Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Ich-Zeit – Der eigene Fotoausflug in die Meditation Fotografie

Artikel ursprünglich verfasst am 24. Mai 2020

Viele Fotografinnen und Fotografen belichten ihre Bilder ausschließlich im Moment. Das ist gut. Allerdings bietet der eigene Fotoausflug die Ich-Zeit, die wir dringend benötigen. Der fotografische Ausflug fördert unsere Achtsamkeit für das Ich im Einklang mit der Natur. Ein Plädoyer für unsere eigene Fotozeit:

Wir leben manchmal nur für andere

Zeit für Sie und die schönen Dinge in Ihrem Leben, z. B. für die Fotografie

Der eigene Fotoausflug - Ich-Zeit - Meditation Fotografie

Ich-Zeit – Der eigene Fotoausflug in die Meditation Fotografie

Ich-Zeit

Die meisten von uns sind stark eingespannt in die Arbeit, in unsere Familien, die Pflege unserer Freundschaften, die Aufgaben des Lebens. Dabei planen wir jede Minute und lassen uns von Apple und Co. auch noch Zeitplaner als Apps unterjubeln. Wir vergessen dabei das Planen zu vergessen, im Jetzt zu sein und uns einmal eine eigene Zeit zu verschreiben. Die Ich-Zeit ist deshalb so wichtig, weil wir keine Roboter sind, die auf Abruf funktionieren, sondern Menschen, die Gefühle besitzen. Ausgerechnet auch Frauen schieben die eigenen Gefühle und Ansprüche immer wieder auf das Abstellgleis zu Gunsten Ihrer Kinder, Ihres Partners, Ihrer Familie. Das ist aus verschiedenen Gründen nicht ausschließlich gut:

Das ganze Leben ist eine Gratwanderung zwischen dem Ego und Kompromissen. Viele Menschen verwechseln die Liebe und Selbstlosigkeit anderer mit einer Müllhalde, auf der sie alles abladen. An dieser Stelle müssen wir klar und deutlich „Nein“ sagen. Wir können kommunizieren, dass wir uns als Müllhalde fühlen und es genug ist. Das ist der Moment, an dem Sie an sich selbst denken, um nicht unter die Räder zu kommen. Mein Vorschlag: Entfliehen Sie auf unbekannte Zeit dem Alltag, der Planung, der Arbeit, der Whatsapp-Gruppe und der Hingabe für alle anderen:

Schnappen Sie sich Ihre Kamera

Der eigene Fotoausflug in die Meditation Fotografie

Es ist Zeit für Sie, Ihre Leidenschaft, Ihre Kreativität, Ihre Freude. Zeit für (Yoga, Wandern, Spielen, Zeichnen) die Fotografie. Ich selbst gehe immer dann hinaus in die Natur, wenn ich genug habe von Steuern, Buchführung, Telefonaten und Terminen. Ich schnappe mir irgendeine leichte Kamera und gehe auf den eigenen Fotoausflug. Dabei plane ich mindestens drei Stunden und vergesse danach alle Planung. Ich habe ein Ziel, das in der Nähe liegt oder überlege mir manchmal vorab ein Fotothema (und dann war es das mit geplanten Überlegungen):

  • Spiegelungen
  • Bäume
  • Makro
  • Infrarot
  • Farben
  • Schwarzweiß
  • Unschärfe
  • Selbstportrait
  • Strukturen
  • Linien
  • Abstraktes

Meine Tipps, egal welches Thema Sie sich aussuchen:

  • Lassen Sie Ihr Smartphone zu Hause oder schalten es in den Flugmodus
  • Nehmen Sie nur ein Objektiv mit, vielleicht noch einen Makrozwischenring, einen Ersatzakku
  • Checken Sie kurz, ob eine Speicherkarte in der Kamera ist
  • Kleine Fototasche zum Schutz der Kamera
  • Kleines Stativ
  • Für kleine Dinge eine Decke oder ein Sitzkissen aus Filz, auf die Sie sich beim Fotografieren auch knien können

Das Wichtigste: Stellen Sie das Smartphone in den Flugmodus, der Ihnen im Notfall noch garantiert, dass Sie wieder jemanden erreichen können. Lassen Sie sich unter keinen Umständen von Ihren Lieben per SMS, WhatsApp oder per Telefon erreichen. Das reißt Sie heraus aus Ihrer Ich-Zeit, aus dem Jetzt, aus Ihrer fotografischen Medtiation. Ich weiß wovon ich bei dem Tipp rede, denn ich sehe in meinen Fotokursen, dass die Erreichbarkeit die Konzentration unterbricht. Sie sollen jetzt nicht für andere da sein, nur für sich selbst. Gönnen Sie sich diese Ich-Zeit!

