Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S

Artikel ursprünglich verfasst am 23. August 2020

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Die Canon EOS R5 Vollformat DSLM und die Fujifilm GFX 50S Mittelformat DSLM sind zwei paar verschiedene Schuhe. Wie sich die beiden spiegellosen Kameras unterscheiden und was die Vorzüge beider Kameras sind, zeige ich in diesem Vergleich. Es handelt sich in weiten Teilen des Vergleichs um persönliche Erfahrungen, die ich objektiv publiziere. Was Sie erwartet ist ein Vergleich zwischen dem Format, dem Gewicht, Fokus, Serienbildgeschwindigkeit, Fokus, Sucher, Bildqualität und ein Fazit zur EOS R5 und GFX 50S:

Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50s

Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50s.

Bieten die Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50s eine ähnliche Bildqualität?

Ist die GFX 50S der Canon EOS R5 überlegen?

Die EOS R5 ist die universellere DSLM-Kamera!

Prolog – Mein Wechsel von Canon zu Fujifilm

Meine Liebe zu Canon verblasste nach jahrzehntelanger Arbeit mit den zuverlässigen Kameras und Objektiven. Der Grund war der Canon-Entwicklungsstau in Bezug auf die spiegellose Technik. Als 2016 die Fujifilm X-T2 herauskam, stand für mich fest, dass ich aus zwei Gründen von Canon zu Fujifilm wechseln wollte:

  1. Die spiegellose Revolution, die bei Canon erst 2018 ernsthaft folgte (Sony startete die Alpha-Kameras 2013, Fujifilm startete die X-T1 2014).
  2. Das leichtere Fotoequipment der spiegellosen X-System-Kameras.

Fujifilm X-System

Meine jahrelange Arbeit in der Fotografie hatte mir vor Jahren einen Fotoarm beschert. Den bekam ich nicht weg von dem Anheben einer Canon Spiegelreflex mit 24-105 F/4 und Blitzgerät auf einer Hochzeit. Dort hob ich in 5 Stunden etwa 1.000 Mal die Kamera an und stemmte so Tonnen. Mir war klar, dass das aufhören musste und ich fand die X-T2 mit allem Zubehör so viel leichter.

Viele Fotografen sind mir gefolgt, andere kauften Sony Alpha-Kameras. Als immer klarer wurde, dass Fujifilm die Nase im APS-C Markt vorne hatte, legte das japanische Unternehmen noch eins drauf, und startete mit dem preiswerten Mittelformat. Die Fuji GFX 50S wurde im Februar 2017 geboren.

Fujifilm GFX Mittelformat

Weil ich die X-T2 genau kannte, war die Bedienung der GFX 50S ein Kinderspiel für mich. Ich war nach dem Test der Kamera so begeistert von der Plastizität der Bilder, der Auflösung von 50 Megapixeln, der Bedienung, der Kompaktheit dieser Kameras, dass ich mich überwand, das Geld zu investieren. Allerdings wollte ich diese schwerere Kamera vor allem auf kurzen Wegen, Architekturaufträgen, Studiofotografie, Imagefotos, Produktfotos nutzen.

Kameras faszinieren mich seit meinem siebten Lebensjahr (1970).

Nach langer Überlegung kaufte ich mir zum ersten Mal im digitalen Zeitalter eine Mittelformatkamera, die den Mittelformatmarkt mit extrem günstigen Preisen revolutionierte. Dennoch war es eine schwere Investition. Das mag sich wie ein Widerspruch anhören, jedoch ist die GFX im Vergleich zu manchen damaligen und heutigen Mittelformatkameras von Phase One oder Hasselblad ein Schnäppchen und auch die Fuji-Objektive sind preiswert im Vergleich.

Die Fuji 50S mit einem 32-64mm Objektiv ist leider nicht leicht. So eignet sie sich nicht für längere Reportagen oder ausgiebige Wanderungen. Aber sie ist weder schwerer noch größer als eine Canon Spigelreflexkamera (Gewichtsvergleich etwas weiter unten im Text). Und ich nutze sie für kurze Projekte, Landschaftsfotos, Makrofotos, Kunst, Imagefotos, Portrait im Studio und für die Produktfotografie.

Mittelformat-Sensor

Noch einmal genauer zu den Fakten: Auf dem 70% größeren Sensor einer Fuji GFX50S im Vergleich zum Vollformat, hat ein Pixel eine größere Dimension und kann besser aufzeichnen. Das Bildergebnis der GFX-Kameras und GFX-Objektive hatte mich von Anfang an umgehauen. Die Bilder sind knackscharf, haben eine hohe Plastizität, die einem 3D-Effekt gleichen. Nicht jeder sieht den Unterschied, wer aber mit dem analogen Mittelformat arbeitete, der hat den Unterschied im Bild sofort entdeckt. Das ist nichts, was ich im Internet zeigen kann. Ich habe zwei große Bilder der GFX 50S bei mir im Atelier, die meine Fotokursteilnehmer sofort zum Staunen bringen.

Sensorgrößen Digitalkameras Smartphone, MFT, APS-C, Vollformat, Mittelformat

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Wer mit einer Canon EOS 5DsR Spiegelreflexkamera fotografierte, der sieht den (kleinen) Unterschied zwischen einer EOS 5DsR und einer GFX 50S, obwohl beide etwa 50 Megapixel auf die Speicherkarte schreiben. Im Gewicht sind beide Kameras kaum ein Unterschied, mich faszinierte jedoch diese ungeheure Plastizität im Mittelformat-Bild.

