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Konstruktive Fujifilm Kritik 2023

Testbericht Fuji X-T5 40 Megapixel Retrokamera DSLM - 221026-6055
Testbericht Fuji X-T5 40 Megapixel Retrokamera DSLM - Konstruktive Fujifilm Kritik 2023

Meinung: Wir Fotografen starten in Kürze in ein neues Jahr mit Fujifilm. Meine konstruktive Fujifilm Kritik 2023 ist wie immer ehrlich und möchte dem Unternehmen und uns Fotografen helfen, auf der richtigen Spur der Kameraentwicklungen zu bleiben. Nicht alles, was Fujifilm in den letzten Jahr konstruierte, war Gold und vielleicht können wir dem Kamerahersteller und Objektivhersteller mit Tipps helfen:

Der Erfolg von Fujifilm

Was Fujifilm in der Vergangenheit geschafft hat, ist atemberaubend. In nur 10 Jahren hat das Unternehmen den APS-C-Sektor und Mittelformat-Sektor revolutioniert. Es gab Innovationen wie die Bedienelemente einer X-T1 bis X-T5, den Hybridsucher der X-Pro1 bis X-Pro 3 und X-100-Serie. Der IBIS im Mittelformatkameras war eine Revolution. Genauso sind 40 Megapixel, gewiss auch ein Verdienst von Sony, welches diese Sensoren baut, eine Revolution im APS-C-Segment. Viele gute Dinge, wie hervorragende Objektive im X-System und GFX-System sind Grundlage für den Erfolg der leichten APS-C-Kameras.

Zuletzt hat auch Fujifilm den intelligenten Autofokus (KI / AI) eingeführt, der zuverlässiger und schneller Objekte und Lebewesen wahrnimmt. Die legendären Filmsimulationen verhelfen uns Fotografen zu einem ausdrucksstarken und einzigartigen Foto.

Fujifilm baut leichte und günstige Kamerasysteme und hat so einige Überraschungen in petto, wie die kompakte X-100-Serie. Aber in den letzten Jahren ist auch vieles falsch gelaufen, zumindest aus meiner Sicht der Dinge. Meine Konstruktive Fujifilm Kritik 2023:

Konstruktive Vorschläge für Fujifilm 2023

Test Fujifilm X100V Kompaktkamera
Test Fujifilm X100V Kompaktkamera. Es fehlt die Tastenwippe.

Es begann damit der X100F Nachfolgerin, der X100V ein Klappdisplay zu spendieren, welches ausschließlich im Querformat klappbar ist. Schlimmer noch war der Verzicht auf die Tastenwippe auf dem Kamerarücken, denn wer das von einer X-H1, X-H2, X-T2, X-T3 und nachfolgenden Versionen gewohnt ist, wird unweigerlich die Funktionen vermissen und die Kamera nicht mehr intuitiv bedienen können. Das Extra-Kit für die Wetterresistenz ist in meinen Augen übrigens die Krönung der X100V Fehlkonzeption, denn wenn das nicht im Preis mit drin sein kann, dann ist das gelinde gesagt verkehrt. Ein IBIS hätte der Kamera ebenfalls gut gestanden.

Test Fujifilm GFX 100- Rücken mit programmierbaren Tasten
GFX 100 Rücken mit programmierbaren Tasten, aber ohne Tastenwippe.

Auch bei der GFX 100 wurde vieles verkehrt gemacht. Bereits beim Erscheinen der GFX 100 hat Fujifilm voll auf das PSAM-System gesetzt und die Wahlräder der GFX 50S Vorgängerkamera vergessen. Auch bei dieser Kamera fehlt die Tastenwippe, die uns hilft, die Kamera konsistent bedienen zu können.

