Insekten im Flug fotografieren Schwebefliege im Anflug auf Sterndolde
Insekten im Flug fotografieren: Schwebefliege im Anflug auf Sterndolde
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Insekten im Flug fotografieren

Mein Wildlife-Thema: Insekten im Flug fotografieren. Ich wollte Ihnen im Rahmen des neuen *fotowissen Formats Planung Fotografieren Bildbearbeitung Druck meine vorausgehenden Überlegungen, die Schwierigkeiten und Möglichkeiten während des Fotografierens, die Bildbearbeitung und den Druck einer Aufnahme vorstellen:

Alles von Planung, Fotografieren, Bildbearbeitung bis zum Druck.

Planung Fotografieren Bildbearbeitung Druck – Insekten im Flug fotografieren

Planung der Fotografie

Es ist sicher eine der Königsdisziplinen der Fotografie: Insekten im Flug fotografieren. Das ist schwierig und verlangt einiges von uns Fotograf:innen und der Kamera ab. Aus meiner Erfahrung mit Insekten im Flug wusste ich, dass es wenig Sinn macht, die Insekten mit der Kamera zu verfolgen. Im Makromodus ist der Autofokus sehr eingeschränkt und meist zu langsam, um die schnellen Tiere zu verfolgen (in meinem Falle auch, weil ich ein Canon-EF-Makro mittels EF-RF-Adapters an einer Canon R-Kamera nutzte).

Die Idee für dieses Shooting war, eine Blüte ins Visier zu nehmen und zu warten, bis eine Biene, Fliege, Schwebefliege oder anderes Insekt heranfliegt. Dann wollte ich abdrücken und hoffen, dass einige Aufnahmen scharf werden würden. Welche Ausrüstung würde sich anbieten?

Ich hatte verschiedene Möglichkeiten der Kameras und Objektive, wusste aber, dass ich eine höhere Serienbildgeschwindigkeit vorziehen würde. Außerdem würde ich vermutlich Bilder beschneiden wollen, daher war ein mehr an Bildauflösung hilfreich. Ich entschied mich für die Canon EOS R5 mit dem EF 100 mm F2.8 L IS Makroobjektiv plus Stativ mit Dreiwegeneiger. Mögliche Technik:

  • Canon EOS R5 mit dem EF 100 mm F2.8 L IS Makroobjektiv (EF-RF-Adapter)
  • X-T3 / X-T4 mit einem Zeiss 60 mm Makroobjektiv / XF 80 mm Makroobjektiv (scheidet leider aus, weiteres dazu unten)
  • Stativ mit Dreiwegeneiger oder Einbeinstativ
  • LED-Dauerlicht

Fotolocation

Mit der Planung der Ausrüstung verband ich in Gedanken die Planung der Fotolocation. Der Garten sollte herhalten, ich hatte Gefallen an den Sterndolden gefunden, die von Insekten hoch frequentiert wurden. Zudem hatte uns ein “Bienchen” Sonnenblumen geschenkt, die ich später ebenfalls noch fotografieren wollte. Der Tag musste hell und windstill sein. Selbst bei wenig Wind bewegen sich Blumen vor dem Objektiv stark hin und her. Das ist eine große Schwierigkeit bei Makrofotografie, die noch von der Schnelligkeit der Insekten überboten wird.

Planung hilft Fehler zu vermeiden.

Der Hintergrund beim Makrofoto

Bei der Planung der Fotografie der Sterndolden versuchte ich noch den Hintergrund in Betracht zu ziehen. Ein paar gelbe Lilien gefielen mir als Bokeh. In der Makrofotografie spielt der Hintergrund eine entscheidende Rolle und darf oft nicht zu dröge sein, aber auch nicht zu sehr ablenken. Aus dieser Perspektive heraus entschied ich mich für Sterndolden, die in der Umgebung von Lilien wuchsen. Nicht immer konnte ich diese Idee nutzen, denn wichtiger waren die hoch frequentierten Pflanzen.

