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MacBook Pro 16 Zoll – Der Traum für Fotografen und Bildbearbeitung

Artikel ursprünglich verfasst am 8. Juni 2020

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Das neue MacBook Pro 16 Zoll ist ein Traum für Sie als Fotografen und Ihre Bildbearbeitung. Das Apple-Notebook hat einen großen Monitor (16 Zoll / 40,65 cm), eine sehr schnelle Grafikkarte, Prozessor und kann für viele Fotografen das Werkzeug für die Bildbearbeitung und den Videoschnitt sein.

Apple MacBook Pro 16 Zoll - Schnelle Bildbearbeitung

Das neue MacBook Pro 16 Zoll – Der Traum für Fotografen und Bildbearbeitung. Der Artikel wurde im Dezember 2019 publiziert und im Juni 2020 für Sie überarbeitet. 

Bildbearbeitung mit dem  MacBook Pro 16 Zoll

Es gibt Pros und Contra für das neue Apple MacBook Pro 16 Zoll. Beginnen wir mit den positiven Fakten: Apple hat einige Probleme der Vorgängermodelle mit 15 Zoll gelöst. Dazu gehören zum Beispiel die Tastatur, die wieder leise und zuverlässig arbeitet. Auch die Probleme mit der Abwärme hat Apple in diesem Notebook durch die Lüfter gelöst. Jetzt kann das neue MacBook Pro 16 Zoll zur Höchstform auflaufen, wenn es um Bildbearbeitung (Adobe Lightroom, Photoshop, Capture One, Luminar 4, DXO, …) und Videoschnitt (Final Cut Pro) geht.

Alle Tests bescheinigen dem Notebook Höchstleistungen in der Verarbeitung grafischer Aufgaben. Eine optimale Ausstattung des Apple-Notebooks ist zum Beispiel:

  • 2,3 GHz Okta-Core Intel Core i9 Prozessor
  • 16 GB DDR 4 – 2666 RAM (besser 32 GB / 64 GB)
  • Radeon Pro 5500M mit 4 GB GDDR6 Grafikspeicher (besser 8GB)
  • 1 TB SSD

Wichtig zu wissen: Bevor Sie in die Festplatte (SSD) investieren, ist es besser den Arbeitsspeicher und die Grafikkarte Ihres MacBook Pro besser aufzurüsten. Eine externe Festplatte lässt sich über Thunderbolt 3 immer noch anschließen und Sie sollten mit der 1TB-Festplatte im Notebook hervorragend arbeiten können.

Tipp: Bearbeiten Sie aktuelle Projekte (Fotos / Videos) auf der SSD des Notebooks und speichern diese Projekte anschließend auf einem NAS oder einer externen Festplatte. Kataloge von Lightroom und Capture One sind ebenfalls auf der SSD des Notebooks korrekt untergebracht

Apple MacBook Pro 16 Zoll - Videoschnitt FinalCutPro

Auch für Videobearbeitung wie FinalCut Pro hat das neue Notebook genügend Reserven.

Bildschirm vom MacBook Pro 16

Generell gilt in der Fotografie immer die Devise: Je größer der Monitor desto besser. Unterwegs wird das MacBook Pro 16 Zoll sicherlich gute Dienste leisten, im Büro oder Zuhause möchte man es vermutlich an einen größeren Bildschirm anschließen. Fotografen können maximal zwei 6K-Bildschirme mit einer Auflösung von jeweils 6016 mal 3384 Bildpunkten bei 60 Hertz anschließen.

Dabei achten Sie bitte auf einen externen Bildschirm, der einen USB-C Anschluss hat. Entsprechend wird dann das MacBook Pro 16 Zoll bereits mit Strom versorgt und sie können die USB Anschlüsse an dem Monitor nutzen. Leider ist das Display vom MacBook Pro 16 Zoll nicht entspiegelt. Entsprechend wird sich das Notebook besser in Räumen anbieten, als draußen.

Das spiegelnde Display vom MacBook Pro 16 ist ein großer Fehler (Gesundheit!). Schließen Sie nach Möglichkeit einen entspiegelten externen Monitor an (Übersicht über die besten Monitore für Fotografen / Bildbearbeitung)

Grafikkarte 16 Zoll Apple Notebook

Die AMD Radeon Pro 5300M mit 4 GByte GDDR6 wird als Standart geliefert. Für nur EUR 120,- Aufpreis erhalten Sie die leistungsfähigere Radeon Pro 5500M mit 4 GByte GDDR6. Die noch leistungsfähigere Radeon Pro 5500M 8 GByte GDDR6 erhalten Sie für einen Aufpreis von EUR 240,-.