Ohne jede Not wurden in meinen Augen, im Herbst 2022 40-Megapixel-Kameras wie die X-H2 und X-T5 eingeführt. Immerhin gibt es für X-H-Fans noch die Möglichkeit auf die sportliche X-H2s (26-Megapixel-Alternative) zurückzugreifen, wer aber das X-T4 Bedienkonzept schätzt, der wird in der 40 MP-X-T5 leider mit der größeren Auflösung leben müssen, selbst wenn doch da noch die GFX-Systeme sind, die den hochauflösenden Bereich abdecken würden.

40 Megapixel-APS-C

Im Falle der 40-Megapixel-APS-C-Sensoren wird dem einen oder anderen Fotografen ein Systemwechsel ins Haus stehen, denn ausschließlich bestimmte Objektive werden Höchstleistungen an den beiden neuen Kameras erzielen. Daran hat FF keine Schuld, die hochauflösenden Sensoren fordern auch bei Sony, Canon oder Nikon ihren Tribut. Auch andere Unternehmen mussten bereits hochwertige Objektive für hochauflösende Kameras anbieten. So hatte Canon bereits zu Zeiten einer 5DsR eine eigene Objektivliste publiziert, auf der nur wenige EF-Objektive verzeichnet waren.

Wer den intelligenten Objekt- und Lebewesen-Autofokus möchte, und das Konzept der Wahlräder schätzt, der muss (oder muss nicht) zur X-T5 greifen, will er sein System upgraden. Viele Fotografen fragen sich aber zum Neuerwerb, wo der Charme der X-T5, X-H2 und X-H2s Kameras geblieben ist. Denn im Gegensatz zu 24 oder 26 MP:

Mit den 40-Megapixel-APS-C-Sensoren ist kein unbeschwertes Arbeiten bis ISO 12.800 mehr möglich.

Warum war ein Wechsel auf 40 MP überhaupt notwendig, wo doch FF auch das GFX-System mit 50 MP oder 100 MP anbietet? Warum dieser Schritt und macht er Sinn? Schafft FF sich nicht die Konkurrenz im eigenen Hause?

Neue Kameras X-T5, X-H2 und X-H2s

Die X-T5 hat einen zu kleinen Puffer, ein nicht mehr ausklappbaren Display, den niedrig auflösenden Sucher. Warum? Das weiß nur die japanische Entwicklungsabteilung. Vermutlich wollte man den Kaufanreiz zur X-H2 belassen oder sich einfach mal auf die gleiche Spur wie Canon und Nikon begeben, die schon seit Jahren ihre Kameras künstlich kastrieren. Der Schritt ist auch insofern unverständlich, als die EUR 250,- Aufpreis den Braten nicht mehr fett gemacht hätten und man noch eine kostengünstige X-T40 oder X-T50 mit 26 MP herausbringen könnte.

Inzwischen hat Sony mit der A7R V ein Display herausgebracht, welches auf beide Arten klappbar ist, ausklappbar und auch nur klappbar. Was ist daran so schwierig, oder fehlt Fujifilm das Patent?

Vielleicht wird es ja noch eine X-T5s mit 26 MP-Sensor, CFexpress-Karte und größerem Bildpuffer geben? Das wäre ein Traum, denn auch die X-H2 und X-H2s haben kein vollkommen überzeugendes Konzept. Die Wahlräder vorn und hinten an den letztgenannten Kameras sind nicht mehr eindrückbar, sodass ich in “M” mithilfe einer Taste zwischen Verschlusszeit und Belichtungskorrektur hin- und herschalten muss. Die Kamera merkt sich die Umschaltung leider auch nicht. Ich muss nach dem Stromsparmodus erneut die programmierte Taste drücken, um die Belichtungskorrektur zu ändern. Vieles wäre mit drückbaren Wahlrädern einfacher gewesen, zumal auch die Fokuslupe nun auf einer anderen Taste oder dem Joystick untergebracht werden muss. Auch die Umschaltung zwischen normalem Sehen und Fokus-Peaking ist ausschließlich über andere Wege möglich.

