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Naturfotografie für den Biologieunterricht

In allen Veröffentlichungen zur Methodik des Biologieunterrichts wird der Einsatz der originalen Objekte betont. Originale Objekte sind die Pflanzen bzw. Tiere oder Teile deren Körper, die Gegenstand des Unterrichts sind. Sie stehen aber nicht immer zur Verfügung oder ihr Einsatz verträgt sich nicht mit der Unterrichtssituation. Für diese Fälle gibt es die verschiedensten Lehr- bzw. Unterrichtsmittel. Auch wenn diese von hoher Qualität sind, ergibt sich immer wieder die Situation, dass man bestimmte Materialien gern anders hätte, weil sie dann besser in das eigene Unterrichtskonzept passen würden oder es besteht der Wunsch nach einem ganz bestimmten Unterrichtsmittel, das aber nicht vorhanden ist. Ganze Schüler- und Lehrergenerationen haben diese Situationen als Anlass zum Selbstbau von Unterrichtsmitteln genommen. Da wurde und wird gesägt, geklebt, gelötet, gezeichnet und beschriftet. Noch gut kann ich mich an Biologiestunden erinnern, in denen außer Lehrtafeln und einfache Modellen keinerlei Technik zur Verfügung stand. Im Flur unserer Schule gab es während der Vegetationsperiode eine Pflanzenausstellung, die regelmäßig erneuert wurde. Die Schule stand in einem Dorf mit zahlreichen Bauerhöfen, so waren uns viele Sachverhalte im Leben der Tiere und Pflanzen bekannt, der Biologielehrer brauchte uns nur daran erinnern. Ein Freilandterrarium im Vorgarten unserer Schule machte uns mit frei lebenden Tieren näher vertraut, aber auch über die wussten wir viel. Unsere Freizeit verbrachten wir an und auf den Feldern, in Gärten, im Wald und an oder in verschiedenen Gewässern. Ganz spannend wurde es, als wir im ausgebauten Dachboden der Schule eine Seidenraupenzucht aufbauten. So breit gefächert war unser „Biologieunterricht“. Als der Lehrer erstmalig eine Diaserie vorführte bzw. einen Film zeigte, hatte er viel Mühe und Zeit geopfert, um die Dias bzw. den Film und die notwendigen Geräte aus der Kreisstadt zu holen, zurückbringen musste er das alles auch wieder. Später existierten die Projektoren an der Schule und es mussten nur noch die Dias bzw. Filme ausgeliehen werden. Um den ersten Tageslichtschreiber im Unterricht einsetzen zu können, waren viele Absprachen erforderlich, schließlich hatte eine Schule oft zunächst nur einen. Kennen Sie noch Klassenräume in denen die schwarze Tafel Teil der Klassenzimmerwand war? Wer in seinen Unterrichtsraum eine dreiteilige grüne Klapptafel bekam, freute sich und lernte sie mit der Zeit methodisch klug einzusetzen. Nun ist der Computer dabei mit all seinen Peripheriegeräten und Programmen in die Schulen einzuziehen, die vorläufig letzte technische Neuerung ist die elektronische Tafel. Schon beim Vorführen der ersten Diaserie gab es Kollegen, die sich vorher genau überlegt hatten, welches Dia sie wann der Klasse zeigen und mit welcher Aufgabenstellung sie diese Vorführung verbinden werden. Sicher gab es aber auch Unterrichtsvorbereitung in denen stand: „Heute zeige ich einen Film“ – Schluss und Punkt. Ich will sagen: Mit dem Einzug immer neuerer Technik besteht die Gefahr, dass sich Schüler und Lehrer an den technischen Möglichkeiten begeistern und dabei die Hauptaufgabe der Schule, den Wissenserwerb, vernachlässigen. Bevor wir die heutigen technischen Möglichkeiten im Unterricht einsetzen, müssen wir nach dem Ziel fragen, das wir in der Unterrichtsstunde erreichen wollen und dann uns nach den Mitteln umsehen, mit denen wir es erreichen können. So ist es durchaus möglich, dass das gesprochene Wort des Lehrers oder ein gut geleitetes Unterrichtsgespräch wirkungsvoller als die tollste Technik ist. Bei allem Technikeinsatz blieb das Fotografieren dabei in aller Regel außen vor. Gute Kameras waren teuer, die Filme auch nicht billig und wollte man ein großformatiges Foto anfertigen lassen, weil ja nur die zum Unterrichtseinsatz dienlich waren, so hatte man auch wieder spürbar zu zahlen. Diese Situation ist nun eine andere, seit die digitale Fotografie im Alltagsleben festen Fuß gefasst hat. Jetzt sind nicht nur die Kameras preiswerter und sehr gute auch in der Preisklasse der früheren, der analogen, auf dem Markt, die digitalen Bilder werden auch in ganz andere Art und Weise produziert, präsentiert und weitergegeben. Mit der digitalen Fotografie erschließen sich gerade dem Biologielehrer Möglichkeiten, die bisher keine Lehrergeneration hatte. Voraussetzung ist, Sie haben einen Computer, immer häufiger ist das ja heute ein Notebook, können mit den gängigen Programmen umgehen und haben Lust zum Fotografieren. Dann brauchen Sie nur noch eine Digitalkamera. Welche Kameras für Biologielehrer besonders geeignet sind und wie man mit diesen fotografiert, das ist Gegenstand einer Arbeit, die ich im Aulis (Stark) Verlag veröffentlicht habe. http://www.aulis.de/items/view/digitalfotografie-fur-den-biologieunterricht.html

