Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Neue Sony A9 – Schaufelt Sony zwei Gräber? *Meinung

Die neue Sony A9 bedeutet leider, dass Canon und Nikon angezählt sind und Sony zwei Gräber schaufelt. Die hochprofessionelle Sony A9-Kamera mit einem Preis für Profis, ist wie ein Erdbeben im japanischen Kamera-Herstellermarkt. Was das für Canon und Nikon bedeutet ist jetzt schon klar: die beiden müssen dringend etwas bieten. Warum das meine Meinung ist, lesen Sie hier:

Sony A9 - 20 Bilder pro Sekunde mit unterbrechungsfreiem Sucher

Sony A9 – 20 Bilder pro Sekunde mit unterbrechungsfreiem Sucher – Foto Sony

Spiegelloser Markt verpasst: Canon und Nikon am Ende?

Moderne Systemkameras* kommen in zwei Ausführungen daher:

  • Spiegelreflexkameras (engl. DSLR) mit optischem Sucher und
  • Spiegellose Kameras (engl. DSLM) mit elektronischem Sucher

Beide digitale Kamerasysteme heißen Systemkamera, obwohl der Begriff immer häufiger ausschließlich für spiegellose Systemkameras (engl. DSLM) genutzt wird. Tatsächlich ist die Eigenschaft einer Systemkamera ein kompatibles System innerhalb der Kameragehäuse (engl. Camera-Body), Objektive und Systemblitze anzubieten. Diese Eigenschaft trifft auf beide Systeme zu. In diesem Artikel (rechts oder unten) habe ich erklärt, was eine spiegellose Systemkamera von einer Spiegelreflex-Systemkamera unterscheidet.

Hinweis elektronischer Sucher: Die meisten Menschen bemerken den Unterschied zwischen den beiden Suchern meist nicht. Was ein elektronischer und optischer Sucher ist, wissen Fotoamateure meist erst, wenn ich es im Fotokurs erkläre. Der Umstand deutet darauf hin, wie gut elektronische Sucher mittlerweile sind.

Canon und Nikon versuchen seit der Photokina 2014 hoffnungsvoll an ihren, zweifellosen guten, Spiegelreflexsystemen festzuhalten. Beide Hersteller ignorieren in typischer japanischer Konservativität und Arroganz* seit langem den spiegellosen Markt. Canon bringt immerhin, aber völlig lustlos, die EOS M5 / EOS M6 heraus, hat aber keinerlei vergleichbare Technologie zu Sony, Panasonic, Fujifilm und Olympus. Nikon und Canon haben den Markt ignoriert, schlimmer noch: sie haben versucht, den Verbraucher im Spiegelreflexmarkt zu konservieren.

Canon – Konservativ und arrogant?

Dabei hätte alles gut werden können für die beiden Hersteller. Man hätte nur schneller und vorausschauender auf neue Technik setzen müssen und seine Aktivitäten parallel aufbauen können. Statt dessen haben Geschäftsführer die beiden Marken japanisch wie immer geführt: Abwarten, reagieren, wenn der Markt reif ist, dann kopieren. Sony, Panasonic, Fujifilm und Olympus haben die Nische spiegellose Systemkameras früh erkannt, gehandelt und ausgebaut. Uneinholbar so scheint es.

Das japanische Motto: Abwarten, Reagieren, Kopieren

Canon müsste jetzt mit einer spiegellosen Systemkamera daher kommen, die mindestens 15 Bilder pro Sekunde bei hervorragendem Autofokus liefert. Ob Canon das in 2017 liefern kann, ist die eine Frage. Die andere Frage ist, ob es nach der Sony A9 noch jemanden interessiert.

Die Wette gilt: Canon hat noch fünf Jahre – Nikon noch zwei Jahre.

*Warum ich Nikon und Canon für arrogant halte liegt daran, dass beide versuchen dem Verbraucher Kameras auf das Auge zu drücken, ohne sich an den Bedürfnissen der Kunden zu orientieren. Nicht immer ist eine Volksbefragung von Vorteil, siehe Brexit, dennoch ist es verkehrt und fatal die Kundenmeinung arrogant zu ignorieren.

Was jetzt passiert war für Branchenkenner vorhersehbar: Canon und Nikon haben Probleme Marktführer zu bleiben. Wie ich das so krass sehen kann? Die Argumente:

