Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Neue Möglichkeiten dank Drohnen – die atemberaubende Perspektive und ihr Potenzial

Artikel ursprünglich verfasst am 30. März 2018

Sie sorgt für ganz neue Chancen in der Fotografie und überzeugt mit Perspektiven, die Facetten einfangen, welche vorher nicht möglich waren: die Drohne mit Kamera.

Drohnen gehören zu den modernen Technik-Trends des 21. Jahrhunderts. Die unbemannten Flugobjekte erfreuen sich in vielen Bereichen wachsender Beliebtheit und haben sowohl für gewerbliche als auch für die private Nutzung ein großes Potenzial zu bieten. In der Fotografie eröffnen sich durch Drohnen ganz neue Perspektiven – im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie machen atemberaubenden Luftaufnahmen möglich, die vorher so nicht möglich waren. Wichtig hierbei ist, dass dem Besitzer auch Gefahren und Risiken bekannt sind. Wer die Drohne nicht sachgemäß steuert und kontrolliert, konfrontiert die Umgebung mit einer Gefahrenquelle. Dieser Beitrag zeigt das große Potenzial, das die Drohnen in der Luftfotografie bieten und klärt über wichtige Sicherheitsrichtlinien und gesetzliche Reglements auf.

Atemberaubende Luftfotografie aus der Drohnen-Perspektive

Ein unglaublicher Ausblick: eine verschlungene Bergstraße aus der Fotoperspektive einer Drohne.

Ob als Hobby- oder Profi-Fotograf – der Einsatz von Drohnen in der Fotografie ist längst keine Seltenheit mehr. Reiseblogger nutzen die Flugobjekte, um sich mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen von Aussichtspunkten wie dem Mirador de Guinate auf Lanzarote oder dem Mirador de El Lance auf Teneriffa von anderen Reisefotografien abzuheben. Und es funktioniert, denn die Luftfotografie bekommt mit der Drohnen-Perspektive ganz neue Möglichkeiten. Schon länger ist der „Blick von oben“ oder die „Vogelperspektive“ eine beliebte Methode, um tolle Überblicksaufnahmen zu schießen. Die hochauflösenden Fotos besitzen eine ganz besondere Ästhetik, denn die Drohne fängt einen Blickwinkel ein, der dem eines fliegenden Tieres gleicht. In der Vergangenheit waren solche Luftaufnahmen lediglich als Passagier im Hubschrauber möglich, heute kann jeder mit dem passenden Budget eine Drohne in die Luft befördern und diese Aufnahmen in professioneller Fotoqualität machen.

Tipp: Wer schon länger mit dem Gedanken spielt eine Drohne zu erwerben, sucht auf drohne-mit-kamera.org nach einem passenden Modell. Hier werden verschiedene Flugobjekte verglichen und ein Ratgeber verrät, welche Drohne sich für Anfänger eignet.

Bei den Geräten gibt es im Einzelnen natürlich große Unterschiede. Dabei kommt es darauf an, was für Aufnahmen mit der Drohnenkamera gemacht werden sollen. Die Ausstattung der diversen Modelle reicht von unterschiedlich großen Sensoren über Möglichkeiten, auch in der Luft abzublenden, um eine bessere Bildqualität zu gewährleisten, bis hin zu klassischen Standards wie dem altbewährten Raw-Format.

Die Möglichkeiten der Luftfotografie mit Drohne

Neben der Tatsache, dass das Fotografieren mit einer Drohne für unglaubliche Bilder sorgt, bringt diese Art der Fotografie noch weitere, erwähnenswerte Besonderheiten mit. Zum einen ist der Aufwand wirklich sehr niedrig. Die meiste Arbeit übernimmt nämlich die Drohne. Der Fotograf bleibt mit seiner Fernbedienung am Boden und navigiert das Flugobjekt samt Kamera zum bevorzugten Fotomotiv. Zum anderen ermöglicht die Drohne spektakuläre Einblicke, die ohne ihre technische Unterstützung gar nicht möglich wären. Vor allem gehört hier die Weite von Landschaften und beeindruckenden Landstrichen dieser Erde zu den bevorzugten Motiven der Drohnen-Perspektive. Der größte Vorteil einer solchen Aufnahme ist, dass Sichtbeeinträchtigungen, die im Fotografie-Alltag allgegenwärtig sind, komplett entfallen. Im Bereich der Tierfotografie, wo der Fotograf seit jeher einen gewissen Abstand wahren musste, um sein Leben nicht zu gefährden, werden ebenfalls neue Möglichkeiten eröffnet. Darüber hinaus bieten die unbemannten Flugobjekte neue Chancen für die sogenannten Lost Place Shootings an Orten wie der Kent School oder anderen vergessenen Schauplätzen.