Tastatur

Bei der Tastatur hatten sich viele Käufer in der Vergangenheit über das Butterfly-Design geärgert, welches klemmende Tasten und lautes Tastaturgeräusch zur Folge hatte. Inzwischen hat man sich bei Apple zu der alten Scherenmechanik-Tastatur zurück besonnen, welches jetzt wieder leise und zuverlässig arbeitet. Auf der Tastatur findet man auch wieder eine Escape-Taste und der Abstand der Touchbar zu den Tasten wurde vergrößert, um Fehlbedienungen vorzubeugen.

Apple MacBook Pro 16 Zoll - Neue Tastatur

Neue Tastatur mit Scherenmechanik und leisem Tipp-Geräusch und ESC-Taste

Akkulaufzeit

Das MacBook Pro 16 Zoll ist bitte etwas dicker geworden. Geschuldet ist diese Tatsache dem größeren Akku, der länger durchhalten soll. Apple hat drauf geachtet, dass der Akku noch beim Fliegen zugelassen ist. Deshalb bietet der Akku 100 Wh. Damit soll das neue Notebook etwa 1 Stunde länger in Betrieb bleiben als die Vorgängermodelle.

Apple MacBook Pro 16 Zoll - Neues Innenleben mit verbesserter Abwärme

Die Kühler des 16 Zoll-Apple Notebooks sind größer, damit die volle Leistung dauerhaft bereit gestellt werden kann.

Kamera, fehlende Anschlussmöglichkeiten

Ein paar negative Punkte lassen sich dennoch aufzählen: Noch immer wird im neuesten MacBook Pro eine eingebaute Kamera mit 720 Pixeln Auflösung angeboten. Das ist zwar nicht mehr zeitgemäß, reicht aber für die meisten Telefonate vollkommen aus. Schlimmer ist für uns Fotografen der fehlende SD-Slot im Notebook. Wir müssen also ständig ein Dongle mitnehmen, um unsere Speicherkarten auf das MacBook zu übertragen. Intern müssen wir eine fest verlötete SSD und fest verlötetes RAM entdecken. Auch ein Internetanschluss fehlt, da Apple die Notebooks ständig verkleinerte. Aus diesen Fakten folgt auch, dass man sich das Notebook besser ein bisschen überdimensioniert kaufen sollte, da man auf lange Jahre Spaß dran haben möchte.

Apple MacBook Pro 16 Zoll - Bildbearbeitung für Fotografen

Fazit MacBook Pro 16 Zoll

Das neueste MacBook Pro mit 16 Zoll ist eine rasante Maschine, die auch Fotografen mit hohen Ansprüchen zufriedenstellen wird. Wer dazu Videobearbeitung machen möchte, ist mit diesem MacBook Pro für alle Fälle gut gerüstet. Passend dazu gibt es ein neues Mikrofon und eines der besten Lautsprechersysteme. Schade, dass der Monitor nicht entspiegelt geliefert wird. Wer aber das Notebook im Büro oder Zuhause an einen großen externen Monitor (entspiegelt) anschließt, der wird sich über die Reflexionen nur unterwegs ärgern müssen.

Für Fotografen, die viel unterwegs sind und ihre Bilder schnell sichten und weiter bearbeiten möchten, ist dieses neue MacBook Pro 16 Zoll eine hervorragende Lösung. Wer die Größe dieses Notebooks nicht schätzt, sollte noch ein bisschen warten. Es ist absehbar, dass die Technologie dieses Notebooks auch in den kleineren 13 und 14 Zoll Notebooks von Apple untergebracht werden wird.

Ein gut konfiguriertes MacBook Pro 16 Zoll:

  • Display: 16 Zoll (40,65 cm) Retina Display mit 3072 x 1920 Pixeln
  • Prozessor: 2,4 GHz Okta-Core Intel Core i9 Prozessor
  • Arbeitsspeicher: 16 GB DDR 4 – 2666 RAM
  • Speicher: 512GB / 1 TB SSD, Tastatur: mit Touchbar und Touch ID
  • Grafik: Radeon Pro 5500M mit 8 GB GDDR6 Grafikspeicher

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Zubehör für das Macbook Pro 16

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Fotos: Apple

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – MacBook Pro 16 Zoll – Der Traum für Fotografen und Bildbearbeitung

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Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

5 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Artikel.