Schalten Sie das Smartphone in den Flugmodus

Fotografieren ist Meditation

Ja, Fotografieren ist Meditation. Sie lassen sich auf Motive, Farben, Strukturen, Perspektiven ein. Sie planen nicht und konzentrieren sich auf die Natur, auf Ihre Aufgabe, Ihre Atmung. Atmen Sie tief ein und aus, genießen den Moment, bleiben stehen und entdecken die Dinge um Sie herum. Die Farben, die Pusteblume, die Ameisen, das Singen der Vögel. Saugen Sie die Geräusche, die Gerüche und das Sichtbare auf. Umarmen Sie den Baum und fühlen genau hin. Atmen Sie die Natur ein, bewegen sich einmal gar nicht, beobachten nur und machen sich die Schönheit der Welt um Sie herum bewusst.

Der eigene Fotoausflug - Ich-Zeit - Meditation Fotografie

Irgendwann kommt der richtige Moment, um mit Ihrer Kamera die Schönheit festzuhalten. Egal ob Sie mit dem Makroobjektiv die kleinen Dinge belichten möchten, oder eine Normalbrennweite mitgenommen haben. Sie nehmen genau das auf, was für Ihre Ausrüstung passt. Lassen Sie sich ein auf die Farben oder die Farblosigkeit. Probieren Sie etwas Neues und fotografieren unscharf. Oder Monochrom / Schwarzweiß. Reduzieren Sie alles auf das Nötigste. Entdecken Sie das Spinnweben im Gegenlicht, die Struktur des Blattes. Fotografieren Sie auf der Straße die Hunde an der Leine gemeinsam mit den Füßen der menschlichen Begleiter. Stellen Sie manuell die rote Ampel unscharf, so dass nur die Schemen und Silhouetten, die Farben und Eindrücke auf dem Sensor landen. Gehen Sie auf den Spielplatz und fotografieren die Seile der Klettergerüste. Entdecken Sie das Moos auf dem Baumstumpf und fotografieren es aus allen Perspektiven. Sie werden Ihr eigenes Motiv finden, da bin ich zuversichtlich.

Konzentration, Bewusstsein, Achtsamkeit

Sie erreichen mit der Konzentration ein Empathie für die Ameisen, den Baum, die Pusteblume, das fließende Wasser, die Wolken, die Natur, die Sonne, die Atmosphäre, die Luft, die Schönheit. Lassen Sie sich auf Ihre Gefühle ein, finden zurück zu Ihrer Kreativität. Und genau jetzt werden Sie sich bewusst, wie wertvoll dieser Moment für Sie ist, wie schön er ist. Schulen sie Ihre Aufmerksamkeit, Ihre Achtsamkeit für die Welt und sich selbst.

Der eigene Fotoausflug - Ich-Zeit - Meditation Fotografie

Was im Selbst passiert

Meine Ich-Zeit - Der Autor in der fotografischen MeditationWas passiert ist das Sein im Jetzt. Die Fotografie und das Entdecken sind anstrengend. Sie beschäftigen sich mit der Blende, der Schärfentiefe, den Perspektiven, der Abstraktion, den Linien. Sie können nichts anderes tun. Fotografie ist kreativ, schwierig, wunderbar. Lassen Sie sich völlig darin aufgehen. Lehnen Sie alles andere ab. Keine Gespräche mit Bekannten, kein Telefonat, keine SMS. Nur Sie und Ihr Fotothema.

