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Einfach automatisch den Monitor kalibrieren – Tutorial Monitor Kalibrierung

Ganz einfach automatisch den Monitor kalibrieren: Die Monitor Kalibrierung vermeidet falsche Farben am Monitor oder im Abzug, Fotobuch oder Poster. Engagierte Fotografen wissen um die Wichtigkeit der einfachen automatischen Monitor Kalibrierung für die Farbechtheit.

Hilft Ihnen eine regelmäßige einfache Monitor Kalibrierung? Was ist ein Kolorimeter? Dann die Frage: “Wie kann ich einfach automatisch den Monitor kalibrieren?”. Auf diese Fragen erhalten Sie bei *fotowissen Antworten und zusätzlich viele Tipps. Hier im folgenden Bericht mit begleitendem Video Tutorial Monitorkalibrierung:

Ganz einfach automatisch den Monitor kalibrieren mit dem *fotowissen Tutorial und Video.

Einfache Monitor Kalibirierung

Dieses Tutorial “Monitor Kalibrierung für Bildbearbeitung – Einfach automatisch den Monitor kalibrieren.” wurde im April 2019 veröffentlicht. Zuletzt wurde dieser Artikel für Sie im Dezember 2023 überarbeitet. (In diesem Tutorial führen alle Links zu Amazon oder Calumetphoto)

Warum den Monitor kalibrieren?

Sie fotografieren begeistert und bearbeiten Ihre Fotos? Sie ahnen, dass Sie falsche Farben an Ihrem Bildschirm sehen und fragen sich, ob Helligkeit und Kontrast stimmt? Vielleicht haben Sie auch Fotos vom Fotografen bekommen und die sehen farblich falsch aus? Oder Sie erhalten ein Fotoalbum, einen Abzug, ein Poster mit vollkommen falschen Farben? Dann können Sie ganz einfach den Monitor kalibrieren.

Es ist höchste Zeit Ihren Bildschirm zu kalibrieren.

Video Tutorial: Einfach automatisch den Monitor kalibrieren

In diesem Video Tutorial erkläre ich Ihnen, wie Sie einfach automatisch den Monitor kalibrieren:

Was ist eine Monitor Kalibrierung?

Zunächst zur Frage: Was ist eigentlich eine Monitorkalibrierung? Ähnlich wie in der Werkstatt beim Auto, dessen Motor stottert, werden beim Kalibrieren des Bildschirms die Helligkeit, Kontrast und die Farben überprüft und neu eingestellt. Wie das funktioniert? Ganz einfach und das können Sie mit etwas Know-how selbst erledigen: Sie kaufen ein Messgerät, einen sogenannten Kolorimeter mit beiliegender Software und setzen das Gerät auf den Monitor, ähnlich wie der Autoelektriker ein Kabel an den Motor anschließt, um ihn zu überprüfen und zu kalibrieren.

Bei diesem Vorgang misst das Kalibrierungsgerät / Profilierungsgerät die Farben und Helligkeiten und stellt diese korrekt ein. Fertig. Jetzt zu der Frage, warum man Helligkeiten und Farben misst und einstellt, schließlich hören Sie bei Ihrem Bildschirm kein Motorstottern:

Hinweis: Die kostenlose Kalibrierung ohne Kolorimeter kann ich nicht empfehlen, da sie immer ungenau bleiben wird.

einfach den Monitor kalibrieren
Einfach automatisch den Monitor kalibrieren: Messgerät (Kolorimeter) aufsetzen und Software starten. Abwarten und fertig ist die verlässliche Anzeige.

Was ist ein Monitor-Kolorimeter?

Ein Monitor-Kolorimeter ist ein Gerät, das verwendet wird, um die Farbdarstellung und Farbgenauigkeit eines Computermonitors zu messen und zu kalibrieren. Es handelt sich um ein Hardware-Tool, das zur Überprüfung und Anpassung der Farbwiedergabe eines Monitors verwendet wird. Das Kolorimeter wird auf den Monitorbildschirm gelegt und misst mithilfe von Sensoren die Farben, Helligkeit und Kontrast des angezeigten Inhalts. Diese Daten werden verwendet, um den Monitor so einzustellen, dass er Farben genau und korrekt darstellt. Monitor-Kolorimeter sind wichtig für Grafikdesigner, Fotografen und andere Fachleute, die eine genaue Farbwiedergabe und Farbkalibrierung benötigen.

