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Fujifilm Hassliebe bei Fans

Fujifilm Hassliebe die Stimmung kippt

Fujifilm Hassliebe bei Fans – Die Stimmung kippt: Fujifilm hat in seiner Firmengeschichte großartiges geleistet. Jetzt jedoch kippt die Stimmung der Fans in eine Hassliebe um. Auch die hartgesottenen Fuji-Fans bemerken offenbar, dass bei Fujifilm einiges nicht mehr stimmt.

Fehler von Fujifilm

Bereits im Winter 2022 hatte ich mit einem Artikel und meiner konstruktiven Fujifilm Kritik versucht, dem Unternehmen ein paar Hinweise zu geben, wie es sich im Kameramarkt verbessern könnte. Aber im Jahr 2023, nach Veröffentlichung der X-S20 und des XF 8 mm Objektivs, scheint die Stimmung bei einigen hartgesottenen Fujifilm-Fans zu kippen.

Immer wieder hatten sich Fans von Fujifilm Produkte gewünscht. Darunter seit Jahren eine Fuji-Schwarzweiß-Kamera, einige Pancake Objektive und bezahlbare F2-Objektive. Aber offenbar macht sich mittlerweile eine Fujifilm Hassliebe bei Fans breit, weil das Unternehmen Wünsche nicht erfüllt.

So übt der YouTuber Dee Rosa in seinem Video eindeutige und direkte Kritik an Fujifilm. Er sagt, Fujifilm höre nicht mehr auf seine Fans:

Why do I feel, that Fujifilm has lost it´s touch?

Warum fühle ich mich, als ob Fujifilm es nicht mehr drauf hat?

Fujifilm Hassliebe bei Fans

So fährt Dee Rosa fort (frei übersetzt):

  • Fujifilm machte kleine, kompakte und bezahlbare Kameras, die nicht nur hervorragend funktionierten, sondern bezüglich Bildqualität auch dem Vollformat ebenbürtig waren.
  • Fujifilm hatte keine Angst, einen Markt zu verlieren, sondern kniete sich völlig in den APS-C-Markt.
  • Die kompakten und qualitativ hochwertigen (Fuji) Kameras und Optiken waren der Grund, warum viele die Marke (zu Fuji) gewechselt haben.
  • Fujifilm hatte auch ältere Kameras mit neuen Filmsimulationen versehen. Ebenso wurden Autofokus oder technische Funktionen nachträglich hinzugefügt (Fimware-Updates).
  • Inzwischen werden Funktionen und Filmsimulationen neuer Kameras nicht mehr nachgerüstet, sondern, wie bei jedem anderen Hersteller auch, als Begründung für den Kauf einer neuen Kamera genutzt.
  • Fujifilm hört nicht mehr auf die Wünsche der Fotografen, die das Equipment nutzen.
  • Die Fujifilm Community kratzt sich am Kopf. Man kann die Fujifilm Community fragen, wer sich ein 8 mm Objektiv gewünscht hat.
  • Fotografen wünschen sich mehr Pancake-Objektive, mehr WR-Objektive (geschützte Objektive), mehr F2-Linsen, größere Tele-Brennweiten.
  • Warum hört Fujifilm nicht auf die Community, die die größte Werbung (für Fuji) machen?
  • Seit fünf Jahren war die Fujifilm-App unbrauchbar.
  • Seit drei bis fünf Jahren haben alle nach denselben (Fuji) Produkten gefragt. Fujifilm hat diese Wünsche ignoriert. Wir bekamen Objektive, die keiner wollte, wir bekamen Kameras, nach denen keiner je gefragt hat.
  • Ich bin in einer Hassliebe Beziehung zu Fujifilm.
  • Es ist enttäuschend, welchen Weg Fujifilm genommen hat.

Meinung und Analyse zur Fujifilm Hassliebe bei Fans

Ich weiß von Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, dass viele von Ihnen zu Fujifilm gewechselt haben, weil ich so enthusiastisch über Fuji spreche. Viele von Ihnen wollten kompakte, leichte Kameras mit außergewöhnlicher Bildqualität. Wir bekamen von dem Unternehmen sogar mehr als das. Kameras mit außergewöhnlichem Design, mit unglaublich intuitiver Bedienung, leichte und unglaublich leistungsstarke Objektive. Aber Sie kennen mich. Ich bin immer ehrlich und auch bei mir stellen sich viele Fragen.

Die Stimmung scheint zu kippen, das bemerke ich auch unter den deutschsprachigen Fans. Ich selbst habe die Frage gestellt, warum 40 Megapixel? Warum nur hat Fujifilm zwei Kameras mit 40 Megapixeln gebaut, die keiner wünschte und für die wenige Objektive zur Verfügung stehen? Kameras, die mit dem GFX-System bereits in der Auflösung gebaut werden. Wenn wir das zu Ende denken, können die Objektive in Zukunft nicht preiswerter werden, denn die 40 Megapixel verlangen besondere Objektiv-Qualitäten. Geht das in die richtige Richtung? Genauso hätte Fujifilm in meinen Augen den größten aller Fehler machen und ins Vollformat einsteigen können, in dem der Wettbewerb zu groß ist.

Wer braucht 40 Megapixel im APS-C-Bereich?

Die Stimmung kippt auch deshalb, weil das Unternehmen vormals großen Wert auf die Wünsche der Fans legte und viele feststellen, dass diese Aufmerksamkeit nicht mehr gegeben scheint. Das ist einer der zentralen Vorwürfe von Dee Rosa gegen Fujifilm.

Was ist bei Fujifilm passiert?

Vermutungen könnten sein, dass vielleicht die Leitung oder Zielrichtung der Fuji-Imaging-Devision eine andere wurde? Vielleicht hat man erkannt, dass der Instax-Markt wichtiger ist, oder mehr Geld in die Medizin fließen soll? Fakt ist, dass es in meinen Augen bei dem Unternehmen derzeit nicht mehr rund läuft, sonst hätten wir längst eine X-Pro4 mit IBIS, eine X100VI (ohne oder mit IBIS, aber mit Bedien-Wippe), eine X-T5(s) mit 26 Megapixeln. Auch das GFX-System scheint in Schockstarre zu verharren.

Eine der negativsten Überraschungen sind fehlende Verbesserungen bereits älterer Kameras mithilfe von Firmware-Updates. Das war ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal von Fuji. Ist es der Tatsache geschuldet, dass die Führung eine Investitionsbremse zog? Ich kann nur spekulieren, während ich Fujifilm immer noch liebe, keinen Hass empfinde. Ich möchte, dass diese Marke wieder zu sich selbst findet. Ist das ein frommer Wunsch?

Hat Fujifilm vergessen, warum die X-T1 Erfolg hatte?

Fujifilm Hassliebe die Stimmung kippt

Foto oben zeigt die Fujifilm X-T1. Hat Fujifilm vergessen, warum die Kamera Erfolg hatte? Da ist eine kleine, leichte und leistungsstarke Kamera. Der Blendenring am Objektiv. Die ISO, Verschlusszeit, Belichtungskorrektur auf den Kameraschultern, die Filmsimulationen, die hervorragenden und bezahlbaren Objektive. 

Lässt Fuji seine Fans und Künstler im Stich?

Was sagen Sie zu Fujifilm? Lässt das Unternehmen seine Fans und Künstler im Stich? Werden Fuji-Kameras mit PSAM-Wahlrad immer mehr zum Mainstream? Hat der Kamerahersteller es nicht mehr drauf? Wünschen Sie Firmware-Updates, eine X-T5 mit 26 MP, Pancake-Objektive, F2-Objektive?

Bitte diskutieren Sie das in den Kommentaren. Ihre Meinung interessiert mich und andere Leser.

Konstruktive Fujifilm Kritik 2023 >>

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

35 Kommentare

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  • Fuji macht den Fehler, wie Canon, Nikon, Sony ständig neue Modelle zu bringen. Das kann der Markt nicht mehr an den Mann bringen. Warum kann eine Kamera nicht für 5 Jahre im Programm bleiben? Vor allem der Amateur kauft doch vor allem angesichts der heutigen Inflation, teures Wohnen, teure Mobilität nicht ständig neue Kameras. Der gewerbliche Fotograf verwendet meistens seine DSLR bis zum Ende und die Dinger halten lange, auch bei rauen Einsätzen. Im privaten Bereich haben alle meine Bekannten die Kameras beiseite gelegt und zücken nur noch die Handys. Das kann ich auch angesichts der Preisentwicklung verstehen. Ich selbst habe seit 6 Jahren die kleine X-T10 und bis jetzt noch keinen Ersatzkauf geplant. Weil es noch nicht notwendig ist. So ist sie, die Realität.