Ich habe den Kauf der 50S nie bereut, im Gegenteil begeistert mich das Bildergebnis immer wieder aufs Neue. Auch die Bedienung ist so simpel, dass jeder Fotoamateur damit fotografieren kann. Inzwischen sind ausreichende Brennweiten und zwei weitere Kameras hinzugekommen: Die GFX 50R (kompaktes Messucherdesign) und die GFX 100 mit dem IBIS.

Sensor-Format

Interessant ist das Format beim Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S. Die Canon nutzt das weitbekannte 3:2 Format, welches vom Kleinbildfilm (36 x 24mm) übernommen wurde. Die GFX hingegen bietet ein 4:3 Format. Das hat zum einen den Vorteil bei der Landschaftsfotografie und der Architekturfotografie, dass wir Fotografen beim Querformat unten und oben im Bild über mehr Platz für unser Motiv verfügen. Von Vorteil ist das Format auch dann, wenn wir auf das quadratische 1:1-Format wechseln möchten und nur ein Viertel der Sensorfläche verlieren (6.192 x 6192 Pixel / netto etwa 38 MP). Die Canon verliert beim Umschalten ein Drittel der Sensorfläche (5.464 x 5.464 Pixel / netto etwa 30 MP).

Bildformat Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S

Der Canon Sensor hat das Format 3:2, der GFX-Sensor das Format 4:3.

Canon EOS R5

Die Canon EOS R5, um die es in diesem Vergleich auch geht, ist eine Vollformat-Kamera mit 45 Megapixeln. Diese Kamera ist vielseitiger als die GFX-Kameras, da sie bis zu 12 Bilder pro Sekunde mit dem mechanischen Verschluss und bis zu 20 Bilder pro Sekunde mit dem elektronischen Verschluss auf den beiden Speicherkarten abliefert. Noch sind nur wenige native Canon RF-Objektive für die Kamera vorhanden, aber durch den EF-RF-Adapter und die Nutzbarkeit der alten EF-Objektive, ist bereits jetzt der Erfolg der spiegellosen Vollformat ESO R5 sicher. In meinem ausführlichen *fotowissen-Test stellte sich diese Kamera als gut gebaut, robust, schnell und vital heraus. Viele Funktionen der EOS R5 (August 2020) sind neuer als in der GFX 100 (Juni 2019). Tatsächlich ist die Canon EOS R5 auch für Sport, Action, Wildlife und Tierfotografie prädestiniert. Die Spiegellose bietet nicht nur eine flotte Bildfolge, sondern auch eine Augenautofokus für (Menschen) Vögel, Hunde und Katzen.

Die Kamera hat mit 45 Megapixeln eine vergleichbare Pixelzahl wie die GFX 50SR, aber diese Pixel müssen mit einer kleineren Fläche Vorlieb nehmen. Das ist theoretisch ein Nachteil, weil die größeren Pixel auf einem 70% größeren Mittelformatsensor besser aufnehmen können. Aber ist das auch tatsächlich in unserem Vergleich der Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S ein Vorteil für das Mittelformat?

Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50s

Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S

Der Vergleich beider Kameras kann nur hinken, denn die GFX 50S ist fast 3,5 Jahre auf dem Markt, als die EOS R5 herauskommt (Februar 2017 versus August 2020). Im digitalen Zeitalter sind 3,5 Jahre eine Ewigkeit, die GFX 50S ist bereits heute eine Antiquität. Allerdings mir war beim Vergleich vor allem wichtig Ihre mögliche Kaufentscheidung mit Informationen zu unterstützen.

Gewicht im Vergleich

Da ich mich aus Gewichtsgründen für längere Reportage und Wanderungen für die Fujifilm X-Systemkameras entschied, sollten wir auch hier den Vergleich der Gewichte beginnen:

Gewichtsvergleich KamerasystemeBody inkl. AkkuBody inkl. Akku und ObjektivMegapixel
Canon EOS R5
Vollformat
727 g1.964 g
RF 70-200 mm F/2.8
45 MP
Fuji GFX 50S
Mittelformat
1.114 g2.119 g (1.114 + 1.005 g)
GF 45-100mm F/4
(kein entsprechendes Objektiv vorhanden)
50 MP
Canon EOS 5DsR
Vollformat
939 g2.562 g
EF 70-200 F/2.8 Mk II
50 MP
Sony A7 R IV662 g2.138 g (662 + 1.480 g)
Sony FE 70-200 mm F2.8 GM
61 MP
Fuji X-T4
APS-C
622 g1.577 g
XF 50-140mm F/2.8
26 MP
Olympus OM-D E-M1 Mark III580 g 1.460 g (580 + 880 g)
40-150 mm 1:2,8 PRO
20 MP

Die Canon EOS R5 gewinnt in fast allen Bereichen im Vergleich zur GFX 50S. Allerdings ist mit dem Mittelformatsensor auch das größere Gewicht der Fujifilm GFX inklusive den GF-Objektiven begründet (größerer Sensor = größerer Objektivdurchmesser). Im Vergleich zur Fujifilm X-T4 mit dem kleineren APS-C-Sensor hat die R5 nur wenig mehr Kamerabody-Gewicht.

