Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Wildlife-Fotografie mit Fujifilm X-System

Artikel ursprünglich verfasst am 30. Juni 2020

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Ich gehe gerne an einen See für die Wildlife-Fotografie mit Fujifilm X-System Kamera und Telezoom. Dort kann ich prima die Seele baumeln lassen, mich beim Beobachten der wilden Tiere entspannen. Ich fotografiere heute mit Fujifilm X-Kameras, dem Fuji XF 100-400mm und möchte Ihnen erklären, was mir daran im Vergleich zu Canon sehr gut gefällt. Außerdem empfehle ich Objektiv-Alternativen für Canon und Nikon Besitzer:

Wildlifefotografie mit Fujifilm

Wildlife-Fotografie mit Fujifilm Kamera und Telezoom XF 100-400mm

Die Vorteile der Fujifilm Kameras für die Wildlife-Fotografie

Tipps und Tricks für die Einstellungen der Fuji Kameras

Probleme der Wildlife-Fotografie mit Canon Spiegelreflex

Früher, wir hatten ja nichts, aber immerhin eine Canon EOS 7D. Die Spiegelreflex hatte die Möglichkeit sich mit den teuren Teleobjektiven von Canon zu verbinden. Aber ich hatte nie vor, € 10.000,- für ein 500mm F/4 auszugeben. Erst als Sigma / Tamron mit dem 150-600mm F/5-6.3 herauskam, wurde es für viele von uns interessant, auch mal das Genre Wildlifefotografie zu probieren. Gut, ein Canon EF 100-400mm hat es auch getan, aber auch das ist nicht von den Bäumen gefallen.

Mit beiden Kombis lassen sich wilde Tiere, auch von weniger gut betuchten Hobby-Fotografen heran holen. Schade, dass der Sensor der EOS 7D und EOS 7D Mk II so vergleichbar schlecht abschneidet bei hohen ISO. Schade, dass immer wieder Backfokus und Frontfokus Probleme die Fotos verderben. Mit der EOS 5D Mark IV habe ich sehr gute Bilder schießen können. Bei der Kamera hatte ich alle Objektive feinjustiert.

Tipp: Lassen Sie sich Ihre Spiegelreflexkamera mit dem Teleobjektiv justieren

Spiegellose Wildlife-Fotografie mit Fujifilm X-System

Als ich endgültig von der Zukunftslosigkeit der Canon Kameras frustriert war, hatte mich Canon mit dem Neupreis der EOS 5D Mark IV (€ 4.065,-) zum letzten Mal über den Tisch gezogen. Ich wechselte Ende 2016 zur Fujifilm X100S und X-T2. Meine persönlich beste Entscheidung in den letzten Jahren, was die Kameratechnik angeht. Seitdem macht nicht nur die Wildlife-Fotografie wieder Spaß.

Höhere ISO-Werte (ISO 800, 1600, 3200) produzieren längst nicht mehr so viel Rauschen. Die Wahl der AF-Felder bis zum Rand ist ein himmlisches Geschenk. Die Blende vorne am Objektiv, ISO, Verschlusszeit, Belichtungskorrektur oben auf den Schultern der Kamera einzustellen, ist intuitiv. Endlich komme ich noch schneller als mit Canon klar, habe einen akkuraten Autofokus, der mir 9 von 10 Bildern im Serienbetrieb scharf stellt. Der mechanische Verschluss einer X-H1 oder X-T4 ist so leise, dass die Tiere die Serienaufnahmen nicht mehr hören können. Der elektronische Verschluss macht kein Geräusch und lässt mich bis zu 30 Bilder pro Sekunde aufnehmen. Brauche ich nicht, würde aber funktionieren.

Stelle ich mechanisch scharf, wie bei der Libelle unten im Bild, dann habe ich eine digitale Lupe plus Fokus-Peaking zur Verfügung, um die Schärfe genau auf den Kopf zu legen. Das sind einige Vorteile einer spiegellosen Kamera im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera. 14 Vorteile in diesem Artikel >>

Seit dem Markenwechsel habe ich mir oft die Frage gestellt: Wie lange wollte ich mich denn noch von Canon veräppeln lassen?