  1. Ein immer kleiner werdender Käuferkreis bewirbt sich um hervorragende Pendants für das Smartphone. Nur wirkliche Fotoamateure und Fotografen wissen um den Vorteil einer eigenständigen Kamera im Vergleich zum Smartphone. Dieser kleiner werdende Markt ist seit 2013 mit 4.58 Millionen verkauften Kameras in 2016 auf 1.32 Millionen gesunken.
  2. Canon baut seit Jahren keine Kameras mehr, die die ersten Plätze der Testcharts anführen.
    Früher war man es gewohnt viel Werbung von Canon in Testmagazinen zu sehen und die Ergebnisse zeigten auf den ersten Plätzen immer Canon Kameras. Das ist längst vorbei. Die Digitalphoto (Digitalphoto Magazin ausführlich hier vorgestellt) zeigt im professionellen Bereich die Sony A77 II auf Platz eins und Canon erst nach Nikon, weit abgeschlagen. Bei den CSC-Profi-Kameras (CSC = Compact System Camera = dt. kompakte Systemkamera) liegt die Fujifilm X-T2 auf Platz 1 vor Panasonic. Auch hier ist Canon weit abgeschlagen.
    Zwei der neuesten Modelle (EOS 77D und EOS 6M sind überflüssige Kameramodelle) spiegeln die völlig ratlose Geschäftsführung.
  3. Nikon hatte mal 1.000 Mitarbeiter mehr. Die wurden erst vor kurzem entlassen oder in Vorruhestand geschickt. Das Unternehmen stampfte erst vor kurzem drei Kameraentwicklungen ein, die lange angekündigt waren und bringt jetzt eine kastrierte D500, namens D7500, heraus, die eine ebenso ratlose Geschäftsführung offenbaren (zu hoher Preis für eine Einsteigerkamera).
  4. Nikon wurde durch Sony bereits auf Platz drei der Kamerahersteller für Vollformatkameras in den USA verbannt. Diese Sony Pressemitteilung zeigt die Übermacht der eigenen Entwicklung.

Beide Hersteller, Canon und Nikon, haben keine adäquate Kamera zur Sony A9 oder zu einer Fujifilm X-T2. Die neue Sony A9 kann 20 Bilder pro Sekunde belichten, hat keinerlei Verschleißteile (den mechanischen Verschluss wird die Zielgruppe nicht nutzen) außer den Buttons, schießt 24 MP-Fotos mit voller AF-Unterstützung und bietet dem Auge des Fotografen einen unterbrechungsfreien elektronischen Sucher mit 3.6 Megapixeln!

Jetzt passiert gerade folgendes: Die Sportfotografen, Wildlifefotografen und Actionfotografen merken, dass Sony die bessere Kamera als die Canon EOS 1DX Mark II oder die Nikon D5 / D500 baut. Sportfotografen haben meist einen Fuhrpark von langen Objektiven im Wert von mehreren EUR 10.000,-. Ein langes 500mm Objektiv mit F/4 beginnt bei etwa EUR 9.000,-. Diese Fotografen sehnen sich nach den Eigenschaften der Sony A9. Wer mit 20 Bildern pro Sekunde schießen kann, sich auf einen zuverlässigen, schnellen Autofokus verlassen muss und gleichzeitig einen unterbrechungsfreien Sucher nutzen darf, der fackelt nicht lange und kauft Sony zusätzlich.

Sony schaufelt zwei Gräber

Sony A9Kommt in den nächsten Wochen nicht mindestens eine Ankündigung von Canon und Nikon, dann hat Sony ein Doppelgrab geschaufelt. Wer nämlich erst die Profis gewinnt, der übernimmt mittelfristige und langfristig auch die Amateure. Das weiß Canon und schickt zu Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen hunderte seiner weißen Telebrennweiten an den Start. Das könnte in Kürze vorbei sein, wenn Sony bei den Objektiven erst nachlegt. Ein neues 100-400mm Telezoom begleitete die Vorstellung der Sony A9 bereits. Fehlt nur noch ein 500mm F/4 und ein besserer Profiservice, und Sony ist der neue Vorreiter.

Im Umkehrschluss bedeutet die neue Sony A9, dass die Flagschiffe EOS 1DX Mark II und Nikon D5 (Fehlentwicklung) nicht mehr neu angeschafft werden, wenn Sie nicht bereits für 20.000 EUR Teleobjektive der Marke in Gebrauch haben. Nicht, dass Sie mit diesen Spiegelreflex-Kameras keine guten Bilder schießen können. Nein, die Sony-Entwicklung zeigt dennoch deutlich, wohin die Reise geht. Und wenn Canon und Nikon erst einmal mit veralteter Technologie und viel zu hohen Preisen die Profifotografen verlieren, dann ist das der Anfang vom Ende. Genau diese Entwicklung ist schon im Gange (wir berichteten über Systemwechsel von Canon und Nikon zu Fujifilm). Es gibt immer mehr Systemwechsel zu Fujifilm, Olympus, Panasonic und Sony. Profis wechseln derzeit gerade stark zu Fujifilm.

Die Objektive der ehemaligen Marktentwickler sind ein letzter Grund noch nicht zu Sony, Panasonic, Fujifilm oder Olympus zu wechseln. Die Hersteller Canon und Nikon haben sehr große Objektivsortimente. Hersteller wie Tamron oder Sigma bieten zudem noch weitere preiswerte und extrem scharfe Objektive für Canon und Nikon Fotografen. Im Moment traut deshalb noch niemand zu sagen:

Canon und Nikon könnten schon bald am Ende sein.

