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Manager Toshihisa Iida zur Fujifilm Zukunft – Interview

Der Manager Toshihisa Iida hat dpreview ein Interview zur Fujifilm-Zukunft gegeben. Darin enthalten sind viele Details, die Fuji-Fans interessieren werden:

Fujifilm LogoInterview mit Manager Toshihisa Iida (Fujifilm)

In kurzen und knappen Worten sind im Interview diese Zukunftsaussichten enthalten:

  • Fujifilm produziert hauptsächlich in China
  • die Produktion ist am 10. Februar wieder angelaufen und fast wieder bei 100 % Auslastung
  • die X-T4 soll Ende April kommen
  • die Logistik in Europa birgt noch Probleme
  • durch den Virus ist auch Fujifilm betroffen, der Manager Toshihisa Iida bleibt aber zuversichtlich
  • Fujifilms Videoabsatz ist durch die Absage der Olympischen Spiele stark eingebrochen

Fujifilm X-T4 und X-H2

  • bei Fujifilm diskutierte man die Nachfolgerin der X-T3 X-T3s zu nennen. Wegen der vielen Updates hat man sich aber für den Namen X-T4 entschieden
  • der X-T4 IBIS wurdeim Vergleich zur X-H1 neu entwickelt. Der IBIS der X-T4 ist um 30 % kleiner und um 20 % leichter geworden (*fotowissen berichtete)
  • die X-H2 wird kommen. Sie wird interessante Video Features bieten

Fujifilm GFX System

  • die Verkaufsprognosen wurden um 50 % überschritten
  • die Käufer der GFX 100 fotografieren hauptsächlich Mode, Imagefotos und Landschaften. Immer mehr Industriefotografen kaufen die Kamera für Archivaufnahmen und Aufnahmen aus der Luft
  • durch die Nachfrage von Filmproduzenten könnte es in Zukunft möglich sein die Fujinon Premista Cine Optiken zu adaptieren
  • die drei unterschiedlichen GFX-Kameratypen sollen weiter bestehen (Messsucherdesign 50R, Spiegelreflexgehäuse 50S, Integrierter Griff 100)
  • es gibt keine Zukunftspläne für eine GFX Kamera mit Festbrennweite ohne Bajonett
  • GFX Kunden bitten um noch schnelleren Autofokus. Fujifilm arbeitet daran
  • die größte Herausforderung für Fujifilm ist im Moment die Herstellung des GF80 mm f/1.7 Objektivs

Marktsituation

  • in China gibt es eine große Nachfrage nach GFX Kameras
  • die X-A7 und die X-T200 werden hauptsächlich im asiatischen Markt verkauft

Drittanbieter

  • Fujifilm hat seine Spezifikationen für Drittanbieter geöffnet
  • Tokina hat bereits drei Objektive mit Autofokus für das X-System angekündigt

Weiterentwicklung der XF-Objektive

  • Fujifilm wird Mark II Objektive der älteren Linsen bringen

Das komplette englische Interview lesen Sie bei der DPreview

Meine Meinung zum Interview mit Toshihisa Iida

Für uns Fotografen ist es aufschlussreich, in die Pläne von Fujifilm zu schauen. Die Fujifilm-Interviews zeigen Nähe und Transparenz. Mehr noch: Wir Fotografen werden in die Pläne und Verbesserungen für die Kameras und Objektive einbezogen. Die Öffnung des X-Systems für Drittanbieter bedeutet eine Vergrößerung unserer fotografischen Möglichkeiten in Bezug auf die Objektiv-Auswahl. Auf diese Art werden zukünftig preiswerte Brennweiten für die Fujifilm-Kameras angeboten. Ein Vorteil, den Canon-, Nikon- und Sony-Besitzer schon lange genießen. Es wurde Zeit für die Entscheidung, da es dem gesamten Fujifilm System entgegenkommt. Auf diese Art wird das X-System noch attraktiver für uns Fotografen.

Die Transparenz und Nähe hingegen sind ein Unikum des japanischen Unternehmens. Weder Canon, noch Nikon, noch Sony lassen sich gerne in die Karten gucken und vermitteln durchaus den Eindruck, dass wir Fotografen keinen Einfluss haben sollen. Dabei gab es bereits einen Versuch von Canon die Wünsche des Verbrauchers einzubeziehen. Vor vielen Jahren erstellte Canon auf diese Art einer der besten Kameras ihrer Zeit, die Canon EOS 7D. Wo ist diese Transparenz bei den Großen heute? Die Verbraucher schrien schon vor Jahren laut und deutlich: CaNikon, baut Eure Spiegellosen Systeme aus. Im Moment gewinne ich eher den Eindruck, dass die beiden Unternehmen bald ihre Türen in Sachen Kameramarkt schließen.

