Fotografie der Woche

Solitudine invernale – *fotowissen Bild der Woche

Solitudine invernale - *fotowissen Bild der Woche - Foto: Bettina Arens-Kardell

Das Foto ist vor einigen Tagen auf einem gemeinsamen Spaziergang mit meinem Mann in der Nähe von Iserlohn im Sauerland entstanden. Da ich meine Kamera fast immer auch auf unseren Spaziergängen dabei habe (Fuji X100V), blieb ich immer einige Schritte hinter ihm zurück, weil ich eben mit Motivsuche und Fotografie beschäftigt war. Das Foto zeigt diese Perspektive, aus der ich einen Baum am Wegesrand bei geöffneter Blende (f 2,2) in die Schärfe im Vordergrund genommen habe und mein Mann dadurch nur entsprechend schemenhaft zu erkennen ist.

Foto: Bettina Arens-Kardell

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Foto der Woche (Wahl der Redaktion)

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Die einsendenden Fotografen werden gebeten, die Kommentare unter ihren Fotos zu lesen und zu kommentieren, da sich viele Leser große Mühe mit einer konstruktiven Rezension machen. Das betrifft nicht ausschließlich die eigenen Fotografien, sondern auch die anderer Leser und Autoren bei *fotowissen. Vielen Dank!

12 Kommentare

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  • Gratuliere zu dem sehr gelungenen Foto.
    Hier passt alles:

    Sehr gut überlegte und gelungene Gestaltung, mit dem Baum im VG und der symbolischen Umriss-Figur im HG inmitten des verschneiten Weges.
    Da stimmt einfach alles.

    Ich halte es übrigens für lehrreich, dieses Bild einmal mit dem vorherigen „Bild der Woche“ ausführlich in Gestaltung, Bildinhalten und Beschnitt zu vergleichen.
    Man wird bei eigener Analyse nach und nach herausfinden, weshalb (zumindest bei mir und so manch anderem Betrachter) das vorherige „Winterspaziergang“ nicht richtig zündet, dieses hier jedoch ein absoluter Volltreffer ist.

    Danke fürs Zeigen
    Meinen Respekt
    Und stets weiterhin den guten Blick !

    DWL

    • Wer sich auch immer hinter dem Kürzel DWI verbirgt, dem möchte ich für die überaus positive Kritik an meinem Foto „Solitudine invernale“ (winterliche Einsamkeit) von ganzem Herzen danken. Für mich als Hobbyfotografin, die sich erst seit dem ersten Lockdown im März des vergangenen Jahren etwas intensiver mit Fotografie beschäftigt, bedeutet das einen großen Motivationsschub. Allein die Tatsache, dass Herr Rosskothen mein Bild für würdig hielt, hier gezeigt zu werden, hat mich schon sehr stolz gemacht und zeigt mir, dass ich offensichtlich auf einem guten Weg bin. Besonders freut mich, dass ich erst einmal formal den gängigen Ansprüchen an ein gutes Foto erfüllt habe. Darüber hinaus wäre es schön, wenn das Gefühl, das ich mit dieser Aufnahme transportieren wollte, sich auch beim Betrachter einstellen würde. Vielen Dank allen Beteiligten und ein ein schönen winterlichen Sonntag,
      Bettina Arens-Kardell

    • …es kommt eben darauf an, was das Bild aussagen soll: geht es um den Baum mit einem verschwommenen Passanten im Hintergrund oder um einen Gesamteindruck der Umgebung mit Wetter und Licht. Um was bei dem aktuellen Bild die Blende besorgt, hat der Nebel bei dem vorherigen Bild geschafft.

      • Sehr geehrter Herr Seeber,

        Ich habe absichtlich zunächst keine konkreten Bemerkungen zum vorhergehenden Foto gemacht. Es geht in beiden Fotos um die Verlorenheit des Menschen in der (winterlichen) Natur.
        Ich persönlich habe es bspw. viel lieber, wenn mein Blick nicht durch schwarze Reifenspuren zur Person geleitet werden, und die Person keinerlei eigene Spuren hinterlässt, sondern wenn mein Blick – wie bei diesem Foto – einzig von den Fußspuren der gezeigten Person zu ihr geführt werden.

        Auch den Beschnitt des vorhergehenden Fotos finde ich nicht optimal. Ich hatte das ausführlich als Kommentar zum vorhergehenden FdW geschrieben, aber der lange Kommentar ist leider vor einer Woche beim Abschicken ins Jenseits gegangen und ich hatte keine Lust, es ein zweites Mal zu schreiben.

        Dass es bei diesem Foto hier „um einen Baum im VG mit einer verschwommenen Person im HG“ geht, halte ich für eine ausgesprochen gewagte und eher tendenziell abfällige These ihrerseits.
        Auch die Gleichsetzung der nebligen Unschärfe im HG des anderen Bildes mit der stark selektiven Schärfe und völliger Freistellung sämtlicher Bildkomponenten hinter dem Baumstamm links im hiesigen Bild halte ich für ziemlich gewagt.

        Dieses Bild hier erzählt mittels eines gestalterisch absolut gelungenen Bildes eine runde Geschichte.
        Beim vorhergehenden Foto der Woche habe ich bspw. Zeit damit verbracht, mich zu entscheiden, ob das KFZ zwei mal dort entlang gefahren ist oder es die Spur eines zwillingsbereiften KFZ ist – so störend sind die Fahrspuren als „Fremdkörper“ dort für mich.
        Ich habe mich sehr gewundert , daß sich keiner der Komentatoren des „Winterspaziergangs“ diese Fahrspuren als störend und die Fußspuren als fehlend empfand bzw möglicherweise ja nicht einmal als solche wahrnahm?