Was passiert ohne Monitor Kalibrierung?

Den Monitor zu kalibrieren ist immer dann wichtig, wenn Fotografen und Fotoamateure sich Mühe mit der Bildbearbeitung geben und RAW-Fotos bearbeiten. Aber auch für JPEG-Fotos sollte man einfach automatisch den Monitor kalibrieren. Die Farbechtheit eines Monitors gehört im Zeitalter der digitalen Bilder auf dem PC oder Mac dazu. Generell kann man sagen, dass jede Kalibrierung notwendig ist, um die richtigen Helligkeiten und Farben auf dem Monitor zu sehen. Denn was passiert Ihnen ohne Bildschirm-Kalibrierung?

Sie arbeiten immerzu an einem Anzeigegerät, das Ihnen die falschen Helligkeitswerte, Kontraste und Farben anzeigt. Das führt letztlich dazu, dass Sie Ihre Bilder nicht richtig sehen. Wenn Sie zusätzlich noch Ihre Fotos mithilfe eines Programms wie Photoshop, Lightroom, DxO PhotoLab, Affinity Photo, Luminar, ON1 oder Capture One bearbeiten, dann verschieben Sie die Helligkeiten und Farben des Bildes falsch. Das kann dazu führen, dass Ihre Bilder im Internet, auf Abzügen, auf Postern und in Fotobüchern verkehrt aussehen. In der Regel ist nicht das Fotolabor für die falschen Farben Ihrer Abzüge oder Fotoalben verantwortlich, sondern Ihr Monitor, der kalibriert werden müsste.

Im schlimmsten Falle investieren Sie an einem nicht kalibrierten Monitor vergebliche Menschenjahre an Mühe in die Bearbeitung Ihrer Fotos.

einfach und automatisch den Monitor kalibrieren
Einfach automatisch den Monitor kalibrieren, mithilfe eines Kolorimeters.

Wie kann ich einfach automatisch den Monitor kalibrieren?

Im Grunde benötigen Sie für die einfache Monitor Kalibrierung nur ein Messgerät mit der entsprechenden Software. Man unterscheidet zwischen der softwareseitigen Profilierung der Grafikkarte und der hardwareseitigen Monitor Kalibrierung. Was bedeutet das für Sie? Ganz einfach:

Softwareseitige Profilierung
Wenn Sie einen billigen Monitor besitzen, dann werden sie ihn mithilfe der Software kalibrieren, die dem Messgerät beiliegt. Beim Messvorgang passt die Software die Grafikkarte in Ihrem Rechner / Notebook so lange an, bis die Helligkeiten und Farben bestmöglich dargestellt werden. Der Vorgang ist genau genommen keine Kalibrierung, sondern eine nachträgliche Profilierung. Die Helligkeiten, Kontraste und Farben des Monitors sind verschoben, also verschieben wir damit auch die Farben der Grafikkarte, um dem korrekten Ergebnis nahezukommen. Das ist die etwas schlechtere Lösung, als die Hardware Kalibrierung, aber immer noch besser als nicht zu profilieren.

Hardwareseitige Kalibrierung
Wenn der Monitor in der sogenannten Look UP Table (kurz: LUT) selbst kalibriert werden kann, dann ist das immer vorteilhafter, als wenn in der Grafikkarte des Rechners die Farben für den Monitor profiliert werden. Nicht jeder Monitor kann aber hardwareseitig kalibriert werden. Die guten Monitore zum Beispiel von EIZO oder BenQ (SW-Serie) haben genau diesen Vorteil*. Bei dieser Art der Kalibrierung bleibt die Grafikkarte außen vor, die Helligkeiten und Farben werden im Monitor angepasst. Dabei erhalten wir ein wesentlich größeres Farbspektrum des Bildschirms, welcher diesen Farbraum besser darstellen kann als bei der Lösung über die Grafikkarte.

Profi Monitore für die Bildbearbeitung

Profi Monitore für die Bildbearbeitung lassen sich hardwareseitig kalibrieren. Hier einige Marken, die Profi Monitore mit einer 16 BIT LUT anbieten:

  • EIZO
  • BenQ
  • NEC
  • Quatographic
  • Samsung
*fotowissen-Info: In Wirklichkeit ist die Sache noch etwas aufwendiger, was die genaue Kalibrierung angeht. EIZO und BenQ beispielsweise kalibrieren ihre Monitore bereits vor der Auslieferung.

