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Test Leica M Monochrom – Die Schwarzweiß Kamera

Test Leica M Monochrom – Die Schwarzweiß Kamera. Testbericht der digitalen Messsucherkamera. Der Mythos Leica lebt und es wurde Zeit, sich dieser besonderen Schwarzweiß-Kamera zu widmen. Ein Bericht mit vielen Facetten, einem Video und Leica Monochrom Testbildern:

Test Leica M Monochrom Typ 246 - Leica Monochrom Kamera

Foto oben: Test Leica M Typ 246. Dieser Artikel “Test Leica M Monochrom – Die Schwarzweiß Kamera” wurde zuerst im November 2018 veröffentlicht und im Jahr 2024 für Sie ergänzt.

Test Leica M Monochrom Typ 246

Ein Test der Leica M Monochrom-Kamera lag mir am Herzen. Immer schon wollte ich gerne mit einer Kamera fotografieren, die ausschließlich und besonders gut schwarzweiß aufnehmen kann. So hat die M Monochrom tatsächlich ausschließlich einen Schwarzweißsensor, der ohne Farbfilter und ohne Tiefpassfilter auskommt. Die Besonderheit dabei ist, dass es außer von PhaseOne keine andere reine Schwarzweißkamera gibt. Um das Ergebnis des Schwarzweißsensors vorwegzunehmen: Die Bildergebnisse sind hervorragend.

Es gibt viele Besonderheiten dieser digitalen Leica Monochrom Messsucherkamera. Es ist nicht nur die Tatsache, dass die Aufnahmen unbunt aus der Kamera herauskommen, sondern auch, dass die Kamera auf besondere manuelle Objektive zurückgreift und ein entsprechendes Messsuchersystem bietet. Man schaut durch einen rein optischen Sucher (nicht elektronisch), welcher versetzt neben dem Objektiv Platz findet. Dieser Messsucher passt sich durch eine hochwertige Mechanik in der Kamera auf das entsprechende Objektiv an, welches man vor die Kamera setzt.

Ausführlicher Testbericht – Video Leica M Monochrom

Dieses Video ist mal etwas ganz anderes, als Videos oder Rezensionen es normalerweise sind. Bei dem Test der Digitalkamera war ich hin- und hergerissen zwischen Abneigung und Zustimmung zur M Monochrom. Daher habe ich zunächst alle Fakten geklärt und dann zunächst der Sicht des negativ Kritischen, später aus der Sicht des Leica-Fans berichtet. Ich hoffe so der Kamera am besten gerecht zu werden:

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Die Leica M-Objektive

Leica bietet für die Messsucherkameras der M-Baureihe, rein mechanische Objektive ohne Autofokus mit Brennweiten von 16 mm bis 135 mm. Diese Objektive hören auf so unglaubliche Namen wie Leica Noctilux-M, oder Summilux-M. Mit im Sortiment sind extrem lichtstarke Linsen, von F/0,95, F/1.25 oder F/1.4. Selbstverständlich sind es genau diese Linsen, die für Available-Light-Fotografie besonders gut geeignet sind. Die Linsen werden, wie die Kameras auch, in Deutschland hergestellt und tragen das Qualitätssiegel “Made in Germany”.

Video Leica Objektive

In diesem Video sieht man die Liebe und Energie, die das Unternehmen in die Objektive-Fertigung steckt:

Die Technischen Daten Leica M Monochrom Typ 246

  • Messsucher-Systemkamera mit Schwarz-Weiß-Sensor
  • Vollformat oder Kleinbildkamera mit 24 Megapixeln
  • Leica M Monochrom ohne Farbfilter und Tiefpassfilter – ausschließlich Luminanzwerte (Helligkeiten)
  • Leica M-Objektive von 16 bis 135 mm.
  • ISO 320 bis ISO 25.000
  • Verschlusszeiten bei Zeitautomatik (A) stufenlos von 60 s bis 1/4000 s.
  • Serienaufnahme: 3Bilder pro Sekunde, 30 Bilder in Folge
  • DNG™ (Rohdaten), wahlweise unkomprimiert oder komprimiert (verlustfrei), JPG
  • Manuelle Belichtung oder Zeitautomatik
  • Leuchtrahmen-Messsucher mit automatischem Parallaxenausgleich
  • Deckkappe und Bodendeckel aus Messing
  • Glas LCD-Monitor (3 Zoll / 7,6 cm) aus Saphirkristall – elektr. Wasserwaage
  • Orange, Grün, Gelbfilter vor Objektiven möglich
  • LiveView mit 3-Zoll-Monitor
  • Video in 1080 FHD, 24/25 fps
  • Bildfeldwähler (Kontrolle anderer Brennweiten)
  • Gewicht mit Summilux-M 35mm F1.4 etwa 1.000 Gramm (inkl. Batterie)
  • UVP Body EUR 7.450,-, Summilux-M 35mm F1.4 EUR 4.800,-, Gesamt EUR 12.250,-