Dass ich nicht am vorderen Wahlrad der X-H2 / X-H2s die Verschlusszeit und am hinteren die Belichtungskorrektur wählen kann, ist ein Fehler, der hoffentlich mit einem dem nächsten Firmware-Updates korrigiert wird.

Nicht korrigieren kann Fujifilm die langsamen Auslesezeiten der X-T5 und X-H2 im Gegensatz zur X-H2s, die den Rolling-Shutter-Effekt ergeben. Das bedeutet, beide 40 MP-Kameras sind nicht ideal, um Sport, Action, Wildlife und Tiere damit zu fotografieren. Sind solche Sensoren noch zeitgemäß?

Video

Und dann stellt sich mir die Frage, warum braucht eine X-T5 überhaupt eine Videofunktion? Kann Fujifilm keine Kameras für Fotografen mehr herausbringen, ohne Video anzubieten? Ich benötige an der X-T4 oder X-T5 kein Video, dazu gibt es eigene Kameras, wie die X-H2. Und im Grunde greife ich für Video auch schon intuitiv zum Smartphone, weil das sofort läuft und ich mich um nichts kümmern muss. Was ich damit sagen will: Muss Video in einer X-T5 sein? Oder wäre eine schnelle CFexpress-Karte für die hohe Auflösung nicht besser gewesen?

Schwarzweiß

Wir müssen nicht nach Japan schauen, um zu begreifen, dass Leica mit der Q2 Monochrom eine besondere Kamera herausgebracht hat, die trotz des hohen Anschaffungspreises großen Anklang findet. Wer gerne in der Vergangenheit schwarzweiß fotografiert hat, für den ist eine solche Kamera eine große Versuchung.

Mit einer Leica Q2 können wir keine Farbe aufnehmen, auf der Speicherkarte landen weiche Grauwertverläufe, die über das hinausgehen, was eine X-T5 in ACROS oder Schwarzweiß abliefert. Das liegt an dem fehlenden X-Trans oder Bayer-Layer, der in Farben aufteilt, die nachträglich wieder zu einem monochromen Bild verrechnet werden. Fujifilm könnte, mit einer rein schwarzweißen Kamera, einen Verkaufsschlager auf den Markt bringen. Davon bin ich überzeugt. Schließlich zwingen wir Fotografen uns mit einer SW-Kamera zum farblosen Fotografieren und hätten in einer X-T Monochrom gegenüber einer Q2 Monochrom doch wechselbare Objektive zur Verfügung.

Filmsimulationen

Einer der wichtigsten Unterscheidungsmerkmale von Fujifilm, sind die Filmsimulationen. Leider sind bei der X-H2 und X-T5 keine neuen digitalen Filmsimulationen mehr zu finden. Warum packt Fujifilm nicht auch so lohnenswerte Filme wie die von Kodak mit in die Kamera hinein? Sind Patente der Grund, warum die Filmsimulationen nicht weiterentwickelt werden?

Fujifilm ETERNA BLEACH BYPASS Filmsimulation
Fujifilm ETERNA BLEACH BYPASS Filmsimulation.

Mainstream

Mit aller Kritik will ich Fujifilm nichts Böses, aber genau wie Politiker den Boden zu den Mitmenschen (die sie abfällig “Leute” nennen) verlieren, hat Fujifilm auch im Jahr 2022 einiges produziert, was das Unternehmen im Jahr 2023 besser machen und mit Firmware zumindest teilweise korrigieren könnte. Mein Tipp: Fujifilm sollte unbedingt wieder die Vorschläge der Amateure in die Entwicklung einbeziehen.

