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Test Fujfilm XF8-16mm 1:2,8 XF R LM WR – Testbilder und Video

Artikel ursprünglich verfasst am 7. Februar 2019

Das Fujfilm XF8-16mm 1:2,8 XF R LM WR ist ein Superweitwinkel-Zoomobjektiv, welches ins Kleinbild übersetzt eine Brennweite von 12-24 mm abdeckt. Damit ist das Objektiv prädestiniert für die Landschaftsfotografie und Architekturfotografie. Wie gut ist das Objektiv nun wirklich?

Fuji XF 8-16mm F2.8

Test Fujifilm XF8-16mm

Ich durfte das Weitwinkel Zoomobjektiv im Winter testen. Dabei nahm ich es mit in den Schnee, wo es sehr Weitwinkelaufnahmen erstellte. Meine Erfahrungen zeigen, dass man ständig durch den Sucher der Kamera schauen muss, um die extremen Blickwinkel des Objektivs zu prüfen. Das Auge und der Kopf können sich diese sehr weitwinkligen Perspektiven kaum vorstellen. Deshalb eignet sich ein solches Superweitwinkel auch unter anderen Fotogenren für die Gebäudefotografie und die Innenarchitektur.

Video Testbericht Fuji XF8-16mm

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Verarbeitungsqualität

Die Verarbeitungsqualität des XF8-16 mm ist hervorragend. Das Objektiv mit dem roten XF Label auf der Seite macht einen sehr wertigen Eindruck. Der Objektiv Deckel ist besonders geformt, um über die festverbaute Sonnenblende gestülpt werden zu können. Der Blendensring läuft leicht und mit sehr gutem Widerstand. Das gleiche gilt für den Zoomring. Einzig der einstellen Ring für die Schärfe ist sehr leichtgängig. Das tat meinem Test im Winter überhaupt keinen Abbruch. Das Objektiv ist im Übrigen wetterresistent, d. h. es bringt einen Staubschutz und einen Spritzwasserschutz in Form eines Gummirings zur Kamera und weitere Dichtungen am Objektiv mit.

Spritzwasserschutz und Staubschutz beim XF 8-16mm

Schneller Autofokus

Der Autofokus des Objektivs läuft präzise und extrem leise. Allerdings stellte ich bei meinen Aufnahmen überwiegend manuell scharf, da man bei Fujifilm im Sucher die Schärfentiefe als blauen Bereich angezeigt bekommt und somit schnellstens die Hypervokaldistanz einstellen kann. Die Frage stellt sich bei einem solchen Objektiv also, ob es überhaupt einen Autofokus haben muss. Diese Frage stellt sich insbesondere in Bezug auf den hohen Preis der Linse. Immerhin kostet das Objektiv rund Euro 2.000,- und ist nicht nur finanziell kein Leichtgewicht. Es wiegt überdies etwas über 800g und ist damit doppelt so schwer wie das XF 10-24 mm.

Fehlende Bildstabilisierung

Die fehlende Bildstabilisierung (OIS) ist sicherlich kein Grund zu verzweifeln. Zwar bietet das XF 10-24 mm im Gegensatz zum Fujifilm XF8-16 mm dem Fotografen diesen Bildstabilisator an, jedoch wird man bei Weitwinkelobjektiven kaum ein Bildstabilisator benötigen. Entweder fotografiert man wie in der Architekturfotografie vom Stativ, oder man hat genügend Licht um auch eine fünfzigstel oder hundertstel Sekunde verwacklungsfreien aus der Hand zu belichten.

Testfotos Fujifilm 8-16mm Weitwinkel Zoomobjektiv

Offenblende F2.8

Es gibt nur einen einzigen Grund für eine Offenblende 2,8 bei einem Superweitwinkel und das ist die Nachtfotografie oder Astrofotografie. Hier benötigt man kurze Belichtungszeiten um Spuren bei Sternen vermeiden. Ansonsten wäre mir als Verbraucher ein preiswerteres Objektiv mit einer Anfangsblende von F4 lieber gewesen. Immerhin hat man eine maximale Schärfentiefe von unendlich bis 50 cm bereits bei F5.6 und der Fokussierung auf 1 m erreicht. Das Objektiv liefert im Übrigen bei F5.6 auch gleichzeitig die schärfste Abbildung Leistung. Es ist quasi unmöglich, mit dem Objektiv einen unscharfen Hintergrund bei Blende F2.8 zu erreichen. Wozu also diese Offenblende außer für die Nachtfotografie?