© Peter Roskothen ist Berufsfotograf, Fototrainer und Fotojournalist – Manager Toshihisa Iida zur Fujifilm Zukunft – Interview

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Geschrieben von:

Spiegelreflexkamera Für Einsteiger – Empfehlung

Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

10 Kommentare

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  • Sehr interssanter Artikel.

    Leider sprechen die aktuellen TIPA Zahlen dagegen, auch erschient mir die Erklärungen von Dr. Schuhmacher-Fotoartikel sehr plausibel, der eher davon ausgeht, dass es zuviele Modelle und Anbieter gibt.

    Nachweiteren Recherchen sehe ich das Ganze ziemlich düster und glaube, daß nur Canon und eventuell Sony, noch Kameras und Linsen bauen werden.

    Canon ist ja zu alter Stärke zurück gekehrt „EOS R 5, die Daten lesen sich wie ein Wunschtraum.

    Ich hoffe Fuji wird da mithalten können? Experten sind eher sehr skeptisch.

    • @Martin – Zu alter Stärke? Das ist ein Witz, oder? Canon unterbietet seine Verkaufszahlen in jedem Quartal um zweistellige Prozentsätze. Canon ist mit Kameras so ziemlich der größte Verlierer, was vor allem daran liegt, dass das Unternehmen seit einem halben Jahrzehnt keine Alternativen aufzeigt. Die zwei Kameras EOS R und EOS RP, die es erst seit 2018 und 2019 gibt und jetzt reden wir über eine Kamera, die fast ein Jahr vorher angekündigt wurde und immer noch nicht auf dem Markt ist? Das ist aus mehreren Gründen traurig.
      Erstens kennen Sie nicht den Preis der EOS R5, zweitens bietet Canon so gut wie keine nativen Linsen dafür an. Ich würde sagen, kein Hersteller, mit Ausnahme von Nikon, hat seinen Kunden und Fans so wenige Perspektiven aufgezeigt. Ich sehe nur, dass Canon und Nikon sich als erste von der Kameraherstellung verabschieden. Das liegt in der Luft. Als letzte bleiben Sony und Fujifilm übrig, die am besten aufgestellt sind. Ob Fujifilm womit statt halten kann? Mit 8K-Video, was kein Mensch benötigt? Mit Vollformat, was Fujifilm seit Jahren um das günstige Mittelformat bei weitem überholte? Ich bitte Sie. Schön wäre es, wenn Canon und Nikon am Markt bleiben. Aber daran glaubt keiner mehr, der die Historie genau verfolgt.
      Interessiert Sie vielleicht dieser Artikel? https://www.fotowissen.eu/canon-desaster/

      Herzlich,
      Ihr Peter R.

      • Nun, wollen wir hofffen Sie haben Recht.

        Ich bin vor gut einem halben Jahr auf Fuji GFX umgestiegen. Auch wenn andere etwas Anderes behaupten, man sieht bereits bei A 3 einen klaren Unterschied zu dem sogenannten Vollformat. Allein schon die Plastizität des Bildes.

        Sicherlich braucht kaum jemand 8 k, es brauchte auch kaum jemand 4 k. Aber Canon hat es vorgemacht und alle anderen sind hinterher gelaufen.

        Ich möchte wetten, daß die Fuji X H 2 ebenfalls 8 k anbieten wird.

        Ich wollte ja auch nur sagen, daß einem schlecht wird, wenn man die CIPA Zahlen liest.

        Das es für Nikon und Olympus, was die Imaging Sparte betrifft, sehr düster aussieht.

