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Lightroom kaufen oder mieten – Preise und Möglichkeiten

Nachdem Adobe im Oktober 2017 ankündigte, Lightroom in Zukunft nur noch als Mietversion anzubieten, haben wir Fotografen mehrere Möglichkeiten. Die Alternativen zur Lightroom-Bildbearbeitung habe ich in einem entsprechenden Artikel schon aufgeführt. In diesem Beitrag soll es um den besten Preis für LR gehen. Lightroom kaufen oder mieten?:

Lightroom Mieten

Man kann es drehen und wenden wie man möchte, wer keine Zeit hat, sich in eine neue Bildbearbeitung einzuarbeiten, oder Lightroom sehr schätzt, der kann entweder mit der Lightroom 6 Version weiterarbeiten, oder er / sie wählt zwischen den Mietversionen. Die Verwirrung der Miet-Modelle ist vermutlich analog zu Smartphone-Tarifen von Adobe so gewollt, damit Sie sich falsch einordnen und wesentlich mehr bezahlen als bislang:

Creative Cloud Foto-Abo

  1. Alt (nur für Miet-Kunden vor Okt. 2017): Lightroom CC (Creative Cloud-Version vor Oktober 2017) nicht updaten, dann bleibt man zunächst beim alten Mietmodel. Die vermutlich beste Lösung, aber wie lange noch?
  2. Neu: Lightroom CC-Abo (Version nach Oktober 2017, speichert Fotos auf der Adobe Cloud (1 TB = 1 Terrabyte), ist grundlegend neu aufgebaut), Preis EUR 11,89 pro Monat (Summe: 142,68 €/Jahr). Es handelt sich um ein grundlegend neu aufgebautes LR mit neuer, abgespeckter Oberfläche. Die Adobe Cloud kann in 1TB-Schritten ausgebaut werden und wird dann richtig teuer. Pro weiterem TB zahlt man EUR 11,89 pro Monat! Diese Version dient dazu, die Bilder nur noch online abzulegen und mit beliebig vielen Geräten (PC, MAC, Tablet, Smartphone) zu bearbeiten und zu nutzen.
  3. Neu: Creative Cloud Foto-Abo mit LR CC, LR Classic CC und Photoshop CC mit 20GB Adobe Cloud, EUR 11,89 pro Monat (Summe: 142,68 €/Jahr).
  4. Neu: Creative Cloud Foto-Abo mit 1TB Cloud-Speicherplatz, LR CC, LR Classic CC und Photoshop CC, EUR 23,79 pro Monat. Anmerkung: Preis doppelt so hoch wie zuvor mit etwas mehr Speicherplatz bei Adobe! (Summe: 285,48 €/Jahr)

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Verwirrung und Bindung total

Die verschiedenen Versionen und Benennungen von LR sind sehr verwirrend. Wer jetzt bei den gehobenen Preisen und Versionen verzweifelt, der möchte vielleicht noch einen Kommentar unter meinen Artikel “Adobe verarscht Kunden total” setzen?. Keine andere als die Adobe Cloud kann genutzt werden. Wer zum Beispiel Amazon Prime Kunde ist, der hat eine Datenspeicher-Lösung ohne Beschränkung, kann diese aber nicht mit dem neuen Lightroom CC nutzen.

Wer Lightroom vor Oktober 2017 nutzte, hatte entweder die Kaufversion Lightroom 6, oder Lightroom CC gemietet. Wer wollte, der konnte nach Mitte Oktober 2017 entweder Lightroom Classik CC oder das neue Lightroom CC ohne oder mit Photoshop CC mieten. Die Folgeversion von Lightroom CC heißt Lightroom Classik CC und ist die Fortsetzung und Weiterentwicklung der Vorgängerversion.

Lightroom kaufen

Wer keinen neuen Kamerakauf plant, der kann Lightroom kaufen und mit der LR6-Version noch längere Zeit glücklich leben, ohne mieten zu müssen. Adobe hat angekündigt LR6 nur noch bis Ende 2017 zu pflegen. Das bedeutet, zukünftige Kameras und Objektive werden mit der älteren Version, die bereits 2015 programmiert wurde, nicht mehr berücksichtigt und automatisch in den Objektiv-Korrekturen erkannt. Glücklich wird hier sein, wer die Objektiv-Korrektur bereits Kamera-intern im RAW erhält (z.B. Fujifilm-Kameras). Für das Erkennen neuer Kameras wäre ein Update der RAW-Engine in LR6 nötig. Dieses Update wird ab Ende 2017 nicht mehr von Adobe angeboten.