Wollen wir hoffen, dass mein japanischer Lieblingshersteller nicht im Mainstream versinkt und sich auf die Unterscheidung zu Canon, Sony und Nikon konzentriert. Die Unterscheidung zur Bedienung einer EOS R6 oder Nikon Z6 hat es mit einer X-H2 und X-H2s leider in weiten Teilen aufgegeben und ist austauschbar geworden. 40-Megapixel-Kameras sollten nach wie vor von 26-MP-Kameras ergänzt werden, und zwar inklusive Objekt- und Lebewesenautofokus. Die X100V bleibt eine hübsche Fehlentwicklung, sonst hätte ich sie sehr gerne als kompakte Immerdabei-Kamera gekauft. Ebenso ist es mit der GFX 100, die inzwischen zu Ramschpreisen die Fensterscheiben der Fachgeschäfte schmückt.

Das Produzieren in China ist wegen der Menschenrechtsverletzungen nicht in Ordnung. Ich denke, die Fertigung in Japan oder anderen zivilisierten Ländern sollte wieder zu einem der wichtigsten Ziele werden.

Ich wünsche FF im Jahr 2023 Erfolg und ein ausdrückliches Hinhören. Es wäre eine gute Idee, die Tipps der Amateure zu berücksichtigen. Wie sehen Sie die Entwicklung von Fujifilm und was sind Ihre Vorschläge ans Unternehmen? Kommentar >>

Konstruktive Fujifilm Kritik 2023 - *fotowissen

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Konstruktive Fujifilm Kritik 2023

Testbericht Fuji X-T5 40 Megapixel spiegellose Retrokamera DSLM - 221026-6085
Testbericht Fuji X-T5 40 Megapixel spiegellose Retrokamera DSLM – Konstruktive Fujifilm Kritik 2023

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

15 Kommentare

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  • Guten Tag Herr Roskothen

    Vielen herzlichen Dank für die Einschätzung, die ich in weiten Teilen auch so sehe und die immer tollen Artikel.

    Meine Inputs:
    – ich finde es generell speziell, dass ein Unternehmen so viele Kameras mit demselben Sensor produziert. Ich habe ein deja vu, wenn man die 26MP Sensoren anschaut, alle Kameras ein anderes Gehäuse, ein bisschen ein anderes Bedienkonzept, aber schlussendlich kommt überall technisch gesehen im Wesentlichen das Gleiche raus, zumindest bei meiner XT-30, Xpro3 und XE4, im Handling sind die unterschiedlich. Ich denke, mit dem 40MP Sensor wird dasselbe passieren. Die 26MP könnte die Aisnahme bleiben
    – 40MP finde ich schon toll. Man hat noch Raum, wenn man was wegschneiden will und dennoch eine anständige Auflösung. Ich denke, der Markt erwartet mehr MP, ob mans gut findet oder nicht. Man kann ja im Menu einstellen, wenn man weniger will… ich denke auch, dass es unglaublich ist, was man auf dem kleinen Sensor mit den 40MP rausgeholt hat
    – Display: sehe ich wie sie, ich persönlich brauche es aber nicht. Ich fotografiere mit dem Sucher.
    – X100V, die Zahlen zeigen, dass die Community die Kamera liebt und ich hoffe mit der Nächsten, dass man die Grundidee beibehält. Die XE-4 hat man leider auch verschlechtert gegenüber der 3er, weniger Knöpfe…
    – Objektive, ja das ist echt ärgerlich. Ich konnte es nicht testen, da ich selber noch keine 40 MP habe. Jedoch fotografiere ich mit der GFX mit teilweise 30 Jahre alten Objektiven und es sieht ziemlich gut aus. Ich bin aber auch kein Pixelpeeper. Ich mag Vintage und ein Bild lebt von der Atmosphäre. Darum mache ich mir auch bei den neuen X mit alten Objektiven nicht so Sorgen
    – Ich mag das moderne Design nicht. Ich liebe das klassische Fuji Design, optisch aber auch von der Bedienung. Was Fuji mit dem PSAM macht, ist austauschbar, man macht was die Konkurrenz macht und hebt sich nicht ab. Es mag sicher eine Strategie dazu geben. Ich mag es nicht, offenbar bin ich hier nicht repräsentativ
    – 40X und 50GFX Vergleich: ich denke Mittelformat ist schon eine andere Nummer, Dynamik und so, wie schätzen Sie das ein? Aber sie haben schon recht, von der Positionierung sind sich beide Systeme schon sehr nahe.
    – Video: ja genau, die H Kameras sind für Video und die X brauchen das nicht. Fuji soll wieder Kameras für Fotografen machen. Aber eben, offenbar will der Markt was anderes inkl. der Videofunktionen
    – X Monochrome: ich würde sie kaufen. Wäre gespannt, mal eine Marktstudie zu sehen, ob sich das lohnt. Wäre auch super, wenn Fuji mehr und bessere monochrome Filmsimulationen anbietet. Acros ist Geschmacksache, aber wenn ich analog fotografiere, nutze ich diesen Film nie, er wirkt dünn und charakterlos.
    – Filmsimulationen: das ist unglaublich, was fuji hier hat und vergibt sich etwas, wenn man das nicht mehr ausbaut. Diese Simulationen sind so gut gemacht. Hier braucht es auch bessere User interfaces z.B. mit Apps, dass man diese besser selber auch programmieren und anpassen kann. Die Community würde sich massiv vergrössern im Sinne von Pure Photography.
    – China: wir sind alle selber schuld, wenn wir nur günstiges Zeug wollen. Man lästert über Leica Preise mit Made in Germany und will zugleich nichts aus China. Es ist wahrscheinlich eine goldene Fessel, leider.
    – Bei der GFX100s musste ich mich massiv überwinden. Ich nutze sie nur im manuellen Modus, die Bilder sind unglaublich. Aber die Kamera inspiriert nicht nicht. Wann kommt endlich eine GFX im klassischen Design und endlich auch ein richtig gutes Telezoom grösser 250.
    – Mit dem Winkelsucher bei der GFX50 hat sich Fuji von der Konkurrenz abgehoben und dann wieder weggelassen, unverständlich. Man hätte es als Option anbieten können.
    – Mein grösster Traum: die XPro3 als analoge Kamera mit aber modernen Features (nicht einfach so wie die M6 ohne neue Innovationen) oder vielleicht sogar eine analoge GFX?

