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Schwarzwald in Schwarz/Weiß

Liebe Fotointeressierte,

drei ziemlich spannende Dinge und Möglichkeiten haben sich mir in recht kurzer Zeit aufgezeigt, die perfekt zusammen passten, und da ich nicht unbedingt an Zufälle glauben mag, habe ich sie mir bewußt geschnappt und zusammengefügt.

1. Mein zunehmendes Interesse, öfter in schwarz/weiß zu fotografieren.

2. Die Buchvorstellung “Die hohe Schule der Schwarz-Weiß Fotografie”, gefunden hier bei *fotowissen

3. Eine Reise in meinem alten VW Bus durch den Nord- und Südschwarzwald

Obwohl natürlich auf Reisen, bei denen ich so charmant begleitet werde wie auf dieser, nicht der ausschließliche Fokus auf der Fotografie liegt, habe ich mir “Schwarzwald in monochrom”, Format 3×2, zu meinem inoffiziellen Projekt für diese Fahrt erkoren. Im Ergebnis ist dabei herausgekommen, dass ich in zwei Wochen Urlaub das o.g. Buch mehrmals gelesen, und die wichtigsten Passagen mit Praxisübungen für bevorstehende Wanderungen und Stadtausflüge versehen habe. Und was die Aufnahmen als solche anbelangt, habe ich ausschließlich schwarz-weiß fotografiert, und zwar ohne farbliches “Hintertürchen”. Also die Variante, bunten Bildern rückwirkend die Farbe zu klauen, ist von vorne herein ausgeschieden, daher besitze ich tatsächlich keine bunten Bilder dieser Tour.

Unterwegs gewesen bin ich mit:

FUJIFILM X-T2, Fujinon XF 35mm 1,4 / Fujinon XF 16mm 1,4 / Fujinon XF 10-24mm 4 / Fujinon XC 50-230mm 4,5-6,7. Zum Einsatz kamen u.a. ein POL-Filter, ein Verlaufsfilter, wie auch ein 10-fach Graufilter. Bis auf ganz wenige Ausnahmen sind alle Fotos vom Stativ/Einbein aus entstanden.

Im ersten Abschnitt der Reise haben wir unser kleines Lager auf einem feinen Naturcampingplatz vor den Toren Freudenstadts aufgeschlagen. Die Architektur mit den Arkaden und den spitzgiebeligen, teils in Fachwerk ausgeführten Häuserzeilen hat es mir gleich angetan.

Bei allen Aufnahmen habe ich das Format JPEG gewählt und per Spotmessung gearbeitet. Außerdem bin ich bzgl. Belichtung recht hingebungsvoll dem Zonensystem des Herrn Adams gefolgt, welches in o.g. Buch trefflich beschrieben ist. Zugegeben, Theorie und Praxis nähern sich nicht binnen einer Hand voll Fotos aneinander an. Selbst 2 Wochen, die sich lang anhören, vergehen beim Studium & Umsetzung dieser Dinge allzu rasant. Alleine die Tatsache, mit fast 2000 Fotos auf den Speicherkarten heimgekehrt zu sein, zeigt mir sehr deutlich, so manches Motiv mehrfach belichtet zu haben, um einfach mal zu sehen, was die diversen Zonen und Stufen im Ergebnis überhaupt ausmachen. Als souveräner Nutzer nach 14 Tagen Praxisübungen fühle ich mich trotz allem tatsächlich nicht. Aber es hat mir viel Spass gemacht, mich in das Thema farblich unabgelenkt reinzufuchsen. Und im Abgleich zu älteren Schwarzweißfotos kann ich auch durchaus erkennen, wo sich Unterschiede und Fortschritte abbilden.

Warum, so fragt sich vielleicht der Eine oder Andere, habe ich alles ausschließlich in schwarz/weiß fotografiert? Dazu ein paar Gedanken:

Für mich besteht ein Unterschied darin, ob ich ein reisender Fotografierender bin, oder ein fotografierender Reisender. Der reisende Fotografierende hat immer und überall Zeit, auf den perfekten Moment zu warten. Er kann für jedes Foto die entsprechende Situation planen. Er kann auf die optimalen Lichtverhältnisse warten. Er kann mehrmals für lange Zeit am selben Ort auftauchen und arbeiten. Er ist gerne und optimaler Weise in alledem unabhängig.

