstehe ich nicht. Drehe ich das Wahlrad nach links springt der Modus ebenfalls nach links. Drehe ich nach rechts, springt der Modus um eine Position nach rechts. Genau so wie ich es erwarte.

    Es wird kritisiert, das Canon anscheinend nicht den Autofokus bei geschlossener Blende beherrscht. Nun, hier muss ich mal an ihre Kompetenz als Profifotograf zweifeln. Den exakten Fokus kann ich nur bei offener Blende präzise einstellen. Es ist im Übrigen einer der Gründe warum ich von Fuji auf Canon gewechselt bin. Autofokus kann Fuji nicht. Ich bin begeistert wie schnell und genau der Autofokus arbeitet, selbst unter extremen Bedingungen, wenig Licht, geringe Lichtstärke des Objektives. Besonders bei langen Brennweiten mit Blenden von 6,3 und kleiner. Hier versagt die Fuji auf ganzer Linie.

    Die Kritik an der Abblendtaste kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Meine Hand passt perfekt auf den Auslöser mit dem Zeigefinger, der Ringfinger auf der Abblendtaste und der Daunen auf dem Joystick. Besser gehr es nicht mit der Platzierung der Tasten. Im übrigen halte ich diese Funktion für überflüssig, liegt vielleicht auch daran das ich mit dem Messsucher groß geworden bin und mir den Schärfeverlauf schon gut vorstellen kann.

    Hyperfokalanzeige. Diese Anzeige bei Fuji zeigt irgendwas an, selten die richtigen Werte. Ebenfalls so ein Ding mit dem ich bei Fuji nichts anfangen konnte. Wenn ich Landschaften fotografiere habe ich Zeit und kann mit Fotopills oder einer Tabelle schnell die richtigen Werte ermitteln. Da verlass ich mich nicht auf eine nicht nachvollziehbare Anzeige in der Kamera.

    Die Wasserwaage geht für mich in Ordnung. Damit kann ich perfekt die Kamera ausrichten. Ist so ähnlich auch bei Nikon zu finden. Mit einer Rot-Grün Sehschwäche gibt es ein Problem, da die Farben nicht verändert werden können.

    Von Fehlern zu sprechen ist sehr gewagt. Das Menü finde ich auch unübersichtlich, habe ich auch schon bei Nikon und Fuji so empfunden. Einzig das Menü der Leica M überzeugt mich. Das Quickmenü ist ok, wenn man vorher ein wenig geübt hat. Ich finde es aber besser als das Fuji Q Menü, dass im Übrigen auch gerne mal unbeabsichtigt mit dem Damen ausgelöst wurde. Habe ich an meiner alten H1 schliesslich genervt deaktiviert.

    Das gesagt zur Überhitzung kann ich nur voll unterstützen. Wenn ich denn 8k Filmen will dann doch bitte mit einer speziell dafür konstruierten Kamera, die übrigens unter 30 TEuro nicht zu haben ist.

    Zuletzt noch ein Wort zum Kartenschacht. Ich glaube man kann es nicht allen Recht machen, so aber werden alle etwas bedient und jeder kann nach seinen speziellen Anforderungen die passende Kombination von Karten verwenden.

    Ich habe den Wechsel von Fuji-X auf die neue Canon nicht bereut und freue mich auf eine produktive Zukunft in der Tierfotografie und Makrofotografie.

    Was vielleicht noch keiner so recht auf dem Schirm hat: Ich kann an der Canon R5 per Adapter meine großartigen Leica M Objektive ansetzen. Die Bildqualität ist ausgezeichnet und das 50mm Summilux läuft zur Hochform an dem Sensor auf.

    Herzliche Grüße
    Uwe

  • Hallo Herr Schloßstein,

    wir sind beide der Meinung, daß der Test von Herrn Roskothen substanziell ist, wie ich lese.

    Er lässt – wie immer – persönliche Gewichtungen einfließen und sagt (im Video) bzw schreibt (hier) das auch ganz offen.

    Einige Ihrer Anmerkungen verstehe ich nicht.
    Sie schreiben: “Den exakten Fokus kann ich nur bei offener Blende präzise einstellen.”

