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Meine Art der Reisefotografie Venedig – Teil 3 – Am Abendr

Meine Art der Reisefotografie Venedig – Teil 3…

Nun folgt Teil III meiner persönlichen Art der Reisefotografie. Weiterhin gelten für mich die folgenden Regeln, um Menschenansammlungen an Sehenswürdigkeiten (fotografisch) zu verhindern bzw. auszublenden:

1. Ganz früh aufstehen (und damit meine ich so richtig früh, vorzugsweise vor Sonnenaufgang), wenn alle “normalen” Menschen/Touristen noch im Bett liegen.

2. Sich nur auf Details der Sehenswürdigkeit beschränken.

3. Ganz spät die Sehenswürdigkeit besuchen, wenn alle Tagestouristen schon wieder weg sind.

Diesmal möchte ich euch, wieder am Beispiel der Piazza di San Marco, meine Ergebnisse zu Punkt drei zeigen.

In Teil I hatte ich je bereits geschrieben, das an der Piazza di San Marco immer (gefühlt) alle Touristen Venedigs versammelt sind. Nun ja, das stimmt sicherlich nicht ganz, aber die Menschenmassen schieben sich nur in geringfügig kleinerer Anzahl am Abend über die Piazza. Für meinen Geschmack sind es immer noch zu viele. Aber ich glaube, gerade solche Orte sind nie menschenleer und leider muss man ja nun auch irgendwann schlafen (vor allen Dingen, wenn man den ganzen Tag zu Fuß die Stadt erkundet hat!), so dass ein nächtlicher Beweis noch aussteht.

Dennoch haben wir es uns nicht nehmen lassen und sind an einem Abend, diesmal auch bewaffnet mit dem Stativ und sehr müden Füßen, noch einmal zur Piazza gegangen. Es war trocken, nicht sehr windig und zum Glück auch nicht so kalt. Ein perfekter Abend zum Fotografieren!

Ein weiterer Vorteil, in Venedig, sind die nun sehr ruhigen kleinen Kanäle, die uns auf dem Weg zur Piazza mit tollem Lichtspiel und Spiegelungen erfreuen.

Variante 3: Aufnahmezeit zwischen 20.00 bis ca. 23.00 Uhr

Die Piazza di San Marco ist auch am Abend eine Herausforderung. Es ist gar nicht so einfach den richtigen Winkel zu finden, denn die Linien im Pflaster der Piazza irritieren das Auge noch zusätzlich. Ich habe für´s erste Bild wahrscheinlich 10 Minuten gebraucht und das Stativ immer wieder anders ausgerichtet oder woanders hingestellt. Ich gebe zu, so richtig glücklich bin ich mit den Bildern dennoch nicht, obwohl ich noch nicht einmal sagen kann woran es liegt.

Zudem waren mir weiterhin noch zu viele Menschen unterwegs, so dass wir uns doch lieber der Aussicht über die Lagune zugewendet haben. Die kleine Insel San Giorgio Maggiore mit dem gleichnamigen Kloster ist wunderschön beleuchtet und die Vaparettos (Wasserbusse) zaubern zudem noch wunderliche bunte Lichter ins Wasser. Hier gefällt mir die Aussicht und das Ergebnis schon viel besser!

Doch nicht nur die Piazza di San Marco ist am Abend ein lohnendes Ziel für Fotografen, auch die Ponte dell’Accademia ist für eine Überraschung gut. Wir sind, nur bewaffnet mit der Kamera, nach dem Essen einfach nur auf Schnappschuss-Fang gegangen und haben, wie ich finde, wunderschöne Bilder mitgebracht. Ein Stativ wäre, da die Brücke mit vibrierenden Holzbohlen belegt ist, eher hinderlich gewesen. Sie ist zwar breit, aber so breit nun auch wieder nicht! Die ein oder andere Kollision mit dem Stativ wäre sicherlich auch nicht ausgeblieben. Also haben wir das Brückengeländer als Stativersatz genutzt, das glücklicher Weise die Vibrationen des Bodenbelags nicht übernommen hat. Hier steht man über dem Canal Grande, der berühmten Wasserstraße Venedigs und auch dort ist Abends immer etwas los.

