Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Capture One Pro versus Lightroom

Im ersten Teil der Artikelreihe über Capture One Pro sind wir auf einzelne Eigenschaften der Bildbearbeitung eingegangen. In diesem zweiten Teil reden wir über die Vorteile und Nachteile von Capture One Pro versus Lightroom. Ich ziehe ein Fazit zur Bildbearbeitung und gebe Tipps, wie man die Software am besten erlernen kann:

Capture One versus Lightroom Test - Vorteile und Nachteile

Capture One Nachteile im Vergleich zu Lightroom

Es existieren einige Nachteile von Capture One (C1) im Vergleich zu Mitbewerber Lightroom (LR) von Adobe. Zunächst fällt auf, dass in C1 ein detailliertes Protokoll fehlt, mit dessen Hilfe man einzelne Schritte rückgängig machen kann. Auch der sogenannte und aus Lightroom vertraute Schnappschuss fehlt.

Vermissen werden Fotografen auch die sehr gut funktionierende Lightroom-Bearbeitung von HDR-Fotos oder Panoramabildern. Zu diesem Zweck kann ich in C1 nur auf externe Programme wie zum Beispiel die Google Nik Collection zugreifen.

Größtes Manko der Bildberabeitungssoftware aus Dänemark ist aus meiner Sicht die fehlende automatische Perspektivkorrektur (LR – Transformieren). Zwar ist eine manuelle Linienkorrektur mit Hilfe von Linien, die ich im Bild anlege möglich. Das aber ist für Reportagen und Architekturfotos oft schlicht zu aufwändig.

Einige Linsen sind nicht in den Objektivprofilen von Capture One Pro hinterlegt. Oft handelt es sich hierbei um die preiswerteren Linsen, die Fotoamateure bevorzugen. Aber auch sehr hochwertige Linsen fehlen: Das sehr hochwertige Tamron SP 45mm F/1.8 Di VC USD Objektiv zum Beispiel wird bei Capture One Pro Version 11 noch nicht unterstützt. Lightroom hat zweifelsohne die größere und gepflegter Objektiv-Datenbank für Fotoamateure und Fotografen hinterlegt.

Die Schwarzweiß-Bearbeitung von C1 ist nicht so umfangreich, wie die von LR. Es lassen sich nur sechs Farbfilter anwenden, bei LR sind es acht. Auch lässt sich in C1 kein Korn hinzufügen. Allerdings gehen viele Fotografen den Weg der Umwandlung von Farbe nach Schwarzweiß über Silver Efex Pro und der lässt sich auch in C1 beschreiten.

Capture One Vorteile im Vergleich zu Lightroom

Die Vorteile von C1 im Vergleich zu Lightroom sind mannigfaltig. Gehen Sie mit der Maus oder dem Stift Ihres Tabletts im Foto über einen bestimmten Helligkeitswert, so wird der Wert im Histogramm angezeigt. Es kann sehr wichtig und auch lehrreich sein, bestimmte Farbtöne oder Helligkeitswerte aus einem Bild auszulesen, um zu wissen wo diese im Histogramm tatsächlich angeordnet sind.

Verschiedene Tastaturbefehle lassen sich Funktionen und Arbeitsabläufen zuweisen. Dabei sind bestimmt Tastaturkombinationen geschützt, andere sind frei zuweisbar. Die Möglichkeit macht vielen Fotografen den Arbeitsablauf wesentlich einfacher und beschleunigt diesen.

Ein großer Vorteil von Capture One ist die detaillierte Farbbearbeitung, Struktur und  und Schärfekorrektur eines Fotos. Hier spielt das Programm seinen Vorteil so stark aus, dass man sagen kann, die Ergebnisse von C1 sind tatsächlich um Längen besser, als die von Adobe Lightroom.

Links das Bild mit Lightroom bearbeitet, recht das Ergebnis mit Capture One

Capture One Pro versus Lightroom: Links das Bild mit Lightroom bearbeitet, rechts das Ergebnis mit Capture One

Die Automatiken in Sachen Belichtung / Helligkeiten sowie für den Weißabgleich funktionieren augenscheinlich besser als bei Mitbewerber. Wer hier mit dem kleinen „A“ des jeweiligen Werkzeugs arbeitet, der erzielt meist schon sehr gute Resultate. Bei der Automatikfunktion von Adobe Lightroom erhalte ich immer den Eindruck, dass Bilder meist zu hell und zu kontrastreich eingestellt werden. Diese Automatik, wie auch der automatische Weißabgleich funktioniert nach meinen Erfahrungen bei C1 deutlich besser.

