Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Frühlingsfotos selber machen

Artikel ursprünglich verfasst am 26. März 2020

Mit dem Frühlingserwachen wächst mein Wunsch Frühlingsfotos zu belichten. Nach gefühlten sechs Monaten Kälte, Schnee und grauem Himmel heißt es jetzt raus in die Natur und fotografieren, um die schönsten Frühlingsbilder festzuhalten. Mit welchen Tipps Sie einfach bessere Frühlingsfotos selber machen:

Fotografieren Sie mal aus der Froschperspektive, dann gelingen Ihnen fantastische Frühlingsbilder

Dieser Artikel „Bessere Frühlingsfotos selber machen“ wurde ursprünglich im April 2018 veröffentlicht und im März 2020 für Sie überarbeitet.

Fotografieren Sie alles was blüht

Nah ran ans Motiv

Unbedingt auch mal die Froschperspektive nutzen

Tipps Frühlingsfotos – Frühlingserwachen fotografieren

Ich liebe den Frühling, auch weil mir der Winter zu lang vorkommt. Außerdem bringt die Zeit des Erwachens Blüten zum Liebhaben. Also nichts wie raus! Jetzt können Sie die Kirschblüte und die Frühlingsblüte wunderschön ablichten. Wenn Sie ein Makroobjektiv haben, dann nehmen Sie dies mit, ansonsten behelfen sie sich mit einem Makrozwischenring oder mit einem Makrofilter auf ihrem Objektiv. Manchmal benötigen Sie gar keine Makrofunktion, sondern können einfach mit ihren normalen Objektiv fotografieren. Sieben Tipps, damit Sie einfach bessere Frühlingsfotos selber machen:

Tipp #1 für Frühlingsfotografien¶

Fotografieren Sie einmal aus einer anderen Perspektive als der Augenhöhe. Wunderschön eignet sich dazu die Vogelperspektive oder auch die Froschperspektive. Beide Perspektiven bergen ein großes Potenzial.

Frühlingsbilder in der Vogelperspektive

Nicht überall hat man die Chance die Vogelperspektive zu genießen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Perspektiven, auch der Froschperspektive. Nur immer aus Augenhöhe ist langweilig!

Tipp #2 für Frühlingsfotos selber machen

Nutzen Sie für Landschaftsfotos und Naturfotos immer auch einmal ein Vordergrundmotiv. Sie beleben damit ihr Foto und geben der Szenerie mehr Tiefe.

Frühlingserwachen - Frühlingsbilder selber machen

Beziehen Sie den Vordergrund ein, erhalten Sie eine schöne Tiefe in Ihren Fotos

Tipp #3 für schönere Frühlingsfotografien

Nutzen Sie ein Stativ und einen Graufilter, auch ND Filter genannt. Hiermit erhalten Sie längere Belichtungszeiten. Bei viel Licht sollten Sie mindestens einen ND Filter 3,0 nutzen, der ihre Belichtungszeit um das Zehnfache verlängert. Hiermit erhalten Sie zum einen glatte Wasseroberflächen, zum anderen ist bei etwas Wind auch die Wolke am Himmel in dieser Zeit mitgezogen.

Frühlingserwachen - Frühlingsfotos selber fotografieren

Experimentieren Sie mal mit ND-Filtern (Graufilter), um Wasser fließend und nebelig aussehen zu lassen

Insbesondere eine schöne Frühlingswiese mit einem Bachlauf eignet sich für diesen Effekt.

Frühlingsfotos - Auch diese Aufnahme wurde mit einem Graufilter lange belichtet

Auch diese Aufnahme wurde mit einem Graufilter lange belichtet

Tipp #4 Frühlingsfotos selber fotografieren

Experimentieren Sie mit einem Tiltobjektiv wie dem Lens Baby oder einem Tilt- / Shift-Objektive von Canon oder Nikon. Diese beweglichen Linsen erlauben die Verschiebung der Schärfeebene und ergeben besonders schöne Effekte für ihre Frühlingsbilder. Dieses Bild wurde mit einem Canon TS-E 135mm f/4L MACRO aufgenommen:

Frühlingsfotos mit einem Tilt-Objektiv

Die partielle Unschärfe erhalten Sie mit einem Tilt-Objektiv wie dem Canon TS-E 135mm Makro Objektiv

Auch diese Aufnahme wurde mit dem Tilt-/Shift-Objektiv belichtet. Die Schärfeebene erlaubt es, dass die vorderen Bäume allesamt scharf sind.

Frühlingsfotos Strukturen einfangen

Fangen Sie Strukturen ein. Hier mit einem Canon TS-E 135mm Marko fotografiert, um die Ebene zu verschieben

Tipp #5 für bessere Frühlingsfotos

Arbeiten Sie einmal mit kleiner Schärfentiefe, um zum Beispiel den Vordergrund unscharf zu halten, oder um den Hintergrund unscharf zu gestalten. Dazu stellen sie eine kleine Blendenszahl an ihrem Objektiv ein:

Kleine Schärfentiefe in der Frühlingsfotografie

Kleine Schärfentiefe in der Frühlingsfotografie garantiert schöne Aussichten. Hier mit einem GF 110mm F/2 auf der Mittelformatkamera GFX 50S

Tipp #6 für das Frühlingserwachen ihrer Kamera

Die Farben des Frühlings verführen dazu, in Farbe zu fotografieren. Selbstverständlich ist das legitim, aber manche Motive lohnt sich eben doch in Schwarzweiß. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Sie viel Licht und Schatten und viele Kontraste haben. Auch wenn der Himmel blau ist und ein paar Wölkchen hat, sollten Sie Ihre Kamera unbedingt einmal in den Monochrom Modus für schwazweiße Frühlingsfotos umschalten:

Frühlingsbild mit Magnolie in Schwarzweiß

Frühlingsbild mit Magnolie in Schwarzweiß. Probieren Sie unbedingt auch mal die monochrome Einstellung.