    Fuji sollte Sie mal einbinden anstatt der vielen Influencer.

    Gruss

    Oliver

    • Hallo Oliver, das ist eine ausführliche Antwort und gleichzeitig ein tiefer Einblick, den ich teile. Die Dynamik habe ich gar nicht wirklich hervorgehoben, aber die ist bei den GFX subjektiv ungeschlagen. Laut Testberichten im Internet ist die maximale Dynamik der X-H2 (so vermutlich auch der X-T5) etwa 10,75 EV, die der GFX 50S liegt bei 11.9 EV.

      Vielen Dank für Ihre Meinung, Ihre Hilfe und Vorschläge!
      Herzlich,
      Ihr Peter R.

    • Hallo Oliver, genau das sind auch meine Gedanken. Auch ich nenne eine Ur-X100, eine X100F und eine X-T4 (neben einer Nikon Z6II) mein eigen, nachdem ich auch mit der X-T30 und der X-T4 fotografiert habe. Geringfügig unterschiedliche Bedienkonzepte, aber allesamt im Endergebnis (nach der Postproduction) weitestgehend vergleichbar und wenn es Unterschiede gibt, dann zweifelsfrei “nur” in Nuancen. Ich konnte bisher leider noch keine X-T5 testen, um die Wirkung von Altglas (einige davon noch mit M42-Gewinde) an dieser neuen Kamera zu testen. Aber ich befürchte, dass es nicht wirklich gut werden wird. Wenn es das Ziel von FF war, nahezu alle dazu zu bewegen, in neue Objektive zu investieren und dem Third-Party-Marked ein Schnippchen zu schlagen, könnte das vielleicht kurzfristig gelingen, auf Dauer jedoch ein Schuss nach hinten werden.
      Das Endergebnis liegt immer noch im Auge des geneigten Betrachters, das über über gut oder schlecht entscheidet. Und da spielt es trotz aller positiven, teils übertrieben gehypten Reviews über die X-T5, bei der Masse an Bildern, die letztendlich doch nur im Internet landen nicht mehr wirklich eine entscheidende Rolle, ob dort ein 26 oder ein 40 Megapixel-Sensor sein Werk verrichtet hat.
      Die Probleme haben aber offensichtlich alle Hersteller. Sie wollen sich mit modernster Technik vom Handymarkt absetzen. Aber genau deswegen nähern sie sich den Handy’s immer mehr an und schaffen sich unnötig Konkurrenz im eigenen Hause.