Ich behaupte: wenn beide Geschäftsführungen nicht bald ausgetauscht werden oder wach werden, sind diese Hersteller in maximal fünf Jahren obsolet. Schafft es Canon nicht, noch im Jahre 2017 eine spiegellose Kamera im Vollformat mit ähnlichen Autofokus-Leistungen und Serienbildgeschwindigkeit wie die Sony A9 auf den Markt zu bringen, wird der Marktführer noch maximal fünf Jahre am Markt bleiben und sich dann von den Einnahmen in der Medizintechnik und den Zinsen seiner Milliardenerlöse ernähren müssen.

Heute kann man sich noch nicht vorstellen, dass Sony, wie schon Minolta, auch einmal Nikon oder den Marktführer aufkaufen könnte. Die Gesellschaft wird es nur tun, weil sie eventuelle Patente für Objektive benötigt. In meinen Augen, und denen anderer Marktkenner, ist das, was die Geschäftsführung der beiden ehemaligen Größen im Herstellersegment im Moment in Sachen spiegellose Systemkameras abliefern, nicht mehr gutzumachen.

Beide Mitbewerber von Sony wären hervorragend beraten, Visionäre und Fotografen zu engagieren, die wissen, was der Markt verlangt, anstatt dem Markt eine nicht mehr zeitgemäße Modelpolitik mit ständig kastrierten Kameras zu präsentieren. Als Argument will ich nur mal die EUR 4.065,- teure 5D Mark IV ohne Klappdisplay nennen. Ich kennen keinen Fotografen, der das fehlende Klappdisplay nicht moniert hätte. Ich selbst fotografiere viel aus der Froschperspektive und lasse die EOS immer öfter für die Fujifilm X-T2 stehen, bei der ich nur das GPS vermisse.

Sony wird als nächstes noch sein Objektivsortiment ausbauen und den Service verbessern. Das Unternehmen ist bereits genau hier tätig. Machen wir uns nichts vor: Canon kann nur noch gewinnen, wenn es umdenkt, und zwar sehr schnell. Meine Prognose: Weder Schnelligkeit noch offene Ohren sind Stärken von Canon und daran wird das Unternehmen vermutlich scheitern. Und ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich Canon gerne mit Innovationen als Marktführer zurück sehen möchte!

Technische Daten Sony A9

  • 24,2 Megapixel
  • 20 Bilder pro Sekunde mit AF-/AE-Tracking
  • 200 RAW Bilder in Folge oder 300 JPG Bilder in Folge
  • Unterbrechungsfeier Sucher mit 3.6 Mio. Pixeln (fast 4K) !!!
  • 693 Punkt AF-Phasendetektion mit fast vollständiger Abdeckung des Suchers bis zum Rand bedeutet, dass Ihnen ein Actionmotiv nicht mehr aus den vergleichbar kleinen AF-Bereichen von Canon und Nikon herausläuft
  • 5-Achsen-Bildstabilisator mit etwa 5-Blendenstufen Vorteil
  • E-Mount-Objektivsystem von Sony
  • Akkulaufzeit von ca. 480 Bildern – Riesige Akkulaufzeit für eine spiegellose Systemkamera mit neuem Akku
  • Preis EUR 5.300,-
  • Verfügbar in Europa vermutlich im Juni 2017

Video zur Sony A9

FAZIT Sony A9

Die neue Sony A9 lehrt Canon und Nikon das Fürchten. Näher dran an der Leistungsfähigkeit der neuen Sony ist allemal Fujifilm oder Panasonic oder Olympus, welche aber alle kein Vollformat liefern. Wenn Canon und Nikon im Juni oder Juli neue Kameras ankündigen, wird sich herausstellen, ob die beiden konservativen Hersteller endlich verstanden haben, wohin die Reise geht.

Gegen die Sony A9 spricht ein nicht so professioneller Service wie der von Canon, sowie die fehlenden Objektive für Sport und Wildlife. Im Umkehrschluss sind sowohl Canon, als auch Nikon in der Lage, genau diese Tele-Objektive und den Service zu liefern, den Sportfotografen und Wildlifefotografen benötigen. Trotzdem wird beiden Firmen mit der Sony A9 der Arsch auf Grundeis gehen, davon bin ich überzeugt.

Sollen Sie die Sony A9 jetzt kaufen?

Wenn Sie Sportfotograf oder Wildlifefotograf sind, so werden Sie nicht wechseln, da Sie bereits einen großen Objektivpark haben. Entweder sind Sie also Einsteiger und haben viel Geld oder Sie kaufen die Kamera zusätzlich zur vorhandenen Canon oder Nikon. Vielleicht leihen Sie sie auch nur aus, um mal zu sehen, was die neue Sony A9 kann, um dann komplett zu wechseln und sich noch eine A7R II als Backup-Kamera. Ich bin sehr sicher, dass Sony viele Käufer für die A9 finden wird. Außerdem wird die Konkurrenz endlich den beiden bisherigen Platzhirschen Beine machen.