Der fotografierende Reisende hat alles dies nicht. So einer bin ich.

Konkret bedeutet das, auch mal zu echt miesen Lichtverhältnissen mittags an einem Ort zu sein, wo ich gerne fotografieren würde. Der reisende Fotograf geht einfach, und kommt abends wieder. Ich hingegen bin im Urlaub nicht vollig alleine, mag nicht alles und jeden der Fotografie unterordnen. Und bzgl. Fotografie um die Mittagszeit kann ich 2 Dinge machen. Entweder in Farbe fotografieren, und mit dem bestmöglichsten Ergebnis aller faulen Kompromisse heimfahren. Oder ich fotografiere schwarz-weiß! Denn skuriler Weise ist gerade nicht selten das eigentlich schlechte Tageslicht ziemlich gut, um in s/w anständige Ergebnisse hinzubekommen.

Menschen zu fotografieren, ohne sie erkennbar zu zeigen, hat auch seinen Reiz. Die jungen Damen auf den Stufen habe ich mit Erfolg um Erlaubnis fragen können, und der ältere Herr wahrte lieber das Geheimnis seiner Identität. Doch vieles verrät schon der Hut alleine, und der Rest bleibt im Verborgenen, reizt die Phantasie, liegt im Auge des Betrachters.

Landschaftlich ist der Schwarzwald sehr reizvoll. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die touristischen HotSpots so dermaßen bequem erreichbar gemacht worden sind, dass auch wirklich jeder hinzugelangen trachtet. Dem haben wir uns entzogen, und stattdessen auf leisen Sohlen bei teils langen Wegen die Kleinode aufgespürt, an denen Natur noch Natur, und die wenigen Menschen rücksichtsvoll waren. Spannend finde ich zu sehen, was Tageslicht und Uhrzeit auch bei schwarz/weiß ausmachen. Das mittlere Bild mit dem Doppelstamm ist spät abends aufgenommen, die anderen beiden um die Mittagszeit.

In der zweiten Woche waren wir dann in der Region am Titisee/Feldberg. Auch dort bin ich mit reichlich Ausrüstung im Gepäck unterwegs gewesen, die Herren Adams  & Walmsley in den Sinnen ;-)

Wasser ist etwas, auf das ich mich nicht gerne einlasse. Ich finde es schwierig, all´die Spiegelungen, Trübungen und Helligkeitsextreme angemessen gut einzufangen. Etwas herumexperimentiert habe ich. Links, eine stimmungsvolle Gesamtansicht. Daneben, Detailaufnahme der Schuhe im Sand, schemenhaft die dazu gehörigen Beine. Die aufgereiht liegenden Tretboote sprangen mir sofort ins Auge. Und zu guterletzt habe ich mich noch an einer Langzeitaufnahme versucht. Die Idee war, dem ruhenden Fels im Vordergrund das schnell drehende Riesenrad gegenüber zu stellen. Für meinen Geschmack hätte die Distanz dazwischen gerne kürzer sein können, aber See ist See.

Wasser im Schwarzwald ist allerdings nicht nur so erhaben und still, wie es die Seen vermuten lassen. Trotz der Dürre und Regenarmut der letzten 2 Jahre fanden wir in der Ravenna-Schlucht ein paar wunderbare Stellen, die noch nach Schlucht aussehen und sich auch so anhören.

Bei der abschließenden, recht langen Tagestour von gut 30 Kilometern sind wir zunächst auf den zweithöchsten Berg des Schwarzwaldes gelaufen, das Herzogenhorn. Es war uns ein Anliegen, den durch Seilbahnen und endlosen Touristen-Nepp vernarbten und entstellten Feldberg als Must-Have Nr. I. nicht auch noch durch uns zu behelligen. Aber wir konnten ihn sehen, von Gipfel zu Gipfel sozusagen. Meine Gedanken, die ich hier bzgl. Feldberg aufführe, habe ich bei der Bildgestaltung umzusetzen versucht. Im Vordergrund scharf abgebildet ein recht kleiner, unscheinbarer Felsen am Gipfel des Herzogenhorns, der in meiner Vision über sich und die Umgebung hinaus wächst, und in Unschärfe dahinter der Feldberg.

