Fotografie der Woche

Abgestellt – Foto der Woche

Abgestellt - Foto der Woche - Foto: Uwe Sköries

Inhaltsverzeichnis

Abgestellt

Während einer Fotoreise durch Marokko traf ich diese beiden “Transportmittel” in einem Hinterhof an. Die Szene verdeutlicht für mich einmal mehr die Geringschätzung tierischen Lebens.

Kamera Fujifilm X-Pro 2 mit XF 18-55, ISO 800, f 8,0

Foto: Uwe Sköries

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12 Kommentare

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  • Das Bild gefällt mir sehr gut, passt auch hervorragend zum Bildtitel. Abgestellter Esel und abgestelltes Mofa. Tipp zur Optimierung : Das Mofa nicht so an den rechten Rand platzieren, mehr Platz lassen. Vielleicht auch das Motiv von vorne fotografieren, somit steht das Gebäude im Hintergrund gerade.

  • Gute Bildidee – Eselstärke und Mopedstärke auf einem Bild – und dann noch der Korb vor dem Esel – gefällt mit gut.
    Bei dem Schluss zur Geringschätzung des tierischen Lebens kann ich in diesem Fall aber nicht mitgehen. Auf vielen Auslandsreisen vorwiegend in Afrika – auch Madagaskar – habe ich gelernt dass wir aus unserer Wohlstandswelt gerne unsere Sichtweise mitbringen und übertragen wollen. Der Besitzer des Esels (und evtl. auch des Mopeds) kann sich diese Betrachtungsweise schlichtweg nicht leisten (konnten wir vor 70 Jahren auch nicht). Andererseits habe ich erlebt dass diese Menschen durchaus mit ihren Verhältnissen glücklich sind was für mich wiederum auch ein positives Erlebnis war.
    Gruß
    Herbert Neidhardt

    • Hallo Herr Neidhardt,
      vielen Dank für ihren Kommentar zu meinem Foto.
      wenn sie mit erlebt hätten, wie dieses Tier zuvor beim Transport von schwerem Baumaterial mißhandelt worden war, kämen Sie möglicherweise zu einer anderen Einschätzung dieser speziellen Situation.
      Ich bin mir sehr wohl der teils abgehobenen westlich orientierten Sichtweise bewusst, trotzdem gehört für mich ein respektvoller Umgang mit Tieren zum menschlichen Dasein dazu.
      Wie Sie richtig feststellen, gibt es einen Korb mit Getreide, leider aber kein Behältnis mit Wasser.

  • Tolles Foto. Es erzählt sehr überzeugend eine Geschichte zur Entwicklung zweier Transporthilfen. In Marokko werden offenbar Esel und Moped weiter genutz. Der Esel kann auf Wegen gehen, auf denen das Moped nicht fahren kann. Und er kann in entlegenen Gegenden grasen, wo weit und breit keine Tankstelle ist.
    Mir erzählt das Foto eine spannende Geschichte.

    • Lieber Herr Boden,
      vielen Dank zu ihrem Kommentar.
      das Foto erzählt auch die Geschichte, daß der Esel schwerste Lasten transportieren muß, die das Moped nicht in der Lage ist, zu schaffen.
      Liebe Grüße
      Uwe Sköries

  • Ich schaue durch das Bild wie durch ein Fenster auf dieses grandiose Land. Für mein „fotografisches Auge“ eine gelungene ästhetische Komposition. Der leere Eimer zudem eine unverzichtbare Aussage in unserer Wahrnehmung. Allerdings: für uns steht ein Esel an der Krippe, eine messianische Assoziation und fragwürdige Überhöhung . Der Esel im Land der Aufnahme gilt als „unreines Tier“. Wir sahen am Rand der Wüste die sterblichen Überreste eines armseligen Vertreters dieser Art an Vorderbeinen gebunden, verendet im Sand. Unser Reiseleiter erklärte, das Tier hätte seine Pflicht erfüllt…Eine Aufforderung zur Auseinandersetzung mit einem auch europäischen Thema.