Das *fotowissen Format: Planung Fotografieren Bildbearbeitung Druck

Gerne möchte ich Ihnen in dieser Rubrik “Planung Fotografieren Bildbearbeitung Druck” alles von der Planung über die Fotografie, Bildbearbeitung bis zum Druck vorstellen. Alle Schritte werden in Projekten besprochen, sodass Sie die Ideen, fotografischen Schwierigkeiten, Möglichkeiten, Post-Produktion am Monitor bis hin zum Poster an der Wand verfolgen können.

Planung der Fotos

Manche Fotos sollten wir planen oder müssen wir planen. Der einfachste Grund, der auf der Hand liegt, ist die Fotografie in der Natur, bei der wir kein Utensil vermissen möchten. Selbst wenn wir nur kurz herausgehen, um einen Baum zu fotografieren, werden wir vermutlich überlegen, ob der Baum zu dieser Tageszeit im rechten Licht steht, welches Objektiv mit welcher Brennweite wir nutzen, ob wir ein Stativ, einen Blitz, einen Polfilter benötigen und vieles mehr. Diese Überlegungen möchte ich Ihnen in den Beiträgen offenlegen, damit es Ihnen einfacher von der Hand geht.

Fotografieren

Im zweiten Teil des Artikels widmen wir uns dem eigentlichen Foto und wie es entsteht. Wie wurde das Stativ aufgebaut, worauf kommt es bei der Aufnahme an, welche Schärfentiefe benötigen wir, was ist wichtig zu beachten? Was kann man anders machen?

Bildbearbeitung

Immer wieder halten wir mal die Kamera schief oder möchten den Ausschnitt unserer Fotografien nachträglich noch etwas verändern. Dann wieder müssen wir die Tiefen anheben oder die Lichter absenken, die Schärfe etwas nachstellen oder das Rauschen reduzieren. In diesen Fällen profitieren wir von einem RAW-Foto oder zumindest von der Bildbearbeitung am JPG. Ich lege die Bildbearbeitung offen, die ich für die Aufnahme des Themas benötige.

Druck des Fotos

Wenn wir unsere Fotos selber drucken, lassen wir sie aus den Tiefen der Festplatte lebendig werden. Deshalb drucke ich mindestens zweimal in der Woche Fotos aus, um besonderen Anlässe auch haptisch festzuhalten. Frei nach dem Motto:

Lasst die Fotos frei!

Unsere Fotos selber Drucken - Überblick
Unsere Fotos selber Drucken – Überblick

Ich denke, unsere digitalen Fotos führen ein Leben in der Gefangenschaft der Festplatte und sollten freigelassen werden. Schließlich geht es in der Fotografie doch auch um das Ergebnis und wir alle haben uns schon in analogen Zeiten gefreut, ein Foto in Händen zu halten.

Daher möchte ich etwa zweimal pro Woche ein Foto selbst drucken und zeige es Ihnen bei *fotowissen, mit einigen Erläuterungen. In der Rubrik wird es auch darum gehen, wie wir unsere Fotos selbst drucken können, sei es aus einem Tintenstrahldrucker oder einem kleinen Thermo-Transfer-Drucker.

Die Fotografie von Insekten im Flug

Als die Kamera aufgestellt war, wurde mir klar, welche Schwierigkeiten ich bei der Wildlife-Fotografie von Insekten im Flug bekomme. Einerseits ist eine 1/1000s noch zu lang für schnelle Insekten, andererseits bietet eine Blende F11 kaum genügend Schärfentiefe für Aufnahmen der kleinen Flugkünstler, die selten die Einflugschneise nutzen, die wir Fotograf:innen annehmen. Entsprechend hochschnellte die ISO. Allerdings sind Aufnahmen mit einer höheren als ISO 6400 schon wirklich grenzwertig. Ich benötigte mehr Licht, zumal der Garten ein Schattengarten ist und die Insekten nicht in der Sonne am Objektiv vorbeiflogen.

Nach den ersten grenzwertigen Aufnahmen mit hoher ISO, entschloss ich mich, eine LED-Dauerleuchte zu verwenden, die ich an den Strom anschloss. Die LED-Dauerleuchten hatte ich für die YouTube-Videos erworben und kann sie auch auf Akkubetrieb nutzen, wenn draußen kein Stromanschluss verfügbar ist. Bedeutend einfacher ist natürlich der Strombetrieb, primär dann, wenn wir nicht wissen, wie langwierig eine Aufnahmeserie sein kann. Diese Makroserie versprach im Laufe des Wartens auf Insekten deutlich länger, als eine Stunde zu dauern.