  • Ihr Wort in Fujifilm’s Gehörgang ;-).

    Lieber Herr Roskothen, tatsächlich sind Sie für meinen Umstieg von Canon und Sony auf Fujifilm verantwortlich. Zwischenzeitlich umfasste mein “Fuhrpark” eine X-E4, eine X-T4, eine X-T30 sowie eine X100F. Und alle haben mich irgendwie begeistert. In der Folge wurde die Fotografie professioneller, mittlerweile sogar zu einem Beruf. Das führte dann zum Verkauf einiger Modelle – bis auf die X100F und die X-T4. Und damit bin ich sehr glücklich – empfinde jedoch, das mit der X-T4 irgendwie eine Ära zu Ende geht.
    Den Wechsel auf eine X-T5 würde ich maximal wegen des verbesserten Autofokus-Systems nachvollziehen können. Sicher nicht wegen der 40MP, die in Folge erhebliche Mehrkosten verursachen (Speicherkarten, PC/ Mac, Rechenleistung, Festplatten, Monitor u.a.m.).
    Ich befürchte (zu Recht), dass mein Objektivbestand den Ansprüchen der X-T5 nicht genügen wird. Das wäre ein Umstieg innerhalb ein- und desselben Systems und das kann ich als jemand, der wie viele andere auch keinen Dukatenesel an seiner Seite hat, nicht nachvollziehen.
    Ich verstehe die Marketingstrategen der Kamerahersteller nicht wirklich. Nikon schlägt mit der Z8 in die gleiche Bresche. Wobei hierbei wenigstens die Objektive, die man mit der Z9 im Bestand hat, vollumfänglich nutzbar sind. Und die Z9 etwas handlicher und kleiner zu machen, ergibt irgendwie noch einen Sinn.
    Aber dann hätte es eben keine Z7 oder keine Z6 gebraucht. In Anbetracht enormer Entwicklungskosten, Lieferschwierigkeiten und Materialeinschränkungen halte ich es ausgesprochen riskant, sich mit Kameras, die jenseits der 4.000 Euro-Grenze liegen einen Markt erschließen zu wollen, der nur noch die Reichen bedient.

    Letzteres scheint – glaubt man den Ankündigungen von Mercedes und VW – Mode zu werden. Zumal es immer schwieriger werden wird, als professioneller Fotograf im Metier Fuß zu fassen. Wer sich da nicht schnell anpasst, wird sich vom Fenster zurückziehen dürfen – ob ihm das gefällt oder nicht.
    Noch wilder treibt es meines Erachtens Canon und da war Fujifilm bisher stets ein Ruhepol im Kameramarkt.

    Man sollte ja bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben. Vielleicht werden ja Ihre und die Worte vieler Fans doch noch erhört und die nächsten Updates werden für X-T4-Liebhaber revolutionär ;-).

    Mit besten Grüßen
    Jürgen Pagel

    • Sehr geehrter Herr Pagel,
      wie stellen sich Nikon und auch Canon die zukünftige Fotografie vor? Man sieht fast nur noch Handys statt Kameras und damit verschenkt man einfach Möglichkeiten für kreative Bilder. Wenn eine Kamera irgendwann mindestens 2000€ kostet, die Objektive auch nicht viel billiger, werden auch die interessierten Käufer nicht mehr zugreifen. Fotografie wird dann zum unbezahlbaren Luxus. Es ist wie beim E-Auto, die hiesigen bekommen das nicht hin, die Chinesen übernehmen. Wobei ein Auto notwendig ist, eine Kamera meistens nicht. Oder der Fotograf greift eben zu den gebrauchten Kameras.

  • Lieben Dank für deinen Bericht, der meine Gedanken spiegelt.

    Wenn fuji den Weg anderer Hersteller geht, um eine breitere Masse an Kunden zu gewinnen, werden sie auch auf eine breitere Masse an Konkurrenz treffen.
    Vom Unternehmen, dass souverän das Vollformat von oben und unten unter Druck setzte, wird eine teure Marke in einem herkömmlichen Design deren mancher Mangel nicht mehr durch “Designfans” entschuldigt wird.

    Hinzu kommen ethisch und wirtschaftlich fragwürdige Entscheidungen wie die Verlagerung der Produktion nach China.

    Natürlich kann man noch ein paar Jahre auf Gebrauchte der alten Serien zurückgreifen. Für die Zeit danach lässt sich sagen, auch andere Mütter haben hübsche Töchter.

    Schade, aber fuji ist auch nur noch eine Marke und kein Lifestyle.

    (Zwangsentschleunigt an der Ladestation geschrieben)

    Liebe Grüße
    Bernhard

    • Hallo Peter, hallo Bernhard,
      das hört sich ja alles schon fast wie ein Abgesang auf die Marke Fujifilm an… Eure Argumente sind nachvollziehbar und m. E. auch richtig, soweit wie ich das als “Hobbyist” überhaupt beurteilen kann. Mein Wiedereinstieg in das Hobby fing mit der E1 an und ging mit der S10 weiter. Fujifilm hat mir einfach nur gut gefallen, die Ergebnisse waren für meine Bedürfnisse ebenfalls gut und Fuji unterschied sich von den anderen gängigen Herstellern. Geplant war eine X100V (Nachfolger) oder die S20 oder mal T? mit einer kleinen lichtstarken Festbrennweite. Aber wo sattelst du jetzt auf, 26 oder 40 MP Kameras und Objektive? Ein bisschen “Schockstarre” ;-) hat sich bei mir breit gemacht.
      Beste Grüße
      Lutz Ruth
      P.S.: Ich kaufe bestimmt keine Instax…

  • Grüß Gott aus Oberfranken,

    ich bin absolut Ihrer Meinung. Ich warte seit Jahren auf eine X-Pro4 und sie möchte nicht kommen. Da merkt man dann mit der Zeit, dass auch andere Unternehmen schöne Kameras hätten.

    Auch die Entwicklung neuer Filmsimulationen ist quasi zum Erliegen gekommen.
    Fujifilm muss hier besonders aufpassen; mittlerweile bietet ja selbst die Leica Q3 erste Filmsimulationen.

    Herzliche Grüße
    Christopher Huth

  • Hallo,

    Der Artikel spricht mir aus der Seele! Ich war jahrelang absoluter Fuji-Fan und liebe immer noch das Bedienkonzept und die Filmsimulationen. Aber es ist eine Schande, dass Fuji aktuell keine einzige Kamera mehr im “rangefinder style” anbietet. Auch das man bei der XT-5 noch nicht mal mehr entscheiden kann, ob man einen Batteriegriff haben möchte oder nicht, finde ich sehr bedauerlich. Die 40 MP sind hierfür echt zu viel, und die Frage, wer sich das 8mm Objektiv gewünscht hat, habe ich mir auch gestellt. Ich war fest entschlossen, nie wieder das System zu wechseln, aber jetzt stehe ich kurz davor…