Das Tethered Shooting per Kabel direkt zum Computer ist viel zuverlässiger als das von LR. Es überträgt die Datenmengen offenbar wesentlich besser und störungsfreier als der Mitbewerber. Schalten wir zusätzlich noch die Anzeige der Schärfeebene ein, so wird schon im Studio klar, wo im Foto die Schärfeebene liegt. Das führt zu einem kontrollierten Studioablauf für Produktfotos, Portraits und andere Fotogenre.

Ein großes Manko von Adobe Lightroom ist das Speichern der exportierten Bilder in absoluten Pfaden oder Unterordnern. Hat man alle Fotos eines Termins zum Beispiel in dem Ordner „171120-fotokurs“, so lege ich zum Beispiel in diesen Ordner drei Unterordner:

  • aussortiert
  • korr – JPG / TIF
  • unkorr
Capture One kann in relative Pfade speichern. Ein riesiger Vorteil im Vergleich mitLightroom

Capture One kann in relative Pfade speichern. Ein riesiger Vorteil im Vergleich mitLightroom

Meine Originalfotos (RAW) kopiere ich von der Speicherkarte in den  Ordner „171120-fotokurs/unkorr“. Daher möchte ich die exportierten TIF-Fotos gerne beispielsweise im Unterordner „171120-fotokurs/korr/tif/c1“ ablegen. Das ist mit Lightroom nur mit absoluten Angaben möglich, die mich jedes Mal viel Zeit kosten.
Genau an dieser Stelle hat C1 seine Kunden erhört: Im Ausgabeordner kann ich einen relativen Pfad für den Export angeben (Bildordner – „../korr/tif/c1“). Der „Bilderordner“ ist dabei derjenige Ordner, in dem die bearbeiteten Fotos gerade liegen. (../ bedeutet einen Ordner nach oben zu gehen, danach vertieft sich der Ordnerpfad in „korr/tif/c1“) Relative Pfade sind somit eine wahnsinnige Arbeitserleichterung und ein riesiger Vorteil in Capture One!

Dazu kommen die gleichzeitigen Ausgabemöglichkeiten beim Exportieren. C1 ist in der Lage mir gleichzeitig ein großes Tief, ein großes JPEG, ein kleines JPEG für E-Mails, ein Bild für Facebook, und ein Bild für die Übergabe an das Fotolabor mit nur einem Knopfdruck zu liefern, solange der Ausgabeordner immer derselbe ist. In der Abbildung rechts sehen Sie zwei Verarbeitungsvorgaben, die gleichzeitig abgearbeitet werden. Mit einem Knopfdruck stehen mir hier sowohl das TIF, als auch das JPEG im entsprechenden Unterordner bereit.

Wenn Sie die Gradiationskurve anpassen möchten, ohne die Farben zu verändern, dann bietet C1 diese hervorstechende Möglichkeit mit Hilfe einer Lumakurve. Die Lumakurve können Sie anpassen, ohne Farben zu verändern. Ein weiteres Plus des Programms. Dieses Video Webinar erklärt die Anwendung ab etwa 35 Minuten, ist aber auch für alle anderen Farbanpassungen sehr aufschlussreich:

Das Unternehmen Adobe hatte im Oktober 2017 angekündigt, zukünftig nur noch die Mietversion von LR anzubieten. Capture One von Phase One können Sie als Vollversion kaufen ODER mieten. Mit der Kaufversion geraten sie in keine Abofalle wie beim Konkurrenten Adobe Lightroom.

Fazit Test Capture One Pro versus Lightroom

Praxis Capture One Pro 10 BuchBei der Recherche von Capture One Pro versus Lightroom liest man immer wieder, dass die C1-Software komplizierter zu bedienen sei, als sein Mitbewerber Adobe LR. Diese Meinung konnte ich bei meinem Software-Test insgesamt  nicht bestätigen – im Gegenteil. Wer in der Bildbearbeitung weiß, wie ein Histogramm zu lesen ist, der kommt auch schnell mit C1 zurecht. Allerdings hat mir das sehr umfangreiche und sauber recherchierte Buch aus dem dpunkt.Verlag von Sascha Erny geholfen, mit der Software warm zu werden.