Der Schwarzweißsensor

Der Schwarzweißsensor wird laut Auskunft von Leica in Europa gefertigt. Er besitzt weder einen Farbfilter noch ein Tiefpassfilter. Dadurch ist er in der Lage, ausschließlich Dominanz (Helligkeiten) wahrzunehmen. Dies führt letztendlich dazu, dass die Kamera erstens ausschließlich Schwarzweiß und zweitens, dass sie dies mit einer besonderen Dichte und Kontrastumfang aufnehmen kann. Der monochrome Sensor liefert seine Ergebnisse mit 14 Bit Tiefe an den Computer. Es gibt derzeit nur eine einzige andere Schwarzweißkamera von PhaseOne, die jedoch preislich noch weit über der Leica liegt.

Die Idee von Leica ist absolut einzigartig, da es auf der Welt Millionen von Schwarzweißfotografen gibt, die auf eine solche Kamera warten. Alle anderen Firmen, sei es Canon, Nikon, Sony, Fujifilm, Panasonic oder Olympus haben nichts Gleichwertiges zu bieten.

Der Messsucher

Der Fotograf schaut bei der Schwarzweißkamera durch einen rein optischen Sucher, der nichts mit einem elektronischen Sucher, oder dem einer Spiegelreflexkameras zu tun hat. Der Messfeldsucher der Leica M Monochrom liegt versetzt vom Objektiv und hat einen Parallaxenausgleich. Das bedeutet, wenn der Fotograf am Objektiv die Schärfe verändert, wandert der Leuchtrahmen im Sucher entsprechend der Entfernung nach links, rechts, oben oder unten. Das tatsächlich aufgenommene Bild wird in einem mit roten Strichen markierten Bereich angezeigt, welcher sich entsprechend der angesetzten Brennweiten verändert. Manuelles Scharfstellen ist überaus schwierig und mühsam, da ein winziges Feld in der Mitte des Messfeldsuchers zur Überlappung gebracht werden muss.

Mir fiel es beim Test einige Male sehr schwer, ein scharfes Bild zu produzieren. Ich bin später dazu übergegangen, die Entfernung zu schätzen und mithilfe der Meterangabe auf dem Objektiv einzustellen. Das kann aber nicht der Sinn eines Suchers sein, wie ich finde. Zuletzt hatte ich Herbstfotos mit der Kamera belichtet. Dabei wusste man vor lauter Blättern nicht mehr, welches man durch das manuelle Ändern der Schärfe am Objektiv zur Übereinstimmung bringen musste.

Test Leica M Monochrom – Die Schwarzweiß Kamera
Test Leica M Monochrom Typ 246

Der Messsucher liefert im Vergleich zu einem modernen elektronischen Sucher oder einem Sucher einer Spiegelreflexkameras extrem wenige Belichtungsdaten. Im Grunde sind es ausschließlich die Belichtungszeit und bei Aktivierung der Belichtungskorrektur auch kurzzeitig der entsprechende Korrekturwert. Leica Fans werden dies vermutlich “puristisch” nennen.

Und dann noch der größte Nachteil dieses Suchers: ausgerechnet bei einer Schwarzweißkamera, macht es überhaupt keinen Sinn durch einen Sucher zu schauen, der ein farbiges Bild abliefert. Möchte ich schwarzweiß denken und fotografieren, so ist es wesentlich einfacher, mit einem elektronischen Sucher zu arbeiten, der mir das Bild schon vor der Aufnahme unbunt anzeigt. Zwar kann ein Schwarzweißfotograf, der sein Leben lang Schwarzweiß fotografiert, ein Motiv sofort erkennen und auch mit dieser Kamera festhalten. Dennoch ist es viel sinnvoller das Bild schon durch den Sucher Schwarzweiß anzusehen.

Immerhin gibt es bei Leica einen aufsetzbaren elektronischen Sucher als Zubehör für die Kamera (UVP EUR 400,-). Leider hatte ich nicht das Glück, diesen elektronischen Sucher testen zu dürfen. Abgesehen davon ist es bei aufgestecktem elektronischen Sucher nicht mehr möglich, den Blitzschuh für einen Systemblitz zu verwenden.

