Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Pflanzenfotografie für Einsteiger

Artikel ursprünglich verfasst am 16. September 2014

Pflanzenfotografie als Idealbereich für Einsteiger

Pflanzen haben einen Standort, Tiere dagegen einen Lebensraum. Haben Sie eine Pflanze gefunden, so können Sie davon ausgehen, dass diese dort auch später noch stehen wird – es sei denn ein Tier hat sie gefressen oder ein Mensch abgemäht. Aber selbst in diesem Fall sind die Wurzeln der Pflanze in der Erde geblieben und über der Erde steht bestimmt noch ein Rest des Stengels, der mit Sicherheit wieder ausschlagen wird und so steht zu einem späteren Zeitpunkt diese Pflanzenart wieder am gleichen Ort. Als Sie die Pflanze zum ersten Mal gefunden hatten, da hatte sie gerade mal Knospen, Tage später blühte Sie und noch später trug sie Früchte.

Klatschmohn-6 - Pflanzenfotografie als Idealbereich für Einsteiger

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Sie hatte sich also verändert, aber war immer noch am selben Ort, den Sie so oft Sie wollen aufsuchen können.

Sind Sie bei einer Pflanze angekommen, so können Sie nun in aller Ruhe überlegen ob Sie überhaupt fotografieren wollen und wenn ja, wie. Sie nehmen die notwendigen Einstellungen an der Kamera vor, machen einige Aufnahmen, ändern vielleicht die Position der Kamera, den Zoom oder die Blende und fotografieren noch einmal. Und das in aller Ruhe. Diese Aufnahmen entstehen nicht nur in der freien Natur, wo es immerhin noch Regen, Wind und Dunkelheit geben kann – drei Erscheinungen, die Sie nur sehr selten schätzen werden, meistens mögen Sie diese gar nicht. So können Sie auch zuhause fotografieren, wo es weder Wind und Regen und schon gar keine Dunkelheit gibt. Bei solcher Tätigkeit lernen Sie nicht nur die Pflanze kennen, sondern auch vor allem ihre Kamera. Eines Tages bedienen Sie diese Kamera schon fast „wie im Schlaf“, weil Sie sich zunächst nur mit den Pflanzen beschäftigt haben, die Ihnen alle Zeit dazu ließen. Dann können Sie sich den Tieren zuwenden, die Sie nicht an einem bestimmten Punkt finden, die sich in einem größeren Lebensraum aufhalten, sich darin häufig bewegen und außerdem auch noch scheu sind. Dann werden Sie auch in der Tierfotografie Erfolge verzeichnen können. Denn um Tiere erfolgreich zu fotografieren, brauchen Sie Geduld, weil Sie in aller Regel oft auf sie warten und dann auch noch schnell handeln müssen, wenn das gewünschte Tier endlich auftaucht und sich so verhält, wie Sie es sich wünschen. Dann werden Sie an der Kamera schnell und mit Sicherheit alle Einstellungen vornehmen und fotografieren.

Das sind die Gründe, warum ich Ihnen empfehle, beschäftigen Sie sich, wenn Sie sich verstärkt der Fotografie zuwenden wollen, zunächst mit der Pflanzenfotografie.

(Fortsetzung folgt: Welche Funktionen muss die Kamera für die Pflanzenfotografie haben?)

© Pflanzenfotografie Autor Günter Hauschild

Autor: Günter Hauschild

Günter Hauschild ist Hobbyfotograf. Seine Begeisterung für die Digitalfotografie verbindet er mit seinem Interesse für die Natur und seinen didaktisch - methodischen Fähigkeiten. Sein "Fotokurs für junge Fotografen" (http://www.vierfarben.de) wendet sich an den Fotografen-Nachwuchs, seine "Naturfotografie - Fotografisch durch die Jahreszeiten" (http://www.it-fachportal.de) an die biologische Interessierten Hobbyfotografen. Hier auf "Fotowissen" schreibt er vorrangig Beiträge zur Naturfotografie.

2 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Artikel, Herr Hauschild. Ich freue mich bereits auf die weiteren Folgen! Haben Sie den roten Hintergrund mit einer Pappe realisiert?

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  2. Guten Tag Herr Roskothen.
    Vielen herzlichen Dank für das Lob zu „Pflanzenfotografie Teil 1“. Das Foto
    beantwortet die Frage nach dem roten Hintergrund: Stoffhintergrund, der mit
    dem Lichtwürfel geliefert wurde.

    Transportables Lichtzelt

    Einen guten Tag wünscht
    Günter Hauschild

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