  • Lieber Herr Roskothen,

    dass Sie ein exzellenter Fachmann sind, beweist dieser sehr interessante und auch konstruktiv kritische Beitrag, den ich mit sehr viel Interesse gelesen habe. Leider gibt es heute viel zu wenig solcher Berichte. Die meisten gerade auch in YouTube überschlagen sich, wenn die Megapixel in die Höhe schießen. Vielen Dank für diesen Bericht. Meine X-S10 reicht mir vollkommen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Roland Kohlschütter

  • Hallo Peter,

    in der Hoffnung, dass es die richtigen Leute bei FF lesen, danke ich dir erstmal für die Initiative, Meinungen und Wünsche aus erster Reihe zu sammeln, nämlich von den Nutzern.

    Eine Fujifilm “monochrom” wäre mein Wunsch Nr. 1 !

    Ich habe die Gelegenheit gehabt, Ergebnisse der Leica in Händen zu halten und mit meinen eigenen S/W-Fotos zu vergleichen. Meinem Empfinden nach ist diese Art Schwarz/Weiß eher so, wie schwarzweiß früher war. Technisch begründen kann ich es nicht, allerdings kommen da, vor allem was das Schwarz anbelangt, die besten FF-Simulationen nicht mit.

    Der Diskussion bzgl. Schwenkdisplays möchte ich anfügen, dass ich darin die Trennung erahne, zwischen Hauptfokus Fotografie (Display T2,T3,T5) und Display (z.B. T4 etc) für Nutzer mit hoher Verwendung im Bereich Video. Besehen mit diesem Augenmerk, fällt manche Entscheidung pro/contra Multi-Schwenk-Display nachvollziehbarer aus.

    Ein schönes Wochenende Ihnen allen!

    herzlich, Dirk Trampedach

  • Grüß Gott aus Oberfranken,

    eine sehr interessante und vor allem konstruktive Kritik an der Entwicklung Fujifilms in den letzten Jahren.

    Ich bin vor rund anderthalb Jahren komplett von (Vollformat) Sony auf Fujifilm umgestiegen und habe es seitdem trotz eines schlechteren AF der Fujifilm-Kameras keine Sekunde bereut — insbesondere dank der einzigartigen Filmsimulationen. Hier ist es in der Tat verwunderlich, warum dieses Alleinstellungsmerkmal scheinbar nicht weiter verfolgt wird.

    Persönlich hoffe und setzte ich darauf, dass die neue X-Pro4 sich dann final noch stärker auf die Fotografie fokussiert und Video-Features auf ein Minimum reduziert (oder bestenfalls ganz darauf verzichtet). Es würde ja grundsätzlich am besten zur DNA dieser Kamera passen.

    Eine monochrome Fujifilm ist eine spannende Idee, die ich persönlich unterstützen würde.

    Herzliche Grüße!