Vergleich Fokus EOS R5 und GFX 50S

Beim Autofokus hat die EOS R5 klar die Nase vorn. Der Autofokus ist schnell, treffsicher und kann neben Menschen sogar Tiere erkennen. Dagegen kommt mir der Autofokus der GFX 50S relativ behäbig vor. Allerdings kann auch der AF der GFX das menschliche Gesicht und das Auge treffsicher fixieren.

Beim manuellen Fokus ist die Sache anders. Hier ist das Fokus-Peaking der GFX 50S eindeutiger und hilfreicher als das der R5. Darüber hinaus ist eine Hyperfokaldistanz für die Landschaftsfotografie, Architekturfotografie oder andere Anwendungen vorhanden, die in der R5 fehlt.

Serienbildgeschwindigkeit

Die Disziplin Serienbilder geht klar für die Canon aus. Die spiegellose Vollformatkamera kann 12 Bilder pro Sekunde mit dem mechanischen Verschluss und 20 Bilder pro Sekunden mit dem elektronischen Verschluss. Die GFX 50SR hingegen macht gerade einmal 3 Bilder pro Sekunde und ist damit nicht für Sport, Action und Tierfotografie in Bewegung geeignet. Noch dazu hat die Canon einen viel größeren Zwischenspeicher, der erst bei etwa 180 RAW-Bildern langsamer wird. Die GFX ist damit mehr für die besonnene Fotografie prädestiniert, die aber die EOS R5 auch beherrscht.

Bedienung

Eine GFX50S liegt sehr gut in der Hand. Man könnte vermuten, dass die Canon hier punkten würde, aber das ist nicht richtig. Ob wir Fotografen viele programmierbare Knöpfe benötigen oder nicht, beide Kameras sind einfach zu programmieren und ähnlich mit den Tasten zu bedienen. Während die GFX 50S mit dem Blendenring vorne, der ISO und Verschlusszeit mit Wahlrädern auf den Schultern leicht einzustellen ist, müssen wir die Canon erst einmal verstehen und programmieren. Das ist für Canon Fotografen jedoch kein Ding und ein meist einmaliger Vorgang.

Vorteile bietet die Canon vor allem bei den Programmen C1, C2 und C3, die programmiert alle Einstellungen behalten. Die Wahl der Custom-Programme hilft uns schnell von der einen auf die andere fotografische Situation umzuschalten. Ein Vorgang der bei viele Anwendungen hilfreich sein kann. Das betrifft das Verlassen der Kirche, wenn der Fotograf vom Dunklen ins Helle kommt, genauso wie den Tierfotografen, der von einzelnen Portraits in die schnelle Serienaufnahme möchte. Der Fujifilm fehlt diese Programmwahl, dafür glänzt die GFX-Serie mit drei Auto-ISO-Programmen.

Die ESO R5 hat einen hohe Bedienungskomfort

Test Fujifilm GFX 50S - Hoher Bedienungskomfort

Das berührungssensible ausklappbare und schwenkbare Display der EOS R5 ist hervorragend und hilfreicher, als das der GFX. Aber auch das Klappdisplay der 50S lässt sich gut bedienen. Es fehlt nur eine Berührungsfunktion für die Menüpunkte, die bei der R5 vorhanden ist. Dafür ist bei der GFX der optionale Klappsucher eine Bereicherung, nicht nur in Bodennähe, sondern auch mit der Kamera vor dem Bauch.

Einen großen Unterschied bedeutet jedoch der IBIS der R5 im Umgang. Mit der R5 können Fotografen bedenkenlos aus der Hand fotografieren, während die GFX 50S sportlichere Verschlusszeiten oder ein Stativ benötigt, um knackscharfe Bilder zu produzieren. Der Vorteil der EOS R5 in der Bedienung der Kamera ist riesig!

Der IBIS ergibt einen erheblichen Bedienungsvorteil der Canon EOS R5 im Vergleich zur Fuji GFX 50S.

Design

Manche Fotografen meinen, dass das Aussehen einer Kamera keine Rolle spielt. Das ist nicht wahr, denn jeder kauft auch nach Schönheit des Produktes, auch wenn das unterbewusst statt findet. Der Mensch entscheidet das meiste nicht vernunftgesteuert, sonst wäre der Mensch nicht Mensch. So ist die Farbe eines Autos immer ein Gesichtspunkt, die Form, die PS-Zahl und erst weit hinten der rationale Energieverbrauch oder der Nutzen. Vieles spricht in unserem Test für die neue Canon EOS R5, da die Fujifilm eher ungewohnt daher kommt. Bei einer silbernen X-T4 ist das etwas anderes, aber die GFX 50S ist nicht retro und nicht so offensichtlich schick. Das ist im Falle der GFX 50R wieder anders, denn das Messsucherdesign macht etwas her, aber im Vergleich zur 50R ist die EOS R5 wieder handlicher. Mich persönlich spricht aber die Form und Farbe der Canon nicht an. Ich halte das Design inzwischen für überholt. Sexy ist das nicht mehr, aber das ist die GFX 50S auch nicht.

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Sucher Vergleich

Der Sucher der EOS R5 ist in Sachen Durchblick dem der 3,5 Jahr älteren GFX 50S voraus. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Blick durch die Canon ist glasklar und unübertroffen von allen elektronischen Suchern, die ich kenne. Jedoch ist auch der Sucher der GFX 50S gut und kann Wünsche erfüllen.