Tja, soviel dazu! Mehr Details zur Reise an sich möchte ich hier nicht veröffentlichen. Sollte dennoch Interesse an paar Informationen bestehen, stehe ich für Fragen gerne zur Verfügung. Vorneweg, der Schwarzwald ist deutlich mehr als schwarz-weiß… ;-)

Es freut mich, ein bisschen was von eurer Meinung zum Beitrag, zu den Fotos zu erfahren, daher hiermit die Anregung, es auch gerne zu tun…

Freundliche Grüße und einen lieben Dank für die Aufmerksamkeit!

Dirk Trampedach

Über den Autor

Dirk Trampedach

Eine Geschichte, ein Bild, eine Stimmung. Erlebnisse, Schreiben und Fotografieren, das hängt für mich unmittelbar zusammen. Große Bereiche, denen ich mich widme, sind Reise, Natur, Landschaften, sowie Stories um klassische Automobile und deren Besitzer. Wer Zeit und Interesse hat, bisschen mehr über mich zu erfahren, ist herzlich eingeladen: www.dt-classics.de

18 Kommentare

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  • Hallo, Herr Trampedach,

    das Vorhaben war löblich! Wirklich interessante Bilder. Es wäre interessant gewesen, jeweils ein Farbfoto dem schwarz-weißen gegenüberzustellen. Von wegen der Aussagekraft.
    Gruß Volker Krause

    • Hallo Herr Krause,

      über ihren Kommentare freue ich mich, danke!

      Schon interessant, ihr Ansatz, denn tatsächlich habe ich genau das zu Anfangs auch an Gedanken dazu gehabt. Letztlich dagegen entschieden habe ich mich, weil es mich zum Einen von meinem “Projekt” samt Lektüre des S/W-Buches etc zu sehr entfernt hätte. Zum Anderen glaube ich, braucht ein gelungenes Schwarz/Weiß- Foto nicht zwingend den Vergleich mit Buntbildern, um das Maß an Aussagekraft festzulegen. (Ob mir das “gelungen” ist, belasse ich dem Auge des Betrachters…)
      Die Frage, wie es wohl farbig ausgesehen haben möge, stellen wir uns vielleicht auch nur deshalb, weil uns die Technik die grundsätzliche Möglichkeit dazu gibt. Es eben genau deshalb nicht zu tun, und die Konsequenz der Entscheidung zu tragen, ist für mich ein Bestandteil dieses Vorhabens gewesen.

      Herzlich grüßend,

      Dirk Trampedach

  • Hallo Dirk
    Ich fasse mich mal kurz. Bei den Fotos stimmen Belichtung und Gradation nicht. In der Digitalfotografie kann man das Zonensystem eigentlich vergessen. Warum? Beim Zonensystem geht es darum, in allen relevanten Zonen noch Zeichnung zu haben. Dafür wurde mit einer Spotmesung der Kontrast zwischen hellsten und dunkelsten Tönen gemessen und die Entwicklung darauf abgestimmt. D.H. Ich habe härter oder weicher entwickelt um den Kontrastumfang unterzubringen. Dazu wurde auch das passende Filmmaterial ausgewählt. Niedrigempfindliche Filme sind härter als hochempfindliche. Wenn man wie Anselm Adams mit Planfilmen fotografiert und die dann individuel entwickelt, ist das kein Problem. Fotografierte man auf Roll- oder KB- Film verschiedene Motive musste man schon Kompromisse eingehen. Das konnte man durch unterschiedliche Gradationen beim Fotopapier ausgleichen. Ergänzend wurden in der analogen SW Fotografie Filter eingesetz. Die Filterfarbe machte die entsprechenden Grautöne heller, bzw dunkler. Ein Grün- Gelbgrünfilter macht Bäume heller und den Himmel etwas dunkler, sorgt für Kontrast. Ein Blaufilter macht den Himmel heller und natürlich andere Blautöne. Orange und Rotfilter steigern den Kontrast ins unnatürliche der blaue Himmel wird fast schwarz. Zusätzlich wurde im Labor partiell nachbelichtet oder abgewedelt.
    Wenn du nun ein JPG belichtest hast du diese Möglichkeiten nicht mehr. Da der Sensor als Farbsensor konzipiert ist erhälst du ein entsättigtes SW Bild. Da ein JPG auch nur in 8 bit Farbtiefe vorliegt beraubst du dich aller Möglichkeiten der profesionellen Nachbearbeitung.
    Verzeih mir bitte, aber du bist mit deiner Art der Out of Cam Fotografie auf dem Holzweg und wirst nie Ergebnisse erreichen, die hohen Ansprüchen genügen. Jedes wichtige Bild MUSS in LR und PS nachbearbeitet werden.
    Bei vielen deiner Bilder sind die Pflanzen/Bäume zu dunkel. Wenn du ein Farbbild im Rawformat aufnimmst, kannst du die SW Umsetzung nachträglich in LR und PS steuern und die Helligkeit der Farben anpassen. Ein wunderbares Programm für SW Umsetzungen ist Silver efex pro aus der Nik collektion, jetzt DXO.
    Bei der SW Fotografie kommt es auf Kontraste und Formen an. Hat eine Bild keine Kontraste ist eine SW Umsetzung nicht zielführend. Hier war mal ein Artikel über SW Fotografie am Bahnhof, der deutlich machte worauf es in der SW Fotografie ankommt. Die Bilder waren perfekt umgesetzt. Es war glaube ich mit einer Monochrom Leica. Die Kamera ist aber irrelevant.
    Gerade wenn du als fotografierender Reisender unterwgs bist brauchst du Material, das dir alle Möglichkeiten der Weiterbearbeitung offen läst. Wenn du schon mit Monopod oder Stativ unterwegs bist, mach einfach eine Belichtungsreihe und verschwende keine Zeit mit aufwendiger Belichtungsmessung bei statischen Motiven. Alles andere wird dann zuhause in aller Ruhe gemacht.
    Leg verschiedene Belichtungen auf verschiedene Ebenen und maskiere nach den Bedürfnissen.