Beachten Sie auch, dass Adobe unter Umständen den Verkauf der LR6 Version irgendwann einstellt. Vermutlich wird es ab 2018 schwierig Lightroom zu kaufen. Möchten Sie demnach noch mit der neuesten Kaufversion liebäugeln und haben es noch nicht erworben, dann wird es dringend Zeit. Ansonsten sind viele Alternativen zu Lightroom zu erhalten, aber die bedürfen alle einer neuer Einarbeitung.

Tipp: Software wie Luminar, Affinity Photo, DXO, OnOne oder Capture One für die Bildbearbeitung nutzen.

Tipp 2: Auch in Zukunft kann man vermutlich neue Kameras mit dem alten LR6 nutzen, wenn man den Adobe RAW-Converter vorab einsetzt. Wie das geht ist hier beschrieben >>. Es könnte aber auch sein, dass Adobe den RAW-Konverter zukünftig auch nur noch den Mietkunden zur Verfügung stellt!

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Ausblick auf Adobe – Preise, Bindung und Gier – Meine Meinung

Alle Versionen von Adobe machen auf mich den Eindruck einer illegalen Vormachtstellung im Markt und sollen den Kunden im Abozwang binden. Mit den neuen Versionen und der Preiserhöhung um etwa 10 Prozent der großen Creative Cloud (alle Applikationen von Adobe + Adobe Stock) in 2017, ist klar wohin die Reise geht. Der Konzern möchte seine Kunden binden, so dass sie sich nicht zu wechseln trauen. Anschließend will man offenbar die Preise erhöhen auf Teufel komm heraus und die Kuh melken. Die gesamte Creative Cloud mit allen Programmen liegt nunmehr bei EUR 71,38 für Einsteiger pro Monat (Summe für ein Jahr EUR 856,56). Dabei sind gute Programme, keine Frage, aber es gibt am Markt Alternativen und diese können alle Fotografen und Designer nutzen, die der Aktiengesellschaft nicht trauen.

Ausgerechnet von dieser Version hatten sich die Lightroom Fans mehr versprochen als sie liefern kann. Wichtig wären relative Speicherpfade, wesentlich schnelleres Arbeiten mit der Version und eine netzwerk-taugliche Fotoverwaltung.  Nichts davon wurde umgesetzt. Es ist ein Armutszeugnis, was der Konzern hier abliefert und wie er versucht gute Kunden zu vergewaltigen. Es wird Zeit, dass sich die europäische Union einschaltet und Abhilfe schafft gegen einen gierigen Konzern, den die Fotografie weniger zu interessieren scheint als die Rendite.

Kein Interesse an den Interessen der Kunden

Den größten Knackpunkt sehe ich persönlich in der Miete von Software, die anscheinend überhaupt nicht im Kundensinne verbessert wird. Das allein ist schon Grund genug, sich von Adobe zu trennen. Leider ist ein Umstieg mit viel Zeit und Mühe für das Einarbeiten und die Recherche der besseren Alternativen verbunden. Die zeitliche Mühe spricht gegen einen Wechsel, die mangelnde Kundenfreundlichkeit der AG spricht für eine dauerhafte Trennung von den Adobe Produkten. Immerhin gibt es Software (OnOne, Affinity Photo), welche den Umstieg sehr leicht macht, da die Bedienung sich der von LR und Photoshop ähnelt.

Die Namen der neuen Produkte sind einfach nur verwirrend. Wer sich schon vorher kaum auskannte, verliert seit Oktober 2017 vollends den Überblick. Ich selbst habe alle Lightroom Box-Versionen im Schrank stehen. Etwa alle zwei Jahre konnte man in der Vergangenheit ein Update für EUR 70,- erwerben. Mit den Mietversionen ist der Preis für 12 Monate auf EUR 142,- pro Jahr gestiegen. Das ist eine Vervierfachung  des Preises. Es ist an der Zeit alle Adobe Produkte durch Alternativen zu ersetzen, von der Bildbearbeitung, über DTP bis hin zur PDF-Software.

Alternativen und Anmerkungen

Anmerkung: Ich teste für Sie gerade Capture One (Miet- und Kaufversion möglich) und es entwickelt die Fotos noch sehr viel besser als Adobe LR. Wie es scheint ist die Software für anspruchsvolle Fotografen und Fotoamateure gemacht. So viel vorab. Schauen Sie sich genau OnOne-Software an, die scheint ebenfalls wirklich gut zu arbeiten.

Ich kann übrigens nichts für den Mist, den Adobe jetzt umsetzt. Ich war lange Jahre ein Fan von Lightroom. Die Mietbindung ist nicht meine Sache, ich möchte lieber Lightroom kaufen. Meine Informationen und Recherche für Sie, ist viel Arbeit (dieser Artikel hat etwa 5 Stunden in Anspruch genommen). Ich hoffe Sie sind mir dafür ein bisschen dankbar?.

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© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Lightroom kaufen oder mieten

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

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