Die GFX 50S bietet noch ein i-Tüpfelchen. Wir Fotografen schauen entweder von vorne oder von oben in diesen optionalen Klappsucher. Dafür wird zwischen die Kamera und den Sucher ein optionaler und teurer Klappmechanismus gesteckt (Fujifilm EVF-TL1 Winkel Adapter für GFX 50S / GFX 100). Mit dem Zubehör funktioniert der elektronische GFX 50S-Sucher im Querformat und im Hochformat.

Bildqualität Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S

Die Bildqualität einer Kamera ist immer nur so gut, wie die Qualität der Objektive. Wir Fotografen kaufen mit der Marke auch die Linsen des Anbieters. Canon ist durchaus in der Lage gute Objektive zu bauen, im Vergleich ist Fujifilm aber der Meister der Kunst. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern beweist sich auch immer wieder bei Testberichten und wird von anderen Fotografen bestätigt. Vielleicht reicht aber die gute Objektivqualität von Canon? Nicht zuletzt hat Canon vor allem ein riesiges Sortiment mit lange Teleobjektiven und Speziallinsen wie den Tilt-Shift-Objekten.

In meinem Test habe ich eines der besten Canon-Objektive mit einem neuen GF-Objektiv verglichen. Das Canon TS-E 24mm F/3.5 II auf der EOS R5 und das Fujifilm GF 30mm F3.5 R WR auf der GFX 50S. Beide erlauben eine vergleichbaren Blickwinkel im Sucher der spiegellosen Kameras. Das Fuji GF 30mm hat umgerechnet eine kleinbildäquivalente Brennweite von 23,7 mm.

Testchart EOS R5 vs GFX 50S

Links das Foto vom Testchart der EOS R5, rechts die GFX 50S, Vergleich bei ISO 12.800:

Testchart - Bildqualität Canon EOS R5 bei ISO 12.800Testchart Bildqualität Fujifilm GFX 50s bei ISO 12.800
Bildqualität Canon EOS R5 bei ISO 12.800Bildqualität Fujifilm GFX 50s bei ISO 12.800
Testchart Ecke - Bildqualität Canon EOS R5 bei ISO 12.800Bildqualität Fujifilm GFX 50s bei ISO 12.800

Vergleich bei ISO 100:

EOS R5 ISO 100 - Testchart MitteGFX 50S ISO 100 - Testchart Mitte
EOS R5 ISO 100 - Testchart EckeGFX 50S ISO 100

Testfotos EOS R5 vs GFX 50S

Links das Foto der EOS R5, rechts die GFX 50S:

Testfoto Canon EOS R5 mit TS-E 24mm F/3.5 IIVergleich Bildqualität Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50s
Ausschnitt aus dem gesamten Bild der Canon EOS R5Vergleich Bildqualität Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50s
Ausschnitt aus dem gesamten Bild der Canon EOS R5Ausschnitt aus dem gesamten Bild der GFX 50S

Die Canon EOS R5 scheint mir etwas zu hell zu belichten. Die Werte wurden mit einem externen Sekonik-Belichtungsmesser ermittelt, nicht mit den Messungen der Kameras. Die Bildqualität der EOS R5 unterscheidet sich in diesem Test von der  GFX 50S. Die Fuji Mittelformat ist noch etwas besser in Sachen Schärfe, als die R5. Bei der ISO hat der Canon-Sensor eine ähnliche Qualität, wie der Mittelformat-Sensor der GFX 50S. Die GFX 50S liegt in Sachen Bildqualität vorne.

Aber: Das TS-E 24mm ist kein RF-Objektiv und scheint an der R5 nicht die optimale Bildqualität zu unterstützen. Der Test kann somit nicht stellvertretend für die RF-Linsen sein. Wer die Bildqualität sauber unterscheiden möchte, muss im Test auf die wenigen RF-L-Objektive zurückgreifen. Ein RF 24-70mm lag mir leider nicht vor, sonst wäre der Test der Bildqualität vielleicht sogar zu Gunsten der EOS R5 ausgegangen. Ich persönlich glaube, dass die Bildqualität der beiden Kameras sehr nahe aneinander liegt. Das beweist wie gut Canon aufgearbeitet hat.

Die Canon bietet einen ausgeklügelten Anti-Alaisingfilter, der Moiré-Effekte verhindert. Bei der GFX 50S kann ein Moiré durchaus sichtbar sein. Das ist insbesondere für die Hochzeitsfotografie (Brautkleid) und Mode ein Grund, sich für Canon zu entscheiden.

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Beim Test hat mich persönlich überrascht, dass die GFX 50S nicht wesentlich besser abschneidet, denn die Pixel haben auf dem größeren Sensor mehr Fläche. Die Bildqualität der Canon EOS R5 ist sehr gut.

Canon ist mit der EOS R5 wieder ganz weit vorne!

Vergleich Dynamikumfang

Den maximalen Dynamikumfang bieten digitale Kameras ausschließlich bei der niedrigsten nativen ISO. Die EOS R5 erreicht hier inzwischen (endlich) Bestwerte von bis zu 12 EV, genau wie die GFX 50S. Es ist kein Unterschied mehr zwischen den beiden Spiegellosen im Dynamikumfang (Quelle Photons To Photos). Auch eine Überraschung.

