Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Wasserzeichen für Fotos – Stop den Bilderklau

Ein eigenes Wasserzeichen für Fotos schützt Ihre wertvollen Fotografien vor dem Bilderklau. Immer noch nicht wissen alle Menschen, dass man Fotos nicht einfach aus dem Internet nehmen und verwenden darf. Hier eine kleine Hilfe:

Wasserzeichen für Fotos – Stop den Bilderklau

Stopp den Bilderklau

Sie möchten nicht, dass ihre Fotos einfach von anderen Menschen verwendet werden? Möchten Sie sich gegen Missverständnisse mit einem eigenen Wasserzeichen für Fotos schützen?

Das Copyright oder Wasserzeichen in Ihrem Foto signalisiert jedem, dass er nicht einfach ihr Foto „nehmen“ und verwenden darf. Tut er es trotzdem, so können Sie ohne oder mit Hilfe eines Rechtsanwalts die Unterlassung erwirken. So oder ähnlich machen es inzwischen viele Fotografen, die aber oft kein Wasserzeichen verwenden, um den Unwissenden in die Kostenfalle zu locken. Das ist nicht die feine Art aber rechtlich sicher in Ordnung. Denn inzwischen sollte JEDER wissen, dass es kein Kavaliersdelikt ist, sich ein Foto zu „leihen“, besser gesagt zu klauen.

Nutzen Sie keine fremden Bilder ohne schriftliche Genehmigung (Nutzungsgenehmigung)!

Das „Entleihen“ (besser der Klau) eines Fotos kann teuer werden. So etwas kostet leicht vierstellige Eurobeträge. Mein Tipp: Holen Sie sich immer eine schriftliche Genehmigung vom Urheber, also von demjendigen, der das Bild fotografierte. Stellen Sie sicher, dass es auch wirklich von dem Fotografen stammt, von dem Sie die Genehmigung erhalten. Eine Ausnahme stellen Bilddatenbanken da. Dazu gleich mehr.

Urheberrecht, Nutzungsrecht und Urheberquellhinweis

 Recht für Fotografen Der Ratgeber für den fotografischen AlltagÜber das eigene Wasserzeichen für Fotos, Nutzungsrecht, das Urheberrecht und den Urheberquellhinweis kann man ganze Bücher schreiben. Das haben andere auch schon getan. Hier ein Link auf einen Titel, in dem sie sich schlau machen können. Das Buch ist auch für alle interessant, die sich mit der Fotografie selbstständig machen und zum Beispiel ein Kleingewerbe anmelden:

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Eigenes Wasserzeichen für Fotos

Wer seine eigenen Bilder gegen den Bilderklau schützen möchte, der kann seinen Bildern ein Wasserzeichen hinzufügen. Egal ob Sie mit dem Smartphone fotografieren, eine Kompaktkamera, eine Bridgekamera, eine spiegellose Systemkamera, oder eine Spiegelreflexkamera nutzen, so sind ihre Fotos doch wertvoll für Sie. Stellen Sie also keine eigenen Bilder bei Facebook, Instagram oder anderen sozialen Medien ein, ohne ihr eigenes Wasserzeichen im Foto unterzubringen.

Wasserzeichen / Copyright mit Lightroom

Wer bereits die Bildbearbeitungssoftware Lightroom besitzt, der kann ein einzelnes Bild oder gleich mehrere Bilder in einer Serienfunktion mit einem Copyright versehen. Dabei ist es außerdem möglich, das Bild gleich das Internet zu verkleinern. Die meisten Webseiten nutzen immer wieder ähnliche Bildabmessungen für die Breite eines Fotos. Das können 600 Pixel, 800 Pixel oder auch mal 1000 Pixel sein. Die Funktion das Bild zu verkleinern und gleichzeitig ein Wasserzeichen einzubinden, ist sehr praktisch. Hier ein Anwendungsvideo, welches erklärt, wie sie ihr Wasserzeichen in ihre Bilder einbinden:

Kostenlose Software für Wasserzeichen

Die Suche nach kostenlosen Softwarepaketen für Wasserzeichen ist nach einiger Zeit auch erfolgreich. Recht einfach, aber vor allem gratis, ist die Software IrfanView, die auch eine Serienfunktion für Wasserzeichen bereitstellt (nur WIN):

IrfanView >>

Auch *fotowissen.eu hatte einmal eine Software empfohlen, die in der Grundversion zwar immer noch kostenlos aber auch stark eingeschränkt ist (nur WIN):