Tatsächlich ist Capture One ebenso wenig selbsterklärend wie Lightroom. Sie benötigen demnach entweder einen Fotokurs oder eine andere Hilfe, um sich in die Software einzuarbeiten. Unten finden Sie noch eine Liste mit Links, welche hilfreiche Videos bei YouTube in englischer Sprache und dem erwähnten Buch bereitstellt.

Machen wir uns nichts vor: Jede Bildbearbeitungssoftware für die RAW-Entwicklung benötigt eine heftige Einarbeitungszeit. allerdings ist C1 so logisch aufgebaut, dass man nach kürzester Zeit seine Bilder exportieren kann.

Schärfer und Lebendiger

Das Programm entwickelt im Gegensatz zu Lightroom die Bilder noch knackiger und lebendiger. Die Fotografien gewinnen dadurch an Tiefe und an Natürlichkeit. Ich möchte fast sagen, dass alle vier und fünf Sterne Bilder die Bearbeitung mit Capture One verdient haben. Beim Endergebnis übertrifft die Software seinen Mitbewerber Adobe LR um ein entscheidendes Quäntchen Bildqualität. Ich hätte diesen Qualitätsunterschied tatsächlich nicht erwartet und verwende derzeit C1 sehr häufig für die besten Fotos. Und nur diese sollte man ja in Wahrheit auch bearbeiten.

Die hervorragende Bildqualität der exportierten Fotografien zeigt, dass Capture One eine bessere Rohdatenentwicklung bereitstellt. Die Software schlägt in der Bildqualität den Mitbewerber Adobe LR um eine Länge. Sicherlich wird C1  hauptsächlich von Berufsfotografen genutzt. Ich allerdings würde es auch anspruchsvollen Fotoamateuren sehr ans Herz legen. Wer das für Pixelzählen hält, der schaue sich einfach selbst mit Hilfe der Testversion die Ergebnisse an und entscheide dann selbst.

Vieles in der C1-Software ist gewöhnungsbedürftig. Ich persönlich glaube, dass die Software mehr Stärken als Schwächen gegenüber LR aufweist. Sehr praktisch ist die gleichzeitige Ausgabe der fertigen Fotografien in verschiedenen Größen und Auflösungen in relativen Pfaden.

Wer darüber hinaus im Studio fotografiert, und das Tethered Shooting schätzt, der wird um diese Software kaum herum wollen. Ausgerechnet in der Druckvorstufe und in der Bearbeitung von Hauttönen, bietet diese Software weitere Asse im Ärmel des Fotografen.

Lightroom oder Capture One?

Ob Sie sich für Lightroom oder für Capture One entscheiden, ist letztlich eine Sache der Vorlieben. Vermutlich wird sie der einmalige Preis der Software deshalb nicht abschrecken, weil sie hiermit nicht in eine Abofalle geraten. Ich persönlich bin sehr viel lieber dazu bereit, eine etwas größere Summe für die einmalige Anschaffung der Software zu zahlen, als meine monatlichen Kosten aus dem Auge zu verlieren. Außerdem kann der Fotograf mit jedem Upgrade einer Software selbst entscheiden, ob er das Upgrade nutzen möchte. Diese Entscheidung ist mit einer Mietsoftware nicht möglich.

Was letztlich über die Nutzung einer Software entscheidet, sind zum einen der Preis, zum anderen die Handhabung und last not least das Bildergebnis. Zumindest in Sachen Bildergebnis geht die Wahl der Bildbearbeitungssoftware deutlich für Capture One aus. Probieren Sie C1 mit Hilfe der Testversion vor dem Kauf (Preise etwas weiter unten):

Testversion C1 >>

Englische Videos zu C1 >>

Praxis C1  Buch bei Amazon >>

Das hervorragende Buch „Praxis Capture One“ empfehle ich ausnahmsweise als eBook, da es sich besser durchsuchen lässt. Oder Sie gönnen sich beides: Das Druckwerk und das eBook.