    • Hallo Andreas,
      ich seh das nicht so krass. Vielleicht spielt bei der Beurteilung ja auch die Wiedergabe des jeweiligen Bildschirms eine Rolle.
      Ich bin gespannt, was der Autor zu Deiner Kritik sagt! Ob digitale Kameras eine Belichtung im Zonenverfahren erlauben, weiß ich nicht, da muss ich deiner Argumentation folgen, die erscheint mir aber einsichtig.
      Gruß Volker

  • Lieber Andreas,

    unabhängig vom Inhaltlichen ist es für jeden, der etwas zur Diskussion stellt spannend, den jeweiligen Charme der erfahrenen Kritik zu entschlüsseln. Den motivierenden Aspekt habe ich tatsächlich bisschen suchen müssen. Ich habe deine Ausführung jedenfalls paarmal gelesen und versuche mich mal in einer Antwort.

    John Walmsley verfasst dieses herrliche Buch nicht als halbwissender Hobbyknipser, sondern er ist renommierter Fotograf. Das löst ihn nicht davon, geschmacklicherseits nicht nur Fans und Begeisterte zu haben, stellt ihn aber sachlich-fachlich ins rechte Licht.
    Ich möchte ihm gerne folgen im Ansatz, dass das Zonensystem auch auf die digitale Fotografie adaptierbar/anwendbar sei. Welche Schlüsse man da in Umsetzung draus ziehen mag, ist sicherlich breit gefächert, und man darf auch Distanz dazu einnehmen, klar. Ich hingegen sehe das nie als einzementierte Wahrheit, sondern verstehe so was immer als Angebot, als Experimentierfeld, als Lernstufe. Dass Zonensystem und Digitalfotografie allerdings gar nicht geht, ist mir viel zu pauschal.

    Für mich war es eine tolle Gelegenheit, mich damit auseinanderzusetzen, und das Thema ist längst nicht abgelegt. Im Übrigen finden sich in seinem höchst animierenden Buch Fotos, auf denen die Schattenbereiche rabenschwarz, und Details nicht zu erkennen sind. Für meinen Geschmack passt das super, und entspricht auch der realen Wahrnehmung.

    Deine Bitte um Verzeihung für dein Urteil, dass ich bzgl. akzeptabler Ergebnisse hoher Ansprüche auf dem Holzweg sei mit meiner Art der Out of Cam-Fotografie, nehme ich gerne an. Denn sie findet in Ermangelung der Kenntnis dessen statt, was eigentlich meine ureigenen Ansprüche sind, um was ich mich fotografisch bemühe, und was mein Ansatz ist, alles out-of-cam heraus zu holen ausreize, was mir samt Technik möglich ist. Man muss das nicht zwingend verstehen müssen, Akzeptanz geht da deutlich vor Urteil.