Ich wäre froh, wenn Canon und Nikon etwas unternähmen gegen diese Bombe von Sony! Besseres Marketing wäre ein Anfang.

Amateure und Einsteiger müssen sich genau überlegen, welche Kameramarke sie kaufen. Der Kauf ist abhängig von vielen Dingen: Handhabung, Menüführung, Service, Preis und Überlebensfähigkeit des Herstellers. Wenn Sie bereits eine gute Kamera besitzen, so ist diese jetzt nicht schlechter, nur weil Sony die A9 bringt. Sie machen mit Ihrer bestehenden Kamera genauso gute Fotos wie bislang. Die Qualität Ihrer Fotografie steigern Sie als Einsteiger oder fortgeschrittener Amateur sowieso besser mit professioneller Hilfe in einem guten Fotokurs. Sind Sie zudem kein Actionfan oder Wildlifefan, dann ist diese Kamera uninteressant für Sie und Sie achten auf ganz andere Aspekte beim Kamerakauf. Vielleicht ist Ihnen, wie mir, ein Klappdisplay zunächst viel wichtiger als 20 Bilder pro Sekunde? Immerhin sollten Sie den Markt gut beobachten und wissen, welcher Hersteller in die falsche Richtung läuft.

Wem würde ich also zur Sony A9 raten? Im Moment noch niemandem, denn der Objektivpark und der Service ist für mich wirklich ausschlaggebend und der ist bei Sony einfach noch nicht professionell genug. Der Canon Service hingegen gehört zu dem besten, was Unternehmen bieten könne. Auf den Service von Canon lasse ich nichts drauf kommen! Den Nikon-Service kenne ich nicht und bin hier auf Ihre Kommentare unter dem Artikel angewiesen.

Für mich persönlich ist dennoch auch klar: Wenn in absehbarer Zeit keine spiegellose Systemkamera von Canon mit hervorragendem Objektivsortiment kommt, dann war die EOS 5D Mark IV meine letzte Investition in das Unternehmen. Ich werde dann das von mir geliebte Fujifilm-System ausbauen (bin schon dabei – Stichwort Fujifilm X-T20).

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Neue Sony A9 – Canon und Nikon am Ende? *Meinung

Peter Roskothen

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fotojournalist sowie Fototrainer und schreibe auf *fotowissen für andere Foto-Amateure und ambitionierte Fotografen. Die digitale Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design. Bei Google Plus finden Sie mich unter Google+

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19 Kommentare

  1. Thomas Mayer

    Vielen Dank für diesen Artikel. Ich benutze nun seit vielen Jahren Sony Kameras und bin damit sehr zufrieden. Anfänglich von anderen belächelt, den Canon und Nikon galt ja über viele Jahre als das Maß aller Dinge. Entschieden hatte ich mich ursprünglich für eine Sony, weil mir die Menüführung lag. Dies ist nach meiner Meinung, gerade für den Amateur ein wichtiger Aspekt. Einziger Punkt, der mich immer wieder geärgert hat, war der eigene Blitzschuh. Hier musste man dann ein Adapter benutzen, um fremde Blitze oder Funkauslöser benutzen zu können. Das ich ein überzeugter Fan des optischen Suchers bin, habe ich hier schon an anderer Stelle geschrieben. Und gerade deshalb sind spiegellose Systemkameras so interessant geworden. Zu der alpha 9 kann ich nichts sagen, aber Peter als Profi wird wissen wovon er schreibt. Ich selbst habe schon vor geraumer Zeit mit einer Sony Kamera der 7er Reihe geliebäugelt. Die Sony a7s mit Vollformatsensor, bei 12,2 Megapixel ist für mich ein absolutes Highlight. Ich durfte testweise einige Bilder mit ihr machen. Extrem rauschfrei auch bei hohen ISO Werten. Im Internet ist der Body für um die 2000 € erhältlich. Da kann auch der Amateur nachdenklich werden. Ob Sony der Totengräber für Canon und Nikon ist, kann ich nicht beurteilen. Beide Marken haben in meinem Bekanntenkreis ein noch immer sehr hohes Image. Ich bin aber wie Peter der Meinung, dass die sinkenden Verkaufszahlen zu einem immer stärker werdenden Verdrängungswettbewerb führen werden. Überleben werden die Innovativen. Und da sehe ich Sony auch weit vorne.

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    • Peter Roskothen

      Danke Thomas, wenn Du eine Sony hast, ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass Du durch einen optischen Sucher schaust. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Die spiegellosen Systemkameras haben fast alle einen elektronischen Sucher.
      Der Adapter für den Fremdblitz (TTL?) ist doch eher ein Entgegenkommen. Das kann man doch mit kaum einem anderen System anfangen?