Insekten im Flug fotografieren Sie mit genügend Freizeit.

Immerhin verschaffte mir die LED-Dauerleuchte eine EV mehr Licht und ich erhielt dankbar weniger digitales Rauschen mit kleinerer ISO. Alternativ hätte ich einen Blitz oder Makrozangenblitz nutzen können, allerdings wären dann keine 10-20 Bilder pro Sekunde mit elektronischem Verschluss möglich. Den Auslöser konnte ich auch nicht drücken, da das immer wieder die Kamera in Bewegung versetzte. Ich entschloss, den Fernauslöser aus der großen Kameratasche zu holen.

Der beste Blickwinkel

Der beste Blickwinkel für einen schönen Hintergrund musste erst gefunden werden. Immer wieder stellte ich beim Warten auf Insekten im Flug fest, dass die Tiere bei anderen Sterndolden Nektar fanden, als ich ausgewählt hatte. Ich baute das Stativ an verschiedenen Orten in kleinen Abständen auf, nur um herauszufinden, dass die Insekten immer der Kamera fern blieben. Die Streiflichtblende hatte ich entgegen meiner Überzeugung längst vom Objektiv abgenommen, um den Luftakrobaten einen etwas größeren Fluchtabstand zu gewähren.

Schwebefliege im Anflug auf Sterndolde - Post Produktion

Schwebefliege im Anflug auf Sterndolde – Postproduktion in DxO PhotoLab mit lokaler Anpassung.

Mal tauchten Fliegen oder Schwebefliegen auf, mal waren es Bienen. Die Hummeln bevorzugen in unserem Garten augenscheinlich Disteln, Lavendel und Fingerhut, die ich an diesem Tage nicht in meinen Fokus schloss. Etwas später dienten mir die Sonnenblumen als Motive für Insekten im Flug. Ich schoss mehr als tausend Aufnahmen, von denen nur wenige die Aufbewahrung im Fotoarchiv verdienten. Darunter auch Fotos von Insekten, die bereits erfolgreich gelandet waren.

Schwebefliege im Anflug auf Sonnenblume Ausschnitt - Post Produktion mit DxO PhotoLab 5 und DeepPrime Rauschentfernung

Schwebefliege im Anflug auf Sonnenblume Ausschnitt – Bildbearbeitung mit DxO PhotoLab 5 und DeepPrime Rauschentfernung

Bildbearbeitung

Ich bearbeite Fotografien mit hoher ISO häufiger als je zuvor mit DxO PhotoLab 5. Das liegt an der Bildqualität der Software mit der eingebauten Rauschreduktion von DeepPrime. DxO PhotoLab ist im Gegenteil zu Lightroom oder Capture One in der Lage, die hohe ISO hervorragend zu reduzieren. Würde ich Lightroom oder Capture One nutzen, dann in Kombination mit DxO PureRAW 2 oder Topaz DeNoise AI, die beide ein rauscharmes DNG entwickeln, welches wir in unserer Lieblingssoftware wie ein RAW-Foto weiterbearbeiten können.

Schwebefliege im Anflug auf Sterndolde - Post Produktion

Foto oben: Schwebefliege im Anflug auf Sterndolde – Post Produktion in DxO PhotoLab mit lokaler Anpassung.

Nachdem ich die Fotos oft entgegen meiner Planung nicht beschnitten hatte, aber manchmal etwas in Helligkeit und Farben bearbeitete, nutzte ich für das Titelbild eine selektive Korrektur um die Schwebefliege herum. Für den letzten Schliff schärfte ich mit Topaz Sharpen AI die Bilder in einem Batch-Betrieb im Standard-Modus mit den vorgeschlagenen Einstellungen der Software. Ich halte das Schärfen von Topaz Sharpen AI für die beste Möglichkeit, den Fotografien wieder Leben einzuhauchen. Gut zu sehen, wie die Härchen der Bienen oder Details der Schwebefliege wieder hervortreten.

DxO PhotoLab ist für Wildlife-Fotograf:innen und Tier-Fotograf:innen überragend gut geeignet.