    Für die Tipps bzgl. S/W-Bearbeitungsprogramme danke ich herzlich! Schaue ich mir bei Gelegenheit gerne an. Wichtige Bilder? LR…? Jedes wichtige Bild ist eines, dass etwas auslöst, etwas ausdrückt, und mich fasziniert. Dazu MUSS überhaupt gar nichts in LR etc stattgefunden haben. Worin der große Reichtum und Reiz dieser Nachbearbeitungsmöglichkeiten liegen, weiß ich allerdings wohl, und das die große Wettbewerbs- und Marketingbühne ohne nicht auskommt, nehme ich zur Kenntnis.
    In meine Auseinandersetzung mit Technik & Fotografie passt das nur gerade gar nicht.

    Dass aufwendige Belichtungsmessung für mich verschwendete Zeit ist, ist eine ziemlich steile These. Mag für viele Lightroomer und dich stimmen, in meinem Fall leider auch falsch.

    Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, ein- und dieselbe Sache, ein- und dasselbe Foto zu betrachten, ohne dass am Ende ein Resultat entsteht, dass die Ergebnisse der Involvierten in gut, schlecht, und die Vorgehensweisen in richtig oder falsch kategorisiert.

    Für die Auseinandersetzung mit meinen Fotos bedanke ich mich sehr gerne bei dir, den einen oder anderen Gedanken nehme ich in jedem Fall mit!

    Liebe Grüße, Dirk

    • Lieber Dirk
      ich habe mal zwei Bilder heruntergeladen und in PS geöffnet. Und siehe da, dort sehen sie viel besser aus als im Mozilla. Es sind Graustufenbilder ohne angefügtes Profil. Im Internet sehen die Bilder grausam aus im PS ok weil mein Arbeitsfarbraum dort Dot Grain 15 ist. Hänge ich das Windows typische Profil Gray Gamma 2.2 an die Datei sind die Bilder zu dunkel. Ich glaube, Mozilla kann Profile interpretieren. Am besten für die Kommunilation im Internet die Bilder in sRGB konvertieren, mindestens aber mit angehängtem Profil abspeichern und hochladen wenn es von sRGB abweicht. Dann sprechen alle vom Selben.

      Nix für ungut und liebe Grüsse

    • Hallo Dirk,
      mir gefallen Deine Bilder sehr gut und ich finde es klasse, dass Du Dir diese Aufgabe gestellt hast. Auch die gewählten Bildausschnitte gefallen mir.
      Nach weiter so abseits des Mainstreams.
      Viele Grüße aus Düsseldorf
      Christian

  • Offensichtlich ist die SW-Fotografie eine hohe Wissenschaft! Ehrlich gesagt, steige ich bei Andreas Argumentation un seinen Erklärungen nicht so ganz durch. Ist mir zu viel Computergedöns. Für mich steht das Motiv im Vordergrund, wobei ich mit meinen technischen Mitteln versuche, es ansprechend zu gestalten. Und Dirks Fotos haben mir gefallen!
    Gruß Volker

  • Hallo Volker,

    erstmal dankeschön für deine beiden Kommentare!
    Ja, die Auseinandersetzung mit einer Sache ist nie gleich, und es zeigt sich ja hier, wie sehr weit auseinander man da liegen kann. Und das ist gut so!

    Herzlich, Dirk

    • Hallo, Dirk, das Duzen in Foren ist wohl üblich, und ich will mich da nicht ausschließen!

      Heute brachte der Postbote “DIE HOHE SCHULE DER SCHWARZ-WEIß-FOTOGRAFIE”, bestellt nach eurem Hinweis. Schon nach dem ersten Reinschauen bin ich begeistert und danke für den Tipp.

      Gruß Volker

      • Hi,

        na, ich habe da nichts gegen, sich zu duzen, für mich war das auch eher eindeutig. Da in deinen Kommentaren ausschließlich mein Vorname steht, hatte ich das unbesprochen übernommen… ;-)

        Schön, wenn das Buch deinen Vorstellungen entspricht!

        Herzlich, Dirk

  • Hallo zusammen….

    Ich möchte mich zu einigen Aspekten der Diskussion äussern und auch (insbesondere) zu Dirk Trampedachs Fotos dieser S/W-reihe.