Bulkwatermark >>

Wer auf Einschränkungen verzichten möchte, der muss eine erweiterte Version bezahlen. Und natürlich muss eine Software auch nicht kostenlos sein. Stellt sich nur die Frage was darf eine Software kosten, die nur ein einfaches eigenes Wasserzeichen für Fotos einbaut? Mein Kollege Ulrich Schifferings hat auf *fotowissen.eu eine Software „Batch Photo“ empfohlen, die viel mehr kann als das Wasserzeichen einbauen (das kann sie auch). Der Begriff Batch steht im englischen für das verarbeiten in Serie. Eine Serienverarbeitung kann sehr sinnvoll sein, wenn Sie mehrere Fotos gleichzeitig mit einem eigenen Wasserzeichen versehen möchten (MAC & WIN).

Batch Photo >>

Hier ein Video vom Einbau eines Copyright / Wasserzeichen in Ihre Fotos mit Batch Photo. Wie gesagt, die Software kann noch viel mehr (Ändern der Bildgröße, in ein anderes Dateiformat konvertieren, …):

Eigene Bilder im Internet finden

in der Google Bildersuche können Sie Ihr eigenes Bild hochladen und herausfinden, ob es auf anderen Webseiten genutzt wird. Das tun offenbar auch andere Fotografen, die dann die nicht genehmigte Nutzung ihrer Fotos abmahnen. Die Kostennote kann relativ hoch sein. Vermeiden Sie diesen Fehler einfach, indem sie keine fremden Bilder für ihre eigenen Zwecke nutzen.

Google eigene Bildersuche >>

Tipp: Laden Sie in dem kleinen Kamera-Icon das gesuchte Bild oder die entsprechende URL hoch.

Fragen kostet nichts

Wenn Sie doch einmal ein Foto finden, welches ihn ausgesprochen gut gefällt und sie es für ihre eigenen Zwecke nutzen möchten, dann ist auf fast jeder Webseite immer ein Kontaktformular oder ein Impressum zu finden. Hier können Sie einfach den Fotografen fragen, ob er Ihnen genehmigt, das Bild für einen bestimmten Zweck zu nutzen. Vielleicht einigen sie sich sogar auf eine kleine Vergütung. Der Fotograf hat zum richtigen Zeitpunkt mit dem richtigen Know-how und dem richtigen Equipment dieses Foto gemacht. Dafür gebührt ihm natürlich eine Vergütung. Fragen Sie also bitte nicht, ob sie die Fotografie gratis nutzen können, sondern wie hoch die Vergütung sein soll. Schließlich verdienen viele Profis ihr Geld mit der Fotografie und allein die Frage nach einem Gratis-Bild ist extrem respektlos.

Tipp: Haben Sie ein Foto von einem Fotografen oder Fotoamateur lizenziert, dann fragen Sie nach dem Einbinden des Bildes, per eMail oder schriftlich per Brief, ob Sie alles richtig gemacht haben. Die positive Antwort des Fotografen verwahren Sie gut.

Die Bilddatenbank Alternative

Eine der bekanntesten und preiswertesten Bilddatenbanken stammt von Fotolia. Diese ist inzwischen von Adobe übernommen worden. Bei Fotolia bekommen Sie Millionen Fotos zu relativ geringen Kosten für einen bestimmten Nutzungszweck. Wenn Sie ein Foto bei Fotolia gefunden haben, welches Ihnen gefällt gehen Sie wie folgt vor:

  1. Zur nächst müssen Sie sich bei Fotolia anmelden
  2. Legen Sie das Foto in den Warenkorb. Achten Sie hierbei auf eine bestimmte Größe, die sie gerne im Internet verwenden möchten. Größere Auflösungen benötigen Sie zum Beispiel für Printmedien
  3. Bezahlen Sie den Kauf der Nutzungsrechte
  4. Lesen Sie genauestens die Lizenzbestimmungen von Fotolia. In der Regel verlangt das Unternehmen bei redaktionellen Beiträgen, dass sie einen Hinweis auf das Foto in der Webseite veröffentlichen. Bei Printmedien muss ebenfalls dieser Hinweis am Foto angebracht werden. Besondere Bestimmungen gelten für verschiedene Verwendungszwecke wie zum Beispiel Facebook und andere soziale Medien. Lesen Sie diese Lizenzbestimmungen aufmerksam und handeln entsprechend. Am unkompliziertesten verwenden Sie die Social-Media-optimierte Versionen der Datei.