    Grüße
    Thomas

  • Ich sehe die Problematik nicht so. Eine S/W Kamera wünscht sich bestimmt nur ein sehr kleiner Teil der Kundschaft und ein 8mm hab ich mir schon sehr lange im Portfolio Fujis gewünscht. Die großen Kaizen-Updates sind tatsächlich schon länger nicht mehr gekommen, da würde ich mir wieder etwas mehr in Zukunft wünschen. Aber Fuji pflegt seine Kameras ja trotzdem und versorgt sie mit teils wichtigen Updates, die sie wirklich verbessern. 40MPx sind natürlich auch ein Stück Marketing, um das technisch mögliche Potenzial Fujis auf den Markt zu bringen. Wer braucht schon eine S-Klasse, wenn man auch mit einem Smart zum Ziel kommt? Trotzdem kaufen sich einige eine S-Klasse. Die X-Pro 4, das GFX-System und die preiswerten Einstiegskameras sind möglicherweise wirklich hinten runter gefallen in letzter Zeit, aber Fuji bringt mehrere neue Kameras jährlich heraus und konzentriert sich wahrscheinlich erstmal darauf mit der Konkurrenz in Kontakt zu bleiben. Dazu kommt die zu beobachtende starke Hinwendung Fujis zum filmischen Bereich, ohne den fotografischen vernachlässigen zu wollen. Was Fuji in der letzten Zeit hier bringt, ist einfach nur hervorragend und auch bahnbrechend. Das wäre in den Gehäusen der X-Pro, der GFXen oder in Einsteigerkameras nicht möglich gewesen bzw. hätte dort die Zielgruppe überhaupt nicht tangiert.
    Im fotografischen Bereich ist die Entwicklung in den letzten Jahren weniger durchschlagend. Sie begrenzt sich im Wesentlichen auf dei Punkte Autofokus und Auflösung. In beiden Feldern liefert Fuji. Aber eben noch nicht so sehr wie es sich eingefleischte reine Fotografen vielleicht wünschen. Mit X-H2(S) X-T5 und X-S20 wird man aber auch sehr gut fotografieren können.
    Ich bin sicher, dass Fuji schon sehr auf Kunden hört, nur ist die Gefahr der Egozentrik, die ja in der gesamten Gesellschaft zu beobachten ist, dass einzelne Individuen ihre Bedürfnisse als allgemeine Bedürfnisse betrachten, was sie natürlich nicht sind.

    • Herzlichen Dank für die Kommentare von Benny und Dirk.

      Ich mag ebenfalls nicht auf die netzübliche, oft überkritische Haltung einschwenken. Im allgemeinen liefert Fuji ziemlich prompt. Auch die Firmware-Updates lassen kaum Wünsche offen. Sogar die vielgescholtene XApp ist jetzt da. Wer sieht, wie viele Anpassungen dazu an den Kamera-Firmwares notwendig waren, versteht vielleicht auch, wieso es gedauert hat.

      Fotografen mit Kleingeld lässt Fuji die Wahl, wieviele Pixels sie möchten (X-H2 oder X-H2S). Dass die X-T5 nicht den schnelleren und teuren Sensor erhalten hat, dürfte primär mit der Nachfrage nach Pixels wie mit dem am Markt realisierbaren Verkaufspreis zu tun haben. Wichtig ist für mich als Fuji-Fotograf einzig, dass es kaum Lücken im Angebot gibt. Ich selbst habe für mich entschieden, dass die Combo X-H2S (Reisen und Streetfotografie) mit etlichen Objektiven) und die GFX 50IIs (Landschaft) mit dem günstigen Set-Objektiv) alles liefert, was ich so brauche. Sollte ich ein Shift-Objektiv wollen, so kann ich ja eines von Canon kaufen. Ob die Kameras Rädchen haben oder einen Durchsichtsucher, ist für mich primär eine formale und finanzielle Frage.

      Die GFX übrigens, soll ja noch dieses Jahr ersetzt werden, vielleicht hat sie ja dann auch wieder einen Winkelsucher. Und die X-T5s kommt sicher auch noch, wenn sie denn wirklich gefragt sein sollte. Aber alles sofort, nach Community-Wünschen?

  • Der Artikel spricht mir aus dem Herzen und fasst genau zusammen, wie ich mich gefühlt habe, als die X-T5 und die X-S20 an den Markt kam: Ich war einfach nur enttäuscht!
    Fuji hat es m.E. abermals hinbekommen, noch teurere Produkte zu entwickeln, die immer wieder nicht mit anderen Marken mithalten können. Ich meinen hier nicht die Pixel, die sind mir egal, sondern der Autofokus. Der ist einfach ein Witz und macht was er will. Und selbst wenn der AF sitzen sollte von der Kamera her, welche Objektive sollte ich den dann kaufen? Es gibt keine leistungsstarken Objektive. Entweder sind sie zu laut oder zu leise.
    Fuji hat mich 2018 da abgeholt, wo mich Nikon damals nach 25 Jahren Markentreue hat stehen lassen. Ich war begeistert und hab mir ein komplett neues System zugelegt, damals die X100F und eine X-T3. Ausser das 56er und das 50-140er Objektiv habe ich alle Objektive von Fuji. Ich war so begeistert, dass ich mir selbst die alten Klassiker nachgekauft habe wie eine X100 oder X-PRO 1. Und wo stehe ich nun?
    Mit jeder Kamera, die neu vorgestellt wurde hatte ich gehofft, sie bekämen das mit dem Autofokus in den Griff. Nicht dass man nicht auch ohne einen perfekten AF fotografieren könnte (in den meisten Fällen durchaus), jedoch ist das für mich wie wenn ich einen Wagen kaufen möchte, bei dem sich immer wieder herausstellt, aber den 4. und 5. Gang haben wir nicht verbaut. Hmmm… kann Fuji nicht oder will Fuji nicht?
    Abschließend habe ich mich nun wie folgt entschieden: Ich behalte erstmal meinen Fujibestand, werde aber das Fuji Ökosystem verlassen. Ich habe mir vor 4 Wochen eine Canon R6ii gekauft und muss feststellen, dass Canon einen Top Job macht. Intuitives Menüs, ein packender AF und Tecknik, die begeistert!
    Fuji: Ade und machs gut!

    • Lieber Herr Butz,

      danke für Ihren geschätzten Kommentar. Ich bin begeistert, dass so viele Fujifilm-Fotografen sich äußern, mit den unterschiedlichsten Meinungen und konstruktiven Hinweisen. Dafür auch Ihnen vielen Dank!

      Ich habe noch nie Schwierigkeiten mit dem Autofokus von Fujifilm gehabt. Weder bei Wildlife, noch bei Portraits von Menschen. Ich halte den Autofokus nicht für einen Schwachpunkt.

      Der manuelle Fokus mit der Hyperfokalanzeige fehlt bei Canon vollständig. Das scheint ein Fujifilm Patent zu sein, was ich überaus schätze, sowohl beim X-System, als auch beim GFX-System. In der Landschaftsfotografie, Architekturfotografie ist die Hyperfokalanzeige unglaublich hilfreich.

      Bitte sagen Sie mir mal, was den AF von Canon und Fujifilm Ihrer Erfahrung nach unterscheidet. Danke sehr.

      Herzlich, Peter R.

      • Hallo Herr Roskothen,
        das seit Jahren bestehende AF-Problem aller Fuji-X-Kameras ist: gravierender Fehlfokus bei Weitwinkel, kleiner Blende und AF-S. Schauen Sie sich bitte die dazu bestehenden Threads bei dpreview an. Da es einen Workaround gibt (manueller Fokus mit Backbutton-Fokus) kommt man damit klar.
        Jetzt, mit der Objekterkennung (Vögel), kam das „False Positive Problem“ hinzu: das Fokusfeld wird grün, aber es wurde nicht oder (grobst) fehlerhaft fokussiert. Das führt dazu, dass die Vogelerkennung bei unruhigen Hintergründen nicht funktioniert, praktisch unbrauchbar ist.
        Beides ist für einen Hersteller, der „professionelle“ Kameras anbieten möchte, nicht akzeptabel.
        Ich liebe trotzdem meine X-H2S mit 200/2 und 150-600, wegen der Geschwindigkeit, des schnellen AF (ohne Vogelerkennung), des tollen EVF und der (relativen) Handlichkeit.
        Viele Grüße
        Michael Becker

      • Ergänzung:
        Falls sie mit der Hyperfokalanzeige die Anzeige des scharfen Bereichs (in Metern) meinen …
        … genau an der können Sie sehen, das AF-S bei Weitwinkel, kleiner Blende und Entfernungen ab so ca. 10 m im Wesentlichen ein Würfeln ist. Nehmen Sie z.B. das 16/1,4, Blende 8, kleines Fokusfeld, Af-S, fokussieren Sie etwas in 20m Entfernung an … und notieren sich, welche Entfernungen in der Meterskala angezeigt werden.
        Zur zweiten Frage: Canon Rx und die neuen Sony Alpha stellen sicher auf das Vogelauge scharf, auch wenn der Vogel im/vor Dickicht, Ästen, Schilf sitzt. Fuji kann das nicht. (Sie müssen allerdings eine Kombination aus Blende/Brennweite nehmen, bei der das wegen kleiner Tiefenschärfe auffällt.

