Fotografie der Woche

Make the dust, don’t eat the dust

Make the dust, don't eat the dust. Foto: Silke Hullmann 2939

Make the dust, don’t eat the dust.

Dieses Bild eines staubbadenden Elefanten – hier bei der “Körperpflege” – ist diesen Mai im Amboseli National Park in Kenia entstanden. Elefanten stauben sich regelmäßig ein, um die empfindliche Haut gegen Sonne und Ungeziefer zu schützen. Es ist eines meiner Lieblingsbilder dieser Reise, zeigt es nicht nur einen der inzwischen stark gefährdeten Elefanten, sondern auch die (noch) schneebedeckte Kuppe des Kilimanjaros.

Es leben nur noch ca. 350.000 – 400.000 Elefanten auf dem Kontinent, jedes Jahr werden ca. 20.000 wegen ihres Elfenbeins gewildert, das sind mehr, als geboren werden. Die Population sinkt seit Jahrzehnten stetig.

Aber auch der Kilimanjaro mit seiner markanten Schneehaube verändert sich aufgrund des Klimawandels massiv, das Eis schmilzt immer weiter ab und Experten gehen davon aus, dass das letzte Eis auf dem Gipfel bis 2030 weggeschmolzen sein wird.

Daher ist es immer wieder etwas Besonderes, ein so schönes und beeindruckendes Tier in freier Wildbahn vor der Kulisse des höchsten Berg Afrikas zu sehen.

Aufnahmedaten:

  • Kamera: Nikon Z7ii
  • Objektiv: Nikkor Z 70-200mm f 2,8
  • ISO 250
  • Brennweite 96mm mit Blende f 11
  • Belichtungszeit: 1/1600
  • Belichtungskorrektur -1 ev

 

Wer mag, der kann sich hier einen ausgezeichneten NDR-Podcast über die Auswirkungen des Klimawandels am höchsten Berg Afrikas anschauen:

NDR – Kein Schnee auf dem Kilimandscharo >>

Foto: Silke Hullmann

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Die einsendenden Fotografen werden gebeten, die Kommentare unter ihren Fotos zu lesen und zu kommentieren, da sich viele Leser große Mühe mit einer konstruktiven Rezension machen. Das betrifft nicht ausschließlich die eigenen Fotografien, sondern auch die anderer Leser und Autoren bei *fotowissen. Vielen Dank!

8 Kommentare

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  • Liebe Frau Hullmann,

    danke Ihnen für dieses starke Foto!

    Was mich besonders anspricht, sind ein paar Dinge, die abseits des Elefanten liegen, und ich musste zu Gunsten des gesamten Fotos selbst länger hinsehen, um mich von der hohen Präsenz des Tieres zu lösen.
    Unabhängig davon, dass es ein imposantes Tier ist, haben sie das Hauptmotiv stark im Vordergrund. Das ist ja längst nicht immer so, steht dieser Fotografie allerdings sehr gut. Was mich allerdings darüber hinaus fasziniert, ist die „Fußlinie“ der winzig wirkenden Bäume (die wohl auch für sich sehr groß sein müssen), und dem gegenüber links der unendlich riesige Kilimanjaro. Die Fotografie lebt von dezent belichteter Superlative. Der Elefant, die Weite, die Höhe, und alles im Kontext zu den bedrohlichen Umständen für all´ das. Sehr gelungen, danke schön nochmal!

    Herzliche Grüße, Dirk Trampedach

    • Lieber Herr Trampedach,
      Herzlichen Dank für Ihr sehr nettes Feedback und entschuldigen Sie bitte, dass ich erst jetzt antworte. Ich war tatsächlich wieder einmal in Afrika, wenn denn diesmal auch nicht im Amboseli Nationalpark am Kilimandscharo.
      Es freut mich, dass Ihnen das Bild gefällt, es ist eins meiner liebsten Bilder weil es die Weite des Landes und die Größenverhältnisse gut zeigt … wenn es mir möglich ist, versuche ich derartige Aufnahmen mit möglichst geringen Brennweiten und niedrigem Winkel zu erstellen, was den Effekt der Größe gut verstärkt.
      Leider werden Teile Kenias, insbesondere der Amboseli und die beiden Tsavo Nationalparks derzeit von einer sehr massiven Dürre heimgesucht, in Folge dessen sehr viele wilde Tiere sterben und auch die lokale Bevölkerung leidet sehr, weil sie keine Nahrung und kein Wasser für ihre Nutztiere findet und das oft die einzige Einkommensquelle ist. Die Konflikte zwischen diesen majestätischen Tieren und den Menschen nehmen daher ständig zu.
      Derartige Fotos dürften daher immer schwieriger zu bekommen sein, werden solche Tiere doch zunehmend selten.
      Und es sollte uns immer daran erinnern, dass wir – und da nehme ich auch Bezug auf Peters schönen Artikel zum Thema Minimalismus – nicht nur alles, sondern viel zu viel unnützes Zeug haben und einen Teil unseres Geldes besser in den Schutz der Natur und die Unterstützung der Menschen vor Ort stecken sollten. Auch damit solche Fotos nicht bald ein Zeugnis der Vergangenheit sind.