Wie funktioniert jetzt die Profilierung oder Kalibrierung?

Für die regelmäßige einfache Monitor Kalibrierung spielen Sie eine entsprechende Software auf Ihrem Rechner auf, die dem Monitor oder dem Kalibrierungsgerät (Kolorimeter) beiliegt. Sie können die Software auch beim Hersteller des Messgerätes / Profilierungsgerätes im Internet laden. Bei EIZO-Monitoren und BenQ-Monitoren ist es die Software ColorNavigator bzw. PaletteMaster, welche die gängigen Kalibrierungsgeräte unterstützt. Anders ausgedrückt: Wenn Ihr Monitor keine Kalibrierungssoftware mitliefert, dann nutzen Sie die Software, die Ihrem Calibrite Display Pro HL-Kalibrierungsgerät oder Spyder-Kalibrierungsgerät beiliegt.

Kalibrierungssoftware EIZO: ColorNavigator

Kalibrierungssoftware BenQ: PaletteMaster

Der Rest ist im Grunde sehr einfach: Zunächst verdunkeln sie den Raum, in dem sie kalibrieren. Jetzt starten Sie die Software. Anschließend bekommen Sie von der Software genau die Stelle, auf die das Kolorimeter gestellt werden soll. Dazu neigen Sie den Monitor stark Richtung Decke und setzen das Messgerät auf den Bildschirm oder das Display vom Notebook. Das Messgerät wurde vorher mit dem Windows-Rechner oder dem Apple Mac per USB verbunden. Die Software startet den Messvorgang und zeigt dabei verschiedene Grautöne und Farben auf dem Monitor für das Kalibrierungsgerät. Diese werden vom Messgerät erfasst und die Software berechnet, welche Abweichungen vom Monitor dargestellt werden. Diese Abweichungen werden korrigiert.

Die Monitorkalibrierung sollte man alle ein oder zwei Monate erneuern. Der eigentliche Vorgang dauert nur ein paar Minuten, genug Zeit um sich einen Tee oder Kaffee zu holen.

Welche Kalibrierungs-Einstellungen sind richtig?

Die Fachbücher (siehe unten) und viele Experten raten zu den folgenden Grundeinstellungen für die Fotografie:

  • Helligkeit: 90-120 cd/m²
    Ich arbeite in einem halb verdunkelten Raum und nutze 100 cd/m². Je heller der Raum, desto heller stellen Sie den Monitor ein. Das kann bei hellem Licht auch 120 cd/m² sein.
  • Weißpunkt 6.000 K oder 6.500 Kelvin (D65)
    Der Weißpunkt von 5.000 Kelvin hat sich als falsch für die meisten Menschen bei Tageslicht erwiesen. Besser sind 6.000 Kelvin oder sogar 6.500 Kelvin (D65).
  • Gamma: 2,2
  • Farbraum: nativ

Ich rate zu angepassten Einstellungen je nach Umgebungslicht. Das bedeutet, wenn Sie im Dunkeln sitzen, also die Rollos herunterlassen oder nur eine kleine Tageslichtquelle zulassen, dann sind eine Leuchtdichte von 100 cd/qm besser, da Ihr Bildschirm nicht zu hell ist und Ihre Augen schont. Was die Farbtemperatur angeht, so ist überwiegend 6.500 Kelvin, sprich CIE Lichtart D65 die bessere Wahl, wenn Sie mit Tageslicht arbeiten.

Mein Rat ist es, im Fachhandel ein Leuchtmittel für die Abendstunden in der gleichen Farbtemperatur zu erwerben, welches Sie in die Fassung Ihrer Lampe setzen. Es gibt LED-Birnen mit 5.000 Kelvin oder mit 6.500 Kelvin. Diese Leuchtmittel sind für unsere Augen nicht angenehm, aber sie helfen Ihnen, die Farben am Monitor und den Ausdruck gut zu sehen.

Wenn Ihr Umgebungslicht stark von der Farbtemperatur Ihres Bildschirms abweicht, dann erscheinen Ihnen die Farben Ihrer Fotos am Monitor zu warm oder zu kühl. Die Farbtemperatur vom Umgebungslicht können Sie mit einer Graukarte messen, wie im Video gezeigt.