Filmsimulationen

Die Canon kann zwar verschiedene Einstellungen für Standard, Portrait, Landschaft, Monochrom und einige mehr, jedoch gibt es keine Filmsimulationen wie bei Fujifilm. Fujifilm ist bekannt für die digitalen Filmsimulationen analoger Filme. Diese Simulationen sind kein Spielzeug sondern die Arbeit von Wissenschaftlern, die Fuji-Filme bis auf i-Tüpfelchen simulieren. Mit Hilfe der Filmsimulationen lassen sich besondere Bilder aufnehmen, die bereits im JPG ihre Wirkung erzielen. Viele Fotografen, die vor Jahren noch mit analogen Fuji-Filmen arbeiteten, schätzen den ACROS-Schwarzweiß, Provia, Astia, Classic Chrome und andere Filmsimulationen. Hier hat Fujifilm die Nase weit vorne. Es gibt nicht wenige Fotografen, die wegen der Filmsimulationen zur Fujifilm greifen.

Fuji ahmt auf digitalem Weg die analogen Filmeigenschaften der eigenen Filmrollen nach. Das ist besonders interessant für den JPG-Modus, aber auch im RAW können wir die Filmsimulationen nachträglich anwenden. Dazu lassen sich alle Filmsimulationen noch in Sachen Schärfe, Kontrast und mehr kameraintern einstellen. Einige JPG-Rezepte haben wir bei *fotowissen bereits veröffentlicht.

Fujifilm Filmsimulation Classic Chrome

Fuji Filmsimulation Classic Chrome (XT-2)

Persönliches Fazit Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S

Warten oder Fotografieren?

Ich habe nicht gewartet, sondern die GFX erworben, mit der ich seit drei Jahren viele Fotos belichtete. Hätte ich Jahre auf die Entwicklung der EOS R5 gewartet, so würde ich jetzt noch mindestens ein Jahr mit dem Kauf abwarten, um auf einen besseren Preis zu hoffen.

Die R5 erscheint mir zu teuer und bis auf das RF 24-105mm F4L IS UTM sind keine niedrigpreisigen RF-Linsen verfügbar. Vor allem sind es zur Zeit zu wenige RF-L-Festbrennweiten, die der Marktführer anbietet. Ob Canon in Zukunft weniger teure RF-Objektive entwickelt, weiß nur das Unternehmen selbst. Wäre ich Tierfotograf oder Wildlifefotograf käme diese spiegellose Vollformatkamera sofort unter den Weihnachtsbaum. Derzeit ist die Canon EOS R5 das NonplusUltra im Bereich Vollformat und gräbt am Status des Mittelformats, zumindest von der etwas in die Jahre gekommenen GFX 50S und GFX 50R. Sony wäre die einzige Alternative im Vollformat für mich als Profi-Fotograf. Ich vertraue Canon vor allem wegen seines professionellen Service in Willich mehr zu, als Sony.

Allerdings ist mir sowohl das Mittelformat und das Vollformat für längere Reportagen zu schwer. Auch wenn die EOS R5 viel Gewicht spart im Vergleich zu einer Spiegelreflex, ist sie immer noch belastend für unsere Gesundheit, wenn wir lange fotografieren.

Vergleich Leistung

Vergleich EOS R5 vs GFX 50SCanon EOS R5
Vollformat
Fujifilm GFX 50S
Mittelformat
Bildqualität++++++
Dynamikumfang++++++
Moirebildung+++o
Hohe ISO++++
Gewicht ++
Autofokus++++
Tierautofokus+++-
Serienbilder++++
Bildpuffer+++o
Bedienung
(subjektiv)
++++++
IBIS +++-
Design++
Sucher-Qualität++++
Schwenksucher-+
Hyperfokaldistanz-+++
Filmsimulationen++++
Preis-Leistung+++++
Kamera kaufen bei CalumetfotoEOS R5GFX 50S

Ich behalte mir vor, die R5 vielleicht einmal später zu einem besseren Preis zu erwerben. Immerhin habe ich noch einige gute Canon-EF-Objektive wie das 100mm Makro, die an der R5 großen Spaß bereiten. Aber von Seiten der Bedienung, Filmsimulationen und des Retrodesigns ist mir Fujifilm so ans Herz gewachsen, dass ich keine Euphorie für die neue Canon EOS R5 empfinden kann. Das ist für mich selbst eine Überraschung, denn ich hätte mir nach Jahrzehnten der professionellen Nutzung von Canon-Kameras vorstellen könne, dass mich die R5 ablenken könnte. Tut sie aber nicht. Was Sie bitte nicht abhalten sollte, sich die hervorragende Kamera zu kaufen. Insbesondere, wenn Sie bereits Canon-L-Objektive besitzen. Denn welchen Canon-Besitzer stört schon ein kleiner Unterschied in der Bildqualität der EF-RF-L-Linsen, der sich lediglich im direkten Vergleich sehen lässt? Die Canon EOS R5 ist eine hervorragende Kamera.

Klare Kaufempfehlung für die Canon EOS R5.

Ebenso klare Kaufempfehlung für die GFX 50S. Die Kamera entschleunigt und spricht andere Fotografen an.