      • Sehr geehrter Herr Roskothen,
        Habe Sie den neuen Vlog von Herrn Northurb gesehen“ welche Systeme „ überleben werden. Er behauptet, dass Fuji GFX auslaufen wird, weil die Weiterentwicklung von Mittelformatsensoren, nicht mehr vorangetrieben wird und Fuji „ keinen klingenden Namen „ wie Hasselblad hat.
        Was meinen Sie dazu?
        Mit freundlichen Grüßen
        Martin Schellenberger

      • Sehr geehrter Herr Schellenberger,

        auch ein Tony Northrup macht mal Fehler :-). Ausgerechnet das Mittelformat hat einen wahnsinnigen Zuwachs erfahren durch Fujifilm. Dadurch dass Fujifilm das Mittelformat preiswert und kompakt, vor allem zuverlässig macht, gibt es hier keine andere Marke mehr, die erwähnenswert wäre. Fujifilm hat den kompletten Mittelformat-Markt an sich gerissen. PhaseOne überlebt, weil Fujifilm die C1-Software sponsert. Das Fujifilm-Mittelformat ist das beste Preis-Leistungsverhältnis, was Sie fotografisch nutzen können.

        Ich selbst habe das Fujifilm Mittelformat zu einem Zeitpunkt erworben, als es überhaupt noch nicht klar war wie die Zukunft aussehen wird. Ich war bereits beim Erscheinen der Fujifilm GFX 50S überzeugt, dass dies ausgebaut würde und lange überleben wird.

        Noch einmal: Fujifilm und Sony werden nach meiner Meinung die einzigen beiden Kameramarken neben den Smartphones sein, die überleben werden. Ich bin kein Gott und kann nicht sagen, ob Canon sich erholen wird. Ich denke nicht, da sie Objektive der R-Serie zu teuer sind. Das bietet Hobbyfotografen und vor allem Profifotografen keine Alternativen. Ich hoffe aber ich irre mich und Nikon und Canon kriegen noch die Kurve. Schön wäre das.

        *HerzLicht (!),
        Ihr Peter R.

    • Wer ein Objetiv, das Canon RF 24-105mm f/4,0-7,1 IS zum Preis von 500,- € verkauft, hält seine Kunden für bescheuert und hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt.

  • @ Martin Schellenberger

    Habe einen Northrop Vlog über die Gfx 50 mit dem Hinweis am Ende auf die Gfx 100 angeschaut… ich weiß nicht, ob es derjenige ist, den Sie zitieren.
    im Prinzip sagte er, daß die GFX 50 keine Vorteile ggü dem KB Format hätte, aber einige Nachteile… und daß die GFX 100 hochinteressant zu werden scheint.

    Ich habe den Satz über Fujifilm/Hasselblad nicht dort mitbekommen, aber das ist nicht schlimm.

    Marketing heutzutage bedeutet, daß man erstklassige Luxusprodukte entwickeln und bauen kann, welche die Kompetenz an der vordersten Front vorzeigbar machen – die Cash-cows sind aber immer niedrig- oer mittelpreisige Produkte.

    Beispiel:

    Mercedes macht den größten Teil seiner. Gewinne NICHT mit der S-Klasse, sondern der E-Klasse. Die Margen der E-Klasse sind traumhaft, zudem ist die E-Klasse tatsächlich ein „Massen“produkt.

    Das gilt für praktisch alle Branchen, die man sich vorstellen kann.

    Insofern: Northrop mag sehr viel Ahnung von Fotografie haben, von der Führung großer Industriekonzerne und derer zukunftsorientierter Entwicklung sicherlich NICHT..

    Zudem: MF wird ja zum ganz überwiegenden Teil von Profis genutzt – und die wissen sicherlich bereits, daß Fujifilm (einer der) Weltmarktführer bei TV-Studiokameras ist und ein Jahrzehnt lang MF-Optiken gerechnet und gebaut hat – und zwar für….
    …Hasselblad!

    Diejenigen Profis, die ich bisher kennengelernt habe, sind keine festgebissenen Fanboys EINES Herstellers, sondern eher bereit, bei objektiven Vorteilen eines HErstellers oder gar Problemen eines Herstellers konsequent das System zu wechseln.

    Hasselblad hat das Problem, daß sie einen KEIN diversifizierter Riesenkonzern sind, der in diversen Branchen gut aufgestellt ist und zudem sein Topmodell notfalls auch durch die „Brot und Butter“ Modelle mit guten Erträgen locker querfinanzieren kann.

    Leica hat um die Jahrtausendwende nur dadurch überlebt, daß sie Panasonic Kameras mit einem roten Punkt für deren doppelten Preis verkauften… und es gab genug Leute, die tatsächlich bereit waren, diesen Preis zu zahlen, warum auch immer. Profis hätten das nie gemacht, fanboys schon. Insofern hat Leica damals ebenfalls „Querfinanzierung“ betrieben, um dem Komkurs zu entgehen – nur zusätzlich dabei mit einem Panasonic Produkt gewissenmaßen „ über Bande gespielt“.
    War eine win-win Situation.