Kurze Naheinstelltgrenze

Die Naheinstelltgrenze von nur 25 cm ist hervorragend für makroähnliche Aufnahmen geeignet. Der Fotograf kann ganz nah ans Objekt, was besonders im Falle von Landschaftsaufnahmen sehr vorteilhaft sein kann.

Kein Filterring

Eines der größten Mankos dieses Superweitwinkel Zoomobjektivs ist sicherlich die fehlende Filteraufnahme. Schließlich möchten Landschaft und Architekturfotografen auch mal mit einem Polfilter arbeiten können. Auch das Aufschrauben von Graufilter an (ND Filter) ist hiermit nicht möglich. Selbst verständlich kann es sein, dass bei so stark gewölbt in Frontlinsen ein Filter nicht wirklich vorteilhaft wäre.

Fujifilm XF 10-24mm F4 versus Fujifilm XF 8-16mm F2.8

Fujifilm XF10-24mm F4 – Fujifilm XF8-16mm F2.8

Hohe Bildqualität

Das Fujifilm XF8-16 mm ist nicht nur in Sachen Verarbeitungsqualität, sondern auch in Sachen Bildqualität von hoher Güte. Das Objektiv zeichnet bis in die Ecken scharf und lässt dabei extreme Blickwinkel zu. Auch der Mikrokontrast lässt nicht zu wünschen übrig. Letztlich lässt sich die Linse zwischen der Blende elf 2.8 und F-16 nutzen. Die kleinste Blendensöffnung bei F 22 hingegen wird schon relativ unscharf, auch wenn Sie eine höhere Schärfentiefe liefert. Letztlich wird man so große Blendenszahlen nur benötigen, wenn man längere Belichtungszeiten erwirken möchte.

Bildbeispiele XF8-16mm

Hier Beispiele der Bildqualität anhand der Testfotos zum Fujifilm XF8-16mm. Die Bilder dürfen ausschließlich zum Sichten genutzt werden. Sie dürfen nicht und unter keinen Umständen veröffentlicht werden, dauerhaft gespeichert werden oder anderweitig verwendet werden. Auch das Weitersenden an Dritte ist untersagt:

Unveränderte Testbilder direkt aus der Kamera (rechte Maustaste – Ziel speichern unter)

Fazit Fujifilm XF8-16 mm Weitwinkelzoom

Die sehr gute Bildqualität und Verarbeitungsqualität vom Fujifilm XF8-16 mm Superweitwinkel Zoomobjektiv unterstreicht die gewohnte hohe Objektiv Qualität bei Fujifilm. Die Offenblende von XF 2.8 garantiert auch eine Nutzung der Linse bei Nacht zum Beispiel für die Astrofotografie. Schaut man auf den hohen Preis und das verfügbare Fujifilm XF 10-24 mm, so darf man allerdings die Frage stellen, ob nicht ein Fujifilm XF8 mm F2 zu einem etwas niedrigeren Preis eine idealere Ergänzung des Fujinon Objektivparks gewesen wäre.

Insbesondere das fehlende Filtergewinde am Objektiv könnte den professionellen Fotografen und Fotoamateur für die Landschaftsfotografie und Architekturfotografie enttäuschen. Schließlich lassen sich so auch keine Langzeit Belichtungen mit ND Filtern erstellen. Der hohe Preis des Weitwinkel so muss könnte viele Fotoamateure vom Kauf abhalten. Hoffentlich hält Fujifilm für die Zukunft noch eine 8 mm Festbrennweite parat. Ebenfalls wünschenswert wären Tilt- / Shift-Objektive.

Ob man sich das Fujifilm XF8-16 mm Superweitwinkel oder das Fujifilm XF 10-24 mm Objektiv kaufen möchte, bleibt Geschmackssache und eine Frage des Geldbeutels. Letztlich hat das 10-24 mm Objektiv jedoch den Vorteil des Filtergewindes. Damit stiehlt es dem sogenannten Premium-Objektiv Fujifilm XF8-16mm in vielen Fällen die Schau.

