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Mirador de Guinate – Lanzarote

Lanzarotes bekanntester Aussichtspunkt ist sicherlich der Mirador del Río. Aber dieser hat zwei ganz entscheidende Nachteile: 1. Zum Sonnenuntergang ist er meist leider schon geschlossen und 2. es ist dort recht voll. Eine Alternative dazu ist der Mirador de Guinate. Er liegt versteckt, kein Hinweisschild steht am Straßenrand und dort gibt es keine Gastronomie. Man darf es nicht verschwiegen, die Aussicht ist toll, jedoch kann man die Insel La Graciosa nicht ganz sehen. Dafür hat man den Vorteil, dass man häufig ganz alleine dort ist. Ein Geheimtipp ist der Mirador de Guinate nicht, aber die meisten Besucher steigen nur kurz aus dem Auto aus, machen ein paar Bilder und fahren wieder.

Bei unserem ersten Besuch war es sehr, sehr windig und dennoch hat uns die Ruhe sehr gut gefallen. Es ist doch etwas anderes, ob man mit vier Personen auf diesem kleinen Plateau steht oder mit 40.

Mirador de Guinate – Lanzarote

Mirador de Guinate - Lanzarote

Lanzarote ist für mich die Insel der Wolken und so habe ich mir an diesem Nachmittag einen lang gehegten Wunsch erfüllt und habe endlich mal Langzeitbelichtungen von schnell ziehenden Wolken gemacht. Das stellte sich jedoch als ganz besondere Herausforderung heraus, denn es war sehr windig. Zudem war es sehr hell, so dass der “normale” ND3.0-Filter einfach nicht ausreichte. Also macht man aus der Not eine Tugend und setzt noch einen weiteren Filter davor. Schlußendlich hatte ich eine Kombination von ND3.0 und ND2.7 aufgesetzt. Hierbei sind mir mal wieder meine Xume Adapters sehr zugute gekommen und haben mir die ganze Schraubarbeit abgenommen. Das ist insbesonders nach dem Fokussieren sehr wichtig, damit man den Fokus nicht mehr versehentlich verstellt. Doch durch die ungewöhnliche Kombination von zwei ND-Filtern hatte ich leider ein ganz anderes Problem. Meine tolle App, die mir verrät wie lange ich belichten muss, kannte diese Kombination natürlich nicht. Also habe ich grob im Kopf überschlagen, wie lange ich wohl für ein halbwegs korrekt belichtet Bild belichten muss. Die Uhr stand dann bei 10 Minuten. Ich kann Euch sagen, dass ist schon ein wirklich komisches Gefühl, wenn man so alleine mit seinem Stativ im Wind steht, den Fernauslöser in der Hand und immer wieder auf das Display schaut, wann denn endlich die 10 Minuten vorbei sind. Auch wenn ich für die Fotografie sehr viel Geduld aufbringen kann, dass ist schon grenzwertig. Ich hätte auch nicht weggehen können, da das Stativ recht nah an der Brüstung stand. Ein unvorsichtiger Stupser eines anderen Besuchers hätte vielleicht nur das Bild ruiniert, im schlimmsten Fall jedoch auch meinen gesamten Aufbau den Berg hinunter geschickt. Nach einigen Anläufen hatte ich tatsächlich zwei brauchbare Bilder im Kasten. Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir etwas zu meinen Erstlingswerken sagen würdet. Ich persönlich finde sie gut, nicht toll, einfach nur gut. Auf der anderen Seite bin ich jedoch froh, dass ich es endlich mal geschafft habe.

Mirador de Guinate – Langzeitbelichtung

Mirador de Guinate - LanzaroteBelichtungszeit: 656 Sekunden

Das letzte Bild aus dieser Reihe ist dann übrigens bei einem zweiten Besuch entstanden. Mir hat der Mirador de Guinate so gut gefallen, dass wir noch ein zweites Mal dorthin gefahren sind. Diesmal nicht für Langzeitbelichtungen, auch wenn das obere Bild eine solche ist, sondern – man kann es vielleicht schon erahnen – um den Sonnenuntergang zu bestaunen. Die Sonnenuntergänge der vorherigen Tage waren so schön gewesen, dass es leider auch reichen musste. Auch wenn die Farbenpracht der Wolken ein wenig zu Wünschen übrig lässt, so war dieser Besuch dennoch lohnenswert. Nur das Meeresrauschen, das Pfeifen des Windes und das leise Murmeln eines anderen Pärchen auf dem Aussichtspunkt – traumhaft. Da kann die Seele einmal durchatmen! Ich hoffe, das ich ein klein wenig von dieser entspannenden Stimmung mit meinen Bildern vermitteln kann.

Mirador de Guinate – Sonnenuntergang

Ich persönlich bin ja ein großer Fan von Sonnenauf- und untergängen, denn die Farben des Himmels sind immer wieder faszinierend. Ich werde nie müde, diese zu bestaunen und bin so glücklich darüber, dass ich diese nun selber festhalten kann. Vor kurzem habe ich eine Auswertung gesehen, welche Motive die langweiligsten in der Fotografie sind. Sonnenauf- und untergänge waren in der Top 10 genannt. Nun, bei mir gehören sie auf jeden Fall auch zu den Top 10, im positiven Sinne. Ich kann davon nicht genug bekommen, sehr zum Leidwesen meiner Mitreisenden, die zu unmöglichen Zeiten gestört werden, wenn ich mich in der Morgendämmerung aus dem Hotel schleiche :-) Wie sieht das bei Euch aus? Fanatiker oder eher gelangweilt von Sonnenauf- und untergangsbildern?

 

Wie immer würde ich mich über Kommentare, Anregungen und/oder Kritik sehr freuen. Danke!

© Britta Dicken schreibt zum Thema: Mirador de Guinate – Lanzarote

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Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken.
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