Die Kosten der Software

Die Software des Herstellers Phase One ist zwar etwas teurer als die letzte Kaufversion 6 des Mitbewerbers Adobe Lightroom, dafür hat man es aber mit einem einmaligen Betrag zu tun und nicht mit einer Abofalle und Kostenfalle. Wer Updates nicht benötigt, der muss auch keine erneuten Zahlungen fürchten. Vermutlich werden sich zukünftige Updates der Bildbearbeitungssoftware näher an den Wünschen der Fotografen orientieren, als die zierlichen Anpassungen von Adobe.

Wer möchte, der kann Lightroom parallel zu Capture One betreiben, um die Bildverwaltung in Katalogen weiterhin mit Adobe LR zu absolvieren. Dazu genügt sicherlich die letzte Kaufversion von LR, Version 6. Ich persönlich werde diesen Weg zunächst für viele meiner Fotos einschlagen. Alternativ kann man über die Anschaffung der Fotoverwaltung Media Pro nachdenken. Diese Fotoverwaltung ist sogar mehrbenutzertauglich. Das bedeutet, mehrere Nutzer können auf den gleichen Katalog zugreifen. Eine Entwicklung, die Adobe bislang verpasst hat. C1 Pro  alleine liegt bei EUR 332,- in der Vollversion für drei Arbeitsplätze. Die Software kostet zusammen mit Media Pro etwa Euro 557,- in der Anschaffung. Für Profis ist diese Vergütung durchaus realistisch und rechnet sich schnell. Amateure, die Adobe LR den Rücken kehren möchten und großen Wert auf das Bildergebnis legen, sind vielleicht mit einer Einmalzahlung sehr zufrieden:

Dies ist eine Serie von Beiträgen - Capture One - Lesen Sie die ganze Serie:

Hinweis: Ich konnte in meinem Test, welcher Wochen der Recherche und drei Tage des Schreibens kostete, nicht alle Aspekte von Capture One Pro aufzählen. Ich empfehle für eine große Übersicht das Buch aus dem dpunkt.Verlag. Vielleicht noch ein Hinweis: die Geschwindigkeit von C1 erscheint mit zumindest mit großen Daten und einer Großen Fotobibliothek besser als die von LR.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Capture One Pro versus Lightroom – Vorteile und Nachteile

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

8 Kommentare

  1. Leider sind in diesem Vergleich ein paar wichtige Aspekte nicht berücksichtigt. Zum Beispiel: Wie weit stehen in C1 die Profile von Mittelformatkameras zur Verfügung? Wie schneidet C1 ab bei der Zusammenarbeit mit Photoshop? Ferner verstehe ich nicht, warum im Vergleich von Lightroom und C1 bearbeitete Bilder einander gegenübergestellt werden. Ist es nicht so, dass die Bilder in beiden Programmen so «verarbeitet» werden können, dass sie sich im Ergebnis nicht oder kaum unterscheiden? Und ist es nicht so, dass C1 als All-in-one-Programm für die Bildbearbeitung gedacht ist, während Lightroom und Photoshop ein Paar bilden, von dem man je nach Aufgabenstellung und Ansprüchen eines oder beide Programme verwendet?

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  2. @Rolf Meier,

    korrekt. Das steht aber in den zwei Artikeln drin, das es nicht möglich ist, alle Aspekte zu berücksichtigen. Zitat:
    „Hinweis: Ich konnte in meinem Test, welcher Wochen der Rechereche und drei Tage des Schreibens kostete, nicht alle Aspekte von C1 aufzählen. Ich empfehle für eine große Übersicht das Buch aus dem dpunkt.Verlag. “

    Mittelformat: Ich habe einen Link zu den unterstützten Kameras bereit gestellt.

    Der Vergleich von Lighroom und C1 muss vielleicht noch mal erklärt werden. Ich arbeite sehr lange mit LR und komme trotzdem nicht auf die Ergebnisse und die Farb-/Schärfe-Möglichkeiten von C1. Wie sonst könnte ich das darstellen? Schwierig, oder?

    Ja, C1 ist umfassender als LR, aber reicht nicht in alle Aspekte von Photoshop. Möchte man Collagen erstellen, Teile eines Bildes ersetzen, verzerren oder ähnliches, dann gibt es Affinity Photo. Das ist keine Mietsoftware. Der Artikel zu Affinity findet sich ebenfalls hier im Blog.