      Ganz herzliche Grüße und einen schönen Sonntag. Und nochmals Danke für die Zeit, die sie sich für Ihr Feedback genommen haben.
      Silke Hullmann

  • Liebe Frau Hullmann,

    ich habe Ihr Foto immer wieder und lange betrachtet. Dirk Trampedachs Kommentar entspricht genau meiner Wahrnehmung: Wie imposant doch der wolkenverhangene Kilimanjaro im Hintergrund Ihre Aufnahme so besonders macht. Genauso die kleinen Bäume. Für mich ein absolut stimmiges und perfekt zugeschnittenes Bild mit dem Hauptmotiv Elefanten im rechten Bildbereich. Hoffentlich lenkt der Mensch zugunsten der Tiere und der Natur ein.
    Danke für Ihre berührende Aufnahme.

    Herzliche Grüße

    Ingrid Röhrner

    • Liebe Frau Röhrner,
      Auch Ihnen ein herzliches Dankeschön für das liebe Feedback. Freut mich, dass Ihnen das Bild ebenfalls gefällt.
      Gerade zurück aus Afrika mit der Info, dass gerade das Gebiet um den Kilimandscharo derzeit von einer enormen Dürre betroffen ist und Menschen und Tiere gleichermaßen leiden. Bleibt zu hoffen, dass die großen Riesen nicht den Kürzeren ziehen, im Konflikt mit den Menschen um das „nasse Gold“ und frische Nahrung. Und das auch die lokale Bevölkerung Unterstützung bekommt, um ihre Nutztiere zu versorgen und die kleinen Äcker zu bewirtschaften.

      Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag. Und Danke, dass Sie sich die Zeit für ein Feedback genommen haben.
      Silke Hullmann

      • Liebe Frau Hullmann,

        vor COVID war ich auf einer selbstorganisierten Offroad Tour durch Namibia unterwegs.
        Ich fand erschreckend, dass z.B. auf einer Farm, an der wir übernachteten, sechs von sieben Wasserlöcher ausgetrocknet waren.
        Ich fand erschütternd, dass in den Camps im Etosha Nationalpark die Touristen das zur Verfügung gestellte Wasser in den Duschräumen, weder mit Limit noch mit Rücksicht verwendeten, während außen die Wasserlöcher am Austrocknen waren.

        Hier wäre es so einfach, das Wasser nur zeitlich begrenzt und gegen Gebühr den Touristen zur Verfügung zu stellen. Einheimische, mit denen wir ins Gespräch kamen, erzählten mir aber, dass man die Touristen nicht verschrecken wolle – “die wären sehr eigen”.

        Wie werden wir Weißen von den Einheimischen genannt?: “Mzungu”
        Was so viel bedeutet wie: “jemand der ziellos herumwandert”.
        Vom Ursprung eigentlich für die Weißen etwas positives, da damit vor allem Forscher im 19Jhd. gemeint waren und die einheimische Bevölkerung nicht verstand, wie jemand ohne die Absicht des Handels oder der Eroberung durch ihr Land reiste.
        Heutzutage trifft es unsere Mentalität leider in einem ganz anderen Kontext.

        Gehe ich durch die Städte sehe ich überall Wazungu (plural) mit über Handys geneigtem Blick.

        Liebe Grüße,
        Bernhard Labestin

  • Liebe Frau Hullmann,
    Ihnen ist ein beeindruckendes Foto gelungen. Ein so mächtiges Tier bei der Körperpflege fotografieren zu können, ist ein Geschenk für jeden Fotografen.
    Mir gefällt besonders der intime Moment des Innehaltens dieses Elefanten um durch das eigene Bewerfen mit Staub seine strapazierte Haut zu schützen.
    Es verdeutlicht ebenso die Qual der langen Trockenperiode, denen die Tiere ausgesetzt sind.
    Daß Sie durch die gekonnte Komposition des Bildes noch den Kilimandjaro ins Bild bekommen haben, ist ein weiteres Highlight.
    Vielen Dank für diese Impression
    Uwe Sköries

  • Das ist ein Bild! Grandios! (man sagt, es dürfe nur 1 König auf einem Bild sein. Diese Regel haben Sie hier meisterhaft gebrochen) Unglaublich!