      • Danke Herr Becker,

        ich werde das gerne ausprobieren, aber mir ist das vermutlich nicht aufgefallen, weil ich ausschließlich mit Back-Button-AF arbeite. Ich werde sehen, was dabei herauskommt. Ich denke, wer ambitioniert Wildlife fotografiert, wird ohnehin über Canon, Nikon oder Sony nachdenken, aber aus anderen Gründen, denn da sind die entsprechenden Telebrennweiten verfügbar.

        Im Bereich Weitwinkel arbeite ich ausschließlich mit manuellem Fokus, weil ich meist eine hohe Schärfentiefe wünsche. Dazu nutze ich die Hyperfokalanzeige der Fuji, die einzigartig ist und das Leben im Bereich Landschaft / Architektur unglaublich vereinfacht.

        Nachtrag: Inzwischen habe ich die entsprechenden Kommentare gefunden, die Sie meinen und schließe weder Fehlerbedienung aus noch falsche Verschlusszeiten noch Montagsmodelle. Ich habe bereits im ausführlichen Testbericht der X-H2 und X-T5 darauf hingewiesen, dass deutlich kürzere Verschlusszeiten notwendig sind, als bei 26 MP. Der mechanische Verschluss ist selbstverständlich auch nicht erschütterungsfrei. Wer eine Kamera genau testen möchte, der muss einiges beachten, nicht nur deshalb sind Kameratestberichte auch extrem aufwändig.

        Mich wundert außerdem, dass da jemand versucht die Hyperfokale mit dem AF zu erhalten. Ich will weder Ihnen noch anderen eine Fehlbedienung vorwerfen, aber ich fotografiere so lange mit X-T4 und X-T5 und habe nie Probleme gehabt. Was die Diskussion Dritter angeht, bin ich sehr zurückhaltend. In so mancher Diskussion tauchen weder Fotos auf, noch weiß ich, welche Objektive genutzt wurden.

        Gruß,
        Peter R.

  • Hallo zusammen,

    mir gefällt total gut, dass sich hier öffentlich + kompetent dem Thema gewidmet wird. Letztlich dringt davon immer was durch zum Hersteller, und ich vermute, dort wird Relevantes auch ankommen. Was FUJIFILM und deren Zukunft anbelangt, bin ich eher optimistisch, als pessimistisch. Die Kameras verkaufen sich teils wie geschnitten Brot, und ich vermute, die Strömungen der Märkte bleiben den Spezialisten dort nicht unerkannt. Die aktuellen Dinge ordne ich ich ein unter Irritationen, Neu-Orientierungen, Testballons. Was ich als wirklich überzeugter FUJI-Fotograf bei allen Bedenken und Prognosen allerdingsd auch sagen muss, ist, dass es immer nur das Problem von FUJI bleibt, wenn eins entsteht. Zu meinem mache ich das auch nicht. Lösungen finden sich für uns Kunden ja immer, und wenn irgendwo die Lichter ausgehen sollten, gehen neue dafür an.

    Unsere Fotografie von gestern ist morgen exakt identisch möglich. Schwierig mag es für Leute sein, die sich permanent genötigt sehen, Neuware zu kaufen, und für Fan-Boys & -Girls, deren Identifikation mit einer Marke lebenswichtige Funktionen unterhält. Aber das wollten wir ja alles nicht. Wir wollten stattdessen doch glücklich und entspannt fotografieren. Von daher ist es sicherlich gesünder, mit dem vorhandenen Equipment für 1 Stunde raus zu gehen, statt alles Dystopien zu lesen und zu schauen, die immer mal wieder querbeet in der Szene auftauchen. Und währenddessen wuppt FUJIFILM den Laden, die machen das schon… ;-)

    Herzliche Grüße, in Vorbereitung zur Fotografie während eines Life-Konzertes heute abend,

    Dirk Trampedach

  • Moin, ich habe mir vor 2 Monaten meine erste Fuji Kamera gekauft. Ansonsten fotografiere ich mit Canon R6/2 und OM-System OM-1. Mich hat das retro Gehäuse der X-T5, sowie die Haptik angesprochen. Den Trend zu einer hektischen AI Welt versuche ich so, als bald 60 Jähriger, zu umgehen. Ich bin soweit zufrieden mit Fuji. Es gab ein Update für die Kamera, die neue AP funktioniert und 40 MP nehme ich auch gerne mit. Das Rauschniveau entspricht meiner OM-1, obwohl die Pixeldichte noch höher ist. Ansonsten ist das neue Entrauschungsmodul von Lightroom sehr effektiv. Ich filme nicht und würde dann auch eine H kaufen. Deshalb finde ich die Zweigleisigkeit von Fuji perfekt. Zur Kamera habe ich mir 3 Objektive gekauft. Für die Streetfotografie das 18f1,4 – das 35f2 – und das Viltrox 75f1,2. Schon allein die Möglichkeit Sigma und Viltrox Objektive verwenden zu können ist ein wohltuender Unterschied zu Canon mit dem RF Mount. Ich glaube eher, dass Hersteller von großen VF Kameras Probleme bekommen. Da die neuen Prozessoren immer mehr KI zulassen, welches das Rauschverhalten und weitere Abbildungsleistungen der kleinen Sensoren soweit verbessern, dass niemand mehr den Sinn in der Schlepperei riesiger VF Objektive sehen wird. Die KI wird die Fotografie in den nächsten Jahren drastisch verändern. Und wer dann in der Lage ist auch retro Kameras anzubieten, ist ganz weit vorne dabei. Fuji und Olympus haben das begriffen. Auch Fuji mit dem Mittelformat und Leica mit ihren extrem teuren Kameras sind gut am Markt präsent, obwohl deren Sinnhaftigkeit mir nicht erschließt. Jedem das Seine und ich bin momentan auf dem Fuji Trip mit den Filmsimulationen ? VG Dirk Naroska

  • Ich hatte von der X-T1 bis zur X-T4 alle Fuji, dazu die X-Pro2 und X-Pro3, X-H1 und sämtliche X100 Varianten. Fuji war für mich immer eine Hassliebe. In den letzten 8 Jahren habe ich Fuji immer parallel zu Canon, Sony, Nikon genutzt- mal mehr, mal weniger. Inzwischen habe ich mich komplett von Fuji getrennt und fotografiere mit Canon R und einer Leica Q2. Obwohl ich die Bedienung von Fuji immer noch mag, so sind es doch einige Punkte, die mir irgendwann nicht mehr gefallen haben: Zum einen hat Fuji deutlich nachgelassen, was den Support alter Kameras angeht. Früher gab es 3-4 Jahre Firmware-Updates, inzwischen nur noch das Notwendige. Die neuen Kameras der X-T Serie wurden immer grösserer und schwerer. Da kann ich gleich mit einer R7 fotografieren. Fuji bringt in immer den gleichen Abständen eine neue Version mit immer weniger Änderungen. Der AF ist sehr gut, kann aber bei Tier- und Telefotografie immer noch nicht mit der Konkurrenz von Canon und Sony mithalten. Die Geräte sind inzwischen nur noch Made in China. Die Qualität der Geräte hat sich verschlechtert. Zumindest meine neueren Geräte hatten öfters Fehler und Fehlfunktionen. Ladegeräte gibt’s beim Kauf keine mehr dazu. Dafür steigt von Generation zu Generation der Preis ohne echten Mehrwert. Die 40Mpx Auflösung brauche ich bei APS-C nicht. Ich. glaube, dass Fuji-Konzept hat sich inzwischen totgelaufen. Fuji ist auch nicht Leica.

  • Also mir würden 26 Megapixel reichen. Hab mich nach der X-T3 für die X-T5 entschieden, einzig wegen dem schnelleren Prozessor und dem besseren Autofokus. Zudem ist die 5er aus der gleichen Evolutionsstufe wie das 150-600 und wird da seine volle Leistung bieten. Die neuen Modelle der X-Reihe sind für mich dahingehend ärgerlich, dass mein Laptop und PC das kaum mehr schaffen. Für mich als Analog-Grufti ist das Bedienkonzept der X-Ts alternativlos. Bei den Objektiven war das 150-600 schon eine Freude. Wünschen würde ich mir ein lichtstarkes 800 mm für wildlife.