Druck der Fotografie

Was hilft uns die Mühe, wenn das Foto im Archiv verschwindet?! Ich drucke auf einem Fine-Art-Drucker, Canon imageprograf 300 am liebsten in Postkartengröße, um Fotos auf eine Karte zu kleben und zu verschenken. Mal drucke ich auf A4 oder A3+ Barytpapier, um die Fotos an meiner Magnetwand aufzuhängen. Immer nutze ich dafür die kostenlose Canon Professional Print und Layout Software, die es mir ermöglicht den Ausschnitt in Größe und Lage auf dem Papier zu positionieren und eine Voransicht der gedruckten Fotos zu erhaschen.

Lightroom Softproof - Anpassungen vor dem Druck

Lightroom Softproof – Anpassungen vor dem Druck, entsprechend dem verwendeten Papier (ICC-Profil).

Oftmals wechsle ich hier in Lightroom, um einen Proof mit dem entsprechenden ICC-Profil des Papiers zu erhalten und korrigierend in ein TIFF mit 16 Bit Tiefe einzugreifen. Stelle ich fest, dass bestimmte Farben zu leblos oder das Foto zu kontrastarm wirken, dann entwickle ich in Lightroom eine Kopie der Fotografie mit entsprechenden Anpassungen, die ich noch einmal als 16 Bit TIFF (und der Endung “-druck”) exportiere.

Erst mit dem Druck wird die Fotografie rund.

Mir gefällt der haptisch hochwertige Fine-Art-Druck, den wir auch beim Dienstleister erhalten können und dann den Drucker sparen. Allerdings habe ich den Druck vor dem Erwerb des eigenen Tintenstrahlers zu selten extern in Auftrag gegeben. Mir wurde im Nachhinein klar, dass nur die Anschaffung eines Druckers dazu führt, regelmäßig seine Fotos auf Papier zu bringen. Oftmals schenke ich die Drucke meiner Frau, die sie in ihrem Büro zur täglichen Ansicht aufhängt. Die Ausdrucke auf Postkartengröße sende ich auch ausgesuchten Freunden.

Meine Fehler beim Shooting der Insekten

Ich war hin- und hergerissen zwischen langen Brennweiten, die einen genügenden Abstand herstellen und kurzen Brennweiten, die mehr Schärfentiefe liefern. Aus der Titelaufnahme habe ich eine Fokusdistanz von etwa 50 cm herausgelesen. Daraus resultiert bei F11 eine Schärfentiefe von nur 1,32 cm. Leider ist das wenig Tiefe, um den scharfen Bereich zu treffen, in dem die Biene oder Schwebefliege gerade heranfliegt. Nur mit mehr Abstand oder kleinerer Brennweite lässt sich die Schärfentiefe erhöhen. Es könnte sich lohnen, über das RF 35 mm Makroobjektiv nachzudenken.

Mein größter Fehler lag darin, im Schatten zu fotografieren. Erstens fliegen Insekten bei Sonne häufiger zu den Blüten, zum Zweiten reduziert das Licht die Notwendigkeit eines LED-Lichts und reduziert drastisch die ISO. Beim zweiten Versuch war ich schlauer und habe die richtige Tageszeit erwischt.

Eine 1/1.000 Sekunde Verschlusszeit ist wirklich viel zu lang. Interessant wird es ab einer 1/1.600 s oder besser ab 1/2.000 s.

Insgesamt gilt wie in allen Fotothemen: Fotografieren, Fotografieren, Fotografieren. Zweiter Anlauf:

Fujifilm X-T4 zu langsam

Die Fujifilm X-T4 war lange Zeit das Topmodel der X-Serie. Leider ist der mechanische Verschluss mit 8 Bildern pro Sekunden zu langsam für das Thema Insekten im Flug fotografieren. Der elektronische Verschluss hingegen hat eine zu großen Rolling-Shutter-Effekt, der dafür sorgt, dass die Flügel der Insekten im Foto verwischt und an falscher Stelle zu sehen sind. Beispielfotos für den Rolling-Shutter-Effekt bei Fujifilm:

Fazit Fujifilm und Insekten im Flug: Die X-T3, X-T4 mag wunderbare Makrofotos von stilleren Dingen und Vögel im Flug aufnehmen (Wildlife mit Fujifilm). Im Moment ist der Königsdisziplin Insekten im Flug keine der Fuji Kameras gewachsen. Die neue X-H2S mag diese Disziplin beherrschen (Testbericht in Kürze). Die Canon EOS R5 hatte in meinen Bildern keinen erkennbaren Rolling-Shutter-Effekt.

