Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Nachwuchs im Garten

Artikel ursprünglich verfasst am 7. April 2015

Vor zwei Jahren haben wir ein Insektenhaus geschenkt bekommen. Nun ja, wir hätten es uns wahrscheinlich nicht gekauft und so haben wir ein Verlegensheitsplätzchen dafür gesucht und gefunden. So hängt das gute Stück also bei uns am Zaun und wird kaum beachtet. Das hier ist das nette Häuschen:

An Karfreitag sind wir bei den ersten Sonnenstrahlen in den Garten gestürmt, einfach nur um uns an der Sonne und den blühenden Leben ums uns herum zu erfreuen. Mehr so aus Langeweile habe ich einen Blick auf unser Häuschen geworfen. Das ein oder andere Röhrchen war bereits verschlossen, aber gerührt hatte sich bis dahin nichts. Doch Karfreitag war das anders! Es lebte und wie es lebte!

Wir sind Eltern geworden, mehrfache Eltern und haben irgendwann aufgehört zu zählen :-) Nun dürfen wir hier unseren Nachwuchs präsentieren: Unsere gehörnten Mauerbienen!

Was für ein Schauspiel! Ich habe zwischendurch einfach nur noch gestaunt! Mama, die ab und zu mal gucken gekommen ist, wahr übrigens extrem entspannt und hat sich weder von uns, noch von der Kamera oder dem zusätzlichen Licht (es war einfach zu dunkel in der Ecke) stören lassen.

Nachdem sich also unser Nachwuchs so langsam aus den Röhrchen gekämpft hat, ging es auf Erkundungstour, immer schön am Zaun entlang. Aber wenn die Flügel auch noch aneinander kleben, dann kann man auch nicht direkt in die große, weite Welt starten.

Ein sehr spannendes Erlebnis, das ich jedem ans Herz legen kann. Auch wenn ich ehrlich zugeben muss, der Ausschuss ist einfach immens gewesen. Nicht alle Bilder sind perfekt auf den Punkt scharf, einige sind auch deutlich unscharf, aber dann fand ich sie einfach von der Perspektive toll.

Ich möchte auf jeden Fall keine Minute unserer Nachwuchs-Schlüpf-Aktion missen und hoffe das wir nächstes Jahr wieder Nachwuchs bekommen werden.

 

Ich hoffe übrigens, das ich die richtige Bienenart gefunden und benannt habe. Das ist wirklich viel schwerer als gedacht und ich bin überrascht, wie viele verschiedene Arten Mauerbienen es gibt. Wer mich also korrigieren mag, sehr gerne. Ich lerne immer gerne dazu :-)

Ansonsten würde ich mich sehr über Anregungen, Kommentare und Kritik freuen. Bitte seht es mir nach, dass ich so viele Bilde veröffentliche, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden!

Autor: Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken. Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung! Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden: www.d-photography.de/

5 Kommentare

  1. Liebe Britta,
    diese Bilder sind der Hammer! Irre! Welch ein Glück du hattest, bei diesem Naturschauspiel dabeisein zu dürfen, klasse! Ich sitze bei den Fotos am PC und bin selbst ganz gefangen und verzückt davon, wie sie schlüpfen, sich rausquetschen und dann die Welt erobern wollen. Von daher bin ich auch ganz happy, dass du so viele Fotos eingestellt hast. Dass du viel Ausschuss hattest, kann ich mir sehr gut vorstellen, da der Bereich der Schärfe teilweise sehr winzig ist und sie sich ja dazu auch noch bewegen, die kleinen Biesterchen! Aber gerade das macht für mich den Reiz dieser Serie aus und fesselt mich insbesondere dann, wenn du die Schärfe direkt auf den Augen liegen hast. Chapeau – mich hast du wirklich beeindruckt! LG Maike

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    • Danke, Maike :-) Ja, ich glaube, ich habe noch nie so viele Bilder einfach „entsorgt“. Bin ja sonst eher der Jäger- und Sammler-Typ :-)
      Vielleicht als kleine Ergänzung dazu. Das ist wirklich eine dunkle Ecke, weil das Häuschen direkt im Schatten einer riesigen Hecke hängt. Natürlich kam ich auch mit Stativ nicht dran (was mir eh nur wenig gebracht hätte, weil es sich ja um lebendige Bienchen handelt, die einen nicht zu unterschätzenden Bewegungsdrang haben, auch wenn es nur die Fühler sind). Also habe ich unseren Ringblitz zur Lampe umfunktioniert und versucht das Beste draus zu machen.
      Übrigens, es sieht so aus, als würden sie jetzt schon das Nest wieder „befüllen“. Vielleicht kann ich ja noch einmal nachlegen :-)
      Wenn ich merken sollte, das wieder „Nachwuchs“ ansteht, kann ich ja mal Bescheid sagen. Allerdings ist für mehr als zwei Personen leider kein Platz, es sei denn wir roden die Hecke (Ansolutes No-Go, bevor jemand auf dumme Gedanken kommt :-)).

      LG
      Britta

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  2. Das ist ja traumhaft Britta !!!! Du wirst wohl ein zweites Hotel aufhängen müssen wo Platz für mehrere Kameras ist und immer die Sonne hin kommt ????
    Und mit Macro sieht man erst wie putzig diese kleinsten doch sind …. Mehr davon !!

    Dagmar

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    • Hallo Dagmar,
      ich glaube, das bleibt erstmal unser einzigen Insektenhotel. Und größer möchte ich es derzeit nicht haben, denn es schwirren nun genug Bienen im Garten herum. So harmlos die Kleinen waren, so unruhig sind sie nun, nachdem sie größer geworden sind. An Fotos ist im Augenblich auch nicht zu denken, denn das Hotel ist im Bienenbelagerungszustand. Ich kenne mich einfach zu wenig aus, aber es scheint fast so, als würden sie den nächsten Nachwuchs auf den Weg bringen :-)
      LG
      Britta

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  3. Hallo Britta,

    wirklich tolle Fotos!

    Auch wenn ich nicht so auf das wirklich sehr nützliche Insektenzeug stehe, kann ich mir vorstellen, dass dieses Naturschauspiel mehr als sehenswert war.

    Liebe Grüße, Jeannette

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