  • Guten Tag Herr Roskothen,
    vielen Dank für Ihre sachliche Kritik zu Fuji. Ich habe nichts hinzuzufügen, kann aber Ihre Idee einer Fuji Monochrom nur unterstützen! Ich selbst fotografiere mit einer x-pro 3 fast ausschliesslich Schwarzweiss. Eine x-pro monochrom würde ich sofort kaufen.
    Vor drei Wochen habe ich Fuji Schweiz geschrieben und diesen Vorschlag gemacht. Es folgte eine interessierte Antwort mit der Bestätigung der Weiterleitung meines Schreibens an Fujji International.
    Wir werden sehen.
    Meine Alternative wäre eine Leica monochrom mit CCD Senor.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Thomas Egloff

  • Hallo Herr Roskothen,
    zunächst vielen Dank für Ihre sachlichen und objektiven Einschätzungen, die grundsätzlich zu meiner Sonntagslektüre gehören.
    Bei einer FF – Monochrom wäre ich sicherlich auch dabei,
    die XT5 ist bereits bestellt, mal sehen wann sie kommt.
    Bevor man sich jetzt gleich einen neuen ” Objektivpark” zulegt , habe ich folgende Frage :
    ist der qualitative Unterschied an den Bildern wirklich sichtbar oder nur messbar, denn man kann ja die ” alten ” Objektive nach wie vor nutzen, zumal ich Amateur und kein Profi bin ?

    • Hallo Herr Endermann,

      klar sind die Unterschiede sichbar, wenn Sie ein 10-24 mm an einer X-T5 anschrauben. Ich habe das getestet, sonst hätte ich nicht die FF-Liste mit möglichen Objektiven bestätigt. Bei mir ist ein Test tatsächlich ein Test und nicht eine Besprechung, Vorstellung oder irgendetwas, was Influencer abliefern. Ich bin Journalist.

      Herzlich,
      Peter R.

  • Lieber Herr Roskothen, ein wunderbarer Artikel über die WIRKLICHEN Probleme bei FF (und anderen Herstellern). Ich denke, man hat bei allem Bestreben, im “oberen” Segment erfolgreich mitzuschwimmen, die Rechnung ohne die “Leute” gemacht, die das am Ende auch kaufen sollen. Ein System MUSS länger als zwei oder drei Jahre halten. Wer sich 2020 oder wenig später eine X-T4 gekauft hat, kann die natürlich behalten (so wie ich es tun werde), denn sie erfüllt durchaus auch die Ansprüche an eine professionelle Fotografie, sieht sich wenig später einem vollständigen Systemwechsel ausgesetzt. Wer so wie ich die Palette der hervorragenden Festbrennweiten von beispielsweise Viltrox besitzt und zusätzlich noch viel wirklich herausragendes Altglas besitzt, wird noch einmal gut und gerne 3.500 bis 4.000 Euro investieren müssen, um mit dem gleichen Objektivumfang an einer X-T5 ungeachtet eventuell auftretender Unschärfen, sinnvoll arbeiten zu können. Ich bin mir nicht sicher, ob FF das wirklich – wie man so schön sagt – auf dem Schirm hatte. Wir reden dann immerhin von 5.500 bis 6.000 Euro Systemkosten, die selbst für einen professionell aktiven Fotografen nicht gerade ein Schnäppchen sind. Da müssen viele Aufträge fotografiert werden, damit sich am Ende tatsächlich rechnet. Canon und Sony sind aus diesem Grunde für mich persönlich schön lange raus. Zumal man dann für diesen exorbitanten Preis noch nicht einmal etwas – wenigstens nahezu – Perfektes erhält. Es bleiben einfach noch zu viele Wenn und Aber. Schade eigentlich. Ich bin sicher, das es besser gehen würde – wenn man nur wollte und sich nicht ausschließlich dem Markt unterwerfen würde, der das angeblich so will.

    • Guten Tag Herr Pagel,

      natürlich kann der eine oder andere mit seinen vorhandenen Linsen an 40 MP weiter fotografieren. Auch Ihre Viltrox Objektive könnten ja in Frage kommen. Dann ist die Kamera ein Schnäppchen im Vergleich zu einer EOS R5. Die Zeit wird zeigen, ob eine X-T5s oder X-T50 kommen werden, die dann wieder 26 MP und KI/AI-Autofokus bietet. Ich bin gespannt. Vielen Dank an alle für die Kommentare, gerne auch noch weitere …

      Herzlich,
      Peter R.

