Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Light painting – Kugel Fotos

Artikel ursprünglich verfasst am 9. August 2015

Light Painting – Mich haben schon immer die Bilder fasziniert, bei denen man sich fragt: Wie hat der Fotograf das gemacht?

Vor allem dann wenn das endgültige Bild aus der Kamera kommt und nicht aus einer  Bildbearbeitung.
Zu dieser Kategorie zählen für mich auch die sogenannten

Light painting Bilder

Mithilfe einer Langzeitbelichtung werden bei diesen Bildern mit Licht die verschiedenen Formen gemalt.

Ein Stativ und ein Fernauslöser sind Pflicht. Statt des Fernauslösers kann man notfalls auch mit einer Auslöseverzögerung (2s/10s) arbeiten.

Meine bevorzugten Einstellungen für diese Art von Aufnahmen sind:

  • Iso: 100
  • Blende: 11
  • Belichtungszeit: zwischen 5-30 Sekunden
  • Weissabgleich: Kunstlicht (wegen der LED’s)
  • Autofocus: manuell

Manuell fokussieren hat einen einfachen Grund. Bei den gegeben Lichtverhältnissen hat es der Autofokus nicht leicht. Es ist selten das er beim Auslösen wirklich trifft. Ich habe mir da einen kleinen Trick angewöhnt: Zuerst die Stelle, die ich fokussieren möchte, mit einer zusätzlichen Taschenlampe anstrahlen. Mit dem Autofokus scharfstellen und dann den Autofokus abschalten bzw. auf manuell setzen. Taschenlampe ausschalten und über den Fernauslöser das Bild machen.

Für den Anfang habe ich mich für eine, wie ich meinte, einfache Form entschieden; einen Kreis bzw. eine Kugel. Da ich ja auch leidenschaftlich gerne bastele, habe ich mich ans Werk gemacht. Aus einem Motor mit angebautem Getriebe, einem Hula Hoop Reifen und einer weissen LED Kette entstand dann diese Konstruktion:

Lichtkugel - Light painting Bilder

Durch das Getriebe dreht sich der Reifen ca. alle 4 Sekunden einmal um seine eigene Achse. Die LED’s sind relativ schwach. Das ist aber Absicht, dadurch ist es einfacher das Gleichgewicht der Belichtung zwischen Umgebung und den LED Lichter hinzubekommen. Ansonsten würden die LED’s vollkommen überstrahlen.

Aufgrund dieser ersten Bilder kann ich auf jeden Fall sagen, was man besser machen kann:

  • Alles muss schwarz sein, was nicht aufs Bild gehört (z.B. ein Hula Hoop Reifen in Blau Weiß :-))
  • Wenn es sich sowieso um die eigene Achse dreht, benötigt man nur auf einem Halbkreis die LED Lichter
  • Wer oder was auch immer die Lichter bewegt (in meinem Fall das Getriebe) muß besser versteckt werden. Daher habe ich den schwarzen Kasten absichtlich nicht retuschiert. Somit kann man ihn auf den Bilder teilweise auch noch sehen, wo er nicht gut genug versteckt war.

Also auf ein Neues beim nächsten mal.

Autor: Klaus Dicken

Ich bin Fotograf aus Leidenschaft. Unterstützt werde ich dabei von der Fotoschule Roskothen. Ich entdecke immer wieder neue Möglichkeiten die Fotografie kreativ zu nutzen. Meine Kameras begleiten mich dabei an die unterschiedlichsten Orte. Weitere Bilder finden sich unter www.d-photography.de/

6 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Blumen :-)

    Dabei bin ich selber noch gar nicht zufrieden mit den bisherigen Ergebnissen. Aber ich verspreche eine Fortsetzung.

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    • Sehr schön geschrieben. Kleiner Tipp, man braucht nur die Hälfte des Kreises mit den Leds bestücken da man ja eine 360 Grad drehung macht.

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  2. Sehr schön. Ich habe mir soetwas aus einen Besenstiel und halben Hula gebastelt. So kann man die Neigung verändern.

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