    • Hallo Herr Jahn,
      vielen Dank für Ihre Anmerkungen zu meinem Foto.
      Leider komme ich erst heute zu einer Antwort zu ohrem Kommentar.
      Ihre Empfindungen kann ich gut nachvollziehen, zumal ich ebenfalls Fotos von der Misshandlung eines Mulis als Zugtier schießen konnte, und das nicht mit langem Tele, sondern mit 35er in unmittelbarer Nähe zum Geschehen, es hinderte den Misshandler trotzdem nicht auf das an der Kandarre blutende Tier ein zu prügeln.
      Auch in dieser Situation hab ich zugegebenermaßen nicht an Bildkomposition gedacht….
      Mit lieben Grüßen
      Uwe sköries

  • Sehr schönes und aussagekräftiges Foto! Das ganze noch 1 cm nach rechts, dann wäre das Mopped ganz drauf gewesen. Aber das ist meckern auf hohem Niveau!

    Gruß

    Martin Kuske

    • Hallo Herr Kuske,
      danke für Ihren Kommentar zum Foto, leider komme ich erst heute zu einer Antwort.
      Der Anschnitt des Mofas ist meiner Fahrlässigkeit beim Beschnitt in Lightroom zu verdanken.
      Liebe Grüße
      Uwe Sköries

  • Hallo Herr Sköries,

    vorab ein Dankeschön für ihr Foto, das sie zur Besprechung bereitstellen.
    In meinem Fall ist es so, dass mich das Foto nicht besonders anspricht. Ich erkenne Dank ihrer Ausführungen die gewünschte Aussage, und ich kann gut nachvollziehen, dass diese Szene reizvoll ist. Die Umsetzung hat aber etliche kleine Stellen, die mir wenig zusagen, und die in Summe einfach zu viel sind, als dass es (für mein Auge!) tolerabel wäre. Warum das so ist, erlaube ich mir zu beschreiben.
    Überwiegend sind es störende Punkte an den Bildrändern. Das Moped ist richtig unglücklich angeschnitten. Entweder sollte es voll erkennbar, oder mit so viel Anschnitt versehen sein, dass absichtliche Komposition erkennbar wäre. Dann links unten die Grashalme. Auch die ragen nicht so ins Bild, dass dem eine gestalterische Absicht zugesprochen werden könnte. Das betrifft auch den linken Stamm des Strauches. Meiner Ästhetik nach sollte das Foto diese Fragmente nicht enthalten. Alles Kleinigkeiten, aber die machen es m.E. aus. Und abschließend ist die gewählte Perspektive, vor allem mit Blick auf den Esel, in meinen Augen unglücklich gewählt. Man sieht ja eigentlich nur den Kopf samt Vorderläufe, und das aus „Standardhöhe Mensch“. Spekulierend wirkt das Foto auf mich so, als hätten sie dort gestanden, die Aufmerksamkeit auf den Esel gerichtet, und dann ausgelöst, ohne das gesamte Motiv gestalterisch zu berücksichtigen.
    Dabei hätte die Szene viel Potential! Vielleicht etwas in die Hocke gegangen, dem Esel Platz 1 gegeben und in Perspektive seitlicher getroffen, das Moped bewusst halb angeschnitten. Von etwas weiter unten wären auch die Grashalme automatisch außerhalb des Blickfeldes. Da das XF 18-55 eine Offenblende von 2,8 hat, könnte man sogar versuchen, dem Hintergrund bisschen Unschärfe zu verpassen. Vor meinem geistigen Auge entsteht so etwas, das ohne große Aufwände aus diesem Schnappschuss ein Foto hätte werden lassen können, das ggf. für sich selbst spricht.

    In der Hoffnung, meinen Kommentar nicht als Verriss anzusehen,
    verbleibe ich mit freundlichem Gruß,

    Dirk Trampedach

    • Hallo Herr Trampedach,
      leider komme ich erst jetzt zu einer Antwort zu ihem Kommentar und bitte das zu entschuldigen.
      ich danke für den Kommentar und empfinde ihn nicht als Verriss, denn Sie haben in vielen Teilen ja Recht mit ihrer Kritik.
      Ich sollte vielleicht kurz Einiges zur Situation klarstellen.
      Ich war mit einer Gruppe unterwegs, daraus resultierte ein gewisser Zeitdruck.
      Ich folgte dem Fahrer des Mopeds in einen Hinterhof,wartete kurz bis er im Haus verschwand, schoss das Foto und verließ den Hof, um der Gruppe zu folgen.
      Erfahrenere Fotografen wie Sie hätten sicher in dem kurzen Moment auch an kompositorische Elemente nachgedacht, für mich hat das Foto eher dokumentarischen Charakter.
      der Anschnitt des Mofa und der links im Vordergrund befindliche Grasbüchel ist sicher ein Fehler meinerseits beim Beschnitt in Lightroom
      Mit freundlichen Grüßen
      Uwe Sköries