    Daher ist es m.E.n. im Grunde betriebswirtschaftlich völlig egal, ob das GFX system kurz- oer mittelfristig überhaupt Ertrag abwirft – es ist auf jeden Fall eine kluge Investition ins Marketing, solange die GFx Serie technologische Führerschaft/Kompetenz beweist.

    Daher bin ich der Meinung, daß dieser Satz von Northrop weder die wirtschaftlichen Aspekte trifft noch die enormen Synergismen beim Branding und Marketing in ihrer BEDEUTUNG richtig einordnet…

    Im Gegenteil: Fuji macht alles richtig:

    Mit einem durchaus revolutionären Sensor im APSC Format und sehr hochwertigen Optiken, sehr guter Ergonomie und extremer Kundennähe den KB Markt aufmischen und dann Gleiches auch im MF machen, bevor CaNikon überhaupt daran denken.

    Deren Problem ist, daß der Markt der unteren Preissegmente und z.T. Auch mittleren Segmente zunehmend durch Smartphones ersetzt wird.

    Allen gutes Licht
    Gruß
    DWL

    • Lieber DWL,

      ich finde Ihren Kommentar bemerkenswert auf den Punkt. Leider ist bereits der Eingang von Northrup falsch. Die GFX 50S/R hat immense Vorteile gegenüber den KB-Format / Vollformat. Es ist eine nie dagewesene Platizität in den Bildern, die ich sehe. Korrekt: Die sieht nicht jeder. Aber das sieht Jeder, der früher Mittelformat fotografierte und auch einige andere, die mal ein großes Ergebnis auf Poster gesehen haben. Diejenigen die Ihre Bilder nur am Monitor ansehen, werden den Unterschied oft nicht kennen (auch hier sage ich nicht nie).
      Ich habe die GFX 50S nach einem Test von zwei Stunden Fotografie in Krefeld gekauft. Ich war weggeblasen von der Qualität, die ich auf der Speicherkarte mit nach Hause nahm und wusste genau: Das ist das Beste, was ich je in Händen gehalten hatte. Und es war, wenn auch mit vielen Kopfschmerzen, für mich bezahlbar.

      Ich habe den Schritt nie bereut. Sie sagen nämlich völlig richtig, dass wir Fotografen die Objektive des Herstellers mit dem Body kaufen. Das bedeutet weltbeste Objektivqualität und das sehe ich sofort in den Bildern. Ich habe mich vor einigen Monaten über ein Video von angeblichen Experten amüsiert, die ähnlich wie Nortrup, das Mittelformat rein technisch nicht vom Vollformat unterscheiden konnten (für mich unverständlich und falsch). Danach habe ich mit vielen Teilnehmern meiner Fotoschulungen gesprochen, die bereits früher analog Mittelformat fotografierten und alle (!) durch die Bank sagten, dass die Aufnahmen einer GFX einen ganz besonderen Ausdruck haben, ganz besondere Bilder machen.

      Und Sie haben völlig Recht, dass die Unternehmen wie Fujifilm nicht das Geld über die Topmodelle verdienen, sondern mit der Masse der kleineren Modelle (X-System bei FF). Mit den Topmodellen (dazu gehören bei FF auch die preiswerten X100 (extrem erfolgreich), X-T und X-Pro Kameras, die ebenfalls von Profis gekauft werden), bekommt man die Berufsfotografen auf seine Seite. Die ziehen die Amateure mit sich. Das ist heutzutage noch mehr die Wahrheit als in der Vergangenheit. Schließlich gehen die Profis mit YouTube und Webseiten in die Öffentlichkeit. Ich publiziere mein Wissen aus Überzeugung, weil ich schlichtweg sehe, wie gut FF ist. Und das meine ich auch zum Thema X-System (APS-C), dessen Sensoren Sie korrekt als Revolution bezeichnen.

      Insofern wundere ich mich, warum Canon dieses Konzept über ein halbes Jahrzehnt scheinbar völlig vergessen zu haben scheint. Wie Sie so richtig sagen: FF macht alles richtig.

      Northrup hat es diesmal verpeilt.