    Danke für Ihren Kommentar. Trotzdem hat der Artikel viel Arbeit bereitet und ich hätte es auch schön gefunden, ein kleines Danke zu hören. Wir machen hier alle unsere Arbeit ohne Entgelt, nur mal am Rande. Wir sind schon froh, wenn die Spenden oder Affiliate Käufe die Serverkosten decken.

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    • @Peter

      Ja, unabhängig von dem Wunsch nach Danke ;-) , zunächst einmal ein Danke für die Zusammenfassung von LR und C1.

      Ich bin (als Amateur) zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. LR ist sehr gut als Datenbank für die Bilder und kann auch sehr gute Raw-Konvertierungen produzieren.

      Bzgl. der Datenbank habe ich Versuche unternommen, meinen LR Katalog mit ca. 80.000 Aufnahmen auch als C1 Katalog zu übernehmen. Hier bin ich gescheitert (Abbrüche in C1 Version 10). Auch werden die C1 Kataloge (auch mit V11) sehr sehr groß.

      Bei der reinen Raw-Konvertierung komme ich zu den gleichen Ergebnissen. Die C1 Ergebnisse sind schon ohne besondere Aktivitäten „leuchtender“ und schärfer als die LR Ergebnisse. Die Tricks, um mit LR genauso scharfe und farbintensive Bilder wie mit C1 zu produzieren habe ich (leider) noch nicht gefunden. Meine Zielsetzung ist es nicht, an einem Bild mehrere Stunden für z.B. ein einzelnes Plakat zu arbeiten, sondern in möglichst kurzer Zeit möglichst gute Ergebnisse zu produzieren (auch für Amateure ist Zeit Geld!).

      Die Automatiken von C1 sind sehr gut, die von LR bzgl. Ausrichten usw. auch. Bzgl. Helligkeit usw. wurden die LR Automatiken jetzt in der aktuellen Version besser, sie sind aber noch nicht so gut wie die von C1.

      So bleibt mir eigentlich nichts anderes übrig, als zunächst noch mit beiden Produkten zu arbeiten: Bearbeitung mit C1, Aufbewahren usw. mit LR.

      Leider ist das die teuerste Variante, da C1 auch als Kauf-SW in den Update-Preisen (jährliche Updates) auch das Niveau der Monatspreise von LR erreicht hat. Man muss zwar nicht jedes Update mitmachen, aber nach jetzigen Preismodellen alle zwei Jahre, um nicht den Upgradepfad zu verlieren. Außerdem fehlt ansonsten irgendwann die Unterstützung neuer Kameramodelle und Objektiven.

      Dennoch ist es gut, dass es neben dem Platzhirschen auch Produkte wie C1 gibt, denn die Konkurrenz sorgt letztendlich, dass sich beide Produkte auf (heute unterschiedlichem Niveau) positiv weiterentwickeln.

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      • Danke, Achim, für den ausführlichen Bericht. Haben Sie schon einmal Media Pro von Phase One eingesetzt?

  3. Nein, Media Pro habe ich noch nicht eingesetzt.

    Ich scheue mich irgendwie davor, einen weiteren Arbeitsprozess aufzumachen (und zusätzlich 225€ Kosten).

    Mit meinen zur Zeit 80.000 Aufnahmen im LR Katalog bin ich dann auch zu 2/3 des Media Pro Kataloges ausgereizt.

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    • Der Preis würde mich als Profi nicht abhalten. Für Amateure ist das viel Geld. Aber einmalig. Die Media One Begrenzung auf 120.000 Bilder finde ich merkwürdig. Da hilft nur ein Splitten, aber damit finde ich dann wieder nicht alles auf einen Schlag.

      Ich habe mir verschiedene Datenbanksysteme angesehen und finde momentan nichts besseres als Lightroom. Phase One müsste da dringend etwas eigenes entwickeln, was auch gepflegt wird.

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  4. Sie arbeiten mit C1 und schreiben es sei nicht möglich Korn hinzu zu fügen? Im Gegensatz zu Lightroom gibt es selbst für das Korn verschiedene Varianten, welche ausgewählt werden können.

    Hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck auf den Rest des Vergleichs…

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    • Ich bin immer überrauscht, wie Menschen mit solchen kindischen Kommentaren ihr Ego befriedigen, anstatt konstruktiv zu sagen, wie es geht. Aber mit so viel „Charme“ muss man wohl leben.

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