    Ich habe mich die letzten Tage intensiv mit dem Thema beschäftigt und mir als Reiselaptop den neuen 13 Zoll i5 mit 16MB Raum und 512 GB (arbeite mit NAS) gekauft. Dies nachdem ich Jahre lang mit einem alten MacBook auf Reisen gut gearbeitet habe. Seitdem ich aber Mittelformat fotografiere, war er mit den grossen RAWs überfordert.

    Ich wollte mir den i9 kaufen aber im Shop hat man mir für meinen Bedarf den i5 empfohlen. Ich war skeptisch, aber ich bin dann dennoch zum Schluss gekommen, dass ich das Geld sparen kann. Ich bearbeitete Bilder (Mittelformat) mit Lightroom und mache keine Videos. Das MacBook ist sehr schnell und kam noch nie ins stocken. Im Gegenteil, es ist viel schneller als mein drei jähriger gut ausgestatter iMac. Von daher sollte man sich gut überlegen, für welchen Einsatz man den MacBook genau braucht. Für die professionelle Bildbearbeitung und Video sollte man natürlich wohl den besten Prozessor und die beste Ausstattung nehmen.

    Beantworten
  2. Nur ein kleiner Kommentar zum angeblich jetzt verbesserten Kühlungssystem der MacbookPros:
    Seit dem ersten MacbookPro 2006 inklusive sind ALLE folgenden MBPs bis mindestens 2013 in höchstem Maße Hitzegefährdet. apple war es über viele Gerätegenerationen lieber, „leise“ notebooks zu verkaufen, als „überlebensfähige und zuverlässige„ Notebooks… ich kann ein Lied davon singen. Wer mal ein MBP aufgemacht hat, der sieht fassungslos, daß der gleiche, zusammengeführte Luftstrom der beiden Lüfter erst die CPU kühlt und die Grafikkarte anschliessend mit dem dadurch bereits deutlich erwärmten Luftstrom die arme Grafikkarte „gekühlt“ wird.
    Das ginge trotzdem noch gut, wenn die Werkseinstellungen so gewählt worden wären, daß die Lüfter frühzeitig genug in höhere Drehzahlen gingen… aber apple will ja „leise“ notebooks verkaufen, also passiert das eben nicht. und so brutzelten hunderttausende von MBP Grafikkarten (GPU) dann „leise“ zu Tode. apple zeigte keine Kulanz, Wollte stets abartig hohe Summen für die Reparatur, welche zu einem wirtschaftlichen Totalschaden und dem Neukauf führten… bis sie durch eine Sammelklage in den USA endlich dazu gezwungen wurden, für den Schaden aufzukommen.

    auch die Generation ab 2013 zeigte noch die klassischen Konstruktionsfehler.
    Zu dem Thema gibt es bei macrumors.com eine enorme Zahl von Threads. Peinlich für apple: Nicht der teuerste Konzern dieser Erde, sondern engagierte Softwareexperten haben inzwischen ein kostenloses Programm entwickelt, mit welchem man die Kühlung selber optimieren kann – seitdem halten die MBPs auch. Besonders laut sind sie trotzdem nicht, weil sie eben Bei richtiger Einstellung RECHTZEITIG hochlaufen und selbst bei hoher Drehzahl nicht unangenehm sind…

    Apple hat ja sogar bei den MacPros ab 2013 den gleichen Fehler gemacht: erst große Klappe, weil das neue Design ja angeblich einen genialen Kamineffekt hätte…. bis sie dann nach langem Leugnen zugeben mussten, daß auch dort Vermehrt gegrillte GPUs vorkamen…

    Danach stiegen die Preise für die guten alten und unverwüstlichen MacPros enorm… zumal auch hier Leute pfiffige Firmwarevarianten entwickelten, welche den Einsatz von Top-GPUs der Fremdanbieter ermöglichten. Inzwischen gibt es von einer hochkompetenten Gemeinde bei Macrumors jede Menge Methoden, um die alten, soliden, modularen MacPros zu sehr leistungsfähigen Maschinen zu machen, die zudem nur einen Bruchteil kosten.

    Auch die letzten MacBookPros, welche noch modular aufgebaut waren (bis Modell 2012) und bei denen man somit alle üblichen Komponenten selber In Minuten austauschen konnte (Arbeitsspeicher, Akku, Festplatten) sind nach dem Auslaufen im Preis gestiegen, insbesondere jene, welche als Zusatzoption einen nichtspiegelnden (matten) Bildschirm haben… die kann man entgegen der Aussagen von apple auch auf 16 GB Arbeitsspeicher aufrüsten und haben immerhin Thunderbolt Anschlüsse.

