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Neue Fujifilm X-T4 Systemkamera – Für Fotografen interessant?

Die neue Fujifilm X-T4 Systemkamera (DSLM) wird mit einem geschätzten Preis von EUR 1.800,- nur für wenige Fotografen interessant sein. Die eingeschränkte Nutzung der X-T4 liegt auch an dem verbauten IBIS, der für viele Fotografen kontraproduktiv sein könnte. Ist die X-T4 innovativ genug für einen Kamerawechsel? Meine Meinung:

GFX 100 IBIS Sensor

IBIS Sensor – Foto Fujifilm

Der IBIS bringt für bewegte Motive kaum Nutzen

X-T4 mit IBIS aber ohne Pixel-Shift

Ausführlicher Testbericht Fujifilm X-T4 >>

Fujifilm X-T4 für Fotografen interessant? Kamerawechsel?

Wenn Sie sich auch fragen, ob ein X-T4-Kauf für Sie interessant sein kann (Neukauf / Kamerawechsel), dann lassen Sie mich einige Überlegungen zu Ihrer Information in den Raum stellen. Vorab seien diese zwei Artikel noch erwähnt:

Details der neuen FF >>

Meinung und Warnung zur Kamera >>

Nein, so viel Neues ist nicht dran an der Fujifilm X-T4. Es gibt einige interessante neue Details in der Kamera und einige Verbesserungen der Bedienung, aber der Sprung von der X-T2 / X-T3 auf die X-T4 ist kein riesiger. Diese Überlegungen beruhen auf den bisher angekündigten Vermutungen (engl. rumors) zur Kamera:

Fotos der neuen Fujifilm X-T4

Technische Daten X-T4 versus X-T3

Vergleich X-T3 X-T4
Sensor (APS-C) 1.5x 26 Megapixel X-Trans IV - BSI Sensor mit höherer Dynamik, etwas mehr Rauschen als X-T2 26 Megapixel X-Trans IV - BSI Sensor mit höherer Dynamik, etwas mehr Rauschen als X-T2
IBIS - 5 Achsen-IBIS mit bis zu 6.5 EV
Bit-Tiefe 14 Bit 14 Bit
Kartenslot / Speichermedium Dualer SD-Kartenslot Dualer SD-Kartenslot
ISO 160-12.800 160-12.800
Prozessor (in Kamera, rechnet Vorgänge wie AF...) Quad Core X Processor 4 Quad Core X Processor 4
Display 3 Zoll (7,6cm), klappbar in Hochformat und Querformat, Touchscreen z.B. für AF, 1.040K-Pixel 3 Zoll (7,6cm), ausklappbar und drehbar, Touchscreen z.B. für AF, 1.620K-Pixel
Sucher 3.69 Millionen Pixel
100Bilder pro Sekunde
3.69 Millionen Pixel
100Bilder pro Sekunde
Phasen-Autofokus bis -3EV bis -6EV
AF-Bereichsbegrenzung - Zwei Fokuseinstellungen abrufen, eine benutzerdefinierte Einstellung (XF-Objektive)
Bericht >>
Fokus Bracketing Manuell: Startet mit Auslöser und endet beim Abbruch mit OK Automatik: Anfangs und Endpunkt (wie X-Pro3)
Manuell: Startet mit Auslöser und endet beim Abbruch mit OK
Serienbilder -
Mechanischer Verschluss
Elektronischer Verschluss
8 B/s mechanisch
20 B/s oder 30 B/s mit 1.25x Crop (16 Megapixel) elektronisch
15 B/s mechanisch
20 B/s oder 30 B/s mit 1.25x Crop (16 Megapixel) elektronisch
Lebensdauer mech. Verschluss nicht angegeben 300.000 Aufnahmen
Bildpuffer bei 8B/s
145 JPGs
42 RAW (komp.)
36 RAW (unkomp.)
bei 15B/s
110 JPGs
35 RAW (komp.)
bei 30B/s
60 JPGs
35 RAW (komp.)
Pre-Capture Modus
Vorabaufnahmen
Leichtes Andrücken des Auslösers nimmt bereits Bilder in den internen Speicher, die beim Auslösen "vorab" zur Verfügung stehen Leichtes Andrücken des Auslösers nimmt bereits Bilder in den internen Speicher, die beim Auslösen "vorab" zur Verfügung stehen
Nachtmodus Display wird schwarz und rot, um die Augen zu schonen Display wird schwarz und rot, um die Augen zu schonen
Video 4K (DCI + UHD) bis zu 60 B/s bei 10Bit
4K (DCI + UHD) bis zu 60 B/s
Video Full-HD 120 B/s 240 B/s
Max BIT-Tiefe Video 10 BIT F-Log / HLG 10 BIT F-Log / HLG
Mikrofon- / Kopfhörer-Eingang Ja / Ja Ja / Nein
(nur per USB-C oder Handgriff)
Akku NP-126S Akku / 1260mAh für etwa 390 Fotos NP-W235 / 2200mAh für etwa 500 Fotos
Akku-Aufladung USB-C Extrem schnelles USB-C-Laden mit speziellem Ladegerät
Gewicht 539 Gramm 607 Gramm
Wasserwaage 3D 3D
Verschluss MS - Mechanisch
ES - Elektronisch
EF E-Front - Front Vorhang V.
M+E - Mechanisch + Elektronisch
EF-M E-Front + Mech.
EF+M+E
MS - Mechanisch
ES - Elektronisch
EF E-Front - Front Vorhang V.
M+E - Mechanisch + Elektronisch
EF-M E-Front + Mech.
EF+M+E
Abmessungen (B x H x T) 132,5 x 92,8 x 58,8 mm 134,6 x 92,8 x 63,8 mm
Markteinführung Oktober 2018 Ende April 2020
Preis UVP € 1.499,- 1.799,-
Strassenpreis €
(Juli 2020)
1.265,- 1.749,-
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X-T4 Body Schwarz
X-T4 Body Silber
Meine Empfehlung mit XF16-80mm f/4 Objektiv:
Body Schwarz mit XF16-80mm
Body Silber mit XF16-80mm
Fehler vorbehalten, Liste noch nicht vollständig (noch nicht von Fujifilm bestätigt)

