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X-T50 Mondpreise bei Fujifilm – Gigantische Preiserhöhung

Fujifilm X-T30 in Silber, ähnlich wird die Fuji X-T50 aussehen.

Die X-T50 wird vermutlich am 16.05.2024 vorgestellt. Die Kamera wird die Alternative zur X-T5 und Nachfolgekamera der X-T30 Mark II mit 40 Megapixeln und IBIS sein. Schon jetzt lässt ein Gerücht keine Ruhe mehr: Eine gigantische Preiserhöhung bringt X-T50 Mondpreise bei Fujifilm:

X-T50 Mondpreise bei Fujifilm – Gigantische Preiserhöhung

Fujifilm wird Gerüchten zufolge € 1.300,- bis € 1.400,- für die X-T50 verlangen. Leider reden wir hier nur über den Preis für den Kamerabody. Mit einem XF 23mm F2 werden damit etwa € 1.733,- im schlimmsten Falle € 1.832,- fällig.

Durch die Preiserhöhung sind Einsteigermodelle der X-T-Serie unter € 1.000,- in weite Ferne gerückt. Nur zum Vergleich: Die X-T10 kostete zur Markteinführung im Juni 2015 € 699,-.

Nun können wir die X-T10 technisch kaum noch mit einer X-T50 vergleichen, dann die eine Kamera hatte 26 Megapixel, die neue bringt 40 Megapixel plus IBIS. Und Technik hat ihren Preis. Wir können vermuten, dass die Materialkosten und die Verknappung der Teile die Preise in die Höhe getrieben haben. Eine andere Vermutung ist die, dass die Kamerahersteller die sinkende Nachfrage mit steigenden Preisen sublimieren wollen.

Fujifilm Preisentwicklung X-T10, X-T20, X-T30, X-T50

Grafik oben: Fujifilm Preisentwicklung X-T10, X-T20, X-T30, X-T50. Die X-T50 Mondpreise beginnen im Jahr 2024. 

Bleibt jedoch unter dem Strich eine Preisverdopplung in 9 Jahren. Und die Frage: Mit welcher Kamera will Fujifilm Neukunden locken?

Woher kommt der Begriff Mondpreise?
Der Begriff “Mondpreise” ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für sehr hohe oder übertriebene Preise für Produkte oder Dienstleistungen. Die Redewendung spielt auf die Idee an, dass diese Preise so hoch sind, als ob sie vom Mond kommen könnten – also unrealistisch und überzogen. Der Ausdruck suggeriert, dass die geforderten Kosten nicht gerechtfertigt sind und eher in einer Fantasiewelt als in der Realität zu finden sind.

Meinung zum Preis der Fuji X-T50

Es wird schwieriger denn je, von einem Smartphone auf eine preiswerte Einsteigerkamera zu wechseln. Die Kameras unter € 1.000,- können wir in Zukunft lange suchen. Nur noch wenige Kameras mit Wechselobjektiven kommen unter der Preisgrenze von € 1.000,- daher. Reden wir über spiegellose Systemkameras, dann ist es eine verschwindend geringe Auswahl an Kameras und nur Sony kann wirklich mitreden:

  • Gehäuse Nikon Z fc
  • Sony 6100 inklusive Objektiv 16-50mm
  • Canon EOS R10 und RF 24-105mm f/4,0-7,1 (knapp über € 1.000)
  • Nachtrag 05.05.2024: Olympus OM-D E-M10 Mark IV Pancake Kit

Fakt ist aber, dass wir bei dem Preis von € 1.300,- bis € 1.400,- für das Gehäuse ohne Objektive nicht mehr von einem preiswerten Einsteigermodell X-T50 reden können. Ich würde erwarten, dass Fujifilm die X-T50 mit Kitobjektiv für € 1.399,- möglich macht.

Nur zum Vergleich: Ein neues X-T5-Gehäuse kostet derzeit mit Cashback € 1.628,- (Foto Koch). Wo bleibt der Anreiz eine X-T50 für € 1.300,- bis 1.400,- zu kaufen? Wollen wir für eine Differenz von € 228,- bis 328,- auf ein in beide Richtungen klappbares Display verzichten? Wollen wir dafür auf die Tastenwippe (D-Pad) und hochauflösenden Sucher verzichten? Eine eingeschränkte Kamera sollte den Käufern irgendwie im Preis entgegenkommen.