Testfoto Canon EOS R5 mit RF 70-200mm F/2.8 L IS USM

Testfoto Canon EOS R5 mit RF 70-200mm F/2.8 L IS USM

Meine Entscheidung

Nach einer Woche des Tests gab ich die Canon EOS R5 zu meiner Überraschung gerne wieder her und schieße mit meiner viel preiswerteren Fujifilm X-T4 (X-T3, X-T2 und X100S aus dem APS-C-System, genannt X-System) und der GFX 50S (Mittelformat, genannt GF-System). Möchte ich entschleunigt und hochauflösend fotografieren, so nutze ich die Fujifilm GFX 50S, die eine tolle Bildqualität und Bedienung liefert. Immerhin sind die Fujifilm-Objektive beider Systeme qualitativ über jeden Zweifel erhaben. Ich halte tatsächlich Kamerasysteme nur für so gut, wie die Objektive es sind. Und in meinen Augen ist Fuji der weltbeste Objektivhersteller. Allerdings baut Canon wesentlich umfangreichere Brennweiten und hat in der Objektivherstellung ebenfalls großes Know-how. Das EF 100mm Makro ist nur ein Beweis für die Canon-Qualität, ebenso wie viele lange Brennweiten, die TS-E Linsen (die Fujifilm gar nicht anbietet) und auch die neuen RF-Objektive.

Beim hinkenden Vergleich der 3,5 Jahre älteren 50S mit der R5 kommt ein bisschen zu kurz, dass ich mich an die Bildqualität, intuitive Bedienung und die Qualität der Objektive von Fujifilm gewöhnt habe. Ich will nicht sagen, dass Canon das schlechter kann, aber das Empfinden ist hier sehr subjektiv.

Ist die GFX 50S veraltet?

In gewisser Weise ist die GFX 50S veraltet, in gewisser Weise auch nicht. Das hängt wie immer vom Standpunkt der Betrachtung ab. Der Sensor war schon beim Erscheinen der Kamera nicht mehr auf den neuesten Stand der Technik. Dennoch ist er hervorragend. Die Kamera schießt klasse Bilder und hat ausgezeichnete Objektive. Die Tiefe in den Bildern, die ich gerne als Plastizität bezeichne, ist überragend. Nicht jeder sieht diese Plastizität im Bild. Mittelformatfotografen jedoch können den Unterschied entdecken. Ich persönlich sah den Unterschied schon zwischen der 50S und der 5DsR. Erst ein großes Poster kann das Erlebnis bieten. Aber beide Kameras sind sowieso nur dann interessant, wenn Sie größere Poster ausgeben möchten, oder Sie Ihren Kunden diese Auflösung anbieten möchten.

Der Kamerabody der R5 ist wesentlich moderner, so viel ist klar. Wir dürfen gespannt sein, was Fuji als nächstes herausbringt. Wird das eine GFX 50S Mark II sein, die einen IBIS und 10 Bilder pro Sekunde bietet? Vielleicht verwendet auch Fuji in Kürze die CFexpress-Karten für schnellere Serienaufnahmen und längere Bildfolgen. Aber ist das Mittelformat überhaupt für Action, Sport und Wildlife gemacht? Wird der nächste Sensor der GFX 50S Mark II einen größeren Dynamikumfang bieten?

Fujifilm hat mit der GFX 100 immer noch die Nase vorne, wenn es um die höchste Auflösung geht. Das liegt auch am IBIS der GFX 100. Ich vermute Fuji hat auch etwas in der Pipeline, was den Tierautofokus angeht. Aber warten wir das einfach mal ab… :-)

Falsche Kamera gekauft?

Hat jetzt jemand von uns die falsche Kamera gekauft, weil er eine GFX 50S, GFX 50R, Sony Alpha 7, Fujifilm X-T2, XT3, XT-4, Canon EOS 5D Mark IV, Nikon D850, D810, D750 erwarb? Ehrlich gesagt spielt das kaum eine Rolle für die Amateurfotografie, es sei denn man fotografiert Action, Sport oder Tiere in Bewegung. Dann ist die EOS R5 derzeit das Non-Plus-Ultra. Alle Kameras von Olympus, Panasonic, Leica, Nikon, Fuji und anderen Marken können ebenso gute Fotos erstellen, wenn das Auge hinter der Kamera das Motiv gut einfängt.

Viel zu viel Diskussion über Technik verhindert die Diskussion um das Bild. Auch ich bin sehr Technik affin und liebe neue Kameras, aber aus irgend einem Grund bin ich nicht bewegt, die R5 zu bestellen. Vielleicht auch, weil ich extrem zufrieden bin mit der GFX 50S und der X-T4 Kombi. Mehr kann man sich als Fotograf wahrlich nicht wünschen. Bitte lassen Sie uns nicht vergessen, auf welchem Niveau wir mittlerweile reden. Die Qualitäten und Möglichkeiten der 20-50 Megapixel-Kameras ist so gut, dass wir das nicht mehr mit der analogen Zeit vergleichen können.

Die Kamera, die Sie besitzen, wird durch die R5 nicht schlechter. Sie können damit weiterhin sensationellen Fotos schießen, wenn Sie im richtigen Moment drauf drücken und das Motiv sehen. Ich spare mir die Formel über das Können des Fotografen, die wir alle schon so oft gelesen haben.

