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Striplight selber bauen – DIY Projekt

Wie man sieht, kann man ganz einfach und mit geringen Aufwand und wenig Geld, ein Striplight selber bauen.
Auf dem Markt gibt es derzeit zwei Lichtformer für Aufsteckblitze (SaberStrip und StripeTube). Sie dienen dazu einen schmalen Lichtstreifen bzw. Striplight zu erzeugen. Dies ist z.B. im Low Key Bereich von großem Vorteil. Interesse dies einmal auszuprobieren bestand sofort, allerdings scheute ich die Anschaffungskosten. Daher sagte mein Bastler Herz:

Striplight selber bauen

Nachdem ich Ideen gesammelt und geordnet hatte, ging es an die Beschaffung und Zusammenstellung der Einzelteile für das Striplight. Ich werde im folgenden nicht auf jede einzelne Schraube eingehen, da vieles an solchem Kleinkram bereits vorhanden war. Zudem wird jeder für sich selber entscheiden müssen, welche Befestigung er genau nimmt, damit es zum eigenen Equipment passt. Hier erst einmal nur die benötigten Grundmaterialien:

Die Auswahl der Pappröhre richtet sich nach dem Aufsteckblitz, schließlich muss dieser nachher von einer Seite in die Röhre geschoben werden. Die von mir verwendete Pappröhre war 110 cm lang und hatte einen Innendurchmesser von 10 cm. Als erstes schneidet man aus der Pappröhre einen Ausschnitt heraus. Ich entschloss mich bei dieses Projekt für einen Ausschnitt von ca. 160° Grad. Anschließend schneidet man die Scheibenabdeckung zurecht. Nicht zu klein schneiden, überstehende Enden kann man auch nachträglich entfernen. Diese wird dann in die Röhre verklebt. Ich verwendete dazu Buchbindeleim. Dieser Leim hat den Vorteil, das man beim Kleben nochmal korrigieren kann und die Verbindung auch später leicht elastisch ist und nicht ausbricht.

Nun brauchte ich zwei Aufhängungen, eine für den Blitz und eine für die Befestigung an dem Stativ. Dabei bin ich nach dem Motto “keep it simple” vorgegangen. Für den Blitz habe ich einen L-Winkel verwendet. Allerdings ist mir dieser, im Nachhinein gesehen, zu kurz geraten. Der Blitz verschwindet etwas zu tief in der Röhre, so dass man Ihn nicht mehr vollständig ablesen kann. Diesen Winkel werde ich nochmal austauschen müssen. Für die spätere Stativ-Befestigung schraubte ich eine Aluschiene an der Röhre fest. Warum eine Schiene? Wenn man eine Schraube nimmt, wird diese durch die Hebelkraft aus der Röhre gerissen.

Bei der Diffusor-Folie habe ich viele spannende Hinweise gelesen, wie z.B. eine Klarsichtfolie mit Schmirgelpapier aufrauen. Ich entschied mich dann aber für eine Folie vom Hersteller Lee. Diese gibt es fast passgenau und diese kostet nur wenige Euros. Jetzt blieb nur noch die Befestigung der Folie. Hier kommen wir dann zu meinem zweiten Fehler. Ich hatte alle Ränder mit Teppichklebeband versehen und wollte die Folie in einem Zug aufkleben. Dabei hat die Folie aber Falten geworfen, weil sie viel zu schnell an den verschiedensten Stellen Kontakt zum Klebeband bekommen hat. Ich kann nur empfehlen allenfalls auf einer Seite mit Teppichklebeband zu arbeiten. Den Rest würde ich beim nächsten mal mit z.B. Tesafilm befestigen, so wie man ein Poster an die Wand hängt.

Trotz kleinerer Hürden ist Version 1.0 das Striplights fertig. Es ist noch nicht schön anzusehen, aber technisch funktioniert es bereits einwandfrei.

Fotobeispiele selbst gebautes Striplight

Da ich auf die Schnelle kein Model organisieren konnte, musste eine Figur aus dem Regal vor die Linse. Hier die ersten Ergebnisse:

Ich möchte Euch an dieser Stelle auch noch auf einen weiteren guten Tipp für ein Striplight von ThomasMa aufmerksam machen:

https://www.fotowissen.eu/improvisiertes-striplight/

Wie man sieht, kann man ganz einfach und mit geringen Aufwand und wenig Geld, ein Striplight selber bauen.

Mein Tipp: Ich empfehle diese fingerlosen Handschuhe, die besonders gut für Fotografen sind. Sie kennen vielleicht die Marktbeschicker, die ebenfalls ähnliche fingerlose Handschuhe nutzen. Mit diesen können Sie auch die Fingerkuppen bedecken, wenn die Kamera gerade nicht benutzt wird. Sie wechseln zwischen fingerlosen Handschuhen und Fäustlingen:

Geschrieben von:

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Klaus Dicken

Ich bin Fotograf aus Leidenschaft. Unterstützt werde ich dabei von der Fotoschule Roskothen. Ich entdecke immer wieder neue Möglichkeiten die Fotografie kreativ zu nutzen. Meine Kameras begleiten mich dabei an die unterschiedlichsten Orte.

Weitere Bilder finden sich unter www.d-photography.de/

2 Kommentare

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  • Hey Klaus,

    die Foto`s sehen sehr gut aus, ich kenne mich jetzt nicht so gut aus wie ein Foto im Studio
    beleuchtet sein muss, aber ich finde die Bilder gelungen.
    Ein toller Tipp also für den schmalen Geldbeutel und mir gefällt das Ergebnis!

    Vielen Dank dafür, irgendwann hab ich sicher so ein Striplight :-)

    LG
    Susanne

  • Hallo Klaus,

    vielen Dank für den interessanten Beitrag. ich bin auch immer wieder erstaunt, welche Ergebnisse mit einfachem Equipment erreicht werden kann. Ich finde Dein Striplight schon deshalb super, weil es auch on Location eingesetzt werden kann.

    LG
    Thomas

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