Sogenannte Lost Places gehören in der Fotografie zu beliebten Fotoobjekten. Leider ist es nicht immer möglich, diese Orte ohne Gefährdung der eigenen Sicherheit zu betreten. Mit einer Drohne kommt der Fotograf ins Innere.

Während einige Lost Places problemlos begehbar, teilweise sogar mit Führungen zu besichtigen sind, gibt es auch andere spannende Objekte, die aufgrund von erhöhter Einsturzgefahr nicht mehr betretbar sind. Auch hier bieten die innovativen Drohnen mit Kameras die ideale Möglichkeit für einen Fotografen, doch ins Innere oder wahlweise überhaupt in die Nähe des interessanten Fotoobjektes zu gelangen.

Sicherheitsrichtlinien und Drohnenführerschein

Da es sich bei einer Drohne um ein unbemanntes Flugobjekt handelt, gelten inzwischen ganz deutliche Regeln für die Nutzung. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat eine entsprechende Verordnung im April 2017 verkündet und gesetzlich geltend gemacht, wie auf bmvi.de nachzulesen ist. Des Weiteren besteht seit Oktober 2017 eine Pflicht zur Kennzeichnung für alle Drohnen ab 0,25 Kilogramm sowie die Vorlage eines Kenntnisnachweises für Flugobjekte ab zwei Kilogramm. In diesem Zusammenhang kann auch ein Drohnenführerschein erworben werden. Hierfür benötigt der Drohnen-Besitzer eine gültige Lizenz als Pilot sowie ein Gutachten nach einer prüfenden Kontrolle durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannten Institution. Hierzu gehört beispielweise der Deutsche Modellflieger Verband (DMFV). Nähere Informationen bekommen Interessierte auf dmfv.aero.

Wichtige Hinweise für Fotografen, die mit Drohne fotografieren möchten

Nicht zuletzt aufgrund des Schutzes empfindlicher und privater Daten gibt es verschiedene Reglements, wenn eine Drohne zum Einsatz kommt. Die folgenden Hinweise treffen sowohl auf die private als auch auf die gewerbliche Nutzung zu.

  • Flugverbotszonen: Die meisten namhaften Hersteller haben ihre Produkte mit den wichtigsten Informationen zu Flugverbotszonen gefüttert. Hierzu gehören in der Regel Flughäfen, Nationalparks, Privatgrundstücke und Menschenansammlungen.
  • Blickfeld: Es ist nicht erlaubt, die Drohne außerhalb des eigenen Blickwinkels zu steuern. Das Flugobjekt muss sich stets in der Nähe des Piloten befinden.
  • Erlaubnis: Wer mit der Drohne in der Nacht agieren möchten oder ein Flugobjekt besitzt, welches mehr als fünf Kilogramm wiegt, benötigt eine offizielle Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörden. Darüber hinaus muss eine Bewilligung beantragt werden, wenn die Drohne ein Gebiet überfliegen soll, welches zu den Flugverbotszonen oder zu Bereichen mit Flugbeschränkung gehört.
  • Aufmerksamkeit: In der heutigen Zeit kann es durchaus vorkommen, dass die eigene Drohne nicht das einzige fliegende Objekt in der Luft ist. Daher gilt hier besondere Aufmerksamkeit, um einen Zusammenprall der Gerätschaften zu vermeiden. Nicht nur, um die teure Technik sowie die daran hängende Kamera zu schützen, sondern auch, um Unfälle zu vermeiden.

Info: Kleine, leichte Drohnen benötigen keine Erlaubnis zum Aufstieg. Auch ein Drohnenführerscheinen ist keine Voraussetzung. Hier genügt eine Haftpflichtversicherung für Modellflugzeuge. Allerdings müssen Name und Adresse auf der Drohne befestigt werden – und zwar feuer- und regenbeständig.

Fotoquellhinweise:

pixabay.com © Powie (CC0 Creative Commons)

pixabay.com © Felix_Broennimann (CC0 Creative Commons)

pixabay.com © Curriculum_Photografia (CC0 Creative Commons)

Autor: Andreas S.

1 Kommentar

  1. Die Drohnentechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Ich nutze für die Luftaufnahmen im privaten Bereich auch gerne diese Technik. Wie Sie anführen, können aber bei unsachgemäßer Handhabung diese auch Gefahren und Risiken für die Umgebung bedeuten. Vielen Dank für Ihren Beitrag zu Luftaufnahmen!

    Auf diesen Kommentar antworten

Ihre Meinung interessiert uns (keine Links bitte)

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.