    Nun, ich habe als engagierter Amateurfotograf knapp 50 Jahre Erfahrung mit Fotografie und davon über 40 Jahre mit Spiegelreflex, angefangen mit separatem Belichtungsmesser und bis vor 15 Jahren ohne Autofokus und mit manuellen Objektiven (Leica R System, ab 2005 leica-Objektive an diversen 5D Mk I-III, also digital) .

    Klar, die haben fast alle eine Abblendtaste und Springblende gehabt. Aber ich habe auch Objektive ohne Springblende genutzt und war NIE gezwungen, zum Fokussieren jedes Mal die Blende voll aufzureissen. Ist zwar weniger einfach, aber es geht, wie so manche knackscharf fokussierte Fotos bewiesen haben.
    Ihr apodiktischer Satz ist daher m.E.n. so NICHT richtig.
    Und die Bemerkung Herrn Roskothens bzgl. der Offenblendenmessung des AF bei der R5 sehe ich mit einem Augenzwinkern.
    selbstverständlich kann man weiterhin wie in alten Zeiten die Abblendtaste auch bei einer DSLM nutzen – aber Fuji biet den Vorteil, daß man JEDERZEIT die TATSÄCHLICHE Schärfentiefe im Sucher (EVF) sieht. Er hält das sicherlich für einen ziemlichen Vorteil – ich übrigens auch.
    Ich mache zu einem erheblichen teil Landschaftsfotografie und krame keine Tabellen aus dem Rucksack, ich stelle eine Blende ein und habe in analogen Zeiten die Abblendtaste und Erfahrung genutzt, in digitalen Zeiten mit der Möglichkeit des extremen Zoomens jedes beliebigen Bildanteils auf dem Bildschirm nach einem kostenlosen Schuss benötigt man das nicht mehr, man sieht, ob die wesentlichen Bildanteile scharf sind oder nicht… bei Fuji sogar ständig im Sucher… schön, oder?

    Die Schärfe wird ja auch nicht plötzlich ganz schlecht knapp ausserhalb der Hyperfokaleinstellung – jeder Hersteller hat seine eigene Ansicht, was noch scharf oder zu unscharf ist – da können schon mal die Ansichten eines Fotografen und die des Herstellers unterschiedlich sein.
    Wenn Sie behaupten, die Schärfentiefenanzeige der Fuji X Kameras sei häufig FALSCH, so sind Sie wohl der Erste, der das so sagt.

    Auf die früher eingravierten Markierungen auf den manuellen Objektiven habe ich mich eh nie verlassen.

    Einen Widerspruch sehe ich bei Ihnen darin, erst den AF bei Fujifilm als schlecht darzustellen – und dann von rein manuellen Objektiven eines nunmehr 100 Jahre alten Meßsuchersystems zu schwärmen, mit denen man sowieso problemlos rein manuelle scharf stellen kann.
    Wenn Sie das überwiegend machen – ist doch völlig ok.
    Aber dafür schwärmen nur noch wenige Exoten wie Sie. Selbst ich mache das nicht mehr, obwohl es für mich über Jahrzehnte gut geklappt hat.
    Dass die ersten (im Übrigen optisch sauguten) Fujifilm-Objektive aus 2012 einen vergleichsweise langsamen AF hatten, bestreitet Niemand.
    Mittlerweile sind aber selbst diese ausserhalb von Sport- und Wildlife-Fotografie dank Verbesserung der Firmware und optimierter Sensoren sowie weiterentwickelter AF-Motoren durchaus akzeptabel (und auch treffsicher) und die späteren Objektive sind beim AF extrem schnell, obwohl andere Hersteller noch ein kleines bißchen schneller sind. Und im Gegensatz zu Fujifilm auch jetzt bereits Tieraugenfokus besitzen (der aber mit manuellen Objektiven nicht funktioniert). Ihre Leica M-Objektive könne Sie auch an dem X-System manuell nutzen.
    Als Besitzer von über einem Dutzend Leica R-Objektive (ausschliesslich FB) , darunter einiger “legendärer” Apochromaten, glaubte ich auch lange an den Mythos aus Wetzlar – er stimmte ja auch viele Jahrzehnte – aber die Welt hat sich seit der Jahrtausendwende sehr schnell weitergedreht. und zwar digital: leichtere Berechnungen der Optiken, dramatische Verbesserungen in den Fertigungstechniken und last but not least bei allen Herstellern digitale optische Korrekturen, wie ja auch bei der Canon R5 jetzt (allerdings wohl mit etwas schneller Nadel gestrickt und noch nicht ausgereift, kommt aber sicherlich noch). Ich war ab 2006 positiv von den Canon L-Objektiven überrascht – meine “Bekehrung” lief über einen halben Tag, als ich mir mit triumphaler Sicherheit bei einem Test beweisen wollte, daß das Apo 2,8/280 mit dem Apo-Adapter 1,4 von Leica (Listenpreis: deutlich über 20.000€) das Canon 5,6/400 (Listenpreis um 1.200€) an der 5D MkIII locker an die Wand spielen würde… es gab aber keinen sichtbaren Unterschied, trotz pixelpeeping…
    Und ich bin derzeit von den Fujifilm-Objektiven ebenso begeistert wie seinerzeit von den Leicaobjektiven, später den Canon L-Objektiven und das wird wohl auch eine ganze Weile so bleiben.