Links zum Artikel Insekten im Flug fotografieren

Test Canon EOS R5 >>

Große Kameratasche >>

Fotostativ >>

DxO PhotoLab 5 >>

Test Topaz Software DeNoise AI, Sharpen AI, Gigapixel AI >>

Test Canon Imageprograf PRO-300 >>

Fine-Art vom Dienstleister >>

Benötigtes Fotoequipment für Insekten im Flug

Sie benötigen folgendes Kamera-Equipment und Zubehör für diese Aufnahmen, wenn Sie die Bilder in Postergröße drucken (lassen) möchten:

  • Kamera mit möglichst hoher Bildauflösung ab 24 Megapixeln und Bildfrequenz
  • Makro-Zwischeringe oder Makroobjektiv, alternativ TS-E Objektiv
  • Blitz oder besser extrem helle LED-Dauerleuchte(n)
  • Dreibeinstativ oder Einbeinstativ
  • Fernauslöser
  • Speicherkarte mit hoher Kapazität
  • Bildbearbeitungssoftware wie DxO PhotoLab 5 und Topaz
  • Drucker oder Dienstleister
  • Monitor wie den BenQ und Kalibrierung

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Insekten im Flug fotografieren – Planung Fotografieren Bildbearbeitung Druck


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Insekten im Flug fotografieren - *fotowissen

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Peter Roskothen

Peter Roskothen
Ich bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer individueller Fotokurse und Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Sie als Fotograf*in. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter P. Roskothen Fotokunst & Design.

4 Kommentare

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  • Lieber Herr Roskothen,

    Sie haben ein sehr interessantes Stück verfasst, aus dem ich viel gelernt habe.

    Ich habe mich vor knapp drei Jahren selbst an dem Thema versucht und kann Ihre Schwierigkeiten nur bestätigen. (Leider haben sich die Bienen wie übrigens auch Schmetterlinge seither bei uns in der eigentlich grünen Gegend bedingt u.a. bedingt durch Umpflanzungen sehr rar gemacht, so dass ich keine neuen Erfahrungen habe sammeln können.) Ich habe bei den Aufnahmen sehr viel weniger Aufwand als Sie betrieben, also z.B. nur aus der Hand fotografiert. Genutzt habe ich das ziemlich schwere 80mm-Makroobjektiv von Fuji mit dem 1,4-Extender. Kamera X-T3, Blende 8, 1/500 sek., was natürlich viel zu langsam war (zwei Tage später habe ich flatternde Schmetterlinge mit 1/4000 sek. aufgenommen, viel besser, Blende 8 oder 11, ISO jedoch 12800). Biene: ISO 1250. Mir ist ein ganz brauchbares Foto gelungen, will sagen, die Biene ist ziemlich scharf abgebildet, die angeflogene Pflanze allerdings eher nicht. Ich erinnere mich, dass die Fokussierung sehr schwer war. Auch bei der “gelungenen” Aufnahme habe ich die Biene nicht getroffen.

    Kommen mal wieder Bienen oder Schmetterlinge hierher zu Besuch, werde ich sicher einen neuen Versuch unternehmen. Ich habe die halbwegs gelungenen Aufnahmen in einem kleinen Fotobuch zusammengestellt und meinem Großneffen zu Weihnachten geschenkt. Ihm haben die Fotos gefallen.

    Herzlich, Detlef Rehn

    • Lieber Herr Rehn,

      freut mich, dass Ihnen der ausführliche Artikel gefallen hat. Hier in Deutschland haben wir gelegentlich auch Wildblumenwiesen, die wir für die Fotografie nutzen können. Den Landwirten, die das Glyphosat auf ihre Monokulturen verspritzen, welches nicht nur hochgradig in Verdacht steht Krebs zu verursachen, sondern auch die Insekten und andere Tiere tötet, wird von der EU Geld gezahlt, wenn sie ein paar Quadratmeter Wildblumenwiese pflanzen. Macht alles unglaublichen Sinn, weshalb ich die Briten immer besser verstehe.