  • Sehr geehrter Herr Roskothen,

    vor nicht allzu langer Zeit prognostizierten Sie, dass CaNi ihre Kamerasparte aufgeben würden und nur Fujifilm und Sony weiter existieren werden. Jetzt lassen Sie das Totenglöckchen für Fujifilm läuten.
    Mittlerweile ist Canon wieder unangefochtener Marktführer und Nikon verdient mit dem Z System richtig Geld und gewinnt Marktanteile zurück ( siehe GB von Nikon und aktuelle Statistiken der Fotoindustrie ).

    Da Sie doch einen nicht unerheblichen Einfluß auf das Kaufverhalten Ihrer Leser haben, wäre etwas mehr Objektivität angebracht. Wenn ich Fujirumors lese, fallen mir regelmäßige, fast wöchentliche Updates von Fuji auf. Außerdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Fujifilm sehr wohl viel Entwicklung in ihre beiden Systeme investiert.

    Sicherlich hat auch mich die Mai 2023 Summit von FF irritiert, zumal zumindest das 30 iger Tiltshift für GFX Serienreif ist. Dies konnte man auf der Photo Expo Plus 2023 in Japan am Fuji Stand klar erkennen.

    Mit freundlichen grüßen

    Schellenberger

    • Lieber Herr Schellenberger,

      ich stelle im wesentlichen Fragen. Wo die Reise hingeht, kann ich nur ahnen. Deshalb ist mir auch das Feedback aller Leserinnen und Leser sehr wichtig. Ich lasse also keine Totenglöckchen läuten, sondern beobachte das Geschehen. Und dass sich Canon dem Smartphone zuwendet, bewegt mich mit Sorge, kann ich aber nachvollziehen. Danke für Ihre Hinweise. Ich bin sicher, wir werden alle miteinander feststellen, wie es sich entwickelt und ich ahne bereits, dass gar keine X100V mehr produziert wird, keine X-Pro3 mehr verkauft wird. Hoffentlich irre ich mich in Bezug auf die Zukunft, ich mag Sucherkameras.

      Gruß,
      Peter R.

  • Ich habe recht lange mit Fuji GFX und X fotografiert, habe aber wegen der zumeist fehlenden Panning-Eigenschaften parallel noch Canon gefahren. Die XH2s kam für mich zu spät und bin dann mit der XH1 und XT3 ausgestiegen alledings mit einem weinenden Auge. Von Canon habe ich mich dann auch getrennt und alles nur noch auf ein System (Nikon Z) verdichtet. Hier bekam ich Gehäuse mit denen ich alles abdecken kann. Meine Z7II werden ich irgendwann noch durch die Z8 ersetzen.

  • In ihrem Beitrag kann ich mich sehr gut wiederfinden. Hatte mir eine X100V bestellt und gewartet… kam aber nix! Hab mir dann so meine Gedanken zu Fuji gemacht und für mich entschieden, das ich mich von Fuji verabschieden werde. Ja, ich war bekennender Fuji Fan Boy. Aber die Entwicklung von zuhören und umsetzen passt bei Fuji einfach nicht mehr. Das ist sehr schade. Bin zu Olympus gewechselt und habe jetzt eine Pen F und diverse Linsen. Ich bin glücklich.

  • Ich kann dem Beitrag leider nichts abgewinnen… Ein Unternehmen muss Geld verdienen und durch Corona und Energiekosten müssen die Firmen leider Dinge bauen die dem Markt gefallen ein Schwarz- Weis- Kamera ist wohl eher etwas für eine kleine Zielgruppe und nicht für den Massenmarkt und der bringt eben das Geld ich begrüsse es eine zeitgemässen Autofokus und Sensor zu haben

  • Die Statements von Fujifilm und die veröffentlichten Zahlen deuten auf eine erfolgreiche Produktpolitik hin. Das ist in dem sehr schwierigen Marktumfeld sicherlich nicht selbstverständlich. Auch ist ist die Zukunft des Systemkamerasegments ungewiss. Es ist davon auszugehen, dass den Entscheidungen des Managements sehr detaillierte Marktanalysen zugrunde liegen, zumal es für die Kamerahersteller ums Überleben geht. Dass verschiedene Hersteller zu ähnlichen Schlussfolgerungen kommen, spricht nicht gegen deren Richtigkeit. Im konkreten Fall ist Fujifilm dabei in bester Gesellschaft. Die XT5 scheint extrem erfolgreich zu sein, offensichtlich hat Fujifilm die Bedürfnisse einer kaufwilligen Kundschaft, von der man lebt, richtig erkannt. Gleiches lässt sich bei der X-S20 vermuten. Leider lässt der geschrumpfte Markt nur eine fokussierte Produktpolitik zu. Diesen Umstand müssen wir akzeptieren, denn für uns ist die gute Entwicklung vor Fujifilm auch mit Blick auf den Ausbau und Weiterentwicklung des Objektivangebots wichtig. Da hat natürlich jeder Fotograf eine andere Bedürfnispyramide. Trotzdem würde ich mir wünschen, dass Fujifilm eine Objektiv-Roadmap veröffentlicht. Persönlich bin ich zuversichtlich, dass Fujifilm im Bereich der Systemkameras unterhalb des Vollformats seine klar führende Position verteidigen und ausbauen kann und dort für den anspruchsvollen Fotografen alternativlos bleiben wird.

  • Was noch gar nicht erwähnt wurde: Im Gegensatz zu anderen Herstellern scheint Fujifilm erhebliche Produktionsprobleme zu haben.

    Bei jedem neuen Kameramodell der 5. Generation wurde – auch aufgrund der hohen Nachfrage – von Engpässen berichtet, um die Bestellungen zu erfüllen. Meines Wissens hat sich Fujifilm in Japan dafür sogar bei seinen Kunden entschuldigt. Wer im Moment im deutschen Fachhandel nach Fuji-Kameras sucht, der findet Restbestände der 4. Generation und teilweise nicht mal alle Modelle der 5. Generation.

    Da verstehe ich Fuji – ohne damit konform zu gehen – dass man sich zunächst auf wenige Produkte konzentriert, von denen man entsprechende Umsätze erwartet. Nach dem Hype und dem Erfolg der X-H2s also kein Wunder, dass man zunächst einen Nachfolger der X-S10 präsentierte. Mich würde aber im Moment wenig wundern, wenn das nächste Modell im Herbst wieder dem Bereich der Retro-Kameras zugerechnet werden kann.

    Was die Objektiv-Politik angeht, so hat Fuji im Moment mehrere Lücken zu füllen, die meines Erachtens größer sind die Lücken, die eine fehlende Super-Weitwinkel-Festbrennweite oder ein Makro-Objektiv hinterlassen würden, das aufgrund seines geringen Mindestabstands in der Natur nur eingeschränkt zu gebrauchen ist.

    So ist meines Erachtens eine Überarbeitung der bildtechnisch guten, aber in die Jahre gekommenen Zoom-Objektive (8-16, 16-55, 50-140) angebracht Die Konkurrenz zeigt, dass es leichter geht und ob ich tatsächlich ein 8-16 und nicht eher ein 10-20/F2,8 benötige steht aus meiner Sicht ebenso im Raum.

    Vor allem aber sind Lücken zu füllen (Standardzoom, Weitwinkel-Zoom F4), die die 40MP Sensoren aufgezeigt haben. Wie gern hätte ich eine vernünftige Überarbeitung des 16-80 anstatt des etwas merkwürdigen 18-120 gesehen …

    Bei den Festbrennweiten hat Fuji richtigerweise die F1,4-Objektive schon in den vergangenen Jahren überarbeitet und die F2-Linsen leisten immer noch zuverlässig ihren Dienst. Ich muss aber auch sagen, dass ich nicht bereit wäre, für eine überarbeitete F2-Linse jenseits der 600 Euro zu
    investieren, also Preisregionen, die Fuji derzeit für seine Neuerscheinungen aufruft. Da sehe ich persönlich weniger Nachholbedarf.