Sensor der neuen Fujifilm X-T4 Systemkamera

Zunächst einmal ist der Sensor mit 26 Megapixeln offenbar der gleiche, wie in der X-T3. Schon dieser Sensor hatte keine enorme Verbesserung gegenüber dem X-T2 Sensor, sondern eher ein etwas schlechteres Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten als bei der Vorgängerin.

Der größte Unterschied den die neue Fujifilm X-T4 Systemkamera bietet, liegt beim IBIS, der gehäuseinternen Sensorstabilisierung mit bis zu 6,5 EV-Verbesserung laut Hersteller, den mit Ausnahme älterer Menschen (auch Fotografen mit Parkinson) kaum jemand benötigt.Bei den genannte 6,5 EV handelt es sich um die Verbesserung der Verwacklungsgefahr. Nehmen wir an, Sie könnten mit einem EF 35mm F1.4 noch mit einer kb-äquivalenten Belichtungszeit von 1/60s verwacklungsfrei aus der Hand belichten, dann würde es mit dem neuen IBIS laut FF mit etwa einer ganzen Sekunde funktionieren.

Vermutlich gilt der Wert von 6,5 EV aber mehr für die X-T4 mit OIS-Objektiven. Dann liegen wir bei dem EF35mm F1.4 eher bei zarten 2 EV-Verbesserung, entsprechend 1/15s aus der Hand.

So weit die Theorie, die Ihnen für bewegte Motive vor der Kamera gar nichts bringt, weil sie durch die Bewegungsunschärfe bei einer Sekunde Belichtungszeit vermutlich nur noch als Geist zu sehen sein werden.

Der IBIS ist für viele Motive unerheblich

Nützlicher IBIS

Es gibt bestimmte Situationen, in denen ein IBIS interessant sein kann. Zu denen zähle ich zum Beispiel die Straßenfotografie, bei der man in Deutschland mit längeren Belichtungszeiten Gesichter unkenntlich machen kann und damit der DSGVO gerecht wird. Auch deshalb empfinde ich den fehlenden IBIS als enormen Kritikpunkt bei der X-100V und der X-Pro3, welche beide als Reportagekamera genutzt werden.

Ansonsten ist ein IBIS aller höchstens interessant, wenn wir Fotografen kein Stativ nutzen können oder dürfen. Dazu zählen zum Beispiel Aufnahmen in Kirchen oder bei Ausstellungen. Für Hochzeitsfotos ist der IBIS schlichtweg unerheblich, da Bewegungen vor der Kamera zu einer Bewegungsunschärfe führen. Hier werden Belichtungszeiten ab mindestens 1/100 Sekunde bei ruhig sitzenden Personen und einer 1/200 Sekunde bei ruhig stehenden Personen benötigt. Wozu sollte ein IBIS nützlich sein?