Begleitet von Zauberhafter Lautenmusik und tollen Gesang (ich hoffe für jeden der Venedig besucht, das dieser tolle Musiker dann auch auf der Brücke zu finden ist) genießen wir das Treiben auf dem Canal Grande. Doch auch die Aussicht in Richtung Lagune, an deren Beginn die Kirche Santa Maria della Salute thront, ist sehr sehenswert. In meinen Augen ist das die schönste Aussicht Venedigs!

Sicherlich hat Venedig und jeder andere Ort sehr viele schöne Ecken, die sich abends in ein Lichtermeer verwandeln. Traumhaft schön ist zum Beispiel auch meine bisherige Lieblingsstadt (bisherig, weil Venedig ihr den Rang abgelaufen hat) Brügge. Es lohnt sich – fast – immer, sich abends noch einmal auf die Pirsch zu machen und mit dem Stativ auf die Jagd noch schönen Motiven zu gehen. Jede Stadt sieht im Dunkeln anders aus als tagsüber. Ja, manchmal zeigt sich der Charme einer Stadt tatsächlich erst nach Einbruch der Dunkelheit. Also, beim nächsten Urlaub nicht am Abend feiern gehen oder im Hotelzimmer versacken, auf die Beine, Kamera und Stativ geschnappt und einfach mal losgehen, auch wenn die Füße noch so schmerzen. Das hat neben einmaligen Urlaubserinnerungen in Form toller Fotos auch noch den Vorteil, danach kann man ganz bestimmt wunderbar in dem fremden Bett schlafen, weil man einfach ko ist :-)

 

Kleine Anmerkung: Ihr hat übrigens die Ehre meine ersten Versuche in der Bearbeitung in Lightroom zu sehen. Ich hoffe, die Ergebnisse können ein wenig überzeugen und die Horizonte sind leidlich gerade (ich habe mir wirklich Mühe gegeben, Peter :-) ).

Teil IV zeigt übrigens Schnappschüsse von Venedig … viel Spaß dabei!

Über Kommentare, Anregungen und Verbesserungsvorschläge würde ich mich – wie immer – sehr freuen!

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Geschrieben von:

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Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken.
Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung!

Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden:
www.d-photography.de/

4 Kommentare

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  • Hey Britta,

    Du solltes wirklich überlegen mal einen Reisebericht zu veröffentlichen!!! Du schreibst so herrlich, dass Du es schaffst mich immer ein Stück weit mit zu nehmen.

    Das dritte (4.) Bild wirkt auf mich nur wenig, alle anderen tun das sehr wohl!! Klasse Foto`s !!

    Ich kann Dir nicht sagen, was Du richtig oder falsch machst ;-) mir gefällt auf jeden Fall die Stimmung die die Foto`s haben, die Lichter und Lichtspuren finde ich immer ganz toll. Alles richtig gemacht würde ich mal sagen.

    Ach ja, ich hab`s gemerkt, dass Du mit Lightroom gearbeitet hast, wirken sehr knackig die Foto`s :-)

    LG
    Susanne

    • Hallo Susanne,

      Reiseberichte habe ich hier massenhaft im Regal stehen. Den ein oder anderen kennst Du sogar schon. Nur ein Verleger wird sich für unsere persönlichen Erinnerungen, denn das sind sie, nicht interessieren. Dafür gibt es genügend Autoren die das viel besser können als ich und einen weitaus bekannteren Namen haben (ist auch ziemlich hilfreich) :-)

      Danke! Nun ja, Du kennst ja auch die unbearbeiteten Versionen der Bilder :-) Aber dann scheine ich es ja halbwegs richtig gemacht zu haben.