Akku und SD-Karte

Der Akku der M Monochrom ist mit 1.800 mAh hervorragend für sämtliche Fotoausflüge gerüstet. Ich konnte bei meinem Test mit diesem Akku über mehrere Tage fotografieren, ohne ihn laden zu müssen. Weder der Akku noch das Ladegerät sind Made in Germany, sondern werden in Asien gefertigt.

Der Karteneinschub bietet ausschließlich einer einzigen SD-Karte Platz. Es gibt also keine zusätzliche Sicherheit mit einer zweiten Speicherkarte, wie bei anderen Kameraherstellern.

Bei angesetzter Stativschnellwechselplatte wird es schwierig auf den Akku und die SD-Karte zuzugreifen. Zunächst muss eine angeschraubte Schnellwechselplatte dann gelöst werden. Erst danach erhält der Fotograf Zugang zu Akku und SD-Karte.

Display

Die digitale Schwarzweißkamera ermöglicht mit einem 3 Zoll großen (7,6 cm) Display, eine übersichtliche Menüstruktur zu verwenden. Das Display ist eigentlich ein Farbdisplay, was man herausfindet, wenn man sich die Menüs anschaut. Bei Wiedergabe liefert es einen guten Einblick in die aufgenommenen Bilder. Leider handelt es sich nicht um ein Klappdisplay.

Test Leica M Monochrom Typ 246

Gewicht

Der hervorragenden Bauweise der Kamera und der Präzision des Leica Werks, sind etwa 1 kg Reisegewicht mit dem aufgesetzten 35 mm Objektiv inklusive Akku geschuldet. Der Deckplatte und Bodenplatte sind aus Messing gefertigt. Ich würde dazu raten, einen Zubehörgriff zu montieren, da die Kamera sonst extrem schwierig an der Hand Begleitung findet.

Bildfolge

Bei eingestellten Serienbildern sind drei Bilder pro Sekunde möglich. Die Kamera nimmt etwa 30 Bilder in Folge auf, bevor der Puffer sich weigert, weitere Aufnahmen zwischenzuspeichern. Letztlich ist die Leica M Monochrom aber keine Kamera für Sportfotografie, Wildlifefotografie oder Actionfotografie. Deshalb sind drei Bilder pro Sekunde bei einer solchen Kamera völlig ausreichend.

Test Leica M Monochrom – Die Schwarzweiß Kamera
Die puristische Leica glänzt mit durchdachten Details. Hier der Schalter für Aus – Einzelbild – Serienbild – Selbstauslöser.

Objektiv Leica Summilux-M 1:1,4 / 35 mm ASPH

Das Leica Summilux-M 1:1,4/35 mm ASPH. ist ein manuelles Objektiv mit exzellenter Beschriftung und schöner Anmutung. Leider hat es mit 46 mm einen sehr ungewöhnlichen Filterdurchmesser. Es lässt sich mit gutem Widerstand einstellen, sowohl was die Blendenzahlen als auch die Schärfeführung angeht. Die Schärfentiefe lässt sich an einer entsprechenden Skala perfekt ablesen. In meinen Tests erschien es mir nicht schärfer als ein Objektiv anderer Hersteller. Die sehr große Vignetten bei Offenblende F1.4 unterstreicht zwar den wunderschönen Bildcharakter der Kamera, überraschte mich aber dennoch.

Test Leica Summicron-M 35mm F/1.4
Test Leica Summilux-M 35 mm F/1.4.

Für die Nutzung der Offenblenden der Leica Objektive (F/0,95, F/1.25, F/1.4) an hellen Tagen in Kombination mit der Schwarzweißkamera Leica M Monochrom sollte der Fotograf einen ND-Filter mit sich führen, da die Digitalkamera eine kürzeste Verschlusszeit von 1/4000 s anbietet.

Jedem dürfte klar sein, dass Zoomobjektive wesentlich schwieriger zu fertigen sind. Da diese Festbrennweite überdies noch auf einen Autofokus verzichtet, ist mir nicht klar, warum man für diese Linse Euro 4.800 zahlen soll. Das scheint mir ein echter Liebhaberpreis zu sein.

Ich persönlich fotografiere sehr gerne auch einmal näher am Motiv. Leider konnte ich bei meinen Ausflügen kein einziges Makrofoto erstellen, da das 35 mm Summilux erst ab 70 cm scharf stellt. Selbstverständlich sind Makrofotos mit einer Messsucherkamera ohnehin nur eingeschränkt möglich. Dabei wäre aber zumindest das Display im Live-Modus hilfreich.