Die meisten Fotografen benötigen keinen IBIS

Im Gegenteil ist der IBIS sogar ein Problem bei kürzeren Belichtungszeiten, da der Sensorstabilisator hier Unschärfen erzeugt. Sollte die X-T4 den IBIS nicht auf bestimmte Belichtungszeiten begrenzen, wäre er für Fotografen von Wildlife, Sport oder Action kontraproduktiv und die Funktion müsste manuell ausgeschaltet werden. Ausgeschaltet heißt aber nicht, dass der IBIS nicht benötigt wird. Es heißt nur dass der IBIS stillstehen muss, was aber immer noch eine Aktivität des IBIS bedeutet. Vermutlich wurde auch deshalb eine größere Akkuleistung verbaut.

Interessanter Weise wird die Kamera laut Gerüchten auch ohne  Pixel-Shift auskommen müssen. Das ist ein Kaufgrund weniger, da eine so leichte und scharfe Auflösung mit IBIS geradezu nach einem Pixel-Shift schreit. Wäre es nicht schön vom Stativ aus ein 100 Megapixel-Bild der X-T4 mit nach Hause zu bringen?

Auch Videografen benötigen nicht zwingend einen IBIS, da sie bei professionellen Videoaufnahmen meist einen Gimbal verwenden. In neueren Kameras von Panasonic mit Zielrichtung Videografie hat man bereits wieder auf den IBIS verzichtet.

Akku X-T4

Außer in der Hochzeitsfotografie und allgemeinen Reportagefotografie kann ich mir keine Gelegenheit vorstellen, wo der größere Akku ein erheblicher Vorteil (kein X-T4-Kaufgrund) für Fotografen sein sollte. Das Wechseln des Akkus kostet schließlich nur ein paar Sekunden und jeder Fotograf kann das zeitlich bewältigen. Ich rede nicht von Filmen. Dort ist eine erhöhte Akkuleistung ein erheblicher Vorteil, da es den Dreh nicht unterbricht. In der Videografie kann man sich jetzt vielleicht das höhere Gewicht durch den separaten Handgriff sparen, da der Akku länger durchhält.

In jedem Falle war man bei Fujifilm gut beraten, einen neuen Akku mit mehr Leistung (2.200mAh) einzuführen, da die Leistung des alten Akkus (1.260mAh) bei spiegellosen Systemkameras (DSLM) wie der X-T2 / X-T3 bescheiden ist. Aber der Akku stellt in meinen Augen keinen Kaufgrund oder Wechselgrund dar.

SchnelligkeitX-T4

Die Geschwindigkeit der X-T4 wird vermutlich durch einen sehr viel größeren Puffer ergänzt. Das wird insbesondere die Fotografen von Wildlife, Sport und Action begeistern, die längere Serienbild-Sequenzen aufnehmen möchten. Das kann ein Kaufgrund für  Wildlife-, Sport-, Action-Fotografen sein.

Klappdisplay

Das klappbare und schwenkbare Display mit Touchfunktion wird vor allem für Videografen interessant, die sich auch einmal selber Filmen. Auch für Selfies kann das rotierbare Display eine schöne Idee sein, wird aber doch eher für den einen oder anderen Urlaubsschnappschuss interessant sein. Für Fotografen ist ein in alle Richtungen schwenkbares Touchdisplay in jedem Falle eine große Erleichterung, um über Kopf oder in Bodennähe, vor dem Bauch und bei anderen Gelegenheiten komfortabel zu fotografieren. Es gibt aber auch Menschen, die das klappbare Display der X-T3 und X-T2 vorziehen, da dort die linke Hand am Gehäuse greifen kann. Das ist mit einem aufgeklappten Display nicht mehr ohne weiteres möglich. Für Fotografen, die die rechte Hand am Kameragehäuse und die linke Hand am Objektiv halten ist das neue Display der X-T4 allerdings ein Geschenk.

HDR

Die HDR Funktion wird vor allem JPEG-Fotografen begeistern. RAW-Fotografen ziehen eine Software vor, mit der sie ihren HDR Bildern ein bestimmten Look geben können.

Fokus-Stacking

Sollte das Focus-Stacking/Fokus Bracketing der neuen Fujifilm X-T4 Systemkamera mit einem Startpunkt und Endpunkt gewählt werden können, dann hätte es einen riesigen Vorteil vor dem Focus-Stacking der X-T3 oder andere Modelle. Das könnte für Produktfotografen einen großen Vorteil darstellen. Allerdings fotografieren Produktfotografen vermutlich eher mit einer GFX-Kamera. Bei den GFX-Kameras müsste die Funktion dringend nachgerüstet werden.

