Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Wasserspiele

Wasserspiele? Was macht man, wenn alle Fotopläne durch das Wetter über den Haufen geworfen werden? Richtig, man fotografiert halt etwas anderes :-)

Wir haben also spontan den Alternativplan nach der Absage unserer Veranstaltung in die Tat umgesetzt. Was braucht man für einen Fotoabend mit viel Spaß? Ganz einfach: Wasser! Nun, Wasser alleine reicht natürlich nicht, das hätten wir auch draußen reichlich haben können! Nein, ein Behälter für das Wasser muss her. Da trifft es sich ganz gut, das wir aus der Familie noch ein altes Aquarium geerbt haben … Was für ein Zufall ;-)

Stativ und Kamera sind selbst erklärend, aber was hat Obst und Gemüse damit zu tun? Nun, das zeige ich euch jetzt:

Neben der Kamera und einem Objektiv auf dem Stativ spielen in diesem Fall auch zwei Blitze eine nicht ganz unbedeutende Rolle. Einer rechts, der andere links vom Aquarium positioniert und in unserem Fall (wir wollten es schön dunkel haben im Hintergrund) mit jeweils einem Spotaufsatz. Eine dunkle Platte hinter das Aquarium und dann ging es los … nun ja, fast. Denn wir um alles in der Welt fokussiert man etwas, das a) noch nicht da ist und b) sich bald auch noch im Wasser befinden soll? Ganz einfach, man nimmt einen Dummy bzw. eine zweite Person, die besagtes Objekt einfach ins Wasser hält. Scharf stellen (der Einfachheit halber direkt manuell) und ein, zwei Probeschüsse um die Belichtung anzupassen und die Blitze zu positionieren.

Nun heißt es probieren, probieren, probieren. Übrigens, Wasserspiele macht man am Besten mit zwei oder mehr Personen. Warum man die zweite Person auch später noch benötigt, erkläre ich weiter unten! Einen Werfer / Fallenlasser / Scheibenputzer und eine Person, die die Kamera bedient. Auch wenn es später zum eigentlich „spielen“ geht, sollte man sich wirklich die Mühe machen, die Scheibe jedes Mal wieder abzutrocknen. Bewährt hat sich dabei ein handelsüblicher Fensterabzieher. Denn sonst sieht es so aus: … also, mir gefällt es nicht so gut.

Wir haben übrigens festgestellt, dass die Fallgeschwindigkeit – oh Wunder – vom Gewicht des Objektes beeinflusst wird und zwei Objekte mit unterschiedlichen Gewicht schwierig auf ein Foto zu bannen sind. Das Problem besteht einfach darin, dass das schwere Objekt schon wieder auf dem Weg an die Wasseroberfläche ist, während das leichtere Objekt vielleicht noch gar nicht das Wasser erreicht hat. Dafür braucht man die zweite Person auf jeden Fall, denn diese muss nun das gleichzeitige Eintreten der Objekte im Wasser koordinieren. Das heißt, leichte Sachen zuerst und schwere ein ganz winzig kleines Sekündchen später. Keine Bange, hört sich schwerer an als es ist!

Also, nicht nur der Fotograf ist von elementarer Bedeutung für schöne Bilder, sondern auch der Werfer / Fallenlasser / Scheibenputzer! Ohne diese Person klappt das nämlich alles nicht, denn jeder Fotograf hat maximal zwei Hände und eine davon ist mit einem Fernauslöser schon beschäftigt!

Ach ja, es zudem hilfreich einen „wasserresistenten“ Raum zu haben :-) Einige Sachen spritzen kräftig und es wäre doch schade, wenn der gute Perser-Teppich hinterher einen Wasserfleck hat!

Hier nun meine Ergebnisse:

Beim nächsten Mal zeige ich euch wie man mit Wasser spielt, ohne ein Aquarium zu nutzen :-)

Über Kommentare, Lob, Kritik würde ich mich sehr freuen. Nicht nur zu den Bilder (obwohl zu denen natürlich ganz besonders), nein, auch zum Artikel.

Autor: Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken. Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung! Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden: www.d-photography.de/

6 Kommentare

  1. Super Foto`s haste da geschossen. Ich finde das Thema „Splash“ ganz besonders spannend! Es ist so faszinierend Dinge zu sehen, die unser Auge nicht wahrnehmen kann.

    Und es macht ja auch wahnsinnig viel Spaß!!!!!

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    • Danke Susanne! Hatte aber auch tolle Hilfe :-)
      Ich habe da auch noch so die ein oder andere Idee. Gerade was Licht und Equipment angeht. Wiederholen wir auf jeden Fall noch einmal!

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  2. Hallo Britta,

    wow !

    Super schöne Fotos ! Hast Du schon mal daran gedacht das in A0 abziehen zu lassen und vielleicht in der Küche zum Wandschmuck zu machen ?

    Nebenbei: Neben den Fotos find ich Deinen Text super. Man liest ihn und bekommt mit was Ihr für einen Spaß gehabt haben müßt. Wer spielt schon nicht gern mit Wasser :-)

    Super gemacht.

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    • Danke Ulrich! Ja, die Idee mit dem Wandschmuck hatte ich auch schon. Allerdings eher im kleinen quadratischen Format und nicht direkt wandfüllend. Bei diesen Bildern wird das Ergebnis in A0 auch nicht so toll sein, denn ich habe leider vorher an der Kamera gespielt und nur jpg`s aufgenommen. Hatte mich beim Auslesen der Karte schon so gefreut, weil es so schnell ging. Danach wusste ich dann auch warum :-( Aber die Idee, direkt eine Tapete daraus zu machen, hat auch etwas :-)

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  3. Klasse Artikel, klasse Fotos, Britta. Großes Kompliment. Das sind doch tolle fotografische Aufgaben für Tage an denen man nicht gerne aus dem Haus geht.

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    • Danke Peter! Es macht aber auch einfach nur Spaß :-) Könnte mir aber auch vorstellen, dass dies mit „natürlicher“ Beleuchtung und ein paar Farbfolien ebenfalls ein Hingucker wird. Hm, ich glaube, das kommt auf meinen To-Try-Zettel für den Sommer. Zum Glück ist das Aquarium nicht so riesig.

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