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      • Thomas Mayer

        Hallo Peter,
        Du hast völlig recht. Habe mich verschrieben. Es sollte elektronischer Sucher heißen. Und von dem bin ich voll überzeugt.
        LG
        Thomas

  2. Den Tod zweier Marktführer voraussehen zu wollen ist wie der Blick in eine Glaskugel.

    Ich gebe ihnen aber recht:
    Warum Canon und Nikon keine gute DSLM bringen, erschliesst sich mir auch nicht.
    Man müsste sich ja nicht komplett vom DSLR – Markt trennen.

    Canon und Nikon werden den Weltmarkt ja auch beobachten. Warum sie nicht reagieren,
    wir wissen es nicht. Technisch dürfte es ihnen nicht schwer fallen was zu entwickeln.

    Vielleicht haben sie es bis heute nicht nötig ?

    Wenn meine Recherchen stimmen ist bis heute die Canon 5D mk3 die meistgenutzte
    Kamera weltweit.

    Vielleicht ist Sony vielen Fotografen schon zu innovativ !
    Viele A7 Modelle in recht kurzer Zeit tragen nicht zur Wertbeständigkeit und Zufriedenheit
    bei.
    Ein Blick heute in die bekannten Kleinanzeigen: Dreißig A7/r/ii Modelle standen zum Gebrauchtkauf.
    Warum verkauft jemand nach so kurzer Zeit wenn er doch zufrieden ist ?

    Was ich ausdrücken möchte ist, dass man den Markt nicht so einfach analysieren kann.
    Die Interessen und Vorlieben vieler Fotografen sind meiner Meinung nach nicht so einfach
    zu durchschauen.

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  3. Wenn Sony dies und das und jenes noch bringt kommen Canon und Nikon in Schwierigkeiten, ja klar, aber noch ist das Alles nicht da und bis dahin wird noch genug Zeit vergehen und Canon mit Sicherheit reagieren. Und man ersetzt nicht einfach ein funktionierendes System, gegen ein noch nicht Erprobtes. Bei Nikon bin ich mir nicht sicher, ob und wie sie reagieren wollen und können, da sie wegen des Sensors von Sony abhängen. Und noch weiss keiner – Papier ist geduldig – wie gut die Sony im Vergleich zu Canon und Nikon tatsächlich ist. Ist der mögliche Unterschied überhaupt da und wenn ja relevant? Ich wäre mit einem Statement wie sie es oben geben vorsichtiger, denn mich hat Sony bis jetzt noch nicht überzeugt und ich tendiere eher – wenn ich von Canon wechsle zur Fuji GFX 50s, denn ich brauche keine 20 Bilder in der Sekunde.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Peter Roskothen

      @Joe – Danke für den Kommentar! Ich gebe Ihnen in weiten Teilen Recht. Die Alternative lautet definitiv Fuji GFX 50s. Vollkommen korrekt für uns beide.
      Jedoch nicht für Sportfotografen, Wildlifefotografen oder Actionfotografen. UND was Sony hier vorstellt sollte Nikon und Canon ganz schön ans Schwitzen bringen. Der elektronische Sensor und die spiegellose Systemkamera wird von beiden bislang total verpasst. Wann wollen die denn anfangen? Gegen die Qualität der Objektive von Fujifilm kommen beide doch nicht mehr an.

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      • Bei der GFX 50s scheint es Probleme mit dem AF zu geben, diglloyd testet inzwischen den dritten Body … für den Preis eigentlich inakzeptabel.

  4. Ich fotographiere auch seit geraumer Zeit mit einer Sony A7II und bin überaus zufrieden mit dieser „eierlegenden Wollmilchsau“. Ich brauche auch keine 20 B/s und was die z.B. die Akkulaufzeit angeht, da brauche ich als Hobbyfotograf nur einen weiteren Akku in der Hosentasche und ich bin versorgt.
    Das Schöne an dem Sony-System ist doch, dass sich jeder was raussuchen kann. Wenn ich mir vorstelle, was eine A9R oder A9S leisten werden…Nehmen wir an, die A9R bekommt tatsächlich einen >60MP Sensor, dann brauche ich nicht unbedingt Mittelformat. Eine A9S mit vielleicht 18-24 MP und der High-ISO-Leistung der A7SII.
    Da bietet Sony einfach für jeden etwas. Die oft bemängelte Menge hochwertiger Objektive kann Sony meines Erachtens eher beheben, als Canikon den DSLM Rückstand. Noch was zum Thema Größe des Gehäuses: Ich habe in Zeiten von Canon AE1 und Nikon F3 mit dem fotografieren begonnen und bin recht groß. Die A7 Reihe hat wieder ungefähr die Größe wie die Gehäuse damals und sind für mich völlig gut zu handhaben, mit dem Batteriegriff ist es perfekt. Eine Canon EOS 5 MKIII ist mir schon fast zu groß, v.a. mit Batteriegriff.
    Canon und Nikon bauen super Kameras, Sony aber eben mittlerweile auch, auch wenn dass viele, viele Canon und Nikon Fans nicht annerkennen wollen oder können.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Peter Roskothen

      Guten Tag Herr Schriever, danke für den Kommentar, der auch anderen hilfreich sein kann!
      Ich gehe sehr konform mit Ihren Gedanken. Allerdings ist da noch ein Unterschied zwischen Vollformat und Mittelformat. Alles andere finde ich klasse festgehalten.