LED Birne 6.500 Kelvin >>

LED Birne 5.000 Kelvin >>

Graukarte zur Messung der Farbtemperatur und Belichtungsmessung >>

Tipp: Die Graukarte muss hochwertig sein, sonst taugt sie nichts. Die meisten Graukarten sind nicht zur Belichtungsmessung geeignet!

Welches Kalibrierungsgerät / welches Messgerät / welchen Profiler soll ich kaufen?

Es gibt unter anderem zwei wichtige Hersteller von Monitor-Kalibrierungsgeräten / Notebook-Display-Kalibrierungsgeräten, die auch Drucker Messgeräte herstellen:

  • X-Rite (neuer Name Calibrite) (Messgerät: Calibrite Display Pro HL)
  • Datacolor (SpyderX Elite)

Beide Hersteller bauen ausgezeichnet nutzbare Messgeräte, welche leicht zu bedienen sind und mit einer Software ausgeliefert werden, die auch preiswerte Bildschirme unterstützt.

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  • Empfohlen für die Bearbeitung von Bildern in höchster Qualität und für Designanwendungen. Erhalten Sie noch bessere Ergebnisse, indem Sie das Gerät zusammen mit den Calibrite Colorchecker Farbkarten verwenden
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  • Das Kalibrierungsgerät für die Erstellung verschiedener "Looks" zur Emulation von Kaltton-, High-Key- und Schwarz-Weiß-Profilen mit einer einfach zu bedienenden Softwareoberfläche.
  • Weitere Funktionen sind Scanner-Profiling, Monitor-Profiling für Video sowie eine optimierte Benutzeroberfläche innerhalb der ColorChecker Studio Software.
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  • DER BENUTZERFREUNDLICHSTE SPYDER: Der SpyderX ist so intuitiv, dass Sie kein Farbexperte sein müssen, um präzise Farben auf Ihrem Display zu erzielen. Er umfasst einen Schritt-für-Schritt-Assistenten, ein Experten- und All-in-One-Menü sowie unbegrenzte Einstellmöglichkeiten inklusive TV- und Video-Standards.

5 Monitore – 5 unterschiedliche Darstellungen

Sie sind sicher schon einmal in einem Geschäft für Fernseher gewesen und haben festgestellt, dass alle ein anderes Bild zeigen. Das ist auch bei Computermonitoren nicht anders. Wenn Sie fünf Monitore verschiedene Hersteller nebeneinander stellen, dann haben sie fünf unterschiedliche Darstellungen. Das liegt daran, dass nur wenige Monitore bei der Herstellung grundlegend kalibriert werden. Wie also sollen sie auf dem Monitor feststellen, welches die richtigen Farben ihres Bildes sind?

Das Problem ist, dass sie sich an die Fehlfarben ihres Monitors schnell gewöhnen und ihre Bilder in Lightroom, Photoshop, Capture One und andere Bildbearbeitungssoftware entsprechend falsch bearbeiten. Das betrifft nicht allein die Korrektur der Farben, sondern auch die Helligkeitseinstellungen. Im schlimmsten Falle führt es dazu, dass sie tausende oder zehntausende Fotos falsch bearbeiten.

Auf die Darstellung eines preiswerten neuen Monitors können Sie sich nicht verlassen. Die regelmäßige einfache Monitorkalibrierung ist für Fotoamateure und Fotografen unerlässlich.

Was passiert ohne Kalibrierung?

Ohne eine entsprechende Monitor-Kalibrierung kann es Ihnen passieren, dass die Abzüge, Poster Fotoalben und Bilder im Internet vollkommen falsch dargestellt werden. Im schlimmsten Falle bedeutet es, dass sie sich erschrecken, wenn Sie Ihr Poster oder Bild hinter Acryl für teuer Geld vom Fotolabor geliefert bekommen. Dann fragen Sie sich vermutlich, ob das Fotolabor Mist gebaut hat. In aller Regel ist das nicht der Fall, denn die meisten Fotolabore arbeiten kalibriert. Das bedeutet, die Ursache für die Farbabweichungen liegen in der fehlenden Kalibrierung ihres Bildschirms. Erst wenn Sie einen guten Chemie-Abzug neben ihren Bildschirm halten und dieser die gleichen Farben zeigt, können Sie sicher sein, dass sie nicht tausende Stunden Lebenszeit für die Bildbearbeitung in den Sand setzen.

