Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Lanzarote Timanfaya

Artikel ursprünglich verfasst am 12. Januar 2017

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Lanzarote Timanfaya – Vulkane – Mondlandschaft – Feuerberge – Ödnis – Krater – Lava – Asche – zartes Grün – fernes Meer … die Liste könnte man endlos fortsetzten. Fest steht, der Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote gehört sicherlich zu den Highlights bei einem Besuch der Kanareninsel. Nirgends sonst auf der Insel wird einem die Geschichte und die Tragik hinter den letzten Vulkanausbrüchen so deutlich wie dort. Vom 1. September 1730 bis 16. April 1736 dauerten die Vulkanausbrüche und schuffen, auf der ehemals fruchtbarsten Erde auf Lanzarote, eine Ödnis sondergleichen. Der nächste Ausbruch im Jahre 1824 bebete die Erde wieder und es gab einen erneuten Ausbruch. Wer denkt, seitdem wären die Vulkane nicht mehr aktiv, dem empfehle ich einen Besuch am Restaurant El Diablo. Warum und wieso habe ich in meinem Artikel Das Lanzarote von César Manrique beschrieben. Dies ist eh der Ausgangspunkt für den Besuch des Nationalsparks, der 1974 eröffnet wurde. Heute kann man den Nationalpark zwar in weiten Teilen mit dem Auto durchqueren, doch zum Schutz des sehr fragilen Gleichgewichts und der vielen kleinen und empfindlichen Flechten, die sich langsam durch die Lava empor arbeiten, sollte man ihn nicht auf eigene Faust erkunden. In weiten Teilen ist dies übrigens auch nicht erlaubt. Es bietet sich also an den Eintritt zum Nationalpark zu zahlen und die darin enthaltene Busfahrt mit zu machen. Es lohnt sich!

Lanzarote Timanfaya

Lanzarote Timanfaya

Die Busse fahren regelmäßg los und sind teilweise, auf der sehr schmalen Straße, in einem guten Tempo unterwegs. Eine Herausforderung für Fotografen! Leider darf man zu keinem Zeitpunkt den Bus verlassen und so bleibt einen nur die Wahl durch die Scheibe zu fotografieren. Diese war sauber, aber je nach Lichteinfall spiegelt sich dennoch alles. Ich war auf jeden Fall froh, dass ich meinen Rucksack als Ablage für meine Kamera nutzen konnte und dank des Klappdisplays auch noch den Bildausschnitt und den Horizont ein klein wenig im Auge behalten konnte. Einfach ist es nicht und die Mehrzahl der Fotos sind schlicht und ergreifend nichts geworden. Verschwommen, weil zu geringe Belichtungszeit, zu schiefer Horizont, um noch irgendwas zu retten oder zu starke Reflektionen, die leider das Bild zu stark gestört haben. Bei dieser Gelegenheit hätte man sicherlich mit einem POL-Filter arbeiten können, um die Reflektion nochmals zu minimieren, aber das hätte die Belichtungszeit weiter erhöht, was zu einer noch schlechteren Ausbeute geführt hätte. Mir erschien es sinnvoller den Winkel der Kamera zur Scheibe zu verändern und so die Reflektionen zu minimieren. Immer ist es mir nicht gelungen – leider!

Dennoch möchte ich Euch hier eine Auswahl zeigen, denn der Timanfaya Nationalpark auf Lanzarote hat es verdient!

Lanzarote Timanfaya

Wir hatten in unserem Reiseführer übrigens gelesen, dass die rechte Seite im Bus die bessere Aussicht bietet. Nun, ich kann nur sagen: Man kann immer nur auf einer Seite sitzen und fotografieren. Somit ist die Seite auf der man sitzt und einen Fensterplatz hat (!) die Richtige. Uns ist der Blick in die Krater entgangen, aber dafür hatten wir die Gelegenheit die Weite des Timanfaya Nationalparks in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern. Sehr fasziniert hat mich der Querschnitt durch einen der Lavafelsen, wie in den nächsten Bildern zu sehen ist.

Lanzarote Timanfaya

Wunderschön finde ich die grünen Tupfen, dort wo sich die Pflanzen langsam ihren Lebensraum zurück erobern.

Lanzarote Timanfaya

Lanzarote Timanfaya

Ich hoffe, Euch hat mein kleiner fotografischer Ausflug in den Nationalpark Timanfaya auf Lanzarote gefallen. Ich war und bin immer noch fasziniert von dieser Landschaft! Für mich war dies sicherlich eines der Highlights unseres Urlaubs auf Lanzarote. Natürlich hätte ich auch gerne eine Wanderung unternommen, mich in aller Ruhr irgendwo hingestellt und diese traumhafte, außergewöhnliche Landschaft auf den Sensor gebannt, aber das hat diesmal nicht geklappt.
Wie immer würde ich mich über Kommentare, Anregungen und/oder Kritik sehr freuen. Danke!

© Britta Dicken schreibt zum Thema: Lanzarote Timanfaya

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Autor: Britta Dicken

Als leidenschaftliche Amateurfotografin ist seit Sommer 2013 kaum etwas vor meiner DSLR sicher. Ob im Urlaub, auf Veranstaltungen und natürlich auch gerne im heimischen Garten, fast immer ist meine Kamera dabei. Gerne experimentiere ich auch mit speziellen Objektiven und Aufnahmetechniken. Ich möchte weiterhin meinen Horizont erweitern und freue mich daher über jede Anregung! Eine Auswahl meiner Bilder ist auch hier zu finden: www.d-photography.de/

4 Kommentare

  1. Hallo Britta,
    ich glaube, ich muss meinen Urlaub hier verlängern. Es gibt noch so viel fotografisch zu entdecken. Ich kann sagen: Meine Fototour auf den Spuren von Britta Dicken.
    Danke für deine tollen Eindrücke.
    LG
    Gabi

    Beantworten
    • Hi Gabi,
      ich hätte unseren Urlaub auch ohne Probleme verlängern können :-) Genieße die Zeit und die Insel!
      Vielen Dank für das Kompliment!

      LG
      Britta

      Beantworten
  2. Hallo Britta,

    warum Kritik? Die Fotos sind klasse, vor allem wenn man die Umstände bedenkt.
    Das ist schon eine tolle Ecke auf der Insel.
    Irgendwann komme ich da auch nochmal hin :-)

    LG
    Markus

    Beantworten
    • Hallo Markus,

      vielen Dank! Du schafft das … irgendwann :-) Lanzarote lohnt sich, nicht nur für Fotografen :-) Der Timanfaya Nationalpark ist sicherlich ein Foto Hot Spot, wenn man denn die Schönheit dieser Landschaft für sich entdecken kann. Da scheiden sich natürlich die Geister, wie so oft. Aber Lanzarote auch noch so viel mehr, gerade für Landschaftsfotografen zu bieten.

      LG
      Britta

      Beantworten

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