    was gab es noch an Kritik?
    Ach ja – jeder Mensch ist anders – der Eine stellt entnervt die Möglichkeit ab, direkt auf dem Bildschirm mit dem Finger Dinge anzuwählen, weil er eine zu große Nase hat und damit versehentlich auslöst – der Andere stellt entnervt die Q-Taste ab, weil seine Hände ungewollt auslösen und leider eine andere Ergonomie erfordern… so what?

    Wenn Sie ein fotografisches Schaffen haben, für welches die R5 besser geeignet ist – ist doch ok.

    Jeder sollte sich diejenige Kamera anschaffen, mit der er/sie (hoffentlich) glücklich(er) ist als mit der vorherigen.
    Deswegen sind die alten aber nicht GENERELL schlechter, sie sind eben vielleicht für bestimmte Fotografen mit bestimmten Nutzungsprofilen besser oder schlechter geeignet.

    Stets gutes Licht

    DWL

  • Ich besitze die Canon R5 seit einem Monat. Wie der o. a. Verfasser meiner Meinung nach richtig schreibt ist die R5 “keine Überfliegerkamera”, wie sie von Canon und anderen “Canon-Profis/Ambassadoren” (?) beworben wurde bzw. immer noch wird, sondern ein sehr gutes “Arbeitsgerät” das dem Stand der heutigen Kameraentwicklung/-technik entspricht. Eine unglückliche Lösung sind die beiden Kartenslots. Warum nicht gleich zwei Slots für CFexpress Karten ? Die 8K-Videos halte ich eher für einen “Werbetrick” als eine echte Bereicherung.
    Bleibt zum Schluß noch festzustellen, dass die R5 die besten Objektive braucht, wie das RF2,8/15-35mm,
    RF2,8/24-70mm/RF4/24-105mm und/oder RF2,8/70-200mm sowie verschiedene lichtstarke Festbrennweiten. Weiterhin einen sehr guten Monitor, wie den EIZO 2740, und einen ensprechenden Computer mit mindestens 8 TB Speicherplatz sowie Speicherkarten und Bildbearbeitungsprogramme… Das macht dann zuammen rund 15.000,- bis 20.000,- Euro aus.
    WOW !!!

    • Vielen Dank für Ihren Kommenar, Herr Rasch,

      die Preise, insbesondere der RF-Objektive, sind wirklich nicht mehr mit den vergangenen Zeiten vergleichbar.

      Herzlich,
      Ihr Peter

  • Hinsichtlich der Preise kann man beim Vergleich Canon/Fujifilm sowohl bei den Gehäusen als auch den Objektiven grob gesagt von einem ganz einfachen Faktor 2 ausgehen:

    Die in etwa vergleichbaren Objektive und Gehäuse kosten bei Canon schlicht glatt das DOPPELTE.

    Ist bei der Schärfe noch ein Vorteil für die neuen DSLM R5 und R6 gegenüber der XT-4 (im Labor beim Pixelpeeping) vorhanden, so besteht die Frage, ob das bei üblichen Ausgabegrößen der Fotos noch praxisrelevant ist – darüber kann man trefflich streiten. Vermutlich dürften hingegen die neueren Fujifilm-Objektive wie das 1,0/50 bspw. den zweifellos hervorragenden RF-Objektiven kaum nachstehen.
    Und das zum halben Preis, bei geringerem Gewicht und Volumen.

