Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Hongkong – faszinierende Tempel

Es ist unschwer zu übersehen, dass mich unsere Reise nach Hongkong zutiefst beeindruckt hat. Abgesehen von dieser völlig anderen Welt, in die man in Asien eintaucht, haben aber vor allem die Tempel einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Es ist schwer in Worte zu fassen, was diesen besonderen Eindruck ausmacht. Zum Einen sind da natürlich die völlig anderen Rituale, den Glauben zu praktizieren. Zum Anderen hat mich aber nachhaltig beschäftigt, mit welcher Bescheidenheit die Bauten auskommen und wie bescheiden und unaufgeregt die Menschen ihren Glauben praktizieren.

Es reicht eine Halle oder gar ein einziger Raum, zwischen vielen Wohnhäusern. Es reicht ein schmaler Eingang. Es reicht ein kleiner Schrein am Haus. Es reicht ein kurzes Stück Weg einen Hang hinauf. Es reicht eine alte Tonne, in der auf dem Gehweg Zettel mit Namen oder Mitteilungen durch Verbrennen ins Jenseits geschickt werden. Es reicht ein Namensschildchen, das in einem Baum hängt.

Manchmal mussten wir den Tempel regelrecht suchen, oder sind gar daran vorbei gelaufen. Hin und wieder haben wir aber auch die Nähe zum Tempel erschnuppern können, da die Anzahl der Räucherspiralen und Räucherkerzen die verbrannt werden einfach immens ist. Diese Räucherspiralen haben teilweise einen Durchmesser von bis zu 50 oder 60 cm und werden unter die Decke gehängt. Sie brennen bis zu einer Woche und die Asche wird von einem Metallteller aufgefangen. Der Rauch ist durch die Vielzahl der Kerzen extrem und treibt einem hin und wieder Tränen in die Augen. Auf einigen Fotos ist gut zu erkennen, dass der Rauch permanent durch die Räume zieht. Einige Tempel haben einen offenen Innenhof oder ein nicht komplett geschlossenen Dach, so dass die Rauchschwaden etwas besser abziehen können. Allerdings erschweren diese vielfältigen Lichtverhältnisse auch das Fotografieren, bzw. haben mich teilweise vor Herausforderungen gestellt 😉

So, hier nun aber die letzte Serie meiner Bilder aus Hongkong. Ich hoffe, sie können meine Begeisterung und Faszination transportieren.

 

 

Maike Lehmann

Autor: Maike Lehmann

Ich fotografiere mit einer Nikon D610und versuche mich in die digitale Fotografie und die verschiedenen Genres einzuarbeiten. Ich bin fasziniert von der Makrofotografie, versuche aber auch bewusst Abstecher in verschiedene andere Bereiche zu unternehmen. Früher habe ich gern gemalt und gezeichnet, es scheint als würden sich meine Vorlieben für Aquarelle und den Impressionismus auch in den Fotografien wiederfinden können. Ich bin auf der Suche nach meinem eigenen Stil und finde diesen Weg sehr spannend. Schaut gern bei Instagram vorbei: mai_leh
Ich freue ich über eure Kommentare!

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3 Kommentare

  1. André

    Hallo Maike,

    danke dass du uns in deinen Urlaub mitnimmst. Da hast du mal insgesamt eine ordentliche Serie rausgehauen. Scheinst auch ganz gut rumgekommen zu sein.

    Die Eindrücke dieses Landes unterscheiden sich aber auch wirklich gewaltig von unserer üblichen Umgebung.
    Bei den Tempelfotos war ich sehr gespannt was mich erwartet. Sehr interessante Bilder hast du dort eingefangen. Für mich gibt es direkt zu Anfang deiner Serie das Highlightfoto. Der Einblick in den komplett verrauchten Tempel mit dem Blick nach drausssen. Die gesamte Szenerie finde ich hier sehr interessant eingefangen.
    Auch das Foto mit den brennenden Kerzen bringt die gemütliche Stimmung und die Ruhe die dort herrschen muss super rüber.

    Gruß
    André

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  2. Maike Lehmann

    Hallo André,
    herzlichen Dank für deine Rückmeldung! Hongkong ist wirklich mehr als faszinierend. Ich kann die Stadt jedem empfehlen, der sich Asien annähern möchte. Wir nannten den Trip auch „Asien für Anfänger“ 😉 Der Blick aus dem Tempel zeigt zwar gut den Aufbau der Räumlichkeit, aber ich hadere etwas damit. Hier wird deutlich, wie schwierig die Lichtverhältnisse für mich waren, da die Mittagssonne hoch stand, wenig bis kein Kontrast im Himmel war und gleichzeitig natürlich die inneren Bereiche und Gänge im Dunkeln verschwinden. Dennoch wollte ich auch ein Gesamtbild haben. Schwierig, schwierig,…
    Viele Grüße,
    Maike

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  3. Britta Dicken

    Hallo Maike,

    das erste Bild, wie André es schon geschrieben hat, ist auch mein absoultes Highlight. Egal wie schwierig die Lichtsitaution war, Dir ist es auf jeden Fall gut gelungen die Stimmung einzufangen. Ich glaube, ohne dieses Bild als Einstieg in die Tempel-Serie, wären die restlichen Bilder nur halb so interessant!
    Mal ganz weg von den Bilder, hat mir auch Deine Beschreibung sehr gefallen. In einer Zeit, wo über Religion wieder häufiger gesprochen wird – leider häufig im negativen Sinne – finde ich Deine Beschreibung des unaufdringlichen, immer irgendwo vorhandenen und bescheidenen Glaubens sehr gut! Danke, dass Du uns daran teilhaben lässt und ich hoffe doch, das dies noch nicht das Ende Deiner Honkong-Reihe gewesen ist!

    LG
    Britta

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