        Damit will ich das „Winterspaziergang“-Foto nicht runtermachen, sondern nur aufzeigen, wie sehr einzelne, unglückliche Bildwichtige Komponenten ein ansonsten durchaus gefälliges Bild im Gesamteindruck schwächen (können).

        In diesem Sinne

        Gruß
        DWL

      • Hallo Herr Seeber,
        danke, dass Sie sich die Mühe gemacht und etwas zu meinem Foto bzw. zum vorherigen Kommentar geschrieben haben. Was das Bild aussagen sollte, habe ich ja eindeutig im Titel benannt, nämlich winterliche Einsamkeit. Es ging also weniger um den Baum im Vordergrund (der hatte lediglich bildgestalterischen Zweck) als vielmehr um die nur schemenhaft zu erkennende Person, die allein und einsam im Winterwald ihres Weges geht.
        Ich fand Ihre Aufnahme aus der letzten Woche auch gelungen; der Nebel hat das Foto etwas mystisch anmuten lassen.

        Viele Grüße,
        Bettina Arens-Kardell

  • Hallo Frau Arens-Kardell,

    Ihr Foto Winter Einsamkeit trifft es wirklich auf den Punkt.

    Die Blickführung ist sehr gut. Der scharf abgelichtete Baum fängt meinen Blick ein, wird weitergeleitet zu dem in Unschärfe liegenden Menschen und ich werde über den Weg (der ja auch schon unten rechts in Unschärfe beginnt) in das Foto hineingezogen.
    Ich finde es auch prima, dass Sie das Foto in SW gemacht haben. Das hebt den Kontrast der Baumrinde mit dem anhaftendem Schnee.

    Sehr gelungen und weiterhin gut Licht

    Detlef Schöler

    • Hallo Herr Schöler,

      schön, dass Ihr Blick so gelenkt wurde, wie ich es durch die Bildkomposition beabsichtigt hatte. Ich bin sehr häufig (zumindest fotografisch gesehen) monochrom unterwegs, weil mir schwarzweiß oft genug Farbe ist und meine bildlichen Inhalte dann nicht durch Farbigkeit “gestört” werden. In diesem Fall bot sich eine SW-Umwandlung besonders an, da das Motiv ja eh fast nur aus Hell/Dunkel-Kontrasten bestand.

      Viele Grüße und lieben Dank für Ihren Kommentar,
      Bettina Arens-Kardell

    • Hallo Herr Schöler,

      dass Ihr Blick so gelenkt wurde, wie ich es durch die Bildkomposition beabsichtigt hatte, freut mich sehr.
      Ich bin (zumindest fotografisch gesehen) sehr häufig monochrom unterwegs, damit Farbigkeit nicht vom Inhalt der Fotos ablenkt. Bei dieser Aufnahme bot sich eine SW-Umwandlung an, da das Motiv eh fast nur aus Hell-/Dunkel-Kontrasten bestand.

      Vielen Dank für Ihren Kommentar und liebe Grüße,
      Bettina Arens-Kardell

  • Hallo Frau Arens-Kardell,

    mein mehr oder weniger heimliches Steckenpferd ist ja die Sache mit der Übereinstimmung des Fotos und seines Namens. Hier bei ihrem wundervollen Foto trifft das für mich voll umfänglich zu! Die winterliche Einsamkeit bezieht sich ja, so wie ich sie interpretiere, auf die Person dort vorne. Die Verschwommenheit darin, verbunden mit der schwarz-weißen Stimmung, könnte nicht perfekter sein und bringt´s auf den Punkt. Die scharf abgebildeten Schneeflocken auf dem gut gezeichneten Baum stehen für mich für die klirrende, scharfe Kälte eines solchen Moments. Und was mir auch ausgesprochen zusagt, ist das Bildformat 3:2.

    Danke für das Zeigen dieses Fotos, und ich wünsche ihnen weiterhin gutes Vorankommen in der Fotografie, und vor allem viel Freude!

    Herzlich grüßend, Dirk Trampedach

    • Hallo Herr Trampedach,

      dass der Titel eines Fotos und das Foto selbst kongruent sind, finde ich auch sehr wichtig, denn er verrät dem Betrachter, worauf der Fotograf seine Aufmerksamkeit gelegt hat. Manchmal liegt der Titel auf der Hand, manchmal muss man ein bisschen daran herum feilen. Im Idealfall allerdings macht das “perfekte” Foto eine Überschrift überflüssig.

      Danke für Ihren Kommentar und viele Grüße,
      Bettina Arens-Kardell

      • Sehr geehrter DWL,

        Danke für Ihren Kommentar. Es überrascht mich sehr, was Sie stört. Erinnert mich an Reich-Ranitzki- soll keine Kritik sein! Aber was soll man machen? Leider fahren sehr viele Menschen mit ihren KFZ überall hin, leider auch in den Wald und hinterlassen ihre Spuren. Ich bin in so einem Fall kein Freund von Bildretusche- so ist das Leben eben! Aber danke trotzdem für Ihre Hinweise, ich kann sie gut verwenden. Was meinen Sie mit dem Bildbeschnitt. Wie hätten Sie das gemacht?

        Herzliche Grüssse
        F.Seeber