Notebook Display profilieren

Auch das Display vom Notebook sollten Sie kalibrieren. Wenn Sie ein Notebook neu kaufen, sollten Sie auf ein mattes Display achten. Aber auch spiegelnde Displays können Sie kalibrieren. Auch für Notebooks gilt, ein kalibriertes Display ist besser als ein nicht kalibriertes.

Monitor Kalibirierung vom Notebook Display
Die automatische Monitor Kalibrierung vom Notebook Display ist ebenso wichtig, wie die vom Desktop PC Monitor

iPad kalibrieren – iPhone kalibrieren

Da Tabletts wie das iPad Pro und Smartphones wie das iPhone oft mit Apps von Lightroom oder Affinity Photo genutzt werden, kann auch die Kalibrierung dieser Geräte sinnvoll sein. Allerdings, das muss man einschränkend sagen, werden beide Mobilgeräte ja in unterschiedlichen Lichtszenarien genutzt. Damit müssten sie eigentlich in jedem neuen Umgebungslicht erneut kalibriert werden. Die Kalibrierung von Mobilgeräten ist für Agenturen oder Fotografinnen sinnvoll, die gerne unter immer gleichen Lichtbedingungen ihre Bilder präsentieren möchten.

Die beiden Hersteller Calibrite (früher: X-Rite) und DataColor bieten auch für das iPad und iPhone entsprechende Apps zur Kalibrierung an. Dabei wird ein Rechner für den Anschluss des Kalibrierungsgerätes über USB genutzt. Das Tablett oder Smartphone vernetzen sich über das WLAN mit ihrem Rechner und können auf diese Art kalibriert werden. Die Apps heißen bei X-Rite ColorTRUE und bei Datacolor SpyderGallery.

Mit den Kalibrierungsgeräten Calibrite Display Pro HL und Datacolor Spyder5 Pro können Monitore, Beamer und Mobilgeräte (Tablet und Smartphone) kalibriert werden.

Buchtipp Farbmanagement

Farbmanagement für Fotografen

Wer darüber hinaus auch noch seinen Scanner und Drucker kalibrieren möchte, oder noch etwas mehr zum Thema lernen möchte, dem empfehle ich das hervorragende Buch aus dem mitp-Verlag von Thomas Hoppe mit dem Titel Farbmanagement für Fotografen. Ich kann das Buch auch sehr als Kindle Buch empfehlen, dann nämlich kann sie darin auch exzellent suchen.

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Farbmanagement für Fotografen von Thomas Hoppe, erschienen im mitp-Verlag

 

Farbe in der Bildbearbeitung

Buchtipp Farbe in der Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom: Das Buch ist für alle Fotografen von Nutzen, die gerne RAW-Fotos belichten und nachträglich bearbeiten. Schließlich ist es von Vorteil, wenn man im RAW-Foto die Farbtemperatur in Kelvin genau einstellen kann. Besonders relevant ist dabei, wie man das in Photoshop und Lightroom bestens anstellt. Das Buch erläutert ausführlich die Änderung von Helligkeiten, Farbverschiebungen und mehr in der Bildbearbeitung. Es geht außerdem um Farbharmonien sowie um unterschiedliche Farbwiedergaben.

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Farbe in der Bildbearbeitung mit Photoshop und Lightroom

Jetzt viel Spaß mit Ihrer Bildschirm-Kalibrierung, der Bildbearbeitung und vor allem auch beim Fotografieren! Natürlich freue ich mich wie immer über Ihre Kommentare unter dem Artikel.

Calibrite Display Pro HL >>

Datacolor SpyderX Elite >>

Hinweis: Das Calibrite Display Pro HL ist der Nachfolger vom X-Rite i1 Diplay Pro. Das neue Gerät kann Bildschirme messen, die bis zu 3000 Nits Helligkeit bieten. Das Calibrite Display Pro HL ist daher das neuere Produkt mit erweiterten Fähigkeiten.

Kalibrieren von Monitor und Drucker

Ich verwende seit November 2020 zwei Geräte von X-Rite (heißt jetzt Calibrite), das X-Rite i1 Diplay Pro, welches ich vor Jahren zum Kalibrieren von Monitoren erwarb. Heute würde ich für diesen Zweck das Calibrite Display Pro HL erwerben.

