Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Test Silver Efex Pro 2 – Schwarzweiß

Testbericht Farbfotos in Schwarzweiß Fotos wandeln

Silver Efex Pro 2 von Nik Software schwarzweiss Filter Photoshop LightroomMit der Version 2 von Silver Efex Pro verspricht uns der Hersteller Nik Software 10 interessante Neuerungen der Software.Ein Testbericht zum beliebten Schwarzweiß-Plugin:

In der Installationsdatei findet sich auch eine Dokumentation „Getting Started.html“, die in verschiedenen Sprachen – auch auf Deutsch – zu lesen ist. Diese Datei leitet uns auf die Internetseite des Herstellers und bietet dort eine nicht nur hervorragende deutsche Dokumentation, sondern auch englischsprachige Videos für die Bedienung der Software.

Tatsächlich, so können wir vorausschicken, hat die neue Version Silver Efex  diverse noch bessere Möglichkeiten ein Schwarzweiß Foto zu erzeugen als uns die Vorgängerversion ohnehin schon bot.

Kritik Silver Efex Pro 2

Beginnen wir mit dem wohl größten negativen Kritikpunkt: die gespeicherten Benutzereinstellungen von der Vorgängerversion werden bei der Installation von Version 2 nicht übernommen und können auch nicht importiert werden. Damit verliert der Nutzer der Vorversion seine gesamten persönlichen Favoriten. Die einzige Möglichkeit diese zu übernehmen liegt im Abschreiben sämtlicher Einstellungen der persönlichen Favoriten und übertragen in die Version 2 von Silver Efex Pro.

Dazu eine kleine Hilfe: Öffnen Sie die Software Silver Efex Pro 2 in der installierten Programmversion. Öffnen Sie parallel Photoshop und hier ein Foto Ihrer Wahl. Klicken Sie im Menü „Filter – Nik Software – Silver Efex Pro“ auf die alte Version des Plugins (ist nach Upgrade noch vorhanden). Wählen Sie links Ihre erste persönliche Voreinstellung und gehen rechts in die Einstellungen.
Jetzt können Sie zwischen alter Version und neuer Version hin und her wechseln und so Ihre Benutzereinstellungen für jede gespeicherte Version übertragen. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt die einzige Möglichkeit Ihre Arbeit zu übernehmen. NIK Software liefert auf Nachfrage für diese suboptimale Lösung die Erklärung in den neuen Einstellungen der Software, die leider nicht alle 1:1 übertragbar sind. Somit wird auch der Import alter Einstellungen nicht angeboten. Ein Manko, wie wir finden.

Oberflache Voreinstellungen Silver Efex Pro 2Die neue Benutzeroberfläche des Schwarzweiß-Plugins hat sich nicht wesentlich verändert. Ein neuer Slider auf Seite der Voreinstellungen und viele neue Einstellmöglichkeiten für Schwarzweiß sind aber vorhanden. Immerhin sind die alten, programm nternen Voreinstellungen der Version 1 noch da. Diese wurden sogar um ein paar mehr Einstellungen ergänzt von 29 auf aktuelle 38 Möglichkeiten und unterteilen sich jetzt in „Modern“, „Klassisch“, „Vintage“ und „Favoriten“.

Eigene Voreinstellungen sind in einem separaten Reiter sofort und ohne Scrollen zugänglich. Leider sind sämtliche Unterschriften unter den Voreinstellungen zu klein geraten und nur für junge Menschen gut lesbar. Beide Seitenleisten – links die Favoriten, rechts die Einstellungen – lassen sich sowohl individuell als auch über den Tabulator gemeinsam ausblenden und wieder einblenden. Das maximiert das Foto zur besseren Betrachtung auf dem Monitor.

Dynamische HelligkeitAber jetzt zu den wirklich interessanten und (teils zunächst) verborgenen Möglichkeiten der Schwarzweiss-Entwicklung. Unter dem  Slidern „Helligkeit„, den man wie gewohnt einstellen kann um sein Foto heller oder dunkler einzustellen, hat man mehr Möglichkeiten der Bildveränderung durch die Trennung in Spitzlichter, Mittentöne und Schatten. Mit den drei Reglern kann man Lichter von anderen Partien getrennt aufhellen oder abdunkeln. Auch die anderen Bereiche kann man individueller verändern.
Unter diesen drei Einstellungen finden wir einen Slider für die Einstellung der „Dynamischen Helligkeit“. Dahinter verbirgt sich eine veränderte Helligkeitsregelung über die verschiedenen Bereich Hell/Mittel/Dunkel. Beim dynamischen Abdunkeln werden Spitzlichter erhalten, beim dynamischen Aufhellen werden Tiefen erhalten.

KontrasteinstellungenÄhnliche Verbesserungen gibt es beim Kontrastregler, den Sie wie gewohnt für ein weicheres oder härteres Ergebnis verändern kann. Jedoch sind darunter noch die Möglichkeiten „Weiß verstärken“, „Schwarz verstärken“ sowie „Weicher Kontrast“ hinzugekommen. Diese Einstellungen sind wirklich extrem interessant, da hier die schwarz-weiss-Gradiationskurve individuell und einfach veränderbar wird.