Vor allem soll die Fotografie viel Spaß machen. Dazu ist jede Jahreszeit geeignet. Wichtig ist die Übung und sich ein paar Ideen auf den Ausflug mitzunehmen. Dann klappt’s auch mit den Frühlingsbilder.

Fotografieren soll Spaß machen!

Tipp #7 Makrofotos für kleine Dinge ganz groß

Dieser Tipp ist Gold wert und kommt von den besten Fotografen der Welt: Gehen Sie nah heran an Ihr Objekt. Was bedeutet das? Es soll heißen: nutzen Sie statt einem Teleobjektiv lieber Ihre Beine und gehen ganz nah an Ihre Frühlingsblumen heran. Es gibt für Makrofotos mehrere Möglichkeiten mit Ihrer Kamera:

  • Makrofilter, die vorne auf Ihr Objektiv geschraubt werden (Achten Sie auf den Filterdurchmesser. Dieser muss zu dem Objektiv passen)
  • Markozwischenringe, die bei Systemkameras (dazu zählen auch Spiegelreflexkameras) zwischen die Kamera und das Objektiv gesetzt werden
  • Makrobojektiv
  • und einige Lösungen mehr…

Mit allen diesen Lösungen können Sie ganz nah an Ihre Lieblingsblumen heran. Doch Vorsicht: das geht nur zu Hause, im Wintergarten oder bei Windstille auch draußen. Wenn es sehr windig ist, dann schwingt die Pflanze von links nach rechts vor Ihrem Objektiv und Sie werden es nicht schaffen, eine scharfe Makro-Aufnahme zu belichten.

Tipp: Makrofotos draußen besser an windstillen Tagen

Tipp: Für Makrofotos nutzen Sie am besten Blendenzahlen von F/8 bis F/16

Auch hier gilt: probieren Sie die Makrofotografie unbedingt aus, bringen Sie aber ein bisschen Geduld mit. Und nutzen Sie am besten auch ein Stativ, welches Sie anfangs für ganz wenig Geld erwerben können.

Fujifilm GF120mm Testbild Makrofoto - Makrofotos für kleine Dinge ganz groß

Beispielfoto GFX mit Canon 100mm F/2.8 L IS Makro

Die Fotoausrüstung für diese Frühlingsfotos:

*Objektivtest folgt in Kürze. Das sind fantastische Linsen!

In eigener Sache: Naturfotos im Fotokurs

Wer gerne die Kameratechnik vertiefen möchte, die Bildgestaltung lernen möchte, dass sehen intensivieren möchte, der ist in dem individuellen Fotokurs gut aufgehoben. Der individuelle Fotokurs hat den Vorteil der freien Terminwahl, des intensiven Lernens, der Profitipps vom Trainer und Fotografen Peter Roskothen. Sie lernen in kürzester Zeit und mit viel Spaß das Fotografieren, oder bauen ihr Fotowissen aus. Und Sie lernen nicht nur, wie Sie bessere Frühlingsfotos selber machen. Wir können uns auch um die Makrofotografie, die Langzeitbelichtung, Landschaftsfotografie, Tierfotografie, das Blitzen, HDR, und vieles mehr kümmern. Wenn Sie gerne mit mir auf die Reise gehen möchten, dann sind Sie herzlich eingeladen:

Weitere Informationen zum Fotokurs Naturfotografie >>

Fotokurs Naturfotografie von Peter Roskothen

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Frühlingserwachen – Bessere Frühlingsfotos selber machen

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

4 Kommentare

  1. Dein Artikel lieber Peter ist ja die ideale Ergänzung zu meinem: https://www.fotowissen.eu/fruehlingserwachen-am-see/
    Allerdings kann mich bei Frühlingsaufnahmen nicht ganz so mit monochromen Bildern anfreunden, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Vor allem die Makros sind super, wirklich mal eine andere Art.
    Ich kann jedem nur empfehlen, einmal an Deinen Fotoschulaktionen teilzunehmen!
    LG
    Klaus

    Beantworten
    • Danke für Deinen Kommentar, Klaus. Ich stelle fest, dass sich nur wenige Menschen auf Schwarzweiß einlassen und es deshalb oft nicht schätzen. Dabei sind die obigen Fotos in s/w schöner als in Farbe, das kann ich Dir versichern. Ich werde noch mal drauf eingehen, danke Dir.

      Beantworten
  2. In Zeiten in denen man nicht Verreisen kann, sind solche Fotoblogs gerade richtig. Man kann beim Betrachten der Bilder in Gedanken verreisen.

    Pass auf Dich auf und bleibe gesund.

    LG Bernhard

    Beantworten
  3. Ciao Peter
    Sehr schöne Anregungen und tolle Bilder und gute Tipps. Macht Lust, gleich rauszugehen!
    Noch ein Hinweis: Ein ND-Filter 3.0 ergibt nicht eine zehnfache Belichtungszeit, sonder eine 1‘000 fache – oder liege ich da falsch? Die Belichtungszeit wird 10 Mal verdoppelt, das ist 2 hoch 10. Eine Belichtungszeit von einer Sekunde entspräche dann mit Filter einer Zeit von 1024 Sekunden.
    Lieben Gruss Mandi

    Beantworten

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