Ich drucke mit einem Fine-Art-Tintenstrahldrucker, dem Canon imagePROGRAF PRO-300. Die Fine Art Papiere für dieses Gerät kalibrierte ich mit dem X-Rite i1 Studio (neu: Calibrite I1 Studio). Das Gerät lässt sich auch für Monitore, Notebook Displays oder Tabletts und Smartphones nutzen. Es ist das größere Gerät, welches für die Kalibrierung von Druckern und Monitoren eignet. Sie brauchen keine zwei Geräte, falls Sie vorhaben, Ihren Drucker zu kalibrieren, ist das Calibrite I1 Studio das richtige Gerät für Sie:

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Calibrite ColorChecker Studio: Monitor- und Drucker-Kalibrierungsgerät für Kreative bei Amazon
  • Das Calibrite ColorChecker Studio ist eine All-in-One-Lösung zur Kalibrierung von Monitoren und Druckern ideal für Kreative, die eine Farbübereinstimmung zwischen Bildschirm und Druck erreichen wollen.
  • Das Kalibrierungsgerät für die Erstellung verschiedener "Looks" zur Emulation von Kaltton-, High-Key- und Schwarz-Weiß-Profilen mit einer einfach zu bedienenden Softwareoberfläche.
  • Weitere Funktionen sind Scanner-Profiling, Monitor-Profiling für Video sowie eine optimierte Benutzeroberfläche innerhalb der ColorChecker Studio Software.

Fragen und Antworten Monitor kalibrieren FAQ

Frage: Soll ich meinen Monitor profilieren oder kalibrieren?

Antwort: Sie müssen nicht sofort einen neuen Bildschirm kaufen. Aber beim nächsten Kauf achten Sie auf die Möglichkeit, dass der Bildschirm in der LUT kalibriert werden kann.

Eine softwareseitige Profilierung ist allemal besser als keine Profilierung!

Frage: Wie Monitor kalibrieren Mac?

Antwort: Genauso wie oben beschrieben mit Datacolor Spyder oder Calibrite Display Pro HL  (frührer X-Rite).  Auch am Apple Mac nutzen Sie dieselbe Hardware und Software.

Frage: Mit welcher Software kann ich einfach automatisch den Monitor kalibrieren?

Antwort: Für jeden LUT-Monitor, der sich hardwareseitig kalibrieren lässt, gibt es eine Software vom Hersteller. Bei EIZO ist es Color Navigator, bei BenQ heißt die Software Palette Master Element oder Palette Master Ultimate. Gibt es keine Software vom Hersteller des Monitors, dann verwenden Sie die Programme, die bei dem Messgerät mitgeliefert werden.

Frage: Welches Monitor Kalibrieren Testbild nutzt man? Wie teste ich meinen Monitor?

Antwort: Es gibt eine kleine EIZO Software, mit der wir unsere Monitore testen können. Die Software muss nicht mal installiert werden, sondern läuft online im Browser. Sie untersuchen damit:

  • Testbild
  • Pixelfehler
  • Homogenität
  • Farbabstände
  • Verläufe
  • Textdarstellung
  • Blickwinkel
  • Gamma
  • Reaktionszeit

EIZO Monitortest >>

Frage: Welcher Monitor für Bildbearbeitung?

Antwort: Wir selbst arbeiten ausschließlich mit guten Monitoren, die auch entspiegelt sind. Warum das so wichtig ist und welche Monitore sich besonders für die Bildbearbeitung eignen, lesen Sie hier:

Diese Monitore für Fotografen empfiehlt *fotowissen >>

Frage: Wie oft soll ein Monitor kalibriert werden?

Antwort: Die Software von Calibrite Display und von Datacolor Spyder macht dazu Vorschläge in Zeitintervallen, gemessen an der Nutzungsdauer des Monitors. Generell ist die Kalibrierung alle ein bis zwei Monate sinnvoll, da sich ein Display verändert.

Frage: Wie verbinde ich mein MacBook mit einem Monitor?