Der Bedienungskomfort der Canon EOS R5 liegt im Sucher, IBIS, im Autofokus, in der schnellen Serienaufnahme. Die 45 Megapixel benötigen einen sehr schnellen Rechner und sehr viel Speicherplatz und Backup-Aufrüstung. Kaufen Sie eine EOS R5 oder GFX 50S, dann müssen Sie einen Rattenschwanz an Investitionen für die Bildbearbeitung einplanen. Auch die RF-Objektive sind nicht billig.

Sie haben keinesfalls die falsche Kamera gekauft. Alle Kameras der letzten Jahre unterstützen einen guten Fotografen bestens. Mit dem Kauf der R5-Kamera werden Ihre Bilder kaum aussagekräftiger, es sei denn im Bereich Action, Sport und schnelle Tiere.

Investition Kamerasystem – Investition Objektive

Die wahre Investition ist nicht die Kamera, sondern sind die Objektive. Insofern war die Frage „Falsche Kamera gekauft?“ irreführend gestellt. Wir Fotografen können uns immer überlegen, welche Werte unsere Objektive darstellen. Das sind mit den Canon EF-L-Objektiven oder den Fuji GF-Objektiven die wahren Vermögen. Wenn Sie wertvolle Objektive besitzen, dann ist die Frage nach der Kameramarke nicht mehr so relevant. Sie können hervorragende EF-Objektive auch weiterhin an den EOS R-Kameras nutzen. Klar, über kurz oder lang werden Sie das Quäntchen Qualität der neuen RF-Objektive schätzen und diese hinzukaufen.

Bei der Wahl der RF-Objektive ist es wichtig, zunächst das gängigste EF-Objektiv zu ersetzen. Das gängigste Objektive wird vielleicht ein EF 24-105mm F/4 sein, für das Sie ein RF 24-105 mm F/4 kaufen. Es fällt Ihnen sicher leicht, das wichtigste Objektiv im Rucksack herauszufinden. Lightroom offenbart, mit welcher Linse Sie die meisten Aufnahmen erstellen.

Canon RF-L-Objektive Übersicht

Canon RF L ObjektiveBrennweite"L"-Serie
Markt-EinführungUVP €Kaufen bei Amazon oder Calumetphoto
RF 15-35mm F2.8L IS USM15-35 mmL09/20192.499,-RF 15-35mm F2.8 L
RF 24-70mm F2.8L IS USM24-70 mmL09/20192.499,-RF 24-70mm F2.8 L
RF 28-70mm F2L USM28-70 mmL12/20183.249,-RF 28-70mm F2
RF 50mm F1.2L USM50 mmL10/20182.499,-RF 50mm F1.2 L
RF 85MM F1.2L USM85 mmL12/20192.999,-RF 85MM F1.2 L
RF 85MM F1.2L USM DS85mm
(softes Bokeh)
L12/20193.499,-RF 85MM F1.2 L USM DS
RF 24-105mm F4L IS UTM24-105 mmL09/20181.149,-RF 24-105mm F4 L
RF 70-200mm F2.8L IS USM70-200 mmL12/20192.849,-RF 70-200mm F2.8 L
RF100-500mm F4.5-7.1 L IS USM100-500 mmL09/20203.020,87RF100-500mm F4.5-7.1 L
Extender RF 1.4x07/2020583,90Extender RF 1.4x
Extender RF 2.0x07/2020730,12Extender RF 2.0x

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Vergleich Canon EOS R5 versus Fujifilm GFX 50S

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Autor: Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

8 Kommentare

  1. Lieber Peter,
    Herzlichen Dank für einen weiteren aufschlussreichen sowie seriösen Test bzw praxisnahen Vergleich aus der Perspektive eines Profis.

    Das Fazit kann ich nur bestätigen:
    Der Kamera- und Objektivmarkt hat inzwischen ein derart hohes technisches Niveau, daß kaum noch Wünsche offen bleiben – bis auf einen:

    Erfolgreich als Amateur daran zu arbeiten, die enormen heutigen technischen Möglichkeiten durch eigene fotografische Kompetenz überhaupt nutzen zu können.

    Dir einen schönen Sonntag

    wünscht
    DWL

    Beantworten
  2. hallo Peter,
    in der Regel beantworte ich sehr ungern per mail ausführliche Berichte wie von Dir aufgeführt – es führt generell zu langatmigen „Schreibereien“ – besser ist immer das persönliche Gespräch.
    Doch zunächst einmal : Deine Bewertung trifft sehr genau den Vergleich beider Produkte – sei es in Kameratechnik, Produktalter, Aufnahmeergebnis, Kamerahaptik usw… – hier gibt es viele weitere Stichpunkte. Du hast mMn das allermeiste davon getroffen und sehr gut und sachlich korrekt beschrieben – 100% wird man nie erreichen !
    Kameratechnisch habe ich einen sehr vergleichbaren Werdegang – über 45 Jahre die meisten hochwertigen Canon-Produkte verwendet (heute noch im Besitz) – seit 3 Jahren der Umstieg in das Gf-/ und X- System mit sehr viel Invest aus Gründen , dass Canon technisch nichts mehr entscheidend Neues auf den Markt brachte. Durch Fuji fühlte ich mich wieder angesprochen und konnte qualitativ einen deutlichen Schritt nach vorne machen – mit BEIDEN Systemen.
    Das „Abenteuer“ R5 werde ich sicherlich aussitzen und beobachten – außerdem weiß ich als technisch begabter Mensch, dass eine Schwalbe noch lange keinen Sommer macht !!! In der Ruhe liegt die Kraft.
    In weiteren 2 Jahren – oder kürzer – wird auch eine R5 wieder das Nachsehen haben, ganz sicher, schaun wir mal .
    Und nicht zu vergessen : ein neues Klavier macht noch lange keinen Beethoven aus einem – Deine Anmerkung : Viel zu viel Diskussion über Technik verhindert die Diskussion um das Bild.
    Danke für Deine Mühe und weiterhin viel Erfolg