      LG
      Britta

  • Hallo Britta,
    was soll man sagen, ich wandle in meinem Urlaubserinnerungen durch Venedig und kann mir vorstellen, wie du hinter deinem Stativ stehst und schon ganz gespannt wartest bis der Spiegel endlich wieder runterklappt, um das Ergebnis der Belichtung zu sehen. Für Bild Nummer #7 (Santa Maria della Salute) erstmal ein „WOW- was ist das eine spitzen Aufnahme“. Traumhaft und falls du mal ein Fotobuch im Hochformat machst – bitte gebe dem Bild ne ganze Seite.
    So und nun noch etwas zu den restlichen Bildern, welche so viel vorweg, alle super sind und ich mir ein paar rauspicke, zu denen ich eine Anregung habe.
    Finde das Bild #2 (die Verkäufer mit den Laserteilen scheint es auf dem Markusplatz ja immer noch zu geben ;) ) bzgl. der Orientierung des Pflasters sehr gut gewählt und auch die Arkaden der Prokuratien sind super belichtet. Würde das Bild in Lightroom unter Objektivkorrektur um ca. -15° vertikal neigen, dann ist zum einen das Gerüst oben rechts weg (Häkchen bei Zuschnitt beschränken rein) und die beiden Säulen vor der Basilika sind senkrecht. Bei Bild #5 mit dem Blick auf San Giorgio Maggiore hast du auch wieder ein tolle Stimmung eingefangen – irgendwie will mit Auge aber den einen Pfahl vor der Kuppel entfernen – wäre vielleicht 2 Zentimeter nach links gestanden. Was dem Auge etwas Ruhe gibt, wäre hier ein kleines Stückchen Vordergrund des feststehenden Kais, da die Gondeln bei der Belichtungszeit einfach sehr verwischen.

    Bei den Bildern auf der Accademia Brücke ist für mich Bild #12 die beste Aufnahme aus der sehr guten Reihe. Ich konnte mich damals schon an der Fassade des Palazzo Cavalli-Franchetti nicht satt sehen und dazu noch die Basilica di Santa Maria della Salute auf dem gleichen Bild – tolles Bild.

    Deine Bearbeitung in Lightroom (ich liebe dieses Programm und hoffe, dass es niemals nur noch über die Cloud Version zu haben ist) sind für mich durchweg gelungen. Finde das jeder die Bilder so für sich im Nachgang verändern sollte, dass sie einem selbst gefallen auch wenn sie sich etwas vom Original entfernen. Aber das ist doch auch schöne an LR – das Original ist immer da.
    Viele Grüße
    Timo

    • Hallo Timo,
      sorry, irgendwie ist mir Dein Kommentar verloren gegangen :-(
      Natürlich hat die Santa Maria della Salute eine A4 Seite in meinem Fotobuch bekommen. So ein Bild, finde ich, macht man nicht alle Tage und das muss man schließlich auch zeigen :-) Ich freu mich, dass es Dir gefällt. Bin schon ein wenig stolz darauf.
      Ja, mit der geraden Ausrichtung habe ich so meine Probleme. Ich habe mich an diesen drei Bilder fast zu Tode korrigiert und irgendwann gar keine gerade Linie mehr gefunden. Hier habe ich definitiv noch Nachholbedarf. Sowohl in der Aufnahmetechnik, als auch bei der Nachbearbeitung. Aber ich übe weiter :-)
      Ich merke schon, ich muss noch einmal nach Venedig, um all die tollen Tipps umzusetzen. Nicht, dass das eine Strafe wäre :-)
      Ich ärgere mich zum Beispiel, das ich nicht einmal morgens zur Ponte dell’ Accademia gegangen bin. Unser B&B war nur einige Schritte entfernt, so dass das wirklich kein Akt gewesen wäre. Es sieht bestimmt klasse aus, wenn die Sonne hinter der Santa Maria della Salute aufgeht. Also, noch ein Punkt für den nächsten Besuch :-)
      LR ist so eine Sache. Ich bin wirklich noch absoluter Anfänger, daher freue ich mich, das meine Bearbeitung Dir gefällt. Aber ich bin auf jeden Fall noch nicht so gut, das ich nach der Bearbeitung sagen könnte, wow, jetzt ist das Bild viel besser.
      LG
      Britta

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