  • Liebe Fotoenthusiasten:innen,
    die Kritik an Fujifilm kann ich (tlw.) durchaus nachvollziehen, aber was sind denn die Alternativen für ambitionierte Hobbyfotographen?
    IMHO:
    Canon: Tolle Kameras mit einem völlig unakzeptablen Objektivsortiment. Entweder schlecht, klapprig, Plastikbajonett und immer noch teuer oder optisch sehr gut aber preislich jenseits von gut und böse. Dazu immer noch kein RF 35 1.4 im Angebot!
    Nikon: Tolle bezahlbare Kameras. Mit der Z5 einen verführerische KB-Einsteiger. Sehr gutes Objektivportfolio (Zooms f4 und f2.8, sehr gute 1.8èr Festbrennweiten). Eigentlich alles gut (beim AF-C ist noch Luft nach oben) – aber mir ist das alles ein wenig zu groß u. schwer (und perfekt langweilig).
    Sony: Die haben den Markt seit 8 Jahren so richtig durcheinandergebracht… Technisch ganz vorn dabei, riesige Objektivauswahl von gut und preiswert über sehr gut bis hervorragend und immer noch 50% günstiger als Canon – aber die Kameras fühlen sich für mich an wie Game Boys, wie ein elektronisches Dings, was seinen Job erledigt. (Ich habe 2 Sonys und 7 E-Mount Optiken die ich verwende, wenn es um “Bilder produzieren” und Dokumentation geht.)
    Olympus /MFT: davon habe ich keine Ahnung (mehr) = kein Kommentar
    Panasonic: Eine S5II wird die (Panasonic-Welt) vermutlich nicht retten… Objektivauswahl und -qualität ähnlich Nikon (Sigma!).
    Die Entwicklung im Segment geht verstärkt Richtung Vlogging – hier werden noch Zuwächse vermutet.
    Die Fortschritte hinsichtlich Kameratechnik beschränken sich doch im wesentlichen auf den AF, die Integration von KI und Erweiterung der Funktionen im Videobereich.
    Der 8 Jahre alte 42MP BSI-Sensor von Sony ist z.B. bzgl. Dynamik und High-ISO Performance nach wie vorganz vorn dabei.

    Fujifilm hat IMHO vieles richtig gemacht.
    Sie besetzen den von anderen Herstellern mittlerweile vernachlässigten APS-C Bereich mit großer Auswahl und schicken Produkten.
    Sie umgehen den überfüllten Kleinbildbereich.
    Sie haben das digitale Mittelformat in die Reichweite der Hobbyfotographen gebracht.
    Ich persönlich verzeihe den Fujikameras ihre Macken (AF), weil es mir egal ist ob bei 10B/s von einer Serie mit 30 Bildern 15 oder 29 scharf sind.
    Ich hoffe sehr, dass sie aus ihren derzeitigen Fehlern lernen und sich auf Ihre Stärken besinnen.
    Die Nichtverfügbarkeit von X-Pro3 und X100V ist inakzeptabel und eine X-T5s mit 26MP wäre sicher kein Fehler…
    Ich persönlich werde demnächst entweder den Verlockungen des GFX-Systems (Cash-Back…) erliegen oder mir eine X-T5 und das hervorragende XF 18 1.4 gönnen.
    Ich wünsche Allen allzeit gut Licht.

    • Hallo Photomas,

      mir gefällt die Zusammenfassung richtig gut, sie entspricht auch nahezu exakt dem, wie auch ich darüber denke. Etwas schwieriger wird es eben für Leute, die einen hochpräzisen, superschnellen AF für bestimmte Genres voraussetzen müssen. Und was mir persönlich noch etwas näher wäre, als die GFX-Linie, wäre eine Monochrom-Kamera in X-Segment. Von mit aus darf FUJIFILM gerne das Bedienkonzept meiner T3 beibehalten, und dafür den Sensor von LEICA einpflanzen. Oder zumindest einen ähnlich guten erfinden… ;-) Vor allem in so einer Kamera könnte ich einem 40MP Sensor deutlich mehr abgewinnen, als in der T5.

      Herzliche Grüße, Dirk Trampedach

  • Nach vielen Sony-Bodies, incl. Vollformat, bin ich wieder bei APSC und dann bei FUJI gelandet. Auch dort habe ich oft gewechselt und war zum Schluss bei einer X-T30, die ich dann fast zwei Jahre hatte (für mich ist dies extrem lang). Durch die neuen Mittelformat-Kameras und dem Trend zu 40MP und mehr, habe ich mir auch meine Gedanken gemacht. Der Kopf ist rund, damit Gedanken auch schon mal die Richtung wechseln dürfen. Also habe ich auch in die andere Richtung gedacht. In FUJILOVE, in Portalen und Zeitschriften findet man ganz häufig tolle Fotos, die auch heute noch mit älteren Kameras gemacht wurden. Ich habe tatsächlich meine X-T30 verkauft und eine sehr gut erhaltene X-T10 gekauft. Für meine vorwiegend statischen Motive ist dies absolut ausreichend. Je weniger technische Optionen man hat, umso mehr wirken kompositorische Optionen. Wenn tatsächlich eine Monochrom-Kamera auf den Markt kommt, werde ich bestimmt schwach. Aber bis dahin freue ich mich über den monatlich eingesparten Wertverlust und fotografiere.

    (Gerade sehe ich den folgenden Kommentar von Martin Berding – ich bin offensichtlich nicht alleine.)

  • Mich irritieren die regelmäßigen Wertungen, die Fujifilm als für Wildlife nicht gut geeignet disqualifizieren, insbesondere mit Blick auf die Vogelfotografie. Nicht nur meine Erfahrungen sind da völlig anders, zumal ich meine X-H2S erst nach mehreren anspruchsvollen und erfolgsversprechenden „Birds-In Flight (bif)“-Tests erworben habe.
    In diesem Zusammenhang möchte ich auf ein YouTube Video der weltweit anerkannten Spezialisten für Vogelfotografie verweisen. Es handelt sich um Jan Wegener und Glenn Bartley, die hauptsächlich mit Canon fotografieren. Vor wenigen Wochen hat Glenn Bartley über mehrere Tage lang mit der X-H2S und dem 150-600mm Fujifilm-Zoom Vögel in herausfordernder Wildnis fotografiert. Das Urteil war uneingeschränkt äußerst positiv: “This can be a real winner for a lot of photographers out there.“ Ich weiß, dass in Foren, z. B. bei DPreview, häufig auf das Fehlen von Fähigkeiten verwiesen wird. Die regelmäßigen Veröffentlichungen von hervorragend gelungenen, teilweise spektakulären Fotos von Vögeln im Flug, u.a. auf den entsprechenden Userforen in Facebook, sprechen eine deutlich andere Sprache. M. E. ist die Wahl der richtigen Parameter entscheidend; diese Wahl kann auf einem der Custom-Mode Menüs C1-C7 gespeichert werden. Der Link zu dem sehenswerten, oben erwähnten, YouTube Video lautet: https://www.youtube.com/watch?v=3exdYJpSMrM&t=922s

  • Die im Beitrag ausgesprochene Kritik kann ich zum größten Teil nicht teilen. Auch den Zuwachs von 26 MP auf 40 MP begrüße ich, aus mehreren Gründen, die zum Teil sogar dann zutreffen, wenn ein “altes” Objektiv noch nicht die volle adäquate Bildqualität bis in jede Ecke schafft.

    Mit der X-T5 (40 MP) bin ich echt zufrieden. Als zweite und kleinere mag ich auch die X-E4 (26 MP).

    Wenn ich jetzt mit Fujifilm neu einsteigen würde, hätte ich mich mit diesem Wissen auf jeden Fall für den Sensor mit 40 Megapixeln entschieden. Im Vergleich zum Sensor mit 26 MP ist der Unterschied zwar nicht „megagroß“, denn bei 54% Zuwachs in der Pixelzahl ist der Zuwachs der Pixel der Kantenlängen um lediglich 24% angestiegen, somit um ein knappes Viertel. Zudem wächst der Dynamikumfang nicht proportional mit, ganz einfach weil weniger Licht auf die Fläche eines Pixels fällt (weil der Sensor gleichgroß geblieben ist, während die Pixeldichte gestiegen ist). Dieser Nachteil wird vermutlich durch technische Weiterentwicklung des Sensors teilkompensiert.

    Die höhere Pixeldichte hat aber noch einen anderen, selten erwähnten Effekt, den ich als positiv empfinde: Die Kontrastfunktionen in Lightroom, wie etwa „Struktur“ (früher „Textur“), „Klarheit“ und „Dunst entfernen“ wirken feiner, bezogen auf das Gesamtbild. Gleiches gilt vermutlich auch für das Schärfen (wenn man gleiche Subparameter verwendet).

