Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

HDR Aufnahmetechnik Fotos erstellen – Teil 2/3

Artikel ursprünglich verfasst am 12. Juni 2019

HDR Fotografie Teil 2 – Die HDR Aufnahmetechnik

HDR Bild ohne Automatik

HDR Aufnahmetechnik: Setzen wir für den Moment voraus, dass Ihre digitale Kamera keine automatische HDR-Funktion hat. Oder dass Sie die Fotos selbst mit einer Software zusammen fügen möchten, um selbst einzustellen, wie Sie das HDR-Foto aussehen lassen.

Wenn Sie aus der Hand fotografieren, dann darf die längste Belichtungszeit der drei, fünf oder mehr Fotografien nicht verwackeln. Außerdem sollten Sie dann die Kamera auf Serienbildfunktion stellen, damit die drei oder mehr Aufnahmen kurz nacheinander entstehen.

  1. Besser als aus der Hand kann das Bild auf einem Stativ oder zumindest angelehnt erstellt werden. Den Autofokus müssen Sie nach dem Scharfstellen ausschalten, damit die drei oder mehr Aufnahmen (3, 5, 7, 9) denselben Fokus erhalten. Ebenso bleibt die Blende bei allen Aufnahmen dieselbe, um die Schärfentiefe zu erhalten. Bei RAW-Fotos ist es nicht notwendig den Weißabgleich manuell zu wählen, denn das können Sie nachträglich bei der „Bildentwicklung“ am Rechner einstellen. Fotografieren Sie mit JPG, was ebenfalls gut für ein HDR-Foto nutzbar ist, dann müssen Sie den Weißabgleich von Automatik auf Manuell stellen und eine Vorgabe (z.B. Tageslicht) je nach Umgebungslicht einstellen.
  2. Sie erstellen mit der AEB-Funktion Ihrer Kamera drei oder mehr Aufnahmen nacheinander. Bei drei Fotografien ist eine korrekt, eine unterbelichtet und eine überbelichtet aufgenommen. Mehr Aufnahmen bedeuten mehr Dynamikumfang, aber setzen eben auch ein Stativ und einen möglichst windstillen Tag voraus. Bewegte Motive können Sie mit dieser HDR Aufnahmetechnik sowieso nur schwer fotografieren. AEB bedeutet Automatic Exposure Bracketing (AEB). Die meisten Kameras können Sie hier mindestens auf -2EV 0EV +2EV einstellen, so dass Ihre Kamera drei Bilder mit verschiedenen Belichtungszeiten anfertigt.

Tipp: mit einem Android fähigen Handy oder Tablett können Sie mit Hilfe des DSLR-App die Kamera fern steuern und noch einfacher konfigurieren.

HDR mit Software HDR Projects (Fanzis Verlag) aus AEB-Serie mit

HDR mit Software HDR Projects (Fanzis Verlag) aus AEB-Serie mit

HDR-fähige Kameras (Automatik)

Wenn Sie eine HDR-fähige digitale Kamera besitzen, dann ist es sinnvoll, sich anzulehnen oder ein Stativ zu nutzen. Allerdings müssen Sie sich nicht mehr um den Autofokus oder den Weißabgleich kümmern, denn Ihre Kamera regelt das (genaueres je Kamera im Benutzerhandbuch) automatisch. Das bedeutet, moderne Kameras stellen den Autofokus nur beim ersten Foto ein, erstellen die Fotos mit unterschiedlichen Belichtungszeiten in Serie sehr schnell nach einander und berechnen schließlich in der Kamera das fertige HDR-Foto für Sie.

Tipp: Blitzen mit automatischen HDR Serien ist nicht möglich. Schalten Sie einen Blitz nicht ein, wenn Sie HDR fotografieren.

Dieses Ergebnis hat eine Panasonic Lumix FZ 200 kameraintern im Modus SCN erzeugt.

HDR Kamerainternt Menü SCN

HDR Kamerainternt Menü SCN

Wann ist High Dynamic Range-Fotografie sinnvoll?

  • Landschaftsfotografie
    HDR-Fotografie macht Sinn für Landschaftsfotos, so manches Naturfotos, Industriefotografie und die Architekturfotografie (auch Lost Places).
  • Portraitfotografie
    Manch ein Portrait mit starkem Sonnenlicht wirkt sehr kontrastreich. Ein HDR kann die Schatten und helle Stellen im Gesicht mildern

Vergleich kamerainternes HDR mit AEB Serie und Software HDR Projects (Franzis Verlag)

Vergleich kamerainternes HDR mit AEB Serie und Software HDR Efex Pro (NIK Collection)

Vergleich einfaches JPG mit AEB Serie und Software HDR Efex Pro (NIK Collection)

Wann fotografiere ich kein High Dynamic Range?

  • Bewegte Motive
    HDR ist nicht sinnvoll bei bewegten Motiven. Wenn sich bei drei Fotos eine Person durch das Bild bewegt, dann macht das keinen Sinn. Ebenso wenig ist es sinnvoll einen Baum bei starkem Wind in HDR zu fotografieren.
  • Starke Kontraste
    Wenn ich z.B. einen Schatten auf hellem Boden fotografiere und diesen Kontrast hervorheben möchte, dann macht HDR keinen Sinn.

Inhaltsverzeichnis der dreiteiligen Reihe rund um die HDR-Fotografie

Was ist eigentlich HDR Fotografie? HDR Fotos fotografieren

HDR Fotografie Teil 1 – Grundlagen HDR-Fotos >>

Teil eins beschäftigt sich mit den Grundlagen der HDR Fotografie und erläutert, was es mit den umfangreicheren Bildern auf sich hat.

HDR Aufnahmetechnik

HDR Fotografie Teil 2 – Die Aufnahmetechnik >>

Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Kameraeinstellungen, die sie für gute HDR Fotos benötigen.

HDR Software

HDR Fotografie Teil 3 – HDR Software >>

Dieses Kapitel beschäftigt sich mit der Software, mit deren Hilfe man aus 3, 5, 7 oder 9 Bildern ein einziges Resultat erzeugt. Es zeigt auch, wie man natürliche HDR Fotografie betreibt.

In eigener Sache:

Individueller Fotokurs – Schnell und intensive Fotografie erlernen

Fototrainer Peter Roskothen ist Fotograf und Fotojournalist

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Fotokurs digital Fotografieren lernen

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf und Fototrainer – HDR Aufnahmetechnik erklärt

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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