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Fotos der Kent School

Kent School, Lost Places
Gebäude 01

Lost Places – Was ist das? Worum handelt es sich bei den Fotos der Kent School?

Es handelt sich bei Lost Places um verlassene Orte bzw. Gebäude, welche irgendwann aufgegeben wurden. Manch einer fragt sich, worin der Reiz liegt, solche Orte aufzusuchen und zu fotografieren? Man kann es nur schwer beschreiben. Es ist aber schon ein gewisser Reiz diese Lost Places zu besuchen, welche eine Geschichte erzählen könnten. Vorausgesetzt natürlich, die Gebäude könnten reden ;). Man weiß eigentlich nie, was man vorfindet und was nach der nächsten Ecke kommt oder sich im nächsten Raum befindet. Das macht es so spannend.

Es muss aber gesagt werden, dass das Betreten solcher Grundstücke bzw. Gebäude in den meisten Fällen verboten ist!

Lost Place – Kent School

Bei den folgenden Fotos handelt es sich um die Kent School in Schwalmtal. Diese Anlage wurde 1909 gebaut und bis 1991 genutzt. (Es gibt im Internet zahlreiche Informationen zu dem Gelände wie es in all den Jahren genutzt wurde, auf die ich hier nicht eingehen möchte). Bis Anfang dieses Jahres konnte man sich offiziell anmelden und durfte sich dann 4 Stunden frei auf dem Grundstück bewegen und fotografieren. Mittlerweile ist das Gelände nicht mehr zugänglich und es gibt verschiedene Projekte das Gelände zu nutzen. Das Gelände wird aber weiterhin durch eine Sicherheitsfirma überwacht!

2020 bin ich durch Zufall über die Kent Scholl im Internet gestolpert. Auf der Internetseite von der Schule musste ich ein Formular ausfüllen und habe anschließend einen verbindlichen Termin bekommen. Vor Betreten des Geländes gab es eine kleine Kontrolle und eine Einweisung, welche Bereiche genutzt werden dürfen und welche nicht. Anschließend konnte ich mich aber auf dem Grundstück frei bewegen. Auch wenn es, wie in diesem Fall, kein richtiges Lost Place war, fand ich es super spannend diese Räume zu durchstöbern. Sich vorzustellen, was in diesen Mauern schon alles geschehen ist. Darin liegt der Reiz. Ich dachte erst, was gibt es hier in 4 Stunden zu sehen. Müsste aber schnell feststellen, dass mir die Zeit doch weggelaufen ist und ich gerne mehr davon gehabt hätte.

 

 

Interessant finde ich, dass es Räume gab, in denen sich die Natur ihren Raum zum Wachsen zurückerobert.

Die gezeigten Fotos sind wie immer nur eine kleine Auswahl. Es sind einfach zu viele geworden und wie immer ist es schwer die richtigen auszuwählen. Hoffe aber einen kleinen Einblick in die Welt der Lost Places gegeben zu haben. Nach 4 Stunden durchstöbern der Gebäude und Räume war ich dann aber auch froh wieder im Auto zu sitzen. Es soll mal einer sagen “Fotografieren ist nicht anstrengend”

© Joachim Böttcher – Lost Place – Fotos der Kent School

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Geschrieben von:

Avatar von Joachim Böttcher

Joachim Böttcher

Hallo. Ich bin Hobbyfotograf. Meine erste Kamera habe ich mir 1986 gekauft. Eine Minolta x 300. Das war der Beginn einer Fotoleidenschaft. Wie die meißten von uns folgte dann "learning by doing". Fotozeitschriften wälzen, gucken wie machen es die anderen und selber versuchen. Seitdem habe ich mir die ein oder andere Kamera zugelegt. Es folgte die erste Kamera mit Autofocus, dann wurden die Digitalkameras erschwinglich. Die Panasonic Lumix DMC G3 habe ich mir gekauft als sie auf den Markt kam. Mit ihr fotografiere ich seitdem.

