Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Muss man digitale Fotos nachbearbeiten? Digitale Bildbearbeitung kostenlos

Artikel ursprünglich verfasst am 9. Januar 2011

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Viele Leser fragen uns immer wieder: Muss ich digitale Fotos nachbearbeiten?„. „Ist eigene Bildbearbeitung notwendig? Das ist doch so viel Arbeit!„. „Gibt es digitale Bildbearbeitung kostenlos? Diese Fragen sind berechtigt, schließlich möchten die meisten Fotografen die Fotos entweder als Abzug ansehen oder in einem digitalen Album verewigen. Und dafür gibt es meist die automatischen Korrekturen der Labore, die man anwählen kann. Was also ist der Unterschied der eigenen Bildbearbeitung?

Wenn Sie den Horizont nicht gerade fotografiert haben, ist eigene Bildbearbeitung notwendig

Wenn Sie digitale Fotos nachbearbeiten, machen Sie aus einem guten ein hervorragendes Foto

Wählen Sie nachträglich einen anderen Ausschnitt, dann kann das Bild sehr gewinnen

Kostenlose Bildbearbeitung ist mit vielen Programmen möglich (Liste im Beitrag unten)

Links das Originalfoto – Rechts das bearbeitete Foto – Das Ergebnis zeigt: Eigene Bildbearbeitung ist notwendig. Wenn Sie digitale Fotos nachbearbeiten, dann  gewinnen diese. Digitale Bildbearbeitung kostenlos – Liste der Gratis-Software weiter unten.

Warum ist eigene Bildbearbeitung notwendig?

Digitale Fotos sortieren, organisieren, bearbeiten

Wer die Ergebnisse seiner fotografischen Arbeit nicht dem Zufall überlassen möchte, der denkt darüber nach, die Bilder mit einer einfachen und preiswerten oder kostenlosen Software zu sortieren, zu organisieren und zu bearbeiten. Der einfachste Grund für die eigene Bildbearbeitung ist die leichte Schräge in vielen Fotografien, die man unbedingt begradigen sollte (schiefer Horizont). Selbst Profis belichten manchmal ihre Fotos nicht ganz gerade. Das ist ein Grund für die Bildbearbeitung, genauso wie die Korrektur der Helligkeiten, Schärfe, Farben, des Ausschnitts und vieler Dinge mehr.

Die eigene Bildbearbeitung ist notwendig für die Begradigung des Horizonts, den Ausschnitt, Farben, Schärfe, Helligkeiten und vieles mehr

Viele Kamerahersteller liefern mit ihrer Fotokamera auch gleich brauchbare Programme. Fortgeschrittene Amateure oder Fotografen nutzen „Fotos“ auf dem Mac für viele Foto-Aufgaben, denn die Software ist bereits mit dem Kauf des Rechners im Umfang installiert. Oder sie nutzen Adobe Lightroom für MAC oder PC. Auch für den Windows-Rechner gibt es preiswerte Programme wie ACDSee, Luminar, DXO oder ähnliches. Und dann ist da noch eine Liste von kostenloser Bildbearbeitungssoftware für die Bildbearbeitung, die wir unten anführen:

Fotos gewinnen mit Bildbearbeitung Brillanz

Aber was bringt all diese Software außer der Arbeit, das Foto noch einmal bearbeiten zu müssen? Zum einen gewinnen die meisten Fotografien mit der eigenen Bildberarbeitung an Brillanz, Schärfe, Farbe oder Kontrast. Zum anderen können Sie mit Bildbearbeitungs-Software das Ergebnis zu Ihrer Zufriedenheit variieren.

Bereits beim JPG bringt eine Bearbeitung oft eine Verbesserung des Ergebnisses. Noch mehr Möglichkeiten gibt es, wenn Ihre Kamera RAW-Fotos speichern kann. Dann nämlich kann ich mit der entsprechenden Software noch einfacher und nachträglich die Belichtung korrigieren, die Schärfe selbst bestimmen und habe dabei keinen Qualitätsverlust (JPG-Bilder sind bereits mit Verlusten komprimiert).

Auch noch von Vorteil: Mit so mancher Bildbearbeitungssoftware können Fotografen ihre Fotos verwalten. Mit einer Bildverwaltung können Sie endlich die vielen tausend Bilder sortieren, aussortieren und das eine Foto wiederfinden!