    Leider ist es für die wenigen seriösen Labortests extrem aufwendig und vermutlich kaum machbar, die aktuellen Gehäuse der jeweiligen Hersteller mit der neuesten Generation neuer Objektive erneut komplett durchzutesten, wenn nach dem ersten Test noch ein älteres Objektiv benutzt wurde, es jedoch von einem neueren abgelöst wurde.
    Gleiches gilt ebenso umgekehrt: Ältere Objektive wurden bspw. oftmals mit älteren Gehäusen getestet, deren Sensoren oftmals nicht einmal mehr die Hälfte der MP der aktuellen Gehäuse aufwiesen, wobei die immer wichtigere kamerainterne Verarbeitung dann auch noch zusätzlich 5-10 Jahre älter ist als jene der neuesten Modelle, also technisch und in der Praxis völlig überholt. Gleiches gilt für die Weiterentwicklungen im Bereich der Objektiv-Firmware, und der Zusammenarbeit zwischen Gehäuse und Objektiv bspw beim AF. Ein eher langsamer und nicht so treffsicherer AF kann beim gleichen Objektiv und sogar gleichem (älteren) Gehäuse, erst recht jedoch mit einem neueren Gehäuse deutlich besser sein, so daß er (zumindest für Nicht-Profis) u.U. kein praxisrelevantes Kaufhindernis mehr darstellt

    Ich schätze die recht aufwendigen Testmethoden zweier bestimmter seriöser Internetadressen (eine angloamerikanische, eine deutsche) , was die Beurteilung von Objektiven angeht. Aber diese haben logischerweise die oben beschriebenen Ressourcenprobleme. Wer will und kann denn schon auch nur einen Teil der jeweiligen Objektive eines Herstellers nach jedem einzelnen Firmwareupdate von Objektiv und/oder Gehäuse erneut testen bzw. mit den jeweiligen, höher auflösenden Gehäusen darauf testen, ob die neue Kombination ggf. die alten Ergebnisse übertrifft?
    Das ist schier unmöglich.

    Trotzdem wäre es aus unserer Sicht sicherlich sehr wünschenswert, wenigstens die mit neuer Firmware und neuen Gehäusen erzielbaren Ergebnisse der allerwichtigsten Objektive präsentiert zu bekommen. Leider zahlt heutzutage kaum noch jemand dafür – ich würde das schon machen, denn diese Info ist viel (eingespartes) Geld wert. Aber leider gibt es nur Wenige, zu Wenige, die so denken wie ich.

    Auf einem der von mir geschätzten (seltenen) seriösen Internetadressen bspw kann man enorm viele Kameras und Objektive im Labortest miteinander vergleichen – aber selbst das neulich erfolgte review der XT-4 wurde mit dem “alten” Xf 1,2/56 durchgeführt, nicht jedoch mit dem viel neueren und schärferen Xf 2/50 WR. Das jetzt aktuelle Xf 1,0/50 hingegen war schlicht noch nicht auf dem Markt, wäre aber als aktuelle vergleichsalternative hochinteressant gewesen. Das ist sehr Schade!

    Ein interessanter Vergleich auf YT zwischen den drei Xf 50er Objektiven zeigte nämlich, daß an der XT-4 ein sehr erheblicher Unterschied in der Auflösung besteht, sowohl in der Bildmitte, als auch im Zentrum.

    Wie also wäre ggf. der test der XT-4 im Labor einer bekannten angloamerikanischen website ausgefallen, wenn man das hervorragende Xf 2/50 oder das Xf 1,0/50 für den test der XT-4 genutzt hätte und nicht das “alte” Xf 1,2/56? Wäre dann der – nicht riesige, aber klar sichtbare – Unterschied in der Auflösung zwischen R5/R6 und der XT-4 kleiner gewesen? Vermutlich ja – aber diese Frage kann Niemand sicher beantworten.