Die Kamera ist Ihr Pinselstrich

Freuen Sie sich über die Ich-Zeit, die Kreativität, die Blickpunkte und das Foto, welches Sie sich an der Wand im Wohnzimmer vorstellen können. Gehen Sie entspannt zurück nach Hause, als neuer Mensch. Nehmen Sie Ihre Eindrücke mit in den Schlaf, überlegen sich, was Sie beim nächsten Mal fotografieren möchten. Planen Sie für die Zeit der Planungslosigkeit, für Ihr Thema, Ihren nächsten Fotoausflug.

Sie müssen sich die Zeit selbst wert sein

Ich gönne Ihnen diese Ich-Zeit, Ihre Achtsamkeit von Herzen. Morgen unternehme ich wieder auf meinen eigenen Fotoausflug…

Die unwichtige Technik zum Beitrag

Diese Fotos wurden mit der X-T4 und dem XF80mm F2.8 R LM OIS WR Makro belichtet. Die Kombination entschleunigt, da der IBIS und der OIS zusammen arbeiten. Es ist bei Windstille möglich mit langen Zeiten aus der Hand zu fotografieren. Damit sinkt die ISO gleichzeitig mit dem Puls :-)

© Peter Roskothen ist Profi-Fotograf, Fototrainer, Fotojournalist – Ich-Zeit – Der eigene Fotoausflug in die Meditation Fotografie

In eigener Sache (Werbung für den entspannten Fotoausflug):

Individueller Fotokurs Achtsamkeit

Fotograf und Fototrainer Peter RoskothenMöchten Sie mit mir losziehen und sich einlassen auf eine neue Art zu Fotografieren? Der individuelle Fotokurs ist Ihre Ich-Zeit. Sie lernen genau das, was Sie möchten und ich zeige Ihnen neue Motive, Ideen, fördere Ihre Technik und Ihre Kreativität. Sie fotografieren mit Ihrer Kamera und genießen die Zeit, lernen spielerisch hinzu und finden noch mehr Spaß mit dem Hobby:

Der achtsame Fotokurs >>

Der eigene Fotoausflug - Ich-Zeit - Meditation Fotografie

Autor: Peter Roskothen

Ich, Peter Roskothen bin Profi-Fotograf, Fototrainer ganz besonderer Fotokurse sowie Fachjournalist für Fotografie. Ich schreibe auf *fotowissen für Fotoamateure und ambitionierte Fotografen. Die Fotografie ist meine Passion. Ich liebe alle Fotogenre und fotografiere genauso begeistert, wie ich Fotokurse gebe.

Jeder kann fotografieren und mit *fotowissen möchten alle Autoren zu Ihren besseren Fotos beitragen. Dabei beschäftigen wir uns nicht mit Pixelzählen, sondern mit Technik für Menschen und den Bildern im Speziellen (Fotoblog). Im Fotoblog helfen wir Fotos zu analysieren und konstruktiv nach vorne zu bringen. Übrigens stellen dort viele meiner Fotokursteilnehmer ihre Bilder aus.

Meine ganz eigene Homepage mit Fotografien, Fotokursen und Webdesign finden Sie unter Peter Roskothen Fotokunst & Design.

6 Kommentare

  1. Ein äußert inspirierender und bemerkenswerter Beitrag.

    Hut ab, Verbeugung vor dem Verfassen und Danke

    Beantworten
    • Lieber Herr Dr. Krüger,

      das ist sehr nett von Ihnen. Ich freue mich über Ihr Feedback sehr.

      Herzlich, Peter Roskothen

      Beantworten
  2. Lieber Peter,

    es ist herrlich zu lesen, wie du in Worte gepackt das zum Ausdruck bringst, was Fotografie tatsächlich (auch) sein will, und was sie für mich neben einigen anderen Aspekten durchaus ist. Den Beitrag genau jetzt in diese Zeit zu setzen, in der Viele bekannter Maßen zur Ruhe kommen, empfinde ich als wirklich „treffsicher“.

    Freundliche Grüße,

    Dirk

    Beantworten
  3. Sie müssen sich die Zeit selbst wert sein!
    Stimme Ihnen voll und ganz zu.
    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas

    Beantworten
    • Vielen Dank Herr Benzing!

      Beantworten

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