Bekannt sind uns bereits aus der Vorgängerversion die Möglichkeiten schwarzeweiße Filmtypen zu wählen oder selber das Korn und die Empfindlichkeit des Filmes zu simulieren. Wenn Sie die drei Reiter „Körnung“, „Empfindlichkeit“, „Tonwerte und -kurven“ öffnen können Sie die Voreinstellungen von Filmen wie dem Ilford HP5 Plus 400 genau ansehen und für Ihre Anwendungen anpassen. Das ging auch schon in der Vorgängerversion und soll nur ein Tip sein.

Was sich vorher unter „Stilisieren“ verbarg, ist jetzt im Reiter „Abschließende Anpassung“ zu finden. Hier sind Einfärbungen (Ambro und Cyan) hinzugekommen. Die wirkliche Neuerung findet sich im Reiter „Bildränder“ mit denen man schicke schwarze oder weiße Ränder dem Foto hinzufügen kann. Wendet man diesen Filter mehrfach hintereinander an, kann man ganz einfach einen äußeren weissen Rand und einen inneren schwarzen Rand erzeugen. So ein Rand sieht schick aus und die Kombination lässt sich mit Photoshop auch als Aktion programmieren.

Protokoll im VergleichHinzugekommen ist auch ein Protokollverlauf, die oben links im Menü angewählt wird und uns ganz einfach alle Bearbeitungsschritte zurück gehen lässt. Interessant wird das im Vergleich von dem alten Foto zum neuen (Vorschau Side-by-Side oder Vorschau unterteilen). Dann kommt ein kleiner orangener Protokollreiter hinzu, mit dem man gut sehen kann, wie sich das Foto bis zum letzten Ergebnis verändert hat.

Fazit: Die Ergebnisse der Schwarzweiß-Software können sich sehen lassen. Für mein Gefühl gibt es momentan keine bessere Software zur Schwarzweiß-Entwicklung von digitalen Fotos. Die kamerainterne monochrome Entwicklung kann zwar ein gutes Gefühl für das fotografierte Motiv auf dem Display geben, jedoch ergibt die individuelle Entwicklung aus einem einem 16 Bit-Tif Foto mit Silver Efex P. 2 das beste Ergebnis. Die Neuerungen der Software machen ein Upgrade für Schwarzweiß-Fans lohnenswert.

Silver Efex Pro 2
Wenn Sie in Lightroom über das Menü „Foto – bearbeiten in – In Silver Efex Pro 2 bearbeiten“ gehen, dann wählen Sie nicht nur ein 16 Bit Foto, sondern für maximalen Erfolg auch den Adobe RGB Farbraum.
Wenn Sie Bildränder hinzufügen, dann können Sie mehrere Ränder kombinieren, indem Sie diese Ränder erzeugen, den Vorgang abschließen (berechnen) und dann das Programm wiederum aufrufen und einen weiteren Bildrand hinzufügen. Das ganze können Sie in Photoshop als Aktikon sichern.
In den Einstellungen können Sie je nach Grafikkarte die GPU-Unterstützung anwählen. Hier erhalten Sie die beste Verarbeitungszeit der Software.

In eigener Sache: Fotokurs mit Peter Roskothen

Meine Fotokurse sind immer individuell, damit Sie genau das lernen, was Sie möchten. Als Einsteiger können Sie folgende Inhalte lernen:

  • Einfach VerständlichKameratechnik
  • Blende
  • Belichtungszeit
  • Belichtungskorrektur
  • ISO
  • Tiefenschärfe
  • Blitzen und Aufhellen
  • Perspektive und Tiefe
  • Fotogestaltung
  • Fotorecht
  • Bildbearbeitung
  • Schwarzweiß-Wandlung
  • Schwarzweiß-Fotografie (auch Silver Efex)
  • Bildarchivierung
  • und vieles mehr…

Es ist gleich welches Lieblingsthema Sie haben: Schwarzweiß, Familienfotos, Portraits, Tierfotos, Sportfotos, Naturfotos, Landschaftsfotos, Makrofotos, Stillleben, Architekturfotografie oder andere Themen der Fotografie. Ich gehe genau auf Ihre Interessen und Ihr Know-how ein. Immer gehört eine Fotoexkursion oder gemeinsames Fotografieren zum Fotokurs dazu.

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© Peter Roskothen Fotograf und Fototrainer Fotokurse zu Silver Efex Pro 2

  • Bewertung der Redaktion

  • bewertet 4.5 Sterne

    • Silver Efex Pro 2
    • Bewertung von:
    • Veröffentlichung am:
    • Letzte Änderung: 19. November 2017
    • Qualität
      Redakteur: 90%
    • Geschwindigkeit
      Redakteur: 70%
    • Bedienung
      Redakteur: 80%

    Zusammenfassung: Hervorragende Schwarzweiß Software, die Fotos nicht nur hervorragend wandelt, sondern auch Filmarten aus analogen Zeiten simuliert. Ebenfalls möglich sind Monochrome Fotos mit Sepia oder anderen Farbtönungen.

    Autor: Peter Roskothen

    Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

    Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

    Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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