Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Sprechende Bilder – David duChemin – Buch für Fotografen

Artikel ursprünglich verfasst am 10. Dezember 2012

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Sprechende Bilder – David duChemin verspricht nicht zu viel, wenn er in der Einleitung seines Buches (Seite 5) aus dem Verlag „Addison-Wesley“ (Pearson) von Visionen, Intentionen und Leidenschaften redet. David erläutert diese Begriffe in Hinblick auf die Fotografie und sagt, dass das Thema Vision in diesem Buch eine große Rolle spielt, weil er den Begriff Vision in der Fotografie viel zu selten hört und es häufiger um Technik geht. Vision ist für ihn ein inneres Bild einer Vorstellung. David erklärt das Thema Vision im Buch sehr gut.

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Wir müssen uns nur das Titelfoto ansehen, um zu verstehen, was der Autor meint. Kann man trefflicher und schöner ein Fahrrad fotografieren als auf diesem Titel? Linien, Kreise und Dreiecke und schon sagt der Kopf: das ist ein Fahrrad. Hinzu kommen die Farben, Kontraste sowie Strukturen. Sicher ist dies ein hervorragendes Foto. David erklärt auf Seite 62, was es damit auf sich hat. Und er macht gleich eine kreative Übung daraus, fragt uns, wo die Linien hinführen, ob sie statisch oder dynamisch sind, erzeugen sie ein stabiles oder dynamische Gefühl. So geht David mit uns in dem Buch spazieren und erklärt besser als manch anderer die Regeln der Bildgestaltung und deren Wirkungen.

Entwickeln Sie Ihre eigene künstlerische Handschrift

David DuChemin ist leidenschaftlicher Fotograf und teilt mit uns in dem Buch „Sprechende Bilder“ die Geheimnisse von Fotobotschaften mit. Einfach ausgedrückt: er fotografiert in der Oberliga und lässt uns abgucken und lernen, damit wir unsere eigene künstlerische Handschrift der Fotografie finden. Natürlich erklärt David uns die Wirkung von Fotos, von Perspektive von Blickführung. Er zeigt wie der goldene Schnitt, wie die Fibonacci-Spirale wirken und funktionieren, wie ein Bild aufgeteilt werden kann und was wir damit ausdrücken und führen können. Das macht er vergleichbar wie Harald Mante, der das schon in den 70ern erklärte, damals noch in schwarzweiss. Bei David ist das etwas lebendiger, interessanter, weil er auch mal verschiedene Ausschnitte vergleicht und uns sagt, warum er sich für einen 2:3 Ausschnitt anstatt das 4:5 oder 1:1 Format entschieden hat.

David zeigt uns verschiedene Blickwinkel, Perspektiven und Bildebenen und sagt dann:

Auch wenn wir die meisten Objekte in einer Szene nicht bewegen können, so können wir sie in Relation zueinander verschieben, einfach indem wir unsere eigene Position verändern.

Auch dazu gib es wieder eine „Kreative Übung“. Er schlägt vor uns beim nächsten Ausflug mal um die Szene zu bewegen und aus verschiedenen Ebenen zu fotografieren: an der Wand entlang, aus der Froschperspektive. Das sind Ideen, die uns als Fotografen später zu gute kommen und an die wir uns erinnern werden. Andere Perspektiven als die gewöhnlichen. Ausdrucksstark und führend. David schlägt vor alle diese Fotos auch mit variierender Brennweite zu fotografieren und uns später beim Betrachten der Fotos zu fragen, wie sich die Aussage verändert hat.

Tipps, Wissen, Ideen satt

Das Buch Sprechende Bilder hat viele tolle Tipps, viel Wissen, tolle Fotos, Möglichkeiten, Ideen, Interpretationen, Aussagen der Fotos und noch dazu Fotografien aus allen Bereichen. All dies macht aus diesem Buch ein sehr wertvolles Werk. Ich bin begeistert und mache auch keinen Hehl daraus. Es ist ein Buch, welches aus Intuition bewusstes Fotografieren entwickeln kann, wenn es der Leser zulässt. In jedem Falle werden wir vieles anders sehen, anders verstehen und bei unseren eigenen Fotos kreativ einsetzen können. Im besten Falle hilft uns das Buch zu unserer eigenen Fotosprache. Ich denke dieses Buch gehört in den Schulranzen jedes Jugendlichen, um den Menschen Kunst und Kultur näher zu bringen und zu zeigen, dass hervorragende Fotos kein Zufallsprodukt sind und eine genaue Vision haben können.

Sprechende Bilder

© Peter Roskothen Profifotograf und Fotojournalist rezensiert das Buch „Sprechende Bilder“ von David duChemin

 

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Autor: Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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