    Zu bedenken ist auch folgendes: In Zeiten digitaler Kameras ist es Standard, dass eine digitale Korrektur für Objektivverzerrungen angewendet wird. Hierbei werden Pixel, meist und vor allem in den Randbereichen bzw. Ecken, entsprechend verrechnet, so dass das Bild hierdurch einen Hauch schwammiger wird. Auch in dieser Hinsicht ist der Zuwachs in der Pixelzahl hilfreich.

    Und zu guter Letzt sei erwähnt, dass die Dateigröße in meinen Augen noch moderat ist, wenn man mit verlustfreier Komprimierung (statt unkomprimiert) speichert.

    Es grüßt herzlich
    Jan Peter Ehlers

  • Hallo,
    Das Wesentlichste wurde zum Thema schon gesagt, daher möchte ich nur kurz meine Meinung äußern und dann noch ein paar Fragen an Herrn Roskothen oder auch die Allgemeinheit stellen:
    Grundsätzlich bin ich kein Freund , wenn geschrieben wird „keiner hat sich gewünscht…“ Man möge bitte nur über sich selbst schreiben. Ich empfinde dies als schlechten Stil, wenn man suggerieren will, dass jeder der eine andere Meinung hat, gegen die Mehrheit ist.
    Ich habe eine E1 und eine T1 und bin sehr zufrieden, habe mir aber immer etwas mehr Auflösung gewünscht, für den Fall, dass ich optisch croppen will ( ich nicht nah genug rankam). Als ich dann die GFX 50 S2 gekauft habe, war ich geflashed und bin von der Detailtiefe begeistert. Jetzt ist mir der Unterschied der Pixelgrösse natürlich klar, dennoch habe ich mich schon auf die 40MP gefreut und wollte auch demnächst zuschlagen. Es wurde bemängelt das Fuji nicht auf die Kunden hört. Verstehe ich nicht, denn Sie haben doch 2 Kameras mit 25 und 40 MP gebracht? Ich für meinen Fall finde eine x-S2 überflüssig. Aber das ist doch Fujis Entscheidung.
    Egal, zu den Fragen: es wurde bereits mehrfach berichtet, dass einige Objektive bei 40 MP am Rand nicht gut performen. Mich würde mal interessieren, wie das zu verstehen ist: ist eine Auflösung und Schärfe am Rand bei einem 10-24mm an einer T1 höher als bei einer T5? Oder ist es an der T5 höher, aber halt nicht soviel wie in der Bildmitte?
    Gibt es denn schlechte Erfahrungen mit der X5 oder H2? Wenn Fuji 40 MP kann, warum sollten Sie es nicht auf den Markt bringen? Ich würde die Kritik nur verstehen, wenn damit einher eine „schlechtere“ Kamera entstanden wäre?
    Schlusssatz: ich find die Bildqualität immer noch herausragend und werde bei Fuji bleiben. Grüße

    • Guten Tag Herr Martin,

      zunächst einmal ist in dem Artikel wiedergegeben, was sich ein YouTuber wünscht und was er kritisiert. Das hat nichts mit meiner Meinung zu tun, die genauso gekennzeichnet ist, wie die Zitate des YTubers.

      Wenn Sie schlechten Stil meinen, dann den des YTubers? Und sicherlich haben Sie recht, dass sich die Meinung einzelner nicht auf die Gesamtheit übertragen lässt. Ich halte ein XF 8 mm für eine gute Idee, aber für zu teuer. Und damit kommen wir zu den 40 MP, die in Zukunft die Objektive verteuern werden. Ich selbst verstehe nicht, warum die GFX 50S (II) nicht ausreichte. Aber das ist sicherlich nicht die Meinung aller Fotografen. Und richtig: Wir reden über FF-Entscheidungen, über die wir verwundert sein dürfen. AGs gehen manchmal komische Wege.

      Wenn Unternehmen dennoch Rücksicht auf Kundenwünsche nehmen, dann kommen so legendäre Kameras, wie eine Canon EOS 7D dabei heraus, die zu den erfolgreichsten Kameras gehörte. Und damit wären wir bei der Möglichkeit eines Unternehmens, die Wünsche von Kunden anzuhören, zu respektieren und zu Erfolgen zu wandeln. Warum das im Falle von FF nicht in ausreichendem Maße passiert? Das weiß ich nicht.

      Die Performance vieler älterer FF-Objektive reicht für die 40 MP-Kameras nicht aus. Das bedeutet: Sie kaufen sich eine 40-Megapixel-Kamera in der Erwartung, dass die Aufnahmen brillant sind. Bestimmte ältere Objektive geben diese Brillanz aber nicht her. Fujifilm selbst hat eine Liste mit empfohlenen Objektiven veröffentlicht, die für die beiden 40-MP-Kameras infrage kommt. Dort ist das 10-24 mm Objektiv nicht aufgeführt. Ich selbst habe es an der X-H2 und X-T5 getestet und ausgerechnet im extremen Weitwinkel-Bereich, war das Objektiv an einer 40-Megapixel-Kamera sichtbar schlecht.

      Das sind keine schlechten Erfahrungen und die X-T5 und X-H2 sind keine schlechten Kameras. Wenn wir Objektive an diesen Kameras nicht empfehlen, dann sind das Informationen, die Sie als *fotowissen Leser aufklären (können).

      Fazit: Der Bericht spiegelt im ersten Teil die Meinung eines YouTubers wider. Danach folgen meine Fragen und Ideen. Und wenn Sie nochmal lesen, dann werden Sie feststellen, dass dort von mir geschrieben wird, dass ich Fuji Kameras und Objektive liebe. Bitte noch mal aufmerksam lesen, danke.

      Herzlichen Gruß,
      Peter R.

      • Hallo Herr Roskothen,
        Wir war klar, dass das nicht Ihre Meinung ist und der schlechte Stil bezog sich Aussagen, die ja nicht von Ihnen sind. Daher bitte auch nicht auf sich beziehen.
        Gruß
        Marc Martin

  • Also mir sprechen Sie mit ihrem Artikel nicht aus dem Herzen. Im Laufe meiner Amateur-Fotolaufbahn habe ich mit verschiedenen Kameramarken fotografiert. Und wenn man im Internet gesucht hatte, hat man bei jeder Marke Fanboys gefunden und ebenso Kritiker, die die jeweilige Marke auf einem ganz ganz schlechten Weg sahen. Das ist für mich kein Maßstab.
    Was sich die Fans für Kameras gewünscht haben, das kann ich nicht genau sagen, außerdem ist es schwer, das zu verallgemeinern. Aber nach allem was man so liest, verkauft sich die X-T5 sehr gut. Also sosehr am Kundenwunsch vorbei hat Fuji da nicht entwickelt würde ich sagen.

    Ich besitze natürlich nicht alle Objektive, die Fujifilm anbietet. Aber auf der Kompatibilitätsliste finden sich mehr als genug Objektive, die den Sensor bedienen können. Ich persönlich finde es nur schade, dass man bis jetzt im Weitwinkel auf das große, schwere und teure XF 8-16 angewiesen war. Von daher finde ich das 8mm Objektiv für Landschaftsfotografen und alle, die das Weitwinkel mit ihren Füßen zur Location tragen sehr interessant. Was die Objektive angeht – da hat Fujifilm einen Wunsch erfüllt und Drittanbieter ins Boot geholt. Somit stehen viele gute Objektive in vielen Brennweiten zur Verfügung. Mir persönlich fehlt eigentlich nur ein leichter Weitwinkelzoom mit Blendenring. Bis es diesen gibt, muß das Tamron 11-20 seinen Zweck erfüllen.

    Fujis Stärke in meinen Augen waren schon immer die Festbrennweiten. Wenn mich nicht alles täuscht, sind die f2 und das 16mm f2.8 Linsen alle auf der Kompatibilitätsliste. Und was die neuen f1.4 mm Festbrennweiten angeht – die sind ein Traum. Wenn ich nicht das große Talent hätte immer Staub auf den Sensor beim Objektivwechsel zu bekommen, würde ich fast nur mit diesen Objetiven arbeiten.