PRO Fuji X-T50

Wir können das Wasserglas aber auch einmal halb voll statt halb leer betrachten. Dann nämlich müssen wir die ernsthafte Frage stellen: Wo sonst bekommen wir eine 40-Megapixel-Kamera für einen Preis von 1.400,-? Und darauf finden wir nur eine Antwort. Bei Fujifilm. Eine Canon EOS R5 + RF 50mm F1.8 kostet heute immer noch 3.649,-. Und der Vergleich hinkt, denn der UVP für die Kombination läge bei etwa € 4.900,-. Wie groß ist der Unterschied in der Bildqualität einer Fujifilm X-T5 oder X-T50 und einer Canon R5?

Und wenn wir die Preise von Canon vergleichen, sind die noch mehr Mondpreise als die von Fujifilm. Das betrifft nicht nur die UVP von einer Canon EOS R5 oder R6 Mark II, sondern vor allem die L-RF-Objektive.

Preisvergleich X-T5 versus R5

Starten wir also einen Preisvergleich Fuji X-T5 mit XF 33mm F1.4 versus einer Canon R5 mit RF 50mm F1.8 zu den Straßenpreisen im Mai 2024:

  • Fuji X-T5 mit XF 33mm F1.4 – 1.628,- + 670,99 = 2.299,- 
  • Canon R5 mit RF 50mm F1.8 – 3.499,- + 199,- = 3698,-

Vergleich Bildqualität X-T5 versus R5

Damit kostet die Canon R5 über 50 Prozent mehr als die Fuji X-T5 in dieser Ausstattung. Allerdings liefert die Canon Kombination auch noch eine etwas höhere Bildqualität, das zeigt der Vergleich:

Vergleich X-T5 versus R5 240503-2000-3Vergleich X-T5 versus R5 240503-1801-3
Vergleich X-T5 versus R5 240503-2000-2Vergleich X-T5 versus R5 240503-1801-2

Unbeantwortete Fragen

Wird die Fuji X-T50 noch vor dem Erscheinen zum Ladenhüter? Hat sich Fujifilm übernommen? Müssen wir uns an höhere Kamera-Preise für wohlhabende Menschen gewöhnen? Vielleicht ist der hohe Preis nur ein Gerücht? Lassen Sie uns wissen, was Sie von dieser voraussichtlichen Entwicklung halten und schreiben einen Kommentar.

Die Fuji X-T50 Alternative

Es muss keine neue Kamera sein. Der Markt ist gefüllt mit hervorragenden gebrauchten Kameras, auch spiegellosen Systemkameras, die den Vorteil des schnelleren Lernens mit sich bringen. Wer mal auf eine hervorragende X-T2 oder X-T3, X-T4 schielt, der kann mit Objektiven sogar unter € 700,- bleiben (Entschuldigung an die Hersteller, die gebrauchte Kameras lieber gar nicht auf dem Markt sehen würden):

Gebrauchte X-T2 bei eBay >>

Mein Tipp zur Kamera wäre noch das XF 23mm F2 Objektiv:

XF 23mm F2 bei eBay >>

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – X-T50 Mondpreise bei Fujifilm – Gigantische Preiserhöhung

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

21 Kommentare

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  • Lieber Peter,

    das Thema T50 im Zusammenhang mit dem entsprechend vermutbaren Preis geistert tatsächlich durch die Szene. Verknappung plus Hochtreiben von Hype hat sich bestens ausgezahlt; siehe X100V/VI. Ob das jetzt das Geschäftsmodell Nr. 1 im Hause FUJI werden wird, mal schauen. Sicherlich suchen die Hersteller insgesamt nach Wegen, am Markt stabil zu bleiben, und Kunden zu gewinnen. Wie das mit der T50 passieren soll, erklärt sich mir aus Gründen, die du ja auch aufführst, eher wenig. Aber letztlich fallen jedesmal bei jeder Neuerscheinung wieder und wieder abertausende von Fotografen (-innen deutlich in der Unterzahl dabei!) auf dasselbe Muster rein, und möchten das ja eindeutig so. Von mir aus gerne, denn das sichert mir zum Beispiel mein eigenes Vorgehen (auslaufendes Modell im Übergang zum Nachfolger einkaufen) auch in die Zukunft hinein ab… ;-)