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Fazit – Für wen wird die Fujifilm X-T4 interessant sein

Die neue Fujifilm X-T4 Systemkamera wird vermutlich nicht so interessant sein für Umsteiger von der X-T2 oder X-T3. Für einen Kamerawechsel innerhalb des X-Systems bietet die neue X-T4 nicht viele Vorteile. Das viele Geld für die Investition ließe sich besser in die besten Fujifilm-Objektive investieren, mit denen wir Fotografen größere kreative Möglichkeiten erhalten, als mit den Vorteilen der X-T4. Wir Fotografen können mit der X-T4 bemerken, dass die Entwicklungskurve nicht mehr so steil ist, wie sie noch vor Jahren war. Echte Neuigkeiten wären beispielsweise bessere Sensoren mit weniger Rauschen bei hohen ISO-Werten. Wichtig für Fujifilm wäre auch der Tiererkennung-Autofokus (Nikon Z6 / Z7, Sony). Ein Blendenbracketing wünsche ich mir schon lange. Auszeichnen könnte Fujifilm sich auch mit einer reinen Monochromkamera auf die ich schon lange warte.

Fujifilm sollte endlich eine Monochromkamera anbieten

Dabei wird die Fuji X-T4 sicherlich eine attraktive Kamera für ernsthafte Umsteiger in das Fujifilm X-System werden. Natürlich interessiert die Kamera jeden Fotografen, der sich für Kameratechnik begeistern kann. Und sie stellt eine leichte und preiswerte Alternative zu den Canon-DSLMs und Nikon-DSLMs dar. Davon abgesehen wird man diese Systemkamera sicherlich auch kaufen, weil sie einem besonders gut gefällt. Wildlife-Fotografen, Sport-Fotografen, Action-Fotografen, Fotografen mit einem Zittern in den Händen, Produktfotografen (Fokus-Stacking) sind mit der X-T4 besonders gut bedient.

Emotionen spielen bei einem Kamerakauf eine große Rolle. Ich freue mich auf die X-T4 und die noch (wenigen) unbekannte Neuerungen.

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Fujifilm lernt schnell

Das Unternehmen befragt seine Fotografen, welche Funktionen es verbessern und ergänzen soll. Ein kleines aber beispielhaftes Detail an der X-T4 zeigt den Lernprozess: Auf dem ISO-Wahlrad der linken Schulter fehlen jetzt die High- / Low-Bereiche, die überflüssig waren.

Wichtiger als die Unterschiede zwischen den Kameras könnten die Gemeinsamkeiten der X-T2 und X-T3 mit der X-T4 sein. Dass man beim Hersteller auf ein Schulterdisplay (X-H1, GFX 100) verzichtet und die gewohnte Bedienung mit den Wahlrädern beibehält ist besonders positiv. Bei der GFX 100 hat man sich nämlich mit der Bedienung in die Richtung Canon und Nikon verrannt, was die Kamera schwieriger bedienbar macht. An der GFX 100 fehlen die Einstellräder der GFX 50S/R, was ich für einen großen Fehler halte. Es ist eines der Merkmale von Fujifilm-Kameras, dass sie besonders leicht einzustellen sind (Blendenring, ISO-Wahlrad, Verschlusszeiten-Wahlrad, Belichtungskorrektur-Wahlrad). In diesem Sinne ist die neue Fujifilm X-T4 Systemkamera eine tolle, leichte und schnelle Kamera!

Fotos Quelle: Fujirumors und Fujifilm

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Neue Fujifilm X-T4 Systemkamera – Für Fotografen interessant? Kamerawechsel? Meinung

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Fujifilm Kameras und Objektive

Über den Autor

Peter Roskothen

Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

5 Kommentare

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  • Einspruch Euer Ehren. Der IBIS ist gerade in den Grenzwerten interessant. Natürlich bestimmt die Bewegung vor der Kamera die kürzeste Verschlusszeit, aber gerade in den Grenzbereichen entscheidet ein IBIS darüber ob ein Foto endscharf ist oder nicht. Wenn Du schreibst bei stehenden Personen ist die kürzest mögliche Verschlusszeit 1/200 sec und ich fotografiere mit einem kurzen Tele mit 1/200 bin ich im Grenzbereich. Wenn man beim Fotografieren zufuss unterwegs ist und durch unwegsamens Gelände läuft, schlägt das Herz schon mal schneller auch hier hat ein IBIS Vorteile.
    Jetzt komme ich mal zu einem ganz anderen Punkt, Die Objektive werden immer lichtstärker, besser korrigiert und damit immer grösser und schwerer. Auf der anderen Seite werden die meistem Kameras kleiner und leichter. Die Gewichte verlagern sich also nach vorne. Die Regel, Brennweite x2 auf KB bezogen kann schnell eng werden wenn man aus der Hand fotografiert. Deswegen ist für mich ist ein fehlender IBIS in einer Kamera für unterwegs ein Killerargument. Schön, dass Fuji jetzt einen eingebaut hat.