Die richtige Bildbearbeitungs-Software für Fotografen

Es gibt viele Programme, um JPG-Fotos oder RAW-Fotos zu bearbeiten. Wie schon erwähnt, liefern die Kamerahersteller oft brauchbare eigene Software mit der erworbenen Kamera. Allerdings sind diese Programme meist nicht in der Lage, Bilder kompfortabel zu verwalten.

Wer viele Fotografien (100.000 und mehr) besitzt und professionell arbeitet, dem ist Adobe Lightroom empfohlen, denn Lightroom Classic kann auch noch mit 350.000 Fotos umgehen, was kaum eine andere Bildbearbeitung schafft.

Wer großen Wert auf perfekte Farben und Schärfe legt, das Mietkonzept von Adobe nicht mag, der findet in Luminar oder Capture One (C1) eine wirklich Alternative, die nur ein einziges Mal lizenziert werden muss. Luminar ist extrem schnell, C1 für den Studioeinsatz optimiert und sehr genau was Schärfe und Farben angeht:

Luminar 4 erklärt Capture One erklärt

Digitale Bildbearbeitung kostenlos – Gratis Bildbearbeitungssoftware

Die folgende gratis Bildbearbeitungssoftware ist zum Teil auf Spenden angewiesen. Wenn Sie damit digitale Bildbearbeitung kostenlos mit einem der Programme intensiv nutzen, sollten Sie sich überlegen, ob Sie die Hersteller und Programmierer finanziell unterstützen. Letztlich wird kostenlose Bildbearbeitungssoftware oft aus Kostengründen eingestellt. Ob es sich um ein Bildbearbeitungsprogramm kostenlos für Windows 10 handelt oder um ein kostenloses Program für Mac, ist jeweils notiert. Es handelt sich bei dieser Auswahl zum Teil um wirklich leistungsstarke Programme:

Bitte beachten Sie die einzelnen Bestimmungen zur Nutzung. Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf vollständigkeit. Tipp: Weitere kostenlose Bildbearbeitungssoftware kommt von den jeweiligen Kameraherstellern mit der Kamera.

Kostenpflichtige Bildbearbeitungs-Software

Muss die digitale Bildbearbeitung kostenlos sein? Nein, aber sie sollte preiswert sein, dann hat man in einer kostenpflichtigen Software meist viele Funktionen vereint, die in einem kostenlosen Programm nicht enthalten sind. Hier ein Überblick der kostenpflichtigen Bildbearbeitungs-Programme, die meist kostenlos getestet werden können:

