Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Richtig blitzen mit dem Systemblitz – Buchrezension

Artikel ursprünglich verfasst am 10. Januar 2016

Richtig blitzen mit dem Systemblitz ist ein Taschenbuch aus dem mitp-Verlag von Autor Uwe Statz. Wir haben das Buch für Sie gelesen und können Ihnen sagen, für wen es das richtige Blitzbuch ist:

Richtig blitzen mit dem Systemblitz mitp Verlag - Buchrezen

Buchrezension: Richtig blitzen mit dem Systemblitz

Buchrezension: Richtig blitzen mit dem Systemblitz mitp-VerlagDas Taschenbuch mit den Maßen 18,5 x 12,5cm können Sie überall unterbringen und mitnehmen. Es richtet sich an den Fotoeinsteiger und Fotoamateur, der bislang wenig Erfahrung mit dem Systemblitz hat. Das Werk ist sehr preiswert und möchte einen Einstieg in das kontrollierte Blitzen mit der Digitalkamera bieten.

Der Systemblitz ist für Anfänger und Profis ein probates Mittel, um eine Fotosituation zu erleuchten. Der Autor Uwe Stats arbeitet in seiner Publikation mit preiswerten Systemblitzen die kein Einstelllicht bieten, aber zum Beispiel auf die Kamera aufgesteckt, oder entfesselt genutzt werden. Entfesselt heißt, dass der Fotograf die Blitze mit einem längeren Kabel oder mit Funksender und Funkempfänger ansteuert.

Blitztheorie

Es ist wichtig zu wissen, was in der Kamera vorgeht, um beim Blitzen alles richtig einzustellen. Der Autor erläutert deshalb sehr intensiv und gut, wie ein Systemblitz mit der digitalen Kamera funktioniert. Natürlich geht er auf die verschiedenen Belichtungsprogramme A (Av), S (Tv) und M ein, erklärt die Blitzsynchronisationsarten und Möglichkeiten. Die Belichtungsmessung (TTL), Blitzkorrektur und Leistung der Systemblitze wird genau beschrieben. Es folgt eine Erläuterung mit Bildbeispielen von direktem, indirektem und entfesseltem Blitzen.

Gleich darauf geht der Verfasser auf das Ausleuchten einer Szene mit mehreren Blitzgeräten (Master und Slave) ein. Vorteile und Nachteile der Blitz-Synchronisation per Infrarot und Funk sind hervorragend erklärt.

Bevor der Fotograf die verschiedensten Praxisbeispiele aufzeigt, gibt er uns als Leser noch Informationen zu

  • Lichtformung
  • Lichtfarbe
  • Lichtqualität
  • Lichtwirkung zu verschiedenen Uhrzeiten
  • Blitzzubehör

Blitzworkshops

Nach der überaus wichtigen Theorie, die zudem gut beschrieben ist, folgt auch die Blitzpraxis: Die Workshops zeigen verschiedene Aufnahmesituationen aus dem Leben mit Lösungen. Dabei hat Autor Uwe Statz aber nicht einfach die perfekte Umsetzung veröffentlicht. Er nähert sich statt dessen dem besten Foto mit aufgezeigten Ansätzen und Verbesserungen der Ausleuchtungen und Belichtungen. Das ist für uns als Leser so wertvoll, weil wir daraus lernen und nachvollziehen können, welche Änderungen sinnvoll sind. Begleitet werden die Beispielfotografien von kleinen Handskizzen, welche die Platzierung des Modells, der Kamera und des Blitzlichtes illustrieren.

Die Beispiele sind praxisorientiert und richten sich an Einsteiger wie Enthusiasten gleicher maßen. Dabei sind Fotografien von Handwerkern bei der Arbeit, Funkenflug, Wanderblitztechnik bei Finsternis, Portraits, lustige Ringblitzaufnahmen und motivierende Actionfotos. Sogar auf das Stroboskopblitzen wird eingegangen.

Der Autor arbeitet mit verschiedenen Blitzgeräten von Nikon und Billiganbietern. Profifotografen werden sich bei der Auswahl der Billigblitze vermutlich eher angewidert abwenden, da man bei Rezensionen der in China reproduzierten Geräte immer wieder auch Hinweise auf 3 von 3 gelieferten defekten Blitze findet. Jedoch ist ein Blitzen mit mehreren Marken-Systemblitzen sicher nicht für Amateure erschwinglich und aus diesem Grunde sicher auch für das Buch zulässig.

Was die Funksender und Funkempfänger angeht, wäre es dem Autor gut bekommen, einmal die wertvollen, wenn auch hochpreisigen Geräte von Pocketwizard zu probieren. Zwar weist der Schreiber auf diese Geräte hin, lehnt sie aber wegen der Preise ab. Das passt zur Leser-Zielgruppe der Amateure, ist aber deshalb schade, weil das Einstellen der Blitze auf manuelle Leistung oder über die eingebaute Infrarottechnik immer sehr zeitaufwändig ist. Hier unterscheidet sich auch die Zielgruppe deutlich: für diese Art Setups haben Profis einfach keine Zeit, für die Amateure ist es ein wunderschönes Experiment, die Workshops nachzufotografieren.

Fazit

Das Buch richtet sich zu Recht an Fotoamateure und deren Budget. Es erläutert außerordentlich gut das korrekte Blitzen in Theorie und Praxis. Wer einstiegen möchte in das direkte, indirekte und entfesselte Blitzen, liest und lernt mit dem Werk Richtig blitzen mit dem Systemblitz aus dem mitp-Verlag genau richtig.

Der Schreibstil von Autor und Fotograf Uwe Statz ist locker, lustig und wirklich flüssig zu lesen. Ein sehr gutes Buch!

Hinweis: Zur Vertiefung der Blitzpraxis finden Sie in Kürze eine Buchrezension von meinem Kollegen Klaus Dicken auf dieser Webseite. Das Werk beschäftigt sich ebenfalls mit dem Systemblitzen, ist aber aufwändiger und richtet sich nicht an den Einsteiger, sondern an den fortgeschrittenen Amateurfotografen und Profi.

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

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