    Beste Grüße, Dirk

    • Lieber Dirk,

      dabei wirst Du wohl die X-T4 überspringen und auf die X-T6 warten, um die ausgezeichnete X-T5 zu erwerben ;-). Das ist eine gute Idee, wir müssen dabei aber alle auf die relative kurze Übergangszeit achten, in der die Kameras noch abverkauft werden. Die X-T5 leidet derzeit an Verknappung, nur in Deutschland ist sie zu bekommen. In den USA und Japan, so lese ich, ist die Kamera nicht erhältlich. Gleiches Spiel wie mit der X100VI. Es kann sein, dass die Verknappung gewollt ist, da gebe ich Dir Recht.

      Herzlich
      Peter

      • Hallo Peter,

        naja, die T4 zu überspringen, ist eh nicht zu umgehen, für meine ganz individuellen Ansprüche ist sie hinsichtlich Display mißglückt. Bin ja daher eher einen Schritt zurück auf die noch eu erwerbbare T3 gegangen. Und die T5 ist aktuell durchaus auch schon interessant. Vor allem deshalb, weil meine BackUp X-T2 mit gut 250.000 Auslösungen eine alte Lady ist, und eine FUJI-monochrom mit Wechselbajonett eine Utopie bleibt, wie es aussieht.

  • Ich widme den nachfolgenden Text jenen, die mit Fujis X-Kameras wunderbare Bilder schufen.

    Herr: es ist Zeit. Die Zeit mit ihnen war sehr groß.
    Leg deinen Schatten jetzt aber auf die Narren,
    und auf die Foren und die Influencer lass die Winde los.

    Befiehl den letzten Speicherkarten voll zu sein;
    gieb ihnen noch zwei warme Sommer,
    dränge sie zur Vollendung hin und jage
    die letzten Strahlen durch die leichten Objektive.

    Wer jetzt noch Fujis hat, wird sie verkaufen.
    Wer dann allein ist, wird es nicht lange bleiben,
    wird sehnsüchtig zur Schlichtheit schau`n und sparen
    wird wachen, lesen, keine lange Forentexte schreiben
    und wird in den Alleen hin und her
    mit Leicas Q sehr ruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

    (Frei nach Rainer Maria Rilke, „Herbsttag“)

    Uns allen wünsche ich ein wunderbares Wochenende.
    Bernd Kockerols

  • Hallo und guten Tag zusammen,
    schade Fuji… Ich war lange Fan von Fuji und zufrieden. Wenn Fuji jetzt aber den Mainstream in Richtung “Verknappung” und “Preiserhöhung” fokussieren will, nein Danke. Stirbt der 26 MP Sensor aus und wandern meine Objektive ins Museum? Ne Freunde, auch andere Hersteller haben schöne Töchter.

    • Guten Tag Lutz,

      wenn Sie bereits Fujifilm-Kameras besitzen, dann stellt sich die Frage doch gar nicht. Sie bleiben einfach bei dem besten Material, welches Sie schon haben. Wenn Sie nach 40 Megapixeln schielen, dann ist doch die X-T5 oder X-H2 eine tolle Alternative und (noch) preiswert zu bekommen. Es läuft sogar eine Cashback-Aktion bei Fuji. Nicht vergessen dürfen wir, was Fujifilm auszeichnet: Hyperfokaldistanz, Blende am Objektiv, Schärfentiefenkontrolle vor dem Abdrücken, einfach Bedienung mit Joystick und (!) Tastenwippe. Die Ausrüstung ist leistungsfähig und leicht, im Vergleich zu anderen auch immer noch günstiger.