Video

Die M Monochrom kann Full-HD-Videos mit 24 oder 24 Bildern pro Sekunde aufnehmen.

Vergleich der Bildqualität

Ich habe die Qualität der Schwarzweißbilder verglichen. Die M Monochrom lag dabei gegenüber einer Fuji Film X-T3 leicht vorn, fiel aber hinter eine Canon 5D SR mit aufgesetztem Canon Objektiv EF 35 mm F/2 zurück. Auch dem Vergleich mit einer GFX 50S bei verwendetem GF 32-64 mm F4 konnte die Kamera Made in Germany nicht bestehen. Für den Vergleich hatte ich ein und dieselbe Szene mit gleichen Brennweiten (umgerechnet) bei Blende F/8 belichtet. Die Bildvergleiche können Sie hier herunterladen. Alle Bilder habe ich bei 16 Bit Tiefe und gleicher Auflösung bereitgestellt. Die Bilder der drei anderen Kameras wurden dementsprechend heruntergerechnet (Lightroom Classic CC) auf die gleiche breite Pixelzahl der Leica M Monochrom. Sie wurden ansonsten ausschließlich auf eine fast identische Helligkeit gebracht, in Lightroom einfach auf Schwarzweiß gestellt und nicht weiter bearbeitet.

Alle Bilder wurden ohne Bildstabilisator vom Stativ aus geschossen. Verwendet wurden bei diesem Vergleich alle Aufnahmen bei ISO 320 (niedrigste ISO der Leica):

Der Download der Testfotos dient ausschließlich dem Vergleich der Bildqualitäten. Die Bilder dürfen weder veröffentlicht noch anderweitig genutzt werden, als zum Vergleich. Danach sind die Fotos wieder zu löschen. Die Fotos dürfen nicht weitergeben oder in irgendeiner Form veröffentlicht werden. Diese Vergleichsbilder sind von den vier Kameras mit der niedrigsten möglichen ISO bei F/8 belichtet:

Download Vergleichsfotos >>

Kauf M Monochrom, die Preise (UVP)

Die UVPs der Vergleichskameras:

  • Leica M Monochrom EUR 7.450,-, Summilux-M 35 mm F1.4 EUR 4.800,-, gesamt EUR 12.250,-
  • 5DsR EUR 3.700,-, mit 35 mm F1.4 EUR 1.500,-, gesamt EUR 5.200,-
  • GFX 50S EUR 7000,-, mit GF 45 mm F2.8 EUR 1.800,-, gesamt EUR 8.800,-
  • X-T3 EUR 1.500,-, mit XF 23 mm F1.4 EUR 900,-, gesamt EUR 2.400,-

Fazit Leica M Monochrom

Derjenige unter ihnen, der mit dem Gedanken spielt, sich diese Schwarzweißkamera zu kaufen und bereits eine digitale Spiegelreflexkamera oder spiegellose Systemkamera nutzte, wird einige Einwände haben:

Nachteile M Monochrom im Test

  • Buntes Bild durch Sucher hilft nicht beim schwarzweiß denken.
  • Wenige Daten im Sucher – elektronischer Sucher nur optional.
  • Extrem schwieriges Scharfstellen.
  • Extrem schwierige Belichtung dank mittenbetonter Messung.
  • Bodenplatte verhindert bei Verwendung von Stativschnellwechselplatte den einfachen Austausch von Akku und Speicherkarte.
  • Kein Klappdisplay.
  • Schwer.
  • Unhandlich, keine Griffmulde.
  • Unpraktisch – kein AF, keine schnelle Bildfolge, kein Bedienungskomfort wie bei anderen Kameras.
  • Bildqualität nicht besser als von einer Canon 5DsR, oder Fujifilm GFX 50S.
  • Warum muss ein Objektiv mit 35 mm F1.4 ohne AF EUR 4.500,- kosten?
  • Belichtungszeiten bis 1/4000 Sekunde (kürzester Verschlusszeit) erfordern die Mitnahme von ND Filtern.
  • Warum muss die Kamera so teuer sein?