Die Bilder sind mit ISO 1250 fotografiert. Die beiden bearbeiteten Fotos sind in Capture One Pro leicht in der Helligkeit korrigiert (+8) und wurden ein bisschen entrauscht und nachgeschärft.

Nein, ich kaufe immer noch keine € 10.000 oder € 5.000-Objektive. Die längste Tüte von Fujifilm ist derzeit das XF 100-400mm F4.5-5.6. Den Telekonverter habe ich nicht erworben, da ich nach dem Test nicht mit der Schärfe zufrieden war. Aber das 100-400mm reicht auch für vieles aus. Ehrlich: Ich warte noch auf größere Brennweiten. Jetzt, da Fujifilm Fremdhersteller von Objektiven eingeladen hat, ist es möglich, dass Tamron etwas anbietet. Vielleicht kommt auch ein Fujinon XF 500mm F/4 oder F/5.6? Wir werden sehen.

Die Technik für Wildlife mit Fuji

Das Fotografieren aus der Hand oder vom Einbeinstativ macht Laune. Ich stelle meist eine Serienbildgeschwindigkeit von 3-5 Bildern pro Sekunde ein (CL), wenn ich Wildlife-Fotografie mit Fujifilm X-T3 / X-T4 belichte. 20 oder 30 Bilder pro Sekunde sind schlicht Overkill, und die schnelle Frequenz (CH) benötige ich selten. Die Blende F/9 oder F/8 für fliegende Vögel mit großer Spannweite in der Nähe. Alles weiter Entfernte zum Beispiel mit F/6.4 oder auch mal mit F/5.6 bei 400mm. Ich nutze häufig den mittleren Autofokuspunkt, der insgesamt am akkuratesten Vögel im Flug scharf stellt. Alternative nutze ich auch die Zone und natürlich immer AF-C.

Tolle Fujifilm Kameras für die Wildlifefotografie sind die X-T2, X-T20, X-T3, X-T30, X-T4, X-H1

Vorteil Telezoom

Der Vorteil eines Telezooms wie dem XF 100-400mm ist schlichtweg, dass ich ein Tier schneller im Flug bei 100mm finde, um anschließend sofort auf 400mm hinein zu zoomen. Das geht auch mit Canon Kameras oder Nikon Kameras (D500 ist klasse für Wildlife). Jedenfalls ist das Fuji-Telezoom knackscharf und produziert astreine Farben und Kontraste.

Das Gewicht

Es sind nur 300 Gramm Unterschied zwischen einer EOS 7D Mk II mit EF 100-400mm und der X-T4 mit XF 100-400mm. Schlimmer wird es bei Canon mit einer 1DX Mark II / III. Dann sind das schon 630 Gramm Unterschied. Aber mal im Ernst: Möchten Sie € 7.300,- für eine 1Dx Mark III ausgeben? Oder lieber € 1.800,- für eine X-T4?

Und so sehe ich am See immer mehr Fotografen beim Hobby Wildlifefotografie mit Fuji-Kameras und dem XF 100-400mm Telezoom. Wildlifefotografie mit Fujifilm macht großen Spaß. Hatte ich das schon mal geschrieben? Psst, hier ein Geheimnis: Ich bin begeistert. Nicht weitersagen :-).

Fotografien Wildlife mit Fujifilm X-T3 / X-T4

Großer *fotowissen Testbericht XF 100-400mm >>

Dieser Artikel hat 20 Stunden Arbeit bereitet, ohne die Fotografie zu rechnen. Ich freue mich über Kommentare und über alle, die sich noch den Kurs für Fujifilm ansehen:

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Wildlife-Fotografie mit Fujifilm X-System Kamera und Telezoom

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Der individuelle Fujiflm Fotokurs

Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenMöchten Sie gerne Ihre eigene Fotografie ausbauen, dazulernen und suchen einen besseren Fujifilm Fotokurs? Ich schule individuell (auf Wunsch auch zu Zweit plus Trainer) Fotografie für Einsteiger und Fortgeschrittene. Der individuelle Kurs schult Ihre Grundkenntnisse oder baut auf Ihren bestehenden Kenntnissen auf und wird genau auf Sie abgestimmt. Mehr noch: die Schulung macht großen Spaß und neben Theorie unternehmen wir auch eine eigene Fotoexkursion. Das kann gerne auch Wildlife-Fotografie sein!

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Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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