Anmerkung: Ich gebe keine Rechtsauskünfte und übernehme keinerlei Haftung für Ihr Handeln. Machen Sie sich im Zweifel beim entsprechenden Bilderdienst schlau.

Nutzungsrechte – Selber Fotografieren oder beauftragen

Die allerbeste Idee für ein bestimmtes Bild ist es, dies selbst zu fotografieren oder es zu beauftragen. Wenn Sie ein bestimmtes Foto, wie das Bild unseres Artikels benötigen, dann fotografieren Sie es mit entsprechendem Know-how selbst und versehen es mit einem Copyright. Auf diese Art können Sie das Foto nutzen wie Sie mögen. Auch wenn Sie einen Fotografen beauftragen, wird er Ihnen die Nutzungsrechte einräumen.

Was Sie aber unter gar keinen Umständen dürfen: Das Bild vom Fotografen oder Bilderdienst weiterverkaufen oder verschenken. Dazu haben Sie in der Regel keine Berechtigung! Lassen Sie sich deshalb nicht einfallen die Hochzeitsfotos der Floristin (gewerblich) zur Verfügung zu stellen. Wenn Sie das möchten, dann fragen Sie immer vorher den Fotografen und lassen sich die Erlaubnis schriftlich geben. Sie können dagegen Ihre Hochzeitsbilder (nur ein Beispiel) in der Regel allen Freunden und Verwandten schenken. Aber auch das klären Sie bitte vorher schriftlich mit dem Fotografen. Ich rate dringend davon ab, Freunde oder Amateure für Hochzeitsfotos oder ähnlich wertvolle Aufnahmen zu beauftragen. Das geht sehr oft, wenn nicht sogar meistens extrem schief.

Ich weiß wie schwierig es ist, einen guten Fotografen zu bekommen. Kleiner Tipp: folgen Sie Ihrem Bauchgefühl und schauen sich die Bilder genau an. Entscheiden Sie auf keinen Fall ausschließlich aufgrund des Preises. Bei Hochzeitsfotos zu sparen führt oft in eine Falle.

In eigener Sache: Fotokurs Bildbearbeitung

Möchten Sie gerne wie ein Profi mit Lightroom arbeiten? Oder Sie möchten Photoshop für ihre Bilder nutzen? In meinem individuellen Fotokurs lernen Sie in schnellster Zeit mit Lightroom oder Photoshop umzugehen. Dabei ist gerade die Einführung in die Software entscheidend, um sich schnell und unkompliziert einzuarbeiten. Schließlich hat keiner von uns Zeit zu verlieren. Deshalb ist dieser Kurs besonders intensiv und sie lernen ganz einfach mit Lightroom oder Photoshop umzugehen.

Weitere Informationen zum Fotokurs Bildbearbeitung >>

Fotokurs gefällig? Wenn Sie gerne die Kameratechnik, Bildgestaltung und das gekonnte Fotografieren erlernen möchten, dann hilft Ihnen ebenfalls mein individueller Fotokurs. Neben Kameratechnik und Bildgestaltung erhalten Sie hier eine eigene Fotoexkursion mit echtem Profi Know-how. Sie lernen Perspektiven zu nutzen und Motive zu erkennen.

Weitere Informationen zum Fotokurs >>

Fotokurs - Fotografie Individualkurse für Einsteiger

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Wasserzeichen für Fotos – Stop den Bilderklau

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

3 Kommentare

  1. Hallo,
    ich lese Ihren Blog wirklich gerne. Nun muss ich aber doch zwei Anmerkungen loswerden:

    Bezüglich Amateuren bei der Hochzeit: „Das geht sehr oft, wenn nicht sogar meistens extrem schief.“ Das finde ich nun doch etwas platt verallgemeinert. Worauf zielt der Satz überhaupt ab? Es geht im Artikel doch um Urherberrecht, oder nicht? Ich stimme Ihnen ja grundsätzlich zu, aber muss ein Artikel über Wasserzeichen für so einen pauschalen Seitenhieb genutzt werden? Das haben Sie doch nicht nötig.

