Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Mit dem Lensbaby im LaPaDu

Was macht man, wenn man mal wieder einen Ort besucht, an dem man schon so viel fotografiert hat? Man nutzt die Gunst der Stunde und fotografiert mit einem Objektiv, das sonst meist im Foto-Schrank ein einsames Dasein fristet. In meinem Mal ist das ein Lensbaby-Objektiv. Der Ort ist das LaPaDu. Wer eins und eins zusammenzählen kann, der weiß nun: Ich war mit dem Lensbaby im LaPaDu.

Ein Lensbaby? Hört sich ja niedlich an und ist es auch. Wer mehr über diese spezielle Art von Objektiv erfahren möchte, der mag vielleicht in diesen Artikel einen Blick werfen: Lensbaby Objektive.

Ich war mit dem Lensbaby Composer Pro und dem Sweet 50 unterwegs. Eine Festbrennweite der besonderen Art, wie Ihr gleich feststellen werdet. Doch was macht sie, neben ihren technischen Eigenschaften, so besonders? Das Lensbaby ist eine 50mm Festbrenntweite. 50mm Brennweite sind jetzt nicht sehr viel, aber auch nicht zu wenig. Tatsächlich kann man im LaPaDu auch mit 50mm Brennweite eine ganze Menge Fotos machen. Wirklich? Ja, kann man. Habe ich schon gemacht – schaut mal in diesen Artikel: Mit der Festbrennweite im LaPaDu :-)

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Aber ich schweife ab. Die große Besonderheit eines Lensbabys ist die Art der Bilder. Natürlich kann man, wenn man es denn hinbekommt, auch „normale“ Fotos mit einem Lensbaby machen, aber da sind viele andere Objektive einfach besser geeignet. Das Besondere am Lensbaby sind die Verzerrungen, die man selbst am Objektiv beeinflussen kann, je nachdem in welche Richtung man es schwenkt. Und, um es noch ein wenig spannender zu machen, es gibt keinen Autofokus! Manuelles Fokussieren ist für mich nicht leicht und neben der Motivwahl die größte Herausforderung gewesen.

Das einfachste Motiv im LaPaDu ist die Natur. Die Natur, die so langsam die Industrie wieder in Besitz nimmt. Darüber kann man ganze Bildbände schaffen oder versuchen, genau das mit einem Lensbaby festzuhalten.

Mit dem Lensbaby im LaPaDu – Wenn Natur auf Industrie trifft

Ich finde diese Motive immer wieder interessant. Doch den Blick mit dem Lensbaby in eine bestimmt Richtung zu lenken, das ist gar nicht so einfach. Daher bin ich auch nur mit dem letzten Bild, der Nummer 5, so richtig zufrieden.

Deutlich besser gefallen mir da schon meine Landschaftsbilder mit dem Lensbaby. Die Landschaft des LaPaDus ist geprägt von Schornsteinen, von Rohren, die nach einem schier unbegreiflichen Prinzip verlaufen.  Aussichten, die man so nicht mit dem Begriff Landschaft in Verbindung bringt, aber dennoch einen ganz eigenen Reiz haben.

Mit dem Lensbaby im LaPaDu – Industrie-Landschaften

Lensbaby im LaPaDu

Doch der viele Stahl zeigt sein Alter. Rost an jeder Ecke, an vielen Stellen, teilweise in den schönsten Farben. Die Bilder wären sicherlich auch mit einem „normalen“ Objektiv sehr interessant, aber mit dem Lenybaby werden sie zu etwas außergewöhnlichen – meiner Meinung nach.

Mit dem Lensbaby im LaPaDu – Die Rost-Serie

 

Einige Ecken im LaPaDu haben auch Künstlern eine Ausstellungsfläche der besonderen Art gegeben. Mein Favorit ist der Igel. Schade, das der Künstler unbekannt ist.

 

Mit dem Lensbaby im LaPaDu – Industrie-Kunst

 

Ein ganz besondere Highlight haben wir in einer eher unscheinbaren Ecke gefunden. Die Treppe hat einen so tollen Schatten auf die Wand geworfen und der Hydrant war das Tüpfelchen auf dem i. Aufgrund der vielen Linien war es besonders schwierig einen Schärfepunkt für das Lensbaby zu finden. Der Hydrant hat sich natürlich angeboten, aber das war mir zu langweilig. Ich habe mich daher eher für den Schatten entschieden. War das die richtige Entscheidung?

 

Mit dem Lensbaby im LaPaDu – Licht und Schatten

Lensbaby im LaPaDu

 

Und? Hat sich mein Besuch mit dem Lensbaby im LaPaDu gelohnt? Was meint Ihr?

Wie immer würde ich mich über Kommentare, Anregungen und/oder Kritik sehr freuen. Danke!

© Britta Dicken schreibt zum Thema: Mit dem Lensbaby im LaPaDu

 

Autor: Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken. Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung! Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden: www.d-photography.de/

3 Kommentare

  1. Dein Besuch hat sich sogar sehr gelohnt. Ich mag den Tilt-Effekt sehr gerne. Du hast das toll umgesetzt, zumal Du aus der Hand fotografiertest, richtig?

    Auf diesen Kommentar antworten
    • Hallo Peter,

      Ja, die Bilder sind alle aus der Hand entstanden. Für ein Stativ war mir einfach viel zu warm ;-) Da muss mal halt ein wenig hin und her schwenken, um dann auch den Schärfepunkt dort zu haben, wo man in selber gerne haben möchte :-)

      LG
      Britta

      Auf diesen Kommentar antworten
  2. Hallo Britta,
    ein interessanter Einsatz dieses besonderen Vorsatzobjektivs.
    Auch der LaPaDu passt irgendwie zu Deinen Fotos, die Du wirklich gekonnt umgesetzt hast.

    Leider ist das Lensbaby eben nur ein Baby, also – so meine Meinung – noch nicht richtig ausgereift. Die Idee ist natürlich uralt, schon die besseren Plattenkameras hatten verschieb- und verschwenkbare Objektive.
    Wer sich allerdings mehr mit der Thematik auseinandersetzen möchte und auch das Objektiv für den vorgesehenen Einsatzzweck – als Scheimpflug-Effekt bekannt – einsetzen möc hte, dem kann ich nur das Original bzw. den Vorläufer von Zörkendörfer empfehlen:
    http://www.zoerk.de/nv02-mfs.html

    Ich habe noch so ein Zörk-Teil aus grauer Vorzeit im Schrank liegen, allerdings mit einem Apo-50er von Schneider Kreuznach (!) für Leica-R, aber es gibt ja Adapter zur Canon. Mal sehen, wenn ich Zeit finde, vielleicht beschäftige ich mich mal wieder mit dieser Technik.

    Dir jedenfalls herzlichen Dank für die Ideen.
    Einfach weiter so,
    Klasse!
    Gruß
    Klaus

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