    Letzteres erscheint mir viel wichtiger als Ersteres… daher:

    Der ganz überwiegende Teil der Fotos gefällt mir von der guten Gestaltung und der offensichtlichen Hingabe an das Motiv sehr.

    Der Strohhut (ich weiß, es ist ein Panamahut) erinnert mich ein wenig an ein ähnliches Bild von Ralph Gibson. Hier ist er in einen Kontext gesetzt, es ist abgelegt und man kann über den Träger spekulieren.

    Es wurde mit Langzeitbelichtung gespielt, die Perspektiven zeigen, daß sich Dirk sorgfältig darüber Gedanken gemacht hat.

    Einige Fotos sind zusätzlich auch hinsichtlich des Dynamikbereich gut ausgelegt, mit guter Abstufung der Grautöne. Möglicherweise, weil sie im Dynamikumfang nicht so kritisch waren wie andere.

    Das apodiktische Urteil von Andreas („so wirst Du niemals….“) wird zumindest in den weniger kritischen Motiven in seinem Absolutheitsanspruch widerlegt.

    Und doch hat Andreas in seiner grundsätzlichen, inhaltlichen Aussage recht.

    Das Zonensystem ist von ihm zutreffend beschrieben, inkl. Seines ganzen Spektrums an Tricks beim belichten und später im Fotolabor.

    Aber ich verstehe nicht, wie man behaupten kann, daß das Zonensystem heutzutage keinerlei Bedeutung mehr habe? Auch in Zeiten von „expose to the right“ gelten seine Grundsätze noch – meiner Ansicht nach.

    Letztlich – wenn man den Grundgedanken des Zonensystems (so, wie ich es bisher verstanden habe) mal abstrahiert, kommt es beim Belichten analog ebenso wie digital darauf an, die BILDWESENTLICHEN Teile gut strukturiert und das Gesamtbild dann in den wesentlichen Teilen in den Grautönen perfekt abgestuft zu präsentieren. DAs geht nur, wenn man sich mit den technischen Möglichkeiten und Grenzen des Dynamikumfangs des jeweiligen Mediums (analoger Film, Abzugsmaterial, analoge Nachbearbeitung – oder eben Sensor und digitale Nachbearbeitung mit Präsentation auf Bildschirmen oder im digitalen Druckverfahren) auseinandersetzt.

    Dass dabei die Nutzung von primär dynamisch eingeschränkten jpeg-Wiedergabe den Bildautor unnötig einschränkt, ist ebenso zutreffend wie (letztendlich für Dirk Trampebach) unglücklich. Nichts würde Dirk weniger behindern, als sowohl ootc jpeg als auch raw abzuspeichern.

    Er könnte sich dann weiterhin „minimalistisch“ primär an das jpeg Bild halten, würde sich jedoch nicht darauf festlegen, sondern könnte das Spektrum der Tonstufen dank raw und diverser digitaler Errungenschaften weiter fassen. Er will sich jedoch bewusst etwas minimalistisch zügeln – ist doch sein gutes recht, oder? Irgendwann wird er der Möglichkeiten der modernen digitalen Gestaltungsmöglichkeit in der Fotografie vermutlich doch erliegen. Dann kann Andreas ja zufrieden brummeln und … ;-)

    Dann wären eben nicht entweder mal eine Wolke ausgefressen oder möglicherweise tiefstgrau noch darstellbare, differenzierte Bildbestandteile im Schwarz abgesoffen.

    Das war bereits auch meine Kritik an einigen seiner Farbfotos.

    Ich finde, dieser Ausflug von Dirk Trampebach in die digitale S/W-Fotografie hat bereits einige sehr schöne Fotos hervorgebracht und ich sehe jetzt einen deutlich behutsameren und bewußteren Umgang mit Kontrastumfängen im Vergleich zu den wenigen seiner mir bekannten Bildern, die ich bisher sah.

    Wir alle lernen täglich dazu – es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.
    Und ich bin beeindruckt, mit welcher Verve sich Dirk da auf die S/W Fotografie geworfen hat.
    Respekt!

    Ich bin mir sicher, daß Dirk auch selber sieht, daß bildwichtige Teile, die früher im Analoglabor abgewedelt oder nachbelichtet wurden, auch digital ähnlich behandelt werden können und daß diverse physischen oder digitalen Filter nach und nach von ihm ausprobiert werden.