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      • Das mit dem nicht benötigten Mittelformat bezog sich auf meine Situation als Hobbyfotograf. Dass für professionelle Anwendungen das Mittelformat Sinn macht, ist selbverständlich.

        Vor meiner A7 MKII habe ich mit einer Leica R8 fotografiert, oft Landschaft und teilweise mit Kodachrome 25/64 Filmen. Daher kommt mein Wechsel zu Sony, da die A- Reihe für mich die erste bezahlbare und sinnvolle Möglichkeit war, meine tollen Leica R-Optiken mit einem vertretbaren Aufwand weiter zu benutzen. Meine Fotos mit dem Apotelyt 3,4 180mm sind so scharf und detailreich, dass es eine Freude ist. Leider kann ich mir die A7RII, geschweigedenn eine A9R, so es sie denn geben sollte, nicht leisten.

        Ich finde Sonys Gesamtpaket aus Vollformatsensor, Stabilisierung im Gehäuse, relative Kompaktheit des Gehäuses und natürlich dem Preis einfach sehr attraktiv. Der „kleine“ Objektivpark von Sony ist für mich als Hobbyfotograf mit beschränktem Budget eh nicht so das Problem. Die Objektive, die ich habe (70-200mm 4,0, 90mm Macro 2,8), sind für mich völlig OK, mehr noch, dass 90mm Macro gehört zu den besten Linsen, mit denen ich je fotografiert habe.
        Über einen schlechten Service, der von Sony“Gegnern“ gerne als Argument ins Feld geführt wird, kann ich bisher noch nichts sagen, weil die Kamera bisher tadellos funktioniert.

  5. Peter Roskothen

    Guten Tag Herr Schriever,
    die Entscheidung für Sony ist gut beschrieben. Ich hätte beinahe selbst Sony gekauft, habe aber davon Abstand genommen, weil das 1:1 Format (quadratisches Fotografieren) nicht unterstützt wird. Wenn Sie mögen erzählen Sie doch Ihre Geschichte mit Fotos hier.? Sie schreiben sehr gut und ausführlich. Ich lade Sie herzlich ein, damit mehr Menschen eine Einsicht über Sony Kameras erhalten.

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Ich habe das 90mm Makro von Sony und neben der Verzeichnung (verglichen mit einem Zeiss Planar z.b) und dem Fokus gepumpe (manuelles Scharfstellen ist jedesmal eine Zoom Fahrt) nerven mich insbesondere die Regenbogen Farben in den Spitzlichtern im OOF Bereich (Bokeh Bubbles), ich nenne das Ding nur noch Regenbogen Linse.

      Auf diesen Kommentar antworten
  6. Vielen Dank für Ihre interessante Analyse!
    Was allerdings in fast jedem Jubel über noch schnellere Verschlusszeiten oder noch mehr Fokuspunkte völlig untergeht ist die – meiner Meinung nach – wichtigste Eigenschaft eines Kamerasystems: Seine Farbtreue. Und hier gibt es seit Jahren sichtbare Rück-Schritte (s. z.B. alle D7000 Nachfolger, Pentax nach K-m, Samsung NX 1 u. 500, Sonys Alpha 6000, aber auch A7II!766 Tests und das eigene Auge belegen: Nur eine Handvoll Kameras geben Farben weitgehend naturgetreu (z.B. Canon 6D, Nikon Df, von der Farbtiefe einer Sigma dpO gar nich erst zu schwärmen).
    Foto-Grafieren = nicht nur Zeichnen (Schärfe/Perspektive), sondern v.a. mit Farben malen. Dazu darf mir der „Pinsel“ aber nicht die Farben vorgeben, was beiden allermeisten Kameras heute aber der Fall ist: Die Fehler z.B. im Gelbanteil (Chlorophyll im Pflanzengrün) zeigen eine Welt, die auch mittels Photoshop nicht mehr mit der realen in Übereinnstimmung zu bringen ist, da dann die Farbbalance des Bildes i.d.Regel komplett zusammenbricht.
    Lieber lang- u. behutsam „den Pinsel schwingen“, aber den Farbenzauber des Augenblicks so einfangen, wie er vor der Linse war…?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Peter Roskothen