    W.Renz

    Beantworten
    • Hallo Wolfgang, vielen Dank für das Feedback. Ich denke die R5-Kamera muss man mögen, wenn man Wildlife oder Tiere in Bewegung fotografiert. Aber ich denke auch, dass Fuji die Tiererkennung integrieren wird. Das alles ist für uns beide kein Grund zu wechseln. Aber für Canon-Fans, die langen Atem hatten, wird das eine tolle Kamera. Für die allermeisten ist die Kamera recht komplex. Ich denke ein R5-Besitzer kann eine Hilfe in Form eines Fotokurses benötigen.
      Sowohl der R5, als auch der GFX muss man gerecht werden, sonst lohnt sich nicht das viele Geld.
      Herzlich, Dein Peter

      Beantworten
  3. Lieber Herr Roskothen,

    mit großem Interesse lese ich immer Ihre Erfahrungsberichte und Bewertungen – vielleicht auch deswegen, weil Sie mich in meiner eigenen Meinung hundertprozentig bestätigen (sowas liest man bekanntlich besonders gern). Aber unabhängig davon sind Sie der (vermutlich) einzige, der sich nicht von den Sprüchen und den Werbeetats der Hersteller beeinflussen lässt. Das allein verdient schon höchste Anerkennung!

    Übrigens fotografiere ich schon seit über 60 Jahren und bin auch bei Nikon (jetzt Z7) und Fuji (jetzt X-PRO 2) gelandet. Und da geht es mir auch wie Ihnen: Das Schleppen der Vollformat-Objektive wird langsam mühsam. Meine Zukunft sehe ich daher bei Fuji, momentan wäre es die X-T4 und nicht mehr die verkorkste X-Pro 3 als Nachfolgekamera.

    Bitte machen Sie weiter so!

    Herzliche Grüße
    Peter Albrecht

    Beantworten
  4. Werter Herr Peter Roskothen,

    Toll, das ist ein wirklich guter Vergleich. Ihr Review über die EOS R5 von letzter Woche hat mir bereits gefallen. Nach Contax, Nikon und Canon (Tagen,Wochen und Jahren in der Dunkelkammer und am Scanner) in der analogen Fotografie habe ich seit 2003 digital mit Canon gearbeitet. Nach langem Warten und vielen Überlegungen bin ich vor einem Jahr aus dem gleichen Grund wie Sie bei Fujifilm XT und GFX gelandet. Wie sie selbst schreiben, behalte ich mir vor, die R5 vielleicht einmal später zu einem besseren Preis zu erwerben. Immerhin habe ich noch einige gute Canon-L-Objektive. Wie Sie selbst schreiben, sind wir nicht mehr in der analogen Technologie unterwegs. Aber auch mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln haben wir gute Bilder gemacht. Herr Wolfgang Renz (siehe obigen Komentar) hat den Nagel auf den Kopf getroffen. „Und nicht zu vergessen: ein neues Klavier macht noch lange keinen Beethoven“. Vielen Dank für den Bericht.

    Mit freundlichen Grüssen,

    Alan

    Beantworten
  5. Lieber Herr Roskothen,
    ich verfolge als reiner Amateur Ihre guten Newsletter mit viel Interesse. ich bin selbst nach Canon APS-C, APS-H und FF (Queen Mum) letztendlich bei mft gelandet (Pana G9) da ich maximal auf 60×80 ausbelichte. Gewicht war auch bei mir das Hauptproblem, nach kleineren Gehäusen ist es aber dann doch die G9 geworden, da das Gehäuse nicht die Hauptlast im Fotorucksack ist. Ihr Bericht über die neue EOS R5 ist sehr neutral und analytisch geschrieben, überraschend fand ich Ihre Bemerkung zum Bildformat, in einschlägigen Foren wird mft meist wegen des 4:3 Formats angegriffen, endlich ist mit Ihnen mal ein Fan von 1:1 vorgetreten, dieses Format hat schon seine Reize und dann wird eben nicht soviel Auflösung verschenkt. Ich werde weiter Ihre Tests mit Aufmerksamkeit lesen, Fuji war meine erste Digitalkamera und hat mich auch mit den kompakten Modellen lange begleitet. Aber als Amateur kann man sich zwei Systeme nicht leisten bzw. wird die „Regierung“ einschreiten. Bitte weiter so!!
    Gruß
    Michael

    Beantworten
  6. Lieber Herr Albrecht, Alan und Michael,

    vielen Dank für das sehr konstruktive Feedback. Ich bekomme so viele nicht konstruktive Meldungen, die sich nur produzieren wollen, dass Ihre drei Rückmeldungen sehr positiv auffallen. Vielen Dank dafür!

    Michael, Sie finden hier noch einen interessanten Artikel:
    https://www.fotowissen.eu/quadratische-bilder/

    Herzlich,
    Ihr Peter

    Beantworten

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