      PS: Die japanischen Kamerahersteller haben alle Schwierigkeiten mit der Softwareentwicklung (vielleicht mit Ausnahme von Sony). FF macht das klasse, überlässt es die Software dem Nebendarsteller PhaseOne und unterstützt das sicherlich finanziell. Wieder ein extrem guter Schachzug! Capture One ist eine wirkliche Alternative zu Adobe. Auch hier hat FF sehr schnell reagiert, als es merkte, wie extrem Adobe die Kunden auf den Arm nimmt.

  • Lieber Herr Roskothen,

    Ja, ich versuche oft, einerseits den Kontext bzw Basis meiner Überlegungen nachvollziehbar herzuleiten, aber dann die Schlussfolgerungen griffig zu formulieren. Manchmal wird das allerdings falsch aufgefasst – insofern bin ich froh, daß Sie das RICHTiG interpretiert haben.

    In meiner jahrzehntelangen Amateur-Karriere habe ich mehrfach das System gewechselt, wenn es eine drastische technische Verbesserung gab. Einzelheiten möchte ich hier nicht weiter erläutern.

    In den letzten Jahrzehnten hat es eine Reihe von „kriegs“- entscheidenden, drastischen Änderungen auf dem Weltmarkt gegeben, auch auf dem Fotomarkt.
    PLUS: die historische DISRUPTION der digitalen Revolution.

    Es ist bemerkenswert, wie brilliant der damalige Vorstandschef von Fuji die digitale Disruption mit absolut radikalen Maßnahmen nicht nur überstanden hat, sondern Fujifilm durch seine überaus kluge Politik sogar enorm hat wachsen lassen. UND: durch starke Diversifikation in völlig unterschiedlichen, zudem zukunftssicheren Branchen weitestgehend stabilisiert hat.

    Kodak hatte das gleiche Problem, scheiterte jedoch an der digitalen Disruption und existiert nicht mehr.

    FF hat seine Fotoprodukte inzwischen in eine einmalige Fusion von ergonomisch-analoger Technologie (welche menschliche Wahrnehmung und unser „analoges“ haptisches Erleben und Motorik respektiert und ihr sogar dient) mit moderner digitaler Hochtechnologie geführt.
    Sie haben nicht nur perfekt damals reagiert, inzwischen setzen sie sogar selber die Maßstäbe!

    CaNikon wird jetzt Weiterhin von unten durch Smartphones riesige Umsatzverluste erleiden, verliert auf dem früher quasi-monopolistisch beherrschten 35 mm Markt durch gleichwertige bzw bisweilen überlegene APSC Technologie und Top- Objektive heftig Marktanteile und der einzige Ausweg (nämlich das MF Format) wird ebenfalls durch Fuji bereits besetzt.

    Fujifilm hat also Canikon im wahrsten Sinne des Wortes in die Zange genommen.

    Nikon ist nicht diversifiziert, Canon hat wenigstens noch die Druckerbranche. Aber auch die Druckerbranche wird durch die Pandemie NOCH schneller und drastischer unter Druck Geraten: Das Homeoffice und damit rein elektronische, papierlose Kommunikation wird jetzt einen dramatischen Schritt nach vorne machen.

    Fujifilm ist jetzt bereits abgesehen vom Fotomarkt zusätzlich Hersteller von professionellen TV-Studiokameras, rapide wachsender Kosmetikhersteller, Arzneimittelhersteller, zudem stellen sie exzellente medizinische Endoskope (Wachstumsmarkt) her, welche *noch* ebenso unterschätzt werden, wie vor 8 Jahren die ersten X-100…. zudem ist der Endoskopiebereich das perfekte „spin-off“ , weil sie im optischen Bereich ja reichlich know-how haben…

    Sony ist auch breit aufgestellt…. somit ist klar, welche beiden Unternehmen im Fotobereich überleben werden… samsung könnte noch dazu kommen und US-Giganten wie apple oder google sowie chinesische Unternehmen.

  • Um die brilliante Leistung des damaligen Vorstandschefs von Fujifilm Und ds Totalversagen bei Kodak überhaupt umfassend verstehen zu können, kann ich nur nachdrüxklixh empfehlen, in der zdf Mediathek nach der Reihe „Firmen am Abgrund“ Zu suchen und aich diese hervorragenden Dokumentationen anzusehen.

    Es gibt u.a. eine Folge zu Fujifilm und auch eine zu Kodak….

    Spannender als jeder Krimi….

    Gruß
    DWL

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

Willkommen bei *fotowissen sagt Peter Roskothen im Namen aller Autoren.

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