  • Lieber Peter,

    vielen Dank für die tollen Beiträge und die fundierten Tests.

    Betrachte ich meine Art der Fotografie, würde mich die XT5 unterstützen. Sie verfügt über HEIF, ein Klappdisplay (welches ich bevorzuge) und einen optimierten Autofokus. Die 40MPx würden Großformate meiner Vernissagen unterstützen. Die Geschwindigkeit der CFexpreskarten benötige ich nicht, da ich nicht Filme. Ebenso sind Sport und Wildlife nicht mein Kernthema.

    In Bezug auf die XH2 Serie stört mich weniger das PSAM Wahlrad, als das „Selfidisplay“, weswegen ich persönlich trotz der geringeren Ausstattung der XT5 den Vorzug geben würde. Aber mal abwarten was eine x-pro 4 bringt. Vielleicht ist diese nicht „made in China“.

    Liebe Grüße,
    Bernhard

  • Lieber Herr Roskothen,

    danke für die Anregungen in Richtung FF. Sie sprechen die „Belichtungskorrektur“ der H2(s) an, die aktuell im M-Modus nicht auf eins der Rändelräder gelegt werden kann. Was damit gemeint ist, ist ja die Verstellung von ISO. Das ist tatsächlich um es mal milde zu sagen „suboptimal“ gelöst. Natürlich kann man den prominenten ISO Button plus Switch im Menü benutzen, hat aber dann einen Schritt mehr.

    Es gibt einen anderen Workaround, solange FF das nicht per Firmware fixt, Fujirumors mahnt das ja auch schon an.

    Man kann ISO direkt auf die Rauf- und Runterbuttons des D-Pads legen und so ohne den ISO Button bemühen zu müssen die ISO bzw. Belichtungskorrektur direkt rauf- und runterschalten. Das geht ziemlich gut, ok, es kostet zunächst 2 Fn Plätze.

    Der ISO Button wird aber dadurch frei, das heißt es kostet im Prinzip nur 1 Fn Platz. Dieser Button liegt aber sehr prominent und gut tastbar durch seine Größe auf der Kamera. Ich habe ihn daher mit dem Sprung auf C1 belegt, d.h. ich kann kurzfristig sehr schnell auch in C3 oder C4 etc. auf die Konfiguration von C1 zurückgreifen, die ich mit einem für mich passenden Grundsetting programmiert habe. Eine nicht zu unterschätzende Funktion an gut erreichbarer und merkbarer Stelle.

  • Hallo Herr Roskothen,
    In den letzten zwei Jahren habe ich fast alle 3-4 Monate mein System gewechselt, incl. Sony Vollformat etc. Inzwischen bin ich bei der relativ preiswerten X-T30 z.B. mit dem XF 23mm F1/2. Ich lese alles zur X100V und jetzt auch zur X-T5, die emotional ein Must-Have darstellen. Beim konkreten Vergleich der Testergebnisse ergibt sich aber kein Grund zum Wechsel.

    Die Idee einer X-T Monchrome würde wahrscheinlich alles ändern. Eine X-T30 mit ausschließlich monochromen Sensor für unter 1.000€ wäre sofort im Einkaufskorb. Selbst bei 1.500€ würde ich noch nachdenken.

    Liebe Grüße

    Manfred Klimmeck

    • Hallo Herr Klimmeck,

      ich bin dankbar für Ihre Gedanken, Ihren Kommentar. Und ich freue ich, dass ich Ihnen mit den offenen Beiträgen helfen konnte. In der Tat sperrt sich FF jetzt schon lange gegen die Monochrome und macht in der letzten Zeit Fehler. Uns eine monochrome Kamera vorzuenthalten ist nur einer davon.

      Herzlichen Gruß, Peter R.

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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