Den Leica Fan werden die leichten technischen Einschränkungen der Leica M Monochrom sicherlich nicht stören. Ein Leica Fan wird vermutlich positiver reagieren:

Vorteile M Monochrom im Test

  • Einzige TRAUMkamera, die rein schwarzweiß aufnimmt! (Ausnahme Phase One) Tolle Idee der Monochromen Kamera!
  • Mythos Leica.
  • Traumkamera mit wunderschönem Aussehen – Schlichtes und anmutendes Design.
  • Die Kamera motiviert mich.
  • Tolle Verarbeitung, beste und hochwertigste Mechanik Made in Germany.
  • Hervorragende Optiken.
  • Unauffällige Straßenkamera.
  • Tolle Entschleunigung mit Konzentration auf das Motiv.
  • Hochwertige Mechanik, alles manuell.
  • Schlichtes Konzept mit wenigen Knöpfen.
  • Wunderbare Bedienung der Blende am Objektiv und Zeit oben auf Kamerarücken.
  • Einfache Belichtungskorrektur mit Wahlrad.
  • Einfaches und übersichtliches Menü.
  • Ein-/Ausschalter ist bestens konzipiert für Einzelaufnahmen, Serienaufnahmen und Selbstauslöser.
  • Endlich Messsucher! – Wenn ich ein SW-Motiv sehe, dann drücke ich ab, kein anderer Sucher notwendig.
  • Wunderschöne Fotos als RAW oder JPG. Beste SW Qualität auch bei hohen ISO Werten!
  • Hoher Wiederverkaufswert – aber wer will so eine schöne Kamera schon verkaufen!
  • Andere kaufen Ferrari, teure Felgen für 10.000, eine Armbanduhr für 15.000,- ich kaufe Leica und habe ein tolles Hobby!
  • Mit dieser Kamera ist endlich wieder Fotokunst möglich.
  • Mythos Leica – Nachdenken und etwas Besonderes bekommen. Andere fotografieren eben nur mit asiatischen, Blechkisten ohne Seele.
  • Diese Kamera hat eine Seele.

Testbilder der Schwarzweiß-Kamera

Mein persönliches Fazit zur Leica Schwarzweißkamera

Ich kann verstehen, dass Leica Fans die Kamera lieben. Leica ist einer der zwei Hersteller, welche aus der Box heraus denken und eine reine Schwarzweißkamera anbieten. Die Kamera belichtet ausgezeichnete Schwarzweißergebnisse. Mit der mechanischen Bedienung kann sich der Fotograf entschleunigen und beim Fotografieren meditieren. Vor allem kann er sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren: Das Motiv und das Schwarzweißfoto.

Test Schwarzweiß Kamera Leica M Monochrom Typ 246
Test Leica M Monochrom Typ 246.

Die Investition lässt sich mit der hervorragenden Verarbeitung der Kamera und dem hohen Wiederverkaufswert argumentieren. Letztlich muss man aber keine Argumente finden, wenn man sich in eine Kamera verliebt hat. Viele unserer Kaufentscheidungen sind Emotionsentscheidungen. Im Vergleich zu einer Leica Digitalkamera sind alle anderen Marken schließlich nur Reiskocher, die keine eigene Seele haben. Wenn ein Unternehmen so viel Liebe in die Entwicklung und Fertigung steckt, dann kommt eben auch etwas sehr Wertvolles dabei heraus.

Es ist überhaupt kein Problem, diese Kamera als einzige Kamera in seinem Leben zu nutzen. Sie ist klein, unauffällig und für die Straßenfotografie wie geschaffen. Es gelingen außerdem brillante Porträts, Landschaftsaufnahmen, Hochzeitsfotos, Architekturfotos, Technikfotos oder künstlerische Aufnahmen.

Alle Einwände gegenüber der etwas behäbigen Technik aus dem Jahr 2015, werden durch die exzellenten Schwarzweißbilder in den Hintergrund gedrängt. Einzig der Blick durch den rein optischen Sucher, der uns ein farbiges Bild ans Auge liefert, passt nicht zu dieser Schwarzweißtechnik. Hier sind spiegellose Systemkameras wie eine Fujifilm deutlich im Vorteil, da sie ein reines Schwarzweißbild ohne Parallaxenversatz im Sucher anzeigen. Aber auch diesem Argument lässt sich entgegentreten, dass ein geschulter Fotograf ein Schwarzweißmotiv jederzeit, auch ohne den Sucher seiner Kamera, erkennen wird.

Leica-Fans wird es auch freuen, genau wie in alten Zeiten Gelbfilter, Orangefilter oder Grünfilter vor die Objektive schrauben zu dürfen. Wer diese Kamera mit einem Leder-Trageband oder eine entsprechend schönen Fototasche mit sich führt, der wird sicherlich wunderschöne Schwarzweißbilder mit nach Hause bringen.

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Test Leica M Monochrom – Die Schwarzweiß Kamera


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Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

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