Samyang 12mm F2, Fujifilm XF 10-24mm F4, Fujifilm XF 8-16mm F2.8

von links nach recht: Samyang 12mm F2, Fujifilm XF 10-24mm F4, Fujifilm XF8-16mm F2.8

Meinung zum Fuji XF8-16mm

Test Fujifilm FUJINON XF8-16mmF2.8 R LM WR Weitwinkel-ZoomobjektivMeine persönliche Meinung zu dem Objektiv mag so manchen Leser verwundern, der von mir enthusiastische Fujifilm Rezension gewöhnt ist. Ich persönlich würde das Objektiv kaum kaufen, es sei denn ich hätte sehr viele Aufträge in der Architekturfotografie. Allerdings fotografiert man dort als Profi sicherlich lieber mit hochauflösenden Kameras wie einer Canon EOS 5DsR inklusive Tilt- / Shift-Objektive oder mit einer Fujifilm GFX Mittelformatkamera. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Objektiv sehr häufig über die Ladentheke gehen wird. Mich persönlich enttäuscht die Tatsache, dass Fujifilm nicht stattdessen ein preiswerteres 8 mm F2 auf den Markt gebracht hat. Eine solche Entwicklung wäre vermutlich näher an den Wünschen von Fotografen gewesen.3d Wasserwaage Fotografie

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Test Fujfilm XF8-16mm 1:2,8 XF R LM WR – Testbilder und Video

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

4 Kommentare

  1. Hallo
    eins begreife ich nicht bei Fuji. Die Beispielbilder sind direkt aus der Kamera und knackscharf. Wenn ich mir hier oder woanders RAW Daten zum Testen herunterlade und in Lightroom bearbeite ist die Schärfe gelinde gesagt bescheiden. Bei mir steht ein Kamerawechsel an. Aus diesem Grund tendiere ich eher zum MFT Lager. Vom Vollformat bin ich weg. Ist das Fuji RAW nicht vollkompatibel mit Lightroom? Da ich Bilder sehr intensiv bearbeite ist der RAW Workflow unumgänglich.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Hallo Andreas.

      Die Dateien direkt aus der Kamera liegen häufig im JPEG – Format vor. Diese Dateien werden
      schon kameraintern stärker bearbeitet. ( geschärft, Kontrast erhöht, Farben verstärkt, usw).
      Daher der bessere Eindruck.

      Die RAW – Dateien sind deutlich weniger bearbeitet.
      Lightroom scheint mit den RAW – Fujifilmdateien tatsächlich ein Problem zu haben.
      ( Wenn du mal die Suchmaschine bemühst, wirst du im Netz schnell fündig. )

      Seltsamerweise sind nicht alle Benutzer von Lightroom betroffen.
      Es gibt auch User die zufrieden sind!

      LG
      Gerd

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      • Ja, habe ich gelesen. So richtig rund scheint es aber immer noch nicht zu laufen. Guck mal hier: https://www.dkamera.de/testbericht/fujifilm-x-t3/beispielaufnahmen.html
        Das zweite Raw Bild, die Fussgängerbrücke über dem Fluss. Wenn ich das bei mir öffne (neuste Version LR CC), habe ich seltsame Artefakte in den linken Bäumen. Ansonsten ist die Bildqualität top. Klar es hängt auch vom Objektiv ab, aber es sieht irgendwie komisch aus und lässt mich zweifeln. Ich bin auch nicht der grosse Pixelpeeper aber die Bilder müssen ok sein bei Artefakten graust es mich.
        Hier ist mal ein 100% Ausschnitt vom o.g. Bild. http://marschzeitungen.bplaced.net./test/fujioly.jpg Links Fuji XT3 rechts die oly. Die Blätter sehen bei der Fuji irgendwie merkwürdig aus, wie gemalt, die Dachziegel sind knackscharf :(
        Oder habe ich Wahnvorstellungen, normalerweise scheue ich solche Vergleiche wie der Teufel das Weihwasser, aber für mich sieht das merkwürdig aus.

  2. Hallo Andreas.
    Das Bild mit der Fußgängerbrücke ist schon als Jpg. unscharf. Die Ziegel auf dem Dach gehen
    rechts schlagmals in die Unschärfe. Ich habe das Raw-Bild bei mir mal in Capture One 11.3
    geladen. Auch hier sieht es nicht sonderlich gut aus.

    Irgendwie ist das Bild verunglückt. Da muss was schief gelaufen sein.
    Kein Mensch würde eine Fujifilmkamera kaufen wenn nur solche Ergebnisse dabei herauskämen.
    Möglicherweise ein Defekt an der Kamera der hier und da mal auftritt.

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