Antwort: Wenn Ihr MacBook einen HDMI-Anschluss oder Mini DisplayPort hat, dann ist es einfach. Hat Ihr MacBook oder MacBook Pro keinen HDMI-Anschluss oder Mini DisplayPort, dann bietet es vielleicht einen USB-C oder Thunderbolt Anschluss. Damit lassen sich die modernen Monitore verbinden und laden zusätzlich den Akku das MacBook auf. In diesem Falle reicht ein einziges Verbindungskabel zum Mac für Ton, Bedienung, Festplatten und das Display. Wenn weder das eine noch andere zur Verfügung steht, dann benötigen Sie ein Hub (achten Sie auf den Anschluss).

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Frage: Welcher Curved Monitor für FotografInnen?

Antwort: Im Moment sind Curved M. noch Kompromisse für FotografInnen. Ein deutliches Zeichen dafür ist, dass EIZO und BenQ keine Curved-Modelle für die gehobene Bildbearbeitung anbieten.

© Peter Roskothen ist Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Monitor Kalibrierung für die Bildbearbeitung – wie geht das? Video Tutorial: Einfach automatisch den Monitor kalibrieren.


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Fototrainer Peter Roskothen ist Fotograf und Fotojournalist
Fototrainer Peter Roskothen ist Fotograf und Fotojournalist

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

6 Kommentare

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  • Vielen Dank für diese tolle Erklärung. Ich habe 2 Bildschirme von ViewSonic. Leider lässt sich mit Spyder nur ein Bildschirm kalibrieren. Daher würde ich es gerne mit einer Software probieren. Gibt es eine gute Software für Bildschirmkalibrierung? Viele Grüße, Nick

  • Hallo Peter,

    wieder mal ein toller Artikel über ein Thema das man allzuleicht ‘vergisst’… – und auch die Erinnerung daran die ‘Basics’ nicht zu vergessen – danke dass Du das Thema wieder mal aufgegriffen hast.
    Ich persönlich arbeite noch mit einem älteren ColorMunki werde aber längerfristig wohl auch auf das von Dir empfohlene Gerät umsteigen (müssen) weil die aktuelle SW irgendwann das Gerät nicht mehr unterstützt…
    An meinem Arbeitsplatz (Eizo Bildschirm und iMac 27″) scheinen mir die 120 cd/qm als zu hell. Ich kalibriere auf 80 cd/qm und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Evtl. ist aber mein Raum rel. dunkel?? Unterm Strich bekomme meine Abzüge von meinem Dienstleister echt so wie ich es am Bildschirm eingestellt habe – insofern können die 80 cd/qm für meinen Arbeitsplatz so falsch nicht sein.
    Gruß Herbert

    • Herzlichen Dank für den konstruktiven Kommentar Herbert.

      Ich selbst arbeite in einem Raum, in dem ich die Rollade nur ein Drittel öffne. Daher bin ich mit 100 cd/qm wirklich zufrieden, die Augen danken mir die geringere Helligkeit der Monitore. Bei noch dunkleren Räumen kann dann eine Einstellung von 80 cd/qm auch richtig sein. Wenn Du aber die Abzüge vergleichst – das wirst Du sicher wissen, aber für andere LeserInnen ist es interessant – dann zunächst im gleichen “Farbraum”, sprich ich habe im Büro eine LED Birne mit ähnlicher Farbtemperatur. Das Umgebungslicht ist wirklich wesentlich bei der Beurteilung der Abzüge. Daher gab und gibt es immer schon Normlicht und Normlichtkabinen. Beispiel:
      https://www.gti-normlicht.com/d65-colormatching/

      Herzlich,
      Peter

  • aktuell Februar 2024:
    Ein Labortest von prad.de ergab bei einem ASUS Monitor (Preisklasse 2000.-), dass sich dessen Farbtemperatur vom Einschaltzeitpunkt von 5700 Kelvin nach 2 Stunden auf 6400 veränderte.
    Vor allem beim Colorgrading / Film-Editing ist dies unbrauchbar, da der erste Filmclip dann anders aussieht als der letzte nach z.B. 4-6 Stunden. Demzufolge müsste man hier also alle 30 Minuten eine Kalibrierung vornehmen, um die gleiche Farbtemperatur während der stundenlangen Bearbeitungszeit zu erhalten. Hat jemand Erfahrungen damit ? Beim Eizo CG319x wird dies temperaturunabhängig geregelt (bei aktuellem Preis von 5000.-).

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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