    Zumindest für Fotoamateure wie mich gibt es also günstige Alternativen. Mein MacbookPro 15“ aus 2012 läuft jedenfalls immer noch problemlos dank dieser Erstklassigen kostenlosen app zur Kühlungsoptimierung. Zudem gibt es noch eine andere app, welche besser als die werksseitige Firmware zwischen der In der CPU integrierten „kleinen“ Grafikkarte und der zusätzlichen separaten Grafikkarte im Gerät schaltet und so die Belastung der GPU von vorne herein reduziert.

    Ich bin kein apple Hasser, nutze nur apple Rechner, aber ich habe unnötig viel Geld verloren, weil die ihre konstruktiven Hausaufgaben nicht mach(t)en…

    Übrigens ist auch HP vor einigen Jahren mit einem in einer riesigen PR-Aktion angepriesenen Notebook grandios gescheitert, welches angeblich alle Kühlungsprobleme konstruktiv gelöst hätte…. dem war nicht so, wie die Kunden erfahren mussten.

    Nutzern von älteren apple MBPs kann ich nur dringend dazu raten, die beiden apps zu installieren, das ist eine kostenlose Lebensversicherung.

    Gruß
    DWL

    Beantworten
    • Vielen Dank DWL,

      vielleicht könntest Du noch die beiden Apps nennen?

      Herzlich,
      Peter

      Beantworten
  3. Hallo Peter,

    klar, mache ich gerne.

    Die eine, mit deren Hilfe man selbst die Kühlungsfunktion optimieren kann, ist:

    https://crystalidea.com/macs-fan-control

    WICHTIG:

    In allen Rechnern sind heutzutage jede Menge Temperatursensoren, im Zeitalter des „Kleinheitswahns“ um jeden Preis mit entsprechend wenig Volumen und Raum zur Kühlung noch wichtiger als je zuvor.

    Die App zeigt nach Installation erst einmal alle im Gerät gemessenen Temperaturen an und belässt es bei der STANDARD-Steuerung von apple.

    Wirklich gefährdet sind ja im Grunde nur die CPU und GPU. Für BEIDE werden jedoch seitens der Standardeinstellung durch apple unnötig hohe Temperaturen toleriert. Daher ist es auch durchaus logisch, daß in der app nur 2 von vielen Sensoren vom Nutzer selber (!) ausgewählt werden können, um die Drehzahl der Lüfter zu regulieren. Ein sensor pro Lüfter.

    Daher sind für die optimierte Kühlung letztlich nur diese beiden Problembereiche aus der Liste im rechten app-Bild interessant.
    Als erstes sollte man sich die Temperaturangaben dieser Bereiche am besten nach bzw während einer typischen Nutzung anschauen, um unter den 5-10 relevanten Sensoren diejenigen zwei herauszufinden, welche die höchsten Temperaturen aufweisen.
    bei meinen MBP sind die vier einzelnen CPU Core, die CPU Diode und (das Wichtigste) die Grafikkarte, also GPU PECI und GPU Proximity jene mit den höchsten Temperaturwerten.

    Schon bei mittlerer bis starker Nutzung (leider auch bei dieser website) kommt es durchaus unter Standard-Kühlung nach apple Standard zu Temperaturen von 70-80 Grad und ggf sogar noch höheren Temperaturen.

    Hinweis: Zumindest bei älteren 13″ MBPs ist meines Wissens nach das Problem der GPUs nicht (so) relevant, denn diese verfügen NICHT über eine zusätzliche Grafikkarte, betroffen waren nur (!) die 15″ und 17″ MBPs.

    Sodann kann man beide Lüfter anwählen und zwischen „automatisch“ und „Basierend auf“ wählen.
    „Automatisch“ war früher die Werkseinstellung, vermutlich auch noch heute.

    Bei meinem MBP 15″ liegen die temperaturwerte von CPU Core 2 und CPU Core 3 gleich oder minimal über Core 1+4. Das wird einfach an der Lage der CPU im Luftstrom und/oder leicht erhöhter Arbeitslast liegen, die Differenzen sind also nicht wesentlich, daher nimmt man einfach denjenigen der CPU Cores, der die höchste Temp zeigt und wählt als zweiten denjenigen der GPU Werte, in der Regel ist das GPU PECI.

    Klickt man „basierend auf“ an, so klappt ein Zusatzfenster auf. Hier kann man entweder

    a) eine feste, frei gewählte Drehzahl unabhängig von der Temperatur wählen, was ja eigentlich nur sinnvoll und sicher ist, wenn man max. Drehzahl nimmt

    oder besser:
    b) „Sensorbasierter Wert“ wählen.