      Hallo Alexander, da ist etwas wahres dran. Sicher kommt auch wieder eine Zeit der Besinnlichkeit, in der wir auf Farben, Schärfe und Gestaltung achten. Viele tun das bereits intensiv. Interessant ist an der Sony A9 eher, wie der neue Sensor entwickelt wurde und wie dieser die kurzen Verschlusszeiten schafft. Das deklassiert Canon gerade um Lichtjahre. Die A9 ist sicherlich nur für Sportfotografen und Wildlifefotografen interessant. Aber die Technik ist sensationell weit vorne. Und was das für das Spiegelreflexsystem bedeutet ist sicherlich bewegend.
      Was die Farbtreue angeht, so kann man sowieso jede Kamera kalibrieren. Hier finden Sie die Möglichkeit:
      https://www.fotowissen.eu/kamerakalibrierung-mit-x-rite-colorchecker-passport-und-datacolor-spydercheckr-testbericht-fotograf-fotografie/

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  7. Hallo Peter,

    als ich in den 1980ern und 90ern professionell fotografierte, hatte ich das Gefühl, dass ich einer der wenigen Fotografen war, die die Innovationen von Minolta goutierten. Vielmehr wurde von Profiseite eine meist eine sehr konservative Haltung an den Tag gelegt. Auch als Minolta mit dem ersten AF-System auf den Markt kam, beäugten die Berufsfotografen die neue Technik mit Misstrauen, wenn nicht gar Ablehnung. Letztendlich waren es wahrscheinlich diese konservativen, professionellen Kunden, die Minolta in den Ausverkauf ihrer Kamerasparte trieben (nicht von ungefähr ist die Formel 1 oder DTM für Autohersteller so wichtig). Leicht möglich, dass die Kamerariesen das noch im Hinterkopf haben.

    Das Bild des Fotografen hat sich heute durch die große Zahl an Quereinsteigern aber gewandelt. Diese Profis sind auch sinnvollen Neuerungen gegenüber offener. Gleichzeitig erkennen aber genau diese Profis, dass bei der heutigen Qualität der Digitalkameras die Technik immer weiter in den Hintergrund tritt und die künstlerische Kreativität mehr Kunden anlockt, als die rein technische Qualität der Aufnahmen, … falls das je anders war.

    Aus einer einzigen Kamera, die mit einem elektronischen Sucher ermöglicht, schnell bewegte Objekte so zu verfolgen, dass ein Bildaufbau vorhersehbar möglich ist, zu schließen, dass die beiden Marktführer ins Gras beißen werden, halte ich für reichlich überheblich; reißerisch fürs Internet eben. Das breit gefächerte Objektivangebot ist nicht nur ein letzter Hemmschuh zu einem Systemwechsel. Objektive sind für das Fotografieren wesentlich essentieller als der Body dahinter. Das hat Sony natürlich erkannt und seither sein SLT-Programm nur mehr stiefmütterlich behandelt, weil mit dem geringen Auflagemaß einer DSLM Fremdobjektive adaptiert werden können. Dass diese Adaptierung mehr schlecht als recht (gerade im Sport- u. Wildlifebereich) funktioniert, wird aber natürlich wenig erwähnt. Für einen Amateur mag ja Fokus-Peaking eine Option sein. In einem schnelllebigen Business auf einen präzisen Autofokus zu verzichten, klingt für mich nach einer Schrulle, die einem Paul Ripke wegen anderer Qualitäten nachgesehen wird. Bei einer Hochzeit oder einem Fussball-Meisterschaftsspiel den entscheidenden Moment nur unscharf festzuhalten, wird auf wenig Gegenliebe und noch weniger Entlohnung stoßen.

    Die großen Hersteller geraten nicht so sehr durch Sony, Fuji und MFT in Bedrängnis. Vielmehr haben sie verabsäumt, den Fuß vom Gas zu nehmen, als die Qualität der Digitalkameras ein Niveau erreicht hat, das 98 Prozent der Käufer zufrieden stellte. Nicht zu vergessen die Smartphone-Spate, die von Berufsfotografen belächelt wird. Nicht der Profi stellt die Masse der Käufer dar, sondern der Amateur, der seine Familie, seine Feste und seine Urlaube festhalten will. Die sind auch keine Pixel-Peeper. Haben die Marktführer geglaubt, dass bei diesem Qualitätsniveau die Kunden eine 2 Jahre alte Kamera abservieren, austauschen gegen ein Gerät ohne für sie erkennbaren Mehrwert? Weder Canon noch Nikon haben Smartphones am Start. Deswegen gibt es für sie auch keinen Synergie-Effekt diesbezüglich bei Spiegel- und Prisma-losen Systemen wie bei Sony. Aber auch DSLMs werden eine Marktsättigung erreichen. Der breit gefächerte Sony-Konzern wird das überleben. Die anderen? Wer weiß?