    Und daß weniger im Schwarz absaufen sollte. Und Personen im Bild besser sichtbar sein sollten als auf ein paar seiner Bilder.
    Aber er hat einen guten Blick für Motive. Mir gefällt das Strandbild mit den Schuhen im Vordergrund und den Leuten mit den Füßen im Wasser sehr, auch was den Schärfeverlauf angeht.
    Die Langzeitbelichtung mit dem Riesenrad an gegenüber liegenden Ufer hat sehr schöne Grautöne. Es gibt einen erheblichen Anteil der Bilder, die mir wirklich gefallen, auch technisch.

    Mein Dank gilt Dirk Trampebach für den Schwung, sich in das schwierige Metier hineinzustürzen, sich hier zu exponieren und sich der Kritik zu stellen, und seine mir ja bereits aus Dialogen zu seinen Fotos bekannten Fähigkeit, offen und konstruktiv mit Kritik umzugehen – das ist heutzutage eher selten geworden.

    Beste Grüße

    DWL

    • Dir einen herzlichen Dank!

      Ja sicher, mir sind die Punkte völlig klar, die eine Nichtnutzung von RAW mit sich bringt. Und ich kann bestens nachvollziehen, wann man warum Pro-RAW argumentiert. Die gesamten Kritikbeiträge hier sind mir inhaltlich absolut verständlich, und ich möchte mich auch gerne erneut bedanken für das große Interesse! Mein Ansatz entspringt daher keiner Pauschalablehnung oder sowas, ganz im Gegenteil. Ich möchte das auch nochmal deutlicher klarstellen.

      Es geht mir in meiner Fotografie aktuell darum, mir basale, grundlegende Fotografie vorzunehmen, alles zu vertiefen und entsprechend anzuwenden. Dabei steht im „Lernprozess“ im Fokus, von einigem mancherorts Intuitiven der Belichtungsaspekte etc. hin zu viel mehr Fachwissen zu kommen. Das macht sicher nicht jeder ausgerechnet in meiner Weise, aber alleine die Option späterer Bildbearbeitungen lenkt mich von der Konzentration auf mein Kernthema total ab, und raubt obendrein Zeit und Energie, die ich tatsächlich nicht aufwenden möchte. In JPEG zu arbeiten, ist daher z.Zt. ideal für mich.

      Ich erachte es als durchaus machbar, aus einem mittelmäßigen Foto in RAW was ziemlich Gutes mittels Nachbearbeitung hinzubekommen. Aber ich halte es für wesentlich schwerer, „nur“ mittels Kameratechnik und fotografischen Kenntnissen ein „Out-of-Cam“ herzustellen, welches schon in sich bestimmten Ansprüchen gerecht wird. Und genau an dieser Stelle, an diesen Möglichkeiten und eigenen Kenntnissen, arbeite ich. Meines Erachtens überspringen diese Lern- und Anwendungsphase der Grundlagen viel zu viele Leute. Bestimmte fotografische Kenntnisbereiche und Zusammenhänge fehlen, und werden durch eine besser beherrschte Anwendung einer Software kompensiert. Das möchte ich so nicht.

      Ich hatte mir insgeheim gewünscht, es gäbe ein wenig mehr Augenmerk und Auseinandersetzung damit, wie meine Fotos als Ergebnis meiner Vorgehensweise zu sehen sein können, statt sie in Relation zu einer Aufnahme-/Berabeitungsweise zu stellen, die ja nun mal nicht Gegenstand meiner Fotografie als solche ist. Aus euren Beiträgen ziehe ich dennoch viel Wissenswertes, aber die hier diskutierte Kontroverse RAW-JPEG ist tatsächlich nicht der eigentliche Aspekt, um den es mir als Motivation zur Veröffentlichung ging dabei.

      Für den konstruktiven Austausch einen freundlichen Dank!

      Dirk Trampedach

  • Hallo in die Runde! Auf meinem Smartphone betrachte ich die Bilder und lese den Text, wie auch die Kommentare. Mich sprechen die Fotos an wegen des SW. Wo ich Kritik äußern würde, ist einzig die Horizontlinie des Himmels auf den betreffenden Fotos: ich sehe den Himmel stark abgedunkelt mit einem schmalen viel helleren Horizontverlauf, was mich vom Gesamtmotiv ablenkt. Die Detailaufnahmen Panamahut und Schuhe am Strand gefallen mir sehr! Herzlich grüßend, Nikolaus

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