  • Die neuen Möglichkeiten des Schwenk-Displays sind ganz nett. Mehr aber auch nicht. Für Selfies schleppt sicher niemand eine Systemkamera mit sich rum. Da reichen die aktuellen Smartphones allemal.
    Der IBIS bringt zumindest aus meiner Sicht eine gewisse Konsequenz und Abdeckung in das Thema. Wer sich bislang FUJI Objektive nach Bedarf an Brennweiten ausgesucht hat, musste sich ja dem eher kleineren Angebot an stabilisierten Objektiven ergeben. Ob man den IBIS wirklich zwingend braucht, sei mal dahingestellt. Aber für die, die sowas permanent vermissen, ist jetzt die Lösung geschaffen.

    Was mich hochgradig reizen würde als zukünftige Weiterentwicklung wäre z.B. eine viel eindeutigere und vereinfachtere Menü-Führung im Bereich Custom Settings. Dort aktuell (X-T2/3) alle Funktionen, Vorgehensweisen und die Speicher-/Nutzungszusammenhänge zu erfassen, ist unglaublich schwierig, und ich behaupte einfach mal, dass viele Besitzer sich den gestalterischen Möglichkeiten gar nicht bewusst sind. Das betrifft vor allem diejenigen, die nicht umfangreich nachbearbeiten und dementsprechend in JPEG fotografieren. Dabei sind gerade dort die Möglichkeiten mit FUJI grandios, aber in nahezu keiner Beschreibung ausreichend gut zu finden. Und das, obwohl gerade diese Funktionen ein Alleinstellungsmerkmal der FUJI-X Serie sind. (Stichwort JPEG/Filmsimulation/Custom Setting) Selbsterklärend ist da nahezu nichts, und wie das jetzt bei der T4 in Unterschiedlichkeit zu den Vorgängern gelöst ist, wäre daher auch mal spannend zu wissen.

    Super gelöst finde ich den Einsatz des HDR-Modus. Für JPEG Fotografen genial!
    Kleine Hürde ist abschließend sicherlich der Preis, denn machen wir uns nichts vor, fast 2000,- sind nicht von Pappe für den Normalverbraucher.

    Freundliche Grüße, Dirk

    • Hallo Dirk,

      die X-T4 wird zunächst auch ohne Pixel-Shift ausgeliefert. Das wäre für mich noch ein sehr überzeugender Kaufgrund gewesen.

      Herzlich, Peter

    • Lieber Dirk, hier ist ein wirklich freundschaftlicher Tipp. Wenn du gute Bilder haben willst fotografiere im Raw Format. Setz Dich mit dem Thema Belichtung und Kontraste auseinander. Das sind grundlegende Basics in der Fotografie. Es wird nie eine Kamera geben, die dir das abnimmt. Belichtung und Kontraste sind neben der Perspektive Dinge die ein Fotograf machen muss. Du musst die Szene beurteilen, nicht die Kamera. Wenn du etwas siehst und eine Bildidee hast muss Du technisch in der Lage sein das umzusetzen. Nur Du weisst was du willst. Eine Kamera kann dir lästige Routinen wie fokussieren, die Zeit zur Blende wählen abnehemen. Sie kann dir einen künstlichen Horizont im Sucher zeigen und ein Bild vor der Aufnahme simulieren. Sie kann teilweise ein Stativ ersetzen. etc. Du musst das aber mit Deiner Bildidee abgleichen und korrigierend eingreifen. Die Filmsimulation oder andere Eingriffe in die Farbgebung macht man am Ende der Bearbeitung eines Bildes in Photoshop, nachdem alles andere wie Belichtung und Bildkontrast auch partiell gemacht wurde, auch störende Elemente entfernt sind. Stimmt es hier nicht, bringen auch Farbveränderungen nichts. So hart es klingt, ein Scheiss Bild wird kein Superbild durch einem anderen Farblook. Lass dich nicht von Marketing Geschwätz verrückt machen. So ist zumindest meine Herangehensweise: Das wichtigste Zuerst und die Kür am Ende.

      • Lieber Andreas,

        danke dir, ich weiß nur zu genau, was du sagen möchtest, und wir liegen da auch kaum auseinander. Ich glaube allerdings, wir reden nicht über dasselbe. Oder anders gesagt: Deine Aussage trifft nicht das Thema, was ich beschreiben wollte. Es ist mir scheinbar nicht allzu gut gelungen…

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Die *fotowissen Autoren

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