    Wenn den Marktführern unter den Kameraherstellern etwas das Genick brechen könnte, dann ist es die Weiterentwicklung der Smartphones und nicht eine DSLM. Langfristig werden meines Erachtens wenige Nischenhersteller überleben, die Profis und sehr engagierte Amateure versorgen, während die große Masse mit Multifunktionsgeräten (Smartphones und deren Nachfolger) Bilder aufnimmt, die man in die Hemd- oder Hosentasche stecken kann. Kaum jemand wird dann Kilo-schweres Equipment zum Spaß herumschleppen.

    Aber ich habe auch gerade meine Kristallkugel verlegt…

    mfG
    und gut Licht

    John

    p.s.: Schon etwas von den Banding-Problemen der A9 gehört?

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    • Peter Roskothen

      Hallo John, vielen Dank für den ausführlichen Kommentar und die andere Sichtweise.
      Herzlich, Peter

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  8. Bei der A9 ist irgend etwas faul. Diglloyd hat es als einer der ersten ins Netz getragen, der Rot Kanal rauscht. Jim Kasson hat es ebenfalls untersucht und gefunden. Es muss also tatsächlich da sein. Diglloyds Urteil lautet nicht für Landschaft zu gebrauchen. Noch schlimmer scheint das 70-200mm GM zu sein, den Test hat er abgebrochen da die Ergebnisse nicht ansatzweise mit dem neuen Nikkor 70-200mm mithalten können. Auch Roger Cicala (jaja alles technisch) war nicht wirklich begeistert von den Bench Ergebnissen. Die 7Rii isst immer noch Sterne ab 4Sec, selbst nach dem Update. Und Diglloyd sieht Nikon ISO64 in Sachen Bildqualität immer noch ungeschlagen. Da er viel Erfahrung hat und auch gerne mit Mittelformat rumrennt muss man davon ausgehen das da leider etwas dran ist. Von dem Fokus Problem bei Sony ganz zu schweigen, die Studio Fotografen haben sich diesbezüglich zur Genüge ereifert.

    Noch ist das Spiel nicht entschieden, aber ja die Wette gilt.

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  9. Also wenn ich die Ergonomie der Bodies , die Menüs , die Qualität der Objektive, den Wiederverkaufswert , um ein paar Bsp. zu nennen, anschaue, dann wüsste ich wirklich nicht, warum Canon in 5 Jahren verschwunden sein sollte und Sony die unangefochtene Nr.1. Ich bin sicherlich nicht mit allem zufrieden , was zB Canon macht und gemacht hat – aber ich kann den ganzen Hype um kleinen Body (der dann mies in der Hand liegt mit nem grossen Objektiv dran und auch keinerlei Gewichtsvorteil mehr hat) oder gar EVF , nicht nachvollziehen. Diese ganze Getue um die Specs der neusten Modelle von Hersteller xyz. Ich brauch ein komplettes professionelles System, vom Body (robust,wetterfest) über das Objektiv bis zum Service. Alle 3 Monate eine neue Kamera, die meine Investition wertlos macht, bringt mir gar nichts. Und bitte erzähl niemand, man könnte heute nicht mit absolut JEDER Kamera, vernünftige Bilder machen.

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    • Ich schliesse mich hier sehr gerne dem Rainer an. Ich sehe bei Sony zwar viel Innovation, aber es ist noch immer kein rundes Paket und warum muss man unbedingt Kleinbild haben, wie Peter R uns weismachen will ? Für wen ?
      Im Profibereich sind wir entweder im MF bei Studio/Fashion oder im Kleinbild DSLR Bereich (Sport und Wildlife).
      Der Paparazzi mag eher den Crop bei guter Quali, der Reportagefotograf muss beileibe keine Sony A9 nehmen, entweder ist er schon wegrationalisiert und der Journalist mit Knipse taucht auf oder er ist nochzB bei AP etc.. tätig und läuft gerade wegen dem Service mit Rot oder Gelb rum.

      Warum bitte Sony ? siehe oben.. Banding, 20b/s mit sehr zweifelhaften AF und tlw. miesen Linsen. Ganz ehrlich, der Artikel oben ist etwas befremdlich, wenn es um diese A9 geht.

      Oder Warum nicht Olympus ? Die Oly hat Crop 2, sicher kein schönes so Bokeh, aber eine E-M1 II steckt im AF die A9 locker weg. Die Pro Linsen sind top.
      Warum nicht Fuji: jpg out of Cam ist top… die Linsen sind gerade im praktischen Alltag jeder Sony Scherbe überlegen.

      Sicher verschlafen Canonikon gerade etwas . Denn bei dem Linsenpotential, welches sie aufgebaut haben, würden sie mit einer richtig guten spiegellosen Entwicklung weit vorne sein. Nur würden Sie dann für JAHRE keine Bodys mehr verkaufen . 😉

      Sony ist technisch gut, ohne Frage und bedient auch den Adaptiermarkt: Man schaue aber mal dort auf die Altersstruktur.

      Sie haben zwar grds. recht, aber nicht mit der A9.

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