      Herzlich,
      Ihr Peter R.

  • Lieber Peter,
    vielen Dank für den unglaublich informativen und ausführlichen Artikel über die Insekten-im-Flug-Fotografie. Gerade auch die Idee mit dem LED-Licht finde ich großartig.
    Hervorragend gefällt mir Dein Titelbild mit der Schwebefliege auf den Sterndolden. Es ist kompositorisch ein Traum, ebenso die Farben und der Hingucker mit dem Insekt.
    Diese Schönheiten auf Papier in Postkartengröße auszudrucken, ist wunderbar. Ja, die Fotos sollen auf Papier und nicht im Archiv vergessen werden.

    Herzliche Grüße
    Ingrid Röhrner

  • Eines der schwierigsten Aufgaben bei der fotografischen Umsetzung!!!
    Lieber Herr Roskothen, Sie widmen sich auch unangenehmen Themen in der Fotografie und bemühen sich, dies anschaulich darzustellen. Dafür mein Respekt.
    Bei diesem Thema spielen 3 grundlegende Aspekte eine Rolle: 1. Sehr viel Geduld und Ausdauer.
    2. schnelle Kamera, 3. Aufnahmetechnik.
    Punkt 1. ist selbsterklärend, Punkt 2. führt zu einer größeren Wahrscheinlichkeit, einen vertretbaren Treffer zu erzielen, Punkt 3. ist mit Abstand der Wichtigste (um den geht es mir hier).
    Die Aufnahmetechnik ist individuell zu entscheiden und vom Objekt abhängig. Es gibt Insekten, die voraussehbarer fliegen als andere, die eben im Flugverhalten nicht einschätzbar sind.
    Man sollte sich bei Insekten als Anfänger zuerst mal an sitzende Insekten heranwagen, denn sie können auch durch ihre ständigen Bewegungen nicht so leicht scharf abgebildet werden.
    Hier ist individuell zu entscheiden: AF single, AF continuierlich oder manuell.
    Gleiches gilt bei fliegenden Insekten. Der Tipp mit der Blüte (abwarten, bis was passiert) ist zunächst
    mal eine Möglichkeit. Frei fliegnde Insekten, wie z. B. Libellen, sind schon schwieriger einzufangen.
    Da gibt es verschiedene technische Möglichkeiten: AF, manuell, Seriengeschwindigkeit sehr hoch,
    evtl. noch Fokus-Bracketing – alles auch abhängig von der Kamera-Ausstattung. Dazu kommt noch die Konfiguration: Lange/kurze Telebrennweite, Blendenöffnung, Verschlußzeit, Serienbildgeschwindigkeit, ISO und Beleuchtung. Das alles muß man sich selbst erarbeiten und sich für die eine oder andere Situation entscheiden, wie man die Aufgabe angehen will.
    Ich verwende z. B. für Kleininsekten als Beleuchtung oftmals eine LED-Ringleuchte (nicht: -Blitz). Die Beleuchtung reicht völlig aus, die Handhabung ist prima.
    Bei größeren fliegenden Insekten, wie z. B. Libellen oder Schmetterlinge, ist die Beleuchtungsfrage schwieriger. Bei Sonne Naturlicht und hohe Verschlußzeit und ISO, bei Bewölkung je nach Insekt und Entfernung starke LED, oder bei Einzelaufnahme Blitz (möglichst ohne Automatik, nur mit Kapazitätsteilung – z. B. 1/32 usw.).
    Als Beleuhtungsquelle ist neben Naturlicht das LED-Licht bei Fokus-Bracketing ein Muss – der Blitz schaft die vielen Aufnahmen ohne Pause nicht.
    Und zum Schluß noch die ehrliche Info: Wenn von 1000 Foto-Versuchen (mit Motorbetrieb) 5 sehr gut sind, dann war die Session erfolgreich. Und Glück gehört eindeutig dazu.
    Herzliche Grüße und viel Erfolg.
    Klaus