  • Adobe Lightroom und Adobe Photoshop
    Diese Software ist nur im Miet-Abo zu erhalten. Auf den ersten Blick ist das billig, kann aber über Jahre hinweg für Fotoamateure sehr teuer werden. Außerdem ist mit der Miete auch die Nutzung der Programme beendet. Was dann? Dennoch: Wer viele Fotos verwaltet und professionell fotografiert, der kommt kaum um Lightroom und Photoshop herum. Die Alternativen finden Sie aber in der folgenden Auflistung:
  • Affinity Photo
    von Serif, England – MAC und Windows, rund € 55,-, RAW-Konverter plus Bildbearbeitung. Bildverwaltung (DAM = ) in Arbeit. Hier ein ausführlicher Bericht zu Affinity Photo >>.
    Tipp: Das Unternehmen Serif arbeitet auch an einer Bildverwaltung-Software! Hier könnte in Zukunft die ultimative Lösung für Fotografen liegen. Die Software ist eine meiner eigenen Favoriten der besten Photoshop Alternativen.
    Affinity Photo Version 1.5 – Der Photoshop Lightroom Killer? >>
  • DXO Photo Lab
    DXO Photo Lab aus dem Hause DxO Labs, Boulogne, France – Winund MAC , etwa € 200,- (plus 2 Plugins für den vollen Funkitonsumfang), RAW Entwicklung und Bildbearbeitung.
    Leider unterstützt DXO Photo Lab 2 auch in der neuesten Version 2.2.2 (April 2019) keine Fujifilm X-Trans Sensoren im RAW! Auch das GFX System wird in Version 2.2.2 noch nicht unterstützt.
    DXO Info zu X-Trans >>
    DxO Photolab 2 –  eine Lightroom Alternative? >>
  • Capture One Pro >>
    von Phase One, Dänemark – Win und MAC, etwa € 349,-, akkurate RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung.
    C1 ist eine meiner eigenen Favoriten in Sachen Bildbearbeitung.
    C1-12 Bildbearbeitung – Neue Funktionen und schneller >>
  • On1 Photo RAW
    Software von ON1 Inc., Portland, Oregon, USA, MAC und Windows, etwa € 110,-, Funktionen, Arbeitsablauf und Ansicht ähnlich wie Lightroom, englisch.
    Tipp: Einfach zu erlernende Software für alle, die Englisch sprechen. Unbedingt prüfen, auch für Fujifilm Fotografen!
  • Luminar
    von Skylum, USA – WIN und MAC, etwa € 69,-, RAW-Entwicklung und Bildbearbeitung.
    Tipp: Das Unternehmen entwickelt gute Software und denkt auch mal um die Ecke.
  • Paint Shop Pro Ultimate
    Corel Corporation, Canada – Windows (Kein MAC), etwa € 90,-.
  • ACDSee Photo Studio Ultimate
    ACD Systems International Inc., Canada – Windows (KEIN MAC), etwa € 172,-, inklusive Bildverwaltung (DAM).
  • Photo Mechanic
    von Camera Bits, Inc., Oregon, USA – Windows und Mac, etwa € 140,-,
    Tipp: Die Foto-Software ist besonders interessant, weil sie sehr schnelle Voransichten von RAW und JPG liefert. Sie ist extrem leistungsstark für Journalisten, bietet allerdings nur rudimentäre Bildbearbeitung. Eine sehr gute Software für schnelle und rudimentäre Arbeiten (Übergabe von Fotos an die Agentur). Photo Mechanic (PM) ist mehr eine Software zum Importieren, Sichten, Auswählen, Bewerten und Versenden, als eine Bildbearbeitungssoftware. Die Bewertung der Fotos von PM wird beim anschließenden Import in Lightroom sofort angezeigt (Sterne und Farben)! PM schreibt die Metadaten sofort in die XMP-Dateien oder JPGs!

Diese Liste der Bildbearbeitungssoftware erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Linkes Foto unbearbeitet, rechtes Foto einfach und schnell bearbeitet mit Luminar 4. Foto aus dem Beitrag „Glücklich Fotografieren„.

Tip Kamerakauf

Achten Sie beim Kauf Ihrer digitalen Kamera darauf, ob die Kamera RAW Fotos speichern kann. Das ist dann wichtig, wenn Sie ambitionierter Fotograf sind und die Fotos weiterbearbeiten möchten. RAW gibt Ihnen mehr Möglichkeiten im Vergleich zu JPG.

Fotokurs Bildbearbeitung (Eigene Werbung)

Meine Fotokurse sind immer individuell, damit Sie genau das lernen, was Sie möchten. Als Einsteiger können Sie folgende Inhalte lernen:

  • Einfach VerständlichKameratechnik
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • Belichtungskorrektur
  • ISO
  • Tiefenschärfe
  • Blitzen und Aufhellen
  • Perspektive und Tiefe
  • Fotogestaltung
  • Fotorecht
  • Bildbearbeitung
  • Bildarchivierung
  • und vieles mehr…

Es ist gleich welches Lieblingsthema Sie haben: Familienfotos, Portraits, Tierfotos, Sportfotos, Naturfotos, Landschaftsfotos, Makrofotos, Stillleben, Architekturfotografie oder andere Themen der Fotografie. Ich gehe genau auf Ihre Interessen und Ihr Know-how ein. Immer gehört eine Fotoexkursion oder gemeinsames Fotografieren zum Fotokurs dazu.

Ausführlich Informationen zum Kurs >>

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Muss man digitale Fotos nachbearbeiten? Digitale Bildbearbeitung kostenlos Windows und Mac

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Autor: Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

3 Kommentare

  1. Spannend und interessant

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  2. Ich finde auch das die Fotobearbeitung nicht wegzudenken ist, man kann schon noch einiges aus den Fotos rausholen.

    LG Jörg

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  3. Ich bin schon seid je her ein Fotokünstler und bearbeite Fotos sehr gerne. Gerade auch weil es viel verschiedene Fotobearbeitungssoftware gibt die ich gerne nutze. Auf meinem Smartphone habe ich ca. mindestens 6 Apps die so etwas können. Es mach auch jedes mal sehr viel Spaß.

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