    Zum anderen würde mich interessieren, ob tatsächlich jemand positive Erfahrungen mit Wasserzeichen gemacht hat. Klar kann ich mein Logo in eine Ecke setzen, das finde ich gut um einen Wiedererkennungswert und eine Marke zu schaffen. Aber um Kopieren zu verhindern? Ich weiß nicht, wer das Bild mutwillig „stiehlt“ cropt ein Wasserzeichen doch einfach weg.

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    • Hallo Sebastian,

      ich kann Dir nur in Teilen zustimmen. Klar, jeder der sich ein bisschen auskennt, der schneidet ein Wasserzeichen einfach weg. Doch wer sind denn die Menschen, die Bilder stehlen, gerade die anderer Hobbyfotografen. Meist ist das Bild „mal eben“ von Facebook abgespeichert, in einem anderen Kontext wieder hochgeladen und schon bekommt man Komplimente für die tolle Fotografie. Das sind so meine Erfahrungswerte und ist mir selbst schon mit einem (noch nicht mal sehr guten) Foto passiert.
      Bei einem Bild mit Wasserzeichen haben es zumindest die „mal eben-Täter“ doch ein wenig schwerer. Sie müssten das Foto dann ja noch bearbeiten und das ist dann doch meist zu viel Arbeit.
      Wer ein Bild unbedingt haben möchte und nicht fragen mag oder kann (weil ohne Angabe), der wird auch weiterhin einen Weg finden. Kriminelle Energie, denn davon reden wir schließlich auch bei den „mal eben-Tätern“, auch wenn sie es nicht so sehen, macht erfinderisch.
      Ich versehe meine Fotos mit einem Wasserzeichen, weil ich auch die ewigen Fragen „Ist das wirklich Dein Foto?“ ziemlich leid bin. Nicht, dass ich das nicht letzte Woche (trotz Wasserzeichen) doch noch einmal gehört hätte :-(
      Das Wasserzeichen hat für mich zwei Aufgaben:
      1. Es zeigt ganz klar, das ist mein Bild! Ich habe es fotografiert und wer es haben möchte, der wird mich anhand der Angaben auf dem Foto finden.
      2. Es macht den „mal eben-Tätern“ das Leben ein wenig schwerer. Es ärgert sie halt, das reicht mir ;-)

      Erst letzte Woche ist in einer Facegruppe die sich mit dem Thema Reisefotografie in Schottland beschäftigt, eine sehr kuriose Geschichte passiert. Ein neues Mitglied hat ein wirklich tolles und außergewöhnliches Foto von der Isle of Skye hochgeladen. Alle waren begeistert, voller Lob für das tolle Foto und wollten wissen, wo es denn aufgenommen wurde. Das neue Mitglied konnte sich nicht mehr erinnern, aber viele andere Mitglieder kannten den Platz. Lob dem Admin, der aufgrund dieser Aussage misstrauisch geworden ist. Er hat gesucht und das Bild bei Pinterest, ohne copyright-Angabe, gefunden. Er hat, zu recht argumentiert: Wer ein solches Foto macht, der kann sich daran erinnern, wo er es gemacht hat (wir reden immer noch von Hobby-Fotografen!) und kann zumindest noch die EXIF-Daten (nach denen auch gefragt wurde) angeben. Mitglied und Foto sind innerhalb weniger Minuten aus der Gruppe verschwunden. Hätte das Bild ein Wasserzeichen gehabt, wäre es wahrscheinlich nie so weit gekommen. Und ja, wenn ich ein richtig tolles Foto mache, kann ich mich daran erinnern wo es war, wann ich es ungefähr gemacht habe und ich weiß, wo ich es in meinen tausenden von Fotos wieder finden kann, um z.B. die Exif`s anzugeben.

      Mich bestärkt es darin, kein Foto ohne Wasserzeichen irgendwo hochzuladen. Auch wenn meine Fotos vielleicht nie so gut werden, das jemand es unbedingt haben möchte, aber siehe oben. Schön ist was gefällt und so werden auch vermeintlich „schlechte“ Fotos gemopst.

      LG
      Britta

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  2. Ich möchte in der Diskussion um Urheberecht auch darauf hinweisen das der Beweis auf das eigene Bild nur mit einem Wasserzeichen im Ernstfall kaum vor Gericht hält. Unbedingt notwendig wäre auch das Rohformat dieses Bildes, den die damit verbundenen Daten erleichtern die Beweisführung sehr. Wenn schon Wasserzeichen dann in der Mitte des Bildes, ist zwar nicht ideal stört aber sehr beim Beschneiden.

    LG Dieter

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