Für den zweiten Teil dieser Arbeit, er befindet sich auf der beiliegenden CD, habe ich unter Verwendung digitaler Fotos einige Unterrichtsmittel entwickelt. Arbeitsblätter, PowerPoint-Präsentationen, Kartenspiele, Dateien für die elektronische Tafel und digitale Fotos gehören dazu. In diesen Angeboten gibt es keine Systematik und kein Anspruch auf Vollständigkeit, ich habe dazu mein digitales Fotoarchiv durchforstet und die Fotos herausgenommen, die sich im Unterricht verwenden lassen. Betrachten Sie diesen Teil auch als eine Anregung was heute durch die digitale Fotografie für Lehrer und(!) Schüler möglich ist. Mir geht es nicht um das Zeigen von Bildern. Schüler sollen durch diese Bilder Wissen erwerben.

 Das folgende Beispiel soll mein Anliegen verdeutlichen:

Zu Beginn des Biologieunterrichts steht oft die Frage, woran man ein Lebewesen erkennen kann. Als Arbeitsblatt oder über den Beamer oder auf der elektronischen Tafel werden den Schülern die folgenden Bilder gezeigt. Ihnen wird mitgeteilt, dass in jedem Bild ein Merkmal des Lebens erkannt werden kann.

Lebewesen nehmen Nahrung auf (Nahrungsaufnahme)

Nahrungsaufnahme

Lebewesen verarbeiten die aufgenommene Nahrung (Verdauung / Stoffwechsel)

Verdauung

Lebewesen scheiden unverdauliche Stoffe wieder aus (Ausscheidung)

Ausscheidung

Liebe Freunde der Naturfotografie.

Sie sind Biologielehrerin bzw. Biologielehrer? Dann wäre ich an Ihrer Meinung zur Thematik interessiert, bitte diskutieren Sie mit.

Sie sind keine Biologielehrerin bzw. Biologielehrer? Vielleicht kennen Sie eine Fachkollegin bzw. einen Fachkollegen oder Sie haben schulpflichtige Kinder. Dann informieren Sie doch bitte diese Personen über diesen Beitrag auf fotowissen.eu.

Vielen Dank im Voraus.

https://www.fotowissen.eu/fotokurs-fuer-junge-fotografen/
http://www.vierfarben.de/der-fotokurs-fur-junge-fotografen/3313/titel/

Geschrieben von:

Günter Hauschild

Günter Hauschild ist Hobbyfotograf. Seine Begeisterung für die Digitalfotografie verbindet er mit seinem Interesse für die Natur und seinen didaktisch - methodischen Fähigkeiten. Sein "Fotokurs für junge Fotografen" (http://www.vierfarben.de) wendet sich an den Fotografen-Nachwuchs, seine "Naturfotografie - Fotografisch durch die Jahreszeiten" (http://www.it-fachportal.de) an die biologische Interessierten Hobbyfotografen. Hier auf "Fotowissen" schreibt er vorrangig Beiträge zur Naturfotografie.

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