    Ist einfach einzustellen:
    Man wählt hier für einen Lüfter „Sensorbasierter Wert“ (bspw „GPU PECI“ für die kritische GPU) und gibt eine untere Temperaturgrenze an, ab der der Lüfter vermehrte Drehzahl haben soll sowie eine OBERGRENZE, welche möglichst nicht überschritten werden sollte.
    Den anderen Lüfter stellt man ähnlich ein, hier sollte die Temperatur der CPU gewählt werden. welche sinnvoll ist, sieht man anhand der Sensorwerte der verschiedenen CPU CORE.

    Ab Erreichen der oberen Grenze wird der Lüfter mit max. Drehzahl kühlen. Mehr als maximal gerätetechnisch geht nicht, aber die Temperaturen bleiben viel tiefer als mit der Standardfirmware von apple. Mein 2012er MBP mit 4 Core CPU geht so praktisch nie bzw nur noch wenige Grad über die Max. Temp hinaus, früher gerne bis 85 Grad!

    meine persönliche Einstellung ist bspw:
    Linker Lüfter CPU CORE 2 „temp., ab der die Drehzahl steigen soll“ = 60 Grad
    und max. Temp = 75 Grad

    rechter Lüfter GPU PECI „temp., ab der die Drehzahl steigen soll“ = 55 Grad
    und max. Temp = 67 Grad

    Jeder kann selbstverständlich die beiden Temperaturgrenzen für jeden Lüfter frei wählen, je nachdem, wie er/sie Schutz der GPU und Lüftergeräusch gewichtet. der wichtigere wert ist selbstverständlich der jeweils OBERE, der untere kann ohne große Gefahr variieren,

    Zumindest bis vor 2 Jahren war es egal, welchen Lüfter man für die CPU und GPU Werte nahm, denn BEIDE pusten in den exakt gleichen Kühlungskanal. Kann jeder im Zweifel nachprüfen, der die „Tear-down“ Bilder aus den diversen Selbsthilfe-Websites betrachtet.

    Es gibt auch negative Kritiken zu dieser app, aber die texte dieser Kritiken sprechen dafür, daß die Kritiker die app nicht richtig angewandt haben, daher meine ausführliche Schilderung.

    Einziger negativer Punkt dieser app war in den Versionen von vor einigen Jahren eine leicht zunehmende Belastung der CPU durch dieses Programm, die bis zu 14% CPU Leistung ansteigen konnte. Dies konnte man leicht wieder ändern, indem man in der Aktivitätsanzeige unter „Prozesse“ „Macs Fan Control anklickte und dann oben „Sofort beenden“ anklickte. Nach Neustart war die CPU Belastung dann wieder sehr gering, also zwischen 1-4% .

    Dieser kleine bug scheint aber Geschichte zu sein, denn in den letzten Versionen (=seit ca. 3 Jahren) trat er bei mir nicht mehr auf .
    Diese app wird regelmäßig upgedated, was sehr vorbildlich ist.
    man kann die App so einstellen, daß man oben im Mac in der Leiste eine Temperatur und die Lüfter-Drehzahl jeweils permanent angezeigt bekommt.

    ———————————————

    Die app zur manuellen oder automatischen Umschaltung zwischen integrierter und der (temperaturkritischen) zusätzlichen eingebauten Grafikkarte (GPU) ist diese hier:

    https://gfx.io

    man kann dafür bezahlen (ich habe es gerne gemacht, weil die app mir viel geld gespart hat) , muss es aber nicht.
    Sie ist nur relevant für MBP 15″ und 17″ bis Modelljahr 2012.

    Diese app ist einfach: Nach Installation entscheidet sie autonom und fortwährend, ob das Zuschalten der GPU überhaupt nötig ist.
    Man wird überrascht sein, wie selten das der Fall ist.
    Zusätzlich kann man in der Leiste oben im Bildschirm manuell anklicken, um entweder permanent die GPU zu nutzen oder immer nur die integrierte GPU. man kann somit jederzeit nach belieben in einer Sekunde manuell umschalten.

    Gruß

    DWL

    Beantworten
    • Ganz herzlichen Dank für die wertvollen Informationen in dieser ausführlichen Weise, DWL. Ich habe da App Macs-Fan-Control in meinem MBPro 15´´von Ende 2013 sofort testweise installiert und nach dem Test bezahlt, da ich immer den Eindruck hatte, dass das Notebook zu warm wird. Und das war es auch, wenn ich mir die Temperaturen anschaute. Danke Dir sehr!
      Herzlich,
      Peter

      Beantworten

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