    Einen nächsten Wunsch hat Fujifilm den Usern mit der neuen App erfüllt. Bei mir funktioniert die ohne Probleme (iphone Version und X-T5)

    Dass man nicht jeden Wunsch erfüllen kann, liegt aber auch auf der Hand. Unterm Strich muß jede Firma ja auch Gewinne erzielen. Und dass da in einem schrumpfenden Markt kein Entwicklungsgeld mehr ausgegeben wird, um für ältere Modelle neue Features verfügbar zu machen ist schade, aber nachvollziehbar. Obwohl zumindest Bugfixes noch immer nachgereicht werden. Das hat Sony bei meinem damaligen Model nicht gemacht, obwohl die Kamera sogar noch längere Zeit verkauft wurde.

    Und wer mit den bisher veröffentlichen neuen Modellen nichts anfangen kann, kann
    auch mit älteren Fujifilm Kameras fantastische Bilder machen.

    • Hallo zusammen, das wird jetzt länger :)

      ich weiß nicht, ob ich zu spät hintendran komme, möchte aber auch einmal meine Gedanken quasi offenlegen.
      Was wir hier sehen ist, meiner Meinung nach nicht das Fuji anfängt „blöd zu machen“, sondern, wieder einmal einen Wendepunkt in der Zeit der Fotografie. Ich selbst habe damals, als die Kinder kamen aufgehört und alle Kameras und Objektive verkauft, weil mir das alles zu umständlich, zu groß, zu teuer und zu aufwändig wurde. (OM4+3 TI plus viiiel Zubehör, geile Zeiten damals)
      Digital kam und hat, allen Unkenrufen zum Trotz, den Film weitgehend verdrängt. Die Zwischenzeit war nicht schön, aber nun ist alles akzeptiert und auch so weit gediehen, dass es auch von den Profianwendern angewandt wird.

      Ich selber habe wieder angefangen und es war ein langer steiniger Weg zu meiner jetzigen, gerade ein paar Monaten alten, DSLM. Bei der Auswahl haben folgende Punkte, für mich, eine Rolle gespielt:

      – Größe (Kleinbild ist schwerer, coole Objektive kosten ruckzuck 2.000,-€ + )
      – Gewicht
      – Haptik (!!!) (Die SONY DSC-RX100 ist toll, aber viel zu fummelig)
      – Bildergebnisse im „faulen“ Fotografieren für Anfänger
      – Die Möglichkeit, mit demselben Equipment bei Bedarf und dazugelerntem Können auch
      „voll auf die Kacke“ hauen zu können ( Sorry :-D )
      – Angebot an Zubehör in allen Preislagen (!!)
      – Mindestens noch 10 Jahre zukunftsfähig (Dr. Schuhmacher lässt grüßen)
      – Bei Zufallsbildern muss auch ab und an ein Poster mit 80cm möglich sein

      Nicht zuletzt durch diese Informationen hier und viele weitere, was habe ich mich gequält, ist es eine Fuji geworden. Entschieden hat es der Haptik Test. Ursprünglich wollte ich eine T30 und dann hat es sich immer weiter nach oben geschaukelt. Fast wäre es eine X-S20 geworden, weil deren Sensor und Chip deutlich ertüchtigt worden sind und auch beide Welten befriedigt werden von
      „rausziehen abschießen“, bis „ich nehme mir Zeit für dieses Bild“.

      Meine Hand ist aber ein bisschen zu groß an der X-S20 und dafür extra einen Griff zu kaufen der unten etwas aufpolstert? Na ja, vielleicht. Der Händler hatte aber auch eine gebrauchte X-T4 stehen. Von der hatte ich zu dem Zeitpunkt schon viel gelesen und gesehen, diese war mir aber mit knappen 1.900,-€ Gehäuse zu teuer, außerdem ausverkauft.
      Als ich dann aufgrund der Haptik trotzdem nach X-T4 suchte, bekam ich doch glatt ein Set in schwarz(cooler) mit dem 16-80 neu OVP für 1.999,-€ ins Haus. Die X-S20 mit dem 18-50 war nur knappe 170,-€ günstiger.
      Also X-T4 und ich bereue nichts. Für mich völlig ausreichend und in Vollautomatik macht sie auch tolle Bilder und die JPG kann man so cool hintrimmen, dass ein nachträgliches Bearbeiten sich doch sehr reduziert. (Kann sich ja noch ändern, weil nach oben offen ? )
      ————————
      Und jetzt zu dem Gefühl Fuji lässt uns immer mehr allein….
      (wer das hat, bitte nicht bei dem genannten Dr. nachlesen)

      Welches ist die beste Kamera?
      Die, welche immer dabei ist.
      Was haben die Leute heutzutage wirklich immer dabei?
      Das „Schmardfone“. Mit Banking App, mit Personalausweis, mit Krankenkassenapp, mit Rabattapps, mit Schlüsselfunktion für Auto, Haus, mit Fernbedienungsmöglichkeit von allem und jeden, mit direktem Draht zu allen Kumpels und Kumpellinnen.
      Ich seh was Cooles? Foto, klick bearbeitet und verteilt „Du schaumal“ etc. pp. Und man braucht nichts Denken, die Qualität ist dafür super ausreichend und es wird immer einfacher und besser.
      Da ist was Komisches auf dem Bild? App auf, mit dem Daumen wischen, weg isses.

      Kein auf den PC exportieren, Bearbeitungsprogramm für 200,-€/Jahr Gebühr kaufen, da auch noch reinfuchsen, und dann wieder zurück aufs Handy zum Verschicken?! Ne Du…

      Was auch immer mehr kommt, sind Filmchen und coole Technik Gadgets.
      Und was hat Fuji?
      Ja, die Instax Pal (cooles Teil Alter…) Sofortbildkameras, auf Partys der Hit, und dann kommt das „Gift“ kleine coole Kompaktkameras, zum fast schon immer dabeihaben……

      Ui lass mal schauen, was die noch so haben…. Ui sone Retrodinger oben Silbrig (T30)
      ja so coole Technikprotze in gar nicht so groß, die super Filmen können genannt X-S20.
      Für die Freaks, die alle 2Jahre das Neueste haben müssen (PROTZ) gibt’s so coole Dinger mit 40MP die auch ein breites Zubehörspektrum haben und sogar noch einfach zu Bedienen sind, nix 1Jahr lang reinfuchsen, sondern auspacken, loslegen und teuer genug um zu protzen, dabei aber gerade noch preiswert genug zum Anschaffen. Und für „Papa“ sogar Mittelformat!

      Man muss heutzutage auf dem Schirm bleiben und nichts anderes macht Fuji gerade und dabei bleiben uns unsere geliebten Schätzchen doch erhalten.
      Es gibt immer noch alle Objektive und das ist genug um alles abzudecken. Objektive für 40MP werden auch an 26MP funktionieren. Wenn man alles hat, benötigt man in Zukunft nicht mehr wirklich viel und so eine Kamera hält auch ordentlich lange aus, um über diese neue Zeit der „Findung neuer Sinne“ in der Fotografie zu überdauern.
      Schaut mal was inzwischen Autos kosten und welche Art Auto soll ich überhaupt nehmen…..

      –>Aber aktuell ist erst einmal Überleben angesagt, um nicht im Strudel abgesaugt zu werden.

      Olympus ist nicht mehr Olympus, sondern ein gewinnorientierter Investor, der quetscht den Saft raus.

      Nein, man muss nicht alle 2-3 Jahre etwas Neues, sorry > DAS Neueste! < haben!

      Ich z.B. fotografiere FÜR MICH und nicht für den Nachbarn und das Forum. Ich bin auch nicht lange traurig, wenn Fuji nicht immer direkt genau das macht, was ich möchte. Schaut mal was Canon macht, da meint man zwischendrin immer mal wieder „das ist jetzt echt Tod“
      Ja, ich wäre traurig, wenn es nicht weiterginge, aber ich habe bis dahin alles, was ich benötige und so wie es aussieht, hält das dann eine Weile lang und wies es danach weitergeht, schaue ich dann, wenn es so weit ist.

      Und nein, ich zeige keine meiner Bilder, die Taugen nicht für geschulte Augen. :-D

      Was glaub bei Fuji noch fehlt sind Kamera-Drohnen, oder ?-)

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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