      In diesem Artikel ging es um die X-T50 und zukünftige Modelle, aber das ist doch kein Grund die gute Ausrüstung auszutauschen oder nach anderen Marken zu schielen, wenn Ausrüstung vorhanden ist. Außerdem wird sich erst herausstellen, ob FF mit diesen Preisen erfolgreich sein kann.

      Herzlich
      Peter R.

  • Lieber Peter,
    ich kann Deine Argumente vol nachvollziehen und finde es auch sehr gut dass Du diese Gedanken aufgreifst.
    Als Betreiber einer eigenen Internetseite würde ich das Thema allerdings etwas weiter fassen: Wir werden gerade Zeugen einer gravierenden Veränderung in der Medienlandschaft – da zähle ich die Fotografie dazu. Beim Großteil der ‘Bildhersteller’ geht es nicht mehr darum zu fotografieren sondern darum ein Ereignis möglichst in Echtzeit der großen weiten Welt zu präsentieren. Qualität spielt da keine Rolle bzw. die Qualität der immer besseren Handys reicht völlig aus. Wie Du bemerkst macht das den Kameras in der Handy-Preisklasse den Garaus. Was den Kameraherstellern bleibt ist da nur noch das ‘obere’ Preissegment und hier müssen sie ihr Geld verdienen. Ob ich das gut finde oder schlecht sei dahingestellt. Wie in den anderen Kommentaren bereits betont muss ich halt dann entscheiden ob ich unbedingt immer das neueste Modell brauche oder ob ich meine fotografischen Vorstellungen auch mit einem Vorgängermodell erfüllen kann. Das ist für mich nicht mal immer eine Frage des Geldes sondern des persönlichen Geschmacks bzgl. Bedienungskonzeptes.
    Meine persönliche Entscheidung: Ich versuche mich wieder mehr die Fotografie zu konzentrieren – dazu finde ich auf dieser Seite genügend schöne Anregungen. Wenn es dann eine Kamera gibt die meinen Vorstellungen entspricht darf es auch eine Fuji sein aber den Beissreflex bei neuen Modellen habe ich mir abgewöhnt.

    Herzlichen Gruß vom Bodensee
    Herbert

    • Guten Tag Herbert,

      das sehe ich sehr ähnlich. Mich langweilen die neuen Modelle überwiegend. Schlimm etwa die X100VI, in der konstruktive Kritik nicht umgesetzt wurde, sonst würde das Klappdisplay nicht kastriert sein und die Tastenwippe nicht fehlen. Langweilig. Da kann ich bei Weitem besser mit einer X-T2, X-T3, X-T4 oder X-T5 fotografieren. Wirklich besser, weil ich die Kamera besser bedienen kann. Die X-T50 werde ich nicht mal testen, denn sie ist eine weitere kastrierte Kamera von Fuji und erfüllt den Zweck nicht. Sie ist keine Einsteigerkamera mehr. Alternative X-T5 oder X-H2.

      Herzlich
      Peter

  • Guten Morgen.

    Wir können nun in einen gemeinsamen Chor Aufgebrachter einstimmen oder uns überlegen, welchen Einfluss die Entscheidung von Fuji wirklich auf unser tägliches Leben hat. Uns ist es ja schon trefflich gelungen, die tarifgebundene Lohnsteigerung von etwa 30% im gleichen Zeitraum bei unserer Empörung auszublenden. Ja, Reallöhne sind nur um 10% gestiegen, aber das ist ja nicht die Schuld von Fuji. Zudem sind Luxusartikel (was die X-T50 ist, mit in die Berechnung eingeflossen). Eltern, die mit ihren Kindern auf Volksfeste gehen, werden bestätigen können, dass die Preise für Bratwürste um 200% und Pommes um 300% gestiegen sind. Dennoch können wir uns heute etwa dreimal mehr leisten als in den 1960er Jahren.
    Aber jetzt stehen wir vor einer völlig neuen Herausforderung für unsere Generation. Es geht nicht mehr darum, welche neue Kamera wir uns für unseren nächsten Urlaub kaufen, sondern ob wir uns überhaupt eine neue Kamera leisten oder(!) stattdessen in Urlaub fahren. Das ist ein echtes Dilemma. Plötzlich müssen wir lernen, uns einzuschränken. Und das liegt nicht daran, dass es ein Trend des modernen Lifestyles der Besserverdienenden ist, sondern an unserer neuen persönlichen Situation.