    Umgekehrt zeigen die beeindruckend scharfen Fotos der Kombi Canon R5 mit RF-Objektiven (beim Pixelpeeping) am Bildrand noch minimale CA, welche jedoch ganz sicher mit einer späteren, verbesserten kamerainternen Verarbeitung verschwinden werden.
    Bei dem Vergleich hat Canon prinzipiell die besseren Karten, weil brandneue Gehäuse mit einer ebenfalls brandneuen Objektivreihe antreten können (das soll die klare Qualität der Kombi keineswegs geringer einschätzen).

    Was will der lange Text zum Ausdruck bringen?

    Nun – ganz einfach: In analogen Zeiten war es leicht, Objektive eindeutig und für alle Zeiten korrekt zu testen. Da wurde nur das Objektiv im Labor getestet, fertig.

    In digitalen Zeiten ist das unmöglich, weil die Interaktionen der diversen kamerainternen Softwares, sowie der Objektivfirmware je nach Entwicklungsstand sich stark verändern können und die Eigenschaften von Objektiv (und Gehäuse) durchaus praxisrelevant verändern können.

    Alte und oft genug neuere Tests können also lediglich konkrete Anhaltspunkte geben – und mit der Länge der inzwischen vergangenen Zeit sogar durchaus fehlleitend sein, falls nicht bereits die rein optische Konstruktion derart ungünstig sein sollte, daß auch digitale Korrekturen nicht mehr helfen können. Und gemessen wird im Grunde nur noch ein hochkomplexes Gesamtsystem am automatisch „am Ende hinten herauskommenden Gesamtergebnis“ (um einmal einen Altbundeskanzler sinngemäß zu zitieren).

    Es bleibt also nichts anderes übrig, als das im Kopf zu behalten und selber vor Ort (beim Einzelhändler oder mit geliehener Hardware) zu prüfen. Und fairerweise dann auch dort zu kaufen.

    Und vor allem: sich mit der nötigen Selbstkritik selber zu fragen, ob das jeweilige Ergebnis der eigenen Tests überhaupt für das eigene fotografische Profil eine ECHTE PRAXISRELEVANZ hat….

    Zur Veranschaulichung mal als konkretes Beispiel:

    Ich habe als “Käufer der ersten Stunde” u.a. noch die “alten” Xf 1,4/35, Xf 2,4/60 .
    Und so gut die Optiken auch heute noch sind, so WAREN DAMALS die AF-Eigenschaften durch gleich VIER verschiedenen Faktoren eher unterdurchschnittlich:

    inzwischen technisch überholte AF-Hardware
    Durchaus ausbaufähige Objektivfirmware „der ersten Stunde“
    Gehäuseinterne Firmware „der ersten Stunde“
    Inzwischen technisch überholte Bildsensoren sowohl in der Auflösung als auch Anzahl und Qualität von Meßpunkten

    Das war Stand 2012 – acht Jahre später, selbst an einer inzwischen mehrere Jahre alten XE-3 sind die AF-Eigenschaften der o.a. Objektive der ersten Stunde drastisch besser geworden.
    Zwar kann man die AF-Hardware nicht ändern, aber in den Punkten 2-4 hat sich enorm etwas hin zum Positiven getan!
    Solange man keine Sportfotos macht und Fotografie herumtollender Tiere, sind diese „alten“ Objektive plötzlich selbst im einzigen früheren Kritikpunkt „Autofokus“ recht akzeptabel und sehr freundlich für die Geldbörse – erst recht, wenn man sie in gutem Zustand gebraucht kauft. Optisch sind sie m.E.n. immer noch Spitze.

    Ein weiterer Kritikpunkt an den genannten alten Objektiven (fehlende objektivinterne Bildstabilisierung) ist bereits „irrelevant“ geworden, wenn man die mittlerweile in neueren Fujifilm-Gehäusen eingebaute IBIS nutzt.

    Ähnliches gilt selbstverständlich auch für andere gute Hersteller von fotografischen Komplettsystemen, falls diese ähnlich vorbildlich und konsequent an Firmware und Kamerainterner Bildverarbeitung arbeiten und auf die Kunden hören wie Fujifilm.

    Das war in der Vergangenheit jedoch nicht immer der Fall – es ist halt profitabler, neue Hardware zu verkaufen, als kostenlose Firmwareupdates zu verteilen.

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