Individueller Fotokurs - Besser fotografieren lernen

Die eigene Homepage als Fotogalerie

Artikel ursprünglich verfasst am 20. September 2015

Irgendwann in diesem Jahr keimte eine Idee: Die eigene Homepage als Fotogalerie

Wir suchten einen Ort wo wir eine exklusive Auswahl unsere Bilder als digitales Album präsentieren können. Ich höre schon die ersten Kommentare, warum nutzt Ihr nicht einfach eine der vielen Community oder Social Media Plattformen für Eure Bilder? Ganz einfach; wir möchten die Rechte an unseren Bilder behalten. Die Bedingungen auf diesen Plattformen sind viel zu undurchsichtig und ändern sich auch laufend. Daher haben wir uns seit längerer Zeit gegen eine solche Veröffentlichung entschieden.

Und so startete das Projekt:

Die eigene Homepage als Fotogalerie

Als erstes mußten mehrere Fragen geklärt werden:

  1. Welchen Namen soll die Homepage bzw. die Domain bekommen?
  2. Daraus ergibt sich dann sofort die Frage: Ist dieser Name noch frei? Wenn nicht, muß Frage 1 erneut beantwortet werden. :-)
  3. Mit welchem CMS-System (content management system) soll die Homepage erstellt werden?
  4. Bei welchem Hoster (Anbieter für Webspace) soll die Homepage aufgebaut werden?

Der Name der Domain war an einem Abend gefunden und die Verfügbarkeit verifiziert. Wie kann man das prüfen? Man ruft einfach die Website eines Hosters auf. Dort gibt es eine Suchmaske in der man  seine Wunschdomain einträgt. Dazu gehört natürlich auch die sogenannte Top Level Domain (z.B. .de oder .eu). Das Ergebnis zeigt dann an ob diese noch frei ist.

WordPress oder Joomla

Nachdem nun der Name gefunden war, mußten wir uns für ein CMS System entscheiden. Zur Wahl standen die beiden mit dem größten Verbreitungsgrad: WordPress und Joomla. Beide stehen in dem Ruf, relativ leicht bedienbar zu sein. Zudem werden Sie von fast allen Hostern von Haus aus unterstützt. Denn auch auch darauf muß man achten. :-) Schlußendlich fiel die Wahl auf WordPress. Zum einen ist die Verbreitung in unserem Bekanntenkreis größer und zum anderen haben wir durch das bloggen auf *fotowissen uns zu mindestens (hüstel) rudimentäre Kenntnisse erworben. :-)

Bei WordPress hat man nun drei Möglichkeiten:

  1. Die Webseite wird direkt bei WordPress.com gehostet. -> Dann kann bekommt man allerdings eine Homepage mit meinname.wordpress.com.
  2. Ein Hoster inkl. eines Baukastensystems. -> Dies würde ich allen empfehlen die keine tieferen IT Kenntnisse besitzen.
  3. Ein Hoster inkl. dem eigenen Webspace und der Freiheit alles selber installieren zu dürfen. Die entsprechenden Ressourcen findet man unter wordpress.org.

Aufgrund meines beruflichen Hintergrundes haben wir uns dann für Variante 3 entschieden :-)

Blieb noch die Wahl des für uns passenden Hosters. Aufgrund von verschiedenen Berichten, aus dem Netz und aus dem Freundeskreis, war diese Entscheidung allerdings schnell getroffen.

Unsere eigene Domain

Nachdem wir nun alle Fragen geklärt hatten, konnte es endlich losgehen. Wir haben beim Hoster unser Wahl das entsprechende Paket gebucht und unsere Wunsch Domain reserviert. Danach wartet man ein paar Stunden bis die Bestätigung für die Reservierung eintrifft und freut sich wie ein kleines Kind wenn alles geklappt hat. :-)

Bevor man die eigentliche Installation von WordPress starten kann, waren die Einrichtung von vier Anmeldenamen inkl. Passwörter und einer Datenbank notwendig. Dazu diverse Einstellungen in der Weboberfläche des Hosters und die Installation eines FTP Clients um Dateien zum Hoster hochladen zu können. Ich kann daher nur wärmstens empfehlen jeden Schritt zu dokumentieren auch wenn es schwerfällt.