    Letztes Jahr war ich in Sri Lanka, wo die Inflationsrate auch für Schulhefte und Kindernahrung bei 300% lag. Dort erklärten mir Einheimische, dass nicht die Armen am stärksten unter der Inflation leiden, sondern die Mittelschicht, die bisher nie gelernt hatte, sich einzuschränken. Vor kurzem war der Earth Overshoot Day für Deutschland, an dem wir alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hatten, die die Welt in einem Jahr regenerieren kann. Die nächsten 8 Monate leben wir also über unsere Verhältnisse.

    In diesem Licht betrachtet frage ich mich, ist eine verteuerte x-T50, die sich niemand mehr kaufen will, Problem oder Lösung?

    Allzeit gut Licht.
    Bernhard Labestin

    • Lieber Bernhard,

      es ist richtig, was Du sagst. Die X-T50 ist in meinen Augen keine Lösung, denn sie kann preislich und technisch nicht als Einsteigerkamera dienen. Und sie ist als Einsteigerkamera auch zu abgespeckt. Ich würde jedem Einsteiger zu einer gebrauchten X-T2 / X-T3 mit Festbrennweite raten, wenn sie/er mich fragt.

      Herzlich,
      Peter

      • Lieber Peter,

        insofern trägt die X-T50 doch zur Lösung bei. Zur Lösung nachhaltigen Konsums und Ressourcenschonung durch das “Auftragen” der Vorgängermodelle.

  • Zitat: “Die Kameras unter € 1.000,- können wir in Zukunft lange suchen. Nur noch wenige Kameras mit Wechselobjektiven kommen unter der Preisgrenze von € 1.000,- daher.” … —> schade, dass Sie den MFT-Kosmos fast ignorieren. z.B. die OM?D E?M10 Mark IV oder besser die OM5 (ok, knapp über 1.000,- aber es gibt oft cash back Aktionen)

    • Danke für den Hinweis, Herr Dassler, Sie dürfen mich mit Namen anreden und gerne nehme ich den Hinweis auf.

      Herzlich
      Peter R.

  • Lieber Peter,
    jahrelang war ich ein “Suchender” und habe ca. alle drei Monate das System gewechselt. Von APSC zu Vollformat und wieder zurück, von 16MP zu 40MP und wieder zurück etc. Von Festbrennweite zu Zoom und immer so weiter. Bei jeder Neuankündigung juckt es in den Fingern und werden die Testberichte verschlungen. Irgendwann habe ich dann gelernt, dass geänderte Technik zwar spannend ist, aber nichts mit Fotografieren zu tun hat. Dann habe ich auch viele Bücher über die analoge Zeit gelesen und die dort verwendete Technik mit der heutigen verglichen. Auch, wenn man sich Zeitschriften z.B. von vor 10 Jahren ansieht und mit welcher Ausstattung dort gearbeitet wurde, kommt man objektiv betrachtet, zu dem Schluss, dass die notwendige Ausstattung sehr gering ist. Ich bin dann zur X-T1 zurückgegangen, die aber mit 16MP, ISO-Verhalten etc. doch zu wenig war. Ende 2023 habe ich dann ein X-T2 (nur 530 Auslösungen) für 370€ erworben und ein Meike 35mm 1.4 neu für 69€. (Natürlich habe ich noch weitere und bessere Objektive.) Diese Kombination für unter 500€ ist viel kleiner und leichter als eine X100V oder X100VI. Natürlich ist dies nichts für Sport, Wildlife oder Astro. Für Street, Urban Landscape und Architektur etc. würde ich den Wechsel von den teuren Systemen nicht als “Downgrading” sondern als “Rightsizing” einstufen. Wenn ich unterwegs bin, befasse ich mich jetzt mit dem Motiv und nicht mit der Kamera. Man geht auch viel entspannter mit der Kamera um, weil bei diesen Preisen ein kleiner Kratzer am Gehäuse keinen horrenden Wertverlust darstellt. Natürlich gibt es immer wieder Funktionen, auf die ich neidisch bin. Und dann überlege ich, wie oft ich diese tatsächlich benutzt hätte. Fazit: wer die Grenzen seiner Kamera kennengelernt und akzeptiert hat und sich entsprechend verhält, kann auch mit kleinem Geld tolle Bilder machen.
    Liebe Grüße
    Manfred