2 Kommentare

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  • Hallo Herr Böttcher,

    ihren Artikel samt Fotos habe ich mit Interesse gelesen, und finde zu Beginn die Stelle spannend, an der sie sich mit der Frage auseinandersetzen, worin der Reiz von Lost-Place-Fotografie liegen mag. Da sie das ansatzweise ausformulieren, habe ich für mich nach Antworten gesucht, und lasse sie gerne am Ergebnis teilhaben.

    Orte und Gebäude, die ohne Nutzung vor sich hin verfallen, haben in unserer Zeit eine sehr kleine Halbwertszeit. Sanierung oder Abriss ist eigentlich der Normalfall. Solche großen, sogar pompösen Anlagen sind wahrscheinlich die einzigen, die da eher etwas Aufschub erlangen. Selbst zu Zeiten, in denen sie genutzt und bewohnt sind, kommt kaum jemand einfach so hinein. Vielleicht kommt es einem daher bei „Lost-Places“ ein wenig so vor, etwas „Verbotenes“ zu tun, oder etwas “Erlesenes”, das eben nicht jedem zugänglich ist. Darin liegt generell eine hohe Spannung.

    Runter reduziert auf den Reiz zur Fotografie, den solche Anlagen auslösen, bleiben wahrscheinlich immer nur 2 Varianten. Die dokumentarische, und die emotionale. In ihren Fotos entdecke ich beides, wenn auch höher anteilig den der Dokumentation. Dabei hätte die Motivwahl durch meine Brille gesehen auch viel Potential für emotionale Aussagen, bis hin zu „story-telling“.

    Eher dokumentarisch wirkt es aber auf mich, weil es in keinem der Fotos eine deutliche Trennung von Schärfe/Unschärfe gibt. Als Beispiel nehme ich „Hausflur 03“. Dieses durchgängig scharfe Foto dokumentiert diesen Flur. Der Titel unterfüttert das ja auch. Mein Auge sucht den Fokus, läuft im Flur hin und zurück. So geht mir das jedenfalls. Wäre z.B. aber die blaue Tür mit der Aufschrift scharf, und der Flur nach hinten in zunehmender Unschärfe verwischt, bekäme das Foto durch die hervorgehobene, blaue Tür für mich einen Bezugspunkt mit Bedeutung. Gerade vor dem Hintergrund dessen, was an diesem Ort alles geschehen sein mag, gerät die Phantasie in Bewegung, und das Foto erlangt dadurch in Aussage mehr Anteile von Story & Emotion.

    Bitte verstehen sie das nicht als Wertung, denn Sie haben das sicher bewußt und mit völlig anderer Empfindung so arrangiert, und das ist gut so. Es ist eher das Ergebnis meiner eigenen Betrachtung, unter Berücksichtigung des Reizes von Fotografie in Lost Places, und der Frage, was dann daraus für mich werden könnte.

    Für die Initiative zur Auseinandersetzung mit diesem Genre, für ihre ansprechenden Fotos und den Beitrag überhaupt, bedanke ich mich recht herzlich!

    Freundliche Grüße, Dirk Trampedach

    • Guten Tag Herr Trampedach,

      vielen Dank für ihren ausführlichen Kommentar.

      Zu beschreiben was ich in solchen Gebäuden empfinde, wenn ich da durchstöber und fotografiere, ist garnicht so einfach. Es gab dort viele Räume in denen in der Vergangenheit nicht nur gutes geschehen ist. Ganz im Gegenteil.
      Auch diese Räume habe ich fotografiert. Auch habe ich in vielen Fotos mit der Tiefenschärfe gespielt, sodas der Hintergrund im unscharfen verschwindet.
      Bei soviel Fotos die ich dort gemacht habe, habe ich mich erstmal für die hier gezeigten entschieden damit es nicht so ein wildes durcheinander von Themen gibt.
      Vielleicht mache ich nochmal einen Bericht zu diesem Thema und werde ihren Vorschlag bei der Auswahl der Fotos einbeziehen.

      Trotzdem vielen Dank nochmal mir ihre Gedanken zu diesem Thema mitzuteilen.

      Joachim Böttcher

Journalist, Fotograf, Fototrainer Peter Roskothen

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