Die benötigten WordPress Dateien sind dann innerhalb von Minuten hochgeladen. Die anschließende Grundeinrichtung von WordPress nimmt ebenfalls nur Minuten in Anspruch. Danach erscheint das erste mal die eigene Webseite. Nicht schlecht, aber bei weitem nicht das was wir uns vorgestellt haben. Es ist ein wenig so, als ob man ein Haus gekauft hätte, wo man vieles für sich anpassen möchte. Die Fassadenfarbe, das Dach, den Garten … usw. Natürlich will man auch die Fenster und Türen, das Bad, die Bodenbeläge und die Heizung austauschen. Die eigentliche Arbeit fängt also jetzt erst an.

Themes und Plugins

Bei WordPress muss man sich nun für ein Theme entscheiden.

Themes für WordPress

Um bei dem Beispiel des Hauses zu bleiben, es geht um die äußerliche Erscheinung. Das Theme gibt einem das Grundgerüst für die Webseite. Dazu gehören solche Elemente wie: Menü, Hintergrund, Schriftarten und Farben. Hat man sich für ein Theme entschieden werden anschließend einzelne Funktionen, in Form von Plugins, nachgerüstet. Hier geht es nun um die inneren Werte unseres Hauses. Für uns am wichtigsten die Art und Weise wie Bilder dargestellt werden. Wir haben uns zusätzlich Gedanken über das gesamte Erscheinungsbild gemacht. Schließlich sollte alles stimmig zueinander sein. Daher haben wir dann noch Logos und passende Wasserzeichen für die Bilder entwickelt. Dieser gesamte Prozeß hat sich, mit Unterbrechungen, über ca. 2 Monate hingezogen.

Erstbezug

Nachdem das Haus nun eingerichtet war, mußten wir nur noch mit unseren ersten ausgewählten Bildern einziehen. Wir haben nun die Bilder im Haus verteilt und die ersten virtuellen Runden durch unsere private Galerie gemacht. Jetzt aber möchten wir sie der Öffentlichkeit vorstellen.

Wir freuen uns auf Euren Besuch auf unserer ersten Homepage als Fotogalerie:

www.d-photography.de

Wir wünschen viel Spaß beim virtuellen Rundgang.

Autor: Klaus Dicken

Ich bin Fotograf aus Leidenschaft. Unterstützt werde ich dabei von der Fotoschule Roskothen. Ich entdecke immer wieder neue Möglichkeiten die Fotografie kreativ zu nutzen. Meine Kameras begleiten mich dabei an die unterschiedlichsten Orte. Weitere Bilder finden sich unter www.d-photography.de/

4 Kommentare

  1. Hallo,
    ich möchte dir für diesen ausführlichen und hilfreichen Artikel danken. Seit einiger Zeit habe ich mich auch damit beschäftigt, es aber nicht gewagt, eine Seite zu basteln. Mit deiner Hilfe werde ich mich aber nun daran wagen.
    Nochmals vielen Dank
    Gabriele Daniels

    Beantworten
  2. Gratulation Euch beiden! Und danke für den schönen Artikel. Ein paar Worte zu dem Projekt eigene Fotohomepage:
    Vor langer Zeit habe ich das selbe Projekt ins Auge gefasst und bin sozusagen gescheitert. Die Webseite hieß photo.roskothen.de und war sogar in zwei Sprachen ausgelegt. Aber auch das hat nicht geholfen in Sachen Popularität. Es ist extrem schwierig eine größere Leserschaft zu erhalten.
    Aber: das soll keinen abhalten vom Projekt. Ich wünsche Euch jedenfalls von Herzen viel Erfolg damit und bitte teilt weiterhin die Fotos auch auf *fotowissen. Nicht nur Eure Fotos, sondern auch Eure Worte sind sehr wertvoll. Eure eigene Webseite sieht toll aus und Eure Fotos ebenfalls.
    Schüler und Kunden von Foto Roskothen sind weiterhin eingeladen hier teil zu haben und sich auszutauschen. Ich freue mich auf viele weitere Fotos und Projekte!

    Beantworten
    • Danke, Peter! Ist ja Klaus Baby, ich durfte nur meine Bilder beisteuern :-) Ich gebe ehrlich zu, ich habe aus technischer Sicht irgendwann auch den Faden verloren.
      Und natürlich werden wir *fotowissen treu bleiben :-)
      LG
      Britta

      Beantworten
  3. Hallo Klaus und Britta,

    na herzlichen Glückwunsch zu so einer schönen Seite!!!!

    Ihr habt echt tolle Foto`s und es macht echt Spaß sie zu gucken und bei einigen sogar dabei gewesen zu sein!!!!

    Ich wünsche Euch ganz viel Erfolg damit!!!!!

    LG
    Susanne

    Beantworten

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