Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

DSGVO – Recht für Fotografen – Buchrezension

Seit dem 25. Mai 2018, als die DSGVO in Kraft trat, herrscht immer noch große Unsicherheit über die Rechte und Pflichten für Fotografen. Das Buch Recht für Fotografen von Wolfgang Rau erklärt, wie wir fotografieren dürfen, was wir veröffentlichen dürfen und wie wir unsere eigenen fotografischen Rechte schützen. Ein Einblick:

Recht für Fotografen - Der Ratgeber für den fotografischen Alltag - Rheinwerk Verlag - Wolfgang Rau

Recht für Fotografen – Buchrezension

Der Autor Wolfgang Rau ist Rechtsanwalt, Präsident und Justiziar des Deutschen Verbandes für Fotorafie (DVF) e. V.. Darüber hinaus ist er selbst Fotograf aus Leidenschaft. Gute Voraussetzungen für das Buch. Der Autor erklärt uns in verständlicher Art und Weise, welche Pflichten und Rechte wir als Fotografen haben. Dabei klärt er nicht nur, was wir fotografieren dürfen, sondern auch was wir veröffentlichen und ausstellen können. Sein umfangreiches Buch mit etwa 480 Seiten kommt in einem Hardcover aus dem Rheinwerk Verlag daher. In der komplizierten Welt von Rechtsverordnungen und Urteilen, findet er die richtigen Worte, um auch Nichtjuristen die Rechte und Pflichten zu erklären.

Das Buch Recht für Fotografen ist ein Muss für jeden Fotoamateure und Fotografen und sollte in jedem Regal griffbereit sein.

Nicht erst seit den sozialen Medien und den vielen veröffentlichten Bildern auf Facebook, Instagram, Flickr und Co. ist es wichtig, seine fotografischen Rechte und Pflichten zu kennen. Fast alle Fotografen und Fotoamateure wissen, dass sie nicht einfach fremde Personen fotografieren dürfen, ohne deren Erlaubnis zu haben. Wissen Sie aber, welche Gebäude sie fotografieren und veröffentlichen dürfen? Wissen Sie was ein Urheberrecht und ein Nutzungsrecht ist? Haben Sie eine Drohne mit Fotokamera im Gepäck? Wie läuft das mit Verträgen?

Rechtliche Fragen von Fotografen werden geklärt

Alle diese Fragen werden in dem Buch Recht für Fotografen geklärt. Der Autor ist bei seinen Erklärungen sehr exakt und geht explizit auf KUG und das Urhebergesetz ein. Die rechtliche Seite einerseits, Beispiele und Zitate andererseits erklären die rechtliche Lage einfach verständlich. Am Ende des Buches finden wir sogar einen ausführlichen Index, in dem wir zu unserer Frage die passende Seitenzahl finden. Mit dabei eine Liste kritischer Motive in Deutschland, Europa, weltweit und in Bezug auf Marken.

Fazit Buchrezension Recht für Fotografen

Recht für Fotografen - bei Amazon kaufenEinerseits ist es sehr schade, dass es ein solches Buch, wie das von Wolfgang Rau geben muss. Andererseits leben wir in einer Welt voller Rechte, Pflichten und Missverständnisse. Wer Probleme umgehen möchte und sich informieren möchte, der sucht entweder sein Rechtsanwalt auf, oder wirft vorab einen Blick in diese Publikation. Der Autor, Rechtsanwalt und Fotograf schafft es die Themen leicht verständlich rüberzubringen und immer wieder Beispiele zu nennen. Tatsächlich sollte jeder Fotograf und Fotoamateure dieses Buch im Regal stehen haben, um es einerseits zu lesen, andererseits im Zweifel darin nachschlagen zu können. Wichtig ist das Buch auch für Webseitenbetreiber, die Fotos veröffentlichen!

Die DSGVO wird zum Buch durch eine Internetseite des Rheinwerk Verlags ergänzt, die für Käufer der Publikation zugänglich ist. Mit dabei sind Musterverträge, eine Deutsche Bahn-Fotogenehmigung, BMVI-Flyer zur neuen Drohnenverordnung und der Teil DS-GVO auf die Fotografie.

Leider fehlen für Fotografen DS-GVO-Musterverträge für Hochzeitsaufträge, Bewerbungsfotos oder gar Familienfotos, Babyfotos mit Kunden. Ein großes Defizit, welches ich als ungeheuren Nachteil des Buches empfinde!

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Meine persönliche Meinung zur DSGVO in Bezug auf die Street Photography:

Die DSGVO bedeutet das Ende der Straßenfotografie in Deutschland. Der Grund sind  Totalversager in der Politik, die es nicht schaffen und schaffen wollen, eine Kunstform zu unterstützen. Seit der DSGVO glauben Menschen, dass ihre Rechte seit der DSGVO besser geschützt werden. Welch ein Irrtum! Die großen Firmen, die man in die Pflicht nehmen wollte, machen weiter wie bisher. Dafür muss jeder jetzt soundsoviele Klicks auf unbekannte AGBs, Datenschutzerklärungen und Cookie-Hinweise tätigen und sich mit Unterschriften an der riesigen Rechtsunsicherheit beteiligen. Bei Facebook wird veröffentlicht wie der Teufel. Ausgerechnet diejenigen, die etwas von der Fotografie verstehen nämlich Fotoamateure und Fotografen, die Auftragsarbeiten erledigen, werden mit der DSGVO bestraft, währende Amateure weiterhin alles ins Netz stellen was nicht bei drei auf dem Baum ist. Wenn Sie in Zukunft der Straßenfotografie nachgehen möchten, dann gehen sie besser ins Ausland.

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – DSGVO – Was muss ich als Fotograf wissen zum Thema Rechte? Buchrezension Recht für Fotografen

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fotojournalist sowie Fototrainer und schreibe auf *fotowissen für andere Foto-Amateure und ambitionierte Fotografen. Die digitale Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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