    • Lieber Manfred,

      toller Kommentar, vielen Dank. “Rightsizing” finde ich genial als Deine Idee. Das ist schon fast ein Artikel, den Du geschrieben hast. Magst Du bei uns Artikel veröffentlichen? Ich würde mich sehr freuen, denn ich finde diesen Kommentar überaus treffend und spannend.

      Herzlich
      Peter

  • Hallo Peter,
    die folgende Aussage ist nicht korrekt:

    “Nun können wir die X-T10 technisch kaum noch mit einer X-T50 vergleichen, dann die eine Kamera hatte 26 Megapixel, die neue bringt 40 Megapixel plus IBIS.”

    Die X-T10 kam mit einem 16mpx und nicht mit einem 26mpx auf den Markt.

    Außerdem macht es keinen Sinn eine Kamera mit angesagtem Preis von ~1500€ (X-T50) mit einer auf dem Markt befindlichen Kamera und Cash-Back (X-T5) zu vergleichen.

    1. rutschen die Fuji-Kameras nach der Markteinführung immer nochmals nach unten
    2. Fujifilm folgt seit Jahren der Strategie, Kameras und Objektive über Cash-Back zu rabatieren. Die Aktionen sind so häufig und laufen so lange, dass quasi niemand gezwungen ist eine Fuji zum regulären Preis zu kaufen
    3. Das teuerste Bauteil an einer Kamera ist der Sensor und der 40mpx ist richtig teuer. Wenn ich also die Differenz im Preis zwischen der X-T4 und der X-T5 betrachte und daraus grob die Differenz für den Sensor schätze, nähere ich mich mit der X-T50 immer mehr den ~1500€ an und Inflation haben wir auch, den Ausgleich gönne ich Fuji

    Man muss die X-T50 ja nicht kaufen :-)

  • Sehr geehrter Herr Roskothen,

    vielen Dank für diesen Beitrag zur kommenden Fuji Kamera. Ich teile Ihre Gedanken komplett, möchte jedoch noch ergänzen, dass auch ein Grund sein könnte, dass die Kamerahersteller sich gezwungen fühlen, neue Modelle auf den Markt zu bringen, um ganz einfach im „Gespräch“ zu bleiben. Ob diese Kamera jetzt irgendwelche Mindestanforderungen (z.B. Einsteigersegment) hat um den Markt zu bedienen scheint gar keine so große Rolle mehr zu spielen. In dieser schnelllebigen Zeit stelle ich mir das wie den Algorithmus bei Instagram vor: wer nicht ständig präsent ist, wird nach unten gespült in der Sichtbarkeit. Ich will damit überhaupt keine Lanze für Fuji oder andere Hersteller brechen. Aber ich glaube, dass das Marktumfeld auch Hersteller dazu zwingt, Dinge zu tun, die sie vielleicht gar nicht machen wollen. Nicht, dass der Profit auch eine Rolle spielen würde aber bei manchen geht es sicherlich auch ab und an ums Überleben. Theoretisch hat das Fuji nicht nötig, aber vermutlich ist es für heutige Verhältnisse vorausschauend und fast schon klug, so zu handeln. Die eingefleischten Fans werden sicherlich enttäuscht sein. Sie werden deswegen aber Fuji nicht verlassen.

    Und auch wenn ich ihre Testberichte sehr mag, finde ich es gut und befürworte es ausdrücklich, dass Sie die Kamera nicht testen werden.

  • Hallo Herr Roskothen,
    bei dem Vergleich X-T5 – R5 hat sich der Druchfehlerteufel eingeschlichen.
    Die Kombi X-T5 mit RF 33mm f1.4 gibt es nicht .
    Nur das Fuji XF 33mm f 1.4